Was ist gut und was ist böse ?
Was für den einen gut ist, ist für den anderen böse
Wir leben in einer Welt voller Gegensätze: Arm, Reich, Dum, Intelligent etc. etc.
Selbst in unseren Innern scheinen wir gerne die die Welt in Schwarz oder Weiss zu teilen.
Wer kennt das nicht? die Seiten an uns, die wir nicht mögen. Die Seiten an uns, die wir am liebsten "verschwinden" lassen wollen.
Und dann all die Leute, die wir ablehnen, unsympathsich finden, weil sie unangenehme Spiegel für unsere eigenen Unzulänglichkeiten sind.
Ich denke, es geht darum zu erkennen, welche Beziehungen wir zu unseren positiven wie negativen Seiten haben.
Sowohl das Positive wie auch das Negative wird im Extrem immer destruktiv
Wenn jemand übertriebenes Mitgefühl und Mitleid für andere hat und sich dadurch gedrängt fühlt den anderen zu helfen, dabei aber vergisst, dass man auch zu sich selbst sorgen muss, der bekommt die Extreme am eigenen Leib zu spüren und verliert sehr schnell die Fähigkeit anderen zu helfen.
Wie geht man denn mit diesen Eigenschaften um ?
Ich stelle hier mal folgende Arbeitshypothese auf:
1) Erkennen, dass man Mensch ist mit "postiven" und "negativen" Anteilen
2) Lernen sich zu akzeptieren und zu lieben, da die meisten schon in der Kindheit das Gegenteil lernen ....
3) Wenn man sich liebt, kann man auch seinen "negativen" Seiten mit Liebe betrachten, weil man sie nicht mehr ins Unbewusste verdrängen muss.
Ich weiss klingt sehr einfach, ist aber nicht einfach, weil wir immer wieder mit unseren Ängsten konfrontiert werden.
Um die Angst zu überwinden, braucht es einen extrem starken Willen.
Meine Erfahrung und Intuition sagt mir, dass die meisten sich viel zu sehr von Angst beherrschen lassen:
Angst nicht den eigenen Ansprüchen und die der anderen zu genügen.
Angst sich zu verändern
Angst die Beherrschung zu velieren
Angst arm und krank zu sein
Angst allein zu sein
Angst vor sich selber
Angst vor den anderen
Angst einen Fehler zu machen
Angst um andere
Angst etwas zu verlieren
die Liste lässt sich unendlich weiter schreiben
(Ist es nicht die Angst, die uns zu Extremen führt ?
Angst zu verlieren macht uns egoistisch, gierig und geizig)
Mit Liebe betrachten, bedeutet auch, dass man sich wirklich mit diesen Seiten befassen kann.
Dadurch entsteht ein Gleichgewicht. Es entsteht eine Kraft, die das Gleichgewicht fördert.
4) Die negativen Seiten verlieren ihren Schrecken und die destruktiven Extreme verschwinden.
5) Wenn das Leben uns mit diesen konfrontiert, werden wir nicht mehr unkontrolliert in deren Sog hineingezogen. Ich stelle mit vor, dass wir in Bezug auf unsere Reaktionen und Gedanken und Gefühle frei sind zu entscheiden, was wir wollen.
Gruss
Lorenz



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