>>Das ist ursprünglich so gemeint:
>>Wer aus der Dualität herausfindet, der findet die
Einheit, das vollkommene Eins-Sein.
>>Das ist das Reich Gottes.
>>Wer nicht aus ihr herausfindet, bleibt in ihr.
>>Und das ist eindeutig das Leidvollere von beiden.
>>Man wird nicht noch extra gequält und gemaßregelt, wenn man in der Dualität bleibt.
>>Das ist wirklich sehr schlecht überliefert.
>>Diese ganzen Ängste vor der Verdammnis wurden von Religions-Mächtigen ja immer schon gern als Druckmittel mißbraucht.
>>Es ist gut, dass das heute immer mehr Menschen durchschauen.
>>Aber
selbst wenn man sich da nicht mehr ins Bockshorn jagen lässt:
>>In der Dualität zu sein, ist wirklich sehr aufreibend... und umso qualvoller, je weniger man um die alles ausgleichende
Einheit weiß.
>>Das ist der Grund, warum Jesus sagt, das Lohnendste von allem ist,
>>nach dem Reich Gottes zu streben, also nach der höchste
Einheit, die alles in sich fasst.
>>Denn wenn man diesen archimedischen Punkt gefunden hat, diese Eine, aus dem alles andere seine Existenz bezieht, dann fällt einem dies alles wie von
selbst zu.
>>Das ist ja gerade das Glückselige daran: in der Einheit ist wirklich alles enthalten.
>>Wenn man direkt den Weg in die Einheit sucht, spart man sich das umständliche Zusammenpuzzeln von Einzelteilen. Die Einheit ist quasi das "Rundum-Sorglos-Paket."
>>Aber das finden manche eben auch langweilig... weil sie den Clou der Sache vielleicht noch nicht ganz gesehn haben.
>>Viele denken ja z.B., sie möchten noch dies und das erleben, erfahren; sie haben einfach nicht die Zeit, völlig konsequent nach dieser höchsten Einheit zu suchen... oder sie sind in wirtschaftlichen, familiären, beruflichen Verpflichtungen. Oder ihnen fehlen noch bestimmte materielle Dinge usw.
>>So etwas wie "Suchen nach der höchsten Einheit" klingt dann manchmal ziemlich blaß- angesichts von handfestem Streß und Herausforderungen.
>>Bis zu einem bestimmten Punkt ist die Dualität auch sehr reizvoll.
>>Ohne Dualität kein Tanz, keine Geburt, keine Schöpfung ...
>>Wenn sie sich jedoch so sehr ausfaltet und verzweigt, dass vor lauter Vielfalt, lauter Möglichkeiten, lauter Aufgaben, lauter offenen Fäden gar kein Ganzes mehr zu finden ist - -
>>Wenn nichts mehr zu erkennen ist, was dies alles umfasst und ihm einen Gesamt-Sinn gibt, dann ist das sehr bedrückend und furchtbar.
>>Wenn man die Einheit hinter der Vielheit verliert, fühlt man auch selber sich verloren.
>>Wenn man hingegen aus der bewussten Einheit heraus in die Dualität geht, ist man mehr Besucher, Gast.
>>So sagt Jesus, dass man dann "
in der
Welt, aber nicht
von der
Welt" sei.
>>Der allumfassenden Einheit inne zu sein, erfordert hohe Geistesgegenwart.
>>"Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes!" -
>>Immer als erstes das
Bewusstsein der All-Einheit in sich zum Leuchten bringen- das ist das Wichtigste.
>>Von dieser Warte aus hat man die beste Aussicht und den besten Überblick.
>>Das ist die reinste Freude; und man blickt klar und handelt ausgewogen.
>>Sich dieses klare und wache
Bewusstsein zu erhalten, lohnt wirklich jede Mühe...
>>denn ohne es wird alles viel komplizierter.
>>Wenn man sich nicht um Überblick bemüht, verliert man ihn und verheddert sich mehr und mehr.
>>Man wird dann irgendwann finden, dass dieses Leben irgendwie zuviel ist, immer quälender wird... die reinste Hölle.
>>Hin und wieder werden einem dann vielleicht Leute sagen, dass man doch mal über den Tellerand schauen, dass man etwas pfiffiger an die Dinge herangehen sollte, mit mehr Überlegung oder vor einem weiteren Horizont.
>>Höchstwahrscheinlich wird man dann nicht übel Lust haben, diesen Leuten erst einmal kräftig die Meinung zu sagen... obgleich man insgeheim wohl wissen wird, dass sie gar nicht so falsch liegen.
>>Aber es wird einem immer wie Hohn vorkommen, wenn sie so klug daherreden, während man selber in der Sch... hängt.
>>An diesem Punkt versumpfen manche dann ernsthaft; und es ist wirklich wahr,
>>der "Wurm beißt sie"; und das nicht zu knapp.
>>OK, ist jetzt ein bisschen ins Extrem gegangen; aber letztlich merkt jeder irgendwann, man muss sich entscheiden.
>>Man wird immer wieder damit konfrontiert.
>>Wenn man die Einheit sucht, muß man logischerweise auch
in sich selbst eins sein: mit Halben herzen kann man das Ganze nicht finden.
>>Wenn man den Schritt nicht wagt oder schafft, dann findet man immer nur Halbes: Halbheiten, Laues, Widersprüchliches. "Nichts Halbes und nichts Ganzes".
>>Die Offenbarung dazu:
>>"Wärest du heiß oder wärest du kalt! Aber du bist lau, und darum will ich dich ausspeien."
>>Das sagt die Einheit.
>>Wer zwar Einheit sucht, aber dafür nur einen Teil seiner Kraft übrig hat,
>>dem wird die Einheit eins lachen:
>>denn was ist mit dem anderen Teil seiner Kraft, den er ausklammert?
>>Wer mit sich selbst nicht eins ist, kann nicht in die Einheit gelangen.
>>Wer mit sich selbst nicht eins ist, kann die Einheit nicht einmal erkennen.
>>"Das Wort war in der
Welt, doch die Welt erkannte es nicht."
>>An der reinen, einfachen und klaren
Wahrheit klebt so viel Schlaf, so viel Mißverständnisse, so viel Vertuscherei!
>>Doch wenn man sich von all dem nicht abspeisen, nicht vergraulen lässt, dann kann man sie nicht verfehlen.
>>Das 3. Auge in der Mitte unserer Stirn ist das
Christus-Auge, das Zentrum unseres Menschseins.
>>"Wenn unser Auge einfältig ist", wie Jesus sagt; wenn wir also nicht mehr primär mit den zwei physischen Augen schauen, sondern mit dem Seelenauge:
>>dann werden wir unablässig an die Einheit erinnert sein.
>>Wenn wir dagegen mit rein physischem Auge schauen, zieht es unseren Blick bald hierhin, bald dorthin... und man verliert sich langsam, aber sicher.
>>"Kehret um!" Das heisst eigentlich: "Kehrt eure Sinne um!"
>>Lasst euch nicht immer mehr ins Außen locken, sondern kehrt euch nach innen.
>>Wendet euch ganz und gar dem Einen zu, dem höchsten
Geheimnis, dem höchsten Leben.
>>So wie es das 3. Auge gibt, gibt es auch das 3. Ohr usw.
>>Die Redensart vom "2. Gesicht", richtig verstanden, weist auf die
nach innen erwachten Sinne hin.
>>"Innen" ist dabei nur anfangs wörtlich zu verstehen.
>>Später ist dieses "Innen" in Allem.
>>Man sieht und spürt, das alles im Innersten
das Eine ist.
>>Doch erst wenn man mit sich selbst vollkommen Eins geworden ist, kann man dies erkennen; und darum gilt es, zunächst bei sich selbst anzufangen.
>>Soviel erstmal, das Innen ruft ... :-)
>>
Liebe Grüße
>>Jom
>>
>>P:S:
>>Das Thema "Offenbarung" bzw. Apokalypse behandle ich derzeit auch in meinem Rundbrief;
>>Ich hab mich über deine Frage voll gefreut.
>>Sie bringt mich weiter.
>>
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