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Thema: Die Wahrheit

  1. #1
    A L S
    Gast

    Die Wahrheit


    Die Wahrheit ist immer überprüfbar, indem man Sie auf sich selbst anwendet.

    Ich behaupte, wir sind Kinder Luzifers.

    Adam und Eva wurden aus dem Paradies vertrieben, weil Sie auf Luzifer hörten.

    Luzifer hat sich von Gott abgewandt und steht daher für NEIN.

    Es entstand eine Dualität aus JA zu Gott und NEIN zu Gott.

    Wir lernten zu entscheiden und daraus folgte die Illusion wir hätten eine Wahl.

    Wir haben keine Wahl, weil alles von Gott kommt. Jeden Tag haben wir unsere ganz individuelle Aufgabe. Wir können Sie annehmen oder ablehnen.

    Lehnen wir diese Aufgabe ab, wird Sie in einer neuen Form wiedererscheinen und dies wiederholt sich so lange, bis wir Sie angenommen haben.

    Somit gibt es nur eine Wahl und diese heißt GOTT.

    Du kannst dich immerwieder von Gott abwenden, dich somit sehr weit von ihm entfernen, aber glaube nicht du hättest einen anderen Weg gewählt.

    Du hattest niemals eine andere Wahl als zu Gott zurückzukehren.


    Deine Aufgaben werden dich immer begleiten und Sie tauchen in immer neuer Form in deinem Leben auf. Wenn du deine Aufgaben löst, wirst du den Weg zu Gott antreten. Wollten wir es im Lichtspektrum betrachten wäre es in etwa so zu sehen. Wir können Licht in unser Leben aufnehmen, dementsprechend farbig sehen oder wir lösen uns davon und nehmen dementsprechend wenig wahr.

    Ein fröhlicher Mensch hat Farbe im Gesicht, am ganzen Leib, ein verkümmerter Mensch wirkt grau und tot. Alles eine Sache der Annahme oder Abgabe.

    Logischerweise ist alles zu Gott gehörig, demnach auch die Abgabe des Lichts.

    Die Wahrheit ist aber, alles ist Licht.


    Du kannst also selbst wählen ob du etwas annimmst oder ablehnst.

    Es zählen nicht alleine die Worte sondern die gesamte Haltung dazu in Körper, Seele und Geist. Jeder Mensch, der einmal diesen inneren Frieden in sich spüren konnte, weiß aus ganzem Herzen, dass diese Worte wahr sind.


    Es spielt demnach keine Rolle, welchen Weg du wählst, weil du nicht wählen kannst, sondern dass du akzeptierst, was auf dich zukommt und es annimmst.

    Nimmst du dich an, wie du bist, dann erkennst du GOTT. Du erkennst dich in Gott.

    Du erkennst Gott in allem und du weißt Gott ist in dir.

    Wozu noch etwas manipulieren wollen, was nur durch Luzifer existiert?

    Wozu manipulieren wollen, wenn du eh keine Wahl hast?

    Kannst du etwas GEGEN JEMANDEN bewirken?

    Glaubst du das wirklich?

    Du triffst keine Wahl. Wir treffen alle keine Wahl, weil es niemals eine Wahl gegeben hat. Wir wußten das als Kinder, darum war es egal, was uns andere aufgetragen haben zu tun. Wir wußten, dass alles nur ein Spiel ist und wir spielten meisterhaft mit anderen Kindern zusammen. Jeder Tag war eine wahre Herausforderung und wir erinnern uns gerne daran und sehr gut sogar.

    JAAAA sagten wir zum LEBEN und waren voller Energie. NICHTS konnte unseren Lebenswillen bändigen und kein böses Wort der Erwachsenen uns und unsere verwirklichten Träume aufhalten. Wir wußten es besser!

    Wir sagten JA zum Leben.


    Überprüfe diese Worte und entscheide selbst.

    Ich weiß, du wirst dich richtig entscheiden,

    denn du hast keine andere Wahl. ;-)


    Arkturo

  2. #2
    Anzeraq
    Gast

    Re: Die Wahrheit - kleine luciferische Aufklaerung diverser Autoren









    Es waere ueberfluessig, selbst noch einen Artikel ueber Lucifer zu verfassen, denn zu dieser Thematik gibt es nicht nur viele Buecher, sondern auch umpfangreiches Material im Internet. Hier einige markante Auszuege:


    In einem Artikel aus Heft 2 "Theosophie in Bewegung" heißt es:


    Eines der schwierigsten Probleme für den angehenden „Okkultisten“ ist, die Bedeutung des Wortes „Lucifer“ zu begreifen. „Lucifer“ ist der Gegensatz von „Christus“, er ist dessen Gegenschein (Diabolus est deus inversus). Wer das wahre Wesen von Lucifer erkennt, der erkennt auch das Wesen von Christus. Wer Christus nicht kennt, erkennt auch Lucifer nicht. Wer das Ewige nicht kennt, kann es nicht vom Vergänglichen unterscheiden.


    „Lucifer“ bedeutet einen „Lichttraeger“, d.h. diejenige Kraft, welche dem Menschen „Licht“, Verstaendnisfaehigkeit bringt. Es ist aber zweierlei Licht zu unterscheiden, nämlich das Licht Gottes, d.h. das Licht der goettlichen Weisheit (Theosophia), welches kein Mensch fassen oder begreifen kann, so lange er noch in der Beschraenktheit, welche ihm der Selbstwahn auferlegt, befangen ist, und der Widerschein dieses Lichtes im irdischen Menschen, welches der vom Eigenduenkel befangene Mensch für sein „eigenes“ hält, weil es aus seinem Eigenduenkel entspringt. Das unvergaengliche Licht ist die ueber alles persoenliche “Selbstwissen“ und Selbstwollen“ erhabene goettliche Erkenntnis und goettliche Liebe; das andere ist die Weisheit der irdischen Gelehrten, welche zum grossen Teile aus Duenken und Waehnen und aus Schlußfolgerungen aus taeuschenden Erscheinungen, in welchen die Wahrheit nicht erkannt wird, beruht.

    (Zitat: Ende)


    In der Zeitschrift "Solaris" heißt es:


    Das Wort Lux, -cis (lat.) bedeutet Licht; doch Lucis und Lucifer haben denselben Wortstamm! Bedeutet dies nun, daß das Licht boese sein soll? Mitnichten! Licht allein ist nur Quantität (Kraft, "Power"), nicht Qualität!! Licht ist nicht dasselbe wie Liebe! Der "Lichtträger" (Lucifer), wie er so oft in diversen Buechern zitiert wird, ist nicht derjenige, der uns Liebe und Waerme bringt, sondern Haß und Kaelte, Egoismus und Verblendung und vielleicht kurzfristig Macht und Einfluß. Wer ihm folgt betritt einen Weg, der in die Einsamkeit führt. Er ist ein "armer Teufel", er kann sich allein nicht mehr von diesem Einfluß loesen. So ein Mensch braucht die liebende Zuwendung eines "Engels", eines sonnendurchfluteten Wesens um sich wieder zum Goettlichen erheben zu koennen. Es gibt viele "Gemeinschaften", die ohne es zu wissen, unter dem Einfluß dieses kalten Lichtes stehen.

    Copyright by Sundara, Wien 1992

    (Zitat: Ende)


    Satans Fall - aus dem "Lexikon der populären Irrtümer":



    "[...] In der Antike war Lucifer ein Name für den Morgenstern, fuer den Planeten Venus; er hatte mit dem Teufel nichts zu tun.

    Vermutlich beruht die Gleichung Lucifer=Teufel auf Jesaja 14,12; dort heißt es vom Koenig von Babylon: "Ach, du bist vom Himmel gefallen, du strahlender Sohn der Morgenroete. Zu Boden bist du geschmettert, du Bezwinger der Voelker." Darin haben dann die Kirchenväter eine Anspielung auf den Satan gesehen; sie haben Satan = Koenig von Babylon = Sohn der Morgenroete = Morgenstern = Lucifer gesetzt."

    (Zitat: Ende)


    Wer es etwas dicker haben moechte:


    Wikipedia - Luzifer




    Schaetze mal, dass diese Hinweise genuegen, um einen kleinen Eindruck vom Lucifer-Mythos zu bekommen. Menschen, die ihren Erkenntnisweg im Bereich der Magie angesiedelt haben, duerfte das Dargelegte ziemlich bekannt sein. Was einigen vieleicht nicht so bekannt ist, ist die Betrachtungsweise Lucifers aus kabbalistischer Sicht. So schreibt z.B. der Kabbalist Josef Gikatilla in seinem monumentalen Sefirot-Werk "Shaare Cädäq":


    (Freie Uebersetzung aus dem Englischen:)


    Lucifer ist nicht das Wesen des Morgensterns, der als Venus bekannt ist, denn dann waere er nicht der "Bringer des Lichtes". Diese im Altertum angelegte Assoziation beruht auf der Traegheit so mancher Suchenden, die sich nicht wirklich Muehe geben, den Urspruengen auf den Grund zu gehen. Aus diesen Halbwahrheiten entwickeln sich schließlich Mythen und Legenden, die im Laufe der Zeit immer weiter vom Ursprung abweichen.


    Menschen, die sich soweit entwickelt haben, dass es ihnen moeglich ist, in Abwesenheit des stofflichen Koerpers, d.h. unter voerruebergehende Todesstarre durch Willenskraft, bestimmte Spaehren von Planeten zu besuchen, werden gewahr, dass es sich bei Lucifer um eine Wesenheit des Planeten Saturn der Sefirot Binah handelt.


    Auf den Menschen uebertragen kommt diese Spaehre in seinem Kopf zur Wirkung, genauer gesagt unter seiner Schaedeldecke, wo sich naemlich das Zentrum befindet, das die goettlichen Ausguesse durch die Roehren der anderen Sefirot leitet, bis sie in Malkuth enden, d.h. in den Beinen und Fueßen des Menschen.


    Chockmah, das Prinzip der Weisheit, entzieht sich dem menschlichen Organismus, da diese Sefirot die Unendlichkeit des Raumes vertritt; ebenso Kether, das Prinzip des Goettlichen, das als Unendlichkeit des Bewußtseins zu verstehen ist oder als Quelle des Lichtes, wie manche sagen.


    Der Traeger oder Vermittler des goettlichen Lichtes ist Lucifer. Er hat es von Gott empfangen, um es dem Menschen zu schenken, damit diese es in ihrem Samen tragen, dessen Kraft ihrem Herzen als Nahrung dient.


    Besitzt das Herz der Menschen genuegend Nahrung, so wird ihnen der Weg zu Gott immer deutlicher; verlieren die Menschen jedoch ihren Samen, wird die Finsternis immer groeßer. Wo sollte das Licht wohl anders wohnen als im Samen, aus dem ein lebendiges Wesen hervorgeht?! Oder gibt es im Koerper etwa noch andere lichterzeugende Organismen, die das Spiegelbild Gottes, den lebendigen Menschen, in sich tragen? Die Antwort ist: Nein!


    Somit ist auch der Fall Lucifers leicht verstaendlich, denn er ist ja der Traeger dieses Lichtes, der vom Kopf aus die einzelnen Zentren im Menschen belebt und erleuchtet, so dass sie sich nicht nur im Irdischen zurechtfinden, sondern auch im Geistigen.


    Lucifer erhellt nicht nur die innere Welt des Menschen, sondern macht auch seine aeußere Welt fuer ihn sichtbar. Wenn der Mensch jetzt seinen Samen verliert, so verdunkelt sich nicht nur seine innere, sondern auch seine aeußere Welt, so dass die Einfluesse von Binah ihre verstandesmaeßige Funktion aufheben (der Mensch verliert seinen Verstand) und zur richterlichen Ordnung schreiten, denn von diesem Augenblick an hat sich der Mensch vom Goettlichen abgeschnitten und findet sich "nackt" in der materiellen Welt wieder.


    Richterliche Ordnung = Saturn im Kopf richtet ueber die Erde, deren Einfluesse sich, in Zusammenwirkung mit dem Mond (jesod), im Unterleib zentrieren. Diese Einffluesse formen von hier aus alles Uebrige im Menschen, darum ist dieses Zentrum die Quelle des Lebens auf niedriger Stufe.


    Kabbalisten tauchen ihr Bewußtsein in diese Quelle ein und steigen mit ihr die Stufen des Lebensbaumes empor. Sie durchwandern (innerhalb ihres Ruckgrads) jede einzelne Spaehre, bis sie (im Kopf) nach Binah gelangen. Hier wird ihr Herz geprueft, ob es die Reinheit besitzt, zurueck ins Paradies zu duerfen, dessen Tor ebenfalls im Kopf angelegt ist, eben an jenem Ort unterhalb des Schaedels, an dem die Pruefung (das Gericht) stattfindet.


    Der Fall Lucifers bedeutet also nichts anderes als der Ausfluß des Samens; und wenn noch viele Engel mit ihm zur Erde "fallen", so ist diese Auffassung nur als Beispiel dafuer zu betrachten, dass mit dem Verlust des Samens noch unzaehlige andere Samen den Koerper des Menschen verlassen, denn diese Samen sind allesamt lebendige Wesenheiten, die das Ebenbild Gottes, den Menschen, in sich tragen.


    In diesem Sinne ist auch der Suendenfall zu verstehen, denn es gibt nur eine einzige Suende, die als "Suende wider dem Geiste" bezeichnet wird, und das ist die Vernichtung der lebendigen Geister, die sich im menschlichen Samen offenbaren, um sich eine Geburt als Mensch zu erhoffen.


    Das heißt, dass diese Geister schon so weit vom Himmel herabgestiegen sind, dass sie sich direkt vor dem "irdischen Tor" befinden. Fuer die Verkoerperung als Mensch sind unzaehlige Geister bereit, den Tod zu erleben, denn auch hier geht das Wissen um, dass es nur einem oder wenigen gelingt, in den Schoß eines Weibes einzugehen.


    Alle anderen Suenden sind nur ein Resultat dieser einen Ur-Suende, denn nur ein Mensch, der seinen Samen verloren hat und demzufolge nicht mehr unter dem Einfluß von Kether steht, entwickelt Begabung im Umgang mit Luege, Zwietracht, Mord und Totschlag. Er versteht es, sich ueber andere zu erheben, um sich die Welt untertan zu machen. Denn die "Erhebung" ist seine Natur. Da es ihm nicht mehr gelingt, sich im Inneren zu erheben, versucht er dies im Aeußeren, wozu ihm jedes Mittel recht ist.

    (Zitat: Ende)


    Anmerkung: Diese Berichte geben nicht meine persoenliche Meinung wieder, sind also nicht mit meiner Person oder meinem Weg in Verbindung zu bringen!




    PS: Hi, Daniel, herzliche Grueße!!!!!











    >Die Wahrheit ist immer überprüfbar, indem man Sie auf sich selbst anwendet.

    >Ich behaupte, wir sind Kinder Luzifers.

    >Adam und Eva wurden aus dem Paradies vertrieben, weil Sie auf Luzifer hörten.

    >Luzifer hat sich von Gott abgewandt und steht daher für NEIN.

    >Es entstand eine Dualität aus JA zu Gott und NEIN zu Gott.

    >Wir lernten zu entscheiden und daraus folgte die Illusion wir hätten eine Wahl.

    >Wir haben keine Wahl, weil alles von Gott kommt. Jeden Tag haben wir unsere ganz individuelle Aufgabe. Wir können Sie annehmen oder ablehnen.

    >Lehnen wir diese Aufgabe ab, wird Sie in einer neuen Form wiedererscheinen und dies wiederholt sich so lange, bis wir Sie angenommen haben.

    >Somit gibt es nur eine Wahl und diese heißt GOTT.

    >Du kannst dich immerwieder von Gott abwenden, dich somit sehr weit von ihm entfernen, aber glaube nicht du hättest einen anderen Weg gewählt.

    >Du hattest niemals eine andere Wahl als zu Gott zurückzukehren.

    >Deine Aufgaben werden dich immer begleiten und Sie tauchen in immer neuer Form in deinem Leben auf. Wenn du deine Aufgaben löst, wirst du den Weg zu Gott antreten. Wollten wir es im Lichtspektrum betrachten wäre es in etwa so zu sehen. Wir können Licht in unser Leben aufnehmen, dementsprechend farbig sehen oder wir lösen uns davon und nehmen dementsprechend wenig wahr.

    >Ein fröhlicher Mensch hat Farbe im Gesicht, am ganzen Leib, ein verkümmerter Mensch wirkt grau und tot. Alles eine Sache der Annahme oder Abgabe.

    >Logischerweise ist alles zu Gott gehörig, demnach auch die Abgabe des Lichts.

    >Die Wahrheit ist aber, alles ist Licht.

    >Du kannst also selbst wählen ob du etwas annimmst oder ablehnst.

    >Es zählen nicht alleine die Worte sondern die gesamte Haltung dazu in Körper, Seele und Geist. Jeder Mensch, der einmal diesen inneren Frieden in sich spüren konnte, weiß aus ganzem Herzen, dass diese Worte wahr sind.

    >Es spielt demnach keine Rolle, welchen Weg du wählst, weil du nicht wählen kannst, sondern dass du akzeptierst, was auf dich zukommt und es annimmst.

    >Nimmst du dich an, wie du bist, dann erkennst du GOTT. Du erkennst dich in Gott.

    >Du erkennst Gott in allem und du weißt Gott ist in dir.

    >Wozu noch etwas manipulieren wollen, was nur durch Luzifer existiert?

    >Wozu manipulieren wollen, wenn du eh keine Wahl hast?

    >Kannst du etwas GEGEN JEMANDEN bewirken?

    >Glaubst du das wirklich?

    >Du triffst keine Wahl. Wir treffen alle keine Wahl, weil es niemals eine Wahl gegeben hat. Wir wußten das als Kinder, darum war es egal, was uns andere aufgetragen haben zu tun. Wir wußten, dass alles nur ein Spiel ist und wir spielten meisterhaft mit anderen Kindern zusammen. Jeder Tag war eine wahre Herausforderung und wir erinnern uns gerne daran und sehr gut sogar.

    >JAAAA sagten wir zum LEBEN und waren voller Energie. NICHTS konnte unseren Lebenswillen bändigen und kein böses Wort der Erwachsenen uns und unsere verwirklichten Träume aufhalten. Wir wußten es besser!

    >Wir sagten JA zum Leben.

    >Überprüfe diese Worte und entscheide selbst.

    >Ich weiß, du wirst dich richtig entscheiden,

    >denn du hast keine andere Wahl. ;-)

    >Arkturo



  3. #3
    King Of The Circulating Library
    Gast

    Re: Die Wahrheit - kleine luciferische Aufklaerung diverser Autoren


    >Anmerkung: Diese Berichte geben nicht meine persoenliche Meinung wieder, sind also nicht mit meiner Person oder meinem Weg in Verbindung zu bringen!


    Nehmen wir uns heute wieder mal besonders wichtig? ;)



  4. #4
    A L S
    Gast

    Re: Die Wahrheit - kleine luciferische Aufklaerung diverser Autoren


    Danke dir lieber Anzeraq.


    Arkturo

  5. #5
    Ahawa
    Gast

    Re: Widersacherkräfte- aus der Sicht R.Steiners


    >

    >

    >


    DANKE, lieber Anzeraq!


    ... für die interessanten Texte...




    'Zufälligerweise' Synchron zu Eurer Thematik, hier im Forum,

    habe ich mich letzte Woche intensiv mit dem Thema 'Lucifer' auseinander gesetzt.




    Die Texte aus dem dem wikianthro.netz von

    Rudolf Steiner über die Widersacherkräfte

    finde ich zudem sehr informativ!





    Liebe Grüsse von


    Ahawa Meerstern







    ....



















    Rudolf Steiner über Mephistopheles


    "Die Gestalt des Mephistopheles, von der wir heute ausgehen wollen, kennen Sie alle ja aus der Goetheschen Faust-Dichtung. Sie wissen, daß die Mephistopheles-Gestalt eine Wesenheit ist. Wir wollen uns heute nicht weiter darauf einlassen, inwiefern die dichterische Umkleidung den okkulten Tatsachen entspricht. Sie wissen, daß uns diese Gestalt in der Goetheschen Faust-Dichtung entgegentritt als der Verführer und der Versucher des Faust, der ja in gewisser Beziehung als der Typus des nach den Höhen des Lebens strebenden Menschen aufgefaßt werden darf, und es ist von mir auch in Goethe-Vorträgen darauf hingewiesen worden, welche geistige Perspektive die Szene von dem «Gang zu den Müttern» eröffnet, wo Mephistopheles den Schlüssel in der Hand hält zur Eröffnung eines Gebietes in dunkle Untergründe hinein, in denen die «Mütter» sitzen. Mephistopheles selbst kann dieses Gebiet nicht betreten. Er weist nur daraufhin, daß es sich um ein Gebiet handelt, wo unten gleich oben ist: «Versinke denn! Ich könnt' auch sagen: steige!» Beides würde dasselbe bedeuten für dieses geheimnisvolle Gebiet. Wir wissen auch, daß Mephistopheles dieses Gebiet als ein solches bezeichnet, wofür er das Wort Nichts anwendet. Er vertritt also in einer gewissen Weise den Geist, der in dem Nichts ein für ihn Wertloses in diesem Gebiete erblickt. Faust antwortet darauf, wie etwa heute noch der geistig Strebende dem materialistisch Denkenden antworten könnte: «In deinem Nichts hoff' ich das All zu finden!»


    Die Goethe-Forschung - es gibt ja eine solche - hat die mannigfaltigsten Anstrengungen gemacht, um diese Gestalt zu enträtseln. Auch in anderen Vorträgen habe ich schon aufmerksam darauf gemacht, daß im Grunde genommen die Auflösung des Namens «Mephistopheles» einfach im Hebräischen zu suchen ist, wo mephiz der Hinderer, der Verderber heißt und tophel der Lügner, so daß wir den Namen aufzufassen haben als geltend für ein Wesen, das sich zusammensetzt aus einem Bringer des Verderbens, der Hindernisse für den Menschen, und auf der anderen Seite aus einem Geist der Unwahrheit, der Täuschung, der Illusion.


    Wer die Einleitung des Goetheschen «Faust», den Prolog im Himmel einmal denkend verfolgt, dem wird auffallen können, wie da hineinklingt ein Wort, welches sozusagen über Jahrtausende hin reicht. Goethe hat hineinklingen lassen in den Anfang seines «Faust» die Worte zwischen dem Gotte und dem Hiob aus dem Buche «Hiob». Sie brauchen nur das Buch «Hiob» zu lesen, wie Hiob als ein gerechter, guter und frommer Mann lebt, wie da die Söhne des Gottes des Lichtes sich vor Gott einfinden und sich unter ihnen auch einfindet ein gewisser Feind des Lichtes, und wie sich ein Gespräch entspinnt zwischen dem Feind des Lichtes und dem höchsten Gotte, das dahin geht, daß dieser Feind des Lichtes sagt, er habe durch die Lande geschweift und habe Verschiedenes gesucht, Verschiedenes versucht. Da fragt ihn Gott: Kennst du meinen Knecht, den Hiob? Und da sagt der Feind des Lichtes - so wollen wir ihn vorläufig nennen - zu dem Gotte: er kenne ihn, und er wäre wohl imstande, ihn von dem Pfad des Guten abzubringen, ihn zu verderben. Und Sie wissen ja, wie zweimal dieser Geist versuchen muß, an Hiob heranzukommen, wie er ihm dann dadurch beikommt, daß er seinen äußeren physischen Körper verdirbt. Er bezeichnet das ausdrücklich dadurch, daß er dem Gott gegenüber sagt: Da wird er nicht abfallen, wenn man an seinen Besitz greift, aber wenn man an sein Fleisch greift und an sein Bein, da wird er abfallen! Wer möchte da nicht hineinklingen hören in den Worten des «Faust», wo Gott im Prolog im Himmel dem Mephistopheles die Worte entgegenruft: «Kennst du den Faust? ... Meinen Knecht!» - Und dann hört man förmlich wiederholen die Widerrede des Geistes, der damals, entsprechend dem Buche Hiob, dem Gotte entgegengetreten ist, wenn dieser Mephistopheles sagt: er könne den Faust seine «Straße sacht führen», er könne ihn abbringen von den Wegen, die in die Welt hineinführen, die man die gute nennt. Also wir hören hier förmlich in einer Harmonie zusammenschlagen die Töne von Jahrtausenden.


    Vielleicht haben Sie schon öfters, wenn die Gestalt des Mephistopheles an Sie herangetreten ist, die Frage aufgeworfen: Wer ist denn eigentlich dieser Mephistopheles? Und hier werden schwere Fehler gemacht, die allerdings nur ausgebessert werden können durch eine tiefere okkulte Einsicht. Daß Mephistopheles mit dem Teufel oder mit der Vorstellung des Teufels zusammengebracht werden darf, darauf zielt ja schon der Name; denn das Wort «tophel» ist dasselbe wie «der Teufel». Aber die andere Frage ist diese, und hier kommen wir in ein Gebiet schwerer Irrtümer hinein, die in der Auslegung der Gestalt des Mephistopheles oftmals gemacht werden: Ob Mephistopheles zusammengeworfen werden darf mit dem Geist, den wir als den Luzifer bezeichnen, von dem wir in der Entwickelungsgeschichte der Menschheit oft gesprochen haben, der in der lemurischen Zeit und nachher mit seinen Scharen an die Menschheit herantrat und in gewisser Weise in die menschliche Entwickelung eingriff? Man ist in Europa leicht geneigt, die Gestalt des Mephistopheles, wie sie im Goetheschen «Faust» gilt, wie sie aber in all den verschiedenen Produkten der Volksliteratur gegolten hat, in denen sie schon spielt und die dem Goetheschen «Faust» vorangegangen sind, in den Volksschauspielen, in den Puppenspielen und so weiter, mit dem Luzifer zusammenzuwerfen. Wir treffen da überall die Gestalt des Mephistopheles an, und die Frage ist diese: Sind die Gestalt und die Genossen des Mephistopheles dieselben wie jene Gestalt mit ihren Genossen, die wir als Luzifer kennen ? Mit anderen Worten: Ist das, was an den Menschen herantritt durch mephistophelischen Einfluß dasselbe wie das, was an den Menschen herantrat durch luziferischen Einfluß? Die Frage müssen wir uns heute vorlegen.


    Wir wissen ja, wann Luzifer an den Menschen herantrat. Wir haben die Entwickelung des Menschen verfolgt auf der Erde durch die Zeit hindurch, in welcher die Sonne mit ihren Wesenheiten sich losgetrennt hat von der Erde und in welcher dann der Mond sich losgetrennt hat von der Erde mit denjenigen Kräften, die es dem Menschen unmöglich gemacht hätten, weiterzukommen. Und wir haben gesehen, daß in einer Zeit, in der der Mensch noch nicht reif war, an seinen astralischen Leib die Selbständigkeit herantreten zu lassen, Luzifer mit seinen Scharen an den Menschen herangetreten ist und dadurch ein Zweifaches an den Menschen herankam. Es war gegen das Ende der lemurischen Zeit, da der Mensch tatsächlich in seinem astralischen Leibe den Einflüssen, die von Luzifer herkamen, ausgesetzt war. Wenn Luzifer nicht an den Menschen herangetreten wäre, so wäre der Mensch bewahrt geblieben vor gewissen Schäden, aber er wäre auch nicht zu dem gekommen, was wir zu den höchsten Gütern der Menschheit zählen müssen.


    Wir können uns nun klarmachen, was der Einfluß des Luzifer für eine Bedeutung hat, wenn wir uns fragen, was geschehen wäre, wenn es seit der lemurischen Zeit keinen luziferischen Einfluß gegeben hätte, wenn der Mensch sich so entwickelt hätte, daß Luzifer und die Wesen, die zu ihm gehören, von dem Menschen ferngeblieben wären. Dann hätte sich der Mensch so entwickelt, daß er bis in die Mitte der atlantischen Zeit hinein ein Wesen geblieben wäre, das in allen Impulsen des astralischen Leibes, in allen Motiven des astralischen Leibes gefolgt wäre den Einflüssen gewisser über den Menschen stehender geistiger Wesenheiten, welche durch ihren Einfluß den Menschen geführt hätten bis in die Mitte der atlantischen Zeit hinein. Da würde der Mensch viel, viel später erst sein Wahrnehmungsvermögen, sein Erkenntnisvermögen auf die sinnliche Welt gerichtet haben, so daß den Menschen in der lemurischen Zeit und ersten atlantischen Zeit aus den Sinneswahrnehmungen heraus keine Leidenschaften, keine Begierden erwachsen wären und der Mensch sozusagen unschuldig der Sinneswelt gegenübergestanden hätte und in alledem, was er getan hätte, gefolgt wäre den ihm eingepflanzten Impulsen höherer geistiger Wesenheiten. Es wäre nicht ein Instinkt gewesen, wie der Instinkt der heutigen höheren Tiere, unter dem der Mensch alles unternommen hätte, sondern ein vergeistigter Instinkt. Zu jeder Tat, die er auf der Erde getan hätte, hätten ihn nicht gereizt die bloßen sinnlichen Impulse, sondern etwas geistig Instinktives. So aber ist der Mensch unter dem Einflüsse Luzifers früher dazu gekommen, daß er sagte: Dies macht mir Freude, dies zieht mich an, dies stößt mich ab! - Er ist dazu gekommen, früher als sonst seinen eigenen Impulsen zu folgen, ein selbständiges Wesen zu werden, eine gewisse Freiheit in sich zu entwickeln. Eine gewisse Loslösung von der geistigen Welt trat dadurch für den Menschen ein. Man könnte sagen, wenn man sich klar ausdrücken wollte: Ohne diesen Einfluß Luzifers wäre der Mensch ein vergeistigtes Tier geblieben, ein Tier, das sich an Gestalt allmählich entwickelt hätte, sogar in edlerer und schönerer Form, als der Mensch unter dem Einflüsse Luzifers sich entwickelt hat. Der Mensch wäre viel engelhafter geblieben, wenn dieser Einfluß Luzifers in der lemurischen Zeit nicht eingetreten wäre. Aber auf der anderen Seite wäre er von den höheren Wesenheiten wie an einem Gängelbande geleitet worden. In der Mitte der atlantischen Zeit wäre wie mit einem Schlage etwas an den Menschen herangetreten: seine Augen wären voll geöffnet worden, und er hätte um sich gehabt den Teppich der gesamten physisch-sinnlichen Welt; aber er hätte ihn so um sich gesehen, daß er hinter jedem physischen Dinge sogleich ein Göttlich-Geistiges wahrgenommen haben würde, eine Welt göttlich-geistiger Untergründe. Während also der Mensch bis dahin, wenn er rückwärts geschaut hätte in seiner Abhängigkeit in den göttlichen Schoß, aus dem er hervorgegangen war, erblickt hätte die auf ihn einwirkenden, die in seine Seele hineinscheinenden Licht-Gottheiten, die ihn lenken und führen, so würde dann eingetreten sein für den Menschen - es ist das nicht etwa bloß ein Bild, sondern es entspricht das im höheren Grade der Wirklichkeit - das, daß vor ihm ausgebreitet worden wäre die volle deutlich erkennbare Sinneswelt. Aber diese Sinneswelt hätte sich dargestellt wie ein Durchsichtiges, hinter dem erschienen wären die anderen göttlich-geistigen Wesenheiten, die an die Stelle dessen getreten wären, was der Mensch hinter sich verloren hätte. Eine geistige Welt hätte sich hinter ihm zugeschlossen, eine neue geistige Welt hätte sich vor ihm eröffnet. Der Mensch wäre ein Kind in der Hand höherer, geistig-göttlicher Wesenheiten geblieben. Die Selbständigkeit hätte sich nicht in die menschliche Seele hineingesenkt. So ist es eben nicht gekommen, sondern es hat sich erst Luzifer herangemacht an den Menschen, und Luzifer hat sozusagen einen Teil der hinter dem Menschen stehenden geistigen Welt für diesen Menschen unsichtbar gemacht. Denn indem im menschlichen Astralleibe die eigenen Leidenschaften, Instinkte und Begierden auftraten, verfinsterten diese die hinter dem Menschen stehenden, sonst immer sichtbar gebliebenen geistigen Wesenheiten derjenigen Welt, aus der der Mensch herausgeboren ist. Daher war es auch so, daß in jenen großen Orakelstätten, von denen ich das letzte Mal gesprochen habe, die uralten atlantischen Eingeweihten gerade darauf sich vorbereitet hatten, denjenigen Teil der geistigen Welt zu sehen, der durch den Einfluß Luzifers verdeckt worden war. Alle Vorbereitungen der Hüter und Schüler der uralten Orakel der atlantischen Mysterien zielten darauf hin, hineinzusehen in diese lichte geistige Welt, die durch den luziferischen Einfluß auf den menschlichen astralischen Leib sich dem Menschen entzogen hatte. Und da kamen sie auch zum Vorschein, jene Gestalten, die der Mensch beobachtet in den verschiedenen Seelenzuständen, die der Einweihung parallel laufen, die aus einer Lichtwelt in die unsere hineinspielen und die sich dann kleiden in das Kleid, das ihnen die astralische Welt geben kann. Da sah der atlantische Eingeweihte in den alten Orakeln im Geiste jene Gestalten, die ihm mit Recht höhere geistige Wesenheiten waren, die nicht heruntergestiegen waren bis zur physischen Welt und die daher, als der Mensch verfrüht die physische Welt betreten hat, unsichtbar geblieben sind für den gewöhnlichen Blick. Aber es konnte nicht anders sein, als daß auch Luzifer selber, da er sozusagen ein Gegner dieser Lichtwelten war, auch für die Eingeweihten sichtbar wurde.


    Die Scharen des Luzifer waren überhaupt sichtbar für die atlantischen Menschen, die in ihrem dämmerhaften Hellseherbewußtsein - in Schlafzuständen und in den Zwischenzuständen zwischen Schlaf und Wachen - sich hineinleben konnten in die höhere geistige Welt. Wenn ein Teil der Lichtwelt für diese Menschen zugänglich wurde, so wurde auch ein Teil der gegen die Lichtwelt gerichteten Welt sichtbar; nicht Luzifer selbst, aber die Genossen Luzifers wurden sichtbar. Und so entzückend und großartig die hehren Gestalten der Lichtwelt erschienen in ihren astralischen Farben, so furchtbar und entsetzlich erschienen die Gestalten, die der entgegengesetzten, der verführerischen Welt angehörten.


    So können wir sagen: es gab innerhalb der Menschheitsentwickelung diesen Einfluß Luzifers, dem der Mensch die Möglichkeit des Irrtums, des Bösen verdankt, dem er aber auch seine Freiheit verdankt. Wäre dieser luziferische Einfluß nicht gekommen, so wäre das, was ich eben vor Ihnen besprochen habe, in der Mitte der atlantischen Zeit eingetreten: der Teppich der Sinneswelt hätte sich ausgebreitet vor dem Menschen, die Mineralien, die Pflanzenwelt, die Welt der Tiere wären sinnlich sichtbar geworden; die Welt der Naturerscheinungen, Blitz und Donner, Wolken und Luft, die Himmelserscheinungen wären dem äußeren Auge vollständig sichtbar geworden. Aber dahinter wären unverkennbar gestanden die göttlich-geistigen Wesenheiten, die auf den Menschen eindringen sollten. Weil vorher der Einfluß Luzifers gewirkt hatte, weil vorher der Mensch in seinem astralischen Leibe diesen Einfluß aufgenommen hatte, deshalb hatte er seit der lemurischen Zeit bis in die atlantische Zeit hinein seinen physischen Leib, der dazumal noch verwandlungsfähig war, so zubereitet, daß dieser physische Leib jetzt das Instrument werden konnte unmittelbar für den Teppich der sinnlich-physischen Welt, der sich hätte so ausbreiten sollen, daß hinter ihm die geistige Welt sichtbar geworden wäre. Und so konnte denn der Mensch die physischsinnliche Welt nicht sogleich in der Gestalt sehen, in der sie sich ihm zugleich als eine geistige gezeigt hätte. Da trat an den Menschen heran die Welt der drei Naturreiche, die unter dem Menschen standen. Sie trat heran, die physische Welt, als eine solche, die wie ein Schleier, wie eine dicke Decke unter Umständen sich hinüberlegte über die geistige Welt. So konnte der Mensch nicht durchschauen bis in die geistige Welt; er kann es ja bis heute im Grunde genommen noch nicht.


    Dadurch aber, daß der Mensch diese Entwickelung durchgemacht hatte, konnte in der Mitte der atlantischen Zeit ein anderer Einfluß sich geltend machen, ein Einfluß von einer ganz anderen Seite. Und diesen Einfluß, der sich nunmehr geltend machte, dürfen wir nicht verwechseln mit dem Einfluß Luzifers und seiner Genossen. Wenn auch Luzifer den Menschen erst fähig gemacht hat, diesem anderen Einflüsse zu unterliegen, wenn auch Luzifer erst den Menschen dazu gebracht hat, daß sein physischer Leib dichter geworden ist, als er sonst geworden wäre, so mußte doch noch ein anderer Einfluß an den Menschen herantreten, um den Menschen der physisch-sinnlichen Welt ganz zuzuführen, um die Welt der geistigen Wesenheiten vor dem Menschen ganz zuzusperren, ganz zuzuschließen, so daß der Mensch zu der Illusion geführt wurde: Es gibt keine andere Welt als die Welt des physisch-sinnlichen Daseins, die sich vor mir ausbreitet! Es trat ein ganz anderer Gegner seit der Mitte der atlantischen Zeit an den Menschen heran, als Luzifer es ist, derjenige Gegner, der sozusagen des Menschen Wahrnehmungsvermögen und Erkenntnisvermögen so umnebelt und umdunkelt, daß der Mensch nicht die Anstrengung macht, nicht die Triebe entwickelt, hinter die Geheimnisse der Sinneswelt zu kommen. Wenn Sie sich vorstellen, daß unter Luzifers Einfluß die Sinneswelt wie ein Schleier geworden wäre, so daß man dann durchaus die geistige Welt dahinter gehabt hätte, so ist durch den Einfluß dieses zweiten Wesens die physische Welt völlig zu einer dicken Rinde geworden, welche sich zuschließt vor der geistigen Welt, so daß wiederum nur die atlantischen Eingeweihten durch ihre Vorbereitungen dazu kommen konnten, diese Decke des Physisch-Sinnlichen zu durchdringen. Diejenigen Mächte, die sich da an den Menschen heranmachten, um ihm den Ausblick in die andere Seite des göttlichen Daseins zu verfinstern, treten uns zuerst entgegen in den großen Lehren, welche der bedeutungsvolle Führer des uralt persischen Volkes seinen Anhängern und Bekennern gegeben hat, bei Zarathustra. Zarathustra war es, der ja die Mission hatte, einem Volke die Kultur zu geben, das nicht wie das altindische Volk durch seine Naturanlage die Sehnsucht hatte nach der geistigen Welt zurück, sondern Zarathustra hatte die Mission, einem Volke eine Kultur zu geben, dessen Blick auf die Sinneswelt gerichtet war, auf die Eroberung der physisch-sinnlichen Welt mit den Kulturmitteln, die eben nur durch die Anstrengungen des äußeren sinnlich-physischen Menschen hergestellt werden können. Daher trat innerhalb der uralt persischen Kultur weniger der luziferische Einfluß an den Menschen heran als gerade der Einfluß derjenigen Gestalt, die seit der Mitte der atlantischen Zeit an den Menschen herangetreten ist und bewirkt hat, daß dazumal ein großer Teil der Eingeweihten der schwarzen Magie verfallen ist, weil sie durch die Verführung dieses Versuchers dazu gebracht wurden, dasjenige, was ihnen aus der geistigen Welt zugänglich geworden war, zu dem Dienst der physisch-sinnlichen Welt zu mißbrauchen. Jener gewaltige Einfluß schwarzmagischer Kräfte, der zum schließlichen Untergang von Atlantis geführt hat, hat seinen Ursprung in den Versuchungen derjenigen Gestalt, die Zarathustra seinem Volke lehren mußte, als die Gestalt, die dem hellen Lichtgotte entgegenwirkt als Ahriman, Angra mainju, im Gegensatz zu dem Lichtgotte, den Zarathustra als die Große Aura, als Ahura Mazdao verkündete.


    Diese zwei Gestalten, Luzifer und Ahriman, müssen wir wohl voneinander unterscheiden. Denn Luzifer ist eine Wesenheit, die sich abgezweigt hat von der Schar geistig-himmlischer Wesenheiten nach der Sonnentrennung, während Ahriman eine Gestalt ist, die sich bereits vor der Sonnentrennung losgelöst hat und ganz andere Mächte in sich vereinigt. Dadurch, daß Luzifer in der lemurischen Zeit auf den Menschen gewirkt hat, wurde dem Menschen nichts anderes verdorben als der Einfluß, den der Mensch noch in der atlantischen Zeit gehabt hat, indem er auf die Luft- und Wasserkräfte wirken konnte. Sie wissen aus meinem Buche «Akasha-Chronik», daß die Menschen in der atlantischen Zeit noch über die Samenkräfte, die in den pflanzlichen und tierischen Naturen sind, verfügten und sie so herausziehen konnten, wie der heutige Mensch aus der Steinkohle die Kräfte herauszieht, die er als Dampf kraft zum Treiben seiner Maschinen verwendet. Und ich habe Ihnen gesagt, wenn diese Kräfte extrahiert werden, herausgezogen werden, dann stehen sie in einem geheimnisvollen Zusammenhange zu den Naturkräften in Wind und Wetter und so weiter; und wenn sie der Mensch verwendet in einer den göttlichen Absichten entgegenstehenden Absicht, dann werden diese Naturkräfte heraufgezogen gegen den Menschen.


    Dadurch kam die atlantische Überflutung und diejenigen verheerenden Naturgewalten, die dann den Untergang des ganzen atlantischen Kontinentes bewirkten. Aber der Mensch hat vorher schon nicht mehr eine Verfügung gehabt über die Kräfte des Feuers und der Verbindung dieser Kräfte mit gewissen geheimen Kräften der Erde. Feuer und Erde in einem gewissen Zusammenwirken wurden schon früher eigentlich dem Menschen entzogen. Jetzt aber, durch den Einfluß Ahrimans und seiner Genossen, kam in einer gewissen Weise der Mensch wiederum, und zwar jetzt in verderbenbringender Weise zur Macht über Feuer- und Erdenkräfte. Und manches, was Sie hören über die Verwendung des Feuers im alten Persien, hängt mit dem zusammen, was ich Ihnen jetzt sage: Manche Kräfte, die getrieben werden als schwarze Magie und die damit zusammenhängen und dazu führen, daß der Mensch sich noch über ganz andere Kräfte hermacht und da einen Einfluß gewinnt über Feuer und Erde, können gewaltige, verheerende Wirkungen wachrufen. Schwarze Magie hätte von den Nachkommen der Atlantier selbst noch im alten Persien getrieben werden können, wenn nicht durch die Lehre des Zarathustra darauf hingewiesen worden wäre, wie Ahriman als feindliche Macht auf die Menschen so wirkt, daß er sie umstrickt, sie verdüstert gegenüber dem, was hinter der Sinneswelt als wirkliche geistige Gewalt hervorkommen soll. So sehen wir, daß ein großer Teil der nachatlantischen Kultur - das ging von Zarathustra und seinen Anhängern aus - dadurch beeinflußt wurde, daß dem Menschen klargemacht wurde auf der einen Seite die Wirkung des hehren Lichtgottes, dem sich der Mensch zuwenden kann, und auf der anderen Seite die verderbliche Macht des Ahriman und seiner Genossen.


    Dieser Ahriman wirkt durch die mannigfaltigsten Mittel und Wege auf den Menschen ein. Ich habe Sie darauf aufmerksam machen können, daß es ein großer Moment war für die Entwickelung der Welt, als das Ereignis von Golgatha eintrat. Da erschien der Christus in der Welt, die der Mensch nach dem Tode betritt. In dieser Welt war der Einfluß des Ahriman noch viel stärker, als er in der Welt war, die hier auf der Erde zwischen Geburt und Tod zu sehen ist. Gerade in der Welt zwischen dem Tode und der neuen Geburt wirkten mit einer furchtbaren Gewalt und Macht die Einflüsse des Ahriman auf den Menschen. Und wenn nichts anderes eingetreten wäre, so wäre der Mensch zwischen dem Tode und der neuen Geburt in dem Schattenreiche - wie es mit Recht der alte Grieche empfunden hat - allmählich verfinstert worden. Eine unendliche Vereinsamung und Zurückführung auf die menschliche Egoität wäre eingetreten in dem Leben zwischen Tod und neuer Geburt. Und der Mensch würde bei der Wiederverkörperung so in sein Leben hineingeboren werden, daß er zu einem krassen, zu einem furchtbaren Egoisten geworden wäre. So ist es daher mehr als eine bloß bildliche Redeweise, daß nach dem Ereignis von Golgatha, in dem Moment, als auf Golgatha das Blut aus den Wunden rann, der Christus in der jenseitigen Welt, in dem Schattenreiche erschien und Ahriman in Fesseln legte. Wenn auch der Einfluß Ahrimans blieb, und im Grunde auf ihn alle materialistische Denkweise der Menschen zurückzuführen ist, wenn auch dieser Einfluß nur dadurch paralysiert werden kann, daß die Menschen das Ereignis von Golgatha in sich aufnehmen, so ist doch dieses Ereignis das geworden, aus dem die Menschen Kraft saugen, um dadurch wieder hineinzukommen in die geistig-göttliche Welt.


    So stieg vor dem Blick der menschlichen Erkenntnis zuerst Ahriman auf. So wurde er etwas, was man ahnte, wovon man etwas wußte durch den Einfluß der Zarathustra-Kultur; und von da aus verbreitete sich die Erkenntnis des Ahriman über die anderen Völker hin und über ihre Kulturvorstellungen. Unter den mannigfaltigsten Namen tritt Ahriman mit seinen Scharen bei den verschiedenen Kulturvölkern auf. Und durch die eigenartigen Verhältnisse, in denen die Seelen der europäischen Völker waren, die am weitesten zurück geblieben waren auf den Zügen von Westen nach Osten, die am meisten unberührt geblieben waren von dem, was im alten Indien, im alten Persien, in Ägypten, selbst in der griechisch-lateinischen Periode vor sich gegangen war, bei diesen Völkern Europas, unter denen die fünfte Kulturperiode aufleben sollte, da waren Seelenverfassungen vorhanden, daß ihnen besonders die Gestalt des Ahriman als eine furchtbare erschien. Und während diese die verschiedensten Namen angenommen hat - beim hebräischen Volke Mephistopheles genannt wurde -, wurde sie in der europäischen Welt zu der Gestalt des Teufels in seinen verschiedenen Formen.


    So sehen wir, wie wir in einen tiefen Zusammenhang der geistigen Welten hineinblicken, und manches Mal, wenn jemand hoch erhaben sich fühlt über den mittelalterlichen Aberglauben, wird man sich wohl auch erinnern an den Ausspruch unseres Faust-Dichters: «Den Teufel spürt das Völkchen nie, und wenn er sie beim Kragen hätte!»


    Gerade dadurch, daß der Mensch seine geistigen Augen vor diesem Einfluß verschließt, dadurch verfällt er diesem Einflüsse am allermeisten. Der Goethesche Mephistopheles ist nichts anderes als die Gestalt des Ahriman, und wir dürfen sie nicht verwechseln mit der Gestalt des Luzifer. Alle diejenigen Irrtümer, die uns zuweilen in der Erklärung der Goetheschen Faust-Dichtung entgegentreten, sind gerade auf diese Verwechslung zurückzuführen, obwohl natürlich Luzifer erst den Einfluß des Ahriman möglich gemacht hat und man daher, wenn man auf Ahriman sieht, auf einen Ureinfluß Luzifers zurückgeführt wird, der erst vor unsere Seele treten konnte, nachdem wir lange Vorbereitungen dazu gemacht haben, um diesen intimeren Zusammenhang zu erkennen.


    Man darf diesen feineren Unterschied nicht übersehen, denn es handelt sich vor allen Dingen darum, daß Luzifer den Menschen im Grunde genommen nur unter den Einfluß derjenigen Gewalten gebracht hat, die mit den Wind- und Wassergewalten zusammenhängen. Dagegen war es Ahriman-Mephistopheles, der den Menschen unter Gewalten gebracht hat, die viel, viel furchtbarer sind, und es wird in den nächsten Kulturen mancherlei auftreten, was man in Zusammenhang zu bringen hat mit dem Einflüsse des Ahriman. Für den okkult Strebenden, der nicht auf festem und sicherem Grunde strebt, kann sehr leicht gerade durch den ahrimanischen Einfluß die furchtbarste Illusion, die furchtbarste Täuschung eintreten. Denn in der Tat ist Ahriman ein Geist, der darauf ausgeht, über die wahre Natur der Sinneswelt zu täuschen, zu täuschen nämlich darin, daß sie ein Ausdruck ist der geistigen Welt. Wenn der Mensch nun Veranlagung hat zu abnormen Zuständen, zu somnambulen Zuständen oder durch eine gewisse unrichtige Schulung okkulte Kräfte in sich erweckt und irgend etwas in sich hat, was zur Egoität, zum Egoismus hindrängt, dann hat gerade auf die okkulten Kräfte Ahriman oder Mephistopheles leicht einen Einfluß, einen Einfluß, der leicht ein gewaltiger werden kann. Während Luzifers Einfluß nur dahin gehen kann, daß dasjenige, was sozusagen aus der geistigen Welt - auch bei dem in unrichtiger Schulung sich Befindenden - dem Menschen begegnet, als astralische Gestalt entgegentritt, als eine Gestalt, die für den astralischen Leib sichtbar wird, treten diejenigen Gebilde, die auf den Einfluß Ahrimans zurückzuführen sind, dadurch zutage, daß die schlechten Einflüsse, die auf den physischen Leib ausgeübt werden, sich durchdrücken in den Ätherleib und dann als Phantome sichtbar werden.


    Wir haben es also bei dem Einflüsse Ahrimans mit noch viel, viel niedrigeren Mächten zu tun als bei dem Einflüsse Luzifers. Niemals können die Einflüsse Luzifers so schlimm werden wie die Einflüsse Ahrimans und jener Wesenheiten, die mit den Feuermächten zusammenhängen. Ahrimans oder Mephistopheles' Einfluß kann es dahin bringen, daß der Mensch, um okkulte Erkenntnisse zu erlangen, dazu geführt wird, sagen wir zum Beispiel Verrichtungen vorzunehmen mit seinem physischen Leibe. Es ist das schlimmste Mittel, das angewendet werden kann, um zu okkulten Kräften zu kommen, das in Verrichtungen und im Mißbrauch des physischen Leibes besteht. In gewissen schwarzmagischen Schulen werden in der Tat solche Verrichtungen in dem ausgiebigsten Maße gelehrt. Es gehört zu den furchtbarsten Verführungen des Menschen, wenn der Ausgangspunkt für okkulte Schulung von den physischen Leibeskräften aus genommen wird.


    Es kann hier darauf nicht einmal näher hingewiesen werden, sondern nur darauf, daß alle Machinationen, die irgendwie in einem Mißbrauch der physischen Leibeskräfte bestehen, von den Einflüssen herrühren, die von Ahriman herkommen, und es, weil sich das in des Menschen Ätherleib hineindrängt, wie ein Phantom wirkt, aber wie eine Phantomenwelt, die nichts anderes ist als das Kleid von Mächten, die den Menschen unter das Niveau des Menschen herunterziehen. Fast alle alten Kulturen, die indische, die persische, die ägyptische Kultur, die griechisch-lateinische Kultur haben ihre Dekadenzzeit durchgemacht, in der sie verfallen sind, in der auch die Mysterien verfallen sind, in der man nicht mehr die reinen Überlieferungen der Mysterien bewahrte. In diesen Zeiten sind viele von denen, die entweder Schüler der Eingeweihten waren und doch sich nicht auf ihrer Höhe haben halten können, oder solche Menschen, denen die Geheimnisse auf unrechtmäßige Weise verraten worden waren, nun auf verkehrte und schlechte Wege gekommen. Stätten schwarzmagischer Kräfte gingen von diesen Einflüssen aus und haben sich erhalten bis in unsere Zeit hinein.


    Ahriman ist ein Geist der Lüge, der dem Menschen Illusionen vorzaubert, der mit seinen Genossen allerdings in einer geistigen Welt wirkt. Nicht er ist ein Trugbild, o nein! Aber das, was sich unter seinem Einflüsse vor des Menschen geistiges Auge gaukelt, das ist ein Trugbild. Wenn des Menschen Wünsche, wenn des Menschen Leidenschaften schlimme Wege gehen und er sich gleichzeitig irgendwie an okkulte Kräfte hingibt, dann drängen sich die okkulten Kräfte, die dadurch herauskommen, in den Ätherleib hinein, und es erscheinen unter den Trugbildern, die manchmal ganz ehrwürdige Gestalten sein können, die verderblichsten, die schlimmsten Mächte. So furchtbar ist der Einfluß des Ahriman auf den Menschen.


    Aus dem, was gesagt worden ist, können Sie entnehmen, daß sozusagen gerade durch die Erscheinung des Christus, wenn wir den Ausdruck gebrauchen wollen, Ahriman in Fesseln gelegt worden ist, allerdings nur für diejenigen, die immer mehr versuchen, das Christus-Mysterium zu durchdringen. Und immer weniger wird der Schutz in der Welt sein gegen den Einfluß Ahrimans außerhalb der Kräfte, die von dem Christus-Mysterium ausströmen. In gewisser Weise geht unsere Zeit - und viele Erscheinungen künden das - diesen Einflüssen Ahrimans entgegen. Gewisse Geheimlehren nennen die Scharen des Ahriman auch die Asuras. Es sind natürlich die schlechten Asuras, die aus der Entwickelungsbahn der Asuras, die dem Menschen die Persönlichkeit gegeben haben, in einer gewissen Zeit herausgefallen sind. Darauf ist ja schon hingedeutet, daß es sich um geistige Wesenheiten handelt, die vor der Sonnentrennung sich von der gesamten Entwickelung der Erde abgesondert haben.


    Es ist jetzt nur zunächst geschildert worden der furchtbare Einfluß, den auf eine gewisse abnorme Entwickelung, die in okkulten Bahnen gehen kann, Ahriman haben kann. Aber in gewisser Beziehung hat sich ja die ganze Menschheit in der zweiten Hälfte der atlantischen Zeit sozusagen unter den Einfluß Ahrimans begeben. Die ganze nachatlantische Zeit hat in einer gewissen Weise die Nachwirkungen des Einflusses Ahrimans in sich, auf dem einen Gebiete der Erde mehr, auf dem anderen weniger. Aber der Einfluß Ahrimans hat sich überall geltend gemacht, und alles, was in den Lehren der alten Eingeweihten den Völkern gegeben wurde von den dem Ahriman entgegenstehenden Lichtgeistern, das ist im Grunde genommen nur gegeben worden, um allmählich sich dem Einflüsse Ahrimans zu entziehen. Das war eine vorbereitende, gut geführte, weise Erziehung der Menschheit." (Lit.: GA 107, S 161ff)


    Literatur

    Rudolf Steiner: Geisteswissenschaftliche Menschenkunde, GA 107 (1988), Zwölfter Vortrag, Berlin, 1. Januar 1909





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    Lucifer


    Luzifer, wörtlich der «Träger des Lichts», wird in der Bibel durch die Schlange symbolisiert, die sich in das Paradies schleicht und den Menschen verführt, vom «Baum der Erkenntnis» zu essen. Dadurch werden dem Menschen die Sinne für die äußere Welt geöffnet - und zugleich werden seine sinnlichen Begierden erweckt. Der Mensch wird dadurch früher und tiefer in die sinnliche Welt verstrickt, als es ursprünglich vorgesehen war. Als Folge des luziferischen Einflusses wird der Mensch aus dem Paradies verstoßen, d.h. es wird ihm der unmittelbare Anblick der göttlichen Welt entzogen. Das rein geistige Wesen, das der Mensch einmal war, steigt herab in die sinnliche Welt und nimmt hier physisch-körperliche Gestalt an. Weil der Mensch nun ein stofflich-körperliches Wesen wird, verliert er seine ursprüngliche Unsterblichkeit und nimmt den Tod in seine körperliche Natur auf. Zugleich wird aus dem ursprünglich eingeschlechtlichen Wesen ein zweigeschlechtliches - die Geschlechtertrennung ist eine unmittelbare Folge des luziferischen Einschlags. Der Mensch ist dadurch nicht mehr das reine unverfälschte Abbild des göttlichen Wesens, als das er ursprünglich veranlagt war, sondern nur mehr ein einseitig verzerrtes Bild der geistigen Schöpfermächte. Die Menschheit wird nach und nach in Rassen, Stämme und Völker gespalten. Und weiter wird damit schließlich die Voraussetzung für die allmähliche Individualisierung des Menschen geschaffen. Die Menschheit zerfällt in einzelne Individuen. Der Mensch wird dadurch selbstständiger; Luzifer bringt ihm die individuelle Freiheit, verführt ihn aber auch zum Egoismus. Von nun an kann er aus eigener Kraft zwischen dem Bösen und dem Guten unterscheiden. Luzifer bringt den Menschen die Fähigkeit zur moralischen Erkenntnis - setzt sie aber auch der Gefahr aus, sich tief in moralische Verfehlungen zu verstricken. Beides ist aber notwendig, damit der Mensch ein moralisch eigenverantwortliches Wesen werden kann. So kann Luzifer zwar als Widersacher aufgefasst werden, der sich den göttlichen Schöpfermächten entgegenstellt, aber er fördert durch diesen Widerstand zugleich die Entwicklung, indem er dem Menschen die Freiheit und die moralische Erkenntnis bringt. Er darf also keineswegs als einseitig böse geistige Macht aufgefaßt werden. Böse wird der Mensch, wenn er sich einseitig den durch Luzifer erregten sinnlichen Begierden willenlos hingibt. Gut wirkt Luzifer, wenn die Menschen durch ihn, den «Lichtträger», das Licht der Weisheit und den Sinn für die Schönheit der sinnlichen Welt aufnehmen. Alle Wissenschaft und alle Kunst sind eine Gabe Luzifers - und ebenso alle auf Erkenntnis gegründete moralische Erkenntnis. Ohne ihn gäbe es die menschliche Kultur nicht.


    Luzifer wollte den Menschen in die sinnliche Welt hineinführen, aber es lag nicht in seinen Absichten, ihn zugleich so fest an die materielle Welt zu binden, wie das mittlerweile der Fall ist. Die Materie ist das Reich Ahrimans, und durch diesen erst wurde die Menschheit mehr und mehr in das materielle Dasein verstrickt. Zwar machte es Luzifers Wirken Ahriman erst möglich, den Menschen zu ergreifen und an die Materie zu binden, aber er handelt damit gegen die Interessen Luzifers. Ahriman und Luzifer sind Gegenspieler. Luzifer will den Menschen wohl aus der reinen göttlichen Welt herausziehen und ihn in sein eigenes geistiges Reich führen, aber dieses liegt eben nicht tief in der materiellen Welt, wo Ahriman haust, sondern es steht an der Grenze zwischen sinnlicher und übersinnlicher Welt. Luzifer ist daher heute immer bestrebt, den Menschen von der bloß materiellen Welt loszulösen. Er will ihn nicht zu einem ganz und gar erdenfesten Wesen werden lassen. Er ist ein Geist des Auftriebs, der Visionen, Illusionen, der Ekstase und des Rausches, der den Menschen von der Erde hinwegheben will in sein flüchtiges immaterielles sinnlich-übersinnliches Reich. Ahriman dagegen will uns in die rein materielle untersinnliche Welt herabziehen. Nur im gesunden Gleichgewicht zwischen diesen erdenflüchtigen luziferischen und erdensüchtigen ahrimanischen Kräften kann der Mensch seine wahre Freiheit finden.




    Ahriman


    Ahriman, auch Angra Manyu (pers.) oder Mephistopheles (hebr. von mephiz = der Verderber und tophel = der Lügner) genannt und in der Bibel als Satan bezeichnet, ist nach der urpersischen Überlieferung die Macht der Finsternis, die sich Widersacher dem lichten Gott Ormuzd (Ahura Mazdao) entgegenstellt.


    Durch Ahrimans Wirken verdunkelt sich dem Menschen der Einblick in die geistige Welt, so dass er nur mehr die materielle Außenwelt sieht. Die Materie ist das Reich Ahrimans. Er bringt die Todeskräfte in die Welt. Ahriman verführt den Menschen zu Irrtum und Lüge, die zum Keim für Krankheitsursachen in späteren Inkarnationen werden.


    Genauer besehen bezeichnet der Name Ahriman nicht eine einzelne Wesenheit, sondern eine ganze Reihe von Wesenheiten, die auf der alten Sonne, nicht ihre volle Entwicklungshöhe erreicht haben, also zurückgeblieben sind. Auf dem alten Mond werden sie dadurch zu Versuchern der Angeloi.


    Ahriman ist aber nicht als böse im absoluten Sinn zu bezeichnen. Sein Zurückbleiben auf der alten Sonne kann auch als Opfertat verstanden werden, die einen wertvollen Beitrag für die gesamte Weltentwicklung leistet. So ist Ahrimans Beitrag wesentlich dafür, dass der Mensch die Freiheit erringen kann, die er später einmal durch die Entfaltung überschüssiger Liebe entgelten kann.




    Mephistopheles oder auch Mephisto ist einer der Namen des Teufels; aus anthroposophischer identisch mit


    Ahriman.


    Die etymologische Herkunft des Namens ist nicht genau geklärt. Bei William Shakespeare findet sich die Form "Mephistophilus", während es bei Christopher Marlowe "Mephistophilis" ist. In den alten Volksbüchern und Puppenspielen finden sich verschiedene Varianten wie "Mephostophiles", "Mephostophilus", aber auch die heute geläufigste und bei Johann Wolfgang von Goethe verwendete Form "Mephistopheles".


    Daraus folgen natürlich auch unterschiedliche Herkunftsmöglichkeiten.

    Mephostophiles deutet auf eine Abstammung aus dem Griechischen (der das Licht nicht Liebende)

    Mephistophiles könnte auf Lateinisch mephitis und Griechisch philos zurückgehen (der den Gestank Liebende)

    eine weitere Möglichkeit wäre eine Herleitung aus dem Hebräischen, nämlich eine Verbindung der zwei Partizipien mephir (Zerstörer, Verderber) und tophel (Lügner).


    Auch Goethe wusste augenscheinlich um diese verschiedenen Herkunftsmöglichkeiten, wie man an Fausts Ausspruch über Mephistopheles erkennen kann: "Wenn man euch Fliegengott, Verderber, Lügner heißt" (Fliegengott als der den Gestank Liebende und Verderber, Lügner nach der hebräischen Etymologie).




    Den Ausdruck


    Asuras




    gebraucht Rudolf Steiner zumeist für in ihrer Entwicklung zurückgebliebene Geister der Persönlichkeit (Urengel), die, insoferne sie schon während der alten Saturnentwicklung ihr Entwicklungsziel nicht erreicht haben, zu gefährlichen Widersachermächten werden, die den Menschen zur schwarzen Magie verführen.

    "Die höheren Kräfte unserer geistigen Vorgänger sind verknüpft mit den Kräften unserer eigenen niederen Natur. Die menschlichen Leidenschaften stehen in okkulter Beziehung zu den höheren Kräften der uns vorausgegangenen geistigen Wesenheiten. Überall wo Ausschweifung ist, dort ist die Materie gegeben, in der mächtige asurische Kräfte raffinierte Intellektualität ausströmen in die Welt. Bei verdorbenen Menschenstämmen sind solche starken asurischen Kräfte zu finden. Der schwarze Magier bezieht gerade aus dem Sumpf der Sinnlichkeit seine stärksten dienenden Kräfte. Die sexuellen Riten sind dazu da, um in diese Kreise hineinzubannen. Es besteht ein fortwährender Kampf auf der Erde, der auf der einen Seite danach strebt, die Leidenschaften zu läutern, und auf der anderen Seite das Streben hat nach Verstärkung der Sinnlichkeit. Die Wesenheiten, die das Christus-Prinzip zum Führer haben, suchen die Erde für sich zu gewinnen, aber auch die anderen, feindlichen Wesenheiten suchen die Erde an sich zu reißen." (Lit.: GA 93a, S 149)





    Die Asuras




    wirken unmittelbar bis in die Bewusstseinsseele des Menschen und greifen dadurch auch direkt das menschliche Ich an:


    "Was da genannt ist der physische Leib, das ist auf dem alten Saturn veranlagt worden, was genannt ist der Ätherleib, das ist auf der Sonne veranlagt, und dasjenige, was da genannt ist der Seelen- oder Empfindungsleib, ist auf dem alten Monde veranlagt. Jetzt sind auf der Erde nach und nach dazugekommen die Empfindungsseele, die eigentlich eine unbewußte Umänderung, eine unbewußte Bearbeitung des Empfindungsleibes ist. In der Empfindungsseele hat sich verankert Luzifer; da hinein hat er sich geschlichen, da sitzt er drinnen. Weiter ist entstanden durch die unbewußte Umarbeitung des Ätherleibes die Verstandesseele. Genaueres ist darüber gesagt in der Abhandlung über «Die Erziehung des Kindes». In diesem zweiten Glied der menschlichen Seele, der Verstandesseele, also in dem umgearbeiteten Stück des Ätherleibes, da hat sich festgesetzt Ahriman. Da ist er drinnen und führt den Menschen zu falschen Urteilen über das Materielle, führt ihn zu Irrtum und Sünde und Lüge, zu allem, was eben aus der Verstandes- oder Gemütsseele kommt. In alledem zum Beispiel, daß der Mensch sich der Illusion hingibt, mit der Materie sei das Richtige gegeben, haben wir Einflüsterungen des Ahriman, des Mephistopheles zu sehen. Drittens kommt an die Reihe die Bewußtseinsseele, die in einer unbewußten Umarbeitung des physischen Leibes besteht. Es ist Ihnen ja erinnerlich, wie diese Umarbeitung geschah. Gegen das Ende der atlantischen Zeit trat der Ätherleib des Kopfes ganz hinein in den physischen Kopf und gestaltete allmählich den physischen Leib so um, daß er eine selbstbewußte Wesenheit wurde. An dieser unbewußten Umarbeitung des physischen Leibes, an der Bewußtseinsseele, arbeitet der Mensch heute noch immer im Grunde genommen. Und in der Zeit, die jetzt kommen wird, werden sich hineinschleichen in diese Bewußtseinsseele und damit in das, was man das menschliche Ich nennt - denn das Ich geht auf in der Bewußtseinsseele -, diejenigen geistigen Wesenheiten, die man die Asuras nennt. Die Asuras werden mit einer viel intensiveren Kraft das Böse entwickeln als selbst die satanischen Mächte der atlantischen oder gar die luziferischen Geister der lemurischen Zeit.


    Das Böse, das die luziferischen Geister den Menschen zugleich mit der Wohltat der Freiheit brachten, das werden sie alles im Verlaufe der Erdenzeit ganz abstreifen. Dasjenige Böse, das die ahrimanischen Geister gebracht haben, kann abgestreift werden in dem Ablauf der karmischen Gesetzmäßigkeit. Das Böse aber, das die asurischen Mächte bringen, ist nicht auf eine solche Weise zu sühnen. Haben die guten Geister dem Menschen Schmerzen und Leiden, Krankheit und Tod gegeben, damit er sich trotz der Möglichkeit des Bösen aufwärts entwickeln kann, haben die guten Geister die Möglichkeit des Karma gegenüber den ahrimanischen Mächten gegeben, um den Irrtum wieder auszugleichen - gegenüber den asurischen Geistern wird das im Verlaufe des Erdendaseins nicht so leicht sein. Denn diese asurischen Geister werden bewirken, daß das, was von ihnen ergriffen ist - und es ist ja des Menschen tiefstes Innerstes, die Bewußtseinsseele mit dem Ich -, daß das Ich sich vereinigt mit der Sinnlichkeit der Erde. Es wird Stück für Stück aus dem Ich herausgerissen werden, und in demselben Maße, wie sich die asurischen Geister in der Bewußtseinsseele festsetzen, in demselben Maße muß der Mensch auf der Erde zurücklassen Stücke seines Daseins. Das wird unwiederbringlich verloren sein, was den asurischen Mächten verfallen ist. Nicht, daß der ganze Mensch ihnen zu verfallen braucht, aber Stücke werden aus dem Geiste des Menschen herausgeschnitten durch die asurischen Mächte. Diese asurischen Mächte kündigen sich in unserem Zeitalter an durch den Geist, der da waltet und den wir nennen könnten den Geist des bloßen Lebens in der Sinnlichkeit und des Vergessens aller wirklichen geistigen Wesenheiten und geistigen Welten. Man könnte sagen: Heute ist es erst mehr theoretisch, daß die asurischen Mächte den Menschen verführen. Heute gaukeln sie ihm vielfach vor, daß sein Ich ein Ergebnis wäre der bloßen physischen Welt. Heute verführen sie ihn zu einer Art theoretischem Materialismus. Aber sie werden im weiteren Verlauf - und das kündigt sich immer mehr an durch die wüsten Leidenschaften der Sinnlichkeit, die immer mehr und mehr auf die Erde herniedersteigen - dem Menschen den Blick umdunkeln gegenüber den geistigen Wesenheiten und geistigen Mächten. Es wird der Mensch nichts wissen und nichts wissen wollen von einer geistigen Welt. Er wird immer mehr und mehr nicht nur lehren, daß die höchsten sittlichen Ideen des Menschen nur höhere Ausgestaltungen der tierischen Triebe sind, er wird nicht nur lehren, daß das menschliche Denken nur eine Umwandlung dessen ist, was auch das Tier hat, er wird nicht nur lehren, daß der Mensch nicht bloß seiner Gestalt nach mit dem Tier verwandt ist, daß er auch seiner ganzen Wesenheit nach vom Tier abstamme, sondern der Mensch wird mit dieser Anschauung Ernst machen und so leben.


    Heute lebt ja noch niemand im Sinne des Satzes, daß der Mensch seiner Wesenheit nach vom Tiere abstamme. Aber diese Weltanschauung wird unbedingt kommen, und sie wird im Gefolge haben, daß die Menschen mit dieser Weltanschauung auch wie Tiere leben werden, heruntersinken werden in die bloßen tierischen Triebe und tierischen Leidenschaften. Und in mancherlei von dem, was hier nicht weiter charakterisiert zu werden braucht, was sich jetzt namentlich an den Stätten der großen Städte als wüste Orgien zweckloser Sinnlichkeiten geltend macht, sehen wir schon groteskes Höllenleuchten derjenigen Geister, die wir als die asurischen bezeichnen." (Lit.: GA 107, S 247ff.)


    Satan




    wird von Rudolf Steiner zumeist mit den Scharen Ahrimans (siehe auch -> Mephistopheles) gleichgesetzt:

    "Ahrimanische Geister, mephistophelische Geister, das sind diejenigen, die eigentlich, wenn man die Namen genau nimmt, in der mittelalterlichen Anschauung die Geister des Satans genannt wurden, der nicht zu verwechseln ist mit Luzifer." (Lit.: GA 107, 16.Vortrag)


    Vereinzelt bringt Rudolf Steiner die satanischen Mächte aber auch mit den Asuras, zurückgebliebene Geister der Persönlichkeit in Zusammenhang, die noch weitaus gefährlichere Widersachermächte als Ahriman sind:


    "Ich habe auch zu verschiedenen Zeiten darauf aufmerksam machen können, wie von jeder Hierarchie der Geister gewisse Wesenheiten zurückbleiben, die nicht so weit aufgestiegen sind wie die anderen, die sozusagen sitzengeblieben sind im Weltengange. Nun werden Sie sich leicht vorstellen können, daß es Wesenheiten gibt, die sozusagen hätten aufsteigen sollen während der Mondenentwickelung zu der Ordnung der Offenbarungen oder Gewalten, und die nur bis zu den Urkräften gekommen sind. Das sind andere Urkräfte als die, welche im regelrechten Gange der Entwickelung aufgestiegen sind zu Urkräften. Es gibt also solche Urkräfte, die auf der Erde eigentlich verkappte Gewalten sind. Wir lernen jetzt von einem anderen Aspekt aus mancherlei kennen, was wir von einer anderen Seite her schon kennengelernt haben. Es verbergen sich also hinter den Urkräften auch solche, die eigentlich schon Gewalten sein könnten; und zu den Urkräften, die eigentlich widerrechtlich da sind, zu denen gehört - allerdings nur für diejenigen, die so etwas vom Standpunkte der Geisteswissenschaft aus ansehen - dasjenige Wesen, das man mit Recht den «Satan» nennt, Satan, der widerrechtliche Fürst dieser Welt, denn der rechtliche ist eine «Gewalt»: Jahve oder Jehova; der widerrechtliche gehört der Ordnung der Urkräfte an. Er drückt sich dadurch aus, daß er bei den Menschen den Zeitgeist fortwährend in Verwirrung bringt, daß er die Menschen dazu bringt, dem Epochalgeist fortwährend zu widersprechen. Das ist die wirkliche Wesenheit des Geistes, den man auch nennt den «Geist der Finsternis» oder den widerrechtlichen Fürsten dieser unserer Erde, der Anspruch darauf macht, eigentlich die Menschen zu lenken und zu leiten. Und Sie werden jetzt begreifen, was für einen tiefen Sinn es hat, daß der Christus erschien, um durch seine Mission sein Licht zu werfen auf die ganze folgende Evolution, und daß er den Kampf ausfechten mußte gegen diesen widerrechtlichen Fürsten dieser Welt. Dahinter liegt die allertiefste Weisheit, die sich in diesem wunderbaren Teil des Evangeliums ausdrückt.


    Es ist billig, was Sie über Satan heute nicht bloß bei materialistisch gesinnten Leuten hören, sondern auch bei solchen, bei denen noch gewisse alte Vorstellungen spuken, die aber solche Vorstellungen mißverstehen; denn schon seit langem wird über den Satan ziemlich hohnvoll gesprochen. Und selbst Menschen, die gern die anderen geistigen Wesenheiten anerkennen: dem Satan wollen sie nicht gern eine Wirklichkeit zugestehen, den leugnen sie. Das rührt davon her, daß schon im Mittelalter die Menschen ganz kuriose Anschauungen über den Satan hatten und sagten: Er ist doch eigentlich ein zurückgebliebener Geist von der Stufenfolge der Gewalten; wenn er ein Geist von der Stufenfolge der Gewalten ist, so ist er zurückgeblieben. - Wo sind die Geister der Gewalten? Sie drücken sich aus in dem, was sich in der Welt an Geist offenbart. Man nannte den Satan einen Geist der Finsternis, aber man sagte: Finsternis ist doch nur eine Negation des Lichtes. Das Licht ist wirklich, aber die Finsternis ist nicht wirklich. — Man meinte das auch geistig. So schrieb man den Geistern, die sich im Licht manifestieren, wohl Wirklichkeit zu; aber dem Satan, der sich in der Finsternis manifestiert, sprach man die Wirklichkeit ab. Das ist ungefähr so gescheit, wie wenn jemand, der einem Physiker zugehört hat, sagen würde: Kälte ist nur ein Mangel an Wärme, sie ist eigentlich nichts Wirkliches. Wenn wir die Wärme immer geringer machen, wird es immer kälter, aber wenn wir auch immer mehr Wärme wegnehmen, die Kälte ist kein Wirkliches; also denken wir nicht an den Winter! -Aber trotzdem Kälte nur eine Negation von Wärme ist, ist sie doch sehr wohl zu spüren, wenn nicht eingeheizt wird. So ist Satan sehr wohl ein Wirkliches, wenn er auch nur die Negation des Lichtes ist." (Lit.: GA 102, S 147 ff.)

    Literatur

    Rudolf Steiner: Das Hereinwirken geistiger Wesenheiten in den Menschen, GA 102 (1984), Achter Vortrag, Berlin, 20. April 1908

    Rudolf Steiner: Geisteswissenschaftliche Menschenkunde, GA 107 (1988), S 241 f., Sechzehnter Vortrag, Berlin, 22. März 1909








    http://wiki.anthroposophie.net/Widersacher

    ~~~*~~~





    fhh.hamburg.de/.../inneres/landesjugendbehoerde/ veroeffentlichungen/esoterik-pdf,property=source.pdf













  6. #6
    formidolosus
    Gast

    Re: Widersacherkräfte- aus der Sicht R.Steiners


    Hmmm.

    steiner ist ganz nett, aber das hier ist doch coole SF.

    Höre, oh Mensch, auf die Weisheit der Magie, höre auf das Wissen vergessener Macht. Vor langer, langer Zeit, in den Tagen des ersten Menschen, begann ein

    Krieg zwischen der Dunkelheit und dem Licht.

    Damals waren die Menschen wie auch heute, erfüllt sowohl von Finsternis als auch von Licht, und während in einigen die Finsternis vorherrschte, erfüllte

    bei anderen Licht die Seele.


    Ja, dieser Krieg ist uralt, es ist der ewige Kampf zwischen Dunkelheit und Licht. Verbissen wird er ausgefochten durch alle Zeiten, unbekannte Kräfte werden

    eingesetzt, die dem Menschen verborgen sind.


    Es gab Adepten, die voll der Schwärze waren und immer gegen das Licht ankämpften; abeer auch andere, die, von Glanz erfüllt, immer die Dunkelheit der Nacht

    bekämpfen. Wo auch immer du gewesen sein magst, in allen Zeiten und auf allen Ebenen, sicherlich wirst du von dem Kampf mit der Nacht wissen. Vor langer

    Zeit fanden die herabsteigenden Sonnen des Morgens die Welt voller Dunkelheit vor. Damals, in jener vergangenen Zeit, begann der uralte Kampf zwischen

    der Finsternis und dem Licht.


    Viele waren in jener Zeit dermaßen von Dunkelheit erfüllt, daß das Licht nur spärlich aus der Nacht schien. Es gab dort einige Meister der Dunkelheit, die

    versuchten, alles mit ihrer Finsternis zu erfüllen; sie versuchten, andere in ihre Dunkelheit hineinzuziehen. Als Meister der Klarheit kämpften diese aber

    heftig aus der Dunkelheit der Nacht. Die Dunkeln versuchten, die Fesseln und Ketten, die den Menschen an die Dunkelheit der Nacht binden, immer enger zu

    ziehen. Sie gebrauchten immer schwarze Magie, die von der Macht der Finsternis im Menschen gebracht worden war; eine Magie, welche die Seele des Menschen

    in Dunkelheit hüllt.


    Sie waren in einem Orden zusammengeschlossen, in der Bruderschaft der Dunkelheit, durch alle Zeiten hindurch waren sie die Gegenspieler der Menschenkinder.

    Sie bewegten sich immer heimlich und im Verborgenen, entdeckt und doch nicht entdeckt durch die Menschenkinder. immerwährend wanderten und arbeiteten sie

    in der Finsternis, verborgen vom Licht in der Dunkelheit der Nacht. Leise und heimlich gebrauchten sie ihre Macht, versklavten und verstrickten die Seelen

    der Menschen.


    Ungesehen kommen sie, und ungesehen gehen sie, der Mensch in seiner Unwissenheit ruft sie von unten.


    Dunkel ist der Weg, den die dunklen Brüder nehmen; dunkler als die Dunkelheit der Nacht. Während sie über die Erde wandeln, gehen sie durch die Träume des

    Menschen. Sie haben von der Finsternis, die sie umgibt, die Macht erlangt, andere Bewohner aus ihrer Ebene herauszuholen. Sie haben die Macht, diese zu

    lenken und zu dirigieren auf Weisen, die beim Menschen dunkel und unerkannt sind. Die dunklen Brüder greifen ins Bewußtsein der menschen ein und umhüllen

    es mit dem Schleier ihrer Nacht. In diesem Falle verweilt die Seele während ihrer ganzen Lebenszeit in Knechtschaft, gebunden durch die Schlingen des Schleiers

    der Nacht. Mächtig sind sie im verbotenen Wissen; verboten, weil es eins ist mit der Nacht.


    Höre, oh mensch, und lausche meiner Warnung: Sei frei vom Joch der Nacht. Gib deine Seele nicht den Brüdern der Dunlelheit hin. Halte dein Antlitz immer

    dem Licht zugewandt. weißt du nicht, oh Mensch, daß dein Leid nur durch den Schleier der Nacht gekommen ist? Ja, Mensch, beachte immer meine Warnung. Strebe

    immer aufwärts und wende deine Seele immer dem Licht zu. Die Brüder der Dunkelheit suchen als ihre Brüder vor allem jene, die den Pfad des Lichts schon

    gegangen sind. Denn sie wissen genau, daß jene, die auf ihrem Pfad zum Licht der Sonne schon weit etgegengewandert sind, große, ja immense Macht besitzen,

    um die Kinder des Lichts mit Dunkelheit zu binden.


    Höre, oh mensch, auf den, der zu dir kommt, aber wäge in der Stille ab, ob seine Worte des Lichts sind. Denn es gibt viele, die in dunkler Strahlkraft wandern

    und doch keine Kinder des Lichts sind.


    Es ist leicht, Ihrem Pfad, Ihrer Führung zu folgen, aber, oh Mensch, beachte stets meine Warnung: Licht kommt nur zu dem, der danach strebt. Beschwerlich

    ist der Weg, der zur Weisheit und ins Licht führt. Du wirst viele Steine auf deinem Weg finden, dem Licht entgegen sind viele Berge zu erklimmen. Aber

    wisse, oh Mensch, das derjenige, der den freien Willen überwindet, auf dem Weg des Lichts sein wird. Folge niemals den dunklen Brüdern, sei immer ein Kind

    des Lichts. Denn wisse, oh Mensch, am Ende muß immer das licht siegen, und die Finsternis und die nacht werden aus dem Licht verbannt.


    Lausche, oh Mensch, und erkenne diese Wahrheit: Genau wie die Dunkelheit ist auch das Licht.


    Wenn die Dunkelheit verbannt ist und alle Schleier zerissen sind, dann wird aus der Dunkelheit das Licht erstrahlen.


    Genau wie unter den Menschen die dunklen Brüder leben, so existieren dort auch Brüder des Lichts. Sie sind Gegenspieler der Brüder der Dunkelheit und versuchen,

    die Menschen von der Nacht zu befreien. Sie haben mächtige und starke Kräfte und kennen das Gesetz, dem die Planeten gehorchen. Sie arbeiten stets in Harmonie

    und Ordnung. Sie befreien die Menschenseele aus ihrer Verstrickung der Nacht. Auch sie arbeiten heimlich und unerkannt. Sie sind den Menschenkindern nicht

    bekannt. Doch wisse, sie gehen immer mit dir, zeigen den Menschenkindern den Weg. Sie haben stets gegen die dunklen Brüder gekämpft. Endlose Male siegten

    sie und wurden besiegt. Doch wird das Licht am Ende immer der Meister sein und die Finsterniss der Nacht vertreiben.


    Aus den Smaragdtafeln.

    Naja, jeder hat halt so seine Meinung.

    Gruß, Formidolosus!

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