>
>Hi Anzeraq
>Ich gehe mal auf die wichtigsten Punkte kurz ein:
>"Kritik":
>Mein Zielstetellung was das schreiben meiner Beiträge in diesem Forum anbelangt ist
>1. Ich kann nicht mit Sicherheit sagen, daß die Gesetze wie sie Bardon lehrt wahr sind. Sein Lehrwerk hat sich aber für mich bisher, von allen Wegen die mir bekannt sind, als der überzeugendste erwiesen.
So geht es mir auch, lieber Simon, Bardons Lehre hat sich auch fuer mich als die Ueberzeugenste erwiesen. Wie an anderer Stelle schon mal angedeutet, habe ich mich schon viele Jahre mit der Lehre Bardons auseinandergesetzt, bevor ich zu den RK kam.
Die ersten Stufen des FB waren mir vollstens vertraut; ich haette niemals das Verlangen gehabt, mich aus irgendeinem Grunde einer anderen Lehre zuzuwenden. Als Wissbegieriger habe ich in meinem Leben unzaehlige Eso-Buecher verschlungen, teilweise sogar Schriften, die schwer auf weltlicher Ebene zu beziehen waren, doch alle reichten nicht an die Bardon-Lehren heran. Allenfalls habe ich im Nachhinein verschiedene Werke (wie z.B. Avalons "Schlangenkraft") als gute Ergaenzung gesehen.
Doch eines Tages fuehrte mich eine innere Kraft (ich nenne sie wieder mal meinen geistigen Fuehrer) in den Kreis der RK. Ich konnte mich gar nicht dagegen wehren. Frueher sind mir schon gelegentlich "unscheinbare Plakate" dieser Menschen ins Auge gefallen, ganz besonders die Symbolik, die in ihrer Einfachheit das Vollkommene Universum zum Ausdruck bringt. Auch die Thematik traf mitten in mein Herz: "Ruf der Bruderschaft", "Alchimistische Hochzeit", "das magische Wissen des Hermes" usw.
Da ich glaubte, ein einigermassen annehmbarer Kenner der Bardon-Werke zu sein, stand ich allem, was mir zu Beginn begegnete, mit grosser Skepsis gegenueber. Doch ploetzlich fiel es mir wie Schuppen von den Augen, als ich naemlich mit den Praktiken der RK konfrontiert wurde.
Ich hatte das krasse Feeling, als haette mich Bardon selbst hierher gefuehrt, denn alles, was ich erfuhr, stimmte mit seinen Lehren ueberein. Dabei wurde ich ploetzlich von unglaublicher Dankbarkeit durchflutet, wie ich es noch nie in meinem Leben gespuehrt hatte, denn hier waren (nicht wenige) Menschen, erfuellt von unglaublicher Liebe und Zuneigung, die das praktizierten, was ich bisher autodidaktisch aus den FB-Buechern gelernt hatte.
Ausserdem beschaeftigten sich diese Menschen mit der Astrologie, Heilkunde, der Foerderung der Individualitaet des Einzelnen, dem Ergruenden allen kosmischen Seins in einer Weise, die jede meiner Fragen von selbst beantwortete.
Die "Beschaeftigung" war aber nicht nur einfach Beschaeftigung, sondern bestaendige Dauer-Praxis, welche Resultate zum Vorschein brachte, die mich von eine Erkenntnis in die naechste fuehrte.
Das hoert sich vielleicht einfacher an als es ist: in Wirklichkeit geht jeder Adept von einem Feuer ins naechste Feuer, um hier seine Schlacken zu verlieren, damit sein Wesen gelaeutert wird!
Es entsteht nach und nach ein "innerer Brand", der nur zu ertragen ist, wenn sich die Elemente im Gleichgewicht befinden. Ist dies der Fall, heisst das noch lange nicht, das der "innere Brand" vorueber ist - man lernt im Laufe der Zeit, ihn im vollen Bewusstsein zu ertragen.
Christlich werden die "Haupt-Leiden" infolge der spirituellen Entwicklung symbolisch fogendermassen dargestellt:
1. Das Leiden (oder Brennen) des Koerpers durch das Kreuz, das jeder Mensch auf seine Weise nach Gol Ga Tha traegt.
2. Das Leiden (oder Brennen) der Seele durch den rauhen Purpurmantel, der ueber die blossen Wunden geworfen wird.
3. Das Leiden (oder Brennen) des Geistes durch die Dornenkrone, die tief in den Schaedel getrieben wird.
(Die anderen Leiden Jesu stehen in anderen Zusammenhaengen, wie z.B. das Leiden des Egos durch Hohn und Spott in erster Phase und die Zerstoerung des Koerpers - Brechen der Anhaftung - durch die Geisselung in zweiter Phase usw. Auf mehr Details moechte ich in diesem Zusammenhang nicht eingehen.)
Erst wenn wir koerperlich (im wahrsten Sinne des Wortes) gestorben sind, also wenn wir "auf Gol Ga Tha gekreuzigt" wurden, was in der Meditation durch die absolute Beherrschung des Atems geschieht, wird jegliches Leid von uns abfallen, denn dann kommen wir zur "Auferstehung aus unseren Graebern" und sind selbst Kinder Gottes geworden!
(Anmerkung: "Vater, ich gebe meinen Geist in Deine Haende!" bedeutet der letzte bewusste Aushauch des Adepten waehrend der Versenkung und das willentliche Halten des Atems, nachdem er den Koerper verlassen hat, wobei in bestimmter Abfolge die Anzeichen des Todes in Erscheinung treten, so dass es schliesslich zur Exteriorisation kommt, zur totalen Entkoerperung.)
Ich sage also nicht "Bardon hat (in jedem Fall) recht", sondern "angenommen Bardons Grundaxiome sind richtig, was sind unter Anwendung der Gesetzmäßigkeiten der Logik die richtigen Schlußfolgerungen?".
>In diesem Forum schreiben nun Menschen mit dem unterschiedlichsten Bezug zu Bardons Werken. Ich bin in erster Linie am Gedankenaustausch mit Menschen interessiert die sich die selbe Frage wie ich stellen. Ich habe hier die Möglichkeit meine Ergebnisse darzulegen und ich bin nun gespannt, ob mir Jemand einen Fehler nachweisen kann. Im laufe der Jahre bin ich schon auf viele Irrtümer gestoßen die ich dann korrigieren konnte. Ich sitze also nicht da und denke mir "hoffentlich kritisiert mich keiner!", sondern "hoffentlich kann mir jemand, von den vielen Irrtümern denen ich mit Sicherheit noch aufsitze, einen speziellen Fehler (auf oben genannter Grundlage, also von dem was Bardon die universellen Naturgesetze bezeichnet) überzeugend verständlich machen, so daß ich ihn nachvollziehen kann.
>Meine Beiträge richten sich nun an angehende Hermetiker denen es genau so geht wie mir. Ich schreibe also zu einem Beitrag meine Meinung und von den vielen kritischen oder zustimmenden Antworten kann der Betreffende - wenn er es wünscht - sich inspirieren lassen (wobei es mir nicht um die Kritik an einer Person geht, sondern um die Kritik an einer Aussage).
>Dabei hat für mich Kritik üben und kritisieren werden überhaupt keinen negativen Beigeschmack (wenn es um die Sache geht und nicht in Form von destruktive Kommentaren geübt wird - nach dem Motto "du gibst nur aufgeblähten Mist von dir") und ist meiner seits auch nicht als Vorwurf gemeint.
>>--> Dabei kann ich nicht umhin, andere auf gewisse "Fehler" oder "Fluechtigskeitsfehler" aufmerksam zu machen, die sich hier und da, aehnlich Deiner Elemente-Analogie zu den Fingern, unbewusst einschleichen, doch das ist eher ein freundschaftliches Vorgehen auf der Basis jeglicher Kritiklosigkeit denn ein Vorwurf! Aehnliche Korrekturen erwarte ich auch von anderen Menschen, die sich mit meinen Schriften beschaeftigen!
>***
>Dann weiß ich beim besten Willen nicht was das Problem ist.
>>--> Vorbei getroffen! Na ja, macht nichts! Doch lass Dir sagen, dass ich nicht nur Franz Bardon dazu benutze, meine "Ansichten" zu untermauern, sondern auch noch Buddha, Jesus, Krishna, die Lehren der Rosenkreuzer im allgemeinen, Rudolf Steiner, Helena Blavatsky, Patanjali, Herbert Reichstein, Alice Bailey, Arthur Avalon, Krishnamurti, Peryt Shou usw. usw...
>***
>Dagegen ist ja auch nichts einzuwenden. Die Sache ist nur: wenn ein bestimmter Autor in einem Buch behauptet "ein Kreis hat 4 Ecken", so muß diese Aussage nicht wahr sein, aber die Aussage "dieser Autor behauptet ein Kreis hat keine Ecken" ist definitiv falsch. So ist es so, daß du (ohne Frage für mich, mit der besten Absicht) eine Meinung hast und speziell Bardons Aussagen so lange verdrehst bis sie mit deiner Ansicht übereinstimmen, dies habe ich kritisiert und einige Beispiele dafür angeführt. Du setzt an die Stelle der Logik Emotionalität und das tut mir als Mathematiker etwas weh - doch dies ist mein Problem (einige deiner Aussagen kommen mir so vor wie "3+3=9, weil neun ist ja so eine schöne Zahl!").
>>--> Schon wieder daneben! Egal! Uebung macht den Meister! Soweit es aber die Grundlagen der magischen Entwicklung angeht, kann ich bestaetigen, dass sich die praktische Vorgehensweise der Rosenkreuzer mit jener von Franz Bardon bis ins Detail abdeckt...
>***
>Ich kenne die Lehre von dem was sich heute Rosenkreuzer nennt nicht (werde mich aber sicher mal bei Gelegenheit mit der von dir genannten Internetseite auseinandersetzen). Also um Mißverständnisse Vorzubeugen: Sind beide Lehren theoretisch und praktisch gleich oder nur in der "praktische Vorgehensweise"?
>Wenn beide Lehren in jeder Hinsicht überbereinstimmen, so wird die Unterscheidung im deinem vorletzten Beitrag unverständlich:
>"... dass ich die Lehren von FB nur so weit in mein Leben integriere, wie ich glaube, ihren Inhalt aufnehmen zu koennen, ohne dass ich mit den Lehren der Rosenkreuzer in Konflikt komme, deren Mitglied ich schon seit vielen Jahren bin."
>Anders gesagt, wenn beide in Theorie und Praxis gleich sind, so ist doch die Einschränkung "die Lehren von FB nur so weit in mein Leben integriere ... ohne dass ich mit den Lehren der Rosenkreuzer in Konflikt komme" unsinnig.
>.
>.
>.
>
>SIMON MAGUS
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