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Thema: vom ich - das wird mir zu undurchsichtig hier...:-)

  1. #1
    Max
    Gast

    vom ich - das wird mir zu undurchsichtig hier...:-)


    Hi HotelNoir...


    was ist ich, was bin ich ? hui...das sind schon recht heikle fragen.

    Mit dem Körper und der "irdischen" Nahrung, also Kartoffeln, Möhren, Reis, Fleisch usf...hab ich was schönes gefunden...es erklärt es zwar nicht, aber ist einfach ein erweiterter Ausdruck dessen, was ich neulich geschrieben habe...


    Was für ein Wunder der Mensch doch ist. Er ist wie eine Fabrik. Du nimmst Fleisch, Brot und Wein und steckst es hinein und heraus kommen Freude, Gesang und Tanz. Was für ein Wunder ist dies ?!?


    Mehr als einmal hab ich bereits den Ausdruck gefunden, das der Körper und die Seele Fleisch sind. Das trifft es auf jeden fall zu, wie ich meine. Die Seele ist genauso fleischlich wie der Körper, nur ein wenig feiner geartet. Wenn ich etwas sehr leckeres esse, dann nimmt das meine Seele sehr positiv auf. Ein wunderschönes Essen und Glas Wein können meiner Seele so gut tun, das es mich jetzt schon wieder zum lächeln bringt. Aber hin zum Ich-begriff.


    Der Mensch besteht also aus Körper, Seele und Geist. Nur der Geist ist hierbei als unsterblich anzusehen, Körper und Seele welken dahin. Leicht könnte ich jetzt sagen, so wie mein Geist ist, bin auch ich. Aber ich glaube das stimmt so nicht. Zu meinem Ich gehört viel mehr als nur meine Gedanken. Schnell ist man versucht den Geist als höchstes über Körper und Seele zu stellen aber diese beiden vergänglichen Teile meines Ichs haben grosse Macht über meinen Geist. Nur sie sind in der Lage zu fühlen - ähh glaube ich zumindest.

    -- Mal ne frage an alle...kann der Geist fühlen ??? wär gut zu wissen... --

    Etwas gefühltes kann den Geist wandeln, teilweise ihn sogar gänzlich umkrempeln. Er mag vielleicht unsterblich sein, aber noch lange nicht unwandelbar! Er ist formbar. Gerade deshalb ist er ja hier, um geformt zu werden. Daher tritt er ins Bündnis mit Körper und Seele. Unterwirft sich ihnen teilweise sogar. Das Ich befindet sich also immer in einer stetigen Entwicklung.

    Natürlich mag es sich ziemlich lächerlich anhören über so etwas alltägliches wie mein Frühstück zu reden, wenn ich eines der höchsten Gesetze der Universums anwenden will. Aber will ichs trotzdem mal tun. Das Karma meines Frühstücks. :-)

    Es war sehr gut, reichlich aber nicht zu viel. Die Wirkung ist 1. das ich satt bin und meinem Körper genügend Nährstoffe bzw Elemente zur Verfügung stelle. 2. Dadurch, dass ich satt bin, habe ich ein unheimlich schönes körpergefühl. Kurz stellt sich ein wenig müdigkeit ein, die dann aber wieder verschwindet und einem Gefühl platz macht, welches mich aufstehen lässt, musik hören lässt und mir ein lächeln ins finstere Antlitz legt. 3. Der Geist ist ebenfalls beruhigt. Keine hektischen Gedanken beunruhigen ihn. Selbst wenn er auf einmal mit sowas konfrontiert wird wie der Frage, was eigentlich das ich ist. Das Frühstück war gut, und nun gehts mir gut. Es ist zu meinem Ich geworden. Das ist mit Musik, einem Bild, einem Gedicht, einem schlag ins gesicht, einem kuss genau das selbe.


    Hmmm...sorry übrigens HotelNoir...denn mir fällt gerade irgendwie auf, dass das alles nicht so ganz auf deiner Fragen eigentlich zugeschnitten war...ähhh...naja...vielleicht war mein frühstück doch nicht so gut...;-)


    Dennoch...ich glaube das Ich löst sich nicht auf, es wechselt nur ständig seine form. Und das besonders häufig hier auf unserm schönen planeten. :-)


    Also ...

    ich wünsch euch einen schöööhööönen sonntag...

    macht was...oder nicht...ich mach heut nix glaub ich...


    ganz viele grüsse...




    Max...


    smile












  2. #2
    HotelNoir
    Gast

    Re: vom ich - das wird mir zu undurchsichtig hier...:-)


    Als Antwort auf: vom ich - das wird mir zu undurchsichtig hier...:-) geschrieben von Max am 18. November 2001 11:58:33:


    >Natürlich mag es sich ziemlich lächerlich anhören über so etwas alltägliches wie mein Frühstück zu reden, wenn ich eines der höchsten Gesetze der Universums anwenden will. Aber will ichs trotzdem mal tun. Das Karma meines Frühstücks. :-)

    >Es war sehr gut, reichlich aber nicht zu viel. Die Wirkung ist 1. das ich satt bin und meinem Körper genügend Nährstoffe bzw Elemente zur Verfügung stelle. 2. Dadurch, dass ich satt bin, habe ich ein unheimlich schönes körpergefühl. Kurz stellt sich ein wenig müdigkeit ein, die dann aber wieder verschwindet und einem Gefühl platz macht, welches mich aufstehen lässt, musik hören lässt und mir ein lächeln ins finstere Antlitz legt. 3. Der Geist ist ebenfalls beruhigt. Keine hektischen Gedanken beunruhigen ihn. Selbst wenn er auf einmal mit sowas konfrontiert wird wie der Frage, was eigentlich das ich ist. Das Frühstück war gut, und nun gehts mir gut. Es ist zu meinem Ich geworden. Das ist mit Musik, einem Bild, einem Gedicht, einem schlag ins gesicht, einem kuss genau das selbe.


    Deine Antwort gibt mir erneut das Gefühl dass das Ich bloss ein Konstrukt ist. Du begründest das gut, finde ich (auch wenn dus vielleicht ganz anders siehst *g*


    >Hmmm...sorry übrigens HotelNoir...denn mir fällt gerade irgendwie auf, dass das alles nicht so ganz auf deiner Fragen eigentlich zugeschnitten war...ähhh...naja...vielleicht war mein frühstück doch nicht so gut...;-)


    Wohl eher zu gut *gg*


    >Dennoch...ich glaube das Ich löst sich nicht auf, es wechselt nur ständig seine form. Und das besonders häufig hier auf unserm schönen planeten. :-)


    Nun ja, das es nicht ist, kann es sich auch nicht auflösen ;-)


    Die Frage ob der Geist fühlt finde ich sehr interessant. Da Körper Seele Geist auch nur ein Modell ist um die Wirklichkeit zu beschreiben würde ich spontan sagen, das greift alles ineinander und je stärker das Gefühl, um so mehr trifft es auch den Geist. Wie es ein recht starker Schlag braucht, dass Dich der ganze Körper schmerzt oder sehr viel Zärtlichkeit dass der ganze Körper... :-)


    Love Light and Laughter


    HotelNoir










  3. #3
    Someone
    Gast

    Re: vom ich - das wird mir zu undurchsichtig hier...:-)


    Als Antwort auf: vom ich - das wird mir zu undurchsichtig hier...:-) geschrieben von Max am 18. November 2001 11:58:33:


    >Hi HotelNoir...

    >was ist ich, was bin ich ? hui...das sind schon recht heikle fragen.

    >Mit dem Körper und der "irdischen" Nahrung, also Kartoffeln, Möhren, Reis, Fleisch usf...hab ich was schönes gefunden...es erklärt es zwar nicht, aber ist einfach ein erweiterter Ausdruck dessen, was ich neulich geschrieben habe...

    >Was für ein Wunder der Mensch doch ist. Er ist wie eine Fabrik. Du nimmst Fleisch, Brot und Wein und steckst es hinein und heraus kommen Freude, Gesang und Tanz. Was für ein Wunder ist dies ?!?

    >Mehr als einmal hab ich bereits den Ausdruck gefunden, das der Körper und die Seele Fleisch sind. Das trifft es auf jeden fall zu, wie ich meine. Die Seele ist genauso fleischlich wie der Körper, nur ein wenig feiner geartet. Wenn ich etwas sehr leckeres esse, dann nimmt das meine Seele sehr positiv auf. Ein wunderschönes Essen und Glas Wein können meiner Seele so gut tun, das es mich jetzt schon wieder zum lächeln bringt. Aber hin zum Ich-begriff.

    >Der Mensch besteht also aus Körper, Seele und Geist. Nur der Geist ist hierbei als unsterblich anzusehen, Körper und Seele welken dahin. Leicht könnte ich jetzt sagen, so wie mein Geist ist, bin auch ich. Aber ich glaube das stimmt so nicht. Zu meinem Ich gehört viel mehr als nur meine Gedanken. Schnell ist man versucht den Geist als höchstes über Körper und Seele zu stellen aber diese beiden vergänglichen Teile meines Ichs haben grosse Macht über meinen Geist. Nur sie sind in der Lage zu fühlen - ähh glaube ich zumindest.

    >-- Mal ne frage an alle...kann der Geist fühlen ??? wär gut zu wissen... --

    >Etwas gefühltes kann den Geist wandeln, teilweise ihn sogar gänzlich umkrempeln. Er mag vielleicht unsterblich sein, aber noch lange nicht unwandelbar! Er ist formbar. Gerade deshalb ist er ja hier, um geformt zu werden. Daher tritt er ins Bündnis mit Körper und Seele. Unterwirft sich ihnen teilweise sogar. Das Ich befindet sich also immer in einer stetigen Entwicklung.

    >Natürlich mag es sich ziemlich lächerlich anhören über so etwas alltägliches wie mein Frühstück zu reden, wenn ich eines der höchsten Gesetze der Universums anwenden will. Aber will ichs trotzdem mal tun. Das Karma meines Frühstücks. :-)

    >Es war sehr gut, reichlich aber nicht zu viel. Die Wirkung ist 1. das ich satt bin und meinem Körper genügend Nährstoffe bzw Elemente zur Verfügung stelle. 2. Dadurch, dass ich satt bin, habe ich ein unheimlich schönes körpergefühl. Kurz stellt sich ein wenig müdigkeit ein, die dann aber wieder verschwindet und einem Gefühl platz macht, welches mich aufstehen lässt, musik hören lässt und mir ein lächeln ins finstere Antlitz legt. 3. Der Geist ist ebenfalls beruhigt. Keine hektischen Gedanken beunruhigen ihn. Selbst wenn er auf einmal mit sowas konfrontiert wird wie der Frage, was eigentlich das ich ist. Das Frühstück war gut, und nun gehts mir gut. Es ist zu meinem Ich geworden. Das ist mit Musik, einem Bild, einem Gedicht, einem schlag ins gesicht, einem kuss genau das selbe.

    >Hmmm...sorry übrigens HotelNoir...denn mir fällt gerade irgendwie auf, dass das alles nicht so ganz auf deiner Fragen eigentlich zugeschnitten war...ähhh...naja...vielleicht war mein frühstück doch nicht so gut...;-)

    >Dennoch...ich glaube das Ich löst sich nicht auf, es wechselt nur ständig seine form. Und das besonders häufig hier auf unserm schönen planeten. :-)

    >Also ...

    >ich wünsch euch einen schöööhööönen sonntag...

    >macht was...oder nicht...ich mach heut nix glaub ich...

    >ganz viele grüsse...

    >

    >Max...

    >smile

    Essen - jami jami

    Max was ist der Sinn des Seins was ist das Sein als solches was war vor dem ersten sein und warum machst du dir so viele Gedanken über das Essen und versuchst die Tätigkeit der Nahrungsaufnahme so sehr zu klassiffiziereben












  4. #4
    Max
    Gast

    viele worte...


    Als Antwort auf: Re: vom ich - das wird mir zu undurchsichtig hier...:-) geschrieben von Someone am 20. November 2001 16:55:08:


    >Essen - jami jami

    >Max was ist der Sinn des Seins was ist das Sein als solches was war vor dem ersten sein und warum machst du dir so viele Gedanken über das Essen und versuchst die Tätigkeit der Nahrungsaufnahme so sehr zu klassiffiziereben


    Hi Someone...




    also ich mach mir eigentlich nicht allzuviele gedanken ums essen...es ist nur, dass ich lieeeeeeeeeeeeeeebe zu essen...(huaaa schreckkkkklicher ausdruck übrigens 'Tätigkeit der Nahrungsaufnahme' huaaaaaaaa......)

    ich gehöre zu den gesegneten, die essen können was und so viel sie wollen und nicht zunehmen, will damit sagen, das ich keinerlei gedanken hab wie...hmmm das darf ich jetzt aber nicht essen oder sowas (es sei denn es ist ein kleiner rasen drauf gewachsen)...aber das nur am rande


    ich genieeeeeesse essen, dass kannst du mir glauben. Die zubereitung, die investierte zeit...und dann der grosse moment, schmeckt es oder nicht...haaaaach is doch einfach geil...naja...

    jeder hat seine macke glaub ich...meine ists essen...

    ausserdem kann ich nur sagen, dass ich z.B. das mit dem "da liegt ja eigentlich ein stückchen von mir schon auf dem teller, es weiss es nur noch nicht..." absolut erstaunlich finde. Du glaubst ja nedd wie ich durch die wohnung gehupft bin als mir das aufgefallen ist...


    vielleicht hast du eine etwas vereinfachte vorstellung davon wie ich mir das alles mit den "klassifizierungen" vorstelle. da bin ich einfach ein kind weisst du, was wieder ein geheimnis rausgefunden glaubt und sich einfach darüber freuen kann...ob es stimmt oder nicht, eigentlich egal...


    hui...ich seh grad...da waren ja noch andere fragen.../ich hab gerad gegessen daher kam ich jetzt zuerst aufs essen...aber REINER ZUFALL...


    "was ist der Sinn des Seins"

    "was ist das Sein als solches"

    "was war vor dem ersten sein"


    weisst du someone, ich bin ein seeeeeehr wechselhafter mensch. gestern hatte ich einfach null freude, an gar nichts. wenn ichs mir genauer überlege, dann wars eigentlich fast die gesamte letzte woche so. ich war grimmig, grummelig und leicht aufzuregen, von einigen kurzfristigen besserungen abgesehen. es war der wahnsinn. nichts war richtig, alles schei***. dann am wochenende wurde es besser. heute. wunnabar. hab meinen schabernak getrieben den tag über, war bester laune. hab jetzt hier vorhin erstmal ein gitarrenluftsolo hingelegt, das mich die leute, die mich gesehen haben sicherlich dachten...psycho...absoluter psycho...ob mich jemand gesehen hat weiss ich nedd...ist mir aber auch egal... heute ... !

    was der genaue sinn meines lebens eigentich ist, ich denke es ist erfahrungen sammeln und dadurch entwicklung. das ich da morgen ganz anders drüber denken mag, behalt ich mir mal vor (komische redewendung übrigens...vor-behalten...naja)

    das sein als solches...puhhh...okay...wenn ich mich auf die füsse stelle, dann stehe ich auf den füssen verdammt. ich habe füsse. ich hab einen körper, der gehört soweit bislang mir. damit gehört er für mich zu mir.

    da ich jetzt gerade bemerkt habe, dass ich zu meinen füssen...gar nicht wahr zu meinem linken fuss gesagt habe 'hallo fuuuuus' find ich lustig...ein gefühl. das ich etwas fühlen kann schreibe ich meiner seele zu. somit habe ich eine seele.

    und das ich das jetzt alles in worte ausdrücken kann...schreib ich meinen gedanken zu...wenn sie auch heute abend von der seele beeinflusst werden...haaaa ha ! juchuuuuu !


    egal...morgen ists wahrscheinlich wieder anners...wer weiss...


    wo ich dir unumschränkt recht geben muss, ist, dass vieles einfach vieeeel einfacher gehen !! kann !! als wir es uns machen. allerdings bin ich den menschen, die mir sagen...'jung...machs dir doch nedd so schwer' meist ein wenig misstrauisch gegenüber. denn ich weiss das sie sich einige dinge genau so verkomplizieren wie ich. man zeige mir EINEN 'EINFACHEN MENSCHEN' NUR EINEN EINZIGEN. weil, das schöne am kompliziert machen ist ja gerade, dass, wenn mans dann trotzdem schafft, irgendwie, gewuselt, gepfuscht, getan, gemacht, und was weiss ich nicht alles... man sich zuerst sagt, scheisse war das schwer. im zweiten blickwinkel sagt man allerdings, goooooott bin i a debbala !!!!!!!

    das ist doch ne haaaaammer erfahrung dann...

    meine wahrheit ist relativ someone...deine aber auch...

    was ich hasse, liebst du vielleicht. was mich ausrasten lässt, steckst du mit einem lächeln weg. an den dingen die dich beeindrucken und tief bewegen, gehe ich dran vorüber ohne es zu bemerken. aber die worte ich, du, mich und dich sind austauschbar in einer miiiiiiiiiiiilliiiiiaaaarde von fällen. und stimmen wahrscheinlich überein in zwei miiiiiiiiillllllliaaarden fällen...keine ahnung. was ich damit sagen will weiss ich jetzt schon nicht mehr, ach doch...ha ha der geist...menschen sind einzigartig und verschieden.


    hei jei jei...




    gut gut...

    wahrscheinlich habe ich jetzt mir bzw. meinen vorherigen postings irgendwo irgendwie widersprochen...macht mir aber gaaaaaaaaar nix...


    also...ich wünsch euch was...




    ein aufgedrehter Max...

    smile















  5. #5
    rischek
    Gast

    Re: viele worte...


    Als Antwort auf: viele worte... geschrieben von Max am 20. November 2001 20:09:57:


    >>Essen - jami jami

    >>Max was ist der Sinn des Seins was ist das Sein als solches was war vor dem ersten sein und warum machst du dir so viele Gedanken über das Essen und versuchst die Tätigkeit der Nahrungsaufnahme so sehr zu klassiffiziereben

    >Hi Someone...

    >

    >also ich mach mir eigentlich nicht allzuviele gedanken ums essen...es ist nur, dass ich lieeeeeeeeeeeeeeebe zu essen...(huaaa schreckkkkklicher ausdruck übrigens 'Tätigkeit der Nahrungsaufnahme' huaaaaaaaa......)

    >ich gehöre zu den gesegneten, die essen können was und so viel sie wollen und nicht zunehmen, will damit sagen, das ich keinerlei gedanken hab wie...hmmm das darf ich jetzt aber nicht essen oder sowas (es sei denn es ist ein kleiner rasen drauf gewachsen)...aber das nur am rande

    >ich genieeeeeesse essen, dass kannst du mir glauben. Die zubereitung, die investierte zeit...und dann der grosse moment, schmeckt es oder nicht...haaaaach is doch einfach geil...naja...

    >jeder hat seine macke glaub ich...meine ists essen...

    >ausserdem kann ich nur sagen, dass ich z.B. das mit dem "da liegt ja eigentlich ein stückchen von mir schon auf dem teller, es weiss es nur noch nicht..." absolut erstaunlich finde. Du glaubst ja nedd wie ich durch die wohnung gehupft bin als mir das aufgefallen ist...

    >vielleicht hast du eine etwas vereinfachte vorstellung davon wie ich mir das alles mit den "klassifizierungen" vorstelle. da bin ich einfach ein kind weisst du, was wieder ein geheimnis rausgefunden glaubt und sich einfach darüber freuen kann...ob es stimmt oder nicht, eigentlich egal...

    >hui...ich seh grad...da waren ja noch andere fragen.../ich hab gerad gegessen daher kam ich jetzt zuerst aufs essen...aber REINER ZUFALL...

    >"was ist der Sinn des Seins"

    >"was ist das Sein als solches"

    >"was war vor dem ersten sein"

    >weisst du someone, ich bin ein seeeeeehr wechselhafter mensch. gestern hatte ich einfach null freude, an gar nichts. wenn ichs mir genauer überlege, dann wars eigentlich fast die gesamte letzte woche so. ich war grimmig, grummelig und leicht aufzuregen, von einigen kurzfristigen besserungen abgesehen. es war der wahnsinn. nichts war richtig, alles schei***. dann am wochenende wurde es besser. heute. wunnabar. hab meinen schabernak getrieben den tag über, war bester laune. hab jetzt hier vorhin erstmal ein gitarrenluftsolo hingelegt, das mich die leute, die mich gesehen haben sicherlich dachten...psycho...absoluter psycho...ob mich jemand gesehen hat weiss ich nedd...ist mir aber auch egal... heute ... !

    >was der genaue sinn meines lebens eigentich ist, ich denke es ist erfahrungen sammeln und dadurch entwicklung. das ich da morgen ganz anders drüber denken mag, behalt ich mir mal vor (komische redewendung übrigens...vor-behalten...naja)

    >das sein als solches...puhhh...okay...wenn ich mich auf die füsse stelle, dann stehe ich auf den füssen verdammt. ich habe füsse. ich hab einen körper, der gehört soweit bislang mir. damit gehört er für mich zu mir.

    >da ich jetzt gerade bemerkt habe, dass ich zu meinen füssen...gar nicht wahr zu meinem linken fuss gesagt habe 'hallo fuuuuus' find ich lustig...ein gefühl. das ich etwas fühlen kann schreibe ich meiner seele zu. somit habe ich eine seele.

    >und das ich das jetzt alles in worte ausdrücken kann...schreib ich meinen gedanken zu...wenn sie auch heute abend von der seele beeinflusst werden...haaaa ha ! juchuuuuu !

    >egal...morgen ists wahrscheinlich wieder anners...wer weiss...

    >wo ich dir unumschränkt recht geben muss, ist, dass vieles einfach vieeeel einfacher gehen !! kann !! als wir es uns machen. allerdings bin ich den menschen, die mir sagen...'jung...machs dir doch nedd so schwer' meist ein wenig misstrauisch gegenüber. denn ich weiss das sie sich einige dinge genau so verkomplizieren wie ich. man zeige mir EINEN 'EINFACHEN MENSCHEN' NUR EINEN EINZIGEN. weil, das schöne am kompliziert machen ist ja gerade, dass, wenn mans dann trotzdem schafft, irgendwie, gewuselt, gepfuscht, getan, gemacht, und was weiss ich nicht alles... man sich zuerst sagt, scheisse war das schwer. im zweiten blickwinkel sagt man allerdings, goooooott bin i a debbala !!!!!!!

    >das ist doch ne haaaaammer erfahrung dann...

    >meine wahrheit ist relativ someone...deine aber auch...

    >was ich hasse, liebst du vielleicht. was mich ausrasten lässt, steckst du mit einem lächeln weg. an den dingen die dich beeindrucken und tief bewegen, gehe ich dran vorüber ohne es zu bemerken. aber die worte ich, du, mich und dich sind austauschbar in einer miiiiiiiiiiiilliiiiiaaaarde von fällen. und stimmen wahrscheinlich überein in zwei miiiiiiiiillllllliaaarden fällen...keine ahnung. was ich damit sagen will weiss ich jetzt schon nicht mehr, ach doch...ha ha der geist...menschen sind einzigartig und verschieden.

    >hei jei jei...

    >

    >gut gut...

    >wahrscheinlich habe ich jetzt mir bzw. meinen vorherigen postings irgendwo irgendwie widersprochen...macht mir aber gaaaaaaaaar nix...

    >also...ich wünsch euch was...

    >

    >ein aufgedrehter Max...

    >smile


    Hi Max,


    da gehts mir wie Dir. Essen ist schon schön, aber vorher zubereiten und dann womöglich noch aufspülen... Nur hab ich das Problem, da es sich sehr ansetzt, vor allem am Bauch.


    Ich hab heut meinen Romantischen und Nachdenklichen!


    Ich kann das aber nicht so gut in Worte fassen wie Peter Rosegger.

    Zück mal Deine Gitarre, dann sing ich ein Liedchen dazu :-)


    Unser Herz ist eine Harfe

    Eine Harfe mit zwei Saiten

    In der einen jauchzt die Freude

    Und der Schmerz weint in der zweiten.


    Und des Schicksals Finger spielen

    Kundig drauf die ewigen Klänge

    Heute frohe Hochzeitslieder

    Morgen dumpfe Grabgesänge.


    Machs gut und bis dann!


    Rischek zwinker












  6. #6
    anjulika
    Gast

    Re: viele worte...


    Als Antwort auf: Re: viele worte... geschrieben von rischek am 20. November 2001 20:31:42:


    hallo rischek,


    mir ists heut auch ein wenig wunderlich ums herz *g*

    obs wohl am nahen winter liegen mag ?

    jedenfalls fand ich eine wundervolle gedichtefundgrube und schick dir deshalb flink diesen wunderschönen herbstgruss von herrn rilke kuss


    lange briefe schreiben muss man ja heutzutage - dank internet und foren - nicht mehr !zwinker


    liebe grüsse

    anjulika




    Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.

    Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,

    und auf den Fluren laß die Winde los.


    Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;

    gieb ihnen noch zwei südlichere Tage,

    dränge sie zur Vollendung hin und jage

    die letzte Süße in den schweren Wein.


    Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.

    Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,

    wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben

    und wird in den Alleen hin und her

    unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

    Rainer Maria Rilke (1875-1926












  7. #7
    rischek
    Gast

    Re: viele worte...


    Als Antwort auf: Re: viele worte... geschrieben von anjulika am 20. November 2001 22:00:28:


    >hallo rischek,

    >mir ists heut auch ein wenig wunderlich ums herz *g*

    >obs wohl am nahen winter liegen mag ?

    >jedenfalls fand ich eine wundervolle gedichtefundgrube und schick dir deshalb flink diesen wunderschönen herbstgruss von herrn rilke kuss

    >lange briefe schreiben muss man ja heutzutage - dank internet und foren - nicht mehr !zwinker

    >liebe grüsse

    >anjulika

    >

    >Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.

    >Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,

    >und auf den Fluren laß die Winde los.

    >Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;

    >gieb ihnen noch zwei südlichere Tage,

    >dränge sie zur Vollendung hin und jage

    >die letzte Süße in den schweren Wein.

    >Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.

    >Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,

    >wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben

    >und wird in den Alleen hin und her

    >unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

    >Rainer Maria Rilke (1875-1926


    Das ist eines von meinen Lieblingsgedichten. Habe es selbst erst vor wenigen Tagen in ein anderes Forum gestellt.


    Ich revanchiere mich mit Nietzsche.


    Vereinsamt.


    Die Krähen schrein

    Und ziehen schwirren Flugs zur Stadt

    Bald wird es schnein-

    Wohl dem, der jetzt noch Heimat hat.


    Nun stehst du starr

    Schaust rückwärts,ach,wie lange schon!

    Was bist du, Narr

    Vor winters in die Welt entflohn?


    Die Welt - ein Tor

    Zu tausend Wüsten stumm und kalt!

    Wer das verlor

    Was du verlorst, macht nirgends Halt.


    Nun stehst du bleich

    Zur Winterwanderschaft verflucht

    Dem Rauche gleich

    Der stets nach kältern Himmeln sucht.


    Flieg, Vogel, schnarr

    Dein Lied im Wüstenvogelton!-

    Versteck, du Narr

    Dein blutend Herz in Eis und Hohn!


    Die Krähen schrein

    Und ziehen schwirren Flugs zur Stadt

    -Bald wird es schnein

    Weh dem, der keine Heimat hat!


    Alles Gute und gute Nacht!


    Rischek












  8. #8
    anjulika
    Gast

    Re: und nochmal ...


    Als Antwort auf: Re: viele worte... geschrieben von rischek am 20. November 2001 22:25:41:


    guten morgen rischek,


    dank dir :-)

    ich wusste gar nicht, dass der nietzsche so schön gedichtet hat.

    da hab ich gleich nachgestöbert ....und antworte mit diesem spruch *gg*





    Mein Glück.

    Seit ich des Suchens müde ward,

    Erlernte ich das Finden.

    Seit mir ein Wind hielt Widerpart,

    Segl' ich mit allen Winden.


    Friedrich Nietzsche




    einen schönen tag wünscht

    anjulikazwinker

















    >>hallo rischek,

    >>mir ists heut auch ein wenig wunderlich ums herz *g*

    >>obs wohl am nahen winter liegen mag ?

    >>jedenfalls fand ich eine wundervolle gedichtefundgrube und schick dir deshalb flink diesen wunderschönen herbstgruss von herrn rilke kuss

    >>lange briefe schreiben muss man ja heutzutage - dank internet und foren - nicht mehr !zwinker

    >>liebe grüsse

    >>anjulika

    >>

    >>Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.

    >>Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,

    >>und auf den Fluren laß die Winde los.

    >>Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;

    >>gieb ihnen noch zwei südlichere Tage,

    >>dränge sie zur Vollendung hin und jage

    >>die letzte Süße in den schweren Wein.

    >>Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.

    >>Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,

    >>wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben

    >>und wird in den Alleen hin und her

    >>unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

    >>Rainer Maria Rilke (1875-1926

    >Das ist eines von meinen Lieblingsgedichten. Habe es selbst erst vor wenigen Tagen in ein anderes Forum gestellt.

    >Ich revanchiere mich mit Nietzsche.

    >Vereinsamt.

    >Die Krähen schrein

    >Und ziehen schwirren Flugs zur Stadt

    >Bald wird es schnein-

    >Wohl dem, der jetzt noch Heimat hat.

    >Nun stehst du starr

    >Schaust rückwärts,ach,wie lange schon!

    >Was bist du, Narr

    >Vor winters in die Welt entflohn?

    >Die Welt - ein Tor

    >Zu tausend Wüsten stumm und kalt!

    >Wer das verlor

    >Was du verlorst, macht nirgends Halt.

    >Nun stehst du bleich

    >Zur Winterwanderschaft verflucht

    >Dem Rauche gleich

    >Der stets nach kältern Himmeln sucht.

    >Flieg, Vogel, schnarr

    >Dein Lied im Wüstenvogelton!-

    >Versteck, du Narr

    >Dein blutend Herz in Eis und Hohn!

    >Die Krähen schrein

    >Und ziehen schwirren Flugs zur Stadt

    >-Bald wird es schnein

    >Weh dem, der keine Heimat hat!

    >Alles Gute und gute Nacht!

    >Rischek












  9. #9
    rischek
    Gast

    Re: und nochmal ...


    Als Antwort auf: Re: und nochmal ... geschrieben von anjulika am 21. November 2001 09:55:26:


    >guten morgen rischek,

    >dank dir :-)

    >ich wusste gar nicht, dass der nietzsche so schön gedichtet hat.

    >da hab ich gleich nachgestöbert ....und antworte mit diesem spruch *gg*

    >Mein Glück.

    >Seit ich des Suchens müde ward,

    >Erlernte ich das Finden.

    >Seit mir ein Wind hielt Widerpart,

    >Segl' ich mit allen Winden.

    >Friedrich Nietzsche


    Hallo anjulika,


    vielen Dank. Bleiben wir doch mal bei Nietzsche. 2000 war sein 100. Todestag.

    Ich glaube, er ist von vielen mißverstanden worden. Einmal hat er gesehen, wie ein Droschkenkutscher sein Pferd geschlagen hat. Da hat er sich dem Pferd an den Hals geworfen und geweint. Der Mann, der gesagt hat, daß Gott tot ist, war im Grunde seines Herzens ein Gottsucher. Das zeigt ein Gedicht von Ihm. Vielleicht kennst Du es auch schon.


    Dem unbekannten Gott.


    Noch einmal eh ich weiterziehe

    Und meine Blicke vorwärts sende

    Heb ich vereinsamt meine Hände

    Zu dir empor, zu dem ich fliehe

    Dem ich in tiefster Herzenstiefe

    Altäre feierlich geweiht

    Daß allezeit

    Mich deine Stimme wieder riefe.


    Darauf erglüht tief eingeschrieben

    Das Wort: Dem unbekannten Gotte

    Sein bin ich, ob ich in der Frevler Rotte

    Auch bis zur Stunde bin geblieben!

    Sein bin ich - und ich fühl die Schlingen

    Die mich im Kampf darniederziehen

    Und, mag ich fliehen

    Mich doch zu seinem Dienste zwingen.


    Ich will dich kennen Unbekannter!

    Du tief in meine Seele greifender

    Mein Leben wie ein Sturm Durchschweifender

    Du Unfaßbarer - mir Verwandter

    Ich will dich kennen, selbst dir dienen.


    (Friedrich Nietzsche)

    >

    >einen schönen tag wünscht

    >anjulikazwinker

    >>>hallo rischek,

    >>>mir ists heut auch ein wenig wunderlich ums herz *g*

    >>>obs wohl am nahen winter liegen mag ?

    >>>jedenfalls fand ich eine wundervolle gedichtefundgrube und schick dir deshalb flink diesen wunderschönen herbstgruss von herrn rilke kuss

    >>>lange briefe schreiben muss man ja heutzutage - dank internet und foren - nicht mehr !zwinker

    >>>liebe grüsse

    >>>anjulika

    >>>

    >>>Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.

    >>>Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,

    >>>und auf den Fluren laß die Winde los.

    >>>Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;

    >>>gieb ihnen noch zwei südlichere Tage,

    >>>dränge sie zur Vollendung hin und jage

    >>>die letzte Süße in den schweren Wein.

    >>>Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.

    >>>Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,

    >>>wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben

    >>>und wird in den Alleen hin und her

    >>>unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

    >>>Rainer Maria Rilke (1875-1926

    >>Das ist eines von meinen Lieblingsgedichten. Habe es selbst erst vor wenigen Tagen in ein anderes Forum gestellt.

    >>Ich revanchiere mich mit Nietzsche.

    >>Vereinsamt.

    >>Die Krähen schrein

    >>Und ziehen schwirren Flugs zur Stadt

    >>Bald wird es schnein-

    >>Wohl dem, der jetzt noch Heimat hat.

    >>Nun stehst du starr

    >>Schaust rückwärts,ach,wie lange schon!

    >>Was bist du, Narr

    >>Vor winters in die Welt entflohn?

    >>Die Welt - ein Tor

    >>Zu tausend Wüsten stumm und kalt!

    >>Wer das verlor

    >>Was du verlorst, macht nirgends Halt.

    >>Nun stehst du bleich

    >>Zur Winterwanderschaft verflucht

    >>Dem Rauche gleich

    >>Der stets nach kältern Himmeln sucht.

    >>Flieg, Vogel, schnarr

    >>Dein Lied im Wüstenvogelton!-

    >>Versteck, du Narr

    >>Dein blutend Herz in Eis und Hohn!

    >>Die Krähen schrein

    >>Und ziehen schwirren Flugs zur Stadt

    >>-Bald wird es schnein

    >>Weh dem, der keine Heimat hat!

    >>Alles Gute und gute Nacht!

    >>Rischek












  10. #10
    anjulika
    Gast

    Re: und nochmal ...


    Als Antwort auf: Re: und nochmal ... geschrieben von rischek am 21. November 2001 13:20:24:


    hallo rischek,


    danke, ich finds wunderschön.du hattest es ,glaub ich, schon mal wo reingestellt. leider hab ichs nie geschafft ,was von nietzsche zu lesen.

    war mir zu trocken - was ich momentan gar nicht mehr nachvollziehen kann *gg*.

    jedenfalls fand ich in meiner fundgrube noch dies :







    Ecce homo




    Ja! Ich weiss, woher ich stamme!

    Ungesättigt gleich der Flamme

    Glühe und verzehr' ich mich.

    Licht wird Alles, was ich fasse,

    Kohle Alles, was ich lasse:

    Flamme bin ich sicherlich.

    (Friedrich Nietzsche )



    liebe grüsse

    anjulika





    >>guten morgen rischek,

    >>dank dir :-)

    >>ich wusste gar nicht, dass der nietzsche so schön gedichtet hat.

    >>da hab ich gleich nachgestöbert ....und antworte mit diesem spruch *gg*

    >>Mein Glück.

    >>Seit ich des Suchens müde ward,

    >>Erlernte ich das Finden.

    >>Seit mir ein Wind hielt Widerpart,

    >>Segl' ich mit allen Winden.

    >>Friedrich Nietzsche

    >Hallo anjulika,

    >vielen Dank. Bleiben wir doch mal bei Nietzsche. 2000 war sein 100. Todestag.

    >Ich glaube, er ist von vielen mißverstanden worden. Einmal hat er gesehen, wie ein Droschkenkutscher sein Pferd geschlagen hat. Da hat er sich dem Pferd an den Hals geworfen und geweint. Der Mann, der gesagt hat, daß Gott tot ist, war im Grunde seines Herzens ein Gottsucher. Das zeigt ein Gedicht von Ihm. Vielleicht kennst Du es auch schon.

    >Dem unbekannten Gott.

    >Noch einmal eh ich weiterziehe

    >Und meine Blicke vorwärts sende

    >Heb ich vereinsamt meine Hände

    >Zu dir empor, zu dem ich fliehe

    >Dem ich in tiefster Herzenstiefe

    >Altäre feierlich geweiht

    >Daß allezeit

    >Mich deine Stimme wieder riefe.

    >Darauf erglüht tief eingeschrieben

    >Das Wort: Dem unbekannten Gotte

    >Sein bin ich, ob ich in der Frevler Rotte

    >Auch bis zur Stunde bin geblieben!

    >Sein bin ich - und ich fühl die Schlingen

    >Die mich im Kampf darniederziehen

    >Und, mag ich fliehen

    >Mich doch zu seinem Dienste zwingen.

    >Ich will dich kennen Unbekannter!

    >Du tief in meine Seele greifender

    >Mein Leben wie ein Sturm Durchschweifender

    >Du Unfaßbarer - mir Verwandter

    >Ich will dich kennen, selbst dir dienen.

    >(Friedrich Nietzsche)

    >>

    >>einen schönen tag wünscht

    >>anjulikazwinker

    >>>>hallo rischek,

    >>>>mir ists heut auch ein wenig wunderlich ums herz *g*

    >>>>obs wohl am nahen winter liegen mag ?

    >>>>jedenfalls fand ich eine wundervolle gedichtefundgrube und schick dir deshalb flink diesen wunderschönen herbstgruss von herrn rilke kuss

    >>>>lange briefe schreiben muss man ja heutzutage - dank internet und foren - nicht mehr !zwinker

    >>>>liebe grüsse

    >>>>anjulika

    >>>>

    >>>>Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.

    >>>>Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,

    >>>>und auf den Fluren laß die Winde los.

    >>>>Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;

    >>>>gieb ihnen noch zwei südlichere Tage,

    >>>>dränge sie zur Vollendung hin und jage

    >>>>die letzte Süße in den schweren Wein.

    >>>>Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.

    >>>>Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,

    >>>>wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben

    >>>>und wird in den Alleen hin und her

    >>>>unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

    >>>>Rainer Maria Rilke (1875-1926

    >>>Das ist eines von meinen Lieblingsgedichten. Habe es selbst erst vor wenigen Tagen in ein anderes Forum gestellt.

    >>>Ich revanchiere mich mit Nietzsche.

    >>>Vereinsamt.

    >>>Die Krähen schrein

    >>>Und ziehen schwirren Flugs zur Stadt

    >>>Bald wird es schnein-

    >>>Wohl dem, der jetzt noch Heimat hat.

    >>>Nun stehst du starr

    >>>Schaust rückwärts,ach,wie lange schon!

    >>>Was bist du, Narr

    >>>Vor winters in die Welt entflohn?

    >>>Die Welt - ein Tor

    >>>Zu tausend Wüsten stumm und kalt!

    >>>Wer das verlor

    >>>Was du verlorst, macht nirgends Halt.

    >>>Nun stehst du bleich

    >>>Zur Winterwanderschaft verflucht

    >>>Dem Rauche gleich

    >>>Der stets nach kältern Himmeln sucht.

    >>>Flieg, Vogel, schnarr

    >>>Dein Lied im Wüstenvogelton!-

    >>>Versteck, du Narr

    >>>Dein blutend Herz in Eis und Hohn!

    >>>Die Krähen schrein

    >>>Und ziehen schwirren Flugs zur Stadt

    >>>-Bald wird es schnein

    >>>Weh dem, der keine Heimat hat!

    >>>Alles Gute und gute Nacht!

    >>>Rischek












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