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Thema: Wirkung eines geschriebenen Textes, BITTE UM MEINUNG

  1. #1
    A L S
    Gast

    Wirkung eines geschriebenen Textes, BITTE UM MEINUNG


    Hi,


    ich habe hier einen kleinen Teil einer Geschichte, die ich momentan vor mich herspinne. Es ist eine magische Übung. Mich interessiert vor allem, was das für Wirkungen bei Euch hinterlässt und was Euch nicht passt. Das hier ist zwar kein Schreiberforum, aber hier haben sicherlich einige Leute ihre Sinne mehr ausgebildet, als normale Leser.


    Schreibt einfach eure Meinung. Was löst es beispielsweise aus? Wie gut kann man sich das vorstellen? usw. usf.

    Es ist übrigens eine Rohfassung, also kaum korrigiert worden.




    Da stehe ich, blicke mit hocherhobener Brust auf einer einsamen Plattform über die Grenzen allen menschlichen Seins und bin doch starr vor Angst. Die Luft ist weich und süßlich. Sie hüllt mich ein wie eine warme Decke und spendet mir ein wenig, jedoch kaum Trost, auf Grund erdrückender Bewusstseinseingebungen. Sie schützt mich aber ganz und gar nicht vor dem, was mein trauriges Auge just in diesem Augenblick einzufangen vermag. Ich sehe die aufleuchtende Stadt und den grenzenlosen Himmel mit seinen purpur Wattewölckchen. Für mich handelt es sich eindeutig um die Endlichkeit in der Unendlichkeit und die Begrenzheit unseres Seins.... Das trifft mich hart wie ein Blitz und spaltet meinen Verstand und mein Herz, so dass ich uneins bin oder müsste es nicht viel eher anderherum sein, es eint mich und doch bin ich nicht ICH selbst?

    Die Sonne, die am Horizont in einem goldenen Abendrausch übergeht und mein Wesen mit einem letzten Seufzer berührt, hält mich schwach vor einem Sprung in den Abgrund zurück.

    Ich denke bei mir, warum bist du selbst zu schwach? Diese Welt hält dich nicht mehr und doch willst du Sie nicht verlassen? Was ist nur in dich gefahren, dass du überhaupt mit dem Gedanken spielst zu bleiben? Die Menschen um dich herum fügen sich gegenseitiges Leid zu. Sie erzeugen gegenseitige Popporeibungen und tarnen dies als Nächstenliebe!

    Sie meinen, Sie hätten Kontrolle, doch lassen Sie sich von ihren Dämonen kontrollieren, Tag für Tag, Stunde um Stunde, Minute für Minute, Sekunde um Sekunde, bis Sie tot sind. Es ist abscheulich wie hundegesichtige Bundeskanzler oder menschenfressende Maschinen.

    Selbst wenn ein Glücklicher seine Dämonen los wird, junge Dämonen werden von Neuem herangezüchtet, wie Hühnchen in der Legebatterie. Die Medien sind der grosse Versorger dieser Dämonen und halten Sie bei Laune. Oh ich danke Euch dafür wie Normalsterbliche für die Band Tokio Hotel. Wenigstens habe diese, chicke Frisuren und strotzen vor Männlichkeit, was man von unserem Kanzler beispielsweise nicht behaupten kann. Doch fernab dieser zerstörerischen Gefühlsausbrüche kommt in mir dennoch etwas Weiches zum Vorschein, etwas Tröstendes, etwas, dass alles gleichgültig macht.

    Es übergießt mich wie ein warmer Regen und erregt meinen ganzen Körper wie ein sinnlicher Kuss einer verruchten Schönheit.

    Meine Erregtheit steigert sich in Form vibrierender konzentrischer Wellen, die mich wie in ein Meeresrauschen einhüllen.

    Plötzlich ertönt wie aus der Ferne, mit ungeheurer Geschwindigkeit anrauschend, ein Signalton in mir, mit gleichzeitig ansteigenden Druck und Hitze in meinem Kopf. Es fühlt sich an als würde der Druck in Hitzewallungen übergehen, die meinen Körper umschließen. Doch gerade mein physischer Körper scheint starr zu sein, alleine meine Aufmerksamkeit glänzt vor Klarheit. Ich vernehme plötzlich soetwas wie eine leise Stimme aus dem Nichts. Diese Stimme hat etwas sehr Friedliches an sich, Sie erzählt mir, dass meine Wut über diese Welt meine Unfähigkeit zu handeln darstellt. Dieser Satz ist so einprägend formuliert, dass in mir ein zufriedenes JA aufsteigt und eine innere Befreiungskettenreaktion auslöst.

    Sie hat völlig Recht diese Stimme, sage ich mir, ich fühle mich so machtlos in Anbetracht dieser Tatsachen wie sinnlose Gewalt gegenüber Natur und Mensch, dass wir täglich mehr und mehr krankgemacht werden.

    Ist es deshalb mein Recht den Tod herbei zu sehen und mich gewaltsam aus diesem Elend zu entreisen?

    Die Ohnmachtschreie längst vergessener Tage werde durch dramatische Ereignisse stets von Neuem gerufen.

    Man fühlt sich wie ein Zauberlehrling, ja, die Dämonen, die geschaffen wurden, wird man nun nicht los.

    Wenigstens ist die Umgebung um mich, in ein sanftes Grün gebettet. Ich denke mir, es ist der passende Ort um zu sterben.

    Hier soll mein Grab sein. Hier will ich zurücklassen, was mich belastet, was ich war und was ich jemals sein werde.

    Die Wärme in mir beruhigt, ich fühle einen tiefen Frieden in mir, ein Gefühl, dass der Geborgenheit einer Mutter gleicht, die ihr Kleines zärtlich umarmt und in einen Schutzmantel aus Fürsorge und Liebe einhüllt.

    WIe aus dem Nichts zieht eine urgewaltige Kraft in mir. Es fühlt sich an, als würde mir Jemand die Gedärme entreißen wollen und ich schreie vor Schmerzen. Diese Kraft bildet einen Tunnel um mich und zieht mich zum Abgrund. Ich stemme mich mit aller Gewalt gegen diese wurmähnliche Kraft doch werde immer schwächer und schwächer, bis ich aufgebe.

    Die Kraft beschleunigt mich und ich springe in die Tiefen des Abgrunds, voller Schrecken und Ohnmacht.


    Copyright by Daniel Spengler 2006

  2. #2
    formidolosus
    Gast

    Re: Wirkung eines geschriebenen Textes, BITTE UM MEINUNG


    Hmmm.

    Klingt wie der Anfang eines Heftromans, John Sinclair halt.

    Wenn man dann auch noch Daniel Spengler heißt, dann kann man das auch oben draufschreiben.

    Gruß, formidolosus!

  3. #3
    Thomas
    Gast

    Re: Wirkung eines geschriebenen Textes, BITTE UM MEINUNG


    ...wenn das die leute in weiss lesen würden, lassen sie dich bestimmte ne weile nicht mehr raus.

    du kannst dem aber entgehen und mal mit nem psychotherapeuten sprechen und ne therapie anfangen...

  4. #4
    Pat
    Gast

    Re: Wirkung eines geschriebenen Textes, BITTE UM MEINUNG


    Na ja, könnte in Richtung "Stephen King" Roman münden? Noch schwierig zu sagen, wenn der Kontext nicht bekannt ist ...

  5. #5
    A L S
    Gast

    Re: Wirkung eines geschriebenen Textes, BITTE UM MEINUNG


    >Na ja, könnte in Richtung "Stephen King" Roman münden? Noch schwierig zu sagen, wenn der Kontext nicht bekannt ist ...


    Hi Pat, im Grunde geht es auch nicht darum, wo es hinführen könnte, es geht mir einfach darum zu erfahren, inwiefern es emotional wirklich trifft.

    Kannst du dich in den Text einfühlen, kannst du soetwas nacherleben?

    Das macht für mich einen Künstler aus, der versetzt dich in eine andere Wirklichkeit.


    Da du Stephen King erwähnst, gehe ich davon aus, dass dich eine gewisse Kälte wirklich getroffen hat und dich in eine Art Horrorszenario versetzt.

    Ich finde das wirklich gut, weil meine weiterführenden Gedanken dich jetzt unheimlich überraschen würden.


    Mir geht es auch darum überhaupt zu wissen, ob ich textschreiberische Qualitäten aufzuweisen habe. Ich bin kein Hobbyschreiber, das wäre meine erste Geschichte, verstehste.


    Gruss


    DSP



  6. #6
    A L S
    Gast

    Re: Wirkung eines geschriebenen Textes, BITTE UM MEINUNG


    >Hmmm.

    >Klingt wie der Anfang eines Heftromans, John Sinclair halt.

    >Wenn man dann auch noch Daniel Spengler heißt, dann kann man das auch oben draufschreiben.

    >Gruß, formidolosus!


    Danke, dass du mich auf John Sinclair aufmerksam gemacht hast.

    Interessant, was der alles geschrieben hat, aber trotzdem nicht ganz mein Fall.

    Es gibt mir allerdings Aufschluss, was in dir damit angesprochen wurde und das gefällt mir auf jeden Fall.


    Wie ich das nun mit meinem Namen verstehen soll, weiß ich allerdings nicht.

    Namen sind für mich Schall und Rauch. Sie drücken wohl eine bestimmte Qualität aus, aber der Text ist mir wichtiger, als irgendein Name.

    In Foren bedeutet Copyright ein Schutz für Verfasser und Forenbetreiber, darum ausnahmsweise mal mein richtiger Name.

    Vielleicht darf ich es deswegen deine Andeutung als äußerst subtile Ironie auffassen. ;-)



  7. #7
    formidolosus
    Gast

    Re: Wirkung eines geschriebenen Textes, BITTE UM MEINUNG


    >>Na ja, könnte in Richtung "Stephen King" Roman münden? Noch schwierig zu sagen, wenn der Kontext nicht bekannt ist ...

    >Hi Pat, im Grunde geht es auch nicht darum, wo es hinführen könnte, es geht mir einfach darum zu erfahren, inwiefern es emotional wirklich trifft.

    >Kannst du dich in den Text einfühlen, kannst du soetwas nacherleben?

    >Das macht für mich einen Künstler aus, der versetzt dich in eine andere Wirklichkeit.

    >Da du Stephen King erwähnst, gehe ich davon aus, dass dich eine gewisse Kälte wirklich getroffen hat und dich in eine Art Horrorszenario versetzt.

    >Ich finde das wirklich gut, weil meine weiterführenden Gedanken dich jetzt unheimlich überraschen würden.

    >Mir geht es auch darum überhaupt zu wissen, ob ich textschreiberische Qualitäten aufzuweisen habe. Ich bin kein Hobbyschreiber, das wäre meine erste Geschichte, verstehste.

    >Gruss

    >DSP

    In welchem Genre willst du denn überhaupt dein Unwesen treiben?

    Gruß, formidolosus!

  8. #8
    A L S
    Gast

    Re: Wirkung eines geschriebenen Textes, BITTE UM MEINUNG


    >In welchem Genre willst du denn überhaupt dein Unwesen treiben?

    >Gruß, formidolosus!




    Schwer zu beschreiben.

    Die Geschichte ist eine Wirklichkeit, die ich erlebe und diese Wirklichkeit ist bewusstseinserweiternd. Ich kann dir garncht sage, was geschieht, denn deinen Alltag kannst du ja auch nicht im Normalfall vorraussagen.

    Das es eine Einheit aus allen Genres sein könnte, ist daher definitiv möglich.

    Vielleicht mache ich mal spasseshalber das erste Kapitel mit ca. 20 Seiten Inhalt.

    Dann kann man sich mal drüber unterhalten, was es werden könnte oder eben auch nicht.


    Gruss


    DSP

  9. #9
    Pat
    Gast

    Re: Wirkung eines geschriebenen Textes, BITTE UM MEINUNG


    >>In welchem Genre willst du denn überhaupt dein Unwesen treiben?

    >>Gruß, formidolosus!

    >

    >Schwer zu beschreiben.

    >Die Geschichte ist eine Wirklichkeit, die ich erlebe und diese Wirklichkeit ist bewusstseinserweiternd.


    ... mit Dämonen, Bedrohung, Tunnel etc.? Klingt auch ein bisschen nach schamanistischen Ahayuasca Erfahrungsberichten - was natürlich für einen Roman spannend sein kann ...


    Gruess, Pat

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