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Thema: Frage zu Praxis der ersten Stufe

  1. #1
    Sandro
    Gast

    Frage zu Praxis der ersten Stufe


    Hallo zusammen,


    nach einigem Suchen, bin ich froh dieses Forum gefunden zu haben, denn ich bin wirklich der Verzweiflung nahe. Ich beschäftige mich seit 1 1/2 mit den Werken von Bardon praktisch und bin fleißig am Üben, stecke jedoch hoffnungslos fest.

    Und zwar handelt es sich um das leidige Thema der Gedankenleere, welche nicht einmal im Ansatz gelingen will. Zunächst war alles recht einfach, die Gedankenzucht ( Aufrechterhalten eines Gedankens ) war in wenigen Monaten geschafft und dann begann ich mit der Gedankenleere. Um bei der Gedankenzucht nicht aus der Übung zu kommen, übte ich sie parallel weiter, so dass ich jetzt in der Lage, mich 20 min oder mehr auf irgendeinen beliebigen Gegenstand, sei es ein Knopf oder ein Stift usw zu konzentrieren und nur einen einzigen Gedanken um ihn kreisen zu lassen. Da ich von Anfang an mit geschlossenen Augen geübt habe, kann ich die Gegenstände mittlerweile auch einwandfrei visualisieren ( am Anfang sah ich nur schwarz ). Aber die Gedankenleere treibt mich wirklich in den Wahnsinn, so dass ich kurz davor stehe alles hinzuschmeissen. Ich habe versucht nur einen Gedanken aufrechtzuerhalten und ihn dann allmählich auszuschalten oder nur auf die Atmung zu achten ohne zu komentieren und alle anderen üblichen Annäherungsmethoden. Ich wollte schon hundertmal aufgeben und habe es immer wieder versucht, ohne auch nur ein bisschen voranzukommen, so dass dies jetzt nach

    1 1/2 Jahren meiner letzter Versuch ist, bevor ich mich als unfähig aus der Magie zurückziehe.


    Für alle dienlichen Hinweise wäre ich unendlich dankbar, denn an nichts liegt mir mehr, als an der Magie.


    Vielen Dank im Voraus


    Liebe Grüsse,


    Sandro










  2. #2
    formidolosus
    Gast

    Re: Frage zu Praxis der ersten Stufe


    Als Antwort auf: Frage zu Praxis der ersten Stufe geschrieben von Sandro am 27. Juli 2002 17:31:20:


    Hallo Sandro,

    Also du solltest wirklich nicht aufgeben.

    Der häufigste Fehler, der bei der Gedankenleere gemacht wird besteht darin, daß immer versucht wird die Konzentration mit aller Gewalt aus dem Boden zu stanpfen.

    Du darfst einfach nicht daran denken, daß du nicht daran denken darfst. Das klingt jetzt vielleicht etwas verwirrend, aber die meisten Menschen machen allein schon die ganze Übung zu einem Gedanken.

    Die Kunst besteht darin, die Gedanken erst einmal einfach laufen zu lassen.

    Wenn sich bei der Gedankenleere doch mal ein Gedanke einschleicht, dann lasse ihn einfach laufen. Stelle dir einfach vor, die Gedanken wären wie Blöcke/Päckchen, die von vorne nach hinten weitergereicht werden.

    Sollte wirklich mal ein interessanter Gedanke auftauchen, so kannst du ihn durchaus mal näher beobachten.

    Es darf einfach nicht zu einer zwanghaften Unterdrückung kommen, sondern es geht einfach nur um die Aufmerksamkeit.

    Du wirst merken, daß irgendwann immer weniger Gedanken nach hinten gereicht werden.

    Merke:

    Am Anfang der Gedankenleere steht erst die Gedankenordnung.

    Gruß, formidolosus!










  3. #3
    Kassandra
    Gast

    Re: Frage zu Praxis der ersten Stufe


    Als Antwort auf: Frage zu Praxis der ersten Stufe geschrieben von Sandro am 27. Juli 2002 17:31:20:


    Hi,


    ich weiß nicht, ob es Dir helfen kann, aber so mache ich das:

    Den Punkt zwischen den Gedanken suchen und festhalten.


    Also wenn ein Gedanke mehr oder weniger beendet ist, abstellen. Und bevor der nächste auftaucht, ihn nicht zulassen. Dann steht man auf einmal zwischen den Gedanken, hat aber keinen.

    Ich vergleiche das für mich gerne damit, beim Auto fahren den Schleifpunkt der Kupplung zu erwischen, sodass man am Berg hält ohne zu Bremsen.


    Liebe Grüße

    Kassandra










  4. #4
    chiuser
    Gast

    Re: Frage zu Praxis der ersten Stufe


    Als Antwort auf: Frage zu Praxis der ersten Stufe geschrieben von Sandro am 27. Juli 2002 17:31:20:


    >Hallo zusammen,

    >nach einigem Suchen, bin ich froh dieses Forum gefunden zu haben, denn ich bin wirklich der Verzweiflung nahe. Ich beschäftige mich seit 1 1/2 mit den Werken von Bardon praktisch und bin fleißig am Üben, stecke jedoch hoffnungslos fest.

    >Und zwar handelt es sich um das leidige Thema der Gedankenleere, welche nicht einmal im Ansatz gelingen will. Zunächst war alles recht einfach, die Gedankenzucht ( Aufrechterhalten eines Gedankens ) war in wenigen Monaten geschafft und dann begann ich mit der Gedankenleere. Um bei der Gedankenzucht nicht aus der Übung zu kommen, übte ich sie parallel weiter, so dass ich jetzt in der Lage, mich 20 min oder mehr auf irgendeinen beliebigen Gegenstand, sei es ein Knopf oder ein Stift usw zu konzentrieren und nur einen einzigen Gedanken um ihn kreisen zu lassen. Da ich von Anfang an mit geschlossenen Augen geübt habe, kann ich die Gegenstände mittlerweile auch einwandfrei visualisieren ( am Anfang sah ich nur schwarz ). Aber die Gedankenleere treibt mich wirklich in den Wahnsinn, so dass ich kurz davor stehe alles hinzuschmeissen. Ich habe versucht nur einen Gedanken aufrechtzuerhalten und ihn dann allmählich auszuschalten oder nur auf die Atmung zu achten ohne zu komentieren und alle anderen üblichen Annäherungsmethoden. Ich wollte schon hundertmal aufgeben und habe es immer wieder versucht, ohne auch nur ein bisschen voranzukommen, so dass dies jetzt nach

    >1 1/2 Jahren meiner letzter Versuch ist, bevor ich mich als unfähig aus der Magie zurückziehe.

    >Für alle dienlichen Hinweise wäre ich unendlich dankbar, denn an nichts liegt mir mehr, als an der Magie.

    >Vielen Dank im Voraus

    >Liebe Grüsse,

    >Sandro




    Hallo Sandro ,


    die magische Ausbildung ist einfach zu Interessant um an Einzelheiten zu zerbrechen. Bleib flexibel , es gibt noch viele Übungen an denen man sich die Zähne ausbeißen kann. Wenn du dich wirklich entschlossen hast Magier zu sein , sollte dich nichts brechen können. Verschaffe dir ein umfangreichs hermetisches Bewußtsein und arbeite alle Themen mit liebe zum Detail ab.

    Wenn etwas im Moment nicht geht , übe etwas anderes. Pioniergeist und Spaß ist ein muß ! Es gibt einfach zu viel zu tun um sich an Dinge aufzuhalten die im Moment nicht gehen.










  5. #5
    Traumrufer
    Gast

    Re: Frage zu Praxis der ersten Stufe


    Als Antwort auf: Frage zu Praxis der ersten Stufe geschrieben von Sandro am 27. Juli 2002 17:31:20:


    Hallo Sandro,


    ich kann verstehen, daß Dich das frustriert, aber vielleicht solltest Du ein bißchen an Deiner Erwartungshaltung arbeiten --- und zum Beispiel mal darüber meditieren, ob es Dir etwas zu sagen hat, daß sich die Gedankenstille momentan noch nicht einstellen will.


    = man kann auch etwas, das anscheinend nicht funktioniert, benützen, um daraus etwas zu lernen.


    Und noch was, ernst-, aber nicht böse gemeint ;-) :

    das Erlernen von Magie setzt wie das Erlernen von allen anderen Fertigkeiten und Künsten Geduld voraus.


    = warum bist Du ungeduldig?


    Vielleicht steht Dir genau Deine Ungeduld im Weg, und wenn Du sie fallenlassen (= obige Frage nach dem 'warum' wirklich für Dich beantworten) und gelassener darangehen kannst, stellt sich das Ergebnis sicher ein.


    Wobei 'Ergebnis' vielleicht sowieso das falsche Wort ist.


    T.












  6. #6
    Jonca
    Gast

    Re: Frage zu Praxis der ersten Stufe


    Als Antwort auf: Frage zu Praxis der ersten Stufe geschrieben von Sandro am 27. Juli 2002 17:31:20:


    Hi,


    die beobachtung der eigenen gedanken bringt die erste ablösung / löst dich von der identifikation mit den gedanken. man betritt einen beobachtungsposten und schaut dem treiben zu, richtet seine aufmerksamkeit von dieser distanz auf die vorübertreibenden gedanken. diese position des beobachters ist für die gedankenleere nötig, nur das du hierbei nicht die gedanken beobachtest. wie wenn du regungslos auf dem posten verharrst und beim beobachter (dir) bleibst ohne beobachtung. das wichtigste ist den posten nicht zu verlassen.


    wenn es nicht klappt, hilft es die gedankenbeobachtung im alltagsgeschehen auszuweiten und zu intensivieren um die position des beobachters zu festigen.


    jonca












  7. #7
    Jonca
    Gast

    Re: Frage zu Praxis der ersten Stufe


    Als Antwort auf: Re: Frage zu Praxis der ersten Stufe geschrieben von Jonca am 28. Juli 2002 10:54:00:


    wenn das beobachten der gedanken fotgeschritten ist, stellen sich teilweise bereits keine gedanken mehr ein (leere)










  8. #8
    Son-Goku
    Gast

    Re: Frage zu Praxis der ersten Stufe


    Als Antwort auf: Frage zu Praxis der ersten Stufe geschrieben von Sandro am 27. Juli 2002 17:31:20:


    >Hallo zusammen,

    >nach einigem Suchen, bin ich froh dieses Forum gefunden zu haben, denn ich bin wirklich der Verzweiflung nahe. Ich beschäftige mich seit 1 1/2 mit den Werken von Bardon praktisch und bin fleißig am Üben, stecke jedoch hoffnungslos fest.

    >Und zwar handelt es sich um das leidige Thema der Gedankenleere, welche nicht einmal im Ansatz gelingen will. Zunächst war alles recht einfach, die Gedankenzucht ( Aufrechterhalten eines Gedankens ) war in wenigen Monaten geschafft und dann begann ich mit der Gedankenleere. Um bei der Gedankenzucht nicht aus der Übung zu kommen, übte ich sie parallel weiter, so dass ich jetzt in der Lage, mich 20 min oder mehr auf irgendeinen beliebigen Gegenstand, sei es ein Knopf oder ein Stift usw zu konzentrieren und nur einen einzigen Gedanken um ihn kreisen zu lassen. Da ich von Anfang an mit geschlossenen Augen geübt habe, kann ich die Gegenstände mittlerweile auch einwandfrei visualisieren ( am Anfang sah ich nur schwarz ). Aber die Gedankenleere treibt mich wirklich in den Wahnsinn, so dass ich kurz davor stehe alles hinzuschmeissen. Ich habe versucht nur einen Gedanken aufrechtzuerhalten und ihn dann allmählich auszuschalten oder nur auf die Atmung zu achten ohne zu komentieren und alle anderen üblichen Annäherungsmethoden. Ich wollte schon hundertmal aufgeben und habe es immer wieder versucht, ohne auch nur ein bisschen voranzukommen, so dass dies jetzt nach

    >1 1/2 Jahren meiner letzter Versuch ist, bevor ich mich als unfähig aus der Magie zurückziehe.

    >Für alle dienlichen Hinweise wäre ich unendlich dankbar, denn an nichts liegt mir mehr, als an der Magie.

    >Vielen Dank im Voraus

    >Liebe Grüsse,

    >Sandro




    Hallo Sandro !


    Ich kann mich den Ratschlägen der anderen nur anschliessen, will heissen niemals aufgeben !!!! Man muss sich unbedingt klarmachen was man im Grunde genommen mit der Gedankenleere in Angriff nimmt !!

    Woher kommt es denn das uns ständig Gedanken chaotisch im Bewusstsein herumschwirren ??? Die meisten Gedanken die wir Zivilisationsmenschen heute haben sind materieller Natur, kommen also durch das Gehirn zustande. Folglich ist der Versuch Gedankenleere herzustellen nicht weniger als der Versuch die Materie zu beherrschen.... und das dauert.

    Abgesehen davon ist die Gedankenleere eine grosse Anforderung an den Willen. (Franz Bardon beschreibt ja wirklich nur die Übungen und setzt vieles an Wissen schon vorraus. Ich würde dir empfehlen auch die Werke Rudolf Steiners zu Geistesübungen und Meditation zu studieren.)Von Steiner erfahren wir z.B. dass wirkliche Willensanstrengung immer mit Schmerz verbunden ist, will heissen Willensübungen rufen Schmerz hervor!!! Er beschreibt sogar einmal genau die Übung der Gedankenleere und erwähnt das mit dem Einstellen der Gedankenleere Schmerzen einhergehen. Schon das ist ein Grund warum viele niemals auch nur in die Nähe der Gedankenleere kommen, sie wollen keine Schmerzen, sie wollen sich sagen :"Ich bin super, ich beherrsche die Leere!!"

    Nicht umsonst heisst es die Magie ist das schwerste überhaupt und einer von ein paar hundertausenden eignet sich wirklich dafür!! Gibst du jetzt auf, bist du wohl eher einer der paar Milliarden die glauben Magie hätte ebenso mit Genuss und Vergnügen zu tun wie die meisten Dinge die wir heute tun.

    An solchen Schwierigkeiten zeigt sich auch ob jemand wirklich an die geistigen Gesetze glaubt oder nicht. Denn wenn du diesmal nicht mit dieser Fähigkeit gesegnet bist wirst du es in einer der nächsten Inkarnationen werden, wenn du diesmal fleisig übst. Auf die Mühe kommt es an und auf das wollen, nicht auf Ergebnisse. Ergebnisse sind in der Magie erst nach ein paar Inkarnationen der Übung zu erwarten. Hier ist eben wirkliche Geduld gefragt.

    Es kann also durchaus sein dass man eine oder mehrere Inkarnationen allein mit dem ersten Kapitel Bardons zubrigen muss, um diese Übungen zu beherrschen!!! Mach dir auf keinen Fall etwas vor und lass dir auch nicht von anderen erzählen sie hätten nach ein paar Jahren schon 3 oder 4 Stufen nach Bardons System gemeistert ! Das ist sehr selten und erfordert grosse Anstrengung und Reife !!!

    Immer dran bleiben, niemals, niemals aufgeben !!!!


    Ciao !!!










  9. #9
    Besucher
    Gast

    Re: Frage zu Praxis der ersten Stufe


    Als Antwort auf: Frage zu Praxis der ersten Stufe geschrieben von Sandro am 27. Juli 2002 17:31:20:


    Hoi Sandro,


    obwohl ich noch viel dazu tun muss, um dort hin zu kommen wo du bist, würde ich gerne helfen. Karl Brandler-Pracht schreibt, man solle sich eine weiße Scheibe, die auf schwarzem Grund rotiert vorstellen. Wenn man soweit ist diese Vorstellung 10 Minuten aufrecht zu halten, verkleinere man diese Scheibe zu einem Punkt. Nach Beherrschung dieser Übung verwische man den Punkt. Als letzte Übung soll man das bestimmte Schwarz in ein unbestimmtes Grau verschwimmen lassen. Und lass dir bitte nicht sagen, alles sei sooo unheimlich schwer, damit blockiert man sich schlussendlich nur selbst. Es gibt dazu einen Artikel im

    FB-Research von Paul Allen.


    Gruß Besucher










  10. #10
    Besucher
    Gast

    Hoi son Goku...


    Als Antwort auf: Re: Frage zu Praxis der ersten Stufe geschrieben von Son-Goku am 29. Juli 2002 11:24:47:


    Hoi Son Goku,


    du hast Steiner gelesen? Ich habe mich bis jetzt etwas mit seinen Werken "Theosophie" und "Wie erlangt man Erkenntnis höherer Welten" befasst und wollte eigentlich mit zuhilfenahme von Bardon´s WWA und Brandler-Pracht´s Werk einen Individuellen Lehrplan erstellen. ich habe mitlerweile Abstand davon genommen, um mich nicht zu überfordern. Wie hast du es bitte gemacht?


    Freundliche Grüße

    Besucher










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