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Thema: @ Jom

  1. #1
    Simon Magus
    Gast

    @ Jom




    Hi Jom


    "Überbetonung des Geistigen"- das klingt ja heiss!

    Ich ahne, warum du auf meine letzte Antwort zum Mittelpunkt des Universums nicht mehr reagiert hast *ggg*

    ***

    Ich habe sinngemäß die Frage ins Forum gestellt "Was eure Meinung zu einer bestimmten These ist? Ich selber weiß nicht so recht wie ich die Aussage beurteilen soll." Deine Ansicht, daß die Frage nicht nur mit Ja/Nein abschließend beantwortet werden kann ist ein interessanter Ansatz, aber was soll ich dazu sagen? Ich muß erst mal darüber nachdenken und das kann dauern! ;-)


    >Ohne mich in deine personenbezogenen Urteile einschalten zu wollen (Ist Anzeraq im mag. Gleichgewicht?

    ***

    Mag sein das du mich falsch verstanden hast, mag sein das ich mich unglücklich ausgedrückt habe.

    Ich nehme die Grundaussagen im WWA:

    (1. Ziel des Magiers ist das Einswerden mit Gott

    2. Der Weg ist immer mehr die Vollkommenheit zu verwirklichen. Dies bedeutet

    3.a) Grundgesetze der Hermetik aneignen und immer besser verstehen (3 Ebenen, 4 Elemente (->Zusammenhang von Feuer und el.Fluid/ Wasser und mag. Fluid), +Akasha-Prinzip, Analogie von Mikro- und Makrokosmos,... (ein wesentlicher Punkt ist auch die Unterscheidung von Qualität und Quantität, doch weist hierauf Bardon erst im Fragment "Das Goldene Buch der Weisheit" hin).

    b) Anwendung der Grundgesetze bei der Selbsterkenntnis (nicht nur Seelenspiegel, den Bardon ausführlich(!) beschreibt, ist wichtig, sondern auch Analyse des Geistes und Körper!) und schrittweise Harmonisierung der Grundkräfte in Geist Körper und Seele, wobei allen drei Ebenen die gleiche Beachtung zu schenken ist.

    4. Magie und Mystik gehen Hand in Hand -> Ausübung der individuelle Religion ...)


    Ich denke in diesen Punkten können wir schnell auf einen Nenner kommen. Die große Frage ist nun, wie sind diese Aussagen zu interpretieren, wenn es darum geht sie bei seiner Entwicklung anzuwenden? Hier gehen die Ansichten von Anzeraq und mir des öfteren sehr weit auseinander.

    Meine Aussage ist nun, daß ich von Bardons Werk ausgehe, von diesem Fundament her versuche meine Ansichten logisch zu begründen und Anzeraq`s Argumentation für mich in vielen Punkten einfach nicht nachvollziehbar ist (Und dies geht bei weitem nicht nur mir so.) In dem Beitrag von mir auf den du dich beziehst wollte ich nun meine Kritik Themen übergreifend einmal auf den Punkt bringen. Natürlich ist es naheliegend, daß jemand der (unter anderem) Beiträge schreibt die man unter dem Motto zusammenfassen kann: "Wie vermeide ich es das magische Gleichgewicht zu verwirklichen?", nicht auf dem besten Weg ist das magische Gleichgewicht zu verwirklichen (geschweige den es verwirklicht zu haben), doch geht es mir nicht um "personenbezogenen Urteile" !!!

    Mir ging es um eine Grundsatzdiskusion was seine Aussagen anbelangt. Daran hat er offensichtlich kein Interesse, was sein gutes Recht ist! Im besten Fall wäre für mich dabei herausgekommen, daß ich einige meiner Ansichten revidieren müßte, oder wenigstens hätte ich verstanden ob er glaubt, daß seine Aussagen mit Bardons Lehre vereinbar sind, oder er sich des Widerspruchs bewußt ist.


    >war Bardon "vollkommen"? usw.)-

    ***

    Mir ging es mehr um das Verständnis der Idee was Bardon unter "Vollkommenheit" versteht.


    >mir scheint, du vermengst Geist und Geist; Luft und Akasha!

    Nichts ist fataler!

    ***

    Meine Aussage: "...das geistige überzubetonen und das materielle gering zu schätzen, dem Luftigen mehr Beachtung zu schenken als dem Erdigen, Eigenschaften die dem magnetischen Prinzip entsprechen über die des elektrischen..."

    1. bezieht sich auf: KÖRPER-SEELE-GEIST

    2. auf: Feuer-Wasser-Luft-Erde=Akasha (in Seele)

    3. elektrischen / magnetischen Prinzip (allgemein)


    "Geist" verwendete ich in diesem Zusammenhang im Sinne der drei Ebenen (wohlgemerkt geht es hier nicht um den Menschen Anzeraq - den ich nicht kenne und nicht beurteilen kann - sondern um viele seine Aussagen hier im Forum -> konkrete Zitate folgen).


    Ich nannte z.B. deinen Ansatz deshalb "scholastisch":

    weil die Scholastik einen sehr kunstvoll präzisen Geist (Luft) zeigte,

    der jedoch -obwohl ihr Thema ja gerade dies war!- nicht mehr vom lebendigen, heiligen Geist (Akasha) durchwirkt war.

    ***

    Deine Kritik an der Scholastik ist begründet.

    Wenn du glaubst dies trifft auch auf mich zu, was soll ich dazu sagen? Ich werde betimmt nicht meinen Seelenspiegel vor dir ausbreiten - der mir auch in dieser Hinsicht zeigt, daß ich alles andere als Volkommen bin - meine Frage ist: habe ich so weit, wie es für mich von praktischem Belang ist, Bardon richtig verstanden? Stimmt die Richtung die ich eingeschlagen habe?


    >Damit will ich nicht sagen, deine Postings seien leblos oder gar geistlos!

    Jedoch bemerke ich bei dir eine starke Neigung zum Rubrizieren und Schablonisieren, zum Verfestigen.

    Gewöhnlich sind dies denn auch die Passagen, in denen du dir besonders sicher scheinst.

    Was jedoch ist es denn, das du dort verfestigst, sortierst und zuordnest?

    Das ist der Geist, und zwar der ursprüngliche, aus sich selbst heraus schöpferische Geist.

    Das, was du quasi einzufangen versuchst, das eben ist das Leben, aKasha.

    Gerade durch das Einfangen-Wollen, Rubrizieren usw. verjagst du es... oder tötest es gar.

    Unter den Ur-Christen galt die Empfehlung: "Dämpfet den Geist nicht!"

    ***

    Ich kenne mich natürlich besser als du mich, aber aus anderer Perspektive nimmst du vielleicht Dinge wahr die mir entgehen. Vielleicht ist es für dich von Interesse, daß ich solche Aussagen nicht als Angriff auffasse, sondern als wilkommene Hilfestellung bei der Selbsterkenntnis.


    R. Steiner empfahl auf dieses Dilemma:

    Charakterisieren, nicht definieren.

    >Wer definieren will, will unterjochen. Er träumt von seinem eigenen, geschlossenen System.

    Wer hingegen charakterisieren möchte,

    versucht zu verstehen, nachzuvollziehen, sich hineinzuversetzen.

    Und er weiß, dass dieses sein System ein notwendig offenes System ist.

    ***

    Ich bin mir wohl der Begrenztheit aller Begriffe und somit auch von Definitionen

    bewußt, doch würde ich ihre Bedeutung nicht als gering erachten und würde "definieren" nicht unbedingt "unterjochen" gleichsetzen.


    >Der Geist weht wo er will...

    Um diesen Geist geht es mir.

    Dieser ursprüngliche, aus sich selbst heraus schöpferische Geist ist das Alles-in-Einem; Eins-in-Allem.

    Dieser ist es, den z.B. Jesus meint, wenn er rät, zuerst nach dem "Reich Gottes" zu trachten.

    Dieser Ausdruck wurde zweifellos unzählige Male mißverstanden und aufs Unsäglichste verbrämt.

    Dennoch ist die Argumentation dieses Mannes von einzigartiger Klarheit und Stringenz.

    ***

    !


    Alles Existierende sowie auch alles, das existieren könnte, wurzelt in dem Einen, Akasha, dem Reich Gottes.

    Es ist insofern der logischste und eleganteste Weg, in allen Fragen oder Bedürfnissen auf diesen absoluten Bezugspunkt zurückzugehen und dann von dort aus in die jeweilige Richtung zu verzweigen,die durch die Frage oder das Bedürfnis vorgegeben ist.

    ***

    !!


    Hingegen ist es allein schon unter methodischem Gesichtspunkt ein Umweg,

    diesen Ausgangsspunkt (Akasha) auszulassen und unmittelbar innerhalb des Geschaffenen (Luft, Feuer, Wasser, Erde) und in dessen Vielfalt zu suchen.

    ***

    Den "Ausgangspunkt" auch im "Geschaffenen" zu suchen führt nicht zwangsläufig zum auslassen des Ausgangspunktes (Akasha).


    "Rein irdisch" im Erdelement wirken zu wollen, ist nicht der Weg des Menschen,

    des das Ebenbild Gottes ist.

    Einer der Kardinalfehler unserer heutigen Zeit!

    Mehr noch verbietet sich jeder Pakt mit "Unterfürsten" jeder Art.

    Es ist zwar richtig, das auch das Geschaffene seinerseits ein gewisses Quantum an schöpferischer Kraft aufweist.

    Jedoch ist diese Kraft nur Spiegelung, Abglanz.

    Sich dem Abglanz unterzuordnen ist töricht;

    wenn gleichzeitig das Licht Selbst zur Verfügung steht.

    Alle vier Elemente sind Schöpfungen des Akasha.

    Akasha aber ist ungeschaffener Geist; primärer Geist.

    Es ist wichtig, dies nicht nur dahersagen

    oder darüber Erörterungen durchführen zu können,

    sondern es in allen Ebenen zu verstehen.

    Jedes unserer Chakren muss es verstanden haben.

    Jedes unserer Energiezentren ist eine ganz spezifische Manifestation von Akasha.

    Der Weg durch den Weisheitskanal (Wirbelsäulenmark) entspricht der biblischen Jakobsleiter und übrigens auch (in Form des Kleinen Himmelskreislauf) dem Tierkreis.

    Alle diese Qualitäten sind bereits Geschaffenes, Speziaisierungen (und damit Reduzierungen) des höchsten Akasha.

    Eine "Überbetonung" dieses Geistigen kann es gar nicht geben.

    ***

    !!! (Ich hoffe du siehst, daß dies nicht im Widerspruch zu meiner Aussage steht.)


    Vielen Postings von Anzeraq entnehme ich, dass es ihm sehr wohl um dieses Geistige geht, nicht um das Lufthafte.

    Eine Überbetonung des Lufthaften entspräche einer Überbetonung des "abgeleiteten" Geistigen, also jenes Geistes, der bereits Erschaffenes, Gemachtes ist.

    Etwa, wenn jemand im Geiste große Pläne schmiedet und sie nie umsetzt.

    Oder wenn jemand sich in Begrifflichkeiten, Theorien und Rubrizierungen ergeht,

    ohne in seinem realen Leben reale Frucht zu bringen usw.

    Oder wenn man wie wild in Foren wie diesem diskutiert, aber außerhalb davon nichts von anäherend gleichem Niveau auf die Reihe bekommt *g* (geht jetzt gegen niemand von den verehrten anwesenden Mitlesern, sondern nur gegen die nervigen "Schwebies", über die wir glücklicherweise längst erhaben sind).

    Dagegen ist es ganz gewiß KEINE "Überbetonung des Geistigen", wenn jemand tatsächlich aus dem Akasha Nahrung zum körperlichen Erhalt bezieht oder jenes hormonelle Gleichgewicht genießt, das Nektar schenkt.

    ***

    Muß jetzt leider Schluß machen ohne ausführlich zu antworten.

    Prinzipiell bin ich mit dir einer Meinung.

    Das du Anzeraq`s Aussagen, auf die ich mich beziehe mit deiner Ansicht vereinbar findest, ist erstaunlich.


    (Fortsetzung folgt)




    SIMON MAGUS





  2. #2
    Jom
    Gast

    Re: @ Simon ... und alle


    Hi Simon,


    danke für deine offene Antwort.

    Auch wenn du nicht "deinen Seelenspiegel vor mir ausgebreitet" hast,

    habe ich dich so doch ein wenig näher kennenlernen dürfen;

    und dies gern.


    Wenn du bei einem hermetischen Weggefährten Unausgewogenheiten wahrnimmst,

    ist dieser Mensch möglicherweise dankbar,

    wenn du ihm diesen Eindruck persönlich mitteilst-

    und dies vielleicht auch, wenn er dir nicht explizit antwortet.


    Daran hast du selbst mich erinnert, als du schriebst,

    du seiest zu der "Mittelpunkt"-Frage eben noch am Nachdenken-

    mein beleidigtes Ego hatte dein Schweigen dagegen schon als Desinteresse ausgelegt *g* .


    Folgende Gedanken kamen mir nach deinen Zeilen;

    sie betreffen unser aller Miteinander, nicht nur hier im Forum-

    und gleichzeitig unsere je eigene Verantowrtung und Freiheit.


    ****

    Je größer die Erleuchtung, desto tiefer das Mitgefühl-

    sagte dies nicht Shakyamuni Buddha ?


    Wer von uns mag von sich sagen, dass er diesen Weg vollendet hat?

    Kann überhaupt ein Wesen ihn vollenden, ehe nicht alle Wesen ihn vollendet haben?


    Das magische Gleichgewicht bedeutet letztlich,

    sich in fortwährender mitfühlender Verbundenheit zu allen Wesen darzuleben- physisch, seelisch, geistig.


    Wenn wir die Valenz der Worte oder Taten anderer abwägen, so kann uns dies, ohne dass wir es vielleicht merken, aus diesem Gleichgewicht herausbringen.


    Wahres Mitgefühl, wahre Erleuchtung erschaut das große Geheimnis,

    dass keine zwei Lebenswege auf der Welt sich gleichen -

    und nichtsdestotrotz lebt doch in all diesen verschiedenen Wegen und Wanderern dasselbe ewige Eine; und ihr allertiefstes Gefühl, ihr allertiefstes Sehnen und ihre allertiefste Seligkeit sind schließlich doch Eins.


    Die dieses sehen, erkennen auch, dass alles Beklagenswerte oder Unstimmige im Großen wie im Kleinen einzig und allein aus dem Vergessen dieser Ur-Tatsache kommt.


    Es ist also nicht etwa so, dass eine Verbindung aller Wesen oder ein für alle gültiges Wissen erst noch geschaffen werden müssten: diese sind längst da!


    Sowohl das fühlende Verbundensein mit dem Ganzen als auch das Wissen um alle Geheimnisse ebendieses Ganzen sind seit Anbeginn in jedem Wesen da.


    Eben darin liegt ja unsere allseitige Verbindung mtieinander.

    In jedem von uns ist die vollkommene Quelle.

    Eine Quelle, zugleich in allen Wesen und Erscheinungen.


    Alles Leid, alle Verbitterung, aller Mangel und aller Krieg kommen daraus,

    dass so viele nicht mehr davon wissen.

    Das Leben, Gott ist in uns selbst.

    Jeder ist Christus, Buddha.


    Dieses ihr Selbst ist den wenigsten bewusst.

    Wird es ihnen jedoch bewusst, beginnt eine Verwandlung, die buchstäblich das Unterste zuoberst kehrt und vice versa-


    Dieses Wissen, dass wir eigentlich in unserer Essenz das Selbst sind, verändert alles.

    Es tut dies bereits, wenn wir es nur intellektuell verstanden haben.

    Oder es nur als Gewißheit fühlen.

    Sobald es nur an irgendeinem Punkt unser Bewußtsein erreicht hat, wird es nach und nach jede Faser dieses Bewußtseins erreichen.


    Es ist wichtig, dieses Eigengesetzlichkeit des Selbstes, des göttlichen Ur-Bewußtseins zu verstehen:

    sobald ein individuelles Wesen sich dieses primären Bewußtseins seinerseits bewußt wird, in welcher Form auch immer, beginnt das All-Bewußtsein das Individualbewußtsein mehr und mehr zu erfüllen.


    Der eigentlich Handelnde ist dabei immer das Allbewußtsein.


    Auch dort, wo diese Durchgottung des Individuums von den Menschen selbst gesucht wird oder wo Menschen versuchen, ihr einen nachvollziehbaren Weg zu verleihen (wie Bardon): der eigentlich Handelnde ist nach wie vor das Selbst.


    So ist es auch ein vollkommener Unterschied, ob in einem Menschen, der sich der Hermetik nähert, bereits ein erster Funken von dieser Selbst-Erkenntnis leuchtet- oder nicht.

    Wer von der Magie Selbst-Verwirklichung sucht, dem wird sie Segen sein.

    Wer dagegen nach Selbstverwirklichung (also Aufblasen des reinen Individual-Selbstes) lechzt, den wird sie in die Sackgasse führen.


    Wir können uns selbst fragen, wie ernsthaft wir selber auf dem Weg sind.

    Andere können wir dies im Grunde nicht fragen- oder wenn, dann dürfte die Antwort für uns nicht wirklich entscheidend sein.

    Und über die Qualität der Bemühungen anderer richten zu wollen, ist geradezu verderblich; es zieht unser Bewußtein sofort vom eigenen Weg ab.


    Und wird der Weise nicht die unmittelbare Stimme des Lebendigen

    auch immer höher achten als alles Geschriebene, alle Lehren?


    Liebe Grüße

    Jom









  3. #3
    Simon Magus
    Gast

    Anwendung der Grundgestze der Hermetik auf spezielle Themen




    Hi Jom


    Auch wenn dein Ego vielleicht wieder beleidigt reagieren könnte, weil es mein Schweigen als Desinteresse ausgelegt, vermag ich deinen weisen Worten nicht viel hinzuzufügen. Ich bin überzeugt, daß von einem Mensch mit der von dir beschriebenen Grundeinstellung, anstehende Probleme gewissermaßen aus einem Punkt heraus zu kuriert, jede "Finsternis" der Unwissenheit weichen und durch Intuition und Inspiration sich ihm früher oder später das hell stahlende "Licht" der Erkenntnis offenbaren wird.


    Es ging mir nicht darum, daß ich bei Anzeraq Unausgewogenheit wahrgenommen habe, sondern:

    Ich nehme die Grundaussagen im WWA. Bardon hat viele Ableitungen, zu welchen Schlüssen man auf dieser Grundlage in speziellen Fällen kommt, uns Schülern selbst überlassen. Dies ist eine schwierige Arbeit und von praktischen Anwendung der gewonnenen Erkenntnisse nicht zu trennen.

    Hier in diesem Forum hat man die Möglichkeit sich mit Gleichgesinnten darüber auszutauschen zu welchen Ergebnissen man in diesen speziellen Fragestellungen gekommen ist. Dabei ist es so, daß jeder von uns seinen Weg mit einer unterschiedlichen Grundkonstelation (z.B. seiner Elementeverteilungen was seinen Charakter anbelangt) begonnen hat und es somit ganz natürlich ist, daß wir unterschiedliche Schwerpunkte setzen und manche Themen anders angehen.

    Wenn ich aber Anzeraqs Interpretation nehme, wie sie sich durch viele seiner Beiträge zieht, so stellt sich die Frage: Entweder hat er oder ich da was grundsätzliches nicht verstanden (natürlich halte ich es für wahrscheinlicher, daß ich richtig liege, - zumal seine Aussagen dem nahe stehen wie ich vor Jahren selbst gedacht habe - aber wenn mir jemand von den Grundaussagen im WWA ausgehend logisch überzeugend das Gegenteil nachweist, so bin ich durchaus bereit mich zu korrigieren).

    Da es aber so zu sein scheint, daß Anzeraq an dieser Diskussion kein Interesse hat, so werde ich seine Aussagen(!) (über diesen Beitrag hinausgehend) auch nicht weiter kritisieren.


    Zu unterscheiden ist die Frage nach den Grundkräften, Ebenen usw. bei denen man auf Ausgleich (harmonisieren) bedacht sein sollte und Themen bei denen gilt "um so mehr um so besser!".


    zu 1.:

    - 4 Elemente -> gilt es ins Gleichgewicht zu bringen

    - el./ mag. Fluid -> " " "

    - dabei sind die drei Ebenen (Körper-Seele-Geist) gleichmäßig zu entwickeln


    z.B. 2.:

    - Es ist eine Frage der richtigen Formulierung wobei ich mich etwas schwer tue. Es geht darum, wie man die Entwicklung des Akasha-Prinzips umschreiben soll, um so mehr man die 4 Elemente harmonisch entwickelt. Richtig ist, daß es hierbei kein zu viel gibt.

    - Die Frage nach den positiven und negativen Charaktereigenschaften.

    Auch hier geht es Bardon nicht um einen Ausgleich (ob Bardon es wirklich als Ziel gesehen hat - "0 % neg. Eigenschaften/ 100% pos. Eigenschaften" - war schon Diskussionsthema und würde hier zu weit führen)


    Zu einigen von Anzeraqs Aussagen:


    # Der Beitrag "Einsamkeit - die Mutter der Magie" ist nach meinem Verständnis ein Beispiel dafür, wie er in einer Deteilfrage (hier "Einsamkeit") Bardons Gebot nach Ausgleich folgerichtig angewendet hat.

    "Um wirklich etwas fuer Koerper, Seele und Geist zu bewirken, bedarf es der Einsamkeit, der Zurueckgezogenheit aus dem Weltgetriebe, denn ohne innere Einkehr ist ein echter spiritueller Fortschritt nicht moeglich. ... Darum ist die "Uebung der Einsamkeit" eine wirklich wuerdevolle Uebung. Wenn diese im Mass der Mitte bleibt und wir nicht den Kontakt zur uebrigen Welt verlieren, schenkt sie uns Raum zur echten Erkenntnis."

    Hätte er auch bei dieser Frage das Denken angewandt welches sich wie ein Muster durch so manchen seiner Beiträge zieht, hätte er gesagt: "Einsamkeit ist gut, um so mehr Einsamkeit um so besser!", was ein fataler Irrtum wäre, den so mancher Gottessucher begeht. Auch wenn er besten Willens ist, sitzt ein solcher damit aber wie eine Motte in der Falle, die sich in einer Glasflasche befindet deren Boden dem Licht und deren Öffnung der Dunkelheit zugewandt ist und die unablässig dem Licht zustrebt, es auf diese weise aber nie erreichen wird.

    (Ich spreche auch hier durchaus aus eigener Erfahrung. Nach dem ich fast 2 Jahre in meiner Jugend in einem christlichen Kloster zugebracht hatte (weniger aus Interesse an Theologie, sondern an Askese, Kontemplation, Einsamkeit, Stille...), wurde mir bewußt, daß diese Erfahrung mich auf meinem Weg weitergebracht hat, doch wenn ich dies mein Leben lang fortsetzen würde, so würde dies die Verstärkung von Einseitigkeit bedeuten und wäre somit nicht im Sinne echter Magie/Mystik.)


    * Ich denke zum Thema "Warum ein Magier auf Fleisch-Nahrung verzichtet" (die Frage ist nicht ob man auf Fleisch verzichten kann sondern dies zwingend notwendig ist) sind die Argumente ausgetauscht, ich werde zum Thema nur noch so viel sagen (weil ich bei meinen früheren Beiträgen nicht alle seiner Kommentare zum Thema gelesen hatte):


    -"Doch „echte spirituelle Fortschritte“ stellten sich erst ein, als ich von der Fleisch-Nahrung Abstand nahm. Unter diesem Gesichtspunkt erscheint mir die Aufforderung, nur bei magischen Praktiken fuer eine gewisse Zeit auf Fleisch-Nahrung zu verzichten, ziemlich fragwuerdig. Ich denke aber, dass FB seine Gruende hatte, die Dinge dergestalt zu formulieren...

    In diesem Sinne betrachte ich auch manche Offenbarungen von Franz Bardon, der in den 30er, 40er und 50er Jahren, gerade was die Vermittlung von Spiritualitaet angeht, sicherlich extrem groessere Sorge in sich getragen hat, auf welche Art und Weise er am besten die Dinge zeitigt, ohne andere Menschen in ihrer Auffasungsgabe zu verletzen...":

    Es ist schon richtig das es nicht darum geht Bardon`s Empfehlungen ohne Nachdenken und eigenes Beobachten umzusetzen, aber es kann auch nicht darum gehen seine Aussagen konsequent zu verdrehen, damit sie auch noch für den letzten sich einseitig entwickelnden Gutmenschen, Heiligen und spirizuellen Überflieger passend ist! Bardons Aussage ("Vegetarismus, sofern er nicht als Mittel zum Zwecke dient, wie z.B. gleichfalls der Entschlackung des Koerpers, ist fuer den geistigen Fortschritt und fuer die geistige Entwicklung nicht unbedingt notwendig...") leitet sich konsequent von seinen beschrieben Grundgesetzen ab und war nicht nur in den 30er, 40er und 50er Jahren richtig, sondern ist dies auch heute noch und wird so lange Gültigkeit haben so lange Menschen einen Magen haben.


    - Sprüche wie, daß bei ihm die Vorstellung von (wohlgemerkt nicht aus Massentierhaltung stammende - was ich ablehne) Tiere schlachten "als Schmerz im Solar-Zentrum empfunden" wird:

    auf das Übergewicht für welches Element in der Seele von Anzeraqs dies hindeutet überlasse ich seiner eigenen Introspektion, mit einer stichhaltigen Argumentation auf dem Boden der Grundgesetze der Hermetik hat dies nichts zu tun.


    - Erst zitiert er Bardon ("Die Idee, dass durch die Einnahme von Fleisch eines Tieres auch tierische Eigenschaften uebernommen werden, ist toericht und stammt von einer Geistesrichtung, die nicht die vollkommenen wahren Urgesetze kennt. Der Magier schenkt solchen Anschauungen keine Beachtung.") und dann diese Aussage: "Den Fleisch-Essern sei aber noch mal gesagt, ... dass sich, eben durch den Fleischkonsum ausgeloest, unzaehlige Krankheiten nicht nur im Tierreich, sondern vor allem auch bei den Menschen ausbreiten!", die nichts mit wissenschaftlichem Denken und schon gar nichts mit Hermetik zu tun hat, sondern einfach schwachsinnig ist (nur duch wiedernatürliche Tierhaltung, nicht Maß halten bei der Nahrungsaufnahme, einseitige Ernährung, und übertriebene Askese können Krankheiten entstehen!)


    - "Ob es moeglich ist, sich unter Einbeziehung von fleischlicher Nahrung magisch zu entwickeln oder nicht, muss jeder an sich selbst erforschen, was mitunter großen Zeitaufwand mit sich bringt.":

    Ich selber war 3 Jahre lang konsequenter Vegetarier. Was soll ich sagen? Dadurch das ich früher mir über Ernährung keine Gedanken gemacht habe, habe ich einst zu viel Fleisch gegessen. Als ich anfing mich vegetarisch zu ernähren ging es mir gesundheitlich viel besser - in der Anfangszeit - logisch dies war wie eine sinnvoll verordnete Diät. Als ich körperlich mehr als 12 St. am Tag schwer gearbeitet habe, hätte ich bei dieser Ernährung aber schnell schlapp gemacht, was nicht heißt, daß ich zu dem anderen Extrem (zu viel Fleisch) zurückgefallen wäre (seine Erfahrung kann man also nicht verallgemeinern, genau dies tut er aber).


    - "Gerade in Gebieten, in denen Franz Bardon aufgewachsen ist, wurde und wird auch heute noch in bevorzugtem Masse Fleisch gegessen.":

    Dies mag sein, aber auch wenn er in einem Gebiet aufgewachsen wäre wo die Leute Fleischrohköstler waren oder sich nur von Schokoladenklebkuchenherzchen ernähren, würde der WWA in Punkto Ernährung keine andere Aussage machen.


    - Genauso wie ("... FB, meiner Meinung nach, eigentlich Vegetarier war, der die Fleisch-Nahrung in sein Leben integrierte..."), so konnte ihm in dieser Hinsicht natürlich auch Jesus in nichts nachstehen (Hermetik nach Anzeraq ): nach dem Motto "was nicht sein kann, das nicht sein darf!".


    - "Franz Bardon schreibt ja auch, dass es notwendig ist, sich vegetarisch zu ernaehren, sobald man sich magischen Praktiken zuwendet.":

    Bardon Original: "Eine zeitweilige Enthaltsamkeit von Fleisch oder tierischen Speisen ist nur fuer ganz bestimmte magische Operationen, gleichsam als Vorbereitung, und dann nur fuer eine gewisse Zeitspanne vorgesehen."


    *Der Beitrag in dem er schrieb, daß Bardon sicher ein "gutmütiger Mensch" war (den ich auf die Schnelle nicht finde):

    Genau so wie Bardon unheimlich gutmütig war (was mir in Opava sein Jugendfreund bestätigte), genauso bereitete er den von ihm geschaffenen und lieb gewonnen Elementaren "gleichgültig, ja sogar kaltblütig,...mitleidlos" (WWA, Körperschulung VII.) ein Ende (und legt solches Verhalten seinen Schülern nahe).

    Genau so wahr wie es ist, daß sich ein Magier entsprechende Eigenschaften bis hin zu Alliebe aneignen sollte, so wahr ist es, daß bei der Evokation von so manchen Geister ein Schmusekurs nach dem Motto "schön brav bleiben, sei ein Guter und respektiere meinen Kreis! ... bitte, bitte, bitte!... mein Schwert habe ich natürlich nur zum Spaß dabei!" bei aller Güte nicht immer angebracht ist.

    Am "Frabato" findet sich eine Andeutung, daß in früheren Zeiten es Gesetz war, daß Menschen die die Mysterien nicht geheim hielten die Todesstrafe zu erwarten hatten. Auch Meister Arion, als Lehrer in so mancher früheren Inkarnation, hat dieses Gesetz mit aller Strenge durchgesetzt!...


    Ich könnte noch unzählige Beiträge von Anzeraq anführen die auf der selben Wellenlänge liegen und in denen Ansichten vertreten werden die mit Bardons Lehre, so wie ich sie verstehe, herzlich wenig zu tun haben. Dies wollte ich in der Antwort an Anzeraq zum Ausdruck bringen.


    m.f.G.




    SIMON MAGUS





  4. #4
    Imperator
    Gast

    Re: Hermetik - Fleischessen


    Hi Simon,


    irgendwo in den Veden wird von einem gewaltigen, guten Magier berichtet, der einen Fleicherladen betrieb.


    Ich esse situationsbedingt leider öfeters auch Fleisch, Einer meiner sehr hochgeschätzten Lehrer (ich lese nur seine Vorträge) ist echter Vegetarier. Er meint, durch eine qualvolle Tiermassenhaltung, Tiermassentransporte mit grauenhaften umständen etc. entsteht negatives Karma für die Menschheit und wirkt sich in Krankheiten, Seuchen etc. aus.


    Diese Ansicht hat etwas für sich, wenn man an ein Karma glaubt. Die Indianer

    sollen dagegen bei der Jagd dem getöteten Tier alles Gute gewunschen und sich beim Tiergeist bedankt haben.

    Andererseits ist es wiederum das Karma eines Suppenhuhns, im Suppentopf zu landen.




  5. #5
    Simon Magus
    Gast

    Re: Hermetik - Fleischessen


    Hi Imperator


    >irgendwo in den Veden wird von einem gewaltigen, guten Magier berichtet, der einen Fleicherladen betrieb.

    ***

    Wen wundert`s?


    >Ich esse situationsbedingt leider öfeters auch Fleisch, Einer meiner sehr hochgeschätzten Lehrer (ich lese nur seine Vorträge) ist echter Vegetarier. Er meint, durch eine qualvolle Tiermassenhaltung, Tiermassentransporte mit grauenhaften umständen etc. entsteht negatives Karma für die Menschheit und wirkt sich in Krankheiten, Seuchen etc. aus.

    ***

    Mein Standpunkt in vorrangegangenen Beiträgen war:

    - Die heutige Massentierhaltung usw. ist durch nichts zu rechtfertigen, es entsteht nicht nur für die jenigen die in solchen Betrieben arbeiten schlechtes Karma sondern auch für die Konsumenten solchen Fleisches. Wenn man sich ernsthaft mit Spiritualität beschäftigt kommt man um diese Frage (wie viele andere Punkte, in wie weit man sich mitschuldig macht in speziellen Dingen die diese selbstzerstörungswütige Gesellschaft mit sich bringt) nicht herum.

    Meine Konsequenz ist, ich schlachte selber Tiere (z.B. Hünchen), die Freunde von mir absolut artgerecht aufgezogen haben.


    >Diese Ansicht hat etwas für sich, wenn man an ein Karma glaubt. Die Indianer

    >sollen dagegen bei der Jagd dem getöteten Tier alles Gute gewunschen und sich beim Tiergeist bedankt haben.

    ***

    Das ist ganz meine Einstellung.


    >Andererseits ist es wiederum das Karma eines Suppenhuhns, im Suppentopf zu landen.

    ***

    So kann man es sagen.


    Also:

    Wenn jemand Vegetarrier ist -> kein Problem

    Wenn jemand kein Vegetarier ist -> (unter der genannten Einschränkung) auch kein Problem

    Mir ging es aber in dem Beitrag nicht speziell um das Thema "Fleischessen !/?", bei dem für mich schon alle Argumente ausgetauscht sind, sondern das fortgesetzte Muster bei mehreren Ancerqs Bereiträgen, vorzugeben auf der Grundlage der Grundgesetze der Hermetik zu argumentieren, tatsächlich aber Bardons Aussagen so lange zu verdrehen, bis sie mit der eigenen Sichtweise übereinstimmen.

    Ich habe nun weder mit Ancerq, noch seinen Aussagen ein Problem, hab nur mal meine Meinung dazu gesagt. Wobei mein Ansatz ist, mich immer mehr zu ändern bis ich in Übereinstimmung bin mit dem was Eingeweihte unter magischem Gleichgewicht verstehen.


    SIMON MAGUS



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