Jemand mit dem ich seit 1/2 Jahren in der selben Kommune (abgesehen von Sonnen- und Wasserkraft im Grunde genommen Leben wie im 18.Jh.) wohne und den ich bisher für normal hielt, hat in der Nacht vom letzten Sonntag zum Montag, ohne erkennbaren äußeren Grund, vollständig seinen Verstand verloren. Allerdings fallen mir jetzt im Nachhinein einige Punkte ein die man auch so deuten kann, daß es sich in den letzten Wochen und Monate durch ganz schwache Vorzeichnen angedeutet hat (z.B. Einige Tag vorher hat er gesagt, daß er das Gefühl hat als würde bald etwas schreckliches passieren). Auf jeden Fall hätte ich es nie für möglich gehalten was Vorgestern passierte:
Wir hatten mit einigen Anderen am frühen Abend Musik gemacht und er mußte anfangen zu weinen (er ist 26 und ein Sportler und eigentlich ist es nicht seine Art). Ich sagte ihm also bevor alle schlafen gingen, wenn er ein Problem hat so kann er auch Nachts zu mir kommen.
(Man muß dazu sagen, daß ich am Rand eines Waldes in einem Bauwagen wohne und es kein Licht außer Kerzen und Mondbeleuchtung gibt).
Er klopfte rund 12 Uhr an meine Tür, ich ließ ihn herein, in seine Augen war der Wahnsinn geschrieben und er stotterte zusammenhangslose Worte denen ich zuerst nur entnehmen konnte "sie sind da!". Meine Gegenwart beruhigte ihn etwas und so konnte er mir erzählen was da ist: "Auf den Bäumen und unter seinem Zimmer Schwarze Wesen mit glühend roten Augen, ein grünes Monster mit vernarbtem Gesicht und langen Haaren, Schatten die schnell vorbeihuschen.... Schreie, Stimmen". Ich legte ihm den Arm auf die Schulter und wollte ihn trösten, da war draußen ein Geräusch zu hören (Tiere, der Wind hat etwas umgeworfen, ...?) er sagte "sie kommen, sie sind hier, gleich kannst du sie sehen!". Ich sagte ihm: "Ich kenne eine Kraf von der ich aus Erfahrung weiß daß sie stärker ist als alle Dämonen! ...Wär es nicht sinnvoll, daß wir zu seinem Zimmer gingen und uns der Gefahr stellen, statt drinnen zu warten was passiert?" (weil ich mir zuerst kein klares Bild machen konnte was los war, bin ich neugierig geworden, allerdings muß ich sagen das ganze war schon etwas unheimlich). Nach einiger Zeit konnte ich ihn überreden.
Wir gingen also an die Stelle wo draußen neben seinem Zimmer die Monster waren. Der Wind blies die Kerzen aus und man konnte nur schache Konturen sehen. Er sagte: "da ist es!"... Also wir haben bestimmt eine Stunde lang Monster im Wald und überall gesucht, aber auh wenn er überall etwas sah und vermeintlich direkt davor stand, ich konnte nichts auffälliges hören oder sehen.
Bei unserem Spaziergang sagte ich ihm, daß ich an seiner Stelle beten würde. Er ist zwar Materialist und machte sich bisher über Relligion nur lustig, aber er fiel sofort auf die Erde und fing an zu beten.
Nach dem wir dann noch einige Zeit Lieder gesungen hatten ging es ihm deutlich besser und wir verblieben so, am nächsten Tag zu besprechen was zu tun sei.
Als ich ihn am Vormittag in der Küche antraf war er nur noch ein absolutes Wrack, er ist auf die Stufe eines 4-järhigen zurückgefallen und sagte nur noch Sachen wie: "da Tädi-Bär liegt auf dem Rücken, ganz schlimm!" und war am dauer-heulen.
Ich sagte den Anderen was los ist und wir sahen keine andere Möglichkeit als ihn in der nächten Psyschatrie abzuliefern.
In der Nacht wußte ich nicht was los war und dacht mir:
- Pantome oder Poltergeister stellen irgend einen Unsinn an?
- Ein Schwarzmagier treibt mit ihm irgend welche Spielchen?
- Er haluziniert aus unbekannten Gründen?
- Er kann in die geistige Welt schauen und sieht etwas was wirklich da ist, aber nicht materialisirt ist?
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Am nächsten Tag konnte ich etwas nüchterner nachdenken ich würde sagen was vorgefallen war ist folgendes:
Er sagte mir mal, daß er in seine Jugend gekift hat dies aber seit 3 Jahren nicht mehr braucht und sein Leben geändert hat. Ich bin mir fast absolut sicher das er zwar in der letzten Zeit sicher keine Drogen genommen hat, aber es gibt ja das bekannte Phämomen des Flash-back`s, daß nach Jahren spontan die Wirkung eintrit als wenn man geraucht hat auch wenn man nichts einnimmt.
Dies kann es aber nicht alleine gewesen sein. Ich vermute, daß er eine starke Fähigkeit hat etwas zu imaginieren oder sich akustisch etwas vorzustellen und so wie man bewußt etwas imagnieren kann als wenn etwas real wäre, hat es sich bei ihm verselbstständigt.
Auch wenn mir es bisher nicht aufgefallen war, scheint er aber eine schizophrene Veranlagung zu haben. Im hermetischem Sinne würde ich dies als eine Schwächung der Mentalmatrize deuten.
Sein ständiges weinen spricht dafür, daß er völlig aus dem seelischen Gleichgewicht gefallen ist und das Wasserelement zur Zeit völlig überwiegt.
Es scheint auch so zu sein, daß er sich Larven und Schemen gebildet hat die durch die Aufmerksamkeit und Angst die er ihnen gibt immer mehr gestärkt werden und das Unterbewußtsein fast völlig die Kontrolle über ihn gewonnen hat.
Was haltet ihr von meiner Interpretation?
Ich wollte es vermeiden ihn in die Hände der Psyschater zu geben, die werden ihn nur mit Medikamenten zustopfen, aber was ist die Alternative? Gibt es gute Ärzte in dieser Richtung, homeop. Mittel die seinen Zustand etwas lindern,...? Was kann ich für ihn tun?
(Was mir noch zu Thema einfällt: Alle die wild im WWA herumexperimentieren ohne ihren Charakter ausreichend ausgeglichen zu haben, ihre Gedanken zu beherrschen,... begeben sich in die Gefahr, daß sie ähnliche Erfahrungen machen wie der Bekannte von mir (der Unterschied ist nur, daß er nicht erst üben brauchte, sondern gute Anlagen für Imagination, akustische Vorstellung hat.)
SIMON MAGUS



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