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Thema: Zur Alchemie und den Elementarprinzipien...

  1. #1
    Mr. Fludd
    Gast

    Zur Alchemie und den Elementarprinzipien...


    ...da dieses Thema ja bei Franz Bardon durchaus in den einfachsten Grundzügen behandelt wird, erfreulicherweise auch einmal in praktischer Anwendung, möchte ich um ein paar Meinungen zu folgenden Buchautoren und Buchtiteln bitten:


    Frater Albertus: Praktisches Handbuch der Alchemie im 20.Jahrhundert


    Frater Albertus: Alchemie-Wandlung als Prinzip d.Natur


    Biedermann,Hans: Materia Prima



    Dr. Werner Christoph:Transformation - das Geheimnis dieser Welt


    Acharion: Von wahrer Alchemie


    "Hermetik und Alchemie" Mitarbeiter: Karin Mitarb. u. a. von Figala, Helmut Gebelein, Ralf Liedtke, Manuel Bachmann, Artur R. Boelderl, Horst Friedrich


    Mantak Chia: Innere Alchemie


    (siehe u.a. http://www.sein-berlin.de/archiv/2003/jan/tao.html)







    Desweiteren möchte ich als Diskussionsanreiz gerne einmal auf folgende Seite und ihre Zusammentragungen aus verschiedenen Quellen verweisen:


    http://www.f-c-a.net/777/alchymic/zusammenhaenge.html




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    HTML-Version © 1999 Rebis

    Alchemistische Zusammenhänge

    (Extrakte aus verschiedenen Quellen)


    * Fragen und Antworten (Quinta Essentia)

    * Der Trockene Weg (Essentia)

    * Alkaheste (Essentia)

    * Praktische Alchemie im 20. Jahrhundert (F. Albertus)

    * Der Alchemist von den Rocky Mountains (F. Albertus)

    * Löwe und Phönix (Daniel Hornfisher)

    * Von wahrer Alchemie (Acharion)

    * Alchymie und Heilkunst (A. v. Bernus)

    * Der Salamander von Lisieux (A. v. Bernus - Fulcanelli)


    Fragen und Antworten aus der Zeitschrift Essentia


    Frage: Wenn Azeton entsteht, indem man Essigsäure über kohlensauren Kalk (Calziumkarbonat) schüttet, das essigsauren Kalk (Calziumacetat) und Azeton ergibt, könnte man da ableiten, daß Azeton ein fixierter oder nicht fixierter Merkur oder Schwefel des Kalziums oder kohlensauren Kalks (Calziumcarbonat) ist ?


    Antwort: Es ist nicht fixiert, lässt aber ein fixiertes Salz zurück, den essigsauren Kalk(Calziumazetat).


    Frage: Handelt es sich beim sogenannten Philosophischen Merkur, der häufig aus dem im Handel erhältlichen essigsauren Bleioxyd (Bleiazetat) gewonnen wird, um den wahren lebendigen Philosophischen Merkur ?


    Antwort: Er kann daraus gewonnen werden, doch erhält man ihn gewöhnlich zuerst nicht.


    Frage: Wenn man den Azeton der Weisen benutzt, um Öl aus dem Oxyd eines Metalles zu gewinnen, aber keine Kohle (Kohlenstoff) zur Verfügung steht, wie kann man dann ein Öl ausziehen ?


    Antwort: In Wirklichkeit ist das Metall der Katalysator, der das Azeton in ein Öl verwandelt. Geradeso wie Blei oder Quecksilber durch die katalytische Wirksamkeit eines transmutierenden Pulvers verwandelt werden.


    Frage: Zu welchem Zeitpunkt im Mondkreislauf soll ich mein Salz den Himmelseinflüssen aussetzen, um die "Milch der Jungfrau" zu erhalten? Welche Wetterbedingungen geben die besten Resultate?


    Antwort: Der Mond kann in der zunehmenden oder der abnehmenden Periode sein. "kardinal", "veränderlich" und "fixiert" stellen auch Zyklen dar. Einige bevorzugen die abnehmende Phase für eine Extraktion und für die Destillation die zunehmende Phase des Mondes. Die Jahreszeiten sind viel wichtiger, als die vorherrschenden Wetterbedingungen. Ein Unternehmen Ihrer Art braucht sorgfältige Planung.


    Frage: Wenn man mit dem Sublimat von Sulphur arbeitet, um das Oel zu erhalten, wird Äther für die Extraktion gebraucht. Die Resultate waren klare Halbkristalle: Ist dies das Oel? Gibt es eine bessere Methode, das Oel in brauchbaren Quantitäten zu erhalten ?


    Antwort: Versuchen Sie den Rauch von brennendem Sulphur einzufangen und ihn zu einer Essenz zu kondensieren.


    Frage: Kann irgendeine Trocknungs-Substanz zur Entwässerung von Alkohol gebraucht werden oder muß es ausschließlich kalzinierter Weinstein sein ?


    Antwort: Fast jede wasserabsorbierende Substanz, welche nicht alkohollöslich ist, kann benützt werden.


    Frage: Wenn Weingeist nicht fixiert ist und Weinessig fixiert, wie sind Äther und Azeton ?


    Antwort: Sie sind nicht fixiert.


    Frage: Ist Azeton der wahre Essig der Weisen ?


    Antwort: Nein.


    Frage: Welches ist das wirkungsvollste Menstruum: Ammoniaksalz auf Alkohol "KM" oder Alkohol, den man über flüssigen Weinstein giesst ? ("KM" = Kerkring Menstruum)


    Antwort: Beide können sehr wirkungsvoll sein, auf die eine oder andere Weise. Es kommt nur darauf an, an welcher Grundsubstanz das Menstruum arbeitet.


    Frage: Basilius Valentinus berichtet in seinem "Triumphwagen des Antimons" Seite 270: "Sublimiere Antimon mit dem Salz des Ammoniak ? Im deutschen Originaltext heißt es "mit Armenischem Salz", bezugnehmend auf den Balkanstaat Armenien.


    Antwort: In diesem Falle ist es Ammoniaksalz. Entweder ist kohlensaures Ammonium oder Chlorid unter diesem Begriff zu verstehen.


    Frage: Die alten Alchemisten liessen einige ihrer Substanzen sich im Keller auflösen. Warum lösten sie sie nich einfach in Wasser auf ? Wird dabei etwas aus der Luft entnommen, das im Wasser nicht gefunden wird ?


    Antwort: Ja. Das Wasser ist mit der Erde in Berührung gekommen, wurde wieder verwendet und hat einen Teil seiner positiven Ladung abgegeben. Wenn es direkt durch die Substanz absorbiert wird, erhöht die positive Ladung deren Qualität.


    Frage: Was meint Basilius, wenn er vom wahren und echten philosophischen Essig und seinen Salzen spricht ? Wie können sie hergestellt werden ?


    Antwort: Er bezieht sich auf das Antimon. Der Essig wird von ihm ausführlich im "Triumphwagen des Antimons" beschrieben. In Parachemy, Herbst 1979, Vol. VII, Nr. 4 wird das Salz erklärt.


    Frage: Im echten Aurum potabile ist das Gold gänzlich gelöst. Wenn das Menstruum, in welchem es gelöst war, abdestilliert wird, bleibt nur das Öl des Goldes zurück und kein metallisches Gold, wie im Fall einer gewöhnlichen Goldlösung. Aus diesem Grunde ist das echte trinkbare Gold nicht giftig, wenn es eingenommen wird. Ist diese Annahme richtig ?


    Antwort: Sowohl das Öl wie die Tinktur aus Gold ist trinkbar. Beide werden aus dem gelösten Gold destilliert. Das gelöste metallische Gold an und für sich wird lediglich als Ferment verwendet.


    Frage: Ist es möglich, aus Goldamalgam den alchemistischen Schwefel herauszuziehen ?


    Antwort: Ein Amalgam ist nicht reines Gold. Deshalb kann der alchemistische Schwefel auch aus den im Amalgam verwendeten Subsanzen herausgezogen werden.


    Frage: Kann das Salz des Weinsteins, durch richtige Behandlung, die im Geist des Weines gefundene Energie absorbieren und speichern ?


    Antwort: Nicht nur die Energie aus dem Geist des Weines, sondern auch die aus der Luft.


    Frage: Kann diese vom Salz des Weinsteins aufgenommene Energie zur Verstärkung der Energie von Pflanzentinkturen verwendet werden ? Und wenn ja, wie ?


    Antwort: Durch Eintauchen der Pflanze in verflüssigtes Weinsteinsalz (Kaliumcarbonat, Pottasche), wenn die Feuchtigkeit direkt aus der Luft aufgenommen wurde.


    Frage: Kann diese Energie auf frischen, hoch rektifizierten Weingeist übertragen werden, um seine Fähigkeit als Lösungsmittel zu vergrössern ?


    Antwort: Ja, durch Giessen des absoluten Alkohols über solch ein verflüssigtes Salz des Weinsteins. Der Alkohol wird zu einer Tinktur, da er das Wesentliche des Weinsteins herauszieht. Durch Reinigung kann ein wirksames Lösungsmittel erhalten werden.


    Frage: Könnte dieser Prozess ähnlich dem des Kerkring-Menstruums sein ?


    Antwort: Analog gesprochen, ja.


    Der trockene Weg


    In einem nassen Weg arbeitet man mit Flüssigkeiten; beim trockenen Weg stellt das Schmelzen die natürliche Auflösung eines Körpers in sein eigenes Wasser dar. In gewissem Sinne gibt es daher keinen trockenen Weg, da für jede echte alchemistische Metamorphose (Verwandlung) immer das flüssige Element erforderlich ist. Das ist der Mond: "Mond die Mutter, Sonne der Vater", die Gebärmutter-Flüssigkeit im alchemistischen Gebärdenspiel.

    Ist die trockene Arbeitsweise ein moderner Begriff ? Nein, Alchemisten jeden Zeitalters haben sich ihrer bedient. Zum Beispiel bei der Extraktion der Öle und Tinkturen der Minerale nach Quercetanus:




    "Nimm einen guten Bimsstein, den weissesten, den du finden kannst, verreib ihn fein, beriesle ihn dann mit gutem destilliertem Essig und lass´ trocknen; das sollst du viermal wiederholen, beim letzten Mal muss er vier Stunden in einem sachten Flammenfeuer reverberieren, damit er nicht schmilzt. Danach verbinde mit diesem Pulver sehr dünne Blätter irgendeines Metalles, ja auch Gold (Sonne). Das geschieht, indem man es 24 Stunden lang in ein starkes Reverberierfeuer tut. Dann nimmt das Pulver die Farbe des Metalls an. Man vereinigt so lange, bis die Metallblätter oxydiert haben".




    Hier wird zuerst in einem Schmelztiegel eine Tinktur (Farbe; Seele, Schwefel) mittels eines trockenen Menstruums (Bimsstein) ausgezogen, dann mit destilliertem Essig (der durch Kohobieren mit Salpeter animiert wurde) auf nassem Weg reduziert und schließlich mittels rektifitierten Weingeist zirkuliert.


    John Henry Pott:




    "Das erste und bekannteste ist zweifellos das fixierte Salz des Weinsteins, denn seine Fusion durchdringt jedes Metall und Mineral und zieht den schwefeligen Teil daraus aus."


    Auch dieser Gedanke ist nicht ungewöhnlich:

    Man findet ihn zum Beispiel in George Starckeys "Pyrotechnik" oder "Die Kunst, Alkali zu verflüchtigen". Er gibt auch die Verschmelzung der Alkali mit dem Oxyd unreinen Metalls an, um den Schwefel auszuziehen.


    Ein weiteres trockenes Menstruum betreffend, das Ammoniumchlorid, wird zum Beispiel aus jüngerer Zeit aus Fulcanellis "Les Demeures Philosophales" (Die philosophischen Orte) zitiert und jenen Gelegenheit geboten, die die französische Ausgabe dieser Arbeit noch nicht gelesen haben. Gearbeitet wird mit Silberchlorid (dem Mondhorn der Alten):




    "Wäge dann dein Silbersalz, das du mit dreimal so viel reinem Ammoniumchlorid gut vermischt. Gib das Ganze in eine hohe Glasretorte, die so viel fasst, dass gerade ihr Boden mit der salzigen Mixtur bedeckt ist. Gib im Sandbad sachte Hitze, die du Grad für Grad steigerst. Wenn die Temperatur hoch genug ist, dann steigt das Ammoniaksalz hoch und bildet am Bogen und Hals des Geräts eine Schicht festen Belags. Dieses schneeweisse, seltener gelbe, Sublimat würde einen denken lassen, dass es nichts Besonderes verbirgt. Schneide dann mit Geschick die Retorte auf, löse das Sublimat sorgfältig ab und lös es in destilliertem Wasser kalt oder warm auf. Wenn die Lösung fertig ist, findet man am Boden unten ein ganz feines Pulver von leuchtendem Rot. Es ist ein Teil des Silberschwefels oder Lunarer Schwefel, der aus dem Metall separiert und im Laufe seiner Sublimation durch das Ammoniaksalz verflüchtigt wurde."


    Wie Fulcanelli fortfährt und den ganzen Vorgang immer wieder wiederholt, kann man den Schwefel vollkommen extrahieren, wobei eine graue, nicht mehr weiter reduzierbare Asche zurückbleibt, aus der man den bereits genannten Merkur des Silbers bekommen kann (das ist im gleichen Sinn aufzufassen wie Basilius Valentinus im XXI. Kapitel seines Curris Triumphalis, wenn er sich auf das Antimon bezieht).


    Ein ähnliches Verfahren ist in Potts Dissertation zu finden, nämlich das Sublimieren mit Quecksilber, das den Schwefel des Silbers in Form eines Zinnobers abzieht.


    Selbst Metalle wurden als Lösungsmittel angesehen, da sie in ihrem flüssigen Zustand ein Wasser, ein Merkur im alchemistischen Sinn sind und dem gewöhnlichen Quecksilber (Merkur) tatsächlich sehr ähnlich sind. Gold zum Beispiel holt aus der Venus ihre berühmte Tinktur durch wiederholtes Legieren (durch Fusion) und durch Separieren (mit Hilfe von Aquafort, Salpetersäure, zum Beispiel). Sie wird immer röter, weil sie vom Schwefel des Kupfers etwas an sich hat.

    Auch im Magnum Opus sind trockene Arbeitsweisen möglich. Um zu beweisen, dass wir es mit alten alchemistischen Vorgängen zu tun haben und nicht mit modernen Erfindungen, wollen wir noch einmal nach einem Beispiel Ausschau halten. Wir finden es bei Helvetius, der eine sehr bekannte Transmutation vollzog. Auf die Frage, wie man den lapis philosophorum herstellt, erfuhr Helvetius von dem Adepten, der ihn ihm gab, folgendes:




    "Das Menstruum ist ein himmlisches Salz oder von himmlischer Tugend mit einem besonderen Vorteil, durch den die Philosophen den irdischen metallischen Körper auflösen können und nach seiner Auflösung das edle Elixier der Philosopen draus frei machen. Dieser Prozess vollzieht sich von Anfang bis Ende in einem Schmelztiegel auf offenem Feuer. Von Anfang bis Ende benötigt die ganze Arbeit keinswegs viele sondern nur vier Tage, während der man nicht mehr als drei Gulden aufwendet."


    Deshalb wurde diese Arbeit auch als der "kurze Weg" bezeichnet, wenn man auch berücksichtigen muss, dass erst Vorarbeiten nötig sind, die etwas mehr Zeit brauchen.


    In Wirklichkeit gibt es nur einen Merkur, der sich durch verschiedene Träger ausdrückt. Deshalb sind in der Alchemie verschiedene Arbeitsweisen möglich, sofern die Materialien und Vorgänge zur physischen Manifestation der psychischen Archetypen und Kräfte werden.


    L. Kolisko hat in ihrer Untersuchung "Geist in der Materie" die besonderen Kräfte gezeigt, die in gelösten Metallen im Frühjahr auftreten. Wenn man die Spitze eines Stücks Filterpapier in eine Silbernitratlösung taucht, bildet sich beim Hochsteigen der Lösung ein Niederschlag. In diesem Niederschlag findet man im Frühjahr weiche, strahlenförmige Formen, die das Vorhandensein ätherischer Kräfte beweisen. Bei Durchführung des Experiments im Winter, zeigen sich keine besonderen Steigbilder.


    Der Alchemist des trockenen Wegs weiss, wie man diese ätherischen Kräfte sammelt und in einen salzigen Stoff fixiert, dem geheimen Feuer. Wenn das geschieht, entsteht eine grüne Tinktur, die nichts wert ist, wenn man das Verhältnis Venus/Frühjahr/Prana betrachtet. Die grüne Energie des Osiris usw.


    Dass diese Tinktur in der Tat jedoch die Farbe unreifen Astralgoldes und durch derzeitige Chemiekenntnisse nicht erklärbar ist, hat mir die eigene Erfahrung bewiesen. Durch übergenaues Arbeiten kann man sogar die Gewichtszunahme des geheimen Feuers als Folge der Verdichtung des Universalgeistes feststellen.


    Nun zur Frage "was versteht man unter dem philosophischen Merkur ?".


    Canseliet antwortet:




    "Die Seele, das ist jener winzige Teil, den man auf dem trockenen Weg beim Sublimieren aus der Masse erhält. Er wird auch als kleiner Fisch bezeichnet (la remore), der zum Stein wird."


    Dieser "kleine Fisch" ist der Magnet, der, wenn er das astrale Gold anzieht, zum lapis philosophorum wird. Um diesen Magneten zu bereiten, muss man ein Gold der zweiten Art, den "reinsten und vollkommensten Teil der Elemente und aller aus ihnen bestehenden Stoffe" aus einem metallischen Körper ausziehen. Sowohl Metalle als auch Salze sind hier als trockene Menstrua erforderlich, wenn die ausgezogene Seele dann durch das geheime Feuer bewahrt wird.




    Fulcanelli sagte, sein geheimnisvolles "Umwandlungspulver" (sein roter Löwe) bestünde aus Eisensulfid: FeS2. Da sind Kräfte des Mars (Eisen) und der Seele, der Anima (Sulphur), drin. ..


    Alkaheste


    Die Herstellung eines anderen wesentlichen Bestandteiles - nämlich des alchemistischen Merkurs aus dem Pflanzenreich - kann durch die heutige Wissenschaft einfach erklärt werden, da die Alten darunter den Alkohol verstanden. Der Merkur aus dem Mineralreich jedoch ist schwieriger zu verstehen. Aber ich vermute, dass hier die Chemie eine einfache Erklärung finden könnte, wenn sie imstande wäre, die schwer zugänglichen und schwer zu begreifenden alten Texte zu verstehen. Viele Herstellungen dieser sogenannten Alkaheste (Merkure aus dem Mineralreich) sind Pyrolyse-Reaktionen von zweiwertigen Metallazetaten. Aber wir sollten behutsam sein, weil offensichtlich viele Details hier übersehen werden könnten. Viele von diesen Pyrolyse-Reaktionen sind schon chemisch untersucht worden, unabhängig von alchemistischen Texten, aber bei einem oberflächlichen Nachschlagen der chemischen Literatur werden nur Hauptprodukte erwähnt. So ist z.B. schon längst bekannt, dass zweiwertige Metallazetate durch Pyrolyse Azeton geben nach der Reaktionsgleichung:


    M(OOC-CH3)2 ------> CH3-CO-CH3 + MO + CO2


    "M" steht für ein zweiwertiges Metall wie Kalzium (Ca), Magnesium (Mg), Blei (Pb) oder andere. Es ist eine Tatsache, dass man mit einfachem Geruchsinn erfahren kann, das noch andere Produkte geformt werden, zwar in kleinerer Menge, was chemisch auch leicht anzunehmen ist. Bei höherer Temperatur geschehen nämlich thermische Spaltungen oder homolytische Dissoziationen, wodurch die chemisch sehr reaktiven Radikale entstehen, die durch Rekombination-, Ketten-, und Transferreaktionen viele verschiedene Substanzen formen können, beispielsweise:


    CH3-CO-CH3 * CH3 + *CO-CH3

    *CH3 + *CH3 CH3-CH3

    2 * CO-CH3 CH3-CO-CO-CH3

    * CH3 + CH3-CO-CH3 CH4 + *CH2-CO-CH3

    2 * CH2-CO-CH3 CH3-CO-CH2-CH2-CO-CH3 etc.


    Praktische Alchemie im zwanzigsten Jahrhundert (Frater Albertus)


    ..... dass im Antimon alle Farben zu finden sind; was hiermit eine Bestätigung findet. Aus dem verschiedenfarbigen Glas wird der alchemistische Schwefel oder das Oel gewonnen. Ebenso konnte der von Paracelsus und anderen Alchemisten bezeichnete Gummi, auch grüner Löwe genannt, freigelegt werden, der wortgetreu eine klebrige gummiartige Masse bildet; eine weitere Rechtfertigung der mittelalterlichen Wissenschaftler. Ebenso gelang es, aus diesem grünen Gummi das rote Oel zu gewinnen, von den Alchemisten Drachenblut genannt. Diese von uns freigelegten Substanzen entsprechen völlig den Beschreibungen eines Paracelsus und Valentinus und anderer Alchemisten.

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    Der philosophische Merkur kann nur aus Metallen gewonnen werden. Es zeigt sich hier schon wieder einer der wichtigsten Unterschiede, die gemacht werden müssen. Vielen war und ist bis heute noch der Unterschied zwischen einem mineralischen und metallischen Extraktionsmenstruum nicht bekannt. In fast allen Fällen werden beide unter derr Bezeichnung Alkahest gebraucht. Es ist aber ein grosser Unterschied zwischen dem Alkahest und dem philosophischen Merkur, der nur den eingeweihten Alchemisten bekannt ist.


    Der philosophische Merkur kann nur aus dem Erz eines Metalles gewonnen werden und niemals aus der toten Substanz. Der philosophische Merkur ist dem Alkahest, der aus pflanzlich-mineralischer Substanz gewonnen wird, nicht gleichzustellen. Beide, der philosophische Merkur und der pflanzlich-mineralische Alkahest vermögen mineralische und metallische Substanzen aufzuschliessen. Bis zu diesem Punkt sind sie gleichbedeutend, aber dann beginnt derr grosse Unterschied, so wie sich der Feuerstein des Basilius Valentinus, der aus Antimon (Mineral) hergestellt wird, vom Stein der Weisen unterscheidet, der in den metallischen Erzen seinen Ursprung hat.


    Im hermetisch verschlossenen Gefäss sondert sich der philosophische Merkur mit dem alchemistischen Schwefel ab und kann bei gelinder Wärme in Form einer Feuchtigkeit gesammelt werden, die wieder der Reinigung durch weitere Destillationen unterzogen wird.


    Wer diesen Merkur hat, findet in den alchemistischen Büchern die beschriebenen Vorgänge, wie der Stein der Weisen herzustellen ist.


    Dass aus Metallen die drei alchemistischen Hauptsubstanzen, Sulphur, Salz und Merkur, herzustellen sind, ist eine in der Gegenwart bewiesene Tatsache.

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    , den bezweifelt, war im Recht, wenn er sagt:




    "Der Urstoff, die prima materia, wird zur Verhüllung des Geheimnisses mit den verschiedensten Namen benannt. Die Adepten haben teils in Metallen, teils in metallischen Salzen und Erzen gearbeitet. Der Leo viridis heisst so, weil seine Auflösung grün ist. Er wird zur Reinigung vorher in Schwefelsäure aufgelöst und gibt bei der Auflösung safrangelbe Krystalle. Der vorbereitete Urstoff wird dann zur Röte calciniert, wodurch die Säure entfernt wird, worauf er mit destilliertem Essig aufgelöst und zum Gummi eingedickt wird, dessen Destillation den Spiritus philosophici ergibt ...."


    Der Alchemist von den Rocky Mountains

    (Frater Albertus)


    "Sehen Sie diese Flasche?" Der Alchemist hob eine klare Literflasche hoch, so dass alle sie sehen konnten. Deren Inhalt präsentierte sich im Gegenlicht in einem leuchtenden Burgunderrot. "Es ist die Essenz des Antimons",......


    Er griff nach einer voluminösen Flasche und hielt sie gegen das Licht, das durch das Fenster fiel.


    "Dies ist grün und nicht rot, wie Sie sehen können. Es ist der grüne Löwe, wie ihn die alten Alchemisten nannten. Aus ihm wird ein Gummi gemacht, indem man einen grossen Teil der Feuchtigkeit entfern. Dieser klebrige Gummi ergibt dann den begehrten alchemistischen Merkur oder Alkahest."


    "Nun sehen Sie hier herüber! Hier ist diese Flasche mit der klaren Flüssigkeit. Dies ist der Merkur. Es gibt viele Alkaheste, aber nur einen Mercurius philosophorum. Lassen Sie mich dies Ihnen zeigen!"


    Er nahm eine Porzellanschale und goss etwas von der klaren Flüssigkeit hinein. Dann griff er nach einer Schachtel Streichhölzer. "Treten Sie zurück und sehen Sie, was geschieht!" Mit dieser Anweisung strich er ein Zündholz an und brachte es an die kleine Menge Flüssigkeit, die er in die Schale gegossen hatte. Sobald es der Schale nahegekommen war, flammte die Flüssigkeit auf und brannte mit leuchtender Flamme.




    "Dies ist kein Alkohol, noch wurde irgendeine brennbare Flüssigkeit der Substanz hinzugefügt, aus der der Mercurius philosophorum extrahiert wurde", erklärte der Alchemist. "Die Substanz enthielt dieses "Wasser" als ein brennbares Gas, welches zu einer goldfarbenen Flüssigkeit kondensiert wurde. Durch sanfte Wärme und ohne Feuchtigkeit - im sogenannten trocknen Prozess - wurde sie hergestellt."


    "...... Diesen Alkahest können Sie aus jedem Metall gewinnen, solange es sich noch in seinem natürlichen Zustand befindet. Nehmen wir dieses Stück gewöhnliches Eisen hier", und er ergriff ein Stück viereckiges Eisen wie man es für Eisenbahnschienen verwendet. "Dies ist nicht geeignet. Es enthält kein Leben mehr. Es ist tot. Der Merkur fehlt ihm. Dagegen dies hier", und zog eine gefüllte Schale herbei, "dies hier ist Eisensand von einem Strand in Neuseeland. Ich brachte ihn mit von einem Strand der nördlichen Insel, nördich von New Plymouth."


    "Aber es sieht nicht wie rohes Eisen aus. Es ist nicht rostig-braun. Es ist schwarz",...... "Ja, das ist ganz richtig", ...... "..... Es wurde nur mit reinem Wasser gewaschen, um das Seesalz und irgendwelche Reste organischer Substanzen zu entfernen. Aber das ist auch alles. Daraus nun kann dieser besondere Mercurius philosophorum ausgezogen werden, und zwar ohne irgendein Lösungsmittel oder Menstruum, wie es die Alten nannten. Ein jedes Metall wird ihn unter den gleichen Bedingungen hergeben, nachdem es zu einem fixen Salz reduziert wurde......"


    "..... Es scheint mir, dass da noch viel fehlt von dem Weg, der vom rohen Erz zu der goldenen Flüssigkeit führt, die aus einem Gas kondensiert wurde....."


    "..... dass dieses goldene Wasser in eine klare Flüssigkeit und in eine goldfarbene zu trennen sei"......

    "In der Tat", stimmte der Alchemist zu. "Wir brauchen den Merkur und den Sulphur getrennt und gereinigt. ....."

    "Die eine Flasche enthält den klaren Merkur und die andere Flasche in meiner rechten Hand den goldfarbenen Sulphur der Alchemisten. Dies zwei benötigen Sie neben Ihrem kalzinierten Salz, das bereit sein muss, beide aufzunehmen....."


    Löwe und Phönix (Daniel Hornfisher) (Löwe und Phönix)


    S. 48 / Der spagyrische Aufschluß


    (...) So wird die Ausgangsmaterie für den Stein der Weisen in manchen allegorischen Darstellungen als geschlossenes Buch dargestellt. Nachdem sie die ersten Manipulationen durchgemacht hat, wird sie als offenes Buch abgebildet - eine deutliche Anspielung auf den erfolgten spagyrischen Aufschluß.




    S. 128 / Zum Lesen alter Texte


    (...) Manchmal werden in ein und demselben Text völlig unterschiedliche Substanzen mit ein und denselben Namen belegt. Das gilt besonders für die in der alchemistischen Literatur überaus häufig auftauchenden Gegensatzpaare wie "Mann / Frau" oder "König / Königin", die auf verschiedene Stufen der Arbeit gänzlich andersartige Stoffe anzeigen können. Das Wort "Sulphur" kann zum Beispiel eine ölige, rötliche Substanz bezeichnen, die aus dem Merkur der Metalle gezogen wird. (...)


    (...) Gern wird mit Halbwahrheiten gearbeitet, oder es werden Wendungen gebraucht, die man nur nachvollziehen kann, wenn man um mehrere Ecken denkt. Der berühmte "grüne Löwe", der in alchemistischen Schriften immer wieder auftaucht, muß zum Beispiel nicht zwangsläufig eine Substanz von grüner Farbe sein. Es kann sich auch um einen bräunlichen Stoff handeln, dem man aus verschiedenen Gründen die Fähigkeit zuspricht, sich zu vermehren, also eine "wachsende, grünende Kraft" zu besitzen.




    S. 133 / Das Reich der Mineralien und Metalle


    (...) Die Erlangung des metallischen Merkurs, über den später noch einiges gesagt werden muß, gehört zu den wichtigsten Aufgaben der hohen Alchemie. Basilius Valentinus schreibt darüber: "Wenn aber dieser Geist des Merkurs gefangen und liebhaftig gemacht werden kann, so wird er zu einem klaren und reinen durchscheinenden Wasser, welches das wahre geistige Wasser und die erste Merkurial-Wurzel der Mineralien ist.


    (...) Die verschiedenen Formen des Sulphurs stellen sich nach ihrer Scheidung vom metallischen Körper folgendermaßen dar:


    Der Schwefel des Eisens ist von schmutzig bräunlicher Farbe. Der des Kupfers erscheint in einem tiefen goldenen Rot, das dem des Sulphurs des Goldes sehr ähnelt. Oft strömt er einen eigenartigen Wohlgeruch aus. Silber, Blei und Zinn ergeben zumeist einen hellen Schwefel von verschiedenartiger Reinheit und Ausprägung. Den Sulphur des Quecksilbers vermochte der Verfasser bislang noch nicht in reiner Form darzustellen.




    S. 141 / Der Tartarus


    (...)"Der Tartarus aber ist ein Feuer ohne Luft und Flamme, fix und rein. Darum kann niemand die Elemente vom Tartarus scheiden, weil er ein verklärter Körper ist. Kein Ding kann den Tartarus zerstören, noch kann das Feuer ihn verbrennen. Weinstein ist das fixe Feuer, von dem wir zum öfteren in unseren Büchern schreiben. Wenn schon das Feuer Macht hat, die verdorbenen Elemente zu reinigen und alles Unreine zu verbrennen, zu verzehren und alle Elemente fix zu machen, was wird wohl dieser alles vermögen, wenn er zu den unreinen Elementen kommt, da er doch ein Feuer über das Feuer ist ? Fürwahr, ich sage dir, daß der Tartarus Macht hat, alle verbrennlichen Dinge fix zu machen, wenn er nur recht bereitet wurde ! In ihm stecken alle verborgenen Dinge, welche zu beschreiben viel zu lang fallen würde. Man kann ohne den Tartarus kein perfektes Werk in der Kunst vollbringen (...), denn wäre der Tartarus nicht, so wäre die Kunst unwahr. So ist der Weinstein der Meister der Alchemie, den die Weisen ihr fixes Feuer nennen, das alles verbrennt, was nicht fix ist." (Die Hand der Philolsophen, in: Hollandus, S. 79 ff.)

    ...In diesen Worten, die sich übrigens sehr vielschichtig auslegen lassen, zeigt sich so deutlich wie selten, wie der Alchemist die Materie sieht.

    ... Die Fähigkeit, dieses Sal tartari flüchtig zu machen, ist eine der grundlegenden Voraussetzungen für die hohe Alchemie.




    S. 156 / Mars der feurige Streiter


    (...) Eisenvitriol, Mineral Melanterit

    Es wurde in der Alchemie einst häufig gebraucht. Der damals begehrteste Vitriol stammte aus Rom und Zypern. Hollandus nennt ihn "den Stein, den uns Gott umsonst gibt", und Kunckel von Löwenstern war sich völlig sicher, daß er der Ausgangsstoff für das Große Werk sei. Damit irrte er jedoch, den der Vitriol der Weisen wird aus einem anderen Mineral gewonnen, aus dem dunklen Chaos der Metalle, dem verborgenen Schlupfwinkel des goldenen Samens.

    Dennoch ist das Eisensulfat von größter Wichtigkeit für die hohe Alchemie, wird es doch für das "geheime Salzfeuer" benötigt, jenes unerläßliche Lösungsmittel für das Große Werk.




    Von der Süsse des Vitriols


    S. 168 (...) Auf das Salz wird nun Äther (Diäthyläther) gegeben. Diese überaus flüchtige Flüssigkeit gehörte einst zu jenen Lösungsmitteln, welche die alten Meister für ihre hohen Auflösungen verwendeten und streng geheim hielten ...


    170 (...) Zum Abschluß wird nun eine Möglichkeit geschildert, wie Sulphur und Merkur aus Eisenerz abgetrennt werden können. Diesmal wird nicht von Magnetit ausgegangen, sondern von Pyrit, einem Erz, das eine Verbindung von Eisen und Schwefel darstellt. Die folgende Anweisung stammt von Fulcanelli, und sie ist so klar, daß sie keiner weiteren Erläuterung bedarf: "In der spagyrischen Behandlung des Eisens ist es die energische Reaktion von Säuren, um den Zusammenhalt seiner Prinzipien zu überwinden. Man benutzt sie, weil sie für das Metall eine gleiche Affinität besitzen. Gewöhnlich geht man von Pyrit aus. Es genügt, es feinstmöglich zu zerreiben und dieses Pulver ein einziges Mal unter kräftigem Umrühren am Feuer zum Glühen zu bringen. Ist es wieder abgekühlt, führt man es in eine breite Retorte ein, füllt mit dem Vierfachen seines Gewichts an Königswasser auf und bringt die Lösung zum Sieden. Nach Ablauf von ein oder zwei Stunden läßt man es ruhen, gießt die Flüssigkeit ab und gibt auf den Rückstand abermals eine gleiche Menge firschen Königswasser, das man wie zuvor sieden läßt. Man muß das Sieden und Dekantieren so lange fortsetzen, bis der Pyrit am Boden des Gefäßes weiß erscheint. Man gießt dann alle Extrakte zusammen, filtriert sie durch Glaswolle und konzentriert sie durch langsame Destillation. Wenn nur noch ein Drittel des ursprünglichen Volumens übriggeblieben ist, öffnet man den Rohransatz und gießt sukzessive eine geringe Menge 66-prozentige Schwefelsäure hinzu. (Zu 500 gr. Pyrit nimmt man 60 gr. Schwefelsäure.)

    Man destilliert dann bis zur Trockenheit, und nachdem man das Empfangsgefäß gewechselt hat, steigert man nach und nach die Temperatur. Man wird sehen, wie ölige, blutrote Tropfen aufdestillieren. Sie repräsentieren die schweflige Färbung. Dann wird ein schönes weißes Sublimat aufsteigen, da sich an der Wölbung und dem Hals des Kolbens festsetzt und das Aussehen eines kristallinen Flaums besitzt. Dieses Sublimat ist ein echtes merkuriales Salz, von einigen Alchemisten "Vitriol-Quecksilber" genannt. Man kann es durch Eisenfeilspäne (...) oder ungelöschten Kalk mühelos zu flüssigem Quecksilber reduzieren. Man kann sich übrigens sofort vergewissern, daß dieses Sublimat das spezifische Quecksilber des Eisens enthält, wenn man die Kristalle auf einem Kupferblatt verreibt: Das Amalgam entsteht alsbald, und das Metall erscheint versilbert.


    Es ist sehr vorteilhaft, daß dieses Metall seine Grundbestandteile, den Sulphur und Merkur in einem Arbeitsgang extrahieren läßt. Die große, die enorme Schwierigkeit besteht in der Wiedervereinigung dieser Elemente, die sich trotz vorhergehender Reinigung energisch weigern, sich zu verbinden, um einen neuen Stoff zu bilden." (Fulcanelli, o.J. S. 98 ff.) Diese Schwierigkeit ist allerdings überbrückbar, wenn man das hochgereinigte Eisensalz als Mittler zwischen beiden Stoffen nimmt.




    175 / Antimon


    Wenn in alten Texten von Antimon die Rede ist, ist stets das Erz gemeint und nicht das reine Metall. Letzteres nannten die Meister der Vergangenheit Regulus Antimonii. Das Erz, Antimonit oder Stibnit, ist eine Verbindung von Antimon und Schwefel. Es war auch unter dem Namen Grauspießglanzerz bekannt, denn es bildet lange nadelförmige Spitzen aus. Es trägt viel Sulphur, weniger Merkur und nur eine geringe Menge Sal in sich.

    Das reine Metall hat eine silbrig glänzende Farbe. Wenn man es auf besondere Weise erhitzt und wieder abkühlen läßt, bildet es Formen aus, die an Eisblumen gemahnen und die man als den "Signatstern" bezeichnete. Ihm wurde im Zusammenhang mit dem Großen Werk viel Bedeutung beigemessen. Der Stern, der die Morgenröte der Geburt des Sonnensohnes ankündigt, verbirgt sich jedoch hinter einer anderen Wolkenwand. Ebenso ist das "Antimon der Weisen" nicht das gewöhnliche Antimon, denn die Alten nannten "ihr Blei" oft auch "ihr Antimon".




    S. 182 / Saturn, der dunkle Urgrund der Metalle


    (...) Es gibt in der Alchemie noch ein anderes, geheimes Blei, das so genannt wird, weil es gewisse Ähnlichkeiten zum tatsächlichen Blei aufweist. In seinem Herzen ruht das Gold der Weisen. So unansehnlich es von außen auch sein mag, trägt es doch ein Kleinod in sich, das größer ist als alle Schätze der Welt. Es ist die materia secunda, die "entfernte Materie" des Steins der Weisen. Auch die sogenannte prima materia, die "nähere Materie" des Steins, wird zuweilen als Blei bezeichnet, weil dieses zähe Gummi viele saturnische Merkmale trägt.




    S. 188 / Quinta Essentia des Bleyes, das allgemeine Solvens


    (...) Aus dem "Blei der Weisen" kann man übrigens auf ähnlichem Wege ein noch wesentlich kräftigeres Produkt gewinnen.




    S. 244 / Lebenselixiere aus dem Mineralreich


    (...) Um ein wirklich vollkommen souveränes Endprodukt zu erhalten, müßte man anstelle der angegebenen Essigsäure und des Alkohol den Weingeist und den Essig der Adepten zur Ausziehung der Tinkturen werwenden.




    S. 256 / Das Große Werk


    (...) Das Große Werk kann nur im Reich der Mineralien und Metalle durchgeführt werden. "In den Höhlen der Metalle ist verborgen derjenige, der da ist der ehrwürdige Stein, von hellglänzender Farbe, ein erhöhter Geist und ein offenstehendes Meer", heißt es bei Sendivogius.


    (...) Fulcanelli skizziert den trockenen Weg mit wenigen Worten: "In diesem muß das himmlische Salz, welches der Merkur der Weisen ist, zusammen mit einem irdischen metallischen Körper vier Tage lang in einem Tiegel über dem bloßen Feuer gekocht werden."


    Aus Angst vor zu großer Deutlichkeit verschweigt Fulcanelli jedoch eine ganze Menge. Über den metallischen Merkur, den er hier anspricht, wird weiter unten noch einiges gesagt werden. Den trockenen Weg betreffend sei noch folgendes angemerkt: Der Künstler, der ihn beschreiten will, muß mit Hilfe des sogenannten "geheimen Feuers" in der Lage sein, ein Metall in Salz zu überführen. Wenn dieses Salz getrocknet wurde, wird es kalziniert. Dabei schwillt der "Metallkalk" auf und wird porös und schwammig, ähnlich dem Weinsteinsalz bei der Vorbereitung zu seiner Flüchtigmachung. Dies ist ein Zeichen dafür, daß der Kalk sich geöffnet hat. Man vermischt ihn nun mit einem passenden trockenen Menstruum und erhitzt ihn anschließend. Dabei wird das Lösungsmittel die "Seele" des Metalls an sich ziehen. Der zurückgebliebene Metallkalk wird noch einmal kalziniert, bis er einer feinen Asche gleicht, denn ohne Asche ist es unmöglich, ein Salz zu bereiten, was auch Basilius Valentinus in seinem vierten Schlüssel betont. Den Verbrennungsrückstand löst man hinterher auf und dampft ihn ein, bis man das wahre Metallsalz hat. Es wird dann mit der "Seele" des Metalls vermischt, wozu es eines Mittlers bedarf, und anschließend einige Wochen lang in einem Kolben dem Feuer ausgesetzt, bis der Stein zu seiner Reife gekocht ist.


    (...) Der nasse Weg teilt sich, wie der trockene auch, in zwei Abschnitte: die sogenannte "Vorarbeit" und die "Nacharbeit". Beide weisen gewisse Ähnlichkeiten auf. Stets geht es um das korrekte Arbeiten mit bestimmten Salzen und um die Gewinnung der geheimen Lösungsmittel der Weisen.


    (...) In den zwölf Schlüsseln des Basilius Valentinus wird diese erste Arbeit unter anderem im zweiten, fünften und achten Schlüssel besprochen.


    (...) Die Vorarbeit besteht hier (wie auch auf dem trockenen Weg) darin, das "geheime Feuer" zu bereiten. Mit seiner Hilfe wird dann ein gewisses Mineral, welches die Alten "die entfernte Materie" oder "Materia remota" nannten, aufgeschlossen und in sein erstes Wesen zurückgeführt. Aus dem Wissen um dieses Erz haben die Weisen stets ein großes Geheimniss gemacht. Es wird symbolisiert durch das geschlossene Buch, das in der Parabel des Bernhard Trevesianus in den Springbrunnen fällt. Wenn das Buch geöffnet ist, fließen zwei Wasser daraus hervor, weiß und rot. Sie sind der rote und weiße Wein der Philosophen, aus denen der Weingeist und der geheime Essig destilliert werden, ohne die auf dem nassen Weg nichts erreicht werden kann.


    Den klassischen Meistern war so sehr daran gelegen, die entfernte Materie zu verschleiern, daß sie sie in manchen Texten sogar unter ihrem wahren Namen aufgeführt haben, allerdings immer nur in Aufzählungen jener Substanzen, die sie dem Leser anraten, nicht in seiner Arbeit zu benutzen. Bei dieser Materie handelt es sich um ein Erz, das zwischen den Mineralien und Metallen steht und in keine bestimmte Richtung spezifiziert wurde. Aus diesem Grund betonen alle hermetischen Schriften, daß die Kunst der Alchemie dort beginnen muß, wo die Natur einst aufgehört hat. Wenn der Künstler es vermag, diese Substanz aller metallischen Eigenschaften zu entkleiden, ohne daß ihre lebendige, wachsende Kraft dabei verlorengeht, erscheint sie in Form eines zähen Pechs. Sie ist dann zur ersten Materie der Metalle, zu der berühmten "Materia Prima" geworden.


    Nachdem sie derart von allen Kennzeichen des metallischen Lebens befreit wurde, kann der Hermetiker die chaotische und verworrene Substanz in die von ihm gewünschte Richtung spezifizieren. Dazu muß er ihre Bestandteile voneinander trennen, sie reinigen und wiedervereinen und dann den Samen des Goldes in sie einpflanzen. Damit beginnt die Nacharbeit.

    In der Aurea Catena heißt es über die entfernte Materie: "Daß aber viele Schriftsteller das Antimon die Wurzel oder erste Materie des Metalls nennen, haben sie zum Teil gar nicht unrecht gemeint, sofern sie unter dem Antimon die Markasite ((=Halbmetalle, manchmal wird der Begriff auch allgemein für verschiedene schwefelhaltige Metallerze wie Pyrit verwendet)) oder die markasitische Art verstanden haben. Sonst ist aber das Antimon ein Markasit, welcher aus Mangel einer weiteren Reifung stecken geblieben ist." (Kirchweger 1781, S. 289)


    (...) "Die Metallerze sind unsere erste Materie oder der Samen, in dem der Keim enthalten ist. Der Schlüssel zu dieser Kunst besteht in einer rechten Auflösung der Erze in ein Wasser, welches die Philosophen "ihren Merkur" oder "Wasser des Lebens" nennen und in eine irdische ((=dickflüssige)) Substanz, welcher sie den Namen "Sulphur" gaben.


    Hier wird abermals der philosophische Merkur angesprochen, der viele Jahrhunderte lang für so viel Verwirrung gesorgt hat. Besonders perfide ist die Tatsache, daß im Verlauf des Werkes mehrere Substanzen auftauchen, die von den alchemistischen Schriftstellern mit diesem Namen belegt wurden. Die eine ist eine extrem leicht verdunstende Flüssigkeit. Sie ist das himmlische Wasser, welches die Hände nicht netzt und in dem der König neu gebohren wird. In ihr verbirgt sich der geheime Sulphur, das Gold der Weisen, welches der Schlüssel zur Tötung und Beständigmachung dieses Wassers ist.

    Der andere Merkur erscheint in Form eines Salzes, das einen durchdringenden Geschmack auf der Zunge hinterläßt. Auch dieser Stoff wird zuweilen als "Wasser, welches die Hände nicht netzt" bezeichnet. "Der unsrige (Merkur) enthält in seinem Innersten sowohl ein weißes als auch ein rotes Salz und ist im Grund nichts als Salz, weil er aus einer salzigen Quelle entspringt", heißt es deswegen auch sehr vieldeutig bei Theodor Mundan (17. Jahrh.).


    Daneben gibt es noch einen "doppelten Merkur", der sich aus zwei Substanzen zusammensetzt, die im Verlauf der Arbeit entstehen und die vereint werden müssen. Eine davon ist flüssig, die andere ist ein Salz, das durch einen besonderen Kunstgriff ebenfalls aufgelöst werden muß. Selbst das "geheime Feuer" wird wegen seiner auflösenden und hermaphroditischen Eigenschaften zuweilen als Merkur bezeichnet, um die Unkundigen zu verwirren. Es ist also auch hier unbedingt notwendig, sich beim Studium der Texte zu fragen, welcher Merkur gerade gemeint sein könnte. Manchmal läßt sich das an den Eigenschaften der jeweils beschriebenen Substanz ablesen, manchmal an dem Gesamtzusammenhang, in dem sie erwähnt wird. Bisweilen ist jedoch selbst der erfahrene Leser kaum in der Lage zu entscheiden, von welchem Merkur gerade die Rede ist.


    Um den Schleier, hinter welchem sich der flüssige Merkur verbirgt, etwas zu lüften, sollen hier zwei Zitate zu diesem Thema aufgeführt werden:


    "(...) Nimm unseren Salpeter der Weisheit oder den Vitriol der Weisen, welcher schwerer ist wie Blei, aber geschmacklos und ohne Schärfe, und extrahiere das zentrale Salz daraus. Mache daraus ein trübes, schleimiges Wasser, reinige es durch einen philosphischen Handgriff, daß es schön durchsichtig werde. Dann extrahiere seine eigene sulphurische Seele, doch hüte dich, denn sie ist das schlimmste Gift ! Rektifiziere es von seinen Feces, so ist der Geist des Merkurs fertig, und der Schlüssel des Basilius Valentinus ist erlangt, nämlich ein durchsichtiges, kristallines Wasser, bleischwer und von gelber Farbe. In diesem Geist des Merkurs werden alle Metalle wie Eis in Wasser schmelzen.




    (...) Verschiedentlich wird behauptet, daß man den Merkur aus allen Metallen herausziehen kann, was durchaus korrekt sein mag. In ausreichender Menge wird man ihn jedoch nur aus der wahen entfernten Materie gewinnen, in welcher er nicht derart fest geronnen ist wie in anderen Erzen. Ihn und seinen Sulphur herzustellen, ist eigentlich nicht allzu schwierig. Die korrekte Reinigung dieser Stoffe wirft allerdings zahlreiche Probleme auf.


    Jenen Merkur, der in Form eines sublimierbaren Salzes erscheint, wird man erst erhalten, nachdem man das oben beschriebene flüchtige Wasser extrahiert hat. Weitere Schlüssel zu der Herstellung dieser beiden Substanzen finden sich in den noch folgenden Texten. Dasselbe gilt für das "geheime Salzfeuer", das ein brennendes Wasser ist und die Mineralien und Metalle öffnet und geistig macht. Dieses Lösungsmittel ist eine Säure, die durch Vereinigung mit einem irdischen Salz geschärft, konzentriert und gleichzeitig versüßt wurde. Sie ist die Venus der Weisen, die Eintrittspforte zum Garten der Hesperiden. Ohne dieses feurige Salz ist auf den hohen Stufen der Alchemie nichts auszurichten. (...)


    (...) Nicht umsonst schreibt der anonyme Herausgeber der gesammelten Werke des Basilius Valentinus in seinem Vorwort zur Ausgabe von 1677: "Auch im Triumphwagen des Antimon hat Basilius Valentinus die ganze Vorarbeit des Steins der Weisen unter den Prozessen des Antimons und des Steins Ignis tiefsinnig und aufrichtig beschrieben, so als wäre das Antimon die wahre Materie der Tinktur . (...)


    (...) Ein Vergleich mit dem weiter unten ebenfalls folgenden Opus Saturni des Hollandus ist bei dieser Arbeit übrigens besonders zu empfehlen.


    (...) Selbst wenn dieser Weg nicht zum Ziel führen sollte, läßt sich viel dabei lernen. Heinrich Batsdorff (= Christoph Reibehand, 17. Jh.) schildert, wie ihn ein Umweg über das Blei zu seinem Endziel geführt hat: "Es ist gewiß, daß der philosophische Schlüssel einzig und allein aus dem Geblüt des Saturn genommen werden muß, welcher von den Philosophen "das Bleibad" genannt wird. Aber es muß aus dem Herzen des philosophischen Blei genommen werden und nicht aus dem gemeinen. Denn die philosophische Anima ist eine völlig andere als das Bleiweiß. Ihr Gummi ist ein anderes als der Bleizucker. Ihre Butter und ihr Öl sind gegen jene, welche aus dem gemeinen Blei stammen, wie der Tag gegen die Nacht zu rechnen. (...) Zu Ehren des gemeinen Saturn muß ich aber bekennen, daß er mich mit Gottes Hilfe zur Erkenntnis seiner lieben Base ((= das philosophische Blei) geführt hat." (Batsdorff 1718, S. 46)




    S. 323 / Das Universalmenstruum


    (...) Es ist ein Schlüssel zur Bereitung des "geheimen Salzfeuers". Wer es zubereitet hat und versteht, wie man es mit dem vereint, was die alten Meister "die hungrige Kröte" nannten, hat eine wichtige Stufe zum Großen Werk erklommen. Wenn man dieses Salzfeuer nämlich anschließend kunstgerecht konzentriert, hält man das "Fechterbad" in Händen, das Basilius Valentinus in seinem Zweiten Schlüssel beschreibt.


    (...) Es soll ein jeder Bruder wissen, daß in (...) diesem Wasser die vier Elemente im Gleichgewicht sind, nämlich Feuer, Wasser, Luft und Erde. Drei aber ebenfalls, nämlich Körper, Geist und Seele, und auch Sal, Sulphur und Merkur, ebenso Alkali, Säure und Flüchtiges. Sie sind auch zwei, nämlich Mann und Weib, Aktives und Passives. Auch Salz und Salpeter, die alles gebären, ernähren und zerstören und wiedergebären sind darin." (Anonym 1785, S.55 ff)


    S. 325 / Versüßte Säure


    (...) Wenn man anstelle einer gewöhnlichen Säure mit dem wahren Salzfeuer und dem mit Kalk zubereiteten Essiggeist verfährt, gewinnt das Gemisch in verdünnter Form einen unvergleichlichen süßen Geschmack. Dies ist dann das von so vielen Spagyrikern vergeblich gesuchte wahre "versüßte Korrosiv".


    Das Werk der Auflösung gehört zu den größten Geheimnissen der Alchemie. Raimundus Lullus faßt seine Wichtigkeit in einem Satz zusammen: "Der ganze Weg der Mineralien besteht in zwei Wassern, deren eines den Stein flüchtig macht, und das andere denselbigen figire und sich mit ihm figire.




    S. 331 / Glossar


    Aqua Fort / Starkes Wasser / Scheidewasser / Spiritus Nitri

    Salpetersäure, ca. 50-prozentig. Man gewann sie früher, indem man Salpeter trocken destillierte. Oft mischte man auch andere Salze wie Alaun oder Vitriol darunter. Für die Bereitung des Salzfeuers ist es unabdingbar, natürlich gewachsenen Salpeter zu verwenden. Das Sal-Peter etymologisch "Salz des Steins" bedeutet und auch als "Salz des Petrus" gelesen werden kann, dem in der christlichen Überlieferung die Schlüssel des Himmelreiches gegeben werden, sollte auf keinen Fall von demjenigen übersehen werden, der die hohen Weihen der königlichen Kunst anstrebt.


    Oleum Salis

    Salzsäure, mindestens 25-prozentig. Man gewann sie früher, indem man Kochzalz bzw. Steinsalz (Natriumchlorid) trocken destillierte. Für die hohe Alchemie ist Salzsäure, wie auch Salpetersäure, nur brauchbar, wenn sie auf diesem Wege hergestellt wurde.


    Sericon

    Gummi oder Antimon der Weisen, die Materia prima.


    Spiritus Vini

    Weingeist, ca. 30 bis 40 Vol. Prozent. In der Bereitung des Großen Werkes gibt es noch einen anderen Weingeist, der einer mineralischen Quelle entstammt und nur wegen gewisser Ähnlichkeiten mit dem gewöhnlichen Alkohol so genannt wird.


    Von wahrer Alchemie (Acharion)


    (...) Diese eigenartige Flüssigkeit, welche alle Metalle radikal, wie die Alchemisten es nennen, auflöst, ist ein außerordentlicher starker Odspeicher, eine flüssige Substanz in höchstem Maße geladen mit dem lebensfeurigen Astralsalz, weshalb sehr oft "unser feuriges Wasser" oder auch "unser wäßriges Feuer genannt wird.


    Obwohl unser Wasser in der Natur nicht rein, brauchbar und unvermischt vorhanden ist, gibt es dennoch genügend Substanzen, die einen hervorragenden, natürlichen Akkumulator des allgemeinen Lebensfluidum darstellen und das flüchtige Prana ohne Unterlaß magnetisch an sich ziehen, ohne dessen universelle Kraft einzuschränken oder zu spezifizieren. Diese Substanzen, fast ausschließlich Salze, sind es, aus denen der Mercurius Philosophorum auf eine von den Alchemisten meist völlig verschwiegene oder in Dunkel gehüllte Art bereitet oder, wie es in der alchemistischen Fachsprache heißt, ausgezogen wird.


    Dieser Ausgangsstoff zur Herstellung der metallischen Wurzelfeuchte, das Humidum Radicale Metallorum, wird ebenfalls verschiedenst bezeichnet. Häufig heißt er: Subjectum (crudum) artis, materia cruda (rohe Materie), materia secunda (zweite Materie), materia propinqua (nahe oder nähere Materie), Mercurius Crudus, einiges oder einziges Ding, Salz der Natur (sal naturae), Salz der Metalle (sal metallorum), Salz der Erde (sal terrae), der Salzmagnet, die ungeflügelte, untere Schlange, Vitriol der Weisen u. a.


    (...) Dasselbe, nämlich die Ausziehung der ersten aus der zweiten Materie, drückt der Verfasser des Nodus Sophicus Enodatus mit den Worten aus: "Durch das graue Kästlein ist von den Weisen des Steines wahres Subjectum, die secunda materia, angedeutet worden: dieses Subject nehmen sie eher in die Hand; dann ziehen sie daraus magnesiam, den Mann und das weiße Weib, jene rothe und weiße Blumen. Wenn diese wieder rein zusammengesetzt, wird sie erst die erste Materia der Metalle genennet. Darum suchen und nehmen wir im Anfang allein die andere Materie, Subjectum crudum lapidis, in und aus welchem sich sodan die erste schon finden läßt."


    (...) Prinzipiell ist hier zu sagen, daß es mehrere solche Substanzen oder Salze gibt, welche als materia secunda lapidis in Frage kommen.


    (...) Das wahrhaft klassische Subjectum artis aber ist der Vitriol der Weisen, der grüne Löwe oder Drache, gezogen aus der philosophischen schwarzen Erde, der schwarzen Magnesia, oder dem Blei der Weisen. Dieser Vitriol ist nicht das Eisen- oder Kupfersulfat (wie auch das Blei kein gemeines Blei oder Antimonium, noch eines ihrer Erze anzeigt), sondern einzig und allein das auf bestimmte Art aus zwei besonderen Spielarten eines spröden Wismuterzes, des Bismutits oder Wismutspats gewonnene Salz grünlicher Farbe. Die Arbeit mit diesem Mineral bietet neben ihrer weitaus bequemeren Handhabung (es genügen wenige Pfund, während man etliche Zentner Erde oder einige hundert Liter Regenwasser bereitstellen muß, um genügend Salz aus diesen Materialien gewinnen zu können) auch den großen Vorteil, den unteren Universalsamen in sich zu bergen, so daß wir ohne das metallische Gold unseren Zweck erreichen können, falls wir es wünschen oder nötig haben sollten.


    (...) Daneben gibt es noch andere, jedoch künstlich bereitete zweite Materien: verschiedene Quecksilbersalze verschiedener Zusammensetzung.


    (...) Wenn auch fast alle in die Geheimnisse der Kunst eingeweihten unser Subject in das undurchsichtige Gewand symbolisch verschlüsselter Andeutungen oder Rätsel hüllten, gab es immerhin einige, die es ein wenig oder sogar ganz davon entblößten. Einzig und allein das Blei der Weisen, der philosophische Saturn (auch Elektrum Immaturum genannt) wurde nie mit seinem profanen Namen bezeichnet.


    (...) Es kommt nicht selten vor, daß das Subject in ein und derselben Schrift gewechselt oder an einer Stelle bejaht, an einer anderen wieder verneint wird.


    (...) Das Wismuterz, er bereits von den Meister-Brüdern des Hermes der alten Ägypter und Hebräer mit Vorliebe verwendete Saturnus Philosophorum, dessen mit größter Zurückhaltung (zum Teil kabbalistisch verschlüsselt) Erwähnung getan wird, ist in alchemistischen Werken nur so beschrieben, daß allein diejenigen, die es bereits kennen, die Richtigkeit ihrer Erkenntnis bestätigt finden.


    (...) "- Vornehmlich aber stecke die Wissenschaft in dem Elektro immature, welches kein Cinnober, sondern eine Minera, worinn in una radice, minera et metalla, potentia et actu zu befinden. Rosinus nennt es Blei-Ertz."

    (...) Ein philosophisches Weidsprüchlein warnt uns: "Doch nimm dir zu Sinn; daß kein gemeines Blei ich bin, sondern viel einer anderen Art, wie dir mein Büchlein offenbart."


    (...) "Es sind zwei Saturni, einer der Metallen, der andere der Weisen, der bin ich ! Lerne diesen Schmutzbart kennen, so fehlst du mein nicht, des einzigen Dinges, das mit vielen Namen getauft ist. Diese alle laß dich nicht anfechten. Ich bin der Erze Wurzel, ein Wesen zum Wachstum, auch der Metallen; nicht gemeiner, sondern unser Vitriol ist der Metallen Mutter. Mein grauer Kittel zeiget, daß meine Wohnung nichts sauberes sey: denn ich und mein Haus sind schwarz." (Gespräch zwischen der Weisen Saturn und einem Chemisten)


    "Alle Heimlichkeiten stecken im Bley, aber nicht im gemeinen Bley; denn du sollst nicht schlecht das gemeine Bley verstehen, auf daß du nicht irrest, sondern unsern brüchigen und schwarzen Silberglett: und wahrhaftig in unserem Bley ist potentia Gold und Silber, und nicht sichtbarlicher Weise. Dieser Spruch ist klar genug." (Großer Bauer)


    (...) Saturnus = Wissmuth


    (...) Unter Wissmuth verstand man aber nicht das heute mit denselben Ausdruck bezeichnete Metall, sondern dessen Erz.

    V.I.T.R.I.O.L.V.M


    Das heißt: Untersuche das Innere der Erde (und zwar unserer, des Bleis der Weisen Erde!) und du wirst, indem du sie rektifizierst (also das Unwesentliche, die Schale, vom Wesentlichen, dem Salz, trennst) den verborgenen Stein (das grüne Salz der Metalle, den Vitriol) finden, die wahrhaftige Medizin.


    (...) Mercurius Universalis, Materia (Prima) Universalis, Materia Remota, Materia Tertia = Die allgemeine Lebenskraft in ihrem feinstofflichen, ätherischen Vehikel (Spiritus Mundi, Astralsalz, Prana, Od).


    Mercurius Crudus, Materia (Prima) Cruda, Materia Propinqua, Materia Secunda = Die allgemeine Lebenskraft mit ihrem feinstofflichen Vehikel an eine ihrer Natur besonders entsprechende grobstoffliche Unterlage konzentrativ verladen (Subiectum artis, Salz der Metalle).


    Ausgangsstoff für die Bereitung des Mercurius Philosophorum, Materia Prima Metallorum, Materia Proxima, Materia Prima = Die allgemeine Lebenskraft mit ihrem feinstofflichem Vehikel in stärkster Konzentration an höchstgereinigte Nähr- und Muttersubstanzen der Metalle gebunden (Wasser der Weisen, philosophisches Feuer, Vas Hermetis).


    (...) Je nach Art des Subiectum Crudum ist die im Prinzip immer gleiche Methode der Gewinnung Unseres Merkurs etwas verschieden. Ausnahmslos geht es darum, aus dem mit den drei quintessenziellen Grundprinzipien des oberen Naturlichts - dem ätherischen Salz, Quecksilber und Schwefel - geladenen Salz-Subjekt ein Präparat zu verfertigen, das es jeder dieser drei Grundkräfte erlaubt, ihre eigentümliche Wirkung in Einklang mit den anderen störungsfrei zu entfalten.


    (...) Die Vorarbeit oder Präparation des Merkurs der Weisen erfolgt zweckmäßig nach folgenden Gesichtspunkten:


    a) Reinigung (Purifikation;

    Die Reinigung besteht einerseits in einer vorbereitenden Behandlung der Materia Cruda, zum Beispiel öfterem Umkristallisieren, je nach Bedarf in Wasser, Essig oder Alkohol, wodurch alle nichtkristallisierenden, praktisch keine odische Ladung besitzenden Substanzen aus dem Salz entfernt werden, andererseits in der Abscheidung derjenigen Stoffe, die nach erfolgter Trennung der flüchtigen und fixen Teile keine Kristallstruktur mehr aufweisen.


    b) Trennung (Separation) der flüchtigen und nichtflüchtigen (fixen) Bestandteile;

    Die Trennung des Flüchtigen vom Fixen, meist in Form trockener Destillation, liefert uns zwei Komponenten und einen fixen Rückstand;


    1. Den flüchtigen Spiritus; Gase und Dämpfe, die sich in einer der Destillationsapparatur angeschlossenen, mit etwas destillirtem Wasser angefüllten Vorlage zum größten Teil lösen;

    2. flüchtiges, also sublimiertes Salz, den weißen Sal volatilis, und

    3. Im verbrannten Rückstand (Caput Mortuum) ein auszulaugendes Salz, den Sal fixus.

    Dieses Resultat zeigt uns die oft recht komplizierte Zusammensetzung unseres Subjekts aus mehreren Salzen oder Salzgruppen.


    (...) Die Kraft des flüchtigen Quecksilbers konzentriert sich in der starksauren, wäßrigen Lösung des Spiritus, die Kraft des flüchtigen Schwefels im Sal volatilis, und die Kraft des bindenden, leibliche Beständigkeit anstrebenden Salzes im Sal fixus.


    c) Wiedervereinigung (Komposition derselben);

    d) Auflösung (Solution);


    Die Auflösung bezieht sich auf die Vereinigung der grobstofflichen Träger unserer Dreikraft in einem wäßrigen Medium mittels längerer Digestion und wiederholten Destillieres. Dabei darf die Auflösung (und damit die Vereinigung der Prinzipien) erst dann als abgeschlossen betrachtet werden, wenn beim Destillieren kein Rückstand mehr im Kolbengefäß verbleibt, also die ganze Substanz restlos übersteigt.


    e) Verstärkung (Exaltation) der odischen Ladung;


    (...) Zirkulieren = wochenlanges Digerieren und oftmaliges Destillieren


    (...) "Schneide der doppelten Schlange (= materia cruda), die in solcher Erde, die große Feuchtigkeit hat, zu finden, erst das Flüchtige, nachher das Fixe aus, reinige beides von Erde und Phlegma, dann vereinige das Fixe im Flüchtigen ganz einig, so hast du die Wurzelfeuchtigkeit zur herrlichen Arzney."


    (...) Mit der Gewinnung Unseres Merkurs, des Schlüssels der Metalle, hat die umfangreiche, sich nicht selten über ein ganzes Jahr erstreckende und mit großen Schwierigkeiten verbundene Vorarbeit ihr gewünschtes Ende gefunden.


    (...) Nun bleibt uns nur noch übrig, die Nacharbeit zu betrachten, die die Bereitung des Sulphur Philosophorum zum Inhalt hat.




    Symbole:




    1. Der alte Saturn / Pater Metallorum / Der hinkende, alte Bauer mit Stelzfuß - das Subiectum Crudum Artis in ungereinigter Form, bedeckt vom Schutz der Elemente seiner es enthaltenden Matrix.

    2. Die schöne Jungfrau in ihren glänzenden Kleidern - das gereinigte Salzsubjekt, die Materia Cruda.

    3. Die Mutter der Metalle - Das Menstruum Universale, der Mercurius Philosophorum, die grobstoffliche Matrix aller Metalle.

    4. Der kranke, unfruchtbare König (der Metalle) - Das metallische Gold.

    5. Das (weiße) Weib und der (rote) Mann - Die beiden, für die Ausführung der Nacharbeit erforderlichen Komponenten der Grundmaterie vor (oder nach) ihrer Vereinigung; das Wasser der Weisen (oder der ihm entsprechende, trockene, weiße Columba Dianae genannte Sublimat) mit seinem weiblichen und das metallische Gold (oder der rote Schwefel, wie er zum Beispiel beim Regenwasser und Wismutprozeß gewonnen wird) mit seinem männlichen Universalsamen.

    6. Die geflügelte Schlange / Der hermetische Vogel - Das Lebensfluidum, der Weltgeist.

    7. Die ungeflügelte (dreiköpfige) Schlange / Der giftige Wurm / Die Kröte / Der grüne Löwe - Das gereinigte (oder ungereinigte) Subiectum crudum.

    8. Der (geflügelte) Drache - Das philosophische Wasser.

    9. Der (gelbe) Löwe - Das metallische Gold.


    Alchymie und Heilkunst (A. v. Bernus)


    (...) Die Aufschließung der Metalle, Halbmetalle (Markasiten) und Mineralien durch das spagyrische Verfahren stellt allerdings viel höhere Anforderungen, und derjenige, der sich hierbei an Paracelsus wendet, ohne vorher an anderen chymisch leichter zugänglichen Meistern sein Verständnis für die Alchymie schon herangeschult haben, wird ohne diesen Schlüssel nie den Zugang zu der Werkstatt und den Vorschriften des Paracelsus finden.


    (...) Nimb Circulatum wolgerainigt, und in dem höchsten wesen: Hier liegt der seltene und geheimnisvolle Schatz vergraben, der erst gehoben werden muß, um sich das Bürgerecht im Territorium der Alchymie, dem Reich des Hermes, zu erwerben.

    Was waren diese Circulata, das Circulatum majus und das Circulatum minor, dieses Temperatum, dieses Aqua solvens des Paracelsus ? Nichts anderes als das Alkahest, das stets gesuchte, tiefverschwiegene, mit soundsoviel Namen aufgeführte und gepriesene große Lösungsmittel, der berühmte und geheime Weingeist des Raimundus Lullus und der Adepten.


    (...) Die hier genannten Werke sind durchaus unzweideutig und enthalten keinerlei bewußte Irreführung, auch wenn sie das hermetische Geheimnis selbstverständlich nur verhüllt und parabolisch aussprechen. Es sind:




    1. Das Geheimnis von dem Salz, geschrieben und herausgegeben von Elias Artista Hermetica;

    2. ABC vom Stein der Weisen (eine Sammlung der wichtigsten alchymistischen Schriften);

    3. Compaß der Weisen

    4. Georg von Welling: Opus Mago-Cabbalisticum et Theosophicum, darinnen der Ursprung, Natur, Eigenschaften und Gebrauch des Salzes, Schwefels und Mercurii in dreyen Theilen beschrieben;

    5. Johann Kunkel von Löwensterns Laboratorium chymicum;

    6. das königliche Rosenkreuzer-Werk: Aurea Catena oder die Goldene Kette des Homer, sowie schließlich das eingangs erwähnte Werk

    7. Geschichte der Alchymie von Karl Christoph Schmieder.


    An die großen hermetischen Meister: Paracelsus, Basilius Valentinus, Isaacus Hollandus heranzutreten, kann dann erst fruchtbar werden, wenn durch Vertiefung in die vorgenannten Schriften der Grund zum Verständnis auch dieser letzteren gelegt ist.


    Wer in dieser Reihenfolge seine alchymistischen Studien betreibt, hat, sofern es seine Seelenlage vorbedingt, die entfernte Aussicht, zu dem endlichen und eigentlichen Ziele zu gelangen, ohne auf allzu weite und abseitige Umwege zu geraten, die schließlich in ein Labyrinth hineinführen, aus dem es ohne den hermetischen Faden der Ariadne kein Heraus mehr gibt. - Hierzu die Titel einiger alchymistischer Schriften:




    1. Filum Ariadnes,

    2. Abyssus Alchymiae,

    3. Fegfeuer der Chymisten,

    4. Coelum reservatum chymicum, aber auch:

    5. Der hermetische Triumph oder der siegende philosophische Stein,

    6. Clavis Sapientiae,

    7. Aula Lucis und schließlich nach errungenem Sieg:

    8. Das Goldene Vließ oder der urälteste verborgene Schatz der Weisen.




    (...) So wurde von den Rosenkreuzern bis zum Ausbruch der Französischen Revolution der Schild und Nimbus der hermetischen Kunst und Weisheit hochgehalten, und in den 1779 erschienen Versammlungsreden der Gold- und Rosenkreutzer sowie in der von der Loge 1781 neu herausgegebenen Aurea Catena gaben sie noch einmal dem nach dem hermetischen Geheimnis Suchenden besinnlicher und greifbarer als je zuvor den Schlüssel des verborgenen Tempels als ein bleibendes Vermächtnis ...


    (...) Von dieser sich bereits verengenden Sicht her schrieb van Helmont: Das erste Stück ist der Alkahest. Wenn ihr diesen nicht erlangen könnt, so lernet wenigstens das Weinsteinsalz flüchtig machen, damit ihr durch dessen Vermitllung eure Auflösungen machen könnt ...


    Es ist ein sehr besinnlicher und hinweislicher Satz für den, der alchymistisch auf der Suche ist, den hier van Helmont ausspricht. Der stets gesuchte und gerühmte Alkahest war ja das große Lösungsmittel der hermetischen Meister, und ohne ihn läßt sich der Stein nicht darstellen. Van Helmont, der war zwar kein Adept war, aber tiefer, als er zugibt, in die Alchymie hineingesehen hatte, weist vom Alkahest (Alkali-est ?) also unmittelbar hin auf das Weinsteinsalz: sal tartari. -

    (...) ... Strophen des Basilius Valentinus, die den alchymistischen Prozeß zum Vorwurf haben, so findet man die Zeilen:




    TARTARUS - WEINSTEIN

    Vegetabilisch thu ich mich nennen,

    Die starken Weine mich wohl kennen,

    Wann mich die andern Salz addirn,

    So thu ich sie zum Schlüssel führn

    Durch meinen Geist, daß sie sich rächen,

    Und all Metallen gar zerbrechen:

    Das führ ich mit mir aus der Erden,

    Daß sie all zu Quecksilber werden.

    Das thut kein Kraut mehr in der Welt,

    Die Natur hat mirs zwar zugestellt:

    Solch Freundschaft und solch große Thaten,

    Der tausend Mensch kans nicht errathen.




    Und wieder liest man bei van Helmont: Das Weinsteinsalz wird ganz und gar flüchtig und steigt in die Höhe, bisweilen flüssig und oft wie ein Sublimat. Dies Salz ist in der Probe bewiesen, wiewohl der Handgriff wenigen bekannt ist.

    Und bei De le Boe Sylvius, der seinerzeit der Ruhm der Universität von Leyden war, gegegnet man an der Stelle: Das fixe Laugensalz (gemeint ist das Sal tartari) kann flüchtig gemacht werden durch Cohobation mit einem flüchtigen Spiritus. Ein solches flüchtiges Laugensalz steigt bei nicht zu starkem Feuer auf und sublimiert sich. Ein solches flüchtiges Laugensalz ist bloß den Künstlern, die Fleiß und Geduld haben, zugestanden, nicht anderen, die lange Arbeit fliehen. Ein solches Salz hat große Kräfte.


    Sal tartari - Kalium cabonicum, K2CO3 - Pottasche - Weinsteinsalz, wird der moderne Chemiker von seinem Standpunkt nicht mit Unrecht zweifelnd sagen: Pottasche soll sublimierbar sein, soll "flüssig" über den Helm getrieben werden können

  2. #2
    MV
    Gast

    Re: Zur Alchemie, Albertus, Bernus, Jesus ;-))


    Hallo,


    meine alchemistischen Studien bringen mich immer mehr zu folgendem Zitat von Meister Jesus, das ich hier sinngemäß wiedergebe:


    "Suchet zuerst im Himmelreich, dann wird euch auf Erden alles von selbst zufallen".


    Viele moderne Alchemisten verirren sich endlos in der Materie und arbeiten schon fast wie Chemiker - dabei ist die Magie (im hermetischen Sinn) ZUERST zu erlernen. Kann man die Kräfte im OBEN erstmal wahrnehmen und handhaben, dann ist das UNTEN (die Labor-Alchemie) ein Kinderspiel.


    Umgekehrt kann Alchemie ein Weg nach oben sein - allerdings aber ein sehr langer Weg mit vielen Verirrungen.


    Frater Albertus war Rosenkreuzer und lernte ZUERST das OBEN. Er war Mitglied beim (ehemaligen) AMORC und unterrichtete dort auch Alchemie. Für Anfänger ist aber das Buch von John Reid (Kursus der Pflanzenalchemie) eher geeignet und man sollte zuallererst auch unbedingt die 7 Bände lesen, die von Bernus empfiehlt und die mit "Dem Geheimnis vom Salz" anfangen - auch wenn man nichts davon versteht - das Unterbewusstsein liest mit ;-))


    Gruß,

    MV

  3. #3
    anjulika
    Gast

    Re: Zur Alchemie, Albertus, Bernus, Jesus ;-))


    hallo mv


    > - auch wenn man nichts davon versteht - das Unterbewusstsein liest mit ;-))


    das ist ein absolut weiser spruch .den sag ich mir auch immer wieder *gg*


    liebe grüsse

    anjulika




  4. #4
    BLABLABLABLA
    Gast

    BLABLABLABKLA


    BLABLABLABLA

  5. #5
    BLABLABLABLAHHHHHHHHHHHHHH
    Gast

    BLAHHHHHHHHHHHHHHHHHHH


    BBBBBBBBBBLLLLLLLLLLLAAAAAAAAAAAAAAAAHHHHHHHHHHHHH HHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHH

  6. #6
    BLAH
    Gast

    SEHR GUT;ENDLICH MAL WAS VERNÜNFTIGES !!!!!!!!!!!!!!!!!


    >...da dieses Thema ja bei Franz Bardon durchaus in den einfachsten Grundzügen behandelt wird, erfreulicherweise auch einmal in praktischer Anwendung, möchte ich um ein paar Meinungen zu folgenden Buchautoren und Buchtiteln bitten:

    >Frater Albertus: Praktisches Handbuch der Alchemie im 20.Jahrhundert

    >Frater Albertus: Alchemie-Wandlung als Prinzip d.Natur

    >Biedermann,Hans: Materia Prima

    >

    >Dr. Werner Christoph:Transformation - das Geheimnis dieser Welt

    >Acharion: Von wahrer Alchemie

    >"Hermetik und Alchemie" Mitarbeiter: Karin Mitarb. u. a. von Figala, Helmut Gebelein, Ralf Liedtke, Manuel Bachmann, Artur R. Boelderl, Horst Friedrich

    >Mantak Chia: Innere Alchemie

    >(siehe u.a. http://www.sein-berlin.de/archiv/2003/jan/tao.html)

    >

    >Desweiteren möchte ich als Diskussionsanreiz gerne einmal auf folgende Seite und ihre Zusammentragungen aus verschiedenen Quellen verweisen:

    >http://www.f-c-a.net/777/alchymic/zusammenhaenge.html

    >

    >------------------------------------------------------------------

    >

    > HTML-Version © 1999 Rebis

    >Alchemistische Zusammenhänge

    >(Extrakte aus verschiedenen Quellen)

    > * Fragen und Antworten (Quinta Essentia)

    > * Der Trockene Weg (Essentia)

    > * Alkaheste (Essentia)

    > * Praktische Alchemie im 20. Jahrhundert (F. Albertus)

    > * Der Alchemist von den Rocky Mountains (F. Albertus)

    > * Löwe und Phönix (Daniel Hornfisher)

    > * Von wahrer Alchemie (Acharion)

    > * Alchymie und Heilkunst (A. v. Bernus)

    > * Der Salamander von Lisieux (A. v. Bernus - Fulcanelli)

    >Fragen und Antworten aus der Zeitschrift Essentia

    >Frage: Wenn Azeton entsteht, indem man Essigsäure über kohlensauren Kalk (Calziumkarbonat) schüttet, das essigsauren Kalk (Calziumacetat) und Azeton ergibt, könnte man da ableiten, daß Azeton ein fixierter oder nicht fixierter Merkur oder Schwefel des Kalziums oder kohlensauren Kalks (Calziumcarbonat) ist ?

    >Antwort: Es ist nicht fixiert, lässt aber ein fixiertes Salz zurück, den essigsauren Kalk(Calziumazetat).

    >Frage: Handelt es sich beim sogenannten Philosophischen Merkur, der häufig aus dem im Handel erhältlichen essigsauren Bleioxyd (Bleiazetat) gewonnen wird, um den wahren lebendigen Philosophischen Merkur ?

    >Antwort: Er kann daraus gewonnen werden, doch erhält man ihn gewöhnlich zuerst nicht.

    >Frage: Wenn man den Azeton der Weisen benutzt, um Öl aus dem Oxyd eines Metalles zu gewinnen, aber keine Kohle (Kohlenstoff) zur Verfügung steht, wie kann man dann ein Öl ausziehen ?

    >Antwort: In Wirklichkeit ist das Metall der Katalysator, der das Azeton in ein Öl verwandelt. Geradeso wie Blei oder Quecksilber durch die katalytische Wirksamkeit eines transmutierenden Pulvers verwandelt werden.

    >Frage: Zu welchem Zeitpunkt im Mondkreislauf soll ich mein Salz den Himmelseinflüssen aussetzen, um die "Milch der Jungfrau" zu erhalten? Welche Wetterbedingungen geben die besten Resultate?

    >Antwort: Der Mond kann in der zunehmenden oder der abnehmenden Periode sein. "kardinal", "veränderlich" und "fixiert" stellen auch Zyklen dar. Einige bevorzugen die abnehmende Phase für eine Extraktion und für die Destillation die zunehmende Phase des Mondes. Die Jahreszeiten sind viel wichtiger, als die vorherrschenden Wetterbedingungen. Ein Unternehmen Ihrer Art braucht sorgfältige Planung.

    >Frage: Wenn man mit dem Sublimat von Sulphur arbeitet, um das Oel zu erhalten, wird Äther für die Extraktion gebraucht. Die Resultate waren klare Halbkristalle: Ist dies das Oel? Gibt es eine bessere Methode, das Oel in brauchbaren Quantitäten zu erhalten ?

    >Antwort: Versuchen Sie den Rauch von brennendem Sulphur einzufangen und ihn zu einer Essenz zu kondensieren.

    >Frage: Kann irgendeine Trocknungs-Substanz zur Entwässerung von Alkohol gebraucht werden oder muß es ausschließlich kalzinierter Weinstein sein ?

    >Antwort: Fast jede wasserabsorbierende Substanz, welche nicht alkohollöslich ist, kann benützt werden.

    >Frage: Wenn Weingeist nicht fixiert ist und Weinessig fixiert, wie sind Äther und Azeton ?

    >Antwort: Sie sind nicht fixiert.

    >Frage: Ist Azeton der wahre Essig der Weisen ?

    >Antwort: Nein.

    >Frage: Welches ist das wirkungsvollste Menstruum: Ammoniaksalz auf Alkohol "KM" oder Alkohol, den man über flüssigen Weinstein giesst ? ("KM" = Kerkring Menstruum)

    >Antwort: Beide können sehr wirkungsvoll sein, auf die eine oder andere Weise. Es kommt nur darauf an, an welcher Grundsubstanz das Menstruum arbeitet.

    >Frage: Basilius Valentinus berichtet in seinem "Triumphwagen des Antimons" Seite 270: "Sublimiere Antimon mit dem Salz des Ammoniak ? Im deutschen Originaltext heißt es "mit Armenischem Salz", bezugnehmend auf den Balkanstaat Armenien.

    >Antwort: In diesem Falle ist es Ammoniaksalz. Entweder ist kohlensaures Ammonium oder Chlorid unter diesem Begriff zu verstehen.

    >Frage: Die alten Alchemisten liessen einige ihrer Substanzen sich im Keller auflösen. Warum lösten sie sie nich einfach in Wasser auf ? Wird dabei etwas aus der Luft entnommen, das im Wasser nicht gefunden wird ?

    >Antwort: Ja. Das Wasser ist mit der Erde in Berührung gekommen, wurde wieder verwendet und hat einen Teil seiner positiven Ladung abgegeben. Wenn es direkt durch die Substanz absorbiert wird, erhöht die positive Ladung deren Qualität.

    >Frage: Was meint Basilius, wenn er vom wahren und echten philosophischen Essig und seinen Salzen spricht ? Wie können sie hergestellt werden ?

    >Antwort: Er bezieht sich auf das Antimon. Der Essig wird von ihm ausführlich im "Triumphwagen des Antimons" beschrieben. In Parachemy, Herbst 1979, Vol. VII, Nr. 4 wird das Salz erklärt.

    >Frage: Im echten Aurum potabile ist das Gold gänzlich gelöst. Wenn das Menstruum, in welchem es gelöst war, abdestilliert wird, bleibt nur das Öl des Goldes zurück und kein metallisches Gold, wie im Fall einer gewöhnlichen Goldlösung. Aus diesem Grunde ist das echte trinkbare Gold nicht giftig, wenn es eingenommen wird. Ist diese Annahme richtig ?

    >Antwort: Sowohl das Öl wie die Tinktur aus Gold ist trinkbar. Beide werden aus dem gelösten Gold destilliert. Das gelöste metallische Gold an und für sich wird lediglich als Ferment verwendet.

    >Frage: Ist es möglich, aus Goldamalgam den alchemistischen Schwefel herauszuziehen ?

    >Antwort: Ein Amalgam ist nicht reines Gold. Deshalb kann der alchemistische Schwefel auch aus den im Amalgam verwendeten Subsanzen herausgezogen werden.

    >Frage: Kann das Salz des Weinsteins, durch richtige Behandlung, die im Geist des Weines gefundene Energie absorbieren und speichern ?

    >Antwort: Nicht nur die Energie aus dem Geist des Weines, sondern auch die aus der Luft.

    >Frage: Kann diese vom Salz des Weinsteins aufgenommene Energie zur Verstärkung der Energie von Pflanzentinkturen verwendet werden ? Und wenn ja, wie ?

    >Antwort: Durch Eintauchen der Pflanze in verflüssigtes Weinsteinsalz (Kaliumcarbonat, Pottasche), wenn die Feuchtigkeit direkt aus der Luft aufgenommen wurde.

    >Frage: Kann diese Energie auf frischen, hoch rektifizierten Weingeist übertragen werden, um seine Fähigkeit als Lösungsmittel zu vergrössern ?

    >Antwort: Ja, durch Giessen des absoluten Alkohols über solch ein verflüssigtes Salz des Weinsteins. Der Alkohol wird zu einer Tinktur, da er das Wesentliche des Weinsteins herauszieht. Durch Reinigung kann ein wirksames Lösungsmittel erhalten werden.

    >Frage: Könnte dieser Prozess ähnlich dem des Kerkring-Menstruums sein ?

    >Antwort: Analog gesprochen, ja.

    >Der trockene Weg

    >In einem nassen Weg arbeitet man mit Flüssigkeiten; beim trockenen Weg stellt das Schmelzen die natürliche Auflösung eines Körpers in sein eigenes Wasser dar. In gewissem Sinne gibt es daher keinen trockenen Weg, da für jede echte alchemistische Metamorphose (Verwandlung) immer das flüssige Element erforderlich ist. Das ist der Mond: "Mond die Mutter, Sonne der Vater", die Gebärmutter-Flüssigkeit im alchemistischen Gebärdenspiel.

    >Ist die trockene Arbeitsweise ein moderner Begriff ? Nein, Alchemisten jeden Zeitalters haben sich ihrer bedient. Zum Beispiel bei der Extraktion der Öle und Tinkturen der Minerale nach Quercetanus:

    >

    > "Nimm einen guten Bimsstein, den weissesten, den du finden kannst, verreib ihn fein, beriesle ihn dann mit gutem destilliertem Essig und lass´ trocknen; das sollst du viermal wiederholen, beim letzten Mal muss er vier Stunden in einem sachten Flammenfeuer reverberieren, damit er nicht schmilzt. Danach verbinde mit diesem Pulver sehr dünne Blätter irgendeines Metalles, ja auch Gold (Sonne). Das geschieht, indem man es 24 Stunden lang in ein starkes Reverberierfeuer tut. Dann nimmt das Pulver die Farbe des Metalls an. Man vereinigt so lange, bis die Metallblätter oxydiert haben".

    >

    >Hier wird zuerst in einem Schmelztiegel eine Tinktur (Farbe; Seele, Schwefel) mittels eines trockenen Menstruums (Bimsstein) ausgezogen, dann mit destilliertem Essig (der durch Kohobieren mit Salpeter animiert wurde) auf nassem Weg reduziert und schließlich mittels rektifitierten Weingeist zirkuliert.

    >John Henry Pott:

    >

    > "Das erste und bekannteste ist zweifellos das fixierte Salz des Weinsteins, denn seine Fusion durchdringt jedes Metall und Mineral und zieht den schwefeligen Teil daraus aus."

    >Auch dieser Gedanke ist nicht ungewöhnlich:

    >Man findet ihn zum Beispiel in George Starckeys "Pyrotechnik" oder "Die Kunst, Alkali zu verflüchtigen". Er gibt auch die Verschmelzung der Alkali mit dem Oxyd unreinen Metalls an, um den Schwefel auszuziehen.

    >Ein weiteres trockenes Menstruum betreffend, das Ammoniumchlorid, wird zum Beispiel aus jüngerer Zeit aus Fulcanellis "Les Demeures Philosophales" (Die philosophischen Orte) zitiert und jenen Gelegenheit geboten, die die französische Ausgabe dieser Arbeit noch nicht gelesen haben. Gearbeitet wird mit Silberchlorid (dem Mondhorn der Alten):

    >

    > "Wäge dann dein Silbersalz, das du mit dreimal so viel reinem Ammoniumchlorid gut vermischt. Gib das Ganze in eine hohe Glasretorte, die so viel fasst, dass gerade ihr Boden mit der salzigen Mixtur bedeckt ist. Gib im Sandbad sachte Hitze, die du Grad für Grad steigerst. Wenn die Temperatur hoch genug ist, dann steigt das Ammoniaksalz hoch und bildet am Bogen und Hals des Geräts eine Schicht festen Belags. Dieses schneeweisse, seltener gelbe, Sublimat würde einen denken lassen, dass es nichts Besonderes verbirgt. Schneide dann mit Geschick die Retorte auf, löse das Sublimat sorgfältig ab und lös es in destilliertem Wasser kalt oder warm auf. Wenn die Lösung fertig ist, findet man am Boden unten ein ganz feines Pulver von leuchtendem Rot. Es ist ein Teil des Silberschwefels oder Lunarer Schwefel, der aus dem Metall separiert und im Laufe seiner Sublimation durch das Ammoniaksalz verflüchtigt wurde."

    >Wie Fulcanelli fortfährt und den ganzen Vorgang immer wieder wiederholt, kann man den Schwefel vollkommen extrahieren, wobei eine graue, nicht mehr weiter reduzierbare Asche zurückbleibt, aus der man den bereits genannten Merkur des Silbers bekommen kann (das ist im gleichen Sinn aufzufassen wie Basilius Valentinus im XXI. Kapitel seines Curris Triumphalis, wenn er sich auf das Antimon bezieht).

    >Ein ähnliches Verfahren ist in Potts Dissertation zu finden, nämlich das Sublimieren mit Quecksilber, das den Schwefel des Silbers in Form eines Zinnobers abzieht.

    >Selbst Metalle wurden als Lösungsmittel angesehen, da sie in ihrem flüssigen Zustand ein Wasser, ein Merkur im alchemistischen Sinn sind und dem gewöhnlichen Quecksilber (Merkur) tatsächlich sehr ähnlich sind. Gold zum Beispiel holt aus der Venus ihre berühmte Tinktur durch wiederholtes Legieren (durch Fusion) und durch Separieren (mit Hilfe von Aquafort, Salpetersäure, zum Beispiel). Sie wird immer röter, weil sie vom Schwefel des Kupfers etwas an sich hat.

    >Auch im Magnum Opus sind trockene Arbeitsweisen möglich. Um zu beweisen, dass wir es mit alten alchemistischen Vorgängen zu tun haben und nicht mit modernen Erfindungen, wollen wir noch einmal nach einem Beispiel Ausschau halten. Wir finden es bei Helvetius, der eine sehr bekannte Transmutation vollzog. Auf die Frage, wie man den lapis philosophorum herstellt, erfuhr Helvetius von dem Adepten, der ihn ihm gab, folgendes:

    >

    > "Das Menstruum ist ein himmlisches Salz oder von himmlischer Tugend mit einem besonderen Vorteil, durch den die Philosophen den irdischen metallischen Körper auflösen können und nach seiner Auflösung das edle Elixier der Philosopen draus frei machen. Dieser Prozess vollzieht sich von Anfang bis Ende in einem Schmelztiegel auf offenem Feuer. Von Anfang bis Ende benötigt die ganze Arbeit keinswegs viele sondern nur vier Tage, während der man nicht mehr als drei Gulden aufwendet."

    >Deshalb wurde diese Arbeit auch als der "kurze Weg" bezeichnet, wenn man auch berücksichtigen muss, dass erst Vorarbeiten nötig sind, die etwas mehr Zeit brauchen.

    >In Wirklichkeit gibt es nur einen Merkur, der sich durch verschiedene Träger ausdrückt. Deshalb sind in der Alchemie verschiedene Arbeitsweisen möglich, sofern die Materialien und Vorgänge zur physischen Manifestation der psychischen Archetypen und Kräfte werden.

    >L. Kolisko hat in ihrer Untersuchung "Geist in der Materie" die besonderen Kräfte gezeigt, die in gelösten Metallen im Frühjahr auftreten. Wenn man die Spitze eines Stücks Filterpapier in eine Silbernitratlösung taucht, bildet sich beim Hochsteigen der Lösung ein Niederschlag. In diesem Niederschlag findet man im Frühjahr weiche, strahlenförmige Formen, die das Vorhandensein ätherischer Kräfte beweisen. Bei Durchführung des Experiments im Winter, zeigen sich keine besonderen Steigbilder.

    >Der Alchemist des trockenen Wegs weiss, wie man diese ätherischen Kräfte sammelt und in einen salzigen Stoff fixiert, dem geheimen Feuer. Wenn das geschieht, entsteht eine grüne Tinktur, die nichts wert ist, wenn man das Verhältnis Venus/Frühjahr/Prana betrachtet. Die grüne Energie des Osiris usw.

    >Dass diese Tinktur in der Tat jedoch die Farbe unreifen Astralgoldes und durch derzeitige Chemiekenntnisse nicht erklärbar ist, hat mir die eigene Erfahrung bewiesen. Durch übergenaues Arbeiten kann man sogar die Gewichtszunahme des geheimen Feuers als Folge der Verdichtung des Universalgeistes feststellen.

    >Nun zur Frage "was versteht man unter dem philosophischen Merkur ?".

    >Canseliet antwortet:

    >

    > "Die Seele, das ist jener winzige Teil, den man auf dem trockenen Weg beim Sublimieren aus der Masse erhält. Er wird auch als kleiner Fisch bezeichnet (la remore), der zum Stein wird."

    >Dieser "kleine Fisch" ist der Magnet, der, wenn er das astrale Gold anzieht, zum lapis philosophorum wird. Um diesen Magneten zu bereiten, muss man ein Gold der zweiten Art, den "reinsten und vollkommensten Teil der Elemente und aller aus ihnen bestehenden Stoffe" aus einem metallischen Körper ausziehen. Sowohl Metalle als auch Salze sind hier als trockene Menstrua erforderlich, wenn die ausgezogene Seele dann durch das geheime Feuer bewahrt wird.

    >

    >Fulcanelli sagte, sein geheimnisvolles "Umwandlungspulver" (sein roter Löwe) bestünde aus Eisensulfid: FeS2. Da sind Kräfte des Mars (Eisen) und der Seele, der Anima (Sulphur), drin. ..

    >Alkaheste

    >Die Herstellung eines anderen wesentlichen Bestandteiles - nämlich des alchemistischen Merkurs aus dem Pflanzenreich - kann durch die heutige Wissenschaft einfach erklärt werden, da die Alten darunter den Alkohol verstanden. Der Merkur aus dem Mineralreich jedoch ist schwieriger zu verstehen. Aber ich vermute, dass hier die Chemie eine einfache Erklärung finden könnte, wenn sie imstande wäre, die schwer zugänglichen und schwer zu begreifenden alten Texte zu verstehen. Viele Herstellungen dieser sogenannten Alkaheste (Merkure aus dem Mineralreich) sind Pyrolyse-Reaktionen von zweiwertigen Metallazetaten. Aber wir sollten behutsam sein, weil offensichtlich viele Details hier übersehen werden könnten. Viele von diesen Pyrolyse-Reaktionen sind schon chemisch untersucht worden, unabhängig von alchemistischen Texten, aber bei einem oberflächlichen Nachschlagen der chemischen Literatur werden nur Hauptprodukte erwähnt. So ist z.B. schon längst bekannt, dass zweiwertige Metallazetate durch Pyrolyse Azeton geben nach der Reaktionsgleichung:

    >M(OOC-CH3)2 ------> CH3-CO-CH3 + MO + CO2

    >"M" steht für ein zweiwertiges Metall wie Kalzium (Ca), Magnesium (Mg), Blei (Pb) oder andere. Es ist eine Tatsache, dass man mit einfachem Geruchsinn erfahren kann, das noch andere Produkte geformt werden, zwar in kleinerer Menge, was chemisch auch leicht anzunehmen ist. Bei höherer Temperatur geschehen nämlich thermische Spaltungen oder homolytische Dissoziationen, wodurch die chemisch sehr reaktiven Radikale entstehen, die durch Rekombination-, Ketten-, und Transferreaktionen viele verschiedene Substanzen formen können, beispielsweise:

    >CH3-CO-CH3 * CH3 + *CO-CH3

    >*CH3 + *CH3 CH3-CH3

    >2 * CO-CH3 CH3-CO-CO-CH3

    >* CH3 + CH3-CO-CH3 CH4 + *CH2-CO-CH3

    >2 * CH2-CO-CH3 CH3-CO-CH2-CH2-CO-CH3 etc.

    >Praktische Alchemie im zwanzigsten Jahrhundert (Frater Albertus)

    >..... dass im Antimon alle Farben zu finden sind; was hiermit eine Bestätigung findet. Aus dem verschiedenfarbigen Glas wird der alchemistische Schwefel oder das Oel gewonnen. Ebenso konnte der von Paracelsus und anderen Alchemisten bezeichnete Gummi, auch grüner Löwe genannt, freigelegt werden, der wortgetreu eine klebrige gummiartige Masse bildet; eine weitere Rechtfertigung der mittelalterlichen Wissenschaftler. Ebenso gelang es, aus diesem grünen Gummi das rote Oel zu gewinnen, von den Alchemisten Drachenblut genannt. Diese von uns freigelegten Substanzen entsprechen völlig den Beschreibungen eines Paracelsus und Valentinus und anderer Alchemisten.

    >---------------------------------------

    >Der philosophische Merkur kann nur aus Metallen gewonnen werden. Es zeigt sich hier schon wieder einer der wichtigsten Unterschiede, die gemacht werden müssen. Vielen war und ist bis heute noch der Unterschied zwischen einem mineralischen und metallischen Extraktionsmenstruum nicht bekannt. In fast allen Fällen werden beide unter derr Bezeichnung Alkahest gebraucht. Es ist aber ein grosser Unterschied zwischen dem Alkahest und dem philosophischen Merkur, der nur den eingeweihten Alchemisten bekannt ist.

    >Der philosophische Merkur kann nur aus dem Erz eines Metalles gewonnen werden und niemals aus der toten Substanz. Der philosophische Merkur ist dem Alkahest, der aus pflanzlich-mineralischer Substanz gewonnen wird, nicht gleichzustellen. Beide, der philosophische Merkur und der pflanzlich-mineralische Alkahest vermögen mineralische und metallische Substanzen aufzuschliessen. Bis zu diesem Punkt sind sie gleichbedeutend, aber dann beginnt derr grosse Unterschied, so wie sich der Feuerstein des Basilius Valentinus, der aus Antimon (Mineral) hergestellt wird, vom Stein der Weisen unterscheidet, der in den metallischen Erzen seinen Ursprung hat.

    >Im hermetisch verschlossenen Gefäss sondert sich der philosophische Merkur mit dem alchemistischen Schwefel ab und kann bei gelinder Wärme in Form einer Feuchtigkeit gesammelt werden, die wieder der Reinigung durch weitere Destillationen unterzogen wird.

    >Wer diesen Merkur hat, findet in den alchemistischen Büchern die beschriebenen Vorgänge, wie der Stein der Weisen herzustellen ist.

    >Dass aus Metallen die drei alchemistischen Hauptsubstanzen, Sulphur, Salz und Merkur, herzustellen sind, ist eine in der Gegenwart bewiesene Tatsache.

    >---------------------------------------

    >, den bezweifelt, war im Recht, wenn er sagt:

    >

    > "Der Urstoff, die prima materia, wird zur Verhüllung des Geheimnisses mit den verschiedensten Namen benannt. Die Adepten haben teils in Metallen, teils in metallischen Salzen und Erzen gearbeitet. Der Leo viridis heisst so, weil seine Auflösung grün ist. Er wird zur Reinigung vorher in Schwefelsäure aufgelöst und gibt bei der Auflösung safrangelbe Krystalle. Der vorbereitete Urstoff wird dann zur Röte calciniert, wodurch die Säure entfernt wird, worauf er mit destilliertem Essig aufgelöst und zum Gummi eingedickt wird, dessen Destillation den Spiritus philosophici ergibt ...."

    >Der Alchemist von den Rocky Mountains

    >(Frater Albertus)

    >"Sehen Sie diese Flasche?" Der Alchemist hob eine klare Literflasche hoch, so dass alle sie sehen konnten. Deren Inhalt präsentierte sich im Gegenlicht in einem leuchtenden Burgunderrot. "Es ist die Essenz des Antimons",......

    >Er griff nach einer voluminösen Flasche und hielt sie gegen das Licht, das durch das Fenster fiel.

    > "Dies ist grün und nicht rot, wie Sie sehen können. Es ist der grüne Löwe, wie ihn die alten Alchemisten nannten. Aus ihm wird ein Gummi gemacht, indem man einen grossen Teil der Feuchtigkeit entfern. Dieser klebrige Gummi ergibt dann den begehrten alchemistischen Merkur oder Alkahest."

    > "Nun sehen Sie hier herüber! Hier ist diese Flasche mit der klaren Flüssigkeit. Dies ist der Merkur. Es gibt viele Alkaheste, aber nur einen Mercurius philosophorum. Lassen Sie mich dies Ihnen zeigen!"

    >Er nahm eine Porzellanschale und goss etwas von der klaren Flüssigkeit hinein. Dann griff er nach einer Schachtel Streichhölzer. "Treten Sie zurück und sehen Sie, was geschieht!" Mit dieser Anweisung strich er ein Zündholz an und brachte es an die kleine Menge Flüssigkeit, die er in die Schale gegossen hatte. Sobald es der Schale nahegekommen war, flammte die Flüssigkeit auf und brannte mit leuchtender Flamme.

    >

    > "Dies ist kein Alkohol, noch wurde irgendeine brennbare Flüssigkeit der Substanz hinzugefügt, aus der der Mercurius philosophorum extrahiert wurde", erklärte der Alchemist. "Die Substanz enthielt dieses "Wasser" als ein brennbares Gas, welches zu einer goldfarbenen Flüssigkeit kondensiert wurde. Durch sanfte Wärme und ohne Feuchtigkeit - im sogenannten trocknen Prozess - wurde sie hergestellt."

    > "...... Diesen Alkahest können Sie aus jedem Metall gewinnen, solange es sich noch in seinem natürlichen Zustand befindet. Nehmen wir dieses Stück gewöhnliches Eisen hier", und er ergriff ein Stück viereckiges Eisen wie man es für Eisenbahnschienen verwendet. "Dies ist nicht geeignet. Es enthält kein Leben mehr. Es ist tot. Der Merkur fehlt ihm. Dagegen dies hier", und zog eine gefüllte Schale herbei, "dies hier ist Eisensand von einem Strand in Neuseeland. Ich brachte ihn mit von einem Strand der nördlichen Insel, nördich von New Plymouth."

    > "Aber es sieht nicht wie rohes Eisen aus. Es ist nicht rostig-braun. Es ist schwarz",...... "Ja, das ist ganz richtig", ...... "..... Es wurde nur mit reinem Wasser gewaschen, um das Seesalz und irgendwelche Reste organischer Substanzen zu entfernen. Aber das ist auch alles. Daraus nun kann dieser besondere Mercurius philosophorum ausgezogen werden, und zwar ohne irgendein Lösungsmittel oder Menstruum, wie es die Alten nannten. Ein jedes Metall wird ihn unter den gleichen Bedingungen hergeben, nachdem es zu einem fixen Salz reduziert wurde......"

    > "..... Es scheint mir, dass da noch viel fehlt von dem Weg, der vom rohen Erz zu der goldenen Flüssigkeit führt, die aus einem Gas kondensiert wurde....."

    > "..... dass dieses goldene Wasser in eine klare Flüssigkeit und in eine goldfarbene zu trennen sei"......

    > "In der Tat", stimmte der Alchemist zu. "Wir brauchen den Merkur und den Sulphur getrennt und gereinigt. ....."

    > "Die eine Flasche enthält den klaren Merkur und die andere Flasche in meiner rechten Hand den goldfarbenen Sulphur der Alchemisten. Dies zwei benötigen Sie neben Ihrem kalzinierten Salz, das bereit sein muss, beide aufzunehmen....."

    >Löwe und Phönix (Daniel Hornfisher) (Löwe und Phönix)

    >S. 48 / Der spagyrische Aufschluß

    >(...) So wird die Ausgangsmaterie für den Stein der Weisen in manchen allegorischen Darstellungen als geschlossenes Buch dargestellt. Nachdem sie die ersten Manipulationen durchgemacht hat, wird sie als offenes Buch abgebildet - eine deutliche Anspielung auf den erfolgten spagyrischen Aufschluß.

    >

    >S. 128 / Zum Lesen alter Texte

    >(...) Manchmal werden in ein und demselben Text völlig unterschiedliche Substanzen mit ein und denselben Namen belegt. Das gilt besonders für die in der alchemistischen Literatur überaus häufig auftauchenden Gegensatzpaare wie "Mann / Frau" oder "König / Königin", die auf verschiedene Stufen der Arbeit gänzlich andersartige Stoffe anzeigen können. Das Wort "Sulphur" kann zum Beispiel eine ölige, rötliche Substanz bezeichnen, die aus dem Merkur der Metalle gezogen wird. (...)

    >(...) Gern wird mit Halbwahrheiten gearbeitet, oder es werden Wendungen gebraucht, die man nur nachvollziehen kann, wenn man um mehrere Ecken denkt. Der berühmte "grüne Löwe", der in alchemistischen Schriften immer wieder auftaucht, muß zum Beispiel nicht zwangsläufig eine Substanz von grüner Farbe sein. Es kann sich auch um einen bräunlichen Stoff handeln, dem man aus verschiedenen Gründen die Fähigkeit zuspricht, sich zu vermehren, also eine "wachsende, grünende Kraft" zu besitzen.

    >

    >S. 133 / Das Reich der Mineralien und Metalle

    >(...) Die Erlangung des metallischen Merkurs, über den später noch einiges gesagt werden muß, gehört zu den wichtigsten Aufgaben der hohen Alchemie. Basilius Valentinus schreibt darüber: "Wenn aber dieser Geist des Merkurs gefangen und liebhaftig gemacht werden kann, so wird er zu einem klaren und reinen durchscheinenden Wasser, welches das wahre geistige Wasser und die erste Merkurial-Wurzel der Mineralien ist.

    >(...) Die verschiedenen Formen des Sulphurs stellen sich nach ihrer Scheidung vom metallischen Körper folgendermaßen dar:

    >Der Schwefel des Eisens ist von schmutzig bräunlicher Farbe. Der des Kupfers erscheint in einem tiefen goldenen Rot, das dem des Sulphurs des Goldes sehr ähnelt. Oft strömt er einen eigenartigen Wohlgeruch aus. Silber, Blei und Zinn ergeben zumeist einen hellen Schwefel von verschiedenartiger Reinheit und Ausprägung. Den Sulphur des Quecksilbers vermochte der Verfasser bislang noch nicht in reiner Form darzustellen.

    >

    >S. 141 / Der Tartarus

    >(...)"Der Tartarus aber ist ein Feuer ohne Luft und Flamme, fix und rein. Darum kann niemand die Elemente vom Tartarus scheiden, weil er ein verklärter Körper ist. Kein Ding kann den Tartarus zerstören, noch kann das Feuer ihn verbrennen. Weinstein ist das fixe Feuer, von dem wir zum öfteren in unseren Büchern schreiben. Wenn schon das Feuer Macht hat, die verdorbenen Elemente zu reinigen und alles Unreine zu verbrennen, zu verzehren und alle Elemente fix zu machen, was wird wohl dieser alles vermögen, wenn er zu den unreinen Elementen kommt, da er doch ein Feuer über das Feuer ist ? Fürwahr, ich sage dir, daß der Tartarus Macht hat, alle verbrennlichen Dinge fix zu machen, wenn er nur recht bereitet wurde ! In ihm stecken alle verborgenen Dinge, welche zu beschreiben viel zu lang fallen würde. Man kann ohne den Tartarus kein perfektes Werk in der Kunst vollbringen (...), denn wäre der Tartarus nicht, so wäre die Kunst unwahr. So ist der Weinstein der Meister der Alchemie, den die Weisen ihr fixes Feuer nennen, das alles verbrennt, was nicht fix ist." (Die Hand der Philolsophen, in: Hollandus, S. 79 ff.)

    >...In diesen Worten, die sich übrigens sehr vielschichtig auslegen lassen, zeigt sich so deutlich wie selten, wie der Alchemist die Materie sieht.

    >... Die Fähigkeit, dieses Sal tartari flüchtig zu machen, ist eine der grundlegenden Voraussetzungen für die hohe Alchemie.

    >

    >S. 156 / Mars der feurige Streiter

    >(...) Eisenvitriol, Mineral Melanterit

    >Es wurde in der Alchemie einst häufig gebraucht. Der damals begehrteste Vitriol stammte aus Rom und Zypern. Hollandus nennt ihn "den Stein, den uns Gott umsonst gibt", und Kunckel von Löwenstern war sich völlig sicher, daß er der Ausgangsstoff für das Große Werk sei. Damit irrte er jedoch, den der Vitriol der Weisen wird aus einem anderen Mineral gewonnen, aus dem dunklen Chaos der Metalle, dem verborgenen Schlupfwinkel des goldenen Samens.

    >Dennoch ist das Eisensulfat von größter Wichtigkeit für die hohe Alchemie, wird es doch für das "geheime Salzfeuer" benötigt, jenes unerläßliche Lösungsmittel für das Große Werk.

    >

    >Von der Süsse des Vitriols

    >S. 168 (...) Auf das Salz wird nun Äther (Diäthyläther) gegeben. Diese überaus flüchtige Flüssigkeit gehörte einst zu jenen Lösungsmitteln, welche die alten Meister für ihre hohen Auflösungen verwendeten und streng geheim hielten ...

    >170 (...) Zum Abschluß wird nun eine Möglichkeit geschildert, wie Sulphur und Merkur aus Eisenerz abgetrennt werden können. Diesmal wird nicht von Magnetit ausgegangen, sondern von Pyrit, einem Erz, das eine Verbindung von Eisen und Schwefel darstellt. Die folgende Anweisung stammt von Fulcanelli, und sie ist so klar, daß sie keiner weiteren Erläuterung bedarf: "In der spagyrischen Behandlung des Eisens ist es die energische Reaktion von Säuren, um den Zusammenhalt seiner Prinzipien zu überwinden. Man benutzt sie, weil sie für das Metall eine gleiche Affinität besitzen. Gewöhnlich geht man von Pyrit aus. Es genügt, es feinstmöglich zu zerreiben und dieses Pulver ein einziges Mal unter kräftigem Umrühren am Feuer zum Glühen zu bringen. Ist es wieder abgekühlt, führt man es in eine breite Retorte ein, füllt mit dem Vierfachen seines Gewichts an Königswasser auf und bringt die Lösung zum Sieden. Nach Ablauf von ein oder zwei Stunden läßt man es ruhen, gießt die Flüssigkeit ab und gibt auf den Rückstand abermals eine gleiche Menge firschen Königswasser, das man wie zuvor sieden läßt. Man muß das Sieden und Dekantieren so lange fortsetzen, bis der Pyrit am Boden des Gefäßes weiß erscheint. Man gießt dann alle Extrakte zusammen, filtriert sie durch Glaswolle und konzentriert sie durch langsame Destillation. Wenn nur noch ein Drittel des ursprünglichen Volumens übriggeblieben ist, öffnet man den Rohransatz und gießt sukzessive eine geringe Menge 66-prozentige Schwefelsäure hinzu. (Zu 500 gr. Pyrit nimmt man 60 gr. Schwefelsäure.)

    >Man destilliert dann bis zur Trockenheit, und nachdem man das Empfangsgefäß gewechselt hat, steigert man nach und nach die Temperatur. Man wird sehen, wie ölige, blutrote Tropfen aufdestillieren. Sie repräsentieren die schweflige Färbung. Dann wird ein schönes weißes Sublimat aufsteigen, da sich an der Wölbung und dem Hals des Kolbens festsetzt und das Aussehen eines kristallinen Flaums besitzt. Dieses Sublimat ist ein echtes merkuriales Salz, von einigen Alchemisten "Vitriol-Quecksilber" genannt. Man kann es durch Eisenfeilspäne (...) oder ungelöschten Kalk mühelos zu flüssigem Quecksilber reduzieren. Man kann sich übrigens sofort vergewissern, daß dieses Sublimat das spezifische Quecksilber des Eisens enthält, wenn man die Kristalle auf einem Kupferblatt verreibt: Das Amalgam entsteht alsbald, und das Metall erscheint versilbert.

    >Es ist sehr vorteilhaft, daß dieses Metall seine Grundbestandteile, den Sulphur und Merkur in einem Arbeitsgang extrahieren läßt. Die große, die enorme Schwierigkeit besteht in der Wiedervereinigung dieser Elemente, die sich trotz vorhergehender Reinigung energisch weigern, sich zu verbinden, um einen neuen Stoff zu bilden." (Fulcanelli, o.J. S. 98 ff.) Diese Schwierigkeit ist allerdings überbrückbar, wenn man das hochgereinigte Eisensalz als Mittler zwischen beiden Stoffen nimmt.

    >

    >175 / Antimon

    >Wenn in alten Texten von Antimon die Rede ist, ist stets das Erz gemeint und nicht das reine Metall. Letzteres nannten die Meister der Vergangenheit Regulus Antimonii. Das Erz, Antimonit oder Stibnit, ist eine Verbindung von Antimon und Schwefel. Es war auch unter dem Namen Grauspießglanzerz bekannt, denn es bildet lange nadelförmige Spitzen aus. Es trägt viel Sulphur, weniger Merkur und nur eine geringe Menge Sal in sich.

    >Das reine Metall hat eine silbrig glänzende Farbe. Wenn man es auf besondere Weise erhitzt und wieder abkühlen läßt, bildet es Formen aus, die an Eisblumen gemahnen und die man als den "Signatstern" bezeichnete. Ihm wurde im Zusammenhang mit dem Großen Werk viel Bedeutung beigemessen. Der Stern, der die Morgenröte der Geburt des Sonnensohnes ankündigt, verbirgt sich jedoch hinter einer anderen Wolkenwand. Ebenso ist das "Antimon der Weisen" nicht das gewöhnliche Antimon, denn die Alten nannten "ihr Blei" oft auch "ihr Antimon".

    >

    >S. 182 / Saturn, der dunkle Urgrund der Metalle

    >(...) Es gibt in der Alchemie noch ein anderes, geheimes Blei, das so genannt wird, weil es gewisse Ähnlichkeiten zum tatsächlichen Blei aufweist. In seinem Herzen ruht das Gold der Weisen. So unansehnlich es von außen auch sein mag, trägt es doch ein Kleinod in sich, das größer ist als alle Schätze der Welt. Es ist die materia secunda, die "entfernte Materie" des Steins der Weisen. Auch die sogenannte prima materia, die "nähere Materie" des Steins, wird zuweilen als Blei bezeichnet, weil dieses zähe Gummi viele saturnische Merkmale trägt.

    >

    >S. 188 / Quinta Essentia des Bleyes, das allgemeine Solvens

    >(...) Aus dem "Blei der Weisen" kann man übrigens auf ähnlichem Wege ein noch wesentlich kräftigeres Produkt gewinnen.

    >

    >S. 244 / Lebenselixiere aus dem Mineralreich

    >(...) Um ein wirklich vollkommen souveränes Endprodukt zu erhalten, müßte man anstelle der angegebenen Essigsäure und des Alkohol den Weingeist und den Essig der Adepten zur Ausziehung der Tinkturen werwenden.

    >

    >S. 256 / Das Große Werk

    >(...) Das Große Werk kann nur im Reich der Mineralien und Metalle durchgeführt werden. "In den Höhlen der Metalle ist verborgen derjenige, der da ist der ehrwürdige Stein, von hellglänzender Farbe, ein erhöhter Geist und ein offenstehendes Meer", heißt es bei Sendivogius.

    >(...) Fulcanelli skizziert den trockenen Weg mit wenigen Worten: "In diesem muß das himmlische Salz, welches der Merkur der Weisen ist, zusammen mit einem irdischen metallischen Körper vier Tage lang in einem Tiegel über dem bloßen Feuer gekocht werden."

    >Aus Angst vor zu großer Deutlichkeit verschweigt Fulcanelli jedoch eine ganze Menge. Über den metallischen Merkur, den er hier anspricht, wird weiter unten noch einiges gesagt werden. Den trockenen Weg betreffend sei noch folgendes angemerkt: Der Künstler, der ihn beschreiten will, muß mit Hilfe des sogenannten "geheimen Feuers" in der Lage sein, ein Metall in Salz zu überführen. Wenn dieses Salz getrocknet wurde, wird es kalziniert. Dabei schwillt der "Metallkalk" auf und wird porös und schwammig, ähnlich dem Weinsteinsalz bei der Vorbereitung zu seiner Flüchtigmachung. Dies ist ein Zeichen dafür, daß der Kalk sich geöffnet hat. Man vermischt ihn nun mit einem passenden trockenen Menstruum und erhitzt ihn anschließend. Dabei wird das Lösungsmittel die "Seele" des Metalls an sich ziehen. Der zurückgebliebene Metallkalk wird noch einmal kalziniert, bis er einer feinen Asche gleicht, denn ohne Asche ist es unmöglich, ein Salz zu bereiten, was auch Basilius Valentinus in seinem vierten Schlüssel betont. Den Verbrennungsrückstand löst man hinterher auf und dampft ihn ein, bis man das wahre Metallsalz hat. Es wird dann mit der "Seele" des Metalls vermischt, wozu es eines Mittlers bedarf, und anschließend einige Wochen lang in einem Kolben dem Feuer ausgesetzt, bis der Stein zu seiner Reife gekocht ist.

    >(...) Der nasse Weg teilt sich, wie der trockene auch, in zwei Abschnitte: die sogenannte "Vorarbeit" und die "Nacharbeit". Beide weisen gewisse Ähnlichkeiten auf. Stets geht es um das korrekte Arbeiten mit bestimmten Salzen und um die Gewinnung der geheimen Lösungsmittel der Weisen.

    >(...) In den zwölf Schlüsseln des Basilius Valentinus wird diese erste Arbeit unter anderem im zweiten, fünften und achten Schlüssel besprochen.

    >(...) Die Vorarbeit besteht hier (wie auch auf dem trockenen Weg) darin, das "geheime Feuer" zu bereiten. Mit seiner Hilfe wird dann ein gewisses Mineral, welches die Alten "die entfernte Materie" oder "Materia remota" nannten, aufgeschlossen und in sein erstes Wesen zurückgeführt. Aus dem Wissen um dieses Erz haben die Weisen stets ein großes Geheimniss gemacht. Es wird symbolisiert durch das geschlossene Buch, das in der Parabel des Bernhard Trevesianus in den Springbrunnen fällt. Wenn das Buch geöffnet ist, fließen zwei Wasser daraus hervor, weiß und rot. Sie sind der rote und weiße Wein der Philosophen, aus denen der Weingeist und der geheime Essig destilliert werden, ohne die auf dem nassen Weg nichts erreicht werden kann.

    >Den klassischen Meistern war so sehr daran gelegen, die entfernte Materie zu verschleiern, daß sie sie in manchen Texten sogar unter ihrem wahren Namen aufgeführt haben, allerdings immer nur in Aufzählungen jener Substanzen, die sie dem Leser anraten, nicht in seiner Arbeit zu benutzen. Bei dieser Materie handelt es sich um ein Erz, das zwischen den Mineralien und Metallen steht und in keine bestimmte Richtung spezifiziert wurde. Aus diesem Grund betonen alle hermetischen Schriften, daß die Kunst der Alchemie dort beginnen muß, wo die Natur einst aufgehört hat. Wenn der Künstler es vermag, diese Substanz aller metallischen Eigenschaften zu entkleiden, ohne daß ihre lebendige, wachsende Kraft dabei verlorengeht, erscheint sie in Form eines zähen Pechs. Sie ist dann zur ersten Materie der Metalle, zu der berühmten "Materia Prima" geworden.

    >Nachdem sie derart von allen Kennzeichen des metallischen Lebens befreit wurde, kann der Hermetiker die chaotische und verworrene Substanz in die von ihm gewünschte Richtung spezifizieren. Dazu muß er ihre Bestandteile voneinander trennen, sie reinigen und wiedervereinen und dann den Samen des Goldes in sie einpflanzen. Damit beginnt die Nacharbeit.

    >In der Aurea Catena heißt es über die entfernte Materie: "Daß aber viele Schriftsteller das Antimon die Wurzel oder erste Materie des Metalls nennen, haben sie zum Teil gar nicht unrecht gemeint, sofern sie unter dem Antimon die Markasite ((=Halbmetalle, manchmal wird der Begriff auch allgemein für verschiedene schwefelhaltige Metallerze wie Pyrit verwendet)) oder die markasitische Art verstanden haben. Sonst ist aber das Antimon ein Markasit, welcher aus Mangel einer weiteren Reifung stecken geblieben ist." (Kirchweger 1781, S. 289)

    >(...) "Die Metallerze sind unsere erste Materie oder der Samen, in dem der Keim enthalten ist. Der Schlüssel zu dieser Kunst besteht in einer rechten Auflösung der Erze in ein Wasser, welches die Philosophen "ihren Merkur" oder "Wasser des Lebens" nennen und in eine irdische ((=dickflüssige)) Substanz, welcher sie den Namen "Sulphur" gaben.

    >Hier wird abermals der philosophische Merkur angesprochen, der viele Jahrhunderte lang für so viel Verwirrung gesorgt hat. Besonders perfide ist die Tatsache, daß im Verlauf des Werkes mehrere Substanzen auftauchen, die von den alchemistischen Schriftstellern mit diesem Namen belegt wurden. Die eine ist eine extrem leicht verdunstende Flüssigkeit. Sie ist das himmlische Wasser, welches die Hände nicht netzt und in dem der König neu gebohren wird. In ihr verbirgt sich der geheime Sulphur, das Gold der Weisen, welches der Schlüssel zur Tötung und Beständigmachung dieses Wassers ist.

    >Der andere Merkur erscheint in Form eines Salzes, das einen durchdringenden Geschmack auf der Zunge hinterläßt. Auch dieser Stoff wird zuweilen als "Wasser, welches die Hände nicht netzt" bezeichnet. "Der unsrige (Merkur) enthält in seinem Innersten sowohl ein weißes als auch ein rotes Salz und ist im Grund nichts als Salz, weil er aus einer salzigen Quelle entspringt", heißt es deswegen auch sehr vieldeutig bei Theodor Mundan (17. Jahrh.).

    >Daneben gibt es noch einen "doppelten Merkur", der sich aus zwei Substanzen zusammensetzt, die im Verlauf der Arbeit entstehen und die vereint werden müssen. Eine davon ist flüssig, die andere ist ein Salz, das durch einen besonderen Kunstgriff ebenfalls aufgelöst werden muß. Selbst das "geheime Feuer" wird wegen seiner auflösenden und hermaphroditischen Eigenschaften zuweilen als Merkur bezeichnet, um die Unkundigen zu verwirren. Es ist also auch hier unbedingt notwendig, sich beim Studium der Texte zu fragen, welcher Merkur gerade gemeint sein könnte. Manchmal läßt sich das an den Eigenschaften der jeweils beschriebenen Substanz ablesen, manchmal an dem Gesamtzusammenhang, in dem sie erwähnt wird. Bisweilen ist jedoch selbst der erfahrene Leser kaum in der Lage zu entscheiden, von welchem Merkur gerade die Rede ist.

    >Um den Schleier, hinter welchem sich der flüssige Merkur verbirgt, etwas zu lüften, sollen hier zwei Zitate zu diesem Thema aufgeführt werden:

    > "(...) Nimm unseren Salpeter der Weisheit oder den Vitriol der Weisen, welcher schwerer ist wie Blei, aber geschmacklos und ohne Schärfe, und extrahiere das zentrale Salz daraus. Mache daraus ein trübes, schleimiges Wasser, reinige es durch einen philosphischen Handgriff, daß es schön durchsichtig werde. Dann extrahiere seine eigene sulphurische Seele, doch hüte dich, denn sie ist das schlimmste Gift ! Rektifiziere es von seinen Feces, so ist der Geist des Merkurs fertig, und der Schlüssel des Basilius Valentinus ist erlangt, nämlich ein durchsichtiges, kristallines Wasser, bleischwer und von gelber Farbe. In diesem Geist des Merkurs werden alle Metalle wie Eis in Wasser schmelzen.

    >

    >(...) Verschiedentlich wird behauptet, daß man den Merkur aus allen Metallen herausziehen kann, was durchaus korrekt sein mag. In ausreichender Menge wird man ihn jedoch nur aus der wahen entfernten Materie gewinnen, in welcher er nicht derart fest geronnen ist wie in anderen Erzen. Ihn und seinen Sulphur herzustellen, ist eigentlich nicht allzu schwierig. Die korrekte Reinigung dieser Stoffe wirft allerdings zahlreiche Probleme auf.

    >Jenen Merkur, der in Form eines sublimierbaren Salzes erscheint, wird man erst erhalten, nachdem man das oben beschriebene flüchtige Wasser extrahiert hat. Weitere Schlüssel zu der Herstellung dieser beiden Substanzen finden sich in den noch folgenden Texten. Dasselbe gilt für das "geheime Salzfeuer", das ein brennendes Wasser ist und die Mineralien und Metalle öffnet und geistig macht. Dieses Lösungsmittel ist eine Säure, die durch Vereinigung mit einem irdischen Salz geschärft, konzentriert und gleichzeitig versüßt wurde. Sie ist die Venus der Weisen, die Eintrittspforte zum Garten der Hesperiden. Ohne dieses feurige Salz ist auf den hohen Stufen der Alchemie nichts auszurichten. (...)

    >(...) Nicht umsonst schreibt der anonyme Herausgeber der gesammelten Werke des Basilius Valentinus in seinem Vorwort zur Ausgabe von 1677: "Auch im Triumphwagen des Antimon hat Basilius Valentinus die ganze Vorarbeit des Steins der Weisen unter den Prozessen des Antimons und des Steins Ignis tiefsinnig und aufrichtig beschrieben, so als wäre das Antimon die wahre Materie der Tinktur . (...)

    >(...) Ein Vergleich mit dem weiter unten ebenfalls folgenden Opus Saturni des Hollandus ist bei dieser Arbeit übrigens besonders zu empfehlen.

    >(...) Selbst wenn dieser Weg nicht zum Ziel führen sollte, läßt sich viel dabei lernen. Heinrich Batsdorff (= Christoph Reibehand, 17. Jh.) schildert, wie ihn ein Umweg über das Blei zu seinem Endziel geführt hat: "Es ist gewiß, daß der philosophische Schlüssel einzig und allein aus dem Geblüt des Saturn genommen werden muß, welcher von den Philosophen "das Bleibad" genannt wird. Aber es muß aus dem Herzen des philosophischen Blei genommen werden und nicht aus dem gemeinen. Denn die philosophische Anima ist eine völlig andere als das Bleiweiß. Ihr Gummi ist ein anderes als der Bleizucker. Ihre Butter und ihr Öl sind gegen jene, welche aus dem gemeinen Blei stammen, wie der Tag gegen die Nacht zu rechnen. (...) Zu Ehren des gemeinen Saturn muß ich aber bekennen, daß er mich mit Gottes Hilfe zur Erkenntnis seiner lieben Base ((= das philosophische Blei) geführt hat." (Batsdorff 1718, S. 46)

    >

    >S. 323 / Das Universalmenstruum

    >(...) Es ist ein Schlüssel zur Bereitung des "geheimen Salzfeuers". Wer es zubereitet hat und versteht, wie man es mit dem vereint, was die alten Meister "die hungrige Kröte" nannten, hat eine wichtige Stufe zum Großen Werk erklommen. Wenn man dieses Salzfeuer nämlich anschließend kunstgerecht konzentriert, hält man das "Fechterbad" in Händen, das Basilius Valentinus in seinem Zweiten Schlüssel beschreibt.

    >(...) Es soll ein jeder Bruder wissen, daß in (...) diesem Wasser die vier Elemente im Gleichgewicht sind, nämlich Feuer, Wasser, Luft und Erde. Drei aber ebenfalls, nämlich Körper, Geist und Seele, und auch Sal, Sulphur und Merkur, ebenso Alkali, Säure und Flüchtiges. Sie sind auch zwei, nämlich Mann und Weib, Aktives und Passives. Auch Salz und Salpeter, die alles gebären, ernähren und zerstören und wiedergebären sind darin." (Anonym 1785, S.55 ff)

    >S. 325 / Versüßte Säure

    >(...) Wenn man anstelle einer gewöhnlichen Säure mit dem wahren Salzfeuer und dem mit Kalk zubereiteten Essiggeist verfährt, gewinnt das Gemisch in verdünnter Form einen unvergleichlichen süßen Geschmack. Dies ist dann das von so vielen Spagyrikern vergeblich gesuchte wahre "versüßte Korrosiv".

    >Das Werk der Auflösung gehört zu den größten Geheimnissen der Alchemie. Raimundus Lullus faßt seine Wichtigkeit in einem Satz zusammen: "Der ganze Weg der Mineralien besteht in zwei Wassern, deren eines den Stein flüchtig macht, und das andere denselbigen figire und sich mit ihm figire.

    >

    >S. 331 / Glossar

    >Aqua Fort / Starkes Wasser / Scheidewasser / Spiritus Nitri

    >Salpetersäure, ca. 50-prozentig. Man gewann sie früher, indem man Salpeter trocken destillierte. Oft mischte man auch andere Salze wie Alaun oder Vitriol darunter. Für die Bereitung des Salzfeuers ist es unabdingbar, natürlich gewachsenen Salpeter zu verwenden. Das Sal-Peter etymologisch "Salz des Steins" bedeutet und auch als "Salz des Petrus" gelesen werden kann, dem in der christlichen Überlieferung die Schlüssel des Himmelreiches gegeben werden, sollte auf keinen Fall von demjenigen übersehen werden, der die hohen Weihen der königlichen Kunst anstrebt.

    >Oleum Salis

    >Salzsäure, mindestens 25-prozentig. Man gewann sie früher, indem man Kochzalz bzw. Steinsalz (Natriumchlorid) trocken destillierte. Für die hohe Alchemie ist Salzsäure, wie auch Salpetersäure, nur brauchbar, wenn sie auf diesem Wege hergestellt wurde.

    >Sericon

    >Gummi oder Antimon der Weisen, die Materia prima.

    >Spiritus Vini

    >Weingeist, ca. 30 bis 40 Vol. Prozent. In der Bereitung des Großen Werkes gibt es noch einen anderen Weingeist, der einer mineralischen Quelle entstammt und nur wegen gewisser Ähnlichkeiten mit dem gewöhnlichen Alkohol so genannt wird.

    >Von wahrer Alchemie (Acharion)

    >(...) Diese eigenartige Flüssigkeit, welche alle Metalle radikal, wie die Alchemisten es nennen, auflöst, ist ein außerordentlicher starker Odspeicher, eine flüssige Substanz in höchstem Maße geladen mit dem lebensfeurigen Astralsalz, weshalb sehr oft "unser feuriges Wasser" oder auch "unser wäßriges Feuer genannt wird.

    >Obwohl unser Wasser in der Natur nicht rein, brauchbar und unvermischt vorhanden ist, gibt es dennoch genügend Substanzen, die einen hervorragenden, natürlichen Akkumulator des allgemeinen Lebensfluidum darstellen und das flüchtige Prana ohne Unterlaß magnetisch an sich ziehen, ohne dessen universelle Kraft einzuschränken oder zu spezifizieren. Diese Substanzen, fast ausschließlich Salze, sind es, aus denen der Mercurius Philosophorum auf eine von den Alchemisten meist völlig verschwiegene oder in Dunkel gehüllte Art bereitet oder, wie es in der alchemistischen Fachsprache heißt, ausgezogen wird.

    >Dieser Ausgangsstoff zur Herstellung der metallischen Wurzelfeuchte, das Humidum Radicale Metallorum, wird ebenfalls verschiedenst bezeichnet. Häufig heißt er: Subjectum (crudum) artis, materia cruda (rohe Materie), materia secunda (zweite Materie), materia propinqua (nahe oder nähere Materie), Mercurius Crudus, einiges oder einziges Ding, Salz der Natur (sal naturae), Salz der Metalle (sal metallorum), Salz der Erde (sal terrae), der Salzmagnet, die ungeflügelte, untere Schlange, Vitriol der Weisen u. a.

    >(...) Dasselbe, nämlich die Ausziehung der ersten aus der zweiten Materie, drückt der Verfasser des Nodus Sophicus Enodatus mit den Worten aus: "Durch das graue Kästlein ist von den Weisen des Steines wahres Subjectum, die secunda materia, angedeutet worden: dieses Subject nehmen sie eher in die Hand; dann ziehen sie daraus magnesiam, den Mann und das weiße Weib, jene rothe und weiße Blumen. Wenn diese wieder rein zusammengesetzt, wird sie erst die erste Materia der Metalle genennet. Darum suchen und nehmen wir im Anfang allein die andere Materie, Subjectum crudum lapidis, in und aus welchem sich sodan die erste schon finden läßt."

    >(...) Prinzipiell ist hier zu sagen, daß es mehrere solche Substanzen oder Salze gibt, welche als materia secunda lapidis in Frage kommen.

    >(...) Das wahrhaft klassische Subjectum artis aber ist der Vitriol der Weisen, der grüne Löwe oder Drache, gezogen aus der philosophischen schwarzen Erde, der schwarzen Magnesia, oder dem Blei der Weisen. Dieser Vitriol ist nicht das Eisen- oder Kupfersulfat (wie auch das Blei kein gemeines Blei oder Antimonium, noch eines ihrer Erze anzeigt), sondern einzig und allein das auf bestimmte Art aus zwei besonderen Spielarten eines spröden Wismuterzes, des Bismutits oder Wismutspats gewonnene Salz grünlicher Farbe. Die Arbeit mit diesem Mineral bietet neben ihrer weitaus bequemeren Handhabung (es genügen wenige Pfund, während man etliche Zentner Erde oder einige hundert Liter Regenwasser bereitstellen muß, um genügend Salz aus diesen Materialien gewinnen zu können) auch den großen Vorteil, den unteren Universalsamen in sich zu bergen, so daß wir ohne das metallische Gold unseren Zweck erreichen können, falls wir es wünschen oder nötig haben sollten.

    >(...) Daneben gibt es noch andere, jedoch künstlich bereitete zweite Materien: verschiedene Quecksilbersalze verschiedener Zusammensetzung.

    >(...) Wenn auch fast alle in die Geheimnisse der Kunst eingeweihten unser Subject in das undurchsichtige Gewand symbolisch verschlüsselter Andeutungen oder Rätsel hüllten, gab es immerhin einige, die es ein wenig oder sogar ganz davon entblößten. Einzig und allein das Blei der Weisen, der philosophische Saturn (auch Elektrum Immaturum genannt) wurde nie mit seinem profanen Namen bezeichnet.

    >(...) Es kommt nicht selten vor, daß das Subject in ein und derselben Schrift gewechselt oder an einer Stelle bejaht, an einer anderen wieder verneint wird.

    >(...) Das Wismuterz, er bereits von den Meister-Brüdern des Hermes der alten Ägypter und Hebräer mit Vorliebe verwendete Saturnus Philosophorum, dessen mit größter Zurückhaltung (zum Teil kabbalistisch verschlüsselt) Erwähnung getan wird, ist in alchemistischen Werken nur so beschrieben, daß allein diejenigen, die es bereits kennen, die Richtigkeit ihrer Erkenntnis bestätigt finden.

    >(...) "- Vornehmlich aber stecke die Wissenschaft in dem Elektro immature, welches kein Cinnober, sondern eine Minera, worinn in una radice, minera et metalla, potentia et actu zu befinden. Rosinus nennt es Blei-Ertz."

    >(...) Ein philosophisches Weidsprüchlein warnt uns: "Doch nimm dir zu Sinn; daß kein gemeines Blei ich bin, sondern viel einer anderen Art, wie dir mein Büchlein offenbart."

    >(...) "Es sind zwei Saturni, einer der Metallen, der andere der Weisen, der bin ich ! Lerne diesen Schmutzbart kennen, so fehlst du mein nicht, des einzigen Dinges, das mit vielen Namen getauft ist. Diese alle laß dich nicht anfechten. Ich bin der Erze Wurzel, ein Wesen zum Wachstum, auch der Metallen; nicht gemeiner, sondern unser Vitriol ist der Metallen Mutter. Mein grauer Kittel zeiget, daß meine Wohnung nichts sauberes sey: denn ich und mein Haus sind schwarz." (Gespräch zwischen der Weisen Saturn und einem Chemisten)

    > "Alle Heimlichkeiten stecken im Bley, aber nicht im gemeinen Bley; denn du sollst nicht schlecht das gemeine Bley verstehen, auf daß du nicht irrest, sondern unsern brüchigen und schwarzen Silberglett: und wahrhaftig in unserem Bley ist potentia Gold und Silber, und nicht sichtbarlicher Weise. Dieser Spruch ist klar genug." (Großer Bauer)

    >(...) Saturnus = Wissmuth

    >(...) Unter Wissmuth verstand man aber nicht das heute mit denselben Ausdruck bezeichnete Metall, sondern dessen Erz.

    >V.I.T.R.I.O.L.V.M

    >Das heißt: Untersuche das Innere der Erde (und zwar unserer, des Bleis der Weisen Erde!) und du wirst, indem du sie rektifizierst (also das Unwesentliche, die Schale, vom Wesentlichen, dem Salz, trennst) den verborgenen Stein (das grüne Salz der Metalle, den Vitriol) finden, die wahrhaftige Medizin.

    >(...) Mercurius Universalis, Materia (Prima) Universalis, Materia Remota, Materia Tertia = Die allgemeine Lebenskraft in ihrem feinstofflichen, ätherischen Vehikel (Spiritus Mundi, Astralsalz, Prana, Od).

    >Mercurius Crudus, Materia (Prima) Cruda, Materia Propinqua, Materia Secunda = Die allgemeine Lebenskraft mit ihrem feinstofflichen Vehikel an eine ihrer Natur besonders entsprechende grobstoffliche Unterlage konzentrativ verladen (Subiectum artis, Salz der Metalle).

    >Ausgangsstoff für die Bereitung des Mercurius Philosophorum, Materia Prima Metallorum, Materia Proxima, Materia Prima = Die allgemeine Lebenskraft mit ihrem feinstofflichem Vehikel in stärkster Konzentration an höchstgereinigte Nähr- und Muttersubstanzen der Metalle gebunden (Wasser der Weisen, philosophisches Feuer, Vas Hermetis).

    >(...) Je nach Art des Subiectum Crudum ist die im Prinzip immer gleiche Methode der Gewinnung Unseres Merkurs etwas verschieden. Ausnahmslos geht es darum, aus dem mit den drei quintessenziellen Grundprinzipien des oberen Naturlichts - dem ätherischen Salz, Quecksilber und Schwefel - geladenen Salz-Subjekt ein Präparat zu verfertigen, das es jeder dieser drei Grundkräfte erlaubt, ihre eigentümliche Wirkung in Einklang mit den anderen störungsfrei zu entfalten.

    >(...) Die Vorarbeit oder Präparation des Merkurs der Weisen erfolgt zweckmäßig nach folgenden Gesichtspunkten:

    >a) Reinigung (Purifikation;

    >Die Reinigung besteht einerseits in einer vorbereitenden Behandlung der Materia Cruda, zum Beispiel öfterem Umkristallisieren, je nach Bedarf in Wasser, Essig oder Alkohol, wodurch alle nichtkristallisierenden, praktisch keine odische Ladung besitzenden Substanzen aus dem Salz entfernt werden, andererseits in der Abscheidung derjenigen Stoffe, die nach erfolgter Trennung der flüchtigen und fixen Teile keine Kristallstruktur mehr aufweisen.

    >b) Trennung (Separation) der flüchtigen und nichtflüchtigen (fixen) Bestandteile;

    >Die Trennung des Flüchtigen vom Fixen, meist in Form trockener Destillation, liefert uns zwei Komponenten und einen fixen Rückstand;

    >1. Den flüchtigen Spiritus; Gase und Dämpfe, die sich in einer der Destillationsapparatur angeschlossenen, mit etwas destillirtem Wasser angefüllten Vorlage zum größten Teil lösen;

    >2. flüchtiges, also sublimiertes Salz, den weißen Sal volatilis, und

    >3. Im verbrannten Rückstand (Caput Mortuum) ein auszulaugendes Salz, den Sal fixus.

    >Dieses Resultat zeigt uns die oft recht komplizierte Zusammensetzung unseres Subjekts aus mehreren Salzen oder Salzgruppen.

    >(...) Die Kraft des flüchtigen Quecksilbers konzentriert sich in der starksauren, wäßrigen Lösung des Spiritus, die Kraft des flüchtigen Schwefels im Sal volatilis, und die Kraft des bindenden, leibliche Beständigkeit anstrebenden Salzes im Sal fixus.

    >c) Wiedervereinigung (Komposition derselben);

    >d) Auflösung (Solution);

    >Die Auflösung bezieht sich auf die Vereinigung der grobstofflichen Träger unserer Dreikraft in einem wäßrigen Medium mittels längerer Digestion und wiederholten Destillieres. Dabei darf die Auflösung (und damit die Vereinigung der Prinzipien) erst dann als abgeschlossen betrachtet werden, wenn beim Destillieren kein Rückstand mehr im Kolbengefäß verbleibt, also die ganze Substanz restlos übersteigt.

    >e) Verstärkung (Exaltation) der odischen Ladung;

    >(...) Zirkulieren = wochenlanges Digerieren und oftmaliges Destillieren

    >(...) "Schneide der doppelten Schlange (= materia cruda), die in solcher Erde, die große Feuchtigkeit hat, zu finden, erst das Flüchtige, nachher das Fixe aus, reinige beides von Erde und Phlegma, dann vereinige das Fixe im Flüchtigen ganz einig, so hast du die Wurzelfeuchtigkeit zur herrlichen Arzney."

    >(...) Mit der Gewinnung Unseres Merkurs, des Schlüssels der Metalle, hat die umfangreiche, sich nicht selten über ein ganzes Jahr erstreckende und mit großen Schwierigkeiten verbundene Vorarbeit ihr gewünschtes Ende gefunden.

    >(...) Nun bleibt uns nur noch übrig, die Nacharbeit zu betrachten, die die Bereitung des Sulphur Philosophorum zum Inhalt hat.

    >

    >Symbole:

    >

    > 1. Der alte Saturn / Pater Metallorum / Der hinkende, alte Bauer mit Stelzfuß - das Subiectum Crudum Artis in ungereinigter Form, bedeckt vom Schutz der Elemente seiner es enthaltenden Matrix.

    > 2. Die schöne Jungfrau in ihren glänzenden Kleidern - das gereinigte Salzsubjekt, die Materia Cruda.

    > 3. Die Mutter der Metalle - Das Menstruum Universale, der Mercurius Philosophorum, die grobstoffliche Matrix aller Metalle.

    > 4. Der kranke, unfruchtbare König (der Metalle) - Das metallische Gold.

    > 5. Das (weiße) Weib und der (rote) Mann - Die beiden, für die Ausführung der Nacharbeit erforderlichen Komponenten der Grundmaterie vor (oder nach) ihrer Vereinigung; das Wasser der Weisen (oder der ihm entsprechende, trockene, weiße Columba Dianae genannte Sublimat) mit seinem weiblichen und das metallische Gold (oder der rote Schwefel, wie er zum Beispiel beim Regenwasser und Wismutprozeß gewonnen wird) mit seinem männlichen Universalsamen.

    > 6. Die geflügelte Schlange / Der hermetische Vogel - Das Lebensfluidum, der Weltgeist.

    > 7. Die ungeflügelte (dreiköpfige) Schlange / Der giftige Wurm / Die Kröte / Der grüne Löwe - Das gereinigte (oder ungereinigte) Subiectum crudum.

    > 8. Der (geflügelte) Drache - Das philosophische Wasser.

    > 9. Der (gelbe) Löwe - Das metallische Gold.

    >Alchymie und Heilkunst (A. v. Bernus)

    >(...) Die Aufschließung der Metalle, Halbmetalle (Markasiten) und Mineralien durch das spagyrische Verfahren stellt allerdings viel höhere Anforderungen, und derjenige, der sich hierbei an Paracelsus wendet, ohne vorher an anderen chymisch leichter zugänglichen Meistern sein Verständnis für die Alchymie schon herangeschult haben, wird ohne diesen Schlüssel nie den Zugang zu der Werkstatt und den Vorschriften des Paracelsus finden.

    >(...) Nimb Circulatum wolgerainigt, und in dem höchsten wesen: Hier liegt der seltene und geheimnisvolle Schatz vergraben, der erst gehoben werden muß, um sich das Bürgerecht im Territorium der Alchymie, dem Reich des Hermes, zu erwerben.

    >Was waren diese Circulata, das Circulatum majus und das Circulatum minor, dieses Temperatum, dieses Aqua solvens des Paracelsus ? Nichts anderes als das Alkahest, das stets gesuchte, tiefverschwiegene, mit soundsoviel Namen aufgeführte und gepriesene große Lösungsmittel, der berühmte und geheime Weingeist des Raimundus Lullus und der Adepten.

    >(...) Die hier genannten Werke sind durchaus unzweideutig und enthalten keinerlei bewußte Irreführung, auch wenn sie das hermetische Geheimnis selbstverständlich nur verhüllt und parabolisch aussprechen. Es sind:

    >

    > 1. Das Geheimnis von dem Salz, geschrieben und herausgegeben von Elias Artista Hermetica;

    > 2. ABC vom Stein der Weisen (eine Sammlung der wichtigsten alchymistischen Schriften);

    > 3. Compaß der Weisen

    > 4. Georg von Welling: Opus Mago-Cabbalisticum et Theosophicum, darinnen der Ursprung, Natur, Eigenschaften und Gebrauch des Salzes, Schwefels und Mercurii in dreyen Theilen beschrieben;

    > 5. Johann Kunkel von Löwensterns Laboratorium chymicum;

    > 6. das königliche Rosenkreuzer-Werk: Aurea Catena oder die Goldene Kette des Homer, sowie schließlich das eingangs erwähnte Werk

    > 7. Geschichte der Alchymie von Karl Christoph Schmieder.

    >An die großen hermetischen Meister: Paracelsus, Basilius Valentinus, Isaacus Hollandus heranzutreten, kann dann erst fruchtbar werden, wenn durch Vertiefung in die vorgenannten Schriften der Grund zum Verständnis auch dieser letzteren gelegt ist.

    >Wer in dieser Reihenfolge seine alchymistischen Studien betreibt, hat, sofern es seine Seelenlage vorbedingt, die entfernte Aussicht, zu dem endlichen und eigentlichen Ziele zu gelangen, ohne auf allzu weite und abseitige Umwege zu geraten, die schließlich in ein Labyrinth hineinführen, aus dem es ohne den hermetischen Faden der Ariadne kein Heraus mehr gibt. - Hierzu die Titel einiger alchymistischer Schriften:

    >

    > 1. Filum Ariadnes,

    > 2. Abyssus Alchymiae,

    > 3. Fegfeuer der Chymisten,

    > 4. Coelum reservatum chymicum, aber auch:

    > 5. Der hermetische Triumph oder der siegende philosophische Stein,

    > 6. Clavis Sapientiae,

    > 7. Aula Lucis und schließlich nach errungenem Sieg:

    > 8. Das Goldene Vließ oder der urälteste verborgene Schatz der Weisen.

    >

    >(...) So wurde von den Rosenkreuzern bis zum Ausbruch der Französischen Revolution der Schild und Nimbus der hermetischen Kunst und Weisheit hochgehalten, und in den 1779 erschienen Versammlungsreden der Gold- und Rosenkreutzer sowie in der von der Loge 1781 neu herausgegebenen Aurea Catena gaben sie noch einmal dem nach dem hermetischen Geheimnis Suchenden besinnlicher und greifbarer als je zuvor den Schlüssel des verborgenen Tempels als ein bleibendes Vermächtnis ...

    >(...) Von dieser sich bereits verengenden Sicht her schrieb van Helmont: Das erste Stück ist der Alkahest. Wenn ihr diesen nicht erlangen könnt, so lernet wenigstens das Weinsteinsalz flüchtig machen, damit ihr durch dessen Vermitllung eure Auflösungen machen könnt ...

    >Es ist ein sehr besinnlicher und hinweislicher Satz für den, der alchymistisch auf der Suche ist, den hier van Helmont ausspricht. Der stets gesuchte und gerühmte Alkahest war ja das große Lösungsmittel der hermetischen Meister, und ohne ihn läßt sich der Stein nicht darstellen. Van Helmont, der war zwar kein Adept war, aber tiefer, als er zugibt, in die Alchymie hineingesehen hatte, weist vom Alkahest (Alkali-est ?) also unmittelbar hin auf das Weinsteinsalz: sal tartari. -

    >(...) ... Strophen des Basilius Valentinus, die den alchymistischen Prozeß zum Vorwurf haben, so findet man die Zeilen:

    >

    > TARTARUS - WEINSTEIN

    > Vegetabilisch thu ich mich nennen,

    > Die starken Weine mich wohl kennen,

    > Wann mich die andern Salz addirn,

    > So thu ich sie zum Schlüssel führn

    > Durch meinen Geist, daß sie sich rächen,

    > Und all Metallen gar zerbrechen:

    > Das führ ich mit mir aus der Erden,

    > Daß sie all zu Quecksilber werden.

    > Das thut kein Kraut mehr in der Welt,

    > Die Natur hat mirs zwar zugestellt:

    > Solch Freundschaft und solch große Thaten,

    > Der tausend Mensch kans nicht errathen.

    >

    >Und wieder liest man bei van Helmont: Das Weinsteinsalz wird ganz und gar flüchtig und steigt in die Höhe, bisweilen flüssig und oft wie ein Sublimat. Dies Salz ist in der Probe bewiesen, wiewohl der Handgriff wenigen bekannt ist.

    >Und bei De le Boe Sylvius, der seinerzeit der Ruhm der Universität von Leyden war, gegegnet man an der Stelle: Das fixe Laugensalz (gemeint ist das Sal tartari) kann flüchtig gemacht werden durch Cohobation mit einem flüchtigen Spiritus. Ein solches flüchtiges Laugensalz steigt bei nicht zu starkem Feuer auf und sublimiert sich. Ein solches flüchtiges Laugensalz ist bloß den Künstlern, die Fleiß und Geduld haben, zugestanden, nicht anderen, die lange Arbeit fliehen. Ein solches Salz hat große Kräfte.

    >Sal tartari - Kalium cabonicum, K2CO3 - Pottasche - Weinsteinsalz, wird der moderne Chemiker von seinem Standpunkt nicht mit Unrecht zweifelnd sagen: Pottasche soll sublimierbar sein, soll "flüssig" über den Helm getrieben werden können



  7. #7
    snr
    Gast

    Re: BLABLABLABKLA


    >BLABLABLABLA




    Endlich ein interessanter Beitrag!

  8. #8
    Pseudophilosoph
    Gast

    Re: BLABLABLABKLA GAGAGA


    >>BLABLABLABLA

    >

    >Endlich ein interessanter Beitrag!


    Mal so ganz unter uns: Kommst du in dieses Forum weil du Zerstreuung suchst oder steckt da eher eine pädagogische Absicht dahinter?

  9. #9
    Christian
    Gast

    Re: BLABLABLABKLA GAGAGA


    >>>BLABLABLABLA

    >>

    >>Endlich ein interessanter Beitrag!

    >Mal so ganz unter uns: Kommst du in dieses Forum weil du Zerstreuung suchst oder steckt da eher eine pädagogische Absicht dahinter?




    mit paedagogik hatt der wohl nicht sehr viel am hut


    liebe gruesse

    chris

  10. #10
    Tronic
    Gast

    Muss ihn wirklich ärgern...


    ....denn sonst hätte snr ( vermutlich ein und derselbe wie "BLABLABLABLA") diesen Beitrag von Mr. Fludd nicht extra kommentiert.

    SNR (Werner) scheint ja ein wirklich frustrierter Mann zu sein. Sonst würde er als angeblich so weit Entwickelter gar nicht seine Zeit damit verschwenden, alles und jeden im Forum mit stänkernden Kommentaren zu bedenken - um sich dann sofort wieder zurückzuziehen wenn er mal an der Reihe mit eigenen Vorschlägen, Erfahrungen und Positionen wäre.

    Schade das die meisten alten Foren (auch SNRs) geschlossen wurden - aber das wird mit diesem nicht passieren.

    Muss ein stetiger Dorn in der Seele von einigen Leuten sein, dass dieses "Franz Bardon Forum" überhaupt existiert und hier praktische Erfahrungen ausgetauscht, Informationen gesammelt und Ratschläge gelesen werden können.

    Solche Beiträge wie die von diesem Komiker "bla" zeigen jedenfalls, dass es einige auf den Tod nicht ausstehen können das es hier hin und wieder tatsächlich einige brauchbare Informationen gibt - die Literaturvergleiche zur Alchemie und genannten Buchtitel sind jedenfalls durchaus nützlich.




    @Martin: Ich bitte dich als Moderator, so offensichtlich rein destruktive und auf Störung angelegte Spam-Postings wie von diesem "bla" in Zukunft zu löschen. Hier kann jeder schreiben was er will - aber ich finde, man sollte keine reinen Störaktionen hinnehmen.




    Tronic

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