(zum nachdenken:)
Bis ich ungefähr 16 war, war mein Leben ziemlich gewöhnlich und ich war sehr vom Schicksal verwöhnt
Dann machte sich in mir ein starkes Gefühl der Unzufriedenheit und Sehnsucht nach etwas unbestimmten breit. Ich machte mich auf die Suche.
Als ich dann die Bücher von Bardon mit 19 fand wurde mir bewust was ich suche: meine wahre Bestimmung im Leben zu finden -> im Sinne der Magie vollkommen zu werden, einen verläßlichen Weg zu beschreiten der zum eins sein mit Gott führt, Antworten auf meine vielen Frage welche die Gesetze der Welt anbelangt die mir die Naturwissenschaft nicht geben kann zu finden, im Hier und Jetzt zu leben und egal wie die Äußeren Umstände sind Gelassenheit bewahren weil man in sich gefestigt ist...
Desto mehr ich die Bücher von Bardon verstand, desto mehr wünschet ich mir gewisse Eigenschaften zu erlangen z.B. was meinen Charakter anbelangt. Dies wünschte ich mir mit solcher Intensität, daß mein Schicksal mir die optimalen Rahmenbedingungen schuf.
Optimal ist gut gesagt. In den letzten 10 Jahren hatte ich mit so vielen Schicksalsschlägen zu kämpfen, hab unter der Übermacht zahlloser Feinde gelitten, daß ich sicher behaupten kann, den meisten Menschen denen es so ergangen wäre würden als Selbstmörder, Penner auf der Straße oder krimminelle, skrupellose Menschen enden. Durch übelste Machenschaften hab ich mehrmals Wohnung, Arbeit, alles Geld verlohren, durch Verleumdung landete ich im Gefängnis, mein Leben wäre um vieles einfacher gewesen wenn ich das machen würde was die meisten tun, ich aber nicht mit meinem Gewissen vereinbaren konnte, ich bin in Konflikt geraden mit Schwarzmagiern und Satanisten, meine Mutter, mein Vater, meine Schwester und fast meine ganze Familie wurden mir zu Totfeinden (was nicht übertrieben ist)....
Ich schreibe dies durchaus nicht aus einem Gefühl des Selbstmitleides heraus. Wenn ich zurückblicke muß ich meinem Schicksal sogar dankbar sein. Die Erfahrungen die ich gemacht habe und die Prüfungen durch die ich ging haben mich zu dem gemacht was ich heute bin. Ich habe letztens ein Klassentreffen gehabt. Einige meiner einstigen Freunde haben es im Leben zwar ziemlich weit gebracht, aber um keinen Preis wollte ich mit jemanden tauschen wollen.
Auch kann ich nicht sagen, daß mir nur Schlechtes begegnet wäre. Aller Wahrscheinlichkeit nach, hätte ich die letzten 10 Jahre nicht überleben dürfen. Aber irgend wie war es als wenn die ganze Zeit eine Legion von Schutzengeln mit mir gewesen wäre, und ich sah Wunder auf Wunder geschehen, die Situationen völliger Aussichtslosigkeit zu meinem Besten wendeten und meine Feinde (ohne, daß ich ihnen schlechtes wünschte) Reihenweise in den Abgrund riß oder in die "Gruben gestürzt sind, die sie eigentlich mir gegraben haben".
Ich glaube nicht, daß wenn man den Weg der Magie und Mystik beschreitet unbedingt so unangenehme Erfahrungen machen muß. Ich denke noch an Zeiten zurück als ich mit meinem "Schicksal" voller Leidenschaft so sprach: "Es ist völlig egal was da auch komme mag, bereite mir im Leben zum Guten wie zum Schlechten das, was mich auf meinem geistigen Weg am schellsten zu meinen höchsten Zielen führt" (Das darf man sich nicht vorstellen wie ein Masochist der denkt "hoffentlich hab ich viele unangenehme Erfahrungen im Leben"
sondern "man kann eigentlich Tugenden nur durch Prüfungen erlangen, also wenn es halt nicht anders geht bin ich auch bereit unangenehme Erfahrungen zu machen, aber besser wäre es wenn der bittere Kelch an mir vorrüber geht).
Ich würde die Erkenntnisse die mir daraus erwachsen sind so zusammenfassen:
1. Es ist zwar gut wenn man mit aller Leidenschaft seine geistige Weiterentwicklung herbeisehnt (und ich tue dies noch immer), aber man muß sich auch vorher genau überlegen ob man es ernst meint, wenn man sagt "um jeden Preis, und so schnell wie möglich", denn "das Schicksal" wird einen beim Wort nehmen. So wie man Bardons Stufenlehrgang systematisch durcharbeiten sollte, ist es bei jedem unterschielich was er wirklich bereit ist zu ertragen. Man kann sich etwas Jahre lang wünschen und wenn man vor der Erfüllung des Wunsches steht sich nichts mehr zu wünschen, sich dies nie gewünscht zu haben. Konkret meine ich: "Beispiel: Ich bin zwar ein riesen Angsthase, aber ich will sehr mutig werden. Ich bin dumm und will in eine tiefere Ebene des Wissens einbrechen, ich bin ziemlich gleichgültig und will absolute Liebe erfahren, ich steh zwar mit beiden Beinen nicht ganz fest auf der Erde, aber ich will tiefere Bewustseinszustände erleben....und alles am besten auf einmal!... ansonsten hab ich erst mal keine Wünsche."...
2. Es gibt (unter anderem) auf dem Weg der Magie zwei Grundtypen. Der erste ist mit herausragender Inteligenz begabt, besitzt einen starken Willen, hat vielleicht optimale Rahmenbedingungen... und macht von Anfang an schnelle Fortschritte.
Der andere Typ wäre der, der bei weitem nicht so begabt ist. Aber er hat etwas was sich schlecht in Worte fassen läßt. Das Schicksal konfrontiert ihn mit Prüfungen die nach dem Grundschema so ablaufen wie das was Hiob, Abraham mit seinem Sohn, oder Jesus in Gethsemane erleben mußten, kurz gesagt jemand der auch gleichzeitig den praktischen Weg der Mystik geht. Irgend wie wird so einem Menschen auf dem Weg der Magie viel "geschenkt". Was nicht heißt das es so ein Magier unterm Strich einfacher hat.
Das ganze läßt sich schlecht analysieren. Aber ich würde es so sagen. Ein Magier der Allmächtig ist hat auch eine große Verantwortung zu tragen. Um dieses Ziel zu erreichen ist alle Inteligenz, Fleiß, Ausdauer (die unentbehrlich sind) nicht aussreichend. Entwickelt man aber immer mehr die Reife die erforderlich ist um mit dieser Macht verantwortungsbewust umzugehen, fällt einem alles irgend wie zu, auch wenn man nicht großes Talent hat...
SIMON MAGUS



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