Unter der Erde ist ein unergründlich tiefes Gewässer.
Eine erste Erfahrung in der Meditation: mein Geist schwebend auf einem Urozean, kristallklar, inmitten eines unendlich ausgedehnten Raumes.
Im Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde. Die Erde war aber wüst und öde, und Finsternis lag auf der Urflut, und der Geist Gottes schwebte über den Wassern. ( Genesis 1 )
Von oben Erde, von unten Himmel. Himmel und Erde sind zwei Seiten eines Ganzen.
Die Urflut liegt unter dem Himmel.
Gott segne dich mit Segensfülle vom Himmel droben,
mit Segensfülle aus der Wassertiefe,
die drunten lagert. ( Genesis 49 )
Die Volkssage weiß auch etwas dazu:
Das Staunen des Naturkindes über die Unerschöpflichkeit der immerfließenden Quelle verführt zu dem Schlusse, daß da, wo so viel Wasser herkommt, ein ungeheurer See sein müsse.
Staunend stand der Mensch vor der Bergöffnung, dem sprudelnden Quell, dem unaufhörlich mächtige Fluten entquollen, stauend vor dem brausenden Wasserfall, in dem Sommer wie Winter Ströme Wassers donnernd in die Tiefe stürzen.
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Die Erde stellt einen wasserbegenden Hügel da.
Jetzt habe ich kürzlich irgendwo gelesen, daß auf dem Grund dieses Gewässers eine Stadt liegen soll. Leider erinnere ich mich nicht mehr an das Buch. Mir käme da jetzt einmal Atlantis in den Sinn. Rudolf Steiner hatte meine ich auch etwas zu einer Stadt gschrieben, nur wo und was? Vielleicht hat jemand eine Ahnung, einen Hinweiß zu dieser Stadt?
Die Volkssage berichtet weiter:
Die Toten gehen in ein Gewässer.
Umringt hatten mich Wasserwogen.
Bande der Unterwelt umfingen mich. ( Psalm 18 )
Die Wasserhölle wurde zur Ausmalung des Hadesbildes verwendet.
Nordische Heldensage verfährt ähnlich, nur ist da nicht mehr die ganze Hölle ein großes Gewässer, sondern, ein Strom, der Slidur heißt, wälzt ostwärts durch Eitertäler, Schlamm und Schwerter,.
Wie der unterirdische Ozean im grundlosen See, wird auch die Wasserhölle im sinnlich wahrnehmbaren Gewässer lokalisiert. Beide Gewässer scheinen dasselbe zu sein, haben aber grundlegend verschiedene Eigenschaften, als Hölle und als Ozean. Sie wären demnach 2.
Ich hab's ein bißchen zusammengestellt, aus Weltanschaung, Volkssage und Volksbrauch, Heinrich Bertsch, der Bibel und eigenen Kommentaren und Erfahrungen.
Am leichtesten zu erreichen und am ungefährlichsten ist die ozeanische Sphäre. Neben der Hölle gibt es noch andere Sphären. Eine sollte nur vorbereitet aufgesucht werden. Die andere kann gar nicht betreten werden. Dort herrschen Kräfte, die jenseits unsere Vorstellungskraft liegen.
Vorsicht geht mir überall der Neugier voraus. Auf eine miese Erfahrung will ich verzichten, auf das Eis mit meiner Freundin nicht.
Mir hat's Spaß gemacht zu schreiben, wenn's jemandem Spaß gemacht hat zu lesen, hätte ich alles erreicht.



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