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Thema: Beruf des Richters mit Hermetik vereinbar.

  1. #1
    David
    Gast

    Beruf des Richters mit Hermetik vereinbar.


    Hallo,


    neben meinem hermetischen Hobby beschäftige ich mich hauptsächlich mit meinem juristischen Studium und als ich so über meinen zukünftigen Berufswunsch nachsinnte, kam mir ein interessanter Gedanke. Ich erwägte nämlich, Richter für Jugendstrafrecht zu werden, da man auf diesem Gebiet vielleicht mancherorts noch pädagogisch bzw. präventiv tätig werden könnte. Aber da drängt sich mir die Frage auf, ob der Beruf des Richters (hier natürtlich für Strafrecht) überhaupt mit den Geboten Gottes vereinbar ist. Darf ein Mensch, ganz gleich aus wie gerechten oder edlen Motiven geleitet, überhaupt über das Schicksal anderer Menschen entscheiden oder sie gar für Jahre ins Gefängnis schicken ? Aus der Hermetik (und anderen Philosophien) wissen wir, dass Menschen, die Böses tun, dafür einen Ausgleich in ihrem jetzigen oder nächsten Leben erhalten. Dies ist ein hermetisches Prinzip (Ursache und Wirkung) und somit ein Universalgesetz, also ein Gesetz Gottes. Kann der Mensch hier noch eigenmächtig einschreiten? Oder war es eben gerade das Karma des Angeklagten von dem Richter verurteilt zu werden? Wird der Richter vielleicht somit zum Werkzeug Gottes ? Etwas hochgeriffen oder ? Aber man sollte doch auch die Allgemeinheit schützen können vor Verbrechern, sonst würde doch Anarchie herrschen.


    Sieht jemand einen Kompromiss oder eine Antwort hierauf ?


    Ich denke die Frage betrifft jeden, denn obwohl die wenigsten wohl Richter werden, so entscheiden wir doch oft im kleinen über das Schicksal anderer.


    David

  2. #2
    God's Child
    Gast

    Relative Hilfe


    Hallo David,

    du scheinst in einer wirklichen Krise bzw. Konflikt zu stehen, deshalb möchte ich einiges dazu kundtun.

    Ich hoffe du kannst mit folgenden Zitaten (alle aus der Bibel) in Hinblick auf deinen Berufswunsch etwas anfangen.


    Wer seine Rute schont, der haßt seinen Sohn; wer ihn aber lieb hat, der züchtigt ihn beizeiten.

    Sprüche 13,24


    Züchtige deinen Sohn, weil noch Hoffnung da ist, und laß deine Seele ihn nicht schonen wegen seinem Weinen.

    Sprüche 19,18


    Torheit steckt dem Knaben im Herzen; aber die Rute der Zucht treibt sie ihm aus.

    Sprüche 22,15


    Laß nicht ab, den Knaben zu züchtigen; denn wenn du ihn mit der Rute schlägst, so wird er sein Leben behalten; du schlägst ihn mit der Rute, aber du errettest ihn vom Tode.

    Sprüche 23,13+14


    Rute und Tadel gibt Weisheit; aber ein Knabe, sich selbst überlassen, macht seiner Mutter Schande.

    Sprüche 29,15







    So das wäre die eine Seite der Münze. Die andere wäre m.E. folgende:


    Vom Richtgeist (Mt-Evangelium)

    1 Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet. 2 Denn nach welchem Recht ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden; und mit welchem Maß ihr messt, wird euch zugemessen werden. 3 Was siehst du aber den Splitter in deines Bruders Auge und nimmst nicht wahr den Balken in deinem Auge? 4 Oder wie kannst du sagen zu deinem Bruder: Halt, ich will dir den Splitter aus deinem Auge ziehen?, und siehe, ein Balken ist in deinem Auge. 5 Du Heuchler, zieh zuerst den Balken aus deinem Auge; danach sieh zu, wie du den Splitter aus deines Bruders Auge ziehst.


    Ich hoffe dir damit etwas geholfen zu haben.

    Mit freundlichen Grüssen

    God's Child

















    >Hallo,

    >neben meinem hermetischen Hobby beschäftige ich mich hauptsächlich mit meinem juristischen Studium und als ich so über meinen zukünftigen Berufswunsch nachsinnte, kam mir ein interessanter Gedanke. Ich erwägte nämlich, Richter für Jugendstrafrecht zu werden, da man auf diesem Gebiet vielleicht mancherorts noch pädagogisch bzw. präventiv tätig werden könnte. Aber da drängt sich mir die Frage auf, ob der Beruf des Richters (hier natürtlich für Strafrecht) überhaupt mit den Geboten Gottes vereinbar ist. Darf ein Mensch, ganz gleich aus wie gerechten oder edlen Motiven geleitet, überhaupt über das Schicksal anderer Menschen entscheiden oder sie gar für Jahre ins Gefängnis schicken ? Aus der Hermetik (und anderen Philosophien) wissen wir, dass Menschen, die Böses tun, dafür einen Ausgleich in ihrem jetzigen oder nächsten Leben erhalten. Dies ist ein hermetisches Prinzip (Ursache und Wirkung) und somit ein Universalgesetz, also ein Gesetz Gottes. Kann der Mensch hier noch eigenmächtig einschreiten? Oder war es eben gerade das Karma des Angeklagten von dem Richter verurteilt zu werden? Wird der Richter vielleicht somit zum Werkzeug Gottes ? Etwas hochgeriffen oder ? Aber man sollte doch auch die Allgemeinheit schützen können vor Verbrechern, sonst würde doch Anarchie herrschen.

    >Sieht jemand einen Kompromiss oder eine Antwort hierauf ?

    >Ich denke die Frage betrifft jeden, denn obwohl die wenigsten wohl Richter werden, so entscheiden wir doch oft im kleinen über das Schicksal anderer.

    >David



  3. #3
    MV
    Gast

    Re: Heutiger Beruf des Richters mit Hermetik nicht vereinbar.


    Es gibt da eine Geschichte aus der Geschichte, die in alten Paris passierte:


    Da hatte einer einen Neffen, der sehr schwach und ausgehungert war, weil seine Schwester absolut keine Chance hatte ihn zu versorgen - die Pariser Gesellschaft ließ ihr keine Chance, so bekam das Kind nur das Nötigste.


    Eines Tages wurde es sehr krank und war daran zu sterben, wenn es nicht etwas richtiges zu essen bekommt. Da ging sein Onkel her und klaute einen Laib Brot, wo er am wenigsten fehlt - bei sehr reichen Adligen. Das Kind überlebte und der Onkel wurde gefasst. Brotdiebstahl bestrafte man damals mit 20 Jahren Gefängnis.


    Ein Richter, der sich an das (von Menschen gemachte) Gesetz hielt, steckte den Lebensretter in den Kerker. Der Onkel wurde für eine gute Tat bestraft und die Pariser Gesellschaft bekam keine Strafe, obwohl genaugenommen sie durch ihr Verhalten zu solch schwerden Umständen für dieses Kind verantwortlich war.


    =================


    Nach meiner Meinung muss ein Richter, wenn er die hermetischen Gesetze nicht brechen will, gleichzeitig ein absolut erleuchteter Weiser sein, der Gerechtigkeit ausbalanciert, anstatt einseitig zu verurteilen. Geht das unter heutigen Umständen?


    Dennoch braucht die heutige Gesellschaft dringend Richter wie Dich, lieber David, auch wenn sie einen Spagat machen müssen. Das wichtigste ist, die Hermetik niemals aus den Augen zu verlieren. Jedoch - gibt es heute in Deutschland noch Richter die frei urteilen können??? Können sie mächtige Verbrecher überhaupt noch dingfest machen, oder unterliegen sie inzwischen deren Macht?! Es will alles gut überlegt sein - ich würde mich in diesem Fall ausschließlich vom Inneren leiten lassen.


    Liebe Grüße,

    MV

  4. #4
    Tyrion
    Gast

    Ja


    Wie Bardon so schön schrieb: Auch die materielle Welt hat ihre Rechte.


    Man kann nicht alles auf das Karma schieben (geschweige denn auf das nächste Leben verschieben), wie das häufig in der billig Esoterik und aus gesellschaftlichen oder sektiererischen Gründen verfälschten Formen des Hindhuismus in Indien geschieht.


    Auch im menschlichen Leben ist Ordnung notwendig und sind (natürlich nach allem was dem Menschen möglich ist gerechte) Gesetze notwendig.

    Und ich bin der Meinung in unserer parlamentarischen Demokratie und unserem Rechtsstaat in Deutschland (im Vergleich mit anderen Ländern der Welt zweifellos einer der höchstentwickeltsten und menschlichsten) gibt es nach menschlichem Ermessen gerechte Gesetze.

    Z.B. ja auch Berücksichtigung von Tatumständen, soziale Hintergründe, den tatbestand des Mundraubes der milde beurteilt wird (und in einem Sozialstaat meist nicht notwendig ist) sowie eventuellen Faktoren viel negative Kindheitsentwicklungen und Versuche Jugendliche zu resozialisieren.


    Und eine (relative) Willensfreiheit des Menschen ist schlichtweg eine TATSACHE.

    Wir sind im Mormalzustand natürlich nicht absolut willensfrei...aber durchaus willensfrei genug um als Individuum selbstverantwortlich zu sein.


    Zuletzt möchte ich darauf hinweisen, dass auch ein Mitglied des durchaus hermetischen "Golden Dawn" Ordens um die vorletzte Jahrhundertwende herum Richter im Vereinigten Königreich Großbritannien war.


    Bardons Rat "Niemals Verurteile oder kritisiere man" bezog sich auf die hermetische (mystisch-magische) und persönliche Entwicklung.

    Ein Hermetiker kann auch im täglichen Leben (nun ja, es sollte wenigstens idealerweise so sein) handeln und bestehen.

    Wir haben sicher alle Schwächen, aber der hermetische Weg ist eben nicht der der totalen Zurückgezogenheit und asketischer Meditation (die zu bestimmten Zeiten sicher auch richtig und wichtig ist) sondern der durchs Leben und die Praxis hindurch (man hat z.b. sogar nachgeweisen, dass gerade in den Alltag eingespannte Manager in ihrer geistigen Entwicklung bei Meditationskursen häufig schnellerer Fortschritte machen als nur weltabgewandte Esoteriker).

    Manches ergibt sich in der Entwicklung (Emil Stejnar sagte mir z.b, es mache gar keinen Sinn jeden Tag zig Stunden zu meditieren und etwas erzwingen zu wollen, das würde nichts bringen, zwei Stunden sei meist das Höchstmaß pro Tag).




    Insofern kannst du also prinzipiell auch (Jugend-) Richter werden (vom hermetischen Standpunkt aus gesehen), wenn du eben ehrlich bleibst und nach dem Gesetz urteilst.

    Allerdings sollte man sich wahrscheinlich überlegen, ob man auch die persönlichen Qualitäten (eine gewisse Menschenkenntnis und Lebenserfahrung) zum Richteramt besitzt. Und sich nicht von persönlichen Emotionen und Ansichten leiten lässt.


    Wie deiner Entscheidung auch ausfällt, ich wünsche viel Glück.


    Grüsse


    Tyrion

  5. #5
    Sebastian
    Gast

    Re: Relative Hilfe


    Hallo Gotteskind,


    falls du den ersten Teil als von dir abgesegnet findest, nehme ich mal an du bist ein Kind was ohne Schläge aufgewachsen ist, daß du so redest. Denn diese Zitate sind doch eher aus einer kranken Gesellschaft hervorgetreten, welche schlicht durch Unterdrückung regiert.


    Überlege doch einmal selber was passiert wenn du ein Kind schlägst. Du zwingst es und du mißachtest seinen Willen. Was kann es für ein schlimmeres Verbrechen geben? Zudem kann es leich sein daß du das Kind innerlich brichst und das sind markante Schäden die es später vielleicht nicht einmal selber reparieren kann. Es kann passieren, daß es seinen eigenen Willen aufgibt und eine Marionette wird. Sag, was wird in dem Kind vorgehen? Wird es sein schlagendes Elter lieben? Etwa vielleicht noch weil es die Liebe hineingeprügelt bekam?


    Ich fände es gut du überlegst dir solche Aussagen besser.


    Grüße,

    Sebastian

  6. #6
    Sebastian
    Gast

    Re: Beruf des Richters mit Hermetik vereinbar.


    Hallo David,


    tue es ruhig. Ein Richter hat einige Freiheiten bei seiner Rechtsprechung und wenn du alle Bereiche gründlich abwägst dann wird das Urteil auch genau richtig und passend sein. Weil derjenige der erwischt wird schon vorher wußte im Verborgenen was kommt und das ist alles bereits eingeplant. Du wärst nur jemand der ausführt und bevor man etwas richtig falsches tut fühlt man das schon in sich.


    Also ich sage mal das ist voll ok. Besser du bist ein guter Richter und ich nehme mal an du wirst einer sein wenn du schon so fragen kannst. :-) Vereinbar ist das meiner Meinung nach vollkommen, denn du zeigst nur die Richt-ung, du richtest ihn in die Richtung wo die Möglichkeit besteht die Dinge für ihn selbst sich klären zu können. Es geht ja nicht um Bestrafung stattdessen geht es darum, daß der Mensch sein Leben auf die Reihe bekommt und die Dinge versteht.


    Grüße,

    Sebastian

  7. #7
    God's Child
    Gast

    Re: Relative Hilfe


    Hallo Sebastian,

    ich kann deine Ablehnung verstehen, weil doch nur zu viele Leute diese Worte allzu wörtlich nehmen. Aber siehst du nicht folgendes: Wenn von Schlägen die Rede ist, heisst das Grenzen zu setzen für das Kind. Dem Kind, weil es noch unentschlossen ist, eine Führung zu geben, die es braucht um sich positiv zu entwickeln. Wer seinem Kind keine Autorität ist, ist seinem Kind keine Hilfe oder Stütze. Das Kind ist dann wie ein Schiff ohne Hafen und wie ein Baum ohne Wurzel. Ein Kind braucht Grenzen, damit es weiss was sozial richtig ist und was einfach kontraproduktiv ist (übrigens auch für das Kind selbst). Wenn die Eltern nicht die Verantwortung für das Kind übernehmen, kümmern sich eben andere darum (ich hoffe du siehst hier die Gefahr, ich spreche von Medien usw.). Wenn sich das Kind nur noch von den Medien Grenzen setzen lässt, fühlt es sich nicht angenommen von den Eltern und kann somit keine Liebe weitergeben. Zur Erziehung gehört demnach zuerst einmal die Liebe, aber eben auch die Grenzensetzung (denn das Kind, weil es noch nichts weiss, probiert alles aus und weiss somit nicht was gut für es ist oder was schlecht). Mit antiautoritärer Erziehung ich glaube das hatten wir schon mal oder (geschichtlich gesehen)? Die Spätschäden lassen sich nur zu gut erkennen (auf menschlicher, sozialer Ebene). Ich hoffe dir meine Sicht der Dinge besser verständlich gemacht zu haben.

    Mit freundlichen Grüssen

    God's Child








    >Hallo Gotteskind,

    >falls du den ersten Teil als von dir abgesegnet findest, nehme ich mal an du bist ein Kind was ohne Schläge aufgewachsen ist, daß du so redest. Denn diese Zitate sind doch eher aus einer kranken Gesellschaft hervorgetreten, welche schlicht durch Unterdrückung regiert.

    >Überlege doch einmal selber was passiert wenn du ein Kind schlägst. Du zwingst es und du mißachtest seinen Willen. Was kann es für ein schlimmeres Verbrechen geben? Zudem kann es leich sein daß du das Kind innerlich brichst und das sind markante Schäden die es später vielleicht nicht einmal selber reparieren kann. Es kann passieren, daß es seinen eigenen Willen aufgibt und eine Marionette wird. Sag, was wird in dem Kind vorgehen? Wird es sein schlagendes Elter lieben? Etwa vielleicht noch weil es die Liebe hineingeprügelt bekam?

    >Ich fände es gut du überlegst dir solche Aussagen besser.

    >Grüße,

    >Sebastian



  8. #8
    Sebastian
    Gast

    Re: Relative Hilfe


    Hallo God's Child,


    ich sehe schon worauf du hinauswillst. Allerdings bin ich der Meinung es gibt weit weit bessere Mittel die Dinge voranzubringen. Bester Weg dazu ist wohl sich selbst zu fragen wie man sich wünschen würde solche Dinge selbst beigebracht zu bekommen. Und da fiele mir sehr viel mehr ein als Grenzen setzen oder körperlicher Schmerz.


    Du meinst es wäre gut Grenzen zu setzen. Dann muß man sich doch nur einmal fragen warum will ich da eine Grenze haben. Warum will ich meinem Kind etwas verbieten. Wie schnell ist es geschehen einem Kind über den Willen zu fahren und es zum schweigen zu bringen wenn zB ein Elter einfach fernsehen will und das Kind laut ist. Meiner Meinung nach ist das ein falscher Grund. Ist es nützlich wenn der Elter in Ruhe fernsehen kann und das Kind nun traurig weiterspielt oder sollte man es eher so sehen als Rückruf in die reale Welt? Da wo etwas geschieht, wo ein Kind da ist welches zB davon profitieren würde wenn der Elter mit ihm wäre. Kinder handeln doch stets so wie sie handeln müssen. Sie handeln so wie sie gelernt haben zu handeln und einfach eine Handlung abzuschneiden ist der schlechteste Weg. Wie wäre es zB damit dem Kind zu erklären wie es besser gehen kann? Ich weiß Kinder können sehr, äh, beeindruckend sein *lach* trotzdem kann man da sehr viel gut und besser machen.


    Eine Autorität ist sicherlich gut aber es gibt einen Unterschied zwischen Autoritäten. Eine Konstanz ist sicherlich erforderlich, denn was nützt es wenn das Kind den Elter herumschieben kann doch ist es alles eine Wahl der Mittel. Wege die ein Kind traurig machen sind schlicht unnötig. Man muß konstant sein, das ist klar nur gibt es eine freundliche Konstanz.


    Von daher ist alles was man einem Kind beibringen kann normal zu regeln. Immer. Denn wenn es anders wäre hieße das schlicht dem Kind drückt etwas stärkeres auf der Seele und das sollte erledigt werden. Ein Kind ist weit weit verständiger wenn es versteht warum es so und so zu handeln besser ist. Es muß nur sehen warum. Belehrungen können das Gegenteil erlauben, da sind wohl alle Feinheiten der Psychologie anwendbar. Wenn man es zB so erzählt, daß das Kind sich unbeeinflußt fühlt und frei ist zu entscheiden, was glaubst du wie wird es entscheiden?


    Was wenn das Kind nicht will und nicht zuhört? Es schlagen und dabei das übersehen was es dazu bringt so zu sein? Kaum. Was wenn es Fehler tut? Manche Fehler müssen getan werden doch man muß sich doch nur einmal wirklich ehrlich ansehen wie würde es auf mich wirken wenn ich so behandelt werde. Wie würde ich reagieren.


    >Wenn die Eltern nicht die Verantwortung für das Kind übernehmen, kümmern sich eben andere darum (ich hoffe du siehst hier die Gefahr, ich spreche von Medien usw.).


    Du hast das sicherlich nicht so gemeint aber hälst du ein Kind für frei welches den Willen gebrochen bekommen hat und den Willen des Elter ausführen muß? Ist das Kind nicht viel eher besessen vom Elter? Und was da nun der Unterschied sein soll der ist schmal.


    >Wenn sich das Kind nur noch von den Medien Grenzen setzen lässt, fühlt es sich nicht angenommen von den Eltern und kann somit keine Liebe weitergeben.


    Also da ist glaube ich der Erzeuger nach dem Ergebnis. Wenn das Kind keine Liebe annehmen kann dann eher weil es es nicht gelernt hat und wenn es sich die Lehrstunden aus den Medien holt, was sollte das aussagen? Doch nur, daß es versucht das Leben auf die Reihe zu bekommen. Fehlen anderweitige Lehrstunden dann sollte das schwer sein. Und Liebe annehmen und Liebe geben kann es schlicht nicht aus dem Fernsehen lernen. Ist da nun das Fernsehen daran Schuld? Kaum, oder?


    >Zur Erziehung gehört demnach zuerst einmal die Liebe, aber eben auch die Grenzensetzung (denn das Kind, weil es noch nichts weiss, probiert alles aus und weiss somit nicht was gut für es ist oder was schlecht).


    Ja. Sehe ich ein. Allerdings wäre es schön wenn Eltern soweit über sich hinausspringen könnten zu sehen wie es auf das Kind wirken muß was sie tun.


    >Mit antiautoritärer Erziehung ich glaube das hatten wir schon mal oder (geschichtlich gesehen)? Die Spätschäden lassen sich nur zu gut erkennen (auf menschlicher, sozialer Ebene).


    Ehrlich? Du meinst sicherlich verzogene Kinder. Tja. Wie lange funktioniert das wohl? So lange, bis sie keine Eltern mehr haben die sie anbetteln können. Dann würde es schlicht heißen es später lernen zu müssen. Aber das hieße doch auch nur das sem Kind einfach schlecht vorgelebt wurde. Und da zu sagen das kommt daher weil der Elter nicht den Willen des Kindes gebrochen hat, da würde ich ganz vorsichtig sein, soetwas zu sagen. Ich nehme immer noch an du weißt überhaupt nicht wie so etwas auf ein Kind wirken kann sonst würdest du weniger blauäugig darüber sprechen. Und wenn du sagst nicht so wörtlich nehmen, dann würde ich darauf hinauswollen wann immer der Wille eines Kindes gebrochen wird beschädigt man es. Dagegen sind Kinder eben leicht lenkbar, es ist ihre Natur. Wenn man ihnen aber die Wege falsch legt, dann werden sie sie ausfüllen. Wenn man selbst falsch ist, wie sollen die Kinder werden? Es ist wohl leicht einem Kind welches einen liebt etwas beizubringen womit es am Besten das Leben meistern kann. Das ist mühsam und leider, leider machen sich wenige Menschen die Mühe und auch wenige machen sich darüber überhaupt Gedanken. Erst wenn das Kind echt schlimm dran ist wachen sie auf und sagen, was habe ich falsch gemacht. Ja, was hat der Elter wohl falsch gemacht.


    >Ich hoffe dir meine Sicht der Dinge besser verständlich gemacht zu haben.


    Hast du. Vielleicht lebst du das nächste Mal in einer Familie welche dich so erzieht wie du es dir für andere wünschst. Vielleicht verstehst du dann wovon ich rede. :-)


    Grüße,

    Sebastian

  9. #9
    God's Child
    Gast

    Re: Relative Hilfe


    Hallo Sebastian,

    Mit Einigem stimme ich mit dir überein, doch will ich mich kurz fassen. Ich denke nicht, dass ein Kind einen wirklichen Willen hat (meistens sind das nur Wünsche zur kurzweiligen Wunschbefriedigung); aus diesem Grund probiert es ja soviel aus, um zu sehen was gut ist. Ich weiss nicht, wie du es siehst, aber nicht alles ist für den Menschen gut (nur weil es potentiell möglich ist), weshalb ich es gut fände, falls Eltern ihren Nachwuchs gleich Grenzen setzen, bevor es zu spät ist und das böse Erwachen kommt. Eines verstehe ich noch nicht so recht: Warum bewertest du das Grenzen-Setzen als negativ (oder verstehe ich dich da falsch?)? Ausserdem meine ich braucht/sucht ein Kind instinktiv Grenzen woran es sich klammern kann, weshalb es sinnvoll ist Kindern Grenzen zu setzen. So nun zu unseren Gemeinsamkeiten in Hinblick auf unser Denken bezüglich der Kindererziehung: ich denke auch das Eltern nur das von den Kinder verlangen dürfen, was sie ihnen auch vorleben. Eines sehe ich nicht so wie du, nämlich zum Beispiel die Sache mit der Autorität, denn ich denke nicht, dass der Erziehungsberechtigte dem Kind immer klar machen kann, warum es so und so handeln muss. Das Kind kann die ganze Sache meistens nicht überblicken/begreifen, deswegen ist es notwendig, dass das Kind Vertrauen zu seinen Erziehern fasst (z.B. durch erfahrene Liebe/Hilfe). Wenn das Kind spürt, dass der Erzieher es gut mit ihm meint, hinterfragt es Verhaltensweisen nicht, sondern ist dankbar erzogen zu werden (für Kinder ist es sehr wichtig eine Führung zu bekommen bzw. jemanden der ihnen sagt was Sache ist).

    Die praktischen Probleme sind, wie du bereits angesprochen hast, dass Eltern meistens keine Zeit oder Interesse haben ihre Kinder zu erziehen (also Zeit zu investieren). Auch ist es schlecht überprüfbar inwieweit Eltern Kinder richtig erziehen und ihnen das Richtige lehren und vorleben.

    Mit freundlichen Grüssen

    God's Child





    >Hallo God's Child,

    >ich sehe schon worauf du hinauswillst. Allerdings bin ich der Meinung es gibt weit weit bessere Mittel die Dinge voranzubringen. Bester Weg dazu ist wohl sich selbst zu fragen wie man sich wünschen würde solche Dinge selbst beigebracht zu bekommen. Und da fiele mir sehr viel mehr ein als Grenzen setzen oder körperlicher Schmerz.

    >Du meinst es wäre gut Grenzen zu setzen. Dann muß man sich doch nur einmal fragen warum will ich da eine Grenze haben. Warum will ich meinem Kind etwas verbieten. Wie schnell ist es geschehen einem Kind über den Willen zu fahren und es zum schweigen zu bringen wenn zB ein Elter einfach fernsehen will und das Kind laut ist. Meiner Meinung nach ist das ein falscher Grund. Ist es nützlich wenn der Elter in Ruhe fernsehen kann und das Kind nun traurig weiterspielt oder sollte man es eher so sehen als Rückruf in die reale Welt? Da wo etwas geschieht, wo ein Kind da ist welches zB davon profitieren würde wenn der Elter mit ihm wäre. Kinder handeln doch stets so wie sie handeln müssen. Sie handeln so wie sie gelernt haben zu handeln und einfach eine Handlung abzuschneiden ist der schlechteste Weg. Wie wäre es zB damit dem Kind zu erklären wie es besser gehen kann? Ich weiß Kinder können sehr, äh, beeindruckend sein *lach* trotzdem kann man da sehr viel gut und besser machen.

    >Eine Autorität ist sicherlich gut aber es gibt einen Unterschied zwischen Autoritäten. Eine Konstanz ist sicherlich erforderlich, denn was nützt es wenn das Kind den Elter herumschieben kann doch ist es alles eine Wahl der Mittel. Wege die ein Kind traurig machen sind schlicht unnötig. Man muß konstant sein, das ist klar nur gibt es eine freundliche Konstanz.

    >Von daher ist alles was man einem Kind beibringen kann normal zu regeln. Immer. Denn wenn es anders wäre hieße das schlicht dem Kind drückt etwas stärkeres auf der Seele und das sollte erledigt werden. Ein Kind ist weit weit verständiger wenn es versteht warum es so und so zu handeln besser ist. Es muß nur sehen warum. Belehrungen können das Gegenteil erlauben, da sind wohl alle Feinheiten der Psychologie anwendbar. Wenn man es zB so erzählt, daß das Kind sich unbeeinflußt fühlt und frei ist zu entscheiden, was glaubst du wie wird es entscheiden?

    >Was wenn das Kind nicht will und nicht zuhört? Es schlagen und dabei das übersehen was es dazu bringt so zu sein? Kaum. Was wenn es Fehler tut? Manche Fehler müssen getan werden doch man muß sich doch nur einmal wirklich ehrlich ansehen wie würde es auf mich wirken wenn ich so behandelt werde. Wie würde ich reagieren.

    >>Wenn die Eltern nicht die Verantwortung für das Kind übernehmen, kümmern sich eben andere darum (ich hoffe du siehst hier die Gefahr, ich spreche von Medien usw.).

    >Du hast das sicherlich nicht so gemeint aber hälst du ein Kind für frei welches den Willen gebrochen bekommen hat und den Willen des Elter ausführen muß? Ist das Kind nicht viel eher besessen vom Elter? Und was da nun der Unterschied sein soll der ist schmal.

    >>Wenn sich das Kind nur noch von den Medien Grenzen setzen lässt, fühlt es sich nicht angenommen von den Eltern und kann somit keine Liebe weitergeben.

    >Also da ist glaube ich der Erzeuger nach dem Ergebnis. Wenn das Kind keine Liebe annehmen kann dann eher weil es es nicht gelernt hat und wenn es sich die Lehrstunden aus den Medien holt, was sollte das aussagen? Doch nur, daß es versucht das Leben auf die Reihe zu bekommen. Fehlen anderweitige Lehrstunden dann sollte das schwer sein. Und Liebe annehmen und Liebe geben kann es schlicht nicht aus dem Fernsehen lernen. Ist da nun das Fernsehen daran Schuld? Kaum, oder?

    >>Zur Erziehung gehört demnach zuerst einmal die Liebe, aber eben auch die Grenzensetzung (denn das Kind, weil es noch nichts weiss, probiert alles aus und weiss somit nicht was gut für es ist oder was schlecht).

    >Ja. Sehe ich ein. Allerdings wäre es schön wenn Eltern soweit über sich hinausspringen könnten zu sehen wie es auf das Kind wirken muß was sie tun.

    >>Mit antiautoritärer Erziehung ich glaube das hatten wir schon mal oder (geschichtlich gesehen)? Die Spätschäden lassen sich nur zu gut erkennen (auf menschlicher, sozialer Ebene).

    >Ehrlich? Du meinst sicherlich verzogene Kinder. Tja. Wie lange funktioniert das wohl? So lange, bis sie keine Eltern mehr haben die sie anbetteln können. Dann würde es schlicht heißen es später lernen zu müssen. Aber das hieße doch auch nur das sem Kind einfach schlecht vorgelebt wurde. Und da zu sagen das kommt daher weil der Elter nicht den Willen des Kindes gebrochen hat, da würde ich ganz vorsichtig sein, soetwas zu sagen. Ich nehme immer noch an du weißt überhaupt nicht wie so etwas auf ein Kind wirken kann sonst würdest du weniger blauäugig darüber sprechen. Und wenn du sagst nicht so wörtlich nehmen, dann würde ich darauf hinauswollen wann immer der Wille eines Kindes gebrochen wird beschädigt man es. Dagegen sind Kinder eben leicht lenkbar, es ist ihre Natur. Wenn man ihnen aber die Wege falsch legt, dann werden sie sie ausfüllen. Wenn man selbst falsch ist, wie sollen die Kinder werden? Es ist wohl leicht einem Kind welches einen liebt etwas beizubringen womit es am Besten das Leben meistern kann. Das ist mühsam und leider, leider machen sich wenige Menschen die Mühe und auch wenige machen sich darüber überhaupt Gedanken. Erst wenn das Kind echt schlimm dran ist wachen sie auf und sagen, was habe ich falsch gemacht. Ja, was hat der Elter wohl falsch gemacht.

    >>Ich hoffe dir meine Sicht der Dinge besser verständlich gemacht zu haben.

    >Hast du. Vielleicht lebst du das nächste Mal in einer Familie welche dich so erzieht wie du es dir für andere wünschst. Vielleicht verstehst du dann wovon ich rede. :-)

    >Grüße,

    >Sebastian



  10. #10
    snr
    Gast

    Re: Relative Hilfe


    Wenn von Schlägen die Rede ist, heisst das Grenzen zu setzen für das Kind. Dem Kind, weil es noch unentschlossen ist, eine Führung zu geben, die es braucht um sich positiv zu entwickeln. Wer seinem Kind keine Autorität ist, ist seinem Kind keine Hilfe oder Stütze. Das Kind ist dann wie ein Schiff ohne Hafen und wie ein Baum ohne Wurzel.


    Na, wenn das nicht eine echte Pädagogik "Gottes" ist. Höhöhö: Auf solch verstockten Geistern wie mir würden so manche "Kinder Gottes" noch heute tagtäglich herumprügeln. Ganz verzückt, in tiefer Andacht! Sie haben ja schon so viele totgeschlagen...

    Der "Gott" und seine "Gebote", seine "Gesetze"....


    Macht nur weiter so!


    SNR


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