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Thema: Bardons erwähnte "antike Tempelschulen", Neuplatoniker und Theurgie, Plotin

  1. #1
    Tyrion
    Gast

    Bardons erwähnte "antike Tempelschulen", Neuplatoniker und Theurgie, Plotin


    In der Spätantiker gab es eine aktive gelehrte "Theurgie", die meiner Meinung nach (gemeinsam mit ihren Vorläufern, der ägyptischen und babylonischen, später medischen - "magi" waren anfänglich Stamm der Meder, der für Zauberei berühmt war - Magie) nichts anderes als die Hermetik zu jener Zeit darstellte.


    Die Neuplatoniker der Spätantike waren die Magier jeder Zeit.

    Eventuell neben den zoroastrischen Zauberern der Parther, und den verschiedensten gnostischen Sekten.

    Wobei die Gnostiker allerdings mehr Religion waren, mit philosophischen Bezügen.

    Die Neuplatoniker aber mehr Philosophen (vor allem Metaphysiker) mit religiösen Bezügen. Speziell die ekstatische Vereinigung mit den höheren Ebenen und Wesen des göttlichen war religionsnah, ebenso die teilweise öffentlich vorgeführten theurgischen Evokationen und Invokationen.

    Die Juden, die in jener Zeit in den ersten 2 Jahrhunderte nach (vielleicht auch schon vor Christus) die Kabbala entwickelten wurden eindeutig stark von der Theurgie und Emanationslehre der Neuplatoniker beeinflusst.

    Wer sich den Lebensbaum (Sephiroth) der Kabbala mit seinen als beständig aus dem dreifachen göttlichen Urgrund (Ain, Ain Soph, Ain Soph Aur) ansieht, findet dies





    Aus dem Buch:


    "Parapsychologie"

    von Hans Bender (1976 erschienen)


    Über außersinnliche Wahrnehmung,


    S. 15 - 15











    Emil Stejnar

    Kalmanstr. 77

    A-1134 Wien

  2. #2
    Tariel
    Gast

    Re: Bardons erwähnte "antike Tempelschulen", Neuplatoniker und Theurgie, Plotin


    >In der Spätantiker gab es eine aktive gelehrte "Theurgie", die meiner Meinung nach (gemeinsam mit ihren Vorläufern, der ägyptischen und babylonischen, später medischen - "magi" waren anfänglich Stamm der Meder, der für Zauberei berühmt war - Magie) nichts anderes als die Hermetik zu jener Zeit darstellte.

    >Die Neuplatoniker der Spätantike waren die Magier jeder Zeit.

    >Eventuell neben den zoroastrischen Zauberern der Parther, und den verschiedensten gnostischen Sekten.

    >Wobei die Gnostiker allerdings mehr Religion waren, mit philosophischen Bezügen.

    >Die Neuplatoniker aber mehr Philosophen (vor allem Metaphysiker) mit religiösen Bezügen. Speziell die ekstatische Vereinigung mit den höheren Ebenen und Wesen des göttlichen war religionsnah, ebenso die teilweise öffentlich vorgeführten theurgischen Evokationen und Invokationen.

    >Die Juden, die in jener Zeit in den ersten 2 Jahrhunderte nach (vielleicht auch schon vor Christus) die Kabbala entwickelten wurden eindeutig stark von der Theurgie und Emanationslehre der Neuplatoniker beeinflusst.

    >Wer sich den Lebensbaum (Sephiroth) der Kabbala mit seinen als beständig aus dem dreifachen göttlichen Urgrund (Ain, Ain Soph, Ain Soph Aur) ansieht, findet dies

    >Aus dem Buch:

    >"Parapsychologie"

    >von Hans Bender (1976 erschienen)

    >Über außersinnliche Wahrnehmung,

    >S. 15 - 15

    >Emil Stejnar

    >Kalmanstr. 77

    >A-1134 Wien


    Besorg dir ne neue Tatatur....

    Grüße Tariel

  3. #3
    Tyrion
    Gast

    Aktualisierte Plotin -Version - Bedaure, unsere Uni Rechner spinnen manchmal


    In der Spätantike gab es eine aktive gelehrte "Theurgie", die meiner Meinung nach (gemeinsam mit ihren Vorläufern, der Ãgyptischen und babylonischen, spÃter medischen - "magi" waren anfänglich Stamm der Meder, der für Zauberei berühmt war - Magie) nichts anderes als die Hermetik zu jener Zeit darstellte.

    Die Neuplatoniker der Spätantike waren die Magier jener Zeit.

    Eventuell neben den zoroastrischen Zauberern der Parther, und den verschiedensten gnostischen Sekten.

    Wobei die Gnostiker allerdings mehr Religion waren, mit philosophischen Bezügen.

    Die Neuplatoniker aber mehr Philosophen (vor allem Metaphysiker) mit religiösen Bezügen. Speziell die ekstatische Vereinigung mit den höheren Ebenen und Wesen des Göttlichen war religionsnah, ebenso die teilweise öffentlich vorgeführten theurgischen Evokationen und Invokationen.

    Die Juden, die in jener Zeit in den ersten 2 Jahrhunderte nach (vielleicht auch schon vor Christus) die Kabbala entwickelten wurden eindeutig stark von der Theurgie und Emanationslehre der Neuplatoniker beeinflusst.

    Wer sich den Lebensbaum (Sephiroth) der Kabbala mit seinen als beständig aus dem dreifachen göttlichen Urgrund (Ain, Ain Soph, Ain Soph Aur) auströhmenden Emationen der 10 (11, versteckte Emanation "Dath") göttlichen Sphären oder Prinzipien bzw. Aspekte ansieht, findet dies bestätigt.


    Das schöne am Neuplatonismus war auch, das er in allen (vor allem den orientalischen Mysterienkulten, etwa der Ägypter) Religionen einen Funken der göttlichen Wahrheit enthalten sah. Eine tolerante, universalistische Weltanschuung.

    Nach griechischer Art auch Welt und Körper bejahend und nicht Welt (Materie) lebensverneinend, wie bei vielen gnostischen und anderen orientalischen Religionen (etwa mystischer Hindhusismus, teilweise Zoroastrismus) anzutreffen.

    Im Neuplatonismus wurde also aktiv Magie (speziell Theurgie und Sympathie-Magie) gelehrt und betrieben. Spätestens seit Iamblichos von Chalkis.

    Und DAS müssen auch die Mysterien-Tempel der Antike gewesen sein, auf die sich Bardon bezog.

    Speziell im griechisch-ägyptischen Alexandria, oder in Athen und eventuell noch Syrien.

    Der Begründer der neuplatonischen Philosophie war der Philosoph Plotin, der auf römischen Feldzügen als Begleiter auch die Philosophien und Religionen der Perser und Inder kennenlernte. Er verband sie im ägyptischen Alexandra dann mit

    der Philosophie Platons, als deren Interpret er sich sah, und den naturwissenschaftlichen Kenntnissen seiner Zeit (etwa der Zahlenlehre der Pythagoreer, und der Vierelementen-Lehre).

    Faktisch erschuf Plotin mit seinem metaphysischen und ontologischem System aber etwas neues, ein eng an Platon angelehntes EIGENES philosophisches System.

    Das kam sicher auch durch die Einflüsse der orientalischen Mysterien Religionen.

    Aber auch Platon hatte seine Philosophie, neben der Mathematik der Pythagoreer und ihren ideellen Zahlen sowie der Ontologie auf Mystik aufgebaut, und anscheinend von den Ägyptern einiges gelernt.

    Man kann also sagen, dass Plotin durchaus in ähnlichen Bahnen fuhr.

    Platon sagte einmal auch: "Meine Philosophie kann in ihrem tiefsten Sinne nicht mit dem Verstand erfasst sondern nur erfahren werden".




    Aus dem Buch:

    "Parapsychologie"

    von Hans Bender (1976 erschienen)


    Über aussersinnliche Wahrnehmung, Telepathie und Hellsehen


    S. 15 - 16


    >Für die Neuplatoniker wurde diese Verbindung nicht physisch.

    Die Welt - sagte Plotin - ist wie ein einziges grosses Tier und ihre "Sympathie" hebt die Entfernung auf; entfernte Glieder können sich gegenmseitig beeinflussen, während die dazwischenliegenden Teile des Organismus unbeeinflusst sind, "denn gleiche Teile können unzusammenhängend sein, aber aufgrund ihrer Gleichheit in Sympathie miteinander stehen, so daß ihre Wirkung eines räumlich isolierten Elements unfehlbar ihr entferntes Gegenstück erreicht." Dieses Prinzip ermöglicht sowohl das Verständnis des Gebetes als der telergischen Magie, wie sie Plotin ausdrücklich hervorhebt (Emn. IV. iv. 40 - I; IV. ix. 3.).

    Es ermöglicht auch zu verstehen, was wir Telepathie nennen; aber soweit ich sehen kann, spielt Plotin nirgends ausdrücklich darauf an, obwohl einige Stellen ausdrücklich so interpretiert worden sind. Die größte Annäherung ist wohl die Bemerkung, daß entkörperte Seelen vermutlich wechselseitig ohne Sprachen in Verbindung treten können.<







    Diese "Sympathie" ähnelt stark der "Verschränktheit" von Teilchen in der Quantenphysik, der "spukhaften Fernwirkung", die synchron miteinander reagieren wenn sie erst mal verschränkt sind. Sich also analog verhalten, ohne direkt miteinander räumlich verbunden zu sein.




    Deshalb kann man bei der Magie auch von einer paralogischen, aber nicht unlogischen Wissenschaft sprechen.

    Die auf dem Prinzip der Analogietät, des analogen Denkens und der Assoziation plus Willenskraft beruht. "Wie oben, so unten".


    Eine praktische Wissenschaft und Erfahrungswissenschaft eben, bei der die Intuition und auch das wortlose Denken (das gibt es imho) eine grosse Rolle spielen.

    Das macht es aber dann auch schwer, in Dialog mit der auf dem prinzip der "digitalen Logik" aufgebauten herkömmlichen Naturwissenschaft zu treten.

    Die wird já immer vollständig in Worten oder Zahlen beschrieben, und kann nech dem eigenen Paradigma vollständig theoretisch wiedergegeben werden.

    Materielle Ursache, materielle Folge, heisst es dort.

    Verschiedene mystische Erfahrungen und magische Einsichten sind aber nur durch die Praxis zu erfahren, weil nicht im direkt wörtlichen Denken akrtikulierbar (und wenn gehen Aspekte verloren, es handelt sich ja oft um verstandesüberschreitende und den Alltagserfahrungen widersprechende paradoxe, aber NICHT widersinnige-unmögliche Einsichten und Vorgänge).

    Imho beruht die Magie auch auf dem universalen Prinztip der analogen Ebenen und Vorgänge, die sich überschneiden aber nicht deckungsgleich sind.

    Was auf der einen Ebene vor sich geht, kann in der anderen (vielleicht meistens tieferem, nicht die Aspekte der höheren Ebene enthaltenden) Ebene nicht immer erfahren und ursachenmäßig nachgewiesen werden.

    Dazu muss man sich erst qualitativ und quantitativ in den höheren Zustand versetzen.


    Daher wird die Parapsychologie wohl noch auf längere Sicht wohl nur durch stochastische Erfassungen von Effekten und Vorgängen arbeiten können.

    Aber die Ursachen liegen tiefer oder höher, im Grunde müssten die Wissenschaftler sich selbst verändern um sie zu erkennen.




    Grüsse


    Tyrion

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