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Thema: bange machen gilt nicht...

  1. #1
    Gamer
    Gast

    bange machen gilt nicht...


    sorry,


    wußte nicht, daß Antworten zu älteren Postings nicht unter den neusten Beiträgen landen :(, also zieh ich mal etwas aus einem Text von Oskar unter: Selbstentwicklung vs. Liebeszauber raus und stell es als neuen Beitrag ein (kenn mich da noch nicht so aus?)... .




    >Vom hermetischen Gesichtspunkt sind das Elementale die, je gieriger man von dieser

    >Liebessucht wird, anwachsen und sich zu Schemen und möglicherweise zu Phantomen bilden und einen eigenen Atrieb entwickeln.




    und was bedeutet das jetzt?, triebhafte Charaktereigenschaften bringen Wesenheiten hervor?, was machen diese "Kreaturen"?

    - wenn ich extrem-computer-gamer bin entwickelt sich etwas ohne mein bewußtes Zutun?,

    - oder Raser, Partygänger, Selbstbefriediger, Leseratte und weis ich was es alles für suchtähnliche Tätigkeiten gibt?, die unaufschiebbar erscheinen und getan werden "müssen"?,

    Kann dem etwas entgegengesetzt werden?


    please continue


    Gamer

  2. #2
    Gamer
    Gast

    Re: bange machen gilt nicht...


    wieder sorry,


    irgendwie spinnt mein Lieblingsteil (Rechner:) ) wohl gerade:(,

    jedenfalls steht's jetzt leider zweimal drin.

    Hoffe trotzdem auf Antwort :).


    please continue


    Gamer

  3. #3
    Oskar
    Gast

    Re: bange machen gilt nicht...


    Hi Gamer,


    Ich weiss nicht ob Du das Buch "Der Weg zum wahren Adepten" von Franz Bardon schon gelesen hast, denn dies wäre an für sich schon eine notwendige Grundlage.

    Es gäbe sonst noch andere zu empfehlende Bücher von Kyriakos Markides

    " Der Magier von Strovolos"..."Feuer des Herzens" etc. in denen die Elementale auch sehr gut beschrieben werden.

    Nun wie auch immer, Gedanken sind Elementale und wirken, je nach dem wie häufig und auch wie intensiv derselbe Gedanke gadacht(oder gebildet) wird, realisieren sie sich spürbar/sichtbar oder weniger.....haben einen starken oder eben auch nur einen schwachen Einluss.

    Wäre dem nicht so, gäbe es auch keine Magie.


    Was gegen Süchte gemacht werden kann steht einerseits im WWA "Weg zun wahren Adepten". Meines Erachtens ist der erste Schritt dazu, die Bewusstwerdung dessen, was sich im inneren so alles an "Eigendynamiken" abspielt....und vieles

    dabei, was man eigentlich gar nicht ist, schon mal zu erkennen.

    Eine sanftere Methode ist, die Sucht die man hat erkennen und akzeptieren und sich dessen immer wieder bewusst werden.

    Kommt unter anderem drauf an ob man etwas auch als Sucht bezeichnen kann.

    Wenn's Dir gefällt in die Disco zu gehen oder wenn Du jeden Tag deine 2-3 Promille an Alkohol brauchst, sind das schon gravierende Unterschiede.


    mit freundlichem Gruss,


    Oskar

  4. #4
    Mooning
    Gast

    Bardons "ELEMENTALE" :-((


    Ich krieg jedesmal die Krise, wenn ich diesen von Bardon selbst kreierten Ausdruck lese! "Elementals" aus dem Englischen in "Elementale" zu übersetzen ist ziemlich daneben!


    Arrrgh! feuer



  5. #5
    Oskar
    Gast

    Re: Bardons "ELEMENTALE" :-((


    Ich weiss nicht, von wo Bardon dieses Wort "Elemental" hat. elemental vom Englischen ins Deutsche übersetzt heisst: grundsätzlich, wesentlich, elementar.

    Elementar(als Substantiv) kommt auch noch vor, im Sinne von Grundstoff.

    Ich habe es bis jetzt auch noch anderweitig in den obig aufgeführten Büchern von Kyriacos Markides gefunden.

    Wobei gesagt in den Büchern von Franz Bardon sind Elemetare und Elemetale nicht dasselbe. Ich kriegte dabei auch schon ein Wirrwar *gf. aber das war mein Verschulden.


    Gruss/ Oskar




  6. #6
    Oliver
    Gast

    Re: Bardons "ELEMENTALE" :-((


    Da soll sich einer noch auskennen...man könnte auch bloß zwischen Parasiten und Haustierchen unterscheiden. Wird doch alles viel einfacher ;o))


    Bei den Elementaren ;-) also Naturgeistern und Geistern der Elemente scheiden sich dann eh schon wieder die Geister. Soll sich noch einer auskennen wenn jemand von Fairies, Pixies, Slyphen, Sturmgeisern, Meriden, Undinen, Nixen und was sich sonst noch so rumtreibt, spricht. In diesem Begriffsurwald wäre ein Lexikon der nichtphysichen Fauna und Flora nicht unpraktisch. Aber wer kann sich da schon auf etwas einigen.


    Liebe Grüße

    Oliver

  7. #7
    Tyrion
    Gast

    In der Tat...


    Nehmen wir z.b. mal den Begriff "Engel".


    In der Spätantike (ich zähle dazu die ersten 2-3 Jahrhunderte vor und die ersten 3 Jahrhunderte n. Chr.) wurde von den Juden (und dann auch den Ur-Christen) unter Engel einfach allgemein "Geistwesen" verstanden.

    Daimones eben (übersetzt etwa: Geist). Da bedeutete damals, im griech. Urtext der Bibel, nur neutral Geist, noch nicht Dämonen.

    Beim "Daimon" gab es die guten und die bösen Geister.


    Zu den Engeln (von "angelos") wurden nachweislich in der Spätantike auch allgemein ALLE Arten von Geistern gerechnet.

    Man Unterschied dabei die verschiedensten Geist (bzw. Engels-)arten.


    Schutzengel; Engel, die über Völker und Königreiche wachten (und manchmal herrschten); Engel als Elementargeister (etwa des Feuers, Wasser, der Erde, der Luft) oder auch Engel in der Natur, an geweihten Plätzen oder Engel, die für unsichtbare Bereiche zuständig waren.


    Außerdem kannten die Juden und Urchristen auch noch die Seelen der Verstorbenen.


    Später kannte man dann nur noch (simplifizierend) die guten, der Gottheit ergebenen, Engel (zu denen dann auch die Schutzengel gerechnet wurden). Und die bösen, abgefallenen Engel (die "Dämonen").




    Eine praktizierende Schamanin, mit der ich mir mal schrieb, meinte zu mir, es gebe sehr wohl Unterschiede zwischen den verschiedenen Arten von Geistern. Engel seien z.b, mit Sicherheit nicht dasselbe wie Elementargeister, antike Gottheiten usw.


    Aber ich frage mich, ob das wirklich stimmt.

    Jedenfalls wenn man vom älteren, weiteren ursprünglichen Engelsverständnis (Definition einfach als "Geistwesen") ausgeht.

    Die Probleme und dogmatischen Meinungsunterschiede in den Religionen und Sekten kamen vielleicht erst durch die späteren Vereinfachungen zustande.


    Wenn man wirklich genug Schriften von Mystikern verschiedenster Glaubensrichtungen und Magiern heranzöge, denke ich, könnte man sehr wohl zumindest grundlegende Gemeinsankeiten herstellen.




    Tyrion


    P.S. Ich habe "Elementale" immer als "Schemen" verstanden, selbst produzierte Gedankenprodukte und Teilpersönlichkeiten ähnlich wie bei "A Beautiful Mind". Um Gegensatz zu den evozierten Elementaren (Elementargeister).

  8. #8
    Gamer
    Gast

    Re: bange machen gilt nicht...


    Hi Oskar


    >Nun wie auch immer, Gedanken sind Elementale und wirken, je nach dem wie häufig und auch wie intensiv derselbe Gedanke gadacht(oder gebildet) wird, realisieren sie sich spürbar/sichtbar oder weniger.....haben einen starken oder eben auch nur einen schwachen Einluss.

    >Wäre dem nicht so, gäbe es auch keine Magie.


    ... so und nun bin ich schon den ganzen Tag kribbelig-scharf wie’n Rasiermesser auf das heute abend stattfindenden Skatturnier... und dann Übermorgen der Doppelkopfabend mit Freunden,

    ... selbst bei halma- Mensch ärger dich nicht und Co fang ich an zu kochen (hier vielleicht eher vor Wut :))- das alles relativ regelmäßig und intensiv empfunden schafft einem dann so „Dinger“?? – was machen die bei mir? – wie werde ich etwas was ich so nicht will dann los?


    >Was gegen Süchte gemacht werden kann steht einerseits im WWA "Weg zun wahren Adepten". Meines Erachtens ist der erste Schritt dazu, die Bewusstwerdung dessen, was sich im inneren so alles an "Eigendynamiken" abspielt....und vieles

    >dabei, was man eigentlich gar nicht ist, schon mal zu erkennen.

    >Eine sanftere Methode ist, die Sucht die man hat erkennen und akzeptieren und sich dessen immer wieder bewusst werden.

    >Kommt unter anderem drauf an ob man etwas auch als Sucht bezeichnen kann.

    >Wenn's Dir gefällt in die Disco zu gehen oder wenn Du jeden Tag deine 2-3 Promille an Alkohol brauchst, sind das schon gravierende Unterschiede.


    Kann das denn schon eine Folgeerscheinung nicht gewollter Beeinflussung sein?


    please continue

    Gamer



  9. #9
    Gamer
    Gast

    Re: In der Tat...


    Hallo Tyrion,


    >Wenn man wirklich genug Schriften von Mystikern verschiedenster Glaubensrichtungen und Magiern heranzöge, denke ich, könnte man sehr wohl zumindest grundlegende Gemeinsankeiten herstellen.

    >

    >Tyrion

    >P.S. Ich habe "Elementale" immer als "Schemen" verstanden, selbst produzierte Gedankenprodukte und Teilpersönlichkeiten ähnlich wie bei "A Beautiful Mind". Um Gegensatz zu den evozierten Elementaren (Elementargeister).


    ... – also bewußt produziert?, jedenfalls wäre das jetzt beruhigend :).


    please continue

    Gamer



  10. #10
    Tyrion
    Gast

    Das alte Problem


    Das macht es aber auch schwieriger, sie wieder loszuwerden.


    Das sind dann eingefleischte, aber auch geistige, Triebe.

    Verhaltensmuster.


    Teilweise eigenständige Teilpersönlichkeiten (siehe C.G. Jung).


    Jede Tat ist der Grundstein zum weiteren Verhalten- Ähnlich die Gedanken.

    Je öfter man etwas tut, und je einseitiger man lebt, desto wahrscheinlicher ist es das dies zu einem tief in der Psyche verhafteten Grundmuster wird.

    Das kann nur durch neue, und andere Verhaltensweisen ersetzt oder aufs normale Maß zurückgestutzt werden.

    Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, sagen viele Wissenschaftler.

    Das Ideal der Hermetik ist ja gerade der vielseitig entwickelte Mensch.

    Z.b. Heinrich Cornelius Agrippa von Nettesheim, Leonardo Da Vinci, Isaac Newton (betrieb umfangreiche alchemistische-hermetische Forschungen)...alles Universalgenies. Newton war neben Mathematik und Physik auch an Alchemie, Geschichte, Theologie und alten Sprachen interessiert.

    Agrippa war gleichzeitig Ritter, Wissenschaftler, Künstler usw.


    Emil Stejnar hat die vielseitige Entwicklung auch in seinen Büchern als Ideal genannt, Bardon (in Tschechien Heilpraktiker und alchem. Apotheker, in Berlin zeitweise auch Bühnenzuaberer, daneben noch Kabbalist) warnte ja auch immer vor einseitiger Entwicklung.


    Wissenschaftler haben aber herausgefunden: Die meisten Menschen (udn schätzungsweise auch die Meisten in diesem Forum) denken in ihrem Leben nur eine begrenzte Anzahl von Gedanken (ganz zu schweigen vom aktiven TUN und HANDEL).

    Was man häufig denkt (etwa: Sorgen, Triebe die einen beherrschen, Aggressionen, Depressionen, Melancholie, aber auch Hobbys wie Fußball und Mode) wird man mit zunehmenden Maße immer wahrscheinlicher und häufiger auch in Zukunft denken.

    Die Hirn-Nervenzellen und Synapsen vernetzen sich entsprechend.


    Allerdings ist das ein ganz grundsätzliches Problem, dem auch die meisten Hermetiker kaum entgehen werden...

    Um es in irgendetwas (etwa: Mathematik, Literaturwissenschaft, Sport, Handwerk, Malerei) wirklich zu etwas zu bringen und Meisterschaft zu erlangen muß man sich nunmal konzentrieren. Halbe Sachen bringen da nichts.

    Je mehr man sich auf etwas konzentriert, dabei aber andere Faktoren in der Entwicklung außer acht lässt ...desto mehr begrenzt man sich auch, macht neue Entwicklungswege und das Erwerben neuer Fähigkeiten schwieriger.

    Das fängt schon im Kindesalter an: Wer puzzelt, steigert seine Gedächtnisleistung.

    Wer etwas selbstständig (etwa aus Legosteinen) Zusammenbaut, die Vorstellungskraft und den Blick fürs Handwekrliche.

    Wer viel liest, steigert Sprachvermögen, Ausdruckweise und sprachliches Denken.

    Wer viel lernt, steigert die theoret. intellektuellen Fähigkeiten.

    Wer viel praktisch z.b. dem Vater bei der Arbeit hilft, steigert das ahndwerkl.-praktische Geschick (viele heutige Gymnasiasten sind handwerklich nicht zu gebrauchen, trotz aller Intelligenz...überlegen zu lange, kein Blick dafür, denken zu kompliziert, zu wenig Koordinationsvermögen...deswegen kriegen oft Realschüler und Hauptschüler den Führerschein eher, und reagieren eher besser auf die simplen Kommandos bei der Bundeswehr, während des oft stumpfen Wehrdienstes :).


    Man kann von diesen Entwicklungs-Bahnen zwar natürlich "umschwenken", auch wenn Hirn schon anderweitig vernetzt ist...aber das kostet erstmal echte Arbeit, Energie, Selbstdisziplin und Ausdauer.

    Spass hat man erst, wenn man die Fähigkeit erlernt hat. Vorher kostet es Anstrengung.


    Gedankenschemen und Elementale (nehmen wir mal Agressivität, Onanie, Trunksucht, Rauchen usw.) kann man eigentlich nur durch neue, andere Verhaltensweisen dauerhaft loswerden. Man muss sie durch etwas neues, positives überdecken. Negative Erinnerungen (z.b. Angst, vor einer Menge zu sprechen und

    Angst vor dem Wasser) werden auch nicht einfach vom Hirn mit der Zeit gelöscht...nur durch neue, positive Er-Fahrungen (etwa: Erfolgreiche Rede, Spass beim schimmenlernen mit Freunden) überdeckt.


    Deshalb soll man nach einem Auto-Unfall ruhig bald wieder ins Auto steigen und etwas (wenn auch erst langsam) fahren. Sonst entwickeln viele (gerade Frauen) Fahrangst.

    Und Kaugummis als Ersatz für Zigaretten sind ja ein altbekannter Trick.


    Aber einen neuen und weiteren Aspekt des Charakters samt Fähigkeiten zu entwicklen ist eine eine oft ziemlich anstrengende Aufgabe.


    Viele Grüsse


    Tyrion


    P.S. Ich schau zu den Elementalen und Elementaren noch mal genau bezüglich aller Definitionen bei Bardon nach.

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