Hi Red
Dr. MK schrieb sinngemäß "es ist nicht falsch wenn man negative Eigenschaften hat, es kommt nur darauf an wie sie in den Elementen verteilt sind, gleich viel positive wie negative ist optimal".
Vívekananda kannte angeblich Dr. MK persönlich und schrieb hier im Forum, daß er sich mit "Erinnerungen an..." selbst ein Denkmal gesetzt hat, aber nicht der tolle Meisterschüler war als der er sich darstellte.
Wie gesagt bin auch ich bei der Frage immer noch am überlegen. Man kann die Sache auch von der Seite her sehen, daß der Mensch die Entsprechung der großen Welt (geistige, astrale, materielle-Ebene= sichtbarer Kosmos) ist und im Makrokosmus die Plus-Kräfte im Gleichgewicht mit den Minus-Kräften sind (wobei + und - nicht nur als "gut" und "böse" zu verstehen ist, so wie es nach Bardon garnichts böses gibt).
Wenn ich meinen materiellen Körper betrachte so sind aufbauende und zerstörerische Kräfte mehr oder weniger in Harmonie (z.B. ständiges absterben und entstehen von Zellen). Wäre dies nicht der Fall wäre ich krank.
Die Sichtweise der Hermetik stellt einen großen Unterschied dar zu der relligösen Zielsetzung der Heiligkeit. Vielleicht hat es damit zu tun, daß es schwer ist positive Eigenschaften zu entwickeln, das negative kommt von ganz alleine, deshalb betonen Religionen so das positive Prinzip.
Das sind aber nur Überlegungen nicht ganz meine Meinung. Ich denke:
eindeutig ist Bardons Gebot, wenn man in einem Element (Charakter) ein Übergewicht hat, erst einmal auch keine positiven Eigenschaften in diesem Element zu stärken, sondern bei dem Element anzufangen bei dem man am meisten nachzuholen hat (als ich Barons Lehre nicht kannte stärkte ich unbewußt immer mehr positiven Eigenschaften eines Elementes, ich hielt es für den "Weg des Guten". Es hat lange gedauert das Problem zu erkennen, daß das geschaffene Ungleichgewicht falsch war, und krankhafte Symptome zur Folge hatte).
Jeder Mensch hat positive und negative Charaktereigenschaften (auch ein großer Eingeweihter). Ich hielt mich immer für einen guten Menschen. Heute denke ich es ist alles eine Frage wie weit jemand entwickelt ist und wie hart das Schicksal zuschlägt, bis man vor der Situation steht seinen "Fratze seines Schattens" zu Gesicht zu bekommen. Solche Erfahrungen sind echt hart. Geht es einem aber ernsthaft um seine Entwicklung, kommt man um die damit verbundenen Erkenntnisse nicht herum.
Ich würde es so darstellen. Der Mensch ist wie ein "Engel" der an der Leine einen "Wolf" führt (beides zusammen ist der ganze Mensch). Zuerst ist die Situation die, der Wolf macht was er will und der Engel ist fast machtlos. Dann kommt der Versuch des Engels den Wolf zu töten (Heilige die völlig asketisch leben, Körper und Ego als etwas nur schlechtes sehen). Dann die Stufe des Hermetikers. Der Wolf ist zwar noch stark, teilweise auch agresiv, er will sein Wasser und Nahrung..., aber er gehorcht völlig den Befehlen des Engels -> Selbstbeherrschung.
Ein Thema was damit im Zusammenhang steht ist die in Esoterikerkreisen weit verbreitete Ego-feindlichkeit. Ich unterscheide zwischen einem rücksichtslosen und einem gesunden Egoismus.
SIMON MAGUS
>Hallo ,
>+ Eine wirkich interessante Frage (die sich aus der Diskusion ergab) ist ob
>+ Bardon wirklich der Ansicht war, man sollte nicht nur einen
>+ Elementeausgleich (in Geist, Selle und Körper) anstreben sondern z.B. im
>+ Charakter auch Harmonie zwichen positiven und negativen Eigenschaften.
>+ Das würde konkret heißen überwiegen meine positiven Eigenschaften, sollte
>+ ich mich bemühen etwas unbeherrschter, schüchterner, geschwätziger und
>+ fauler werden.
>+ Das kann es ja wohl nicht sein! Meine vorläufige Sicht ist: zum magischen
>+ schaffen Grundvorraussetzung Elementeausgleich, auch wenn negative
>+ Eigenschaften vorherrschen. Angestrebtes Ziel aber schon Charakterveredlung
>+ im Sinne von negative Eigenschaften in positive umwandeln.
>Hallo , auch für mich ist dieses Thema sehr interessant. Ich finde es derart
>wichtig über diese Frage im klaren zu sein , dass ich einiges investieren würde
>um die Antwort zu erhalten. Deshalb möchte ich dieses Thema tiefgehend und
>kritisch betrachten und besprechen.
>
>++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ +++++
>Dazu erst mal meine Ansicht über dieses Thema
>Ich bin der Meinung , dass Bardon der Ansicht ist , man solle auch Harmonie in
>seinem Charakter herstellen. Ich bin auch der Ansicht das Bardon mit der Seele
>den Charakter meint. Dazu einige Zeilen aus dem WWA.
>Theorie Seele : Da der Geist seine Auswirkungen ohne Vermittlung der Seele
>nicht zustandebringen würde , ist daher der Astralkörper der Sitz sämtlicher
>Eigenschaften , die der unsterbliche Geist hat. Je nach Entwicklung und Reife
>hat er eine verschiedenartige elektrische oder magnetische Fluidschwingung ,
>die sich in der Seele in den vier Temperamenten nach aus zeigt. [S. 47]
>Die Eigenschaften der Temperamente bilden je nachdem , welche Eigenschaft die
>Überwiegende ist , die Grundlage des Cahrakters des Menschen. [S. 48]
>[Diese Seiten sind ziemlich interessant für das Thema] [Seite 47 bis 49 im WWA]
>++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ +++++
>Praxis Stufe 1 : Bei der Selbstkontrolle Ihrer Fehler , Gewohnheiten ,
>Leidenschaften , Triebe und sonstiger unschöner Charakterzüge gehen Sie gegen
>sich selbst streng und hart vor. Auf genau dieselbse Weise verfahre man mit
>seinen guten seelischen Eigenschaften.[S. 76]
>++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ +++++
>Praxis Stufe 2 : Diese zwei Seelenspiegel sind sein seelischer Charakter. Er
>muss bestrebt sein das Gleichgewicht in der Auswirkung um jeden Preis her zu
>stellen.[S. 97]
>+ Was gegen diese Sicht spricht ist ein Hinweis in "Erinnerungen an...".
>Was steht dort , dass dir als Hinweis dient ?
>++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ +++++
>Diese Unterhaltung ist mir sehr wichtig , ich möchte deshalb nochmals betonen ,
>dass es mir nicht um das festhalten meines Standpunktes geht. Jeder soll seine
>Meinung wahren können , während er "kritisch" die des anderen Prüft. Es liegt
>mir daher fern Überzeugungsarbeit zu leisten [soweit ich dass überhaupt könnte].
>Es geht mir einzig und allein um die richtige Anwort zu diesem Thema.
>Ich möchte auch sagen , dass ich viel über dieses Thema Nachgedacht habe , da
>es eigentlich normal ist , schon direkt Gewohnt , dass man immer versucht nur
>gute Charaktereigenschaften zu fördern und schlecht versucht aus zu merzen. Auch
>hat mich ein Satz von Bardon ziemlich ins Schwanken gebracht. [Vorwort zur
>Praxis S. 71] : Seinen Mitmenschen gegenüber sei man stest gütig , freundlich
>und nachsichtig dagegen unnachsichtig und hart gegen sich selbst.
>MFG Red



LinkBack URL
About LinkBacks


Lesezeichen