In der Spätantiker gab es eine aktive gelehrte "Theurgie", die meiner Meinung nach (gemeinsam mit ihren Vorläufern, der ägyptischen und babylonischen, später medischen - "magi" waren anfänglich Stamm der Meder, der für Zauberei berühmt war - Magie) nichts anderes als die Hermetik zu jener Zeit darstellte.
Die Neuplatoniker der Spätantike waren die Magier jeder Zeit.
Eventuell neben den zoroastrischen Zauberern der Parther, und den verschiedensten gnostischen Sekten.
Wobei die Gnostiker allerdings mehr Religion waren, mit philosophischen Bezügen.
Die Neuplatoniker aber mehr Philosophen (vor allem Metaphysiker) mit religiösen Bezügen. Speziell die ekstatische Vereinigung mit den höheren Ebenen und Wesen des göttlichen war religionsnah, ebenso die teilweise öffentlich vorgeführten theurgischen Evokationen und Invokationen.
Die Juden, die in jener Zeit in den ersten 2 Jahrhunderte nach (vielleicht auch schon vor Christus) die Kabbala entwickelten wurden eindeutig stark von der Theurgie und Emanationslehre der Neuplatoniker beeinflusst.
Wer sich den Lebensbaum (Sephiroth) der Kabbala mit seinen als beständig aus dem dreifachen göttlichen Urgrund (Ain, Ain Soph, Ain Soph Aur) ansieht, findet dies
Aus dem Buch:
"Parapsychologie"
von Hans Bender (1976 erschienen)
Über außersinnliche Wahrnehmung,
S. 15 - 15
Emil Stejnar
Kalmanstr. 77
A-1134 Wien



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