1 Trag einfache und bequeme Kleidung.
2 Achte darauf, dass der Raum, wo Du meditierst und die Kunst der Versenkung uebst, nicht von Zugluft heimgesucht wird.
3 Meditierst Du im Freien, sollte der Ort abgelegen und windstill sein.
4 Meditierst Du im Haus, daempfe etwas das Licht, damit sich Deine Sinne besser von der aeusseren Welt zurueckziehen koennen.
5 Auch solltest Du, wenn Du noch stoffliche Nahrung benoetigst, zwei Stunden vorher und nachher nichts zu Dir nehmen.
6 So kann sich die Energie, die Du aus der Meditation gewinnst, besser in Deinem Organismus ausbreiten.
7 Setz Dich zur Meditation in die Lotus-Haltung, denn diese ist die Koenigin aller Haltungen.
8 Oder wenn das nicht: Setz Dich zur Meditation in die Meister-Haltung.
9 Oder wenn das nicht: Setz Dich zur Meditation auf einen festen Stuhl oder Hocker.
10 In der Lotus-Haltung legst Du den rechten Fuss auf den linken Oberschenkel und den linken Fuss auf den rechten Oberschenkel, so dass Knie und Gesaess ein Dreieck bilden.
11 In der Meister-Haltung ziehst Du die linke Ferse zum Damm, waehrend die rechte am unteren Bereich des linken Schienbeins anliegt; die Knie aber senken sich zu Boden.
12 Pendel Deine Wirbelsaeule aus, damit sie wie der Baum des Lebens in Deinem Wesen steht.
13 Entspann Dich und atme ein paarmal tief durch.
14 Finde Dich zurecht in der Haltung der Meditation.
15 Beobachte Dich eine Weile selbst.
16 Nimm Dir etwas Zeit und versuche, Deinen ganzen Koerper wahrzunehmen, wie er dort in der Meditations-Haltung sitzt.
17 Wenn Du auf einem Stuhl oder Hocker sitzt, stell Deine Beine schulterbreit auseinander.
18 Lass Deine Haende dabei locker auf den Oberschenkeln ruhen.
19 Meditierst Du in der Meister- oder Lotus-Haltung, lege den rechten Handruecken in die linke Hand-Flaeche, waehrend sich die Spitzen der beiden Daumen sanft beruehren.
20 Achte darauf, dass Deine Schultern entspannt sind und halte den Kopf aufrecht.
21 Schliess sanft Deine Augen und betrachte eine Weile Dein Inneres.
22 Gewoehn Dich an das Wesen Deiner eigenen Dunkelheit.
23 Es ist die Ebene Deiner eigenen Seele.
24 Hab keine Angst: Du bist in Sicherheit!
25 Das bist Du alles selbst.
26 Alles kommt allein von Dir und kehrt wieder zu Dir zurueck.
27 Nichts kann Dir geschehen!
28 Gib allen Gedanken freien Raum.
29 Versuche nichts zu beurteilen.
30 Alles hat seinen Anfang im Unendlichen.
31 Du kannst nichts falsch machen, denn Du befindest Dich auf dem Weg ins Licht.
32 Versuche zu analysieren, was sich aus dem Blickwinkel der Anatomie alles in Deinem Koerper befindet.
33 So bekommst Du ein gutes Gefuehl fuer Deine Knochen, Sehnen, Baender, Muskeln, Organe und Gefaesse.
34 Betrachte jetzt fuer einige Zeit das Nabel-Zentrum inmitten der Wirbel-Saeule und versuche, die Achtsamkeit aufrecht zu erhalten.
35 Versuche beim Betrachten des Nabel-Zentrums locker und entspannt zu bleiben und die Wirbelsaeule und den Kopf gerade zu halten.
36 Atme weich und ruhig in Dich hinein.
37 Atme direkt in Dein Nabel-Zentrum.
38 Gib Dir Ruhe und Frieden.
39 Indem Du mit Deinem Geist, der in Deinem Kopf wohnt, das Nabel-Zentrum bestrahlst, erwaermst Du es.
40 Das Nabel-Zentrum ist das Zentrum des Wassers.
41 Hier verbindet sich die Sexual-Kraft mit der Atem-Kraft.
42 Darum heisst das Zentrum: Tor des Lebens.
43 In der Dunkelheit des Wassers entzuendet sich das Licht des Feuers.
44 Der rhythmische Atem ist das Fahrzeug, um in die Tiefe des Nabel-Zentrums einzudringen.
45 Sei entspannt und voller Hingabe.
46 Ruhe in der offenen Weite Deiner eigenen Mitte!
47 Ist die Zeit Deiner Meditation beendet, beobachte Dich wieder selbst.
48 Nimm Dir noch etwas Zeit und versuche erneut, Deinen ganzen Koerper wahrzunehmen, wie er dort in der Haltung der Meditation sitzt.
49 Welche Empfindung geht jetzt von ihm aus?
50 Welche Auswirkung hat Dein Tun auf Deinen Organismus?
51 Oeffne jetzt sanft die Augen und kehre in die aeussere Welt zurueck.
52 Atme einmal tief ein und aus, damit sich innere Verspannungen loesen, die jeder Anfaenger von selbst ganz unwillkuerlich erzeugt, indem er versucht, alle Dinge sofort richtig auszufuehren.
53 Spaeter verwandelt sich die Anstrengung der „Anfangsschwierigkeit“ in „bestaendige Gangart“, die sich wiederum transformiert, um sich schliesslich als „kinderleichtes Spiel“ zu offenbaren usw.
54 Halte Dich bei der Dauer der Meditation nicht an von Menschen festgelegte Zeiten!
55 Ueberlass die Fuehrung allein Deinem Geist.
56 Dein Geist weiss immer, was richtig ist!
57 Allein durch die dauerhafte Betrachtung des Nabel-Zentrums entfachst Du den Funken zur Erleuchtung:
58 „Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Die Erde war wuest und leer. Finsternis war ueber der Tiefe, und der Geist Gottes schwebte ueber dem Wasser. Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht.“
59 Das ist die erste Regung der reinen Liebe!
60 Durch das Wesen der Liebe offenbart sich der Frieden des Geistes.
61 Die beste Zeit zur Meditation ist die Zeit zwischen Mitternacht und Sonnenaufgang.
62 Waehrend sich ueber den Tag hinweg das Geistige immer mehr zurueckzieht, kehrt es nach Mitternacht aus der Tiefe des Universums zurueck.
63 Meditation ist der Schluessel, um zum Wesen des Koerperlichen, Seelischen und Geistigen vorzudringen; wer meditiert, wird reichhaltig belohnt.
64 Moegen durch unsere Taten alle Fuehlenden Wesen zur Befreiung gelangen!



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