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Thema: "Der Weg zum wahren Adepten" und Schicksalsprüfungen

  1. #1
    Simon Magus
    Gast

    "Der Weg zum wahren Adepten" und Schicksalsprüfungen


    (zum nachdenken:)

    Bis ich ungefähr 16 war, war mein Leben ziemlich gewöhnlich und ich war sehr vom Schicksal verwöhnt

    Dann machte sich in mir ein starkes Gefühl der Unzufriedenheit und Sehnsucht nach etwas unbestimmten breit. Ich machte mich auf die Suche.

    Als ich dann die Bücher von Bardon mit 19 fand wurde mir bewust was ich suche: meine wahre Bestimmung im Leben zu finden -> im Sinne der Magie vollkommen zu werden, einen verläßlichen Weg zu beschreiten der zum eins sein mit Gott führt, Antworten auf meine vielen Frage welche die Gesetze der Welt anbelangt die mir die Naturwissenschaft nicht geben kann zu finden, im Hier und Jetzt zu leben und egal wie die Äußeren Umstände sind Gelassenheit bewahren weil man in sich gefestigt ist...

    Desto mehr ich die Bücher von Bardon verstand, desto mehr wünschet ich mir gewisse Eigenschaften zu erlangen z.B. was meinen Charakter anbelangt. Dies wünschte ich mir mit solcher Intensität, daß mein Schicksal mir die optimalen Rahmenbedingungen schuf.

    Optimal ist gut gesagt. In den letzten 10 Jahren hatte ich mit so vielen Schicksalsschlägen zu kämpfen, hab unter der Übermacht zahlloser Feinde gelitten, daß ich sicher behaupten kann, den meisten Menschen denen es so ergangen wäre würden als Selbstmörder, Penner auf der Straße oder krimminelle, skrupellose Menschen enden. Durch übelste Machenschaften hab ich mehrmals Wohnung, Arbeit, alles Geld verlohren, durch Verleumdung landete ich im Gefängnis, mein Leben wäre um vieles einfacher gewesen wenn ich das machen würde was die meisten tun, ich aber nicht mit meinem Gewissen vereinbaren konnte, ich bin in Konflikt geraden mit Schwarzmagiern und Satanisten, meine Mutter, mein Vater, meine Schwester und fast meine ganze Familie wurden mir zu Totfeinden (was nicht übertrieben ist)....

    Ich schreibe dies durchaus nicht aus einem Gefühl des Selbstmitleides heraus. Wenn ich zurückblicke muß ich meinem Schicksal sogar dankbar sein. Die Erfahrungen die ich gemacht habe und die Prüfungen durch die ich ging haben mich zu dem gemacht was ich heute bin. Ich habe letztens ein Klassentreffen gehabt. Einige meiner einstigen Freunde haben es im Leben zwar ziemlich weit gebracht, aber um keinen Preis wollte ich mit jemanden tauschen wollen.

    Auch kann ich nicht sagen, daß mir nur Schlechtes begegnet wäre. Aller Wahrscheinlichkeit nach, hätte ich die letzten 10 Jahre nicht überleben dürfen. Aber irgend wie war es als wenn die ganze Zeit eine Legion von Schutzengeln mit mir gewesen wäre, und ich sah Wunder auf Wunder geschehen, die Situationen völliger Aussichtslosigkeit zu meinem Besten wendeten und meine Feinde (ohne, daß ich ihnen schlechtes wünschte) Reihenweise in den Abgrund riß oder in die "Gruben gestürzt sind, die sie eigentlich mir gegraben haben".

    Ich glaube nicht, daß wenn man den Weg der Magie und Mystik beschreitet unbedingt so unangenehme Erfahrungen machen muß. Ich denke noch an Zeiten zurück als ich mit meinem "Schicksal" voller Leidenschaft so sprach: "Es ist völlig egal was da auch komme mag, bereite mir im Leben zum Guten wie zum Schlechten das, was mich auf meinem geistigen Weg am schellsten zu meinen höchsten Zielen führt" (Das darf man sich nicht vorstellen wie ein Masochist der denkt "hoffentlich hab ich viele unangenehme Erfahrungen im Leben"

    sondern "man kann eigentlich Tugenden nur durch Prüfungen erlangen, also wenn es halt nicht anders geht bin ich auch bereit unangenehme Erfahrungen zu machen, aber besser wäre es wenn der bittere Kelch an mir vorrüber geht).

    Ich würde die Erkenntnisse die mir daraus erwachsen sind so zusammenfassen:

    1. Es ist zwar gut wenn man mit aller Leidenschaft seine geistige Weiterentwicklung herbeisehnt (und ich tue dies noch immer), aber man muß sich auch vorher genau überlegen ob man es ernst meint, wenn man sagt "um jeden Preis, und so schnell wie möglich", denn "das Schicksal" wird einen beim Wort nehmen. So wie man Bardons Stufenlehrgang systematisch durcharbeiten sollte, ist es bei jedem unterschielich was er wirklich bereit ist zu ertragen. Man kann sich etwas Jahre lang wünschen und wenn man vor der Erfüllung des Wunsches steht sich nichts mehr zu wünschen, sich dies nie gewünscht zu haben. Konkret meine ich: "Beispiel: Ich bin zwar ein riesen Angsthase, aber ich will sehr mutig werden. Ich bin dumm und will in eine tiefere Ebene des Wissens einbrechen, ich bin ziemlich gleichgültig und will absolute Liebe erfahren, ich steh zwar mit beiden Beinen nicht ganz fest auf der Erde, aber ich will tiefere Bewustseinszustände erleben....und alles am besten auf einmal!... ansonsten hab ich erst mal keine Wünsche."...

    2. Es gibt (unter anderem) auf dem Weg der Magie zwei Grundtypen. Der erste ist mit herausragender Inteligenz begabt, besitzt einen starken Willen, hat vielleicht optimale Rahmenbedingungen... und macht von Anfang an schnelle Fortschritte.

    Der andere Typ wäre der, der bei weitem nicht so begabt ist. Aber er hat etwas was sich schlecht in Worte fassen läßt. Das Schicksal konfrontiert ihn mit Prüfungen die nach dem Grundschema so ablaufen wie das was Hiob, Abraham mit seinem Sohn, oder Jesus in Gethsemane erleben mußten, kurz gesagt jemand der auch gleichzeitig den praktischen Weg der Mystik geht. Irgend wie wird so einem Menschen auf dem Weg der Magie viel "geschenkt". Was nicht heißt das es so ein Magier unterm Strich einfacher hat.

    Das ganze läßt sich schlecht analysieren. Aber ich würde es so sagen. Ein Magier der Allmächtig ist hat auch eine große Verantwortung zu tragen. Um dieses Ziel zu erreichen ist alle Inteligenz, Fleiß, Ausdauer (die unentbehrlich sind) nicht aussreichend. Entwickelt man aber immer mehr die Reife die erforderlich ist um mit dieser Macht verantwortungsbewust umzugehen, fällt einem alles irgend wie zu, auch wenn man nicht großes Talent hat...


    SIMON MAGUS

  2. #2
    Kaioo
    Gast

    Re: "Der Weg zum wahren Adepten" und Schicksalsprüfungen


    Hallo SIMON MAGUS,

    ich musste erst an den Rande des Todes gelangen um den schönen und wahren Sinn der Magie kennenlernen zu dürfen. Im Moment habe ich keine Freunde bzw. nur Neider und mit meiner Familie ist es nicht rosig. Wenn mir Menschen feindselig begegnen und ich bitte Gott um Gerechtigkeit, ist es oft so, das diese durch Krankheiten zu Boden gedrückt werden oder etwas anderes mit Ihnen passiert - dann bekomme ich immer einen Schreck und sehe, das man mit der Magie sehr vorsichtig umgehen muss. Aber alles hat im Leben seinen Sinn und ich weiß das sehr viel bessere Zeiten kommen werden.

    Grüsse



  3. #3
    Maya
    Gast

    Zum Nachdenken...


    Hallo Simon,

    du hast mein tiefes Mitgefühl für deine leidvollen Erlebnisse, aber ist dir schon einmal der Gedanke gekommen, dass diese Schicksalsschläge deswegen so hart waren, weil du dich mit Mächten eingelassen hast, denen du nicht gewachsen warst und auch niemals sein wirst?

    Es ist sehr auffällig, dass Bardon (und seine Anhänger) hinter einer Maske der heuchlerische Liebe und des Helfenwollens im Vordergrund erscheint, aber diese Magie in der Realität mit sehr viel Hass, Verfolgung, Trennungen, Krankheiten und anderen harten Schicksalschlägen verbunden ist. So kenne ich das auch aus Erfahrung und es stellt sich irgendwann für jeden die Frage, wie hart das Schicksal noch zuschlagen muss, bis der Betroffene begreift, dass er sich den vorhandenen Gesetzmässigkeiten des Universums unterordnen muss, ob ihm das gefällt oder nicht.

    Wenn man den Standpunkt vertritt, dass man nur durch die "Hölle" den Weg ins Licht findet, dann ist sogar bei Bardon etwas positives zu entdecken, aber dieser gefährliche Umweg ist nicht notwendig.

    Das was du suchst, findest du in den östlichen Philosophien und in der Meditation, aber nicht durch egoistische Magie, durch die man im grunde nur sich und andere Menschen beherrschen und kontrollieren möchte und damit lediglich die Vervollkommnung seines Egos zum Ziel hat. Einssein mit "Gott" ist jedoch nur durch Egoauflösung möglich - das sind zwei verschiedene Wege.

    Man kann sich auch im Leben nur endgültig mit etwas identifizieren, wenn man sein Ego auflöst. Wenn du aber dich und deine Umwelt kontrollieren und beherrschen willst ist das reiner Egoismus, der dir die Fähigkeit zur Liebe und damit wieder zur Selbstauflösung nimmt. Wie gesagt, man muss sich eindeutig für oder gegen sein Ego entscheiden und das mit allen Konsequenzen.

    Es wundert mich wirklich nicht, dass du solche Erfahrungen machen musstest und ich wünsche dir von Herzen, dass du die Wahrheit erkennst.


    Liebe Grüsse

    Maya


    >(zum nachdenken:)

    >Bis ich ungefähr 16 war, war mein Leben ziemlich gewöhnlich und ich war sehr vom Schicksal verwöhnt

    >Dann machte sich in mir ein starkes Gefühl der Unzufriedenheit und Sehnsucht nach etwas unbestimmten breit. Ich machte mich auf die Suche.

    >Als ich dann die Bücher von Bardon mit 19 fand wurde mir bewust was ich suche: meine wahre Bestimmung im Leben zu finden -> im Sinne der Magie vollkommen zu werden, einen verläßlichen Weg zu beschreiten der zum eins sein mit Gott führt, Antworten auf meine vielen Frage welche die Gesetze der Welt anbelangt die mir die Naturwissenschaft nicht geben kann zu finden, im Hier und Jetzt zu leben und egal wie die Äußeren Umstände sind Gelassenheit bewahren weil man in sich gefestigt ist...

    >Desto mehr ich die Bücher von Bardon verstand, desto mehr wünschet ich mir gewisse Eigenschaften zu erlangen z.B. was meinen Charakter anbelangt. Dies wünschte ich mir mit solcher Intensität, daß mein Schicksal mir die optimalen Rahmenbedingungen schuf.

    >Optimal ist gut gesagt. In den letzten 10 Jahren hatte ich mit so vielen Schicksalsschlägen zu kämpfen, hab unter der Übermacht zahlloser Feinde gelitten, daß ich sicher behaupten kann, den meisten Menschen denen es so ergangen wäre würden als Selbstmörder, Penner auf der Straße oder krimminelle, skrupellose Menschen enden. Durch übelste Machenschaften hab ich mehrmals Wohnung, Arbeit, alles Geld verlohren, durch Verleumdung landete ich im Gefängnis, mein Leben wäre um vieles einfacher gewesen wenn ich das machen würde was die meisten tun, ich aber nicht mit meinem Gewissen vereinbaren konnte, ich bin in Konflikt geraden mit Schwarzmagiern und Satanisten, meine Mutter, mein Vater, meine Schwester und fast meine ganze Familie wurden mir zu Totfeinden (was nicht übertrieben ist)....

    >Ich schreibe dies durchaus nicht aus einem Gefühl des Selbstmitleides heraus. Wenn ich zurückblicke muß ich meinem Schicksal sogar dankbar sein. Die Erfahrungen die ich gemacht habe und die Prüfungen durch die ich ging haben mich zu dem gemacht was ich heute bin. Ich habe letztens ein Klassentreffen gehabt. Einige meiner einstigen Freunde haben es im Leben zwar ziemlich weit gebracht, aber um keinen Preis wollte ich mit jemanden tauschen wollen.

    >Auch kann ich nicht sagen, daß mir nur Schlechtes begegnet wäre. Aller Wahrscheinlichkeit nach, hätte ich die letzten 10 Jahre nicht überleben dürfen. Aber irgend wie war es als wenn die ganze Zeit eine Legion von Schutzengeln mit mir gewesen wäre, und ich sah Wunder auf Wunder geschehen, die Situationen völliger Aussichtslosigkeit zu meinem Besten wendeten und meine Feinde (ohne, daß ich ihnen schlechtes wünschte) Reihenweise in den Abgrund riß oder in die "Gruben gestürzt sind, die sie eigentlich mir gegraben haben".

    >Ich glaube nicht, daß wenn man den Weg der Magie und Mystik beschreitet unbedingt so unangenehme Erfahrungen machen muß. Ich denke noch an Zeiten zurück als ich mit meinem "Schicksal" voller Leidenschaft so sprach: "Es ist völlig egal was da auch komme mag, bereite mir im Leben zum Guten wie zum Schlechten das, was mich auf meinem geistigen Weg am schellsten zu meinen höchsten Zielen führt" (Das darf man sich nicht vorstellen wie ein Masochist der denkt "hoffentlich hab ich viele unangenehme Erfahrungen im Leben"

    >sondern "man kann eigentlich Tugenden nur durch Prüfungen erlangen, also wenn es halt nicht anders geht bin ich auch bereit unangenehme Erfahrungen zu machen, aber besser wäre es wenn der bittere Kelch an mir vorrüber geht).

    >Ich würde die Erkenntnisse die mir daraus erwachsen sind so zusammenfassen:

    >1. Es ist zwar gut wenn man mit aller Leidenschaft seine geistige Weiterentwicklung herbeisehnt (und ich tue dies noch immer), aber man muß sich auch vorher genau überlegen ob man es ernst meint, wenn man sagt "um jeden Preis, und so schnell wie möglich", denn "das Schicksal" wird einen beim Wort nehmen. So wie man Bardons Stufenlehrgang systematisch durcharbeiten sollte, ist es bei jedem unterschielich was er wirklich bereit ist zu ertragen. Man kann sich etwas Jahre lang wünschen und wenn man vor der Erfüllung des Wunsches steht sich nichts mehr zu wünschen, sich dies nie gewünscht zu haben. Konkret meine ich: "Beispiel: Ich bin zwar ein riesen Angsthase, aber ich will sehr mutig werden. Ich bin dumm und will in eine tiefere Ebene des Wissens einbrechen, ich bin ziemlich gleichgültig und will absolute Liebe erfahren, ich steh zwar mit beiden Beinen nicht ganz fest auf der Erde, aber ich will tiefere Bewustseinszustände erleben....und alles am besten auf einmal!... ansonsten hab ich erst mal keine Wünsche."...

    >2. Es gibt (unter anderem) auf dem Weg der Magie zwei Grundtypen. Der erste ist mit herausragender Inteligenz begabt, besitzt einen starken Willen, hat vielleicht optimale Rahmenbedingungen... und macht von Anfang an schnelle Fortschritte.

    >Der andere Typ wäre der, der bei weitem nicht so begabt ist. Aber er hat etwas was sich schlecht in Worte fassen läßt. Das Schicksal konfrontiert ihn mit Prüfungen die nach dem Grundschema so ablaufen wie das was Hiob, Abraham mit seinem Sohn, oder Jesus in Gethsemane erleben mußten, kurz gesagt jemand der auch gleichzeitig den praktischen Weg der Mystik geht. Irgend wie wird so einem Menschen auf dem Weg der Magie viel "geschenkt". Was nicht heißt das es so ein Magier unterm Strich einfacher hat.

    >Das ganze läßt sich schlecht analysieren. Aber ich würde es so sagen. Ein Magier der Allmächtig ist hat auch eine große Verantwortung zu tragen. Um dieses Ziel zu erreichen ist alle Inteligenz, Fleiß, Ausdauer (die unentbehrlich sind) nicht aussreichend. Entwickelt man aber immer mehr die Reife die erforderlich ist um mit dieser Macht verantwortungsbewust umzugehen, fällt einem alles irgend wie zu, auch wenn man nicht großes Talent hat...

    >SIMON MAGUS



  4. #4
    Simon Magus
    Gast

    Re: Zum Nachdenken...


    Hi Maya


    Als ich diesen Beitrag schrieb dachte ich mir schon, daß du darauf antworten wirst, bzw. wenn du ihn ließt deine Ansichten bestätigt finden wirst. Nur schrieb ich auch, daß ich nun meinem Schicksal dankbar für diese Erfahrungen bin, weil nur eine Tugend eine Tugend ist die auch in Prüfung und Anfechtung Bestand hat. Wenn man sein Leben lang nur die Schattenseite der Materiellen Welt zu Gesicht bekommt ist dies natürlich nicht so gut. Aber auch wenn das ganze Leben nur Friede Freude Eierkuchen ist kann man einiges einfach nicht verstehen und man neigt zu Oberflächlichkeit. Das heist natürlich nicht, daß man sich Probleme wünschen soll, die kommen von ganz alleine. Der Unterschied ist nur, daß Otto-Normalverbraucher bei Problemen nur von Ungerechtigkeit spricht, wärend ein Hermetiker sich am Guten freut und vom Bösen lernt, das Leben nicht als einen Rummelplatz begreift sondern als Schule und bei Schwierigkeiten die gütige Hand der Vorsehung sieht die damit zeigt, daß sie ernstlich um sein Vorrankommen bemüht ist (Wobei ich nicht behaupten will so weit zu sein, die Dinge in jeder Anfechtung so zu sehen).

    Mit welchen Mächten soll ich mich eingelassen haben? Ich denke diese Welt hat einen Ursprung, eine höchste Wahrheit, etwas was unerschaffen und ewig ist. Religionen nennen dies Gott, Wissenschaftler die Weltformel ich habe keinen Namen dafür, ich kann es mir nicht genau vorstellen. Ich denke mir nur, daß es das wichtigste im Leben ist mit aller Kraft diese "Wahrheit" zu suchen, dieses Alles in Allem mit Liebe und Ehrfurcht zu begegnen, im Einklang mit den universellen Naturgesetzen zu stehen, wozu es erst mal erforderlich ist diese zu finden und zu studieren. Nach dem ich eine Menge ausprobiert habe erscheint es mir so, als wäre Bardons Werk das beste Handwerkszeug auf meinem(!) Weg.

    Irrtum ist natürlich nicht ausgeschlossen. Ich hab in den verschiedensten Phasen meiner Entwicklung schon so manches geglaubt und war mir meiner Sache sehr sicher, mußte mir dann aber eingestehen, daß ich mich geirrt hatte. Ich denke letztendlich wird mich auf meinem Weg alles weiterbringen, und seien es Irr- und Umwege.

    Ich bin gerade dabei meine Sachen zu packen um für einige Wochen oder Monate nach Spanien in eine spirituelle Kommune zu fahren (siehe Diskusion im Alrunia Forum, auch bei Parsimony). Kann diese interessante Diskusion deshalb jetzt nicht vertiefen. Wenn ich das nächste mal im Internet bin, schreibe ich dir, wenn es dich interessiert, eine Liste von guten und weniger guten Erfahrungen die ich mit Bardon gemacht habe. Am Rande schreibe ich noch von Erfahrungen die Andere gemacht haben die ich kenne, wobei ich mir da nicht so ein Urteil Erlauben kann.


    >Es wundert mich wirklich nicht, dass du solche Erfahrungen machen musstest

    ***Mich auch nicht.

    >und ich wünsche dir von Herzen, dass du die Wahrheit erkennst.

    ***Das wünsch ich uns allen!


    SIMON MAGUS

  5. #5
    Robbi
    Gast

    Quatsch!


    Du solltest die Sache nicht nur von einer Seite sehen. Meine Sicht sieht ganz anders aus. Von heuchlerischer Liebe ist bei mir nichts zu spüren, warum auch? Magie ist das Leben - verstehst Du? Ich lerne die Magie z.B. weil es mir einfach Spaß macht, weil ich es kann und weil ich mich nach den Übungen gut fühle. Es gibt tausend Gründe. Lerne aus Deinen Erfahrungen. Es gibt viele Menschen die sich sehr weit entwickelt haben und die sich irgendwann aber entschlossen haben, dieses Wissen einzusetzen um sich selbst Vorteile zu verschaffen (z.B. Hitler). Aber was geht mich das an, was geht es Dich an? Jeder soll so machen wie er es zu verantworten hat und Bardon hat ein super System veröffentlicht, ich kenne nicht ein Buch was angehend so gut ist wie seine Lehrbücher. Daher weiß ich die Arbeit von Bardon zu schätzen.

  6. #6
    Pat
    Gast

    "WWA" und das Höchste Licht der Göttlichen Vorsehung


    Hallo zusammen !


    Ich glaube, dass jedermann/frau den magischen Weg ganz individuell erfährt.


    In seinem Buch des Adepten beschreibt Bardon ein höchst geniales System in hermtisch wissenschaftlicher Weise. Es obliegt jedem einzelnen Übunden selbst, das "Gerüst" z.B. mit devotionellen Übungen, Gebet usw. zu ergänzen.


    Die Werke von Rudolf Steiner oder Aïvanhov oder Daskalos können eine gute Unterstützung dafür sein.


    Ich selbst erfahre als Alrunia-Schüler eine so ausgezeichnete Führung für den Weg, dass ich seither kaum je mit solchen drastisch negativen Phänomenen in Kontakt kam, wie das manch anderen Bradon Schüler geht, welche allein und nur mit dem "Adepten" zu üben begonnen haben. Im Buch "Gegenzauber" stehen auch übungen wie das rosenkranzbeten oder die öffnung des Herz-Chakra.


    William Mistele schreibt über die Thematik "Bradon-Praxis und mögliche Schattenseiten" einen interesanten Artikel (in englisch)


    http://lava.net/~pagios/shadow.html


    In diesem erwähnt er auch eine Meditation im heiligen Tempel der Stille; mit dem sogenannten Gebet des Magiers, welches die Quintessenz an reiner Gesinnung ausdrückt, die allen Bardon Schüler als höchstes Licht leuchten mag:


    “Möge das geistige Training welches ich praktiziere um Magier zu sein, dem Höchsten Licht der Göttlichen Vorsehung dienen. Möge Göttliche Gerechtigkeit, Fairness und Harmonie in allem und durch alles scheinen was ich tue. Mögen die Worte, die ich spreche, den Atmen den ich atme, das Licht in meinen Augen und die Liebe in meinen Herzen die Welt um mich herum transformieren. Möge mein Weg mit göttlicher Schönheit gesalbt sein.“

    „Mögen alle, die mein Leben betreten, göttlichen Frieden durch mich scheinen sehen. Möge die Wahrheit des Universums, die Mysterien der Schöpfung, das Licht welches in jedem erschaffenen Wesen scheint und es erhält, mich als seinen Diener gebrauchen. Möge mein Wille so vervollkommnet sein, dass letztendlich kein Unterschied mehr besteht zwischen der Erfüllung meiner Wünsche und der Arbeit der Göttlichen Vorsehung auf Erden.“


    herz


    Aloha

    Pat




    PS Meine schwester hat einst zu mir gesagt: Liebe schützt den, der liebt. Es gibt keinen grösseren Schutz als die reine Herzensliebe, welche ja auch von Anfang an im Zusammenhang mit der Seelenschulung entwickelt werden kann.


    Es ist übrigens auch ein ausgezeichneter Verdienst von Mistele aufzuzeigen, wie die vier göttlichen Eigenschaften als Eingangspforte schon von den ersten Stufen an gepflegt werden können - ja in gewisser Weise auch sollen, will sich der Schüler nicht möglichen Gefahren aussetzen.




  7. #7
    anjulika
    Gast

    Re: Zum Nachdenken...


    hallo @ all smile


    ist schon mal jemanden der gedanke gekommen, dass schicksalschläge zum leben dazu gehören ? zum einen mehr, zum anderen weniger. aber sie zeichnen uns in unserem mensch-sein aus. ebenso die "glücks-schläge".

    ich persönlich glaube nicht daran, dass mich irgendwelche schicksalsmächte (be)hindern, weil ich einen magischen weg eingeschlagen habe. (z.b. bardon)

    damit möchte ich keinesfalls simons persönliche geschichte irgendwie angreifen. ich habe vielleicht nur einen anderen blickwinkel. die meisten meiner schicksalsschläge ereigneten sich zu zeiten an denen ich zunächst ganz christlich an gott und später dann an nichts und niemand geglaubt habe.

    ich hatte nie den eindruck, dass sie sich gross um mich scheren.aber ebenso wie simon hab ich sie immer als eine art (über)prüfung meines weltbildes gehalten. ganz subjektiv.als meine mutter todkrank wurde, habe ich begonnen mich mit den reinkarnationstheorien zu beschäftigen, als ich ungewollt in die jenseitige astralwelt gerutscht bin, hab ich hernach bardon und seine erklärungen gefunden.

    später, als ich schon nach bardon geübt habe, musste ich schmerzhaft das aufgeben, was man so gemeinhin als die grosse (seelen)liebe kennt.dennoch hab ich nie einen direkten zusammenhang zur beschäftigung mit bardon sehen können.nicht im sinne irgendeiner kausalität.in der juristerei gibt es da zur überprüfung , ob kausalität besteht oder nicht die "conditio-sine-qua-non" formel,die auch in solchen fällen hilfreich sein kann. sie lautet in etwa :

    "kausal ist jede bedingung,die nicht hinweggedacht werden kann, ohne dass der erfolg in seiner konkreten form entfiele." ich denke das gilt auch für schicksalschläge.manche sind selbstverschuldet, aber die meisten folgen einem verborgenen prinzip, wenn überhaupt.sie abwenden zu wollen , ist m.e. die falsche motivation, magie zu erlernen bzw. nach bardon zu üben. das was einem dort gelehrt wird, ist vielmehr der umgang. der selbstverantwortliche umgang mit dem leben und mit seinen "schicksalsschlägen". ich hab auch schon davon gelesen, dass es beim tiefer-eindringen in die hermetische materie so eine art beschleunigungseffekt gibt (geben kann),aber das ist mit sicherheit kein garant dafür, dass wenn ich mch davon fernhalte, alles gut wird.alles in allem stimme ich simons bericht insoweit zu, als hermetische schulung einen schicksalsschlag als eine persönliche prüfung deutet und somit zu einem persönlichen sieg oder veredelung des charakters führen muss.ohne hermetische schulung ist das auch möglich, aber das risiko im sumpf der eigenen verzweiflung oder des hass oder neids oder oder steckenzubleiben ist ungleich grösser.


    lg

    anjulika










  8. #8
    Ferdi
    Gast

    typisch Maya


    Hi,...


    ich finde es echt gut, das es Menschen wie Maya gibt, die einfach auf der anderen Seite der Schwingung die Sachen sehen.


    Ihr beide habt recht. Alle ansichten, knüpfen aneinander an.

    Auch wenn Sie gegenteilig aussehen.


    Viel Spaß noch.



  9. #9
    Tyrion
    Gast

    Der Weg des Adepten - wahre Freiheit


    So,

    ich bin gerade von einem Lehrgang und (spät, aber doch noch) meiner 1. Reiki Einweihung zurück (ja, keine Magie sondern eine Energie-Technik, aber die Diskussion hatten wir ja schon mal...) und will zum Thema doch noch was sagen.


    Ich kann Mayas (dieser Name...weißt du, er weckt wirklich immer ein latentes Misstrauen gegenüber manchen deiner Aussagen, etwa bezüglich deines Vaters) Haltung durchaus recht gut verstehen...ich hab sie eine zeitlang, als ich meinen Wehrdienst hinter mir hatte und mich mit der Gnosis beschäftigte sogar mal selber etwas vertreten...aber ich habe mich mittlerweile doch gegen sie entschieden.

    Das heisst nicht, das ich Meditation und eine ruhige gelassene, liebevolle Lebenshaltung ablehne, im Gegenteil!

    Aber ich lehne die Verwerfung der Magie und die latent in dieser Haltung angedeutete Weltflucht ab.

    Die Welt SOLLTE verändert werden.

    Und zwar durch persönliche Weiter- und Höherentwicklung.

    Durch Macht im positiven Sinne: Keine Pseudo Macht zur Unterdückung anderer (Erniedrigung anderer ist nur ein SCHEIN Erhöhung seiner selbst und SCHEIN Stärke). Sonder Stärke, Erkenntnis und Macht im POSITIVEN Sinne, zur Freiheit, Gestaltung und zum positiven Wirken in der Welt hin.

    Ich denke, man sollte die Dinge der Welt lieben ohne sich an sie zu verlieren, da wir nicht nur immanente sondern auch transzendente und auf metaphysische Entwicklung hin ausgerichtete Wesen sind.


    Ich bin nicht der Meinung, dass die Materie nur ein "Verkehrsunfall" im Universum war.

    Sie könnte, da in ihr durch die mit ihr als Eigenschaft verbundene Bewegung, Veränderung und Zeit zwar Vergänglichkeit, aber auch eben die Möglichkeit der Weiter- und Höherentwicklung (etwa durch über rein intelektuelles Wissen hinausgehende ganzheitliche Erfahrung existieren) sogar die Chanche bieten wirklich NEUES und wahre Willensfreiheit (vielleicht nicht in einem, aber in mehreren Leben) zu entwickeln.


    Und ich denke, die Hermetik könnte ein sehr guter Weg dazu sein (obwohl ich mittlerweile bezweifele das der Weg des Schamanen viel schlechter ist).

    Ich bin nicht der Meinung, dass man sich den Schicksalsmächten dauerhaft unterwerfen muss...man kann sich darüber hinaus entwickeln.

    Ob man das nun mit dem Elemente-Ausgleich und Elemente-BEHERRSCHUNG, Erreichen des Höheren Selbst oder Thelema bezeichnet..die Richtung dürfte erkennbar sein.







    >So kenne ich das auch aus Erfahrung und es stellt sich irgendwann für jeden die Frage, wie hart das Schicksal noch zuschlagen muss, bis der Betroffene begreift, dass er sich den vorhandenen Gesetzmässigkeiten des Universums unterordnen muss, ob ihm das gefällt oder nicht.<




    @Maya: Denk doch nach...wenn es im Universum die Möglichkeit der Entwicklung, der Willensfreiheit, der Nutzung verschiedener Naturkräfte zu seinen Gunsten (etwa Maschinen) und eben auch die MAGIE gibt...dann zählen auch all diese Dinge zu den vorhandenen Prinzipien und natürlichen GESETZMÄßIGKEITEN im Sein (nach dem Diktum "Wie oben, so unten" eigentlich sogar im Seienden schlechthin).


    MAGIE und die Möglichkeit der Weiterentwicklung sind dann doch selber als vorhandene Gesetzmäßigkeit im Universum angelegt.

    Sie sind selber universale Prinzipien.

    Und die Geschichte mit dem Karma (einige Schamanen etwa halten da ziemlich wenig von, obwohl sie fähig sind) halte ich persönlich zumindest für reichlich überschätzt.

    (Im Hindhuismus in Indien ist dieses Argument auch recht nützlich, um die Kastengesellschaft und soziale Ordnung zu zementieren...und die kastenlosen, unterdrückten Parias als Abkömmlinge der Urbevölkerung Indiens zu unterdrücken...die Hervorhebung der Wichtigkeit des Karma könnte, in diesem Falle, durchaus mal im Sinne Lenins - von dem ich alles andere als ein Fan bin!!! - als sowas wie "Opium fürs Volk" gedeutet werden).


    Ich denke nicht, dass man nur von der materiellen Ebene in die geistige Ebene fliehen sollte...man kann auch durchaus in ersterer wirken.

    Und ich denke, mann muss, bevor man sich wirklich mit Erfolg zu den geistigen Welten hochentwicklen kann, erst mal UNSERE Sphäre (wozu ich die ganze Sphäre Malkuths, eventuell mit Bardons Erdgürtelzone vergleichbar) zähle kennenlernen, erfahren UND beherrschen. Zumindest zu einem grösseren Teil, als man das kann, wenn man nur die Innere Abkehr sucht. Da fehlt etwas...zwar geht die Materie aus dem Geist hervor und beherbergt Vorstufen latenten Geistes, aber der aus der Materie wieder hervorgehende Geist (z.b. unser Bewußtsein) muss meiner Meinung nach erstmal die Materie und die der Materie nahen Sphären meistern um auf echte geistige Höherentwicklung des Wesens rechnen zu können.

    Und dafür bracht man Macht und Stärke.

    ECHTE Macht des eigenen Wesens und innere Stärke, keine Pseudo-Macht zur Unterdrückung anderer.

    Das halte ich für so enorm schwer zu erreichen (wer kann wirklich von sich behaupten, Bardons Anforderungen - und selbst seine Bücher sind nur ein

    Teil-Ausschnitt der ganzen Hermetik) wirklich zu beherrschen?


    Aber Bardons Weg der Elemente-Beherrschung scheint mir sehr plausibel, auch philosophisch gedacht...bei manchen östlichen Religionen und der Gnosis habe ich manchmal die Befürchtung, es geht nur um eine Rücknahme ins Geistige...das könnte aber auch eine Sackgasse sein, z.b. wenn man irgend einer geistigen Sphäre durch innere Abkehr und Loslösung verfälllt, bis man darin steckenbleibt oder erlischt.

    Ich denke, man muss zwar sein höheres Selbst finden und verwirklichen (was vielen erst in mehreren Leben gelingen dürfte).

    Aber nicht durch Auslöschung, sondern durch HÖHERENTWICKLUNG der Persönlichkeit und des Individuums.

    Im hermetischen Sinne also durch Angleichung an die Gottheit (Gleiches zieht Gleiches an), durch Vervollkommung und Vielseitigkeit (viele bekannte Hermetiker waren Universal-Genies oder zumindest auf vielen Gebieten interessiert und recht fähig).


    Und Bardons Weg zum Wahren Adepten (ein so hohes Ziel, das es in einem einzigen Leben schwer bis unmöglich zu erreichen sein dürfte, nicht umsonst deutet magisches Potential mach Ansicht vieler ja auch angesammelte Erfahrungen und Fortschritte aus vergangenen Leben hin) scheint mir in dieser Hinsicht, mit seinen Anforderungen nach Elemente-Ausgleich, Elemente-Erkenntnis und Beherrschung und erstmal der Beherrschung der Erdgürtelzone vor höheren Ebene doch zumindest recht pausibel und schlüssig zu sein.

    Auch Emil Stejnar schrieb, dass es (u.a. durch Ausbildung des geistigen Licht-Leibes, schwierig genug) nicht um Auslödschung des Egos sondern Stärkung der Persönlichkeit und persönliche Vervollkommung geht.

    Sas hat sicher auch eine Beziehung zum "Thelema" der Thelemiten, des wahren inneren Willens und Wesens, der aber meiner Meinung nach nicht nur erkannt sondern auch erreicht und ausgebildet werden muss. Wir sind KEINE Götter - aber wir könnte vielleicht einmal auf unserem Weg welche werden (kaum in einem Leben, aber vielleicht - hoffentlich - in vielen).

    Das erreicht man aber eben imho nicht durch reine Ablösung und Abkehr von der Welt, die in manchen östlichen Religionen (die die auftretenden Sidhis, "Zauberkräfte", als reine Zeichen sehen und deren Nutzung als Hingabe an Illusionen verurteilen) propagiert wird.

    Sicher, der Weg ist auf den ersten Blick ähnlich. Erreichung geistiger Welten, die Errreichung von Freiheit...aber der Unterschied ist eben imho, dass diese Freiheit im Hindhuismus und Budhismus (und Richtungen der antiken Gnosis) oft durch Abkehr von allem Materiellem erreicht werden soll...es müsste aber imho erstmal zumindest teilweise erfahren und in seinem Wesen (die Elementar-Prinzipien Bardons, und Erdgürtelzone) beherrscht werden.

    In gewisser Weise hatte Pablo Santiago zumindest in einer Hinsicht recht: Auch die teilweise aus dem antiken Wissen der Hermetik (Italien und Spanien nach dem Mittelalter! von Byzantinern, Juden und Arabern im Orient gerettet!) entwickelten heutigen Naturwissenschaften und die technische Weltbeherrschung haben etwas mit der Hermetik zu tun (auch wenn leider nun der geistige Teil geleugnet und verdrängt wird).


    Und um nochmal auf die Unterschiede zwischen vielen (nicht allen natürlich!) östlichen Richtungen und der Hermetik einzugehen...nach Bardon gleicht man sich ja als Magier der Gottheit an (durch Veränderung von Quantitäten und Qualitäten, durch die Vervollkommung der 5 Elemente in sich, wie sich auch in der Gottheit vollkommen sind) und nähert sich ihr so...











    "Da wir begonnen haben, mit den Göttern Zwiesprache zu halten, wisse, o Asklepios, wie mächtig der Mensch sein kann. Denn geradeso wie der Vater, der Herr des Universums, Götter erschafft, so erschafft, in derselben Weise, das sterbliche Erdenwesen selbst auch Götter. So wie Gott bestimmt hat, daß die Seele des Menschen nach seinem Bilde geschaffen werde, eben so erschafft der Mensch auf Erden Götter nach seinem Bild.

    Du bist erstaunt, o Asklepios? Bist denn auch Du ein Ungläubiger wie alle anderen?"


    Corpus Hermeticum





    "Wenn Du Dich daher nicht Gott gleich machen kannst, kannst Du Gott nicht verstehen: Denn Gleiches ist nur für Gleiches verständlich.

    Glaube daran, daß nichts Dir unmöglich ist, halte Dich selbst für unsterblich und fähig dazu, alles zu begreifen, alle Künste, alle Wissenschaften, die Natur eines jeden Lebewesens. Steige höher als die größte Höhe hinauf, steige tiefer als die größte Tiefe hinab. Wenn Du in deinem Denken alle Dinge zugleich einschließt, Zeiten, Orte, Elemente, die unzähligen Arten und Mengen, dann wirst Du vielleicht Gott verstehen."


    Corpus Hermeticum





    "Schlechtigkeit liegt in der Natur der Menschen, da es unter ihnen kein Verständnis gibt für die Dinge, die geweiht sind. Denn das Wissen um die Dinge, die geweiht sind, ist wahrhaft das Heilmittel der stofflichen Leidenschaften.

    Wenn aber Unwissenheit herrscht und es in der Seele des Menschen kein verstehen gibt, dann dauern die unheilbaren Leidenschaften der Seele an. Und zusätzliches Übel kommt mit den Leidenschaften in Form einer unheilbaren Wunde. Und die Wunde nagt beständig an der Seele, und durch sie gebiert die Seele Würmer des Bösen und stinkt. Aber Gott ist nicht die Ursache dieser Dinge, denn er hat den Menschen Wissen und Verstehen gesandt."


    Corpus Hermeticum





    "Sterben nicht alle Lebewesen auf der Welt, o Vater, obwohl sie Teile dieser Welt sind?

    Ruhig, mein Kind, Du bist in einem Irrtum befangen. Denn Lebewesen sterben nicht, doch da sie zusammengesetzte Körper sind, lösen sie sich auf. Und diese Auflösung ist die Auflösung einer Verbindung. Und wenn sie aufgelöst werden, so geschieht das nicht, um sie zu zerstören, sondern damit sie wieder neu werden können. Was ist denn in Wahrheit die Antriebskraft des Lebens? Ist es nicht ständiger Wandel? Gibt es denn etwas auf der Welt, was sich nicht verändert? Es gibt nichts, mein Kind."


    Corpus Hermeticum







    Der Corpus Hermeticum war einer DER hermetischen Schriften der Renaissance in Italien und wichtig für den italienischen Humanismus und die Wiederentdeckung des Wissens der Antike.




    Aber, wenn man z.b. von Bardons Anforderungen ausgeht, wären viele Schamanen, durch ihre Lebenserfahrungen und die (zumindest teilweise) Beherrschung der Erdgürtelzone auf ihrem Weg schon mal um einiges weiter als die meisten Hermetiker.


    Es geht nicht nur um "wie oben, so unten", sondern auch um "von unten nach oben".

    Aber dazu muss man das "Unten" erst mal etwas kennengerlernt und gemeistert haben.


    Wir sollten uns mal erinnern, wer in der Geschichte alles zu den Hermetikern zählte...Goethe ("Wer immer strebend sich bemüht, den können wir erlösen"), Beethoven, Theophrastus Bombastus Paracelcus, Heinrich Cornelius Agrippa von Nettesheim, Paracelcus, Schiller, Newton, Leonardo Da Vinci, Francis Bacon ("Scientia est potentia")...und noch viele viele andere (oft insgeheim).

    Teilweise die grössten Grössen der abendländischen (und auch morgenländische, arabisch-persischen und türkischen!) Geschichte!

    Seht euch nur mal in der italienischen Renaissance um...mit der brach die Neuzeit an!

    Waren das denn alles Weltabkehrer (obwohl auch sie sicher innere Einkehr und Meditation betrieben)? Die waren IN der Welt tätig.

    Was ist mit Franz Bardon...in einer von christlicher Mystik geprägten Familie aufgewachsen, erst KFZ-Mechaniker, dann in als Künstler und Hypnotiseur tätig, dann Heilpraktiker Ausbildung in Deutschland (zuletzt zeitweilig Leiter eines Krankenhauses), dann Inhaber einer Apotheke und Heilpraktiker (neben allerlei spirituellen Tätigkeiten und Veranstaltunge, postete dazu ja schon mal was im Forum). War der Weltabkehrer? Nein. Obwohl er sich nachweislich mit Yoga befasste.

    Es geht um die Elemente...ihren Ausgleich und ihre Beherrschung.

    (Und danach kann man sich dann auch den höheren Sphären, ohen Gefahr des sich Verlierens, wirksam zuwenden...).





    @SIMON MAGUS:


    Wenn die Erkenntnis und der Weg zur Wahrheit in der Vergangenheit zuweilen wichtiger waren als Glück (und dann auch dein Weg entsprechend)...dann schätze ich, haben wir zumindest ein paar Gemeinsamkeiten.

    Der Weg war zuweilen Scheisse (vor allem was man für die Erkenntnisse opfern musste...). Aber im nachinein denke ich, er war es wert (auch wenn ich ihn mir leichter gewünscht hätte). Er stillt nämlich wirklich den brennenden Durst nach Wahrheit und Lebenssinn.




    Grüsse


    Tyrion






  10. #10
    Simon Magus
    Gast

    Re: "Der Weg zum wahren Adepten" und Schicksalsprüfungen


    Hi Kaioo


    >...Wenn mir Menschen feindselig begegnen und ich bitte Gott um Gerechtigkeit, ist es oft so, das diese durch Krankheiten zu Boden gedrückt werden oder etwas anderes mit Ihnen passiert - dann bekomme ich immer einen Schreck und sehe, das man mit der Magie sehr vorsichtig umgehen muss.

    >Grüsse

    ***

    Erfahrungen die ich in diese Richtung gemacht habe wahren wirklich nicht mehr mit irgend welchen Zufällen zu erklären und haben mich sehr ins Nachdenken gebracht.

    Um nicht falsch verstanden zu werden: Ich bin mir völlig bewußt, daß das was man tut und denkt, früher oder später wieder auf den jeweiligen Menschen zurückfällt. Und Mißbrauch von magischen Wissen mich von meinen höchsten Zielen abbringen würden. Ich denke wenn ich den Angriffen anderer nichts entgegensetzen kann was mit meinem Gewissen vereinbar ist, ich sie einfach ihrem

    Schicksal überlasse, ohne an sie weiter zu denken oder gar was schlechtes zu wünschen.

    -Ich machte einst eine Ausbildung für die ich Schul- u. Internatsgeld brauchte. Meine Mutter erklärte sich bereit dies zu bezahlen, was für sie eine Kleinigkeit war(nach dem ich wegen ihr schon mein Gymnasium nicht beenden konnte/ ihr trotzdem zu vertrauen war sehr naiv). Sie wollte diese zeitweilige Abhängigkeit ausnutzen um mich dahingehend zu erpressen, meine ganzen Lebens Prinzipien und Interessen aufzugeben. Darauf ließ ich mich nicht ein, so kam es, daß ich mit 50 DM auf der Straße stand. Zu diesem Zeitpunkt war meiner Mutter völlig gesund. Rund 2 1/2 Jahre später sah ich sie wieder, sie lag im sterben (Krebs/ nicht sehr alt).

    -Nach ihrem Tot schloß ich mit meinem Vater Frieden und vergab ihm von Herzen alles was vorher vorgefallen war, er entschuldigte sich bei mir und versprach sich zukünftig aus meinem Leben herauszuhalten. Dies ging auch einige Zeit gut. Dann, ich war bei ihm zum Besuch und hatte auf dem Computerbilschirm Bilder von Bardon, Hermes Trismegistos usw., er kam gerade ins Zimmer her ein und sah die Bilder. Er verstand nur, daß ich mich mit etwas beschäftige was mit Spiritualität zu tun hat. Für ihn als fundamentalistischen Marxisten (und erfolgreichen Unternehmer -> tolle Kombination ;-) rief dies ein tiefes Gefühl des Hasses hervor. Ich sagte ihm, daß ich seine Ansichten respektiere ich aber eine andere Weltsicht habe (ich wollte ihn nicht von etwas überzeugen, und er wußte in diesem Zusammenhang über mich nur, daß ich mich für Religion interessiere und ein Leben nach dem Tot für möglich halte). Er sagte zu mir: "Schau an was ich geschaffen habe: mein riesen neues Haus, meine vielen teuren Autos, mein Geschäft, mein Vermögen...". Er zeigte mit dem Finger auf den Computerbildschirm: "diese Leute halten dich davon ab, so zu werden wie ich. Entsage deinem Wahnsinn!". Da meine sehr ungemütliche Jugend an mir vorbeizog, war diese Situation durchaus eine Prüfung für mich, als er seine Hand nach mir ausstreckte als wenn ich auf einen Packt einwilligen sollte. Letztendlich sagte ich ihm: "Materielle Dinge sind mir sehr wichtig, aber nicht das wichtigste. Ich will lieber sterben als deinem Weg zu folgen."

    Zu diesem Zeitpunkt war er völlig gesund. Das nächste was ich von ihm hörte war nach wenigen Wochen, daß er ganz plötzlich einen Gehirnschlag erlitt der ihm völlig den Verstand raubte. Seit dem liegt er im Wach-Koma, die Ärzte sehen keine Aussicht auf Besserung.

    -Nun viel meiner Schwester (die nur schwarze Sachen u. Satanspentagramm trägt und entsprechende Literatur ließt) und mir die Verwaltung seines Vermögens zu. Nur weil ich Leuten wie meiner Schwester und meiner Tante vertraute (+ gewisse Lücken im Betreuungsgesetz) gelang es einer Allianz von rund 10 Leuten mich in die Situation zu bringen ein 3/4 Jahr das Geschäft meines Vaters zu leiten, meine Großmutter zu pflegen, aber nur ein wenig Geld zu bekommen, wenn ich bis zum Erbfalle auf alles verzichte. Mir blieb zu diesem Zeitpunkt nichts anderes mehr übrig (zu komplex um die Umstände in Kürze erzählen zu können). Meine Schwester merkte nur noch an: "schau an wo dich dein Gott hinbrachte und wie mir es nun im Leben ergeht". Mit einem fröhlich Liedchen auf den Lippen ("Großer Gott wir loben dich...") ließ ich alles hinter mir und ging in eine ungewisse Zukunft. Als ich dann mein Tante wieder traf, die an meiner Situation mit Schuld war hatte sie nur Hohn und Spott für mich übrig und behandelte mich in einer Art die mich wirklich traf. Ich sagte ihr nur "Sie solle mich nicht nach dem Äußeren Anschein nach beurteilen, ein Mensch ist mehr als das was er auf dem Konto hat. Jeder denkt er hätte recht, doch dem der wirklich Recht hat wird früher oder später Gerechtigkeit wieder fahren, wenn er sich weder alles gefallen läßt, noch auf das Niveau seiner Feinde sinkt." Zu diesem Zeitpunkt war sie völlig gesund. Ihr höhnisches Lachen muß ihr nach 3 Tagen vergangen sein, als sie Früh aufwachte und auf einem Auge erblindet war, welches ihr dann entfernt werden mußte.

    .

    .

    .


    Dies sind nur einige Beispiele und ich muß wirklich sagen, daß mir meine Feinde von ganzem Herzen Leid tun. Aber auf der anderen Seite jagt es mir auch ein Schrecken ein, wie die Vorsehung mit Leuten umspringt die sich so sicher fühlen, weil ihr Weg der Lüge, Gewissenlosigkeit und Böswilligkeit zum Selbstzweck so lange so gut ging...


    (Im übrigen gebe ich in diesem Zusammenhang Anjulika recht, man kann die Geschehnisse nicht aus einer einfachen Logik der gewohnten Kausalität heraus betrachten.)


    >Aber alles hat im Leben seinen Sinn und ich weiß das sehr viel bessere Zeiten kommen werden.

    -***...Dies schreibe ich nicht als ein Heiliger sondern kleinen Schüler auf dem geistigen Weg. Und ich freue mich schon auf Zeiten in denen viel mehr Leute erwachen werden, denen dann vielleicht auch ein ungerechter und scheinbar aussichtsloser Kampf aufgezwungen wird. Ich hoffe, daß ich bis dahin um einiges weiter bin und Menschen denen es ähnlich geht wie mir einst, die Gefahr laufen unter dem Kreuz welche sie zu tragen haben fast verzweifeln, Mut und Hoffnung geben kann.

    "Denn nichts was einem Leben begegnet geschieht zufällig und man bekommt vom Schicksal nur die Prüfungen die man auch bestehen kann."




    SIMON MAGUS





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