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Thema: Gedankenleere

  1. #1
    Dosdor
    Gast

    Gedankenleere


    Hallo Zusammen,


    Wieder mal Gedankenleere. Ich ahbe damit schon mal angefangen, dann aber gemerkt, dass es wohl noch nicht ausgereicht hat. Zurück in Stufe eins noch mal von vorne.

    Jetzt schaffe ich das inzwischen immer besser, es treten aber auch so einige Begleiterscheinungen auf nach deren Bedeutung ich mal fragen wollte.


    Teilsweise bin ich ansonsten friedlicher und ausgeglichener Mensch sehr agressiv und fühle mich wie ein unter Druck stehender Dampfdruckkochtopf. Mir fällt es dann schwer nicht die ganze Zeit rumzuschreien. Ist dann wieder weg, kommt aber plötzlich wieder.


    Ich empfinde viele Emotionen sehr stark.


    Alte korrigierte Fehler rufen sich wieder verstärkt in mein Bewußtsein. UNd alte Gedankenschemata, die ich dachte überwunden zu haben, scheinen wieder anzuklopfen.


    Und was ist eigentlich das Ziel: komplett fast immer Gedankenleere oder wirklich nur die zehn Minuten. Und einmal erreicht erfordert das Beibehalten ständige Wiederholung der Übungen oder ist das dann einmal "eingerenkt".


    Alles Gute von eurem Dosdor



  2. #2
    DC
    Gast

    Re: Gedankenleere


    Hallo,




    >Alte korrigierte Fehler rufen sich wieder verstärkt in mein Bewußtsein. UNd alte Gedankenschemata, die ich dachte überwunden zu haben, scheinen wieder anzuklopfen.


    Scheint so, alsob du diese Fehler/Gedankenschematas/Muster nich korrigiert hast, sondern lediglich verdrängt und verleugnet.

    Dann ist klar, daß irgendwann sobald wieder etwas mehr in

    sich gegangen wird, diese wieder auftauchen und sich zu "Wort" melden.

    Diese "Muster" solltest du versuchen aufzulösen.

    Ich mache das so:

    Ich bemerke ein altes Gedankenschemata/Muster was im Bewußtsein auftaucht.

    z.B. Schwätzsucht. (Verlangen nach ausgiebiger sinnloser Unterhaltung)

    Dann betrachte ich dieses Gedankenschemata/Muster und versuche zu beurteilen,

    warum dieses Schemata auftaucht und was es eigentlich bedeutet diesem

    Schemata weiter zu folgen usw.

    Vielleicht so: Ich liebe es zu schwätzen. Mir ist langweilig. Ich hasse es,

    wenn ein Schweigen im Raume liegt. Ich muß mich mit sinnlosen Schwätzobjekten

    profilieren. usw.

    Nur sollte diese Betrachtung rein vernuftbezogen und nicht ego-bezogen sein.

    Diese obigen Beurteilungen sind alle egoistischer Natur. Die vernunft sagt:

    Gut, schwätze ruhig, aber in Massen. Mußt du jetzt gerade schwätzen? Ist es so wichtig? Wie wirkst du auf dein Gegenüber wenn du so schwätzt. Willst du, daß

    er dich deswegen mehr mag? usw. usw.

    Hat man ersteinmal Klarheit über dieses Muster erlangt, warum es auftaucht,

    wann es auftaucht usw. dann kann man auch beim nächsten Mal wenn es

    wieder auftaucht sofort umschwenken, entscheiden, daß dieses Muster Blödsinn ist, und dieses Muster verschwindet.

    z.B.: Man sitzt in einer Gruppe und will anfangen zu schwätzen. Man bemerkt es und kann nun sagen: "Warum willst du wieder schwätzen? Das hatten wir doch schonmal. Schweige doch einfach und höre mal zu, was die anderen so schwätzen."

    Läßt man dieses Muster aber erst einmal zu, dann steckt man wieder voll

    drin und es ist sehr schwer sofort wieder rauszukommen.

    Denn dann übewrwiegt mitunter die Schwätzleidenschaft.

    Auch kann man dieses Muster durch eine Disziplinübung entschärfen.

    z.B.: Man sagt sich, ich rede nurnoch über "Schwätzthemen" wenn ich gezielt nach etwas gefragt werde. Ansonsten übe ich mich im Schweigen.

    Oder Ähnliche Ersatzdisziplinen.


    Hoffe mich einigermaßen verständlich ausgedrückt zu haben, ist noch

    früh am Morgen.


    Gruß,

    DC







  3. #3
    Prom
    Gast

    Re: Gedankenleere


    Hallo Dosdor


    Vorab: ich bin kein Bardonist, gehe aber trotzdem einen alchimistischen Weg: Kriya Yoga. Bin dennoch mit den Lehren Bardons vertraut.


    >Teilsweise bin ich ansonsten friedlicher und ausgeglichener Mensch sehr agressiv und fühle mich wie ein unter Druck stehender Dampfdruckkochtopf. Mir fällt es dann schwer nicht die ganze Zeit rumzuschreien. Ist dann wieder weg, kommt aber plötzlich wieder.


    Könnte eine Energiefreisetzung sein. Gedanken kosten auch Energie und wenn man Gedankenleere übt, spart man die entsprechende psychische Energie. Wenn diese nun frei wird und nirgendwo konstruktiv hingelenkt wird, kann sie sich in Druck und Aggression entladen.


    Kann auch sein, dass ansonsten unterdrückte Wut, durch den höheren Energielevel nun anfängt ins Bewußtsein aufzusteigen. Das könnte auch Deine verstärkten Emotionsempfindungen erklären.


    >Alte korrigierte Fehler rufen sich wieder verstärkt in mein Bewußtsein. UNd alte Gedankenschemata, die ich dachte überwunden zu haben, scheinen wieder anzuklopfen.


    Ein Test: hast Du sie wirklich überwunden? Kannst Du diese Gedanken bewusst wegschicken und so die Übung der Gedankenleere ganz praktisch anwenden?


    >Und was ist eigentlich das Ziel: komplett fast immer Gedankenleere oder wirklich nur die zehn Minuten. Und einmal erreicht erfordert das Beibehalten ständige Wiederholung der Übungen oder ist das dann einmal "eingerenkt".


    Ich glaube man sollte Gedanken nicht als etwas Schlechtes ansehen, derer man sich am besten für immer entledigen sollte. Der Verstand ist ein Werkzeug und als solches muß, will und soll er gebraucht werden, aber er muß geführt werden. Der Verstand ist ein wunderbarer Diener, aber ein schrecklicher Tyrann, wenn er die Kontrolle übernimmt.


    Gedankenleere wenn es angesagt ist: Meditation etc. Ansonsten ist es gut den Fluß der Gedanken zentriert zu halten auf das, was man tut: Bewusstheit.


    Alles muß ständig wiederholt und geübt werden. Mit der Zeit, wenn es eine gute Gewohnheit geworden ist, fällt es leichter. Wenn Du die Praxis aber ganz sein lässt, verkümmert die Fähigkeit dann wieder. Ein Sportler muß auch ständig trainieren, um in Form zu bleiben.


    Gruß


    Prom



  4. #4
    Dasdar
    Gast

    vermehrte energie


    Danke,


    Das mit der Unausgeglichenheit, Reizbarkeit, so will ich meine "Aggressivität" mal spezieller beschreiben, könnte stimmen, dass dies alte normal von allerlei Gedanken unterdrückte Dinge sind. Wenn ide sich jetzt ausleben, bauen sie sich ab, ist das sozusagen ein Reinigungsprozeß, oder wie kann ich das kontrollieren, der nach einiger Zeit nachlässt? Ist das vielleicht der "Kampf" mit dem Unterbewußtsein, über den ich mal gelesen habe?


    Gleichzeitig glaube ich, dass auch meine Gedankenleere gesparte Energie mich ganz schön in Wallung bringt. Wie schaffe ich es denn, diese Energie produktiver für mich zu nutzen. Ich hatte bei meinen Spaziergängen, bei denen ich Leere übte, immer wieder das erlebnis, dass Strassenleuchten flöackerten, sich aus oder anschalteten, wenn ich unter ihnen ging. Erst dachte ich es sein Zufall, aber dann schalteten sich einmal drei dicke Halogenstrahler nacheinander aus, ohne dass jemand am Schalter gedrückt hatte. Kann das vielleicht auch mit der vermehrten Energie zu tun haben, die ich leider nicht konzentrieren kann, bzw. nicht beherrsche.

    Alles Gute.


    Dosdor





    >Hallo Dosdor

    >Vorab: ich bin kein Bardonist, gehe aber trotzdem einen alchimistischen Weg: Kriya Yoga. Bin dennoch mit den Lehren Bardons vertraut.

    >>Teilsweise bin ich ansonsten friedlicher und ausgeglichener Mensch sehr agressiv und fühle mich wie ein unter Druck stehender Dampfdruckkochtopf. Mir fällt es dann schwer nicht die ganze Zeit rumzuschreien. Ist dann wieder weg, kommt aber plötzlich wieder.

    >Könnte eine Energiefreisetzung sein. Gedanken kosten auch Energie und wenn man Gedankenleere übt, spart man die entsprechende psychische Energie. Wenn diese nun frei wird und nirgendwo konstruktiv hingelenkt wird, kann sie sich in Druck und Aggression entladen.

    >Kann auch sein, dass ansonsten unterdrückte Wut, durch den höheren Energielevel nun anfängt ins Bewußtsein aufzusteigen. Das könnte auch Deine verstärkten Emotionsempfindungen erklären.

    >>Alte korrigierte Fehler rufen sich wieder verstärkt in mein Bewußtsein. UNd alte Gedankenschemata, die ich dachte überwunden zu haben, scheinen wieder anzuklopfen.

    >Ein Test: hast Du sie wirklich überwunden? Kannst Du diese Gedanken bewusst wegschicken und so die Übung der Gedankenleere ganz praktisch anwenden?

    >>Und was ist eigentlich das Ziel: komplett fast immer Gedankenleere oder wirklich nur die zehn Minuten. Und einmal erreicht erfordert das Beibehalten ständige Wiederholung der Übungen oder ist das dann einmal "eingerenkt".

    >Ich glaube man sollte Gedanken nicht als etwas Schlechtes ansehen, derer man sich am besten für immer entledigen sollte. Der Verstand ist ein Werkzeug und als solches muß, will und soll er gebraucht werden, aber er muß geführt werden. Der Verstand ist ein wunderbarer Diener, aber ein schrecklicher Tyrann, wenn er die Kontrolle übernimmt.

    >Gedankenleere wenn es angesagt ist: Meditation etc. Ansonsten ist es gut den Fluß der Gedanken zentriert zu halten auf das, was man tut: Bewusstheit.

    >Alles muß ständig wiederholt und geübt werden. Mit der Zeit, wenn es eine gute Gewohnheit geworden ist, fällt es leichter. Wenn Du die Praxis aber ganz sein lässt, verkümmert die Fähigkeit dann wieder. Ein Sportler muß auch ständig trainieren, um in Form zu bleiben.

    >Gruß

    >Prom



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