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Thema: Der Weg zur Macht - der Pfad des Vajrayana

  1. #1
    Imperator
    Gast

    Der Weg zur Macht - der Pfad des Vajrayana


    John Blofeld "Der Weg zur Macht" Ullstein-Verlag ISBN 3-548-34056-3


    "Der Pfad des Vajrayana ist der Pfad der MACHT,der zur Beherrschung von Gut und Böse führt.


    Die erste Forderung ist unbeugsamer Entschluss,die zweite ein qualifizierter Lehrer.

    Hindernisse werden in Werkzeuge verwandelt, die die benötigte ungeheure Treibkraft beschaffen können. Die Handhabung der Kräfte des Guten und des Bösen

    führt zur Macht; Weisheit und Erbarmen sind die Mittel.


    Bei den Meistern des Vajrayana wird die grundlegende Identität und das Ineinanderwirken aller Dinge des Universums als selbstverständlich angenommen. Die gedanklich erschaffenen Wesen können dazu benutzt werden, alle Hindernisse gegen den Fortschritt eines Schülers zu überwinden."


    Hier sehe ich eine Ergänzung bzw. Parallele zu dem Lehrsystem von Franz Bardon, der ebenfalls die Beherrschung von Gut und Böse als eines der Ziele

    eines Magieschülers definiert. Nur der Pfad des Vajrayana ist bei weitem weitaus schwieriger.



  2. #2
    Thomas
    Gast

    Re: Der Weg zur Macht - der Pfad des Vajrayana


    wer nach macht strebt, wird machlosigkeit ernten...


    Vajrayana

    aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

    Das Vajrayâna (skt.: »Diamantfahrzeug«; tibet. rDo-rje t’eg-pa) ist eine Form des tantrischen (esoterischen) Buddhismus (vgl. Tantrayâna). Dieser wird in seiner tibetischen Form auch Lamaismus genannt, da in dieser Variante des Buddhismus der Lama (Lehrer) von zentraler Bedeutung ist.


    Das Vajrayâna wird – neben dem Hînayâna (oder Theravâda) und dem Mahâyâna – gewöhnlich als die dritte große Hauptrichtung des Buddhismus bezeichnet. Trotz spezifischer Eigenheiten ist das Vajrayâna dem Mahâyâna zuzuordnen und kann von diesem nicht losgelöst betrachtet werden.


    Philosophische Grundlagen

    Das Vajrayâna stützt sich auf die gleichen philosophischen Grundlagen wie das Mahâyâna. Nach allgemeiner Ansicht werden im so genannten Tibetischen Buddhismus yanas (wörtlich: Fahrzeuge) anhand der Ziele oder der Methoden unterschieden. Das heißt zwischen dem allgemeinen Mahâyâna und dem Vajrayâna liegt der Unterschied nicht im Ziel, der Buddhaschaft, sondern in der Art und Weise, wie dieses erreicht wird. Es ist nicht wesentlich, ob jemand als Mönch (oder Nonne) ordiniert ist, sondern ob er/sie in der Lage ist, seine gewöhnlichen Emotionen und Erscheinungen in ursprüngliche Weisheit umzuwandeln. Deshalb wird es als Weg oder Methode der Umwandlung beschrieben, während das Sutra-System des Mahâyâna als Entsagung beschrieben wird. Im Vajrayâna werden drei Besonderheiten beschrieben: die drei Wurzeln: Der Lama, die Wurzel der spirituellen Übertragung, die Yidam-Gottheiten, die Wurzel der Verwirklichungen und die Dakinis und Dharmaschützer, die Wurzel der Heilsaktivität. Es wird immer wieder in den entsprechenden Schriften betont, das eine solide Grundlage unabdingbar ist. Ohne ein echtes Verständnis von Mitgefühl und der rechten Ansicht ist es nicht möglich, diese Methoden anzuwenden.


    In der Praxis spielen Meditation, Kult und Ritual eine große Rolle, dergleichen eine alle Sphären durchwaltende Vielheit transzendenter Wesen (Bodhisattvas, Götter, Gottheiten, Geister und Dämonen), zu denen der Mensch in direkter Beziehung steht. Wobei Götter oder Gottheiten im Vajrayâna nicht im eigentlichen Sinn des Wortes als Schöpfergott/-götter oder unabhängige Wesenheiten missverstanden werden sollten. Es handelt sich hierbei vielmehr um Meditationsgottheiten oder Visualisationsformen, sog. Yidam-Gottheiten mit deren Hilfe der Praktizierende die erleuchtete Natur seines eigenen Geistes erkennen kann. Auch Geister und Dämonen existieren letztlich nicht als vom Geist des Praktizierenden unabhängige Wesenheiten.


    Verbreitung

    Die Lehre ist hauptsächlich im tibeto-mongolischen Raum verbreitet (aus Indien wurden sie weitestgehend vertrieben, sind jedoch in den hinduistischen Advaita-Vedanta-Lehren erhalten geblieben bzw. haben sich damit vermischt), doch sind tantrische Einflüsse auch in China und [[Japan] spürbar (Chen-yen, Mi-tsung, Shingon), die dennoch aber vom eigentlichen Vajrayâna gesondert erscheinen.


    Lehrer-Schüler Prinzip

    Aufgrund der zentralen Bedeutung, die den Lehrmeistern (skt. Guru, tibet. Lama) im System des Vajrayâna zukommt, wird dieses auch Lamaismus genannt. Die wesentliche Rolle, die ein richtig verstandenes und angemessenes Anvertrauen an den geistigen Lehrer im Vajrayâna spielt, sollte jedoch nicht mit einem 'Sekten-Guru' verwechselt werden, der seine Schüler abhängig halten will. Im Vajrayâna steht die Selbständigkeit des Schülers stark im Vordergrund.


    In den Schulen des Vajrayâna hat es neben den Mönchsorden (ordinierte Sangha) auch immer Laienpraktizierer (Yogis) gegeben. Daher gibt es neben vielen Gelehrten Meistern die aus den Mönchsschulen hervorgegangen sind auch eine große Zahl bedeutender Meister und Siddhas (Verwirklicher/Wundertäter), die den Pfad des Yogis verwirklicht haben. Ursprünglich wurden viele der Vajrayâna-Praktiken in Indien und angrenzenden Ländern von Yogis weitergegeben.


    Im Vajrayâna ist und war es weitgehend anerkannt, dass Frauen ebenso wie Männer Erleuchtung erlangen können. Die vier großen Schulen des tibetischen Buddhismus stehen heutzutage Frauen in gleichem Umfang offen wie Männern. Große verwirklichte Meisterinnen, deren Leben für viele Vajrayâna-Praktizierende beispielhaft sind, waren u.a. Prinzessin Mandarava, Khandro Yeshe Tsogyal, beide Gefährtinnen von Guru Rinpoche, dem Begründer der Nyingma-Schule. Weiterhin Niguma, die Schwester von Naropa, eine Meisterin der Kagyü-Schule und Machig Labdrön, die durch die Einführung der Chöd-Lehren in Tibet berühmt wurde.


    Schulen und Richtungen

    Das tibetische Vajrayâna gliedert sich in verschiedene Schulen und Übertragungslinien, von denen die Nyingma-, die Kagyü-, die Sakya- und die Gelug-Schule die wichtigsten sind. Auch wenn äußerlich betrachtet eine Aufteilung der tibetischen Form des Buddhismus in verschiedene Schulen entstanden ist und auf die Besonderheit der jeweiligen Schulen von ihren Anhängern immer wieder großen Wert gelegt wird, hat doch ein intensiver Austausch von Lehren und Praktiken zwischen diesen Schulen stattgefunden. Man kann daher wohl sagen, dass trotz aller Unterschiedlichkeit im Entstehen, die Gemeinsamkeiten untereinander überwiegen.


    Nyingma

    Die Nyingma-Tradition ist die älteste der vier großen Schulen des tibetischen Buddhismus. Diese Tradition ist aus der ersten Übersetzungsphase buddhistischer Schriften, aus dem Sanskrit, ins Tibetische im 8. Jahrhundert entstanden. Der tibetische König Trisong Detsen lud im Jahr 817 die indischen Meister Padmasambhava (Guru Rinpoche) und Shantarakshita (tibetisch Shiwatso) nach Tibet ein, um dort den Buddhismus zu lehren. Guru Rinpoche betonte vor allem die tantrischen (esoterischen) Aspekte des Buddhismus, weshalb sich der Vajrayâna-Buddhismus maßgeblich in Tibet durchsetzte. Guru Rinpoche und Shantarakshita gründeten das erste buddhistische Kloster Samye-Ling, welches sich zum wichtigsten Lehrzentrum der damaligen Zeit entwickelte. Aufgrund ihrer frühen Entstehung wird diese Tradition auch als die Schule der "Alten Übersetzungen" bezeichnet. Vom 8. bis zum 11. Jahrhundert war die Nyingma-Tradition die einzige buddhistische Schule in Tibet. Aufgrund der Verfolgung der Buddhisten durch den tibetischen König Langdarma verbarg Guru Rinpoche und seine engsten Schüler viele tantrische Lehren, die in den folgenden Jahrhunderten als sog. Verborgene Schätze (Terma) wiederentdeckt wurden.


    Kadampa

    Die (frühere) Kadampa-Schule ist eine Vorläufertradition der drei neueren Hauptschulen des tibetischen Buddhismus (Vajrayana), die aus der zweiten Übersetzungsphase tantrischer Lehren, von Indien nach Tibet, hervorgegangen sind. Diese drei Haupttraditionen der "Neuen Übersetzungen" (Sarma), ab dem 11.Jahrhundert, sind die Kagyü-, Sakya- und die Gelug-Schule. Die Kadampa-Schule verdankt ihre Existenz dem indischen Pandita Atisha (982-1054), einem weit bekannten Gelehrten der buddhistischen Universität von Vikramasila, der im Jahr 1042 nach Tibet reiste. Er betonte die Bedeutung der Vinaya-Regeln und gründete seine Belehrungen in Tibet daher auf den Sutra-Lehren, die auf der zweiten Lehrperiode Buddha Shakyamunis beruhen. Die Kadampa-Tradition wurde durch Atisha's Schüler und nachfolgende Lehrer, an alle buddhistischen Traditionen in Tibet übermittelt. Die frühere Kadampa-Schule ist als eigenständige Schule nicht erhalten geblieben. Sie ist im 14. Jahrhundert in die Gelug-Schule (auch Neuere Kadampa genannt) aufgegangen.


    Kagyü

    Die Kagyü-Schulen des tibetischen Buddhismus (Vajrayana) gehen auf Marpa dem Übersetzter (1012-1097) zurück, der die Mahamudra (Grosses Siegel) Übertragungslinie von Tilopa und Naropa weiterführte. Außerdem studierte Marpa bei den großen indischen Meistern Jnanagarbha, Maitripa und Kukuripa. Er traf während seiner dritten Reise nach Indien Atisha und studierte bei ihm die Lehren der früheren Kadampa-Schule. Von seinen Reisen nach Indien brachte er viele buddhistische Schriften mit und übersetzte diese ins tibetische. Marpas Hauptschüler war der in Tibet wegen seiner entbehrungsreichen Lehrzeit und seinen spirituellen Gesängen weithin bekannte Yogi Milarepa (1042-1123). Milarepa wurde erst nach einer langen Phase äußerst harter Prüfungen in die tantrische Praxis eingeführt. Milarepas wichtigste Schüler waren Rechungpa, und der Mönch Gampopa aus Dagpo. Gampopa wurde wegen seiner Gelehrsamkeit berühmt. Er begründete die für die Kagyü-Schulen typische Form der Belehrung, indem er die klösterliche Tradition der früheren Kadmapa und die Yogi-Tradition der indischen Meister miteinander verschmelzen lies.


    Chöd

    Die Chöd-Praxis ("Abschneiden") wie sie in Tibet verbreitet war, ist eng mit der Meisterin Machig Labdrön (1055-1149) verbunden. Die Lehre stammt aus der ZHi.byed-Tradition und wurde von dem indischen Mahasiddha (Verwirklichter/Wundertäter) Padampa Sangye im Jahre 1092 nach Tibet gebracht. Machig-Labdrön die mit der Chöd-Praxis höchste Verwirklichung erlangt hat, ist wegen ihrer besonderen Lebensgeschichte und der Verbreitung der Chöd-Lehren in Tibet berühmt geworden. Chöd-Rituale zielen auf das Abschneiden der Ego-Anhaftung, die als Wurzel weltlichen Leidens gilt und basieren auf den Lehren zu Prajnaparamita (höchster transzendenter Weisheit). Die Einführung in diese Lehre durch einen Verwirklichten Meister/in ist wie bei jeder tantrischen Praxis unabdingbare Voraussetzung für ihren Erfolg. 1097 gründete Padampa Sangye das Kloster Dingri von dem die Tradition in Tibet ausging. Sie ist aber als eigenständige Schule nicht erhalten geblieben. Die von Padampa Sangye ausgehende Überlieferung dieser Lehre ist aber in allen Schulen des tibetischen Buddhismus bis heute erhalten geblieben.


    Sakya

    Sakya ist der Name eines von Khön Könchog Gyalpo (1034-1102) begründeten Klosters der Rotmützen-Schule des tibetischen Buddhismus mit Hauptsitz nahe Shigatse (Südtibet). Die tantrischen Lehren der Sakyapa wurden von Bari Lotsawa im elften Jahrhundert aus dem Sanskrit übersetzt. Er reiste nach Indien und brachte verschiedene tantrische Lehren nach Tibet. Die Sakya-Tradition wurde daraufhin von den "fünf ehrwürdigen höchsten Meistern" gegründet. Zu diesen zählen Kunga Nyingpo, Sonam Tsemo und Dragpa Gyaltsen, der 1. Sakya Pandit Kunga Gyaltsen und Dromtön Chögyal Pagpa Lodro Gyaltsen. Diese fünf höchsten Meister gründeten ihre Lehren auf denen des großen indischen Pandit (Gelehrter) Mahasiddha(Verwirklichter/Wundertäter) Virupa. Sie übernahmen auch die Mahamudra (Grosses Siegel)-Belehrungen Naropas und Lehren vieler anderer großer Mahasiddas. Die Sakya-Linie hat darüber hinaus Lehren der älteren Kadampa-Schule übernommen. Gegen 1264 erhielt der Sakya-Meister Phagspa vom mongolischen Yüan-Kaiser Kublai Khan (der die Mongolei, China und Tibet beherrschte) die Lehnsherrschaft über Tibet, die sie bis 1354 ausübten. Im Zuge der Reformation des Tsongkhapa mußten sie ihre Machtstellung an die Gelug abtreten. Das derzeitige Oberhaupt der Sakya-Tradition ist Sakya-Trizin (1945-).


    Gelug

    Die Gelug werden auch als die "Schule der Tugendhaften" bezeichnet und wurde von Tsongkhapa (1357-1419) gegründet. Er vertrat die Ideale der früheren Kadampa-Schule und strich die Bedeutung der Vinayaregeln heraus. Deshalb legen die Gelug auf Mönchsdisziplin und Zölibat großen Wert. Der Kern der Übertragungen der Gelug liegt in den Lehren der Kadampa-Schule, insbesondere in den Mahâyâna-Lehren Atishas, die Tsongkhapa von Lehrern der Sakya-, Kagyü- und Nyingma-Schule übermittelt erhielt. Tsongkhapa fasste die Mahâyâna-Lehren in seinem Werk "Lam-rin chen-mo" (Große Darlegung des Stufenwegs) zusammen. Der "Lamrim-Stufenweg zur Erleuchtung" ist bis auf den heutigen Tag die Grundlage des von den Gelug gelehrten Erleuchtungsweges. Auch die Lehren des Kalachakra (Das Rad der Zeit)-Tantra sind in der Gelug-Schule von großer Bedeutung. Durch die Jahrhunderte wurden aber auch verschiedene tantrische Lehren aus den anderen Hauptschulen übernommen. Religiöse Autorität und politische Macht waren in der Gelug-Schule schon früh miteinander verbunden. Ob die Vereinigung von "Staat und Kirche" innerhalb des Gelug-Ordens immer zum Wohl des tibetischen Volkes (und der anderen Schulen) ausgeübt wurde, wird von den Anhängern der verschiedenen Schulen unterschiedlich bewertet. Machtpolitische Verwerfungen spielen aber, im Vergleich mit den aus Europa historisch bekannten Exzessen, eine wohl untergeordnete Rolle. Das Oberhaupt des Gelug-Ordens ist der Dalai Lama.


    Die Rime-Bewegung

    Im 19. Jahrhundert entstand unter dem ursprünglich aus der Sakya-Linie stammenden Meister Jamyang Khyentse Wangpo und anderen die so genannte "Rime-Bewegung", die gruppenübergreifende Lehren aus allen Gegenden Tibets und von Meistern aller Traditionen sammelte. Ziel war es, die in Tibet verbreitete "Konkurrenz" (Sektierertum) der Schulen zu überwinden. Diese Lehren wurden in größeren Sammlungen zusammengefasst. Die wichtigsten Sammlungen der Rime-Bewegung sind "Fünf Große Schätze" (Jamgön Kongtrul Lodrö Thayes) und "Schatz der wiederentdeckten Lehren" (Rinchen Terdzös).


    Bön

    Im Kontext des tibetischen Buddhismus findet sich mit der Tradition des Bön eine weitere Tradition, die dem Vajrayâna, nahesteht. Sie haben in ihren Praktiken und Lehren Gemeinsamkeiten mit der Nyingma-Schule. Die Bön beziehen sich in den Ursprüngen ihrer Überlieferung aber nicht auf den historischen Buddha Shakyamuni. Sie haben sich teilweise aus dem vorbuddhistischen Bön-Glauben entwickelt. Es wird auch der Meister Tönpa Shenrab Miwoche als Gründer der Tradition genannt.


    Literatur

    deutsch

    Chagdud Tulku, Tore in die Freiheit-Der buddhistische Weg zum Glück, Theseus Verlag, Berlin 2000 ISBN 3-89620-154-9

    Dilgo Khyentse, Das Herzjuwel der Erleuchteten, Theseus Verlag, Berlin 1996, ISBN 3-98620-102-6

    Dilgo Khyentse, Erleuchtete Weisheit-Die Einhundert Ratschläge des Padampa Sangye, Theseus Verlag, Berlin 2003, ISBN 3-89620-214-6

    Guru Padmasambhava, Die Geheimlehre Tibets, Kösel Verlag, München 1998 ISBN 3-466-20439-9

    Karin Brucker/Christian Sohns, Tibetischer Buddhismus - Handbuch für Praktizierende im Westen, O.W.Barth Verlag, Bern 2003

    Namkhai Norbu, Dzogchen der Weg des Lichts-Die Lehren von Sutra, Tantra und Ati-Yoga, Diederichs 1998, ISBN 3-424-01462-1

    Padmasambhava, Die Legende vom großen Stupa, Dharma Publishing Deutschland, Münster 1993, ISBN 3-928758-04-7

    Patrul Rinpche, Die Worte meines vollendeten Lehrers, Arbor Verlag, Freiamt 2001 ISBN 3-924195-72-2

    Tsültrim Allione, Tibets weise Frauen - Zeugnisse weiblichen Erwachens, Theseus Verlag, Berlin 2001, ISBN 3-89620-162-X

    Yeshe Tsogyal, Der Lotosgeborene im Land des Schnees-Wie Padmasambhava den Buddhismus nach Tibet brachte, Fischer Taschenbuch, Frankfurt am Main 1996 ISBN 3-596-12975-3


    englisch

    Jamyang Khyentse Rinpoche, The Opening of the Dharma, Library of Tibetan Works and Archives, Dharamsala 1974

    Keith Dowman, Skydancer - The Secret Life and Songs of the Lady Yeshe Tsogyal, Snow Lion Publ., Ithaca-New York 1996, ISBN 1-55939-05-4

    Longchen Rabjam, The Practice of Dzogchen, Snow Lion Publications, Ithaca-New York 1996, ISBN 1-55939-054-9

    Ngawang Zangpo, Guru Rinpoché - His Life and Times, Snow Lion Publications, Ithaca-New York 2002, ISBN 1-55939-174-X



  3. #3
    Imperator
    Gast

    Re: Wissen, Erkentnis, Weisheit und Macht


    Zitat von Thomas : "wer nach Macht strebt, wird machlosigkeit ernten.!..


    Huhuhu.......Nun - dies klingt für mich genau so wie "Wer nach Gesundheit strebt, wird Krankheit ernten" oder wie "Strebet zuerst nach dem Reiche Gotte, dann wird Euch die Hölle zufallen"


    In allen christlichen, islamischen und buddhistischen Schriften wird das Prinzip von Ursache und Wirkung anerkannt. Also dass beständiges Bemühen (Streben) Gutes zu tun, auch dementsprechende Auswirkungen (Folgen, Karma)- nach sich zieht , den Aufenthalt im Himmel, oder im Paradies oder im glückselige NIrwana.


    Nochmals : der echte Vajrayana ist ein Pfad zur Macht, der zur Beherrschung von Gut und Böse führt

    Durch die Entwicklung der persönlichen Macht ist der Vajrayana eine Methode, um innere und äussere Gegenbenheiten in geistige Hilfen umzuwandeln.

    Das Ziel ist Erkenntnis und Weisheit usw. und der Samadhi - ganz ähnlich dem magisch-mystischen Weg nach Franz Bardon.


    Lieber Thomas : Möglicherweise stammt Dein Spruch aus einem Esoterikbuch - und weil jetzt aus dem Zusammenhang gerissen - ist diese Deine kurze Ausage im krassen Widerspruch zu allen Naturgesetzen und im Widerspruch zu allen magischen Gesetzen.

    Würde nur jedermann nach Macht über das Böse und nach MACHT über seine negativen Charaktereigenschaften streben, so hätten wir bereits das Paradies auf Erden.....smile


    Grüsse - Imperator

  4. #4
    Thomas
    Gast

    Re: Wissen, Erkentnis, Weisheit und Macht


    lieber imperator,


    als verfechter des vajrajana sollte dir doch einer der ersten grundregeln bekannt sein: das loslassen von anhaftungen.


    woher kommt macht? nimmt man sie sich, oder wird sie einem gegeben?

    wer gibt und wer nimmt?


    "ich will gesund sein!" "ich will ins reich gottes!", "ich will macht!"


    diese egobehafteten leidsätze erzeugen in gewissem sinne tatsächlich das von dir propagierte, da sie eine anhaftung erzeugen; suggerieren, dass ein seinszustand erst zu erreichen ist und noch nicht vorhanden ist.


    auch scheinst du zu vergessen, dass die grundsätze des buddhismus nicht in der entwicklung für sich selbst liegen, sondern im dienen für den anderen.


    so wird der wunsch nach macht um ihrer selbst willen eine andere resonanz, also ursache und wirkung erzeugen, als der wunsch anderen dienen zu dürfen.


    denn es ist auch die macht, die die menschen korrumpiert hat.


    gruss,

    thomas


    >Zitat von Thomas : "wer nach Macht strebt, wird machlosigkeit ernten.!..

    >Huhuhu.......Nun - dies klingt für mich genau so wie "Wer nach Gesundheit strebt, wird Krankheit ernten" oder wie "Strebet zuerst nach dem Reiche Gotte, dann wird Euch die Hölle zufallen"

    >In allen christlichen, islamischen und buddhistischen Schriften wird das Prinzip von Ursache und Wirkung anerkannt. Also dass beständiges Bemühen (Streben) Gutes zu tun, auch dementsprechende Auswirkungen (Folgen, Karma)- nach sich zieht , den Aufenthalt im Himmel, oder im Paradies oder im glückselige NIrwana.

    >Nochmals : der echte Vajrayana ist ein Pfad zur Macht, der zur Beherrschung von Gut und Böse führt

    >Durch die Entwicklung der persönlichen Macht ist der Vajrayana eine Methode, um innere und äussere Gegenbenheiten in geistige Hilfen umzuwandeln.

    >Das Ziel ist Erkenntnis und Weisheit usw. und der Samadhi - ganz ähnlich dem magisch-mystischen Weg nach Franz Bardon.

    >Lieber Thomas : Möglicherweise stammt Dein Spruch aus einem Esoterikbuch - und weil jetzt aus dem Zusammenhang gerissen - ist diese Deine kurze Ausage im krassen Widerspruch zu allen Naturgesetzen und im Widerspruch zu allen magischen Gesetzen.

    >Würde nur jedermann nach Macht über das Böse und nach MACHT über seine negativen Charaktereigenschaften streben, so hätten wir bereits das Paradies auf Erden.....smile

    >Grüsse - Imperator



  5. #5
    Imperator
    Gast

    Re: Weisheit und Macht


    Thomas schreibt : >lieber imperator, ???als verfechter des vajrajana?????


    Lieber Thomas, ich halte mich doch lieber an Franz Bardon, an meinen Lehrer und an den von mir zitierten John Blofeld und nicht an Deine Auslegungen. MACHT ist ein Attribut der Gottheit und die Geringschätzung der Macht ist für mich eine völlig bedeutungslose Blasphemie. Vielleicht auch weil ich den kabbalistsichen Sephirotbaum neben meinem Schreibtisch hängen habe ?


    Grüsse - Imperator

    ---------------------------------------------------------------------

    Ein Magier braucht eine unbeugsame Absicht und einen makellosen Willen.









  6. #6
    Thomas
    Gast

    Re: Weisheit und Macht


    >Thomas schreibt : >lieber imperator, ???als verfechter des vajrajana?????

    >Lieber Thomas, ich halte mich doch lieber an Franz Bardon, an meinen Lehrer und an den von mir zitierten John Blofeld und nicht an Deine Auslegungen. MACHT ist ein Attribut der Gottheit und die Geringschätzung der Macht ist für mich eine völlig bedeutungslose Blasphemie.


    ich habe nie gesagt, man sollte macht nicht geringschätzen. nur, dass man nicht nach ihr streben sollte.


    erste grundregel des buddhismus ist die aufgabe des strebens. selbst bardon sagt, dass die inneren tore nur durch "nichts tun" (also aktive passivität) geöffnet werden können.

    jedes streben erzeugt nur wieder eine neue anhaftung, ein neues ausdehnen des geistes, welches kontraproduktiv zur findung des inneren geistes ist.

    desweiteren besteht immer die gefahr, dass der angestrebte zustand nicht erfüllt wird und so neues leid erzeugt wird.



    Vielleicht auch weil ich den kabbalistsichen Sephirotbaum neben meinem Schreibtisch hängen habe ?


    wow! na, wenn das so ist! respekt! *g*


    >Grüsse - Imperator

    >---------------------------------------------------------------------

    >Ein Magier braucht eine unbeugsame Absicht und einen makellosen Willen.



  7. #7
    Ramun
    Gast

    Re: Weisheit und Macht


    >>Thomas schreibt : >lieber imperator, ???als verfechter des vajrajana?????

    >>Lieber Thomas, ich halte mich doch lieber an Franz Bardon, an meinen Lehrer und an den von mir zitierten John Blofeld und nicht an Deine Auslegungen. MACHT ist ein Attribut der Gottheit und die Geringschätzung der Macht ist für mich eine völlig bedeutungslose Blasphemie.

    >ich habe nie gesagt, man sollte macht nicht geringschätzen. nur, dass man nicht nach ihr streben sollte.

    >erste grundregel des buddhismus ist die aufgabe des strebens. selbst bardon sagt, dass die inneren tore nur durch "nichts tun" (also aktive passivität) geöffnet werden können.

    >jedes streben erzeugt nur wieder eine neue anhaftung, ein neues ausdehnen des geistes, welches kontraproduktiv zur findung des inneren geistes ist.

    >desweiteren besteht immer die gefahr, dass der angestrebte zustand nicht erfüllt wird und so neues leid erzeugt wird.


    > Vielleicht auch weil ich den kabbalistsichen Sephirotbaum neben meinem Schreibtisch hängen habe ?

    >wow! na, wenn das so ist! respekt! *g*

    >>Grüsse - Imperator

    >>---------------------------------------------------------------------

    >>Ein Magier braucht eine unbeugsame Absicht und einen makellosen Willen.




    Also, so weit ich diese Angaben verstehe, führt das Streben nacht Macht über das Böse, zur Beherschung des Bösen. "Imperator, der Beherscher des Bösen"(bitte nich so ernst nehmen zwinker), klingt eigentlich ganz gut. Erinnert mich irgendwie an "Herr der Ringe".

    Na ja, ich werd lieber noch ein paar Perlen vor die Säue werfen.

  8. #8
    Ramun
    Gast

    im grunde weiß ich ja, daß Du das richtige willst


    smile

  9. #9
    Atman
    Gast

    Re: Wissen, Erkentnis, Weisheit und Macht


    >Zitat von Thomas : "wer nach Macht strebt, wird machlosigkeit ernten.!..

    >Huhuhu.......Nun - dies klingt für mich genau so wie "Wer nach Gesundheit strebt, wird Krankheit ernten" oder wie "Strebet zuerst nach dem Reiche Gotte, dann wird Euch die Hölle zufallen"

    >In allen christlichen, islamischen und buddhistischen Schriften wird das Prinzip von Ursache und Wirkung anerkannt. Also dass beständiges Bemühen (Streben) Gutes zu tun, auch dementsprechende Auswirkungen (Folgen, Karma)- nach sich zieht , den Aufenthalt im Himmel, oder im Paradies oder im glückselige NIrwana.

    >Nochmals : der echte Vajrayana ist ein Pfad zur Macht, der zur Beherrschung von Gut und Böse führt

    >Durch die Entwicklung der persönlichen Macht ist der Vajrayana eine Methode, um innere und äussere Gegenbenheiten in geistige Hilfen umzuwandeln.

    >Das Ziel ist Erkenntnis und Weisheit usw. und der Samadhi - ganz ähnlich dem magisch-mystischen Weg nach Franz Bardon.

    >Lieber Thomas : Möglicherweise stammt Dein Spruch aus einem Esoterikbuch - und weil jetzt aus dem Zusammenhang gerissen - ist diese Deine kurze Ausage im krassen Widerspruch zu allen Naturgesetzen und im Widerspruch zu allen magischen Gesetzen.

    >Würde nur jedermann nach Macht über das Böse und nach MACHT über seine negativen Charaktereigenschaften streben, so hätten wir bereits das Paradies auf Erden.....smile

    >Grüsse - Imperator


    Lieber Imperator !


    Bitte unterschätze nicht das Prinzip des Bösen!


    Es ist das aus dem wir lernen.

    Bardon schreibt dazu in "Der Schlüssel zur wahren Quabbalah" (letzte Seite)


    Immer wieder wird der Mensch auf diese Erde gestellt, um zu lernen um sich zu entwickeln und zu vervollkommnen.

    Über das Gute kann er sich freuen aus dem Bösen soll er Lernen.


    Zitat ende.


    Rudi schreibt (Autor von“ Auf ein Wort “- übrigens sehr interessantes Buch zum Thema des Bösen Prinzips)


    Die Weiße Magie ist der Sonntagsanzug der Schwarzen Magie.


    Zitat ende.


    Nun schau Dir einmal die Welt an.


    Abgesehen von ein paar aufgeweckten Träumern die sich hier im Forum gegenseitig Unterstützung leisten scheinen die die sich für Magie interessieren ausnahmslos finstere Gesellen zu sein (die auch wahrscheinlichen Herren des Karmas sind).


    Zum Thema der Macht möchte ich schreiben:


    Macht sollte man eigentlich nur über sich selber haben.

    (doch dann ist es eigentlich keine Macht mehr sondern Selbstbeherrschung beziehungsweise Selbstlenkung)


    P.S.

    Ich wollte mit diesem Beitrag niemanden Erschrecken sondern nur gutgläubige Übende vor abwegigen Ideen warnen wie z.B. das Böse Prinzip außerhalb von sich selbst beherrschen zu wollen, denn das wird meines Wissens bitter bestraft.


    Zur Kenntnisnahme :

    Ich habe keinen persönlichen Lehrer.


    Ich wünsche allen und mir


    Wissen Erkenntnis, Weisheit und Selbstlenkung


    Atman



  10. #10
    Imperator
    Gast

    Re: alle wollen das Richtige :-)


    Nun - die magischen Wunderkräfte sind das, was manche "Esoteriker" sehr

    interessiert. Aber der WWA ist ein magisch-mystisches Lehrbuch. Und nachdem bei mir die MYSTISCHE Seite stärker wie die magische ist, habe ich auch andere

    Reaktionen und andere Interpretionen auf magische oder spirituelle Informationen (Bücher) im Vergleich zu vielen Magie-Interessierten.


    Ich habe VIEL aus Büchern und aus Diskussionen GELERNT und poste deswegen, um die Diskussion aufrecht zu erhalten. Denn wenn nur eines meiner postings in nur einen einzigen Forumbesucher eine ihm förderliche Resonanz auslöst, bin ich hoch zufrieden.


    Denn der Einstrom von Wissen soll bei mir keine Sackgasse (Stauung im Mikrokosmos) sein. Darum gebe ich ab und zu jene Informationen, die MICH subjektiv erfreuen - oder motivieren oder bereichern - weiter.


    Grüsse an Euch alle ! Imperator

    --------------------------------------------------------------------------

    Liebe Gott von ganzem herzen und Deinen Nächsten wie Dich selbst. Dies ist das ganze Gebot













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