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Thema: "Der Weg zum wahren Adepten" und Schicksalsprüfungen

  1. #11
    Tyrion
    Gast

    Re: "Der Weg zum wahren Adepten" und Schicksalsprüfungen


    >Er verstand nur, daß ich mich mit etwas beschäftige was mit Spiritualität zu tun hat. Für ihn als fundamentalistischen Marxisten (und erfolgreichen Unternehmer -> tolle Kombination ;-) rief dies ein tiefes Gefühl des Hasses hervor. Ich sagte ihm, daß ich seine Ansichten respektiere ich aber eine andere Weltsicht habe (ich wollte ihn nicht von etwas überzeugen, und er wußte in diesem Zusammenhang über mich nur, daß ich mich für Religion interessiere und ein Leben nach dem Tot für möglich halte). Er sagte zu mir: "Schau an was ich geschaffen habe: mein riesen neues Haus, meine vielen teuren Autos, mein Geschäft, mein Vermögen...". Er zeigte mit dem Finger auf den Computerbildschirm: "diese Leute halten dich davon ab, so zu werden wie ich. Entsage deinem Wahnsinn!". Da meine sehr ungemütliche Jugend an mir vorbeizog, war diese Situation durchaus eine Prüfung für mich, als er seine Hand nach mir ausstreckte als wenn ich auf einen Packt einwilligen sollte. Letztendlich sagte ich ihm: "Materielle Dinge sind mir sehr wichtig, aber nicht das wichtigste. Ich will lieber sterben als deinem Weg zu folgen."<




    Also erst deine Mutter (die dich anscheinend wegen weltanschaulicher Differenzen, auch Marxistin?, nicht mal deinen Schulabschluss machen lassen wollte?), dann dein Vater (hat der unterdrückte Spannungen wegen seiner widersprüchlichen Lage als Unternehmer und weltanschaulicher Marxist und damit philosophischer Materialist auf dich projeziert und so Aggressionen erzeugt?), dann deine Satanisten-Schwester und deine Tante die dich ums Erbe brachten (wenn ich das richtig verstanden habe...)....

    Das klingt ziemlich abgefahren.

    Das war ja der reinste Weltanschuungskrieg bei euch.

    Andererseits ist das auch ein ziemlich ärgerliches Beispiel dafür, wie Menschen, die sich für ernsthafte Spiritualität und Magie interessieren und danach Leben Leben häufig die Gelinkten sind.

    Eigentlich nicht einzusehen, wenn es Mittel gibt sich zu wehren.


    Satanisten denken ja häufig, in einer kuriosen Mischung aus eigentlich widersprüchlicher antiker gnostischer Weltanschuung und Materialismus, die Menschen wären Götter und müssten sich dies nur wieder bewußt machen.

    Aber die Wahrheit ist imho eher, dass die Menschen sich durch TRANSFORMATION, Wesensveränderungen, Elemente-Ausgleich und Beherrschung und Erhöhung der eigenen Schwingungsfrequenzen qualitativ der universalen Gottheit annähern und angleichen können.

    Also etwas WERDEN können, es aber noch nicht sind.

    So gesehen ist der magische Weg doch anspruchsvoller als der materialistische...der Materialist würde nur nach einer Zunahme von Quantität (Geld, Karriere, körperliche Kraft, viele Frauen oder Männer usw. streben), der spirituelle ausgerichtete Magier und Mystiker auch nach einer Erhöhung und Erweiterung des QUALITÄT seines Daseins.

    Aber wer als Materialist natürlich den Geist und die Seele nicht als existent anerkennt, oder ihre Bedeutung herunterspielt, der wird das nicht begreifen können und herabwürdigen.

    Was aber nicht heisst, das er richtig liegt.

    Eher, dass er nur auf eindimensional und mit eingeschränktem Bewusstsein auf eine Ebene bzw. einen Aspekt des Daseins und seine Gesetzmäßigkeiten ausgerichtet ist...die materielle Ebene, die aber eben nicht die einzige ist, da der Mensch in mehreren Ebenen zugleich existiert.




    Grüsse


    Tyrion

  2. #12
    Maya
    Gast

    Re: Der Weg des Adepten - wahre Freiheit oder Gefangene...?


    Hallo Tyrion,

    Gratulation zu deiner Einweihung!

    Warum hegst du mir gegenüber Misstrauen? Wir sind hier alle anonym und tauschen Gedanken aus, oder nicht *g*? Und dass wir uns alle in diesem Forum treffen, zeugt von einem gemeinsamen Geist der Wahrheitssuche, auch wenn kontroverse Ansichten vertreten werden.

    Natürlich sollten wir uns und damit die Welt verändern und jeder hat wohl seinen eigenen Weg zu gehen, um seinen Geist zu transformieren. Da stimme ich dir doch vollkommen zu. Für mich hat Egoauflösung auch nichts mit Weltflucht zu tun, sondern eher damit, die Entscheidung für sich zu treffen, sein Leben in den "Dienst der geistigen Weiterentwicklung der Menschheit" zu stellen, während ein Egoist allein an seine materielle Entwicklung denkt. Diese Entscheidung ist eine Transformation des Geistes, da der "normale" Mensch eher darauf programmiert ist, seine Triebe auszuleben, die zum Teil noch solche Ausmasse annehmen, dass man sich fragen muss, ob tatsächlich eine Evolution stattgefunden hat... Wie auch immer, die Willensfreiheit bietet die Möglichkeit zur Entscheidung für die eine oder andere Richtung.

    Man kann noch so viel Wissen ansammeln und gewinnt immer neue Erkenntnisse hinzu, doch solange es nur bei philosophischen Theorien bleibt, kann man für sich kaum eine zufriedenstellende Theorie des Seins entdecken, da diese sich, wie bei allen Philosophen, durch dazu gewonnene Erkenntnisse immer wieder verändert.

    Das überlieferte Wissen über Magie bedarf auch einer dringenden Erneuerung, was eigentlich jedem "einleuchten" müsste, denn die Götter und Dämonen der Antike sind nicht mehr existent. Was willst du als wissenschaftlicher Analytiker mit einer längst verstaubten Magie *g*?


    Liebe Grüsse

    Maya





    >So,

    >ich bin gerade von einem Lehrgang und (spät, aber doch noch) meiner 1. Reiki Einweihung zurück (ja, keine Magie sondern eine Energie-Technik, aber die Diskussion hatten wir ja schon mal...) und will zum Thema doch noch was sagen.

    >Ich kann Mayas (dieser Name...weißt du, er weckt wirklich immer ein latentes Misstrauen gegenüber manchen deiner Aussagen, etwa bezüglich deines Vaters) Haltung durchaus recht gut verstehen...ich hab sie eine zeitlang, als ich meinen Wehrdienst hinter mir hatte und mich mit der Gnosis beschäftigte sogar mal selber etwas vertreten...aber ich habe mich mittlerweile doch gegen sie entschieden.

    >Das heisst nicht, das ich Meditation und eine ruhige gelassene, liebevolle Lebenshaltung ablehne, im Gegenteil!

    >Aber ich lehne die Verwerfung der Magie und die latent in dieser Haltung angedeutete Weltflucht ab.

    >Die Welt SOLLTE verändert werden.

    >Und zwar durch persönliche Weiter- und Höherentwicklung.

    >Durch Macht im positiven Sinne: Keine Pseudo Macht zur Unterdückung anderer (Erniedrigung anderer ist nur ein SCHEIN Erhöhung seiner selbst und SCHEIN Stärke). Sonder Stärke, Erkenntnis und Macht im POSITIVEN Sinne, zur Freiheit, Gestaltung und zum positiven Wirken in der Welt hin.

    >Ich denke, man sollte die Dinge der Welt lieben ohne sich an sie zu verlieren, da wir nicht nur immanente sondern auch transzendente und auf metaphysische Entwicklung hin ausgerichtete Wesen sind.

    >Ich bin nicht der Meinung, dass die Materie nur ein "Verkehrsunfall" im Universum war.

    >Sie könnte, da in ihr durch die mit ihr als Eigenschaft verbundene Bewegung, Veränderung und Zeit zwar Vergänglichkeit, aber auch eben die Möglichkeit der Weiter- und Höherentwicklung (etwa durch über rein intelektuelles Wissen hinausgehende ganzheitliche Erfahrung existieren) sogar die Chanche bieten wirklich NEUES und wahre Willensfreiheit (vielleicht nicht in einem, aber in mehreren Leben) zu entwickeln.

    >Und ich denke, die Hermetik könnte ein sehr guter Weg dazu sein (obwohl ich mittlerweile bezweifele das der Weg des Schamanen viel schlechter ist).

    >Ich bin nicht der Meinung, dass man sich den Schicksalsmächten dauerhaft unterwerfen muss...man kann sich darüber hinaus entwickeln.

    >Ob man das nun mit dem Elemente-Ausgleich und Elemente-BEHERRSCHUNG, Erreichen des Höheren Selbst oder Thelema bezeichnet..die Richtung dürfte erkennbar sein.

    >

    >>So kenne ich das auch aus Erfahrung und es stellt sich irgendwann für jeden die Frage, wie hart das Schicksal noch zuschlagen muss, bis der Betroffene begreift, dass er sich den vorhandenen Gesetzmässigkeiten des Universums unterordnen muss, ob ihm das gefällt oder nicht.<

    >

    >@Maya: Denk doch nach...wenn es im Universum die Möglichkeit der Entwicklung, der Willensfreiheit, der Nutzung verschiedener Naturkräfte zu seinen Gunsten (etwa Maschinen) und eben auch die MAGIE gibt...dann zählen auch all diese Dinge zu den vorhandenen Prinzipien und natürlichen GESETZMÄßIGKEITEN im Sein (nach dem Diktum "Wie oben, so unten" eigentlich sogar im Seienden schlechthin).

    >MAGIE und die Möglichkeit der Weiterentwicklung sind dann doch selber als vorhandene Gesetzmäßigkeit im Universum angelegt.

    >Sie sind selber universale Prinzipien.

    >Und die Geschichte mit dem Karma (einige Schamanen etwa halten da ziemlich wenig von, obwohl sie fähig sind) halte ich persönlich zumindest für reichlich überschätzt.

    >(Im Hindhuismus in Indien ist dieses Argument auch recht nützlich, um die Kastengesellschaft und soziale Ordnung zu zementieren...und die kastenlosen, unterdrückten Parias als Abkömmlinge der Urbevölkerung Indiens zu unterdrücken...die Hervorhebung der Wichtigkeit des Karma könnte, in diesem Falle, durchaus mal im Sinne Lenins - von dem ich alles andere als ein Fan bin!!! - als sowas wie "Opium fürs Volk" gedeutet werden).

    >Ich denke nicht, dass man nur von der materiellen Ebene in die geistige Ebene fliehen sollte...man kann auch durchaus in ersterer wirken.

    >Und ich denke, mann muss, bevor man sich wirklich mit Erfolg zu den geistigen Welten hochentwicklen kann, erst mal UNSERE Sphäre (wozu ich die ganze Sphäre Malkuths, eventuell mit Bardons Erdgürtelzone vergleichbar) zähle kennenlernen, erfahren UND beherrschen. Zumindest zu einem grösseren Teil, als man das kann, wenn man nur die Innere Abkehr sucht. Da fehlt etwas...zwar geht die Materie aus dem Geist hervor und beherbergt Vorstufen latenten Geistes, aber der aus der Materie wieder hervorgehende Geist (z.b. unser Bewußtsein) muss meiner Meinung nach erstmal die Materie und die der Materie nahen Sphären meistern um auf echte geistige Höherentwicklung des Wesens rechnen zu können.

    >Und dafür bracht man Macht und Stärke.

    >ECHTE Macht des eigenen Wesens und innere Stärke, keine Pseudo-Macht zur Unterdrückung anderer.

    >Das halte ich für so enorm schwer zu erreichen (wer kann wirklich von sich behaupten, Bardons Anforderungen - und selbst seine Bücher sind nur ein

    >Teil-Ausschnitt der ganzen Hermetik) wirklich zu beherrschen?

    >Aber Bardons Weg der Elemente-Beherrschung scheint mir sehr plausibel, auch philosophisch gedacht...bei manchen östlichen Religionen und der Gnosis habe ich manchmal die Befürchtung, es geht nur um eine Rücknahme ins Geistige...das könnte aber auch eine Sackgasse sein, z.b. wenn man irgend einer geistigen Sphäre durch innere Abkehr und Loslösung verfälllt, bis man darin steckenbleibt oder erlischt.

    >Ich denke, man muss zwar sein höheres Selbst finden und verwirklichen (was vielen erst in mehreren Leben gelingen dürfte).

    >Aber nicht durch Auslöschung, sondern durch HÖHERENTWICKLUNG der Persönlichkeit und des Individuums.

    >Im hermetischen Sinne also durch Angleichung an die Gottheit (Gleiches zieht Gleiches an), durch Vervollkommung und Vielseitigkeit (viele bekannte Hermetiker waren Universal-Genies oder zumindest auf vielen Gebieten interessiert und recht fähig).

    >Und Bardons Weg zum Wahren Adepten (ein so hohes Ziel, das es in einem einzigen Leben schwer bis unmöglich zu erreichen sein dürfte, nicht umsonst deutet magisches Potential mach Ansicht vieler ja auch angesammelte Erfahrungen und Fortschritte aus vergangenen Leben hin) scheint mir in dieser Hinsicht, mit seinen Anforderungen nach Elemente-Ausgleich, Elemente-Erkenntnis und Beherrschung und erstmal der Beherrschung der Erdgürtelzone vor höheren Ebene doch zumindest recht pausibel und schlüssig zu sein.

    >Auch Emil Stejnar schrieb, dass es (u.a. durch Ausbildung des geistigen Licht-Leibes, schwierig genug) nicht um Auslödschung des Egos sondern Stärkung der Persönlichkeit und persönliche Vervollkommung geht.

    >Sas hat sicher auch eine Beziehung zum "Thelema" der Thelemiten, des wahren inneren Willens und Wesens, der aber meiner Meinung nach nicht nur erkannt sondern auch erreicht und ausgebildet werden muss. Wir sind KEINE Götter - aber wir könnte vielleicht einmal auf unserem Weg welche werden (kaum in einem Leben, aber vielleicht - hoffentlich - in vielen).

    >Das erreicht man aber eben imho nicht durch reine Ablösung und Abkehr von der Welt, die in manchen östlichen Religionen (die die auftretenden Sidhis, "Zauberkräfte", als reine Zeichen sehen und deren Nutzung als Hingabe an Illusionen verurteilen) propagiert wird.

    >Sicher, der Weg ist auf den ersten Blick ähnlich. Erreichung geistiger Welten, die Errreichung von Freiheit...aber der Unterschied ist eben imho, dass diese Freiheit im Hindhuismus und Budhismus (und Richtungen der antiken Gnosis) oft durch Abkehr von allem Materiellem erreicht werden soll...es müsste aber imho erstmal zumindest teilweise erfahren und in seinem Wesen (die Elementar-Prinzipien Bardons, und Erdgürtelzone) beherrscht werden.

    >In gewisser Weise hatte Pablo Santiago zumindest in einer Hinsicht recht: Auch die teilweise aus dem antiken Wissen der Hermetik (Italien und Spanien nach dem Mittelalter! von Byzantinern, Juden und Arabern im Orient gerettet!) entwickelten heutigen Naturwissenschaften und die technische Weltbeherrschung haben etwas mit der Hermetik zu tun (auch wenn leider nun der geistige Teil geleugnet und verdrängt wird).

    >Und um nochmal auf die Unterschiede zwischen vielen (nicht allen natürlich!) östlichen Richtungen und der Hermetik einzugehen...nach Bardon gleicht man sich ja als Magier der Gottheit an (durch Veränderung von Quantitäten und Qualitäten, durch die Vervollkommung der 5 Elemente in sich, wie sich auch in der Gottheit vollkommen sind) und nähert sich ihr so...

    >"Da wir begonnen haben, mit den Göttern Zwiesprache zu halten, wisse, o Asklepios, wie mächtig der Mensch sein kann. Denn geradeso wie der Vater, der Herr des Universums, Götter erschafft, so erschafft, in derselben Weise, das sterbliche Erdenwesen selbst auch Götter. So wie Gott bestimmt hat, daß die Seele des Menschen nach seinem Bilde geschaffen werde, eben so erschafft der Mensch auf Erden Götter nach seinem Bild.

    >Du bist erstaunt, o Asklepios? Bist denn auch Du ein Ungläubiger wie alle anderen?"

    >Corpus Hermeticum

    >"Wenn Du Dich daher nicht Gott gleich machen kannst, kannst Du Gott nicht verstehen: Denn Gleiches ist nur für Gleiches verständlich.

    >Glaube daran, daß nichts Dir unmöglich ist, halte Dich selbst für unsterblich und fähig dazu, alles zu begreifen, alle Künste, alle Wissenschaften, die Natur eines jeden Lebewesens. Steige höher als die größte Höhe hinauf, steige tiefer als die größte Tiefe hinab. Wenn Du in deinem Denken alle Dinge zugleich einschließt, Zeiten, Orte, Elemente, die unzähligen Arten und Mengen, dann wirst Du vielleicht Gott verstehen."

    >Corpus Hermeticum

    >"Schlechtigkeit liegt in der Natur der Menschen, da es unter ihnen kein Verständnis gibt für die Dinge, die geweiht sind. Denn das Wissen um die Dinge, die geweiht sind, ist wahrhaft das Heilmittel der stofflichen Leidenschaften.

    >Wenn aber Unwissenheit herrscht und es in der Seele des Menschen kein verstehen gibt, dann dauern die unheilbaren Leidenschaften der Seele an. Und zusätzliches Übel kommt mit den Leidenschaften in Form einer unheilbaren Wunde. Und die Wunde nagt beständig an der Seele, und durch sie gebiert die Seele Würmer des Bösen und stinkt. Aber Gott ist nicht die Ursache dieser Dinge, denn er hat den Menschen Wissen und Verstehen gesandt."

    >Corpus Hermeticum

    >"Sterben nicht alle Lebewesen auf der Welt, o Vater, obwohl sie Teile dieser Welt sind?

    >Ruhig, mein Kind, Du bist in einem Irrtum befangen. Denn Lebewesen sterben nicht, doch da sie zusammengesetzte Körper sind, lösen sie sich auf. Und diese Auflösung ist die Auflösung einer Verbindung. Und wenn sie aufgelöst werden, so geschieht das nicht, um sie zu zerstören, sondern damit sie wieder neu werden können. Was ist denn in Wahrheit die Antriebskraft des Lebens? Ist es nicht ständiger Wandel? Gibt es denn etwas auf der Welt, was sich nicht verändert? Es gibt nichts, mein Kind."

    >Corpus Hermeticum

    >

    >Der Corpus Hermeticum war einer DER hermetischen Schriften der Renaissance in Italien und wichtig für den italienischen Humanismus und die Wiederentdeckung des Wissens der Antike.

    >

    >Aber, wenn man z.b. von Bardons Anforderungen ausgeht, wären viele Schamanen, durch ihre Lebenserfahrungen und die (zumindest teilweise) Beherrschung der Erdgürtelzone auf ihrem Weg schon mal um einiges weiter als die meisten Hermetiker.

    >Es geht nicht nur um "wie oben, so unten", sondern auch um "von unten nach oben".

    >Aber dazu muss man das "Unten" erst mal etwas kennengerlernt und gemeistert haben.

    >Wir sollten uns mal erinnern, wer in der Geschichte alles zu den Hermetikern zählte...Goethe ("Wer immer strebend sich bemüht, den können wir erlösen"), Beethoven, Theophrastus Bombastus Paracelcus, Heinrich Cornelius Agrippa von Nettesheim, Paracelcus, Schiller, Newton, Leonardo Da Vinci, Francis Bacon ("Scientia est potentia")...und noch viele viele andere (oft insgeheim).

    >Teilweise die grössten Grössen der abendländischen (und auch morgenländische, arabisch-persischen und türkischen!) Geschichte!

    >Seht euch nur mal in der italienischen Renaissance um...mit der brach die Neuzeit an!

    >Waren das denn alles Weltabkehrer (obwohl auch sie sicher innere Einkehr und Meditation betrieben)? Die waren IN der Welt tätig.

    >Was ist mit Franz Bardon...in einer von christlicher Mystik geprägten Familie aufgewachsen, erst KFZ-Mechaniker, dann in als Künstler und Hypnotiseur tätig, dann Heilpraktiker Ausbildung in Deutschland (zuletzt zeitweilig Leiter eines Krankenhauses), dann Inhaber einer Apotheke und Heilpraktiker (neben allerlei spirituellen Tätigkeiten und Veranstaltunge, postete dazu ja schon mal was im Forum). War der Weltabkehrer? Nein. Obwohl er sich nachweislich mit Yoga befasste.

    >Es geht um die Elemente...ihren Ausgleich und ihre Beherrschung.

    >(Und danach kann man sich dann auch den höheren Sphären, ohen Gefahr des sich Verlierens, wirksam zuwenden...).

    >@SIMON MAGUS:

    >Wenn die Erkenntnis und der Weg zur Wahrheit in der Vergangenheit zuweilen wichtiger waren als Glück (und dann auch dein Weg entsprechend)...dann schätze ich, haben wir zumindest ein paar Gemeinsamkeiten.

    >Der Weg war zuweilen Scheisse (vor allem was man für die Erkenntnisse opfern musste...). Aber im nachinein denke ich, er war es wert (auch wenn ich ihn mir leichter gewünscht hätte). Er stillt nämlich wirklich den brennenden Durst nach Wahrheit und Lebenssinn.

    >

    >Grüsse

    >Tyrion



  3. #13
    Maya
    Gast

    Re: Zum Nachdenken...


    Hallo Simon,

    ich hoffe sehr, dass du mich nicht falsch verstanden hast, da sich deine Verabschiedung fast so anhört. Wenn du doch noch erreichbar bist, melde dich doch bitte.


    Liebe Grüsse

    Maya


    >Hi Maya

    >Als ich diesen Beitrag schrieb dachte ich mir schon, daß du darauf antworten wirst, bzw. wenn du ihn ließt deine Ansichten bestätigt finden wirst. Nur schrieb ich auch, daß ich nun meinem Schicksal dankbar für diese Erfahrungen bin, weil nur eine Tugend eine Tugend ist die auch in Prüfung und Anfechtung Bestand hat. Wenn man sein Leben lang nur die Schattenseite der Materiellen Welt zu Gesicht bekommt ist dies natürlich nicht so gut. Aber auch wenn das ganze Leben nur Friede Freude Eierkuchen ist kann man einiges einfach nicht verstehen und man neigt zu Oberflächlichkeit. Das heist natürlich nicht, daß man sich Probleme wünschen soll, die kommen von ganz alleine. Der Unterschied ist nur, daß Otto-Normalverbraucher bei Problemen nur von Ungerechtigkeit spricht, wärend ein Hermetiker sich am Guten freut und vom Bösen lernt, das Leben nicht als einen Rummelplatz begreift sondern als Schule und bei Schwierigkeiten die gütige Hand der Vorsehung sieht die damit zeigt, daß sie ernstlich um sein Vorrankommen bemüht ist (Wobei ich nicht behaupten will so weit zu sein, die Dinge in jeder Anfechtung so zu sehen).

    >Mit welchen Mächten soll ich mich eingelassen haben? Ich denke diese Welt hat einen Ursprung, eine höchste Wahrheit, etwas was unerschaffen und ewig ist. Religionen nennen dies Gott, Wissenschaftler die Weltformel ich habe keinen Namen dafür, ich kann es mir nicht genau vorstellen. Ich denke mir nur, daß es das wichtigste im Leben ist mit aller Kraft diese "Wahrheit" zu suchen, dieses Alles in Allem mit Liebe und Ehrfurcht zu begegnen, im Einklang mit den universellen Naturgesetzen zu stehen, wozu es erst mal erforderlich ist diese zu finden und zu studieren. Nach dem ich eine Menge ausprobiert habe erscheint es mir so, als wäre Bardons Werk das beste Handwerkszeug auf meinem(!) Weg.

    >Irrtum ist natürlich nicht ausgeschlossen. Ich hab in den verschiedensten Phasen meiner Entwicklung schon so manches geglaubt und war mir meiner Sache sehr sicher, mußte mir dann aber eingestehen, daß ich mich geirrt hatte. Ich denke letztendlich wird mich auf meinem Weg alles weiterbringen, und seien es Irr- und Umwege.

    >Ich bin gerade dabei meine Sachen zu packen um für einige Wochen oder Monate nach Spanien in eine spirituelle Kommune zu fahren (siehe Diskusion im Alrunia Forum, auch bei Parsimony). Kann diese interessante Diskusion deshalb jetzt nicht vertiefen. Wenn ich das nächste mal im Internet bin, schreibe ich dir, wenn es dich interessiert, eine Liste von guten und weniger guten Erfahrungen die ich mit Bardon gemacht habe. Am Rande schreibe ich noch von Erfahrungen die Andere gemacht haben die ich kenne, wobei ich mir da nicht so ein Urteil Erlauben kann.

    >>Es wundert mich wirklich nicht, dass du solche Erfahrungen machen musstest

    >***Mich auch nicht.

    >>und ich wünsche dir von Herzen, dass du die Wahrheit erkennst.

    >***Das wünsch ich uns allen!

    >SIMON MAGUS



  4. #14
    Simon Magus
    Gast

    Re: "Der Weg zum wahren Adepten" und Schicksalsprüfungen


    Hi Tyrion


    Ich bin zwar in manchen Dingen etwas anderer Ansicht als du, aber wenn man deine Beiträge so ließt wäre es sicher ein Gewinn für mich, wenn wir zu einem späteren Zeitpunkt unsere Diskusion vertiefen würden (auch was andere Themen anbelangt/ bin aber gerade etwas in Eile und dann warscheinlich für Wochen oder Monate nicht im Net).


    >Also erst deine Mutter (die dich anscheinend wegen weltanschaulicher Differenzen, auch Marxistin?, nicht mal deinen Schulabschluss machen lassen wollte?).

    ***Sie als Oberlehrerin, Schwester eines Gymnasialdirektors... wollte von mir schon, daß ich den Schulabschluß mache, aber auch daß ich wie sie ein fundamentalistischer Oportunist und Mammonist werde. Dann wäre es mir aber sicher so gegangen wie ihr (-> das Märchen vom Fischer und seiner Frau). Dies versuchte sie mit so trastischen Mitteln durchsetzen, daß mir nichts anderes übrig bliebt als damals meine Schule und Wohnort zu verlassen...

    Bsp.: "Du liebst dein Klavier über alles? Wir zerhacken es wenn du dies und jenes nicht machst... Des weiter war sie so cholerisch, daß fremde Leute die mit meiner Mutter zu tun hatten, schon anfingen an Dinge wie Besessenheit zu glauben...


    >dann dein Vater (hat der unterdrückte Spannungen wegen seiner widersprüchlichen Lage als Unternehmer und weltanschaulicher Marxist und damit philosophischer Materialist auf dich projeziert und so Aggressionen erzeugt?),

    ***"F. Engels war auch Unternehmer... die Weltrevolution muß kommen (Diktatur der Unterdrückten Klasse -> mit allen Mitteln durchsetzen denn es ist für eine gute Sache, nur ist die Zeit noch nicht reif)...wenn du meine Ansichten nicht teilst, machst du dich am Weltuntergang mitschuldig und gehörst zum Reich des Bösen was vernichtet werden muß...Religion, Spiritualität usw. ist das Opium des Volkes, Mittel der Herrschenden erfunden zur Unterdrückung...wie hab ich dich geliebt, zum Revolutionär erzogen..."


    >dann deine Satanisten-Schwester und deine Tante die dich ums Erbe brachten (wenn ich das richtig verstanden habe...)....

    ***Niemand hat mich ums Erbe gebracht. Ich arbeitete ohne Geld zu bekommen und meine Reserven erschöpft waren (ein Betreuer der von dem zu Betr. keine Ermächtigung erhalten hat, kann alles außer sich selber Gehalt auszahlen). Bis zum Erbfall hat meine Schwester die Vollmacht der Konten. Kann jetzt damit machen was sie will (nach Auskunft meines Rechtsa.), will alles an sich bringen weiß aber, daß wenn ich Erbe das Recht auf meiner Seite haben (auch für das was sie jetzt tut im Nachhinein).

    Ich müßte viele Seiten schreiben um das ganze verständlich zu machen. Grundschema: weil ich es nie gedacht hätte wie sich z.B eine Schwester, Onkel Tante, Stiefmutter, Angestelter der von allen nur Arschtritte bekommen hat und den ich immer in Schutz genommen habe....................verhalten kann, hab ich gearbeitet bis ich finanziell ruiniert war (ich hätte schon alleine meine Oma nicht alleine im Rollstuhl sitzen lassen können). Bis zum Tot meines Vaters steh ich quasi mit nichts da(keine Sorge mir geht es den Umständen entsprechend bestens) und meine 21 Jährige Schwester fährt im teursten Volvo, wohnt alleine in einem Haus in dem gut 3 Familien wohnen könnten und läßt die Neureiche heraushängen, kann Studieren (nachdem ich das Geschäft gegen riesen Wiederstände - was auch in meinem Interesse ist - wieder in Ordnung brachte).

    Und dieser ganze Verein von Krimminellen steht nun da und konfrontiert mich mit Sprüchen wie: "Das ist aber egoistisch von dir: deine Schweser arbeitet fleißig, ist zielstrebig und ergeizig und du läßt sie einfach alleine. Wir meinen es alle so gut mit dir und du bist so undankbar, wegen dir macht sich Opa..." (an dieser Person hat Adolf wirklich ganze Arbeit geleistet) "...große Sorgen und das in seinem Alter, daß geht aber nicht so weiter, du bist einfach ein Faulenzer....".


    >Das klingt ziemlich abgefahren.

    *** Ist noch viel abgefahrener. Werd die letzten 11-12 Jahre in einem Buch festhalten. Aus gewissen Gründen werd ich es aber erst nach meinem Tot veröffentlichen lassen. Es wird "Wanderjahre" heißen.


    >Das war ja der reinste Weltanschuungskrieg bei euch.

    >Andererseits ist das auch ein ziemlich ärgerliches Beispiel dafür, wie Menschen, die sich für ernsthafte Spiritualität und Magie interessieren und danach Leben Leben häufig die Gelinkten sind.

    >Eigentlich nicht einzusehen, wenn es Mittel gibt sich zu wehren.

    ***EIGENTLICH(!). Wenn ich hör das jemand mehrere Leute erschießt weil er seinen Schulabschluß nicht machen kann, kann ich nur lachen. Soll ich dann etwa die ganze Welt in die Luft sprengen?

    Ich seh das alles aber als Schicksalsprüfungen und ich frage mich auf was konkret mein Schicksal mich vorbereiten möchte, denn mittelfristig sehen meine Aussichten garnicht so schlecht aus (das erste mal seit einer halben Ewigkeit, daß ich das behaupten kann/ ich hoffe das geschriebene kommt nicht falsch rüber ich bin durchaus ein lebensfroher optimistischer Mensch).


    SIMON MAGUS

  5. #15
    Simon Magus
    Gast

    Re: Zum Nachdenken...


    >Hallo Simon,

    >ich hoffe sehr, dass du mich nicht falsch verstanden hast, da sich deine Verabschiedung fast so anhört. Wenn du doch noch erreichbar bist, melde dich doch bitte.




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    Hallo Maya


    Ja ich bin jetzt beleidigt und flüchte jetzt wegen dir 2500 km.


    Wie konntest du nur?


    Ich bin ein sensibler Künstler der an der Welt leidet,


    darüber hinaus ein Genie das die Weisheit mit Löffeln gefressen hat


    und du nimmst dir die Treistigkeit heraus anderer Meinung zu sein wie ich ? ! ?


    .


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    Spaß bei Seite!!!


    Zwichen den beiden Ereignissen: dein Beitrage und meiner Absicht zu verreisen (wo ich wahrscheinlich keinen PC zur Verfügung habe) besteht natürlich kein Zusammenhang.


    herz-rot-allerliebste Maya


    Simon




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  6. #16
    Maya
    Gast

    Re: Zum Nachdenken...




    Hallo Simon,


    >>Ich bin ein sensibler Künstler der an der Welt leidet<<


    davon gehe ich aus und genau das ist der Grund, weshalb ich nicht den Eindruck erwecken wollte, dir absichtlich noch einen Schlag einer gewissen Selbstverschuldung versetzen zu wollen.

    Die Erfahrungen mit dem WWA von dir und deinen Bekannten interessieren mich natürlich schon - aber du wirst ja irgendwann wieder zurückkehren.

    Ich wünsche dir, dass dir der Aufenthalt in Spanien das bringt, was du dir erhoffst, denn es scheinen sich dort ja auch interessante spirituelle Persönlichkeiten aufzuhalten und nicht nur esoterische Spinner und verblödete Kiffer.


    Liebe Grüsse

    Maya >smile-orange






  7. #17
    Christian
    Gast

    Re: Der Weg des Adepten - wahre Freiheit oder Gefangene...?




    >Gratulation zu deiner Einweihung!

    >Warum hegst du mir gegenüber Misstrauen? Wir sind hier alle anonym und tauschen Gedanken aus, oder nicht *g*? Und dass wir uns alle in diesem Forum treffen, zeugt von einem gemeinsamen Geist der Wahrheitssuche, auch wenn kontroverse Ansichten vertreten werden.


    ist auch gut so


    >Natürlich sollten wir uns und damit die Welt verändern und jeder hat wohl seinen eigenen Weg zu gehen, um seinen Geist zu transformieren. Da stimme ich dir doch vollkommen zu.


    ich auch


    Für mich hat Egoauflösung auch nichts mit Weltflucht zu tun, sondern eher damit, die Entscheidung für sich zu treffen, sein Leben in den "Dienst der geistigen Weiterentwicklung der Menschheit" zu stellen,


    das geht nicht


    während ein Egoist allein an seine materielle Entwicklung denkt. Diese Entscheidung ist eine Transformation des Geistes, da der "normale" Mensch eher darauf programmiert ist, seine Triebe auszuleben, die zum Teil noch solche Ausmasse annehmen, dass man sich fragen muss, ob tatsächlich eine Evolution stattgefunden hat...




    nur im kleinen rahmen, im grossen wird alles in bausch und bogen vernichtet werden


    Wie auch immer, die Willensfreiheit bietet die Möglichkeit zur Entscheidung für die eine oder andere Richtung.

    >Man kann noch so viel Wissen ansammeln und gewinnt immer neue Erkenntnisse hinzu, doch solange es nur bei philosophischen Theorien bleibt, kann man für sich kaum eine zufriedenstellende Theorie des Seins entdecken, da diese sich, wie bei allen Philosophen, durch dazu gewonnene Erkenntnisse immer wieder verändert.


    ist ja das was ich mit ungelebten leben meinte




    >Das überlieferte Wissen über Magie bedarf auch einer dringenden Erneuerung, was eigentlich jedem "einleuchten" müsste, denn die Götter und Dämonen der Antike sind nicht mehr existent.


    satan war, ist, und wird sein immerdar, welchen namen du ihn gibst ist scheiss egal




    Was willst du als wissenschaftlicher Analytiker mit einer längst verstaubten Magie *g*?


    magie ist nur verstaubt wenn du sie selbst nicht zum glänzen bringst


    liebe gruesse

    chris




  8. #18
    Christian
    Gast

    Re: "Der Weg zum wahren Adepten" und Schicksalsprüfungen


    >Das ganze läßt sich schlecht analysieren. Aber ich würde es so sagen. Ein Magier der Allmächtig ist hat auch eine große Verantwortung zu tragen. Um dieses Ziel zu erreichen ist alle Inteligenz, Fleiß, Ausdauer (die unentbehrlich sind) nicht aussreichend. Entwickelt man aber immer mehr die Reife die erforderlich ist um mit dieser Macht verantwortungsbewust umzugehen, fällt einem alles irgend wie zu, auch wenn man nicht großes Talent hat...

    >SIMON MAGUS


    ich kann dein lebensdilemma gut verstehen ich hatte ähnliche begebenheiten, der einzige und doch gravierende unterschied war wohl bei mir der das ich wusste was ich tat, ich wusste nicht was geschehen wuerde aber mein wunsch war mir und...befehl, das bewustsein und der gedanke, mir ist alles recht und ich nehme alles in kauf ist auch mein leitspruch gewesen, er ist es immer noch fuer mich, nur sehe ich jetzt ein wenig mehr die gesetze und mich, und ich lasse mich nicht mehr so leicht zu einem geluebte hinreissen wie anudazumals, doch diese kraft der erfahrung und des wissens wird dich ewig begleiten und du wirst nie mehr unbedacht deine emotionen ueber dich herrschen lassen.

    meiner ansicht nach fällt dir auch nichts zu, wenn du ein talent (gabe)hast ist die prüfung schon am wege


    liebe gruesse

    chris

  9. #19
    Lorenz
    Gast

    Re: "Der Weg zum wahren Adepten" und Schicksalsprüfungen


    >(zum nachdenken:)

    >Bis ich ungefähr 16 war, war mein Leben ziemlich gewöhnlich und ich war sehr vom Schicksal verwöhnt

    >Dann machte sich in mir ein starkes Gefühl der Unzufriedenheit und Sehnsucht nach etwas unbestimmten breit. Ich machte mich auf die Suche.

    >Als ich dann die Bücher von Bardon mit 19 fand wurde mir bewust was ich suche: meine wahre Bestimmung im Leben zu finden -> im Sinne der Magie vollkommen zu werden, einen verläßlichen Weg zu beschreiten der zum eins sein mit Gott führt, Antworten auf meine vielen Frage welche die Gesetze der Welt anbelangt die mir die Naturwissenschaft nicht geben kann zu finden, im Hier und Jetzt zu leben und egal wie die Äußeren Umstände sind Gelassenheit bewahren weil man in sich gefestigt ist...

    >Desto mehr ich die Bücher von Bardon verstand, desto mehr wünschet ich mir gewisse Eigenschaften zu erlangen z.B. was meinen Charakter anbelangt. Dies wünschte ich mir mit solcher Intensität, daß mein Schicksal mir die optimalen Rahmenbedingungen schuf.

    >Optimal ist gut gesagt. In den letzten 10 Jahren hatte ich mit so vielen Schicksalsschlägen zu kämpfen, hab unter der Übermacht zahlloser Feinde gelitten, daß ich sicher behaupten kann, den meisten Menschen denen es so ergangen wäre würden als Selbstmörder, Penner auf der Straße oder krimminelle, skrupellose Menschen enden. Durch übelste Machenschaften hab ich mehrmals Wohnung, Arbeit, alles Geld verlohren, durch Verleumdung landete ich im Gefängnis, mein Leben wäre um vieles einfacher gewesen wenn ich das machen würde was die meisten tun, ich aber nicht mit meinem Gewissen vereinbaren konnte, ich bin in Konflikt geraden mit Schwarzmagiern und Satanisten, meine Mutter, mein Vater, meine Schwester und fast meine ganze Familie wurden mir zu Totfeinden (was nicht übertrieben ist)....

    >Ich schreibe dies durchaus nicht aus einem Gefühl des Selbstmitleides heraus. Wenn ich zurückblicke muß ich meinem Schicksal sogar dankbar sein. Die Erfahrungen die ich gemacht habe und die Prüfungen durch die ich ging haben mich zu dem gemacht was ich heute bin. Ich habe letztens ein Klassentreffen gehabt. Einige meiner einstigen Freunde haben es im Leben zwar ziemlich weit gebracht, aber um keinen Preis wollte ich mit jemanden tauschen wollen.

    >Auch kann ich nicht sagen, daß mir nur Schlechtes begegnet wäre. Aller Wahrscheinlichkeit nach, hätte ich die letzten 10 Jahre nicht überleben dürfen. Aber irgend wie war es als wenn die ganze Zeit eine Legion von Schutzengeln mit mir gewesen wäre, und ich sah Wunder auf Wunder geschehen, die Situationen völliger Aussichtslosigkeit zu meinem Besten wendeten und meine Feinde (ohne, daß ich ihnen schlechtes wünschte) Reihenweise in den Abgrund riß oder in die "Gruben gestürzt sind, die sie eigentlich mir gegraben haben".

    >Ich glaube nicht, daß wenn man den Weg der Magie und Mystik beschreitet unbedingt so unangenehme Erfahrungen machen muß. Ich denke noch an Zeiten zurück als ich mit meinem "Schicksal" voller Leidenschaft so sprach: "Es ist völlig egal was da auch komme mag, bereite mir im Leben zum Guten wie zum Schlechten das, was mich auf meinem geistigen Weg am schellsten zu meinen höchsten Zielen führt" (Das darf man sich nicht vorstellen wie ein Masochist der denkt "hoffentlich hab ich viele unangenehme Erfahrungen im Leben"

    >sondern "man kann eigentlich Tugenden nur durch Prüfungen erlangen, also wenn es halt nicht anders geht bin ich auch bereit unangenehme Erfahrungen zu machen, aber besser wäre es wenn der bittere Kelch an mir vorrüber geht).

    >Ich würde die Erkenntnisse die mir daraus erwachsen sind so zusammenfassen:

    >1. Es ist zwar gut wenn man mit aller Leidenschaft seine geistige Weiterentwicklung herbeisehnt (und ich tue dies noch immer), aber man muß sich auch vorher genau überlegen ob man es ernst meint, wenn man sagt "um jeden Preis, und so schnell wie möglich", denn "das Schicksal" wird einen beim Wort nehmen. So wie man Bardons Stufenlehrgang systematisch durcharbeiten sollte, ist es bei jedem unterschielich was er wirklich bereit ist zu ertragen. Man kann sich etwas Jahre lang wünschen und wenn man vor der Erfüllung des Wunsches steht sich nichts mehr zu wünschen, sich dies nie gewünscht zu haben. Konkret meine ich: "Beispiel: Ich bin zwar ein riesen Angsthase, aber ich will sehr mutig werden. Ich bin dumm und will in eine tiefere Ebene des Wissens einbrechen, ich bin ziemlich gleichgültig und will absolute Liebe erfahren, ich steh zwar mit beiden Beinen nicht ganz fest auf der Erde, aber ich will tiefere Bewustseinszustände erleben....und alles am besten auf einmal!... ansonsten hab ich erst mal keine Wünsche."...

    >2. Es gibt (unter anderem) auf dem Weg der Magie zwei Grundtypen. Der erste ist mit herausragender Inteligenz begabt, besitzt einen starken Willen, hat vielleicht optimale Rahmenbedingungen... und macht von Anfang an schnelle Fortschritte.

    >Der andere Typ wäre der, der bei weitem nicht so begabt ist. Aber er hat etwas was sich schlecht in Worte fassen läßt. Das Schicksal konfrontiert ihn mit Prüfungen die nach dem Grundschema so ablaufen wie das was Hiob, Abraham mit seinem Sohn, oder Jesus in Gethsemane erleben mußten, kurz gesagt jemand der auch gleichzeitig den praktischen Weg der Mystik geht. Irgend wie wird so einem Menschen auf dem Weg der Magie viel "geschenkt". Was nicht heißt das es so ein Magier unterm Strich einfacher hat.

    >Das ganze läßt sich schlecht analysieren. Aber ich würde es so sagen. Ein Magier der Allmächtig ist hat auch eine große Verantwortung zu tragen. Um dieses Ziel zu erreichen ist alle Inteligenz, Fleiß, Ausdauer (die unentbehrlich sind) nicht aussreichend. Entwickelt man aber immer mehr die Reife die erforderlich ist um mit dieser Macht verantwortungsbewust umzugehen, fällt einem alles irgend wie zu, auch wenn man nicht großes Talent hat...

    >SIMON MAGUS


    Mir sind folgende Gedanken eingefallen, wobei es absolut nicht zynisch meine.


    1) Es gibt durchaus Mächte oder Wesen, die unbedingt verhindern wollen, dass wir Menschen uns weiterentwickeln. Darum kann ich mir gut vorstellen, dass wenn man eine gewisse Stufe der Entwicklung erreicht auch mit entsprechenden Widerständen, Schicksalsschlägen etc. konfrontiert wird.




    2) Anderseits wachsen wir auch mit dem Widerstand. Als Beispiel fällt mir der Muskelaufbau und das Knochengerüst des Menschen ein, welche nur durch ständige Überwindung der Schwerkraft wachsen können.

    Ich denke im Geistigen wird es entsprechende Analogien geben.


    Aber müssen dieser Widerstände ausgerechnet Schicksalsschläge sein ??

    Gibt es nicht auch andere Wege, um Reife zu erlangen und zu lernen ?


    Heisst dass denn nun nicht, dass hinter all diesem eine positive Absicht steckt, nämlich uns weiterzubringen ?


    Aber was nützt eine solche Erkenntnis, wenn man sich wirklich in grosser Not befindet ?


    Ich konnte mit "meinen" Schicksalschlägen immer nur etwas anfangen, nachdem sie überwunden waren, also einen Sinn darin erkennen.

    Ich versuche, in mir zu bleiben und Vertrauen zu haben und vorallem auf mein Herz zu hören.


    3) Macht und Verantwortung

    Ich behaupte mal, dass wir in unserere westlichen Gesellschaft dazu erzogen werden Macht zu gebrauchen und zu missbrauchen. Das fängt in der Schule an und Läuft im Berufsleben weiter.

    Es ist für viele undenkbar, gegebene Mach nicht zu nutzen, um anderen zu helfen oder sich selber. Die gute Absicht schafft aber nicht unbedingt etwas Positives.


    Ich glaube, wir müssen lernen, das "Macht" nicht dazu da ist, um sie selbstverständlich zu benutzen


    Gruss

    Lorenz

  10. #20
    Sebastian
    Gast

    Re: "Der Weg zum wahren Adepten" und Schicksalsprüfungen


    Hallo Lorenz,


    >Aber müssen dieser Widerstände ausgerechnet Schicksalsschläge sein ??


    Nö. Müssen nicht. Ich hatte mal eine Zeit, da dachte ich mir, he, in solchen Zeiten hast du immer besonders viel und schnell gelernt. Ist vielleicht ähnlich wie ein Krüppel mit schiefen Knochen und durch die Situationen wird er geradegebogen. Daher sagte ich mir das muß der schnelle Weg sein und habe mir gewünscht, daß es so schnell vorangeht. Eines habe ich dabei aber vergessen, nämlich, daß es in Wahrheit auch ein langsamer Weg ist. Einfach dadurch weil bevor etwas passiert bereits Warnungen vorhanden sind und erst wenn man die Warnung überhört es schlimm wird. Daher ist es noch schneller die Warnungen alle zu beherzigen und sich anzupassen. Immer besser darauf hören wo etwas schiebt und zieht und schauen was die Ursache ist. Das ist erstmal schneller und schmerzloser. *gg*


    alles gute,

    Sebastian

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