Hi Jom
"Überbetonung des Geistigen"- das klingt ja heiss!
Ich ahne, warum du auf meine letzte Antwort zum Mittelpunkt des Universums nicht mehr reagiert hast *ggg*
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Ich habe sinngemäß die Frage ins Forum gestellt "Was eure Meinung zu einer bestimmten These ist? Ich selber weiß nicht so recht wie ich die Aussage beurteilen soll." Deine Ansicht, daß die Frage nicht nur mit Ja/Nein abschließend beantwortet werden kann ist ein interessanter Ansatz, aber was soll ich dazu sagen? Ich muß erst mal darüber nachdenken und das kann dauern! ;-)
>Ohne mich in deine personenbezogenen Urteile einschalten zu wollen (Ist Anzeraq im mag. Gleichgewicht?
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Mag sein das du mich falsch verstanden hast, mag sein das ich mich unglücklich ausgedrückt habe.
Ich nehme die Grundaussagen im WWA:
(1. Ziel des Magiers ist das Einswerden mit Gott
2. Der Weg ist immer mehr die Vollkommenheit zu verwirklichen. Dies bedeutet
3.a) Grundgesetze der Hermetik aneignen und immer besser verstehen (3 Ebenen, 4 Elemente (->Zusammenhang von Feuer und el.Fluid/ Wasser und mag. Fluid), +Akasha-Prinzip, Analogie von Mikro- und Makrokosmos,... (ein wesentlicher Punkt ist auch die Unterscheidung von Qualität und Quantität, doch weist hierauf Bardon erst im Fragment "Das Goldene Buch der Weisheit" hin).
b) Anwendung der Grundgesetze bei der Selbsterkenntnis (nicht nur Seelenspiegel, den Bardon ausführlich(!) beschreibt, ist wichtig, sondern auch Analyse des Geistes und Körper!) und schrittweise Harmonisierung der Grundkräfte in Geist Körper und Seele, wobei allen drei Ebenen die gleiche Beachtung zu schenken ist.
4. Magie und Mystik gehen Hand in Hand -> Ausübung der individuelle Religion ...)
Ich denke in diesen Punkten können wir schnell auf einen Nenner kommen. Die große Frage ist nun, wie sind diese Aussagen zu interpretieren, wenn es darum geht sie bei seiner Entwicklung anzuwenden? Hier gehen die Ansichten von Anzeraq und mir des öfteren sehr weit auseinander.
Meine Aussage ist nun, daß ich von Bardons Werk ausgehe, von diesem Fundament her versuche meine Ansichten logisch zu begründen und Anzeraq`s Argumentation für mich in vielen Punkten einfach nicht nachvollziehbar ist (Und dies geht bei weitem nicht nur mir so.) In dem Beitrag von mir auf den du dich beziehst wollte ich nun meine Kritik Themen übergreifend einmal auf den Punkt bringen. Natürlich ist es naheliegend, daß jemand der (unter anderem) Beiträge schreibt die man unter dem Motto zusammenfassen kann: "Wie vermeide ich es das magische Gleichgewicht zu verwirklichen?", nicht auf dem besten Weg ist das magische Gleichgewicht zu verwirklichen (geschweige den es verwirklicht zu haben), doch geht es mir nicht um "personenbezogenen Urteile" !!!
Mir ging es um eine Grundsatzdiskusion was seine Aussagen anbelangt. Daran hat er offensichtlich kein Interesse, was sein gutes Recht ist! Im besten Fall wäre für mich dabei herausgekommen, daß ich einige meiner Ansichten revidieren müßte, oder wenigstens hätte ich verstanden ob er glaubt, daß seine Aussagen mit Bardons Lehre vereinbar sind, oder er sich des Widerspruchs bewußt ist.
>war Bardon "vollkommen"? usw.)-
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Mir ging es mehr um das Verständnis der Idee was Bardon unter "Vollkommenheit" versteht.
>mir scheint, du vermengst Geist und Geist; Luft und Akasha!
Nichts ist fataler!
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Meine Aussage: "...das geistige überzubetonen und das materielle gering zu schätzen, dem Luftigen mehr Beachtung zu schenken als dem Erdigen, Eigenschaften die dem magnetischen Prinzip entsprechen über die des elektrischen..."
1. bezieht sich auf: KÖRPER-SEELE-GEIST
2. auf: Feuer-Wasser-Luft-Erde=Akasha (in Seele)
3. elektrischen / magnetischen Prinzip (allgemein)
"Geist" verwendete ich in diesem Zusammenhang im Sinne der drei Ebenen (wohlgemerkt geht es hier nicht um den Menschen Anzeraq - den ich nicht kenne und nicht beurteilen kann - sondern um viele seine Aussagen hier im Forum -> konkrete Zitate folgen).
Ich nannte z.B. deinen Ansatz deshalb "scholastisch":
weil die Scholastik einen sehr kunstvoll präzisen Geist (Luft) zeigte,
der jedoch -obwohl ihr Thema ja gerade dies war!- nicht mehr vom lebendigen, heiligen Geist (Akasha) durchwirkt war.
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Deine Kritik an der Scholastik ist begründet.
Wenn du glaubst dies trifft auch auf mich zu, was soll ich dazu sagen? Ich werde betimmt nicht meinen Seelenspiegel vor dir ausbreiten - der mir auch in dieser Hinsicht zeigt, daß ich alles andere als Volkommen bin - meine Frage ist: habe ich so weit, wie es für mich von praktischem Belang ist, Bardon richtig verstanden? Stimmt die Richtung die ich eingeschlagen habe?
>Damit will ich nicht sagen, deine Postings seien leblos oder gar geistlos!
Jedoch bemerke ich bei dir eine starke Neigung zum Rubrizieren und Schablonisieren, zum Verfestigen.
Gewöhnlich sind dies denn auch die Passagen, in denen du dir besonders sicher scheinst.
Was jedoch ist es denn, das du dort verfestigst, sortierst und zuordnest?
Das ist der Geist, und zwar der ursprüngliche, aus sich selbst heraus schöpferische Geist.
Das, was du quasi einzufangen versuchst, das eben ist das Leben, aKasha.
Gerade durch das Einfangen-Wollen, Rubrizieren usw. verjagst du es... oder tötest es gar.
Unter den Ur-Christen galt die Empfehlung: "Dämpfet den Geist nicht!"
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Ich kenne mich natürlich besser als du mich, aber aus anderer Perspektive nimmst du vielleicht Dinge wahr die mir entgehen. Vielleicht ist es für dich von Interesse, daß ich solche Aussagen nicht als Angriff auffasse, sondern als wilkommene Hilfestellung bei der Selbsterkenntnis.
R. Steiner empfahl auf dieses Dilemma:
Charakterisieren, nicht definieren.
>Wer definieren will, will unterjochen. Er träumt von seinem eigenen, geschlossenen System.
Wer hingegen charakterisieren möchte,
versucht zu verstehen, nachzuvollziehen, sich hineinzuversetzen.
Und er weiß, dass dieses sein System ein notwendig offenes System ist.
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Ich bin mir wohl der Begrenztheit aller Begriffe und somit auch von Definitionen
bewußt, doch würde ich ihre Bedeutung nicht als gering erachten und würde "definieren" nicht unbedingt "unterjochen" gleichsetzen.
>Der Geist weht wo er will...
Um diesen Geist geht es mir.
Dieser ursprüngliche, aus sich selbst heraus schöpferische Geist ist das Alles-in-Einem; Eins-in-Allem.
Dieser ist es, den z.B. Jesus meint, wenn er rät, zuerst nach dem "Reich Gottes" zu trachten.
Dieser Ausdruck wurde zweifellos unzählige Male mißverstanden und aufs Unsäglichste verbrämt.
Dennoch ist die Argumentation dieses Mannes von einzigartiger Klarheit und Stringenz.
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!
Alles Existierende sowie auch alles, das existieren könnte, wurzelt in dem Einen, Akasha, dem Reich Gottes.
Es ist insofern der logischste und eleganteste Weg, in allen Fragen oder Bedürfnissen auf diesen absoluten Bezugspunkt zurückzugehen und dann von dort aus in die jeweilige Richtung zu verzweigen,die durch die Frage oder das Bedürfnis vorgegeben ist.
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!!
Hingegen ist es allein schon unter methodischem Gesichtspunkt ein Umweg,
diesen Ausgangsspunkt (Akasha) auszulassen und unmittelbar innerhalb des Geschaffenen (Luft, Feuer, Wasser, Erde) und in dessen Vielfalt zu suchen.
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Den "Ausgangspunkt" auch im "Geschaffenen" zu suchen führt nicht zwangsläufig zum auslassen des Ausgangspunktes (Akasha).
"Rein irdisch" im Erdelement wirken zu wollen, ist nicht der Weg des Menschen,
des das Ebenbild Gottes ist.
Einer der Kardinalfehler unserer heutigen Zeit!
Mehr noch verbietet sich jeder Pakt mit "Unterfürsten" jeder Art.
Es ist zwar richtig, das auch das Geschaffene seinerseits ein gewisses Quantum an schöpferischer Kraft aufweist.
Jedoch ist diese Kraft nur Spiegelung, Abglanz.
Sich dem Abglanz unterzuordnen ist töricht;
wenn gleichzeitig das Licht Selbst zur Verfügung steht.
Alle vier Elemente sind Schöpfungen des Akasha.
Akasha aber ist ungeschaffener Geist; primärer Geist.
Es ist wichtig, dies nicht nur dahersagen
oder darüber Erörterungen durchführen zu können,
sondern es in allen Ebenen zu verstehen.
Jedes unserer Chakren muss es verstanden haben.
Jedes unserer Energiezentren ist eine ganz spezifische Manifestation von Akasha.
Der Weg durch den Weisheitskanal (Wirbelsäulenmark) entspricht der biblischen Jakobsleiter und übrigens auch (in Form des Kleinen Himmelskreislauf) dem Tierkreis.
Alle diese Qualitäten sind bereits Geschaffenes, Speziaisierungen (und damit Reduzierungen) des höchsten Akasha.
Eine "Überbetonung" dieses Geistigen kann es gar nicht geben.
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!!! (Ich hoffe du siehst, daß dies nicht im Widerspruch zu meiner Aussage steht.)
Vielen Postings von Anzeraq entnehme ich, dass es ihm sehr wohl um dieses Geistige geht, nicht um das Lufthafte.
Eine Überbetonung des Lufthaften entspräche einer Überbetonung des "abgeleiteten" Geistigen, also jenes Geistes, der bereits Erschaffenes, Gemachtes ist.
Etwa, wenn jemand im Geiste große Pläne schmiedet und sie nie umsetzt.
Oder wenn jemand sich in Begrifflichkeiten, Theorien und Rubrizierungen ergeht,
ohne in seinem realen Leben reale Frucht zu bringen usw.
Oder wenn man wie wild in Foren wie diesem diskutiert, aber außerhalb davon nichts von anäherend gleichem Niveau auf die Reihe bekommt *g* (geht jetzt gegen niemand von den verehrten anwesenden Mitlesern, sondern nur gegen die nervigen "Schwebies", über die wir glücklicherweise längst erhaben sind).
Dagegen ist es ganz gewiß KEINE "Überbetonung des Geistigen", wenn jemand tatsächlich aus dem Akasha Nahrung zum körperlichen Erhalt bezieht oder jenes hormonelle Gleichgewicht genießt, das Nektar schenkt.
***
Muß jetzt leider Schluß machen ohne ausführlich zu antworten.
Prinzipiell bin ich mit dir einer Meinung.
Das du Anzeraq`s Aussagen, auf die ich mich beziehe mit deiner Ansicht vereinbar findest, ist erstaunlich.
(Fortsetzung folgt)
SIMON MAGUS



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