Ein Thema welches meines Wissens in diesem Forum noch nicht behandelt wurde ist der sogenannte Mystische Tot bzw. die freiwillige Selbstauflösung, die wenn ich es richtig verstanden habe früher oder später das Ende jedes unsterblichen Geistes ist (sicher nur scheinbaren Widerspruch zwischen "Ende" und "unsterblich...").
Zum einen scheint es ein Thema zu sein welches nicht weiter von Interesse ist, weil dieser Vorgang in ferner Zukunft liegt (vielleicht unpassend gewählte Formulierung wenn man bedenkt, daß die geistige Ebene Raum-&Zeitlos ist) und ein Maß an geistiger Entwicklung voraussetzt von dem man sich kaum eine Vorstellung machen kann. Zum andern macht man sich schon seine Gedanken was das Endziel anbelangt, wenn man sich mit einer speziellen Sache beschäftigt. Man will schon wissen für was man letzt endlich seine Kräfte investiert und was überhaupt der Sinn des ganzen Daseins ist.
Die Thematik löst bei mir eine ganze Reihe von Fragen aus.
Wenn ich es richtig verstanden habe: Es gibt einige Menschen die Magie nur für selbstsüchtige Zwecke anwenden. Das bringt eine menge Vorteile, letzt endlich muß das schlechte Karma aber wieder ausgeglichen werden, was dann weniger angenehm ist. Ein wahrer Adept betreibt einen riesen Arbeitsaufwand um sein schlechtes Karma aufzulösen...
(Ist es anstrebenswert nur das schlechte Karma auszugleichen oder bindet einen letztendlich auch das gute Karma an den Kreislauf der Wiedergeburt? -> Menschen denen es in materieller Hinsicht so richtig gut geht haben scheinbar seltener Interesse an geistiger Entwicklung: "Gibt es Wiedergeburt, was hab ich davon danach zu streben nicht wieder geboren zu werden?". Zuerst scheint es unsinnig zu sein auch in gutem Karma etwas problematisches zu sehen, aber ich tendiere immer mehr zu dieser Ansicht. Weit entwickelte Adepten die aber noch nicht das vollständige magische Gleichgewicht erreicht haben machen den Eindruck, daß wenn sie etwas gutes tun darauf aus sind, daß es ihnen auf ihrem "Konto" nicht gut geschrieben wird, in dem sie aus der Einstellung heraus handeln "ich bin ein Werkzeug in den Händen Gottes und kein ganz toller Mensch der allen Grund hat sich eine Menge auf seine guten Taten einzubilden". Wo bei es mit dem Karma nicht ganz so zu sein scheint wie mit einem Konto bei der Dresdner Bank, weil man schlechtes Karma nicht einfach auflösen kann durch gute Taten.)
...Das Ergebnis ist das Erreichen der Vollkommenheit. Je nach Individualität wird sich der Geist nach erreichen dieses Zieles oder nach irdischen Maßstäbe zig Jahrtausenden später auflösen. Welchen Grund sollte man dafür haben sich aufzulösen? Ist der Geist nur potentiell unsterblich? Sicher hat mein Geist nicht schon immer existiert, wie hat meine Existens angefangen? Was soll das Ganze (ich gehe davon aus, daß es einen Sinn gibt des "ewigen Spiels im Nichts", nur welchen)? ..........
Bardon schreibt "die Entwicklung endet nie" (da dies wörtlich genommen bedeuten würde, daß es keinen M.Tot gibt, interpretiere ich die Aussage als "man gelangt nie an Grenzen wo man sich nicht weiter entwickeln könnte(!)). Ich denke um so weiter man ist, je schwieriger werden die Prüfungen sein um weiter zu kommen. Wobei mir auch nicht ganz klar ist ob man sich auch weiterentwickeln kann wenn man sich nicht mehr inkarnieren muß und dies auch nicht aus freien Stücken tut.
Fragen über Fragen. Ich mache erst mal Schluß, damit niemand von der Länge des Textes abschreckt wird.
SIMON MAGUS



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