Vor einem Jahr, Anfang 2003, kündigte US-Präsident Bush das Ende des Bösen auf Erden an. Man werde mit dem Irak anfangen. „Wir wissen, wo die Massenvernichtungswaffen versteckt sind“, erklärten Rumsfield und Wolfowitz. US-Außenminister Colin Powell präzisierte vor dem UN-Sicherheitsrat: „Der Irak besitzt 500 Tonnen chemischer Substanzen.“ Heute wissen wir, daß alles gelogen war. Heute wissen wir, daß die Angriffe auf Afghanistan und den Irak schon lange vor dem 11. September 2001 geplant waren. Lüge und Unrecht beherrschen die Welt. Der spontane Impuls der europäischen Völker, gegen den Irak-Krieg zu demonstrieren, war richtig. Dieser Impuls darf nicht einschlafen. Er muß sich notwendigerweise auch gegen die europäischen Vasallenregierungen richten, die heute, wie einst im römischen Reich, ihre Armeen als Hilfstruppen zur Verfügung stellen.
Seit 1945 unternahmen die Weltmacht USA 110 „friedensschaffende Waffengänge“. Dabei wurden mindestens 12 Millionen Menschen getötet. Die Bombenangriffe auf Jugoslawien, Afghanistan und den Irak sind uns noch in Erinnerung. Die Terrorangriffe auf Dresden, Hamburg und Mannheim haben viele schon vergessen. Gestern wie heute sind es die gleichen Täter. Damals wie heute ging es um die „Beseitigung des „Bösen.“ Unter dem Vorwand „Kampf gegen den Terror“ will der US-Imperialismus heute von seinem Zugriff auf die Ressourcen der Welt ablenken. Mit den Begriffen „rechts“, „rechtsextrem“, „links“ usw. versuchen die Mächtigen vom Wesentlichen abzulenken, vom Freiheitskampf um die kulturelle Identität der Völker.



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