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Thema: Interview mit Emil Steijnar

  1. #1
    Cupido
    Gast

    Interview mit Emil Steijnar


    im folgenden Link befindet sich ein sehr interessantes Interview mit Emil Steijnar. Er spricht dort von gravierenden Fehlern in Bardons „Schlüssel zur wahren Quabbalah" als auch in seiner „Praxis der magischen Evokation". Kann man die Korrektur von Steijnar hier irgendwo im Netz erhalten oder muss man sich dazu seine Werke kaufen?



  2. #2
    Cupido
    Gast

    Widersprüche im WWA


    Imm WWA sind mir selbst Widersprüche aufgefallen, was die Elementezuordnung betrifft:


    Bsp. auf S. 37 wird das Phlegma dem Element Erde zugeordnet


    Zitat:


    "Das cholerische Temperament entspringt dem Feuer-Element, das sanguinische dem Luft-Element, das melancholische dem Element des Wassers und das phlegmatische dem Element der Erde"


    Auf Seite 64 wird jedoch Phlegma dem Wasser-Element zugeordnet.


    "Dem Wasser-Element Gleichgültigkeit, Phlegma, ..."


    Was ist richtig?


    Cupido



  3. #3
    Imperator
    Gast

    Re: Charakter-Veredelung gemäss WWA


    WWA Seite 77 : Diejenigen Fehler, bei denen Sie sich nicht klar sind, welchem Element sie zustehen, setzen Sie in die Rubrik "indiffernt"...


    Das Wesentliche ist die Charakterveredelung, obwohl auf das Erkennen von Fehlern und Schwächen naturgemäss grossen Wert gelegt wird.


    Für die Autosuggestion ist es völlig egeal, welches Element beeinflusst wird.

    Auch bei der Selbstbeobachtung und Transformation von Gefühlen ist das Elemntewissen nicht nötig. Empfindet man Rachsucht, dann ruft man bewusst Toleranz, Verzeihung, Nächstenliebe in sich wach.


    Die Charakterveredelung ist keine Erfindung von FB, sondern Hauptbestandteil im Buddhismus. Allfällige Fehler in der Evokation und Quabbala sind

    ebenfalls nicht wirklich relevant, denn VORHER kommt die Schulung, die der WWA lehrt :


    1. Kultivierung des Körpers

    2. Veredelung des Charakters

    3. Trainieren der Sinne (inkl. Gedankenleere)

    4. heiligen des Geistes (Meditation über das Schöpfungsprinzip und Alleinheit).


    Obige 4 Punkte sind die Quintessenz aller intelligenten, magischen oder religiösen Schulungssysteme. Alles andere ist von völlig untergeordneter Bedeutung, ob fehlerhaft oder nicht. Denn wenn ein Magieschüler sich an dieses EINFACHE Systen hält, braucht er kein Evokations- und kein Quabbalabuch.

    Allerdings ist das Lesen von qualitativ guten Magiebüchern sehr hilfreich.


    Viele Grüsse - Imperator

    ---------------------------------------------------------------

    Ein Magieschüler braucht Wissen, eine hohe Moral und einen unbeugsamen Willen.







  4. #4
    Jom
    Gast

    Re: Charakter-Veredelung gemäss WWA


    Hallo Cupido, hallo Imperator;


    ich stimme dir, Imperator, voll zu.

    Das reine Betrachten und Aufdecken von Widersprüchen kann uns geradezu davon abhalten, den Weg zu gehen.

    Blickt man zu sehr auf das stets und überall zu findende Widersprüchliche als solches, geht einem mehr und mehr der Blick fürs Ganze verloren; das ist die große Gefahr des uns in der Schule beigebrachten analytischen Denkens.


    Man sehe die große geisitge Gesamtgestalt von Bardons Werk-Schöpfung!

    Aus dieser Warte erst läßt sich die Relevanz von Detail-Unstimmigkeiten recht erwägen.

    Geht man den umgekehrten Weg, erst nach Fehlern zu suchen; so wird man auch immer nur diese finden.


    Natürlich gibt es auch Werk-Schöpfungen und Lehren, an denen eine solche einheitliche große Geistesgestalt nicht wahrzunehmen ist. Bei solchen sind dann natürlich auch Fehler von anderem Gewicht, da sie viel tiefer fußen.


    Der Weg der Charakterveredelung ist ein tatsächlicher,

    die Elemente-Analogien dagegen sind, so tief ihre Tradition reicht, nur Analogien. Die durch sie versinnbildlichten Dichte- und Struktur-Abstufungen der Ursubstanz werden aus rein praktischen Gründen so eingeteilt.

    Das chinesische System nimmt bekanntermaßen fünf statt vier Einteilungen vor.

    Alle, die diese Elemente-Analogien wörtlich nehmen, scheitern an dieser Stelle; denn sie suchen eine formelhafte Übersetzung der chin. 5 in die hermetischen 4 Elemente.

    Und wie ist es mit den über 100 Elementen der Schulchemie?


    Ähnlich analogiehaft ist es mit der Zuordnung der 4 Temperamente. In der griechischen Antike gehörten Phlegma und Erde zusammen, dgl. Melancholie und Wasser.

    Diese Zuordnungen verlieren jedoch völlig ihre hilfreichen Funktion, wenn man sie zu Formeln verfestigt; dies führt zu reinem Manirismus, der den wesenhaften Kontakt des Menschen mit den realen Phänomenen völlig verhindert, da er ihn in einen Kokon seiner eigenen Symbole und sematischen Bezüge verstrickt.

    Die Verstandes-Seele wird dann zum Spinnennetz, in dem wir uns heillos verfangen- dabei soll sie doch ein Tor sein. Der Intellekt ein Werkzeug, nicht unser Gott.


    Man kann das phlegmatische Temperament gewiss eher den dichteren Manifestationen der Ursubstanz zuordnen.

    Nachdem es aber "den" Phlegmatiker überhaupt nicht gibt, ist es phänomenologisch doch ohne weiteres möglich, einem eher erdhaften Phlegma und einem eher wässrigen Phlegma zu begegnen.

    Umgekehrt könnte auch ein melancholischer Mensch eine Aura entwickeln, die von so tiefer, schwarzer Schwermut gezeichnet ist, dass man sie als erdhaft -und nicht mehr als wässrig- empfinden würde.

    Dies sind Erfahrungen, die wir aus unserem eigenen Umkreis sicher alle kennen.


    Wir dürfen nie vergessen, dass all diese Analogien und über Jahrtausende verwandten Modelle für den Menschen gemacht sind- nicht aber der Mensch für die Modelle. So geht es auch nicht um das Verstehen der Modelle, sondern um das Leben des durch sie Aufgezeigten.


    Der WWA bringt uns nur dann wirklich Frucht, wenn wir uns ihm um der Vollendung unseres gelebten Menschseins willen nähern-

    mit allem Wissen, allen Geheminissen ist es so.


    Liebe Grüße

    Jom

    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~







    >WWA Seite 77 : Diejenigen Fehler, bei denen Sie sich nicht klar sind, welchem Element sie zustehen, setzen Sie in die Rubrik "indiffernt"...

    >Das Wesentliche ist die Charakterveredelung, obwohl auf das Erkennen von Fehlern und Schwächen naturgemäss grossen Wert gelegt wird.

    >Für die Autosuggestion ist es völlig egeal, welches Element beeinflusst wird.

    >Auch bei der Selbstbeobachtung und Transformation von Gefühlen ist das Elemntewissen nicht nötig. Empfindet man Rachsucht, dann ruft man bewusst Toleranz, Verzeihung, Nächstenliebe in sich wach.

    >Die Charakterveredelung ist keine Erfindung von FB, sondern Hauptbestandteil im Buddhismus. Allfällige Fehler in der Evokation und Quabbala sind

    >ebenfalls nicht wirklich relevant, denn VORHER kommt die Schulung, die der WWA lehrt :

    >1. Kultivierung des Körpers

    >2. Veredelung des Charakters

    >3. Trainieren der Sinne (inkl. Gedankenleere)

    >4. heiligen des Geistes (Meditation über das Schöpfungsprinzip und Alleinheit).

    >Obige 4 Punkte sind die Quintessenz aller intelligenten, magischen oder religiösen Schulungssysteme. Alles andere ist von völlig untergeordneter Bedeutung, ob fehlerhaft oder nicht. Denn wenn ein Magieschüler sich an dieses EINFACHE Systen hält, braucht er kein Evokations- und kein Quabbalabuch.

    >Allerdings ist das Lesen von qualitativ guten Magiebüchern sehr hilfreich.

    >Viele Grüsse - Imperator

    >---------------------------------------------------------------

    >Ein Magieschüler braucht Wissen, eine hohe Moral und einen unbeugsamen Willen.



  5. #5
    Imperator
    Gast

    Re: weise beschrieben :-)


    Lieber Jom, dass hast Du wirklich sehr gut beschrieben. Danke !


    Herzliche Grüsse - Imperator

  6. #6
    Anzeraq
    Gast

    Re: Danke, Imperator - wenig Worte, grosser Sinn! 4 Naegel mit Koepfen!


    >WWA Seite 77 : Diejenigen Fehler, bei denen Sie sich nicht klar sind, welchem Element sie zustehen, setzen Sie in die Rubrik "indiffernt"...

    >Das Wesentliche ist die Charakterveredelung, obwohl auf das Erkennen von Fehlern und Schwächen naturgemäss grossen Wert gelegt wird.

    >Für die Autosuggestion ist es völlig egeal, welches Element beeinflusst wird.

    >Auch bei der Selbstbeobachtung und Transformation von Gefühlen ist das Elemntewissen nicht nötig. Empfindet man Rachsucht, dann ruft man bewusst Toleranz, Verzeihung, Nächstenliebe in sich wach.

    >Die Charakterveredelung ist keine Erfindung von FB, sondern Hauptbestandteil im Buddhismus. Allfällige Fehler in der Evokation und Quabbala sind

    >ebenfalls nicht wirklich relevant, denn VORHER kommt die Schulung, die der WWA lehrt :

    >1. Kultivierung des Körpers

    >2. Veredelung des Charakters

    >3. Trainieren der Sinne (inkl. Gedankenleere)

    >4. heiligen des Geistes (Meditation über das Schöpfungsprinzip und Alleinheit).

    >Obige 4 Punkte sind die Quintessenz aller intelligenten, magischen oder religiösen Schulungssysteme. Alles andere ist von völlig untergeordneter Bedeutung, ob fehlerhaft oder nicht. Denn wenn ein Magieschüler sich an dieses EINFACHE Systen hält, braucht er kein Evokations- und kein Quabbalabuch.

    >Allerdings ist das Lesen von qualitativ guten Magiebüchern sehr hilfreich.

    >Viele Grüsse - Imperator

    >---------------------------------------------------------------

    >Ein Magieschüler braucht Wissen, eine hohe Moral und einen unbeugsamen Willen.



  7. #7
    Oskar
    Gast

    Re: Interview mit Emil Steijnar


    >im folgenden Link befindet sich ein sehr interessantes Interview mit Emil Steijnar. Er spricht dort von gravierenden Fehlern in Bardons „Schlüssel zur wahren Quabbalah" als auch in seiner „Praxis der magischen Evokation". Kann man die Korrektur von Steijnar hier irgendwo im Netz erhalten oder muss man sich dazu seine Werke kaufen?


    -----------------------------------


    Soviel ich weiss fand Stejnar dieselbe Formel auch bei Quintscher und die scheint mir schlüssig zu sein.

    Das Abramelin von Hammer 1725, wäre zu einem erweiterten Verständniss zur Dämonen und Engelshierarchie, eventuell des weiteren auch noch zu empfehlen.


    Hier der Link dazu:

    http://www.geocities.com/franzbardon/stejn_g.html


    mfg

    Oskar




  8. #8
    Cupido
    Gast

    danke für den Link o.T. (n/t)




  9. #9
    Cupido
    Gast

    Re: Charakter-Veredelung gemäss WWA


    Hallo Jom,


    danke für deinen Text, dem ich im größtenteils zustimme.


    >Das reine Betrachten und Aufdecken von Widersprüchen kann uns geradezu davon abhalten, den Weg zu gehen.


    das ist richtig, es ist jedoch umgekehrt auch so, dass das Ignorieren von Widersprüchen uns davon abhalten kann, einen falsch eingeschlagenen Weg zu verlassen, bzw. uns daran hindern kann, wieder auf den richtigen Weg zu gelangen.

    Was jedoch nicht bedeutet, dass ich den magischen Weg von Franz Bardon für falsch halte.


    Liebe Grüße


    Cupido

  10. #10
    Jom
    Gast

    Re: Charakter-Veredelung gemäss WWA


    >Hallo Jom,

    >danke für deinen Text, dem ich im größtenteils zustimme.

    >>Das reine Betrachten und Aufdecken von Widersprüchen kann uns geradezu davon abhalten, den Weg zu gehen.

    >das ist richtig, es ist jedoch umgekehrt auch so, dass das Ignorieren von Widersprüchen uns davon abhalten kann, einen falsch eingeschlagenen Weg zu verlassen, bzw. uns daran hindern kann, wieder auf den richtigen Weg zu gelangen.


    Das sind die beiden Pole.

    Du hast in der Antwort auf ALS das, finde ich, passende Wort schon zitiert:

    Prüfet die Geister, und das Gute behaltet.


    Und wie gesagt, haben Widersprüche natürlich auch verschiedenes Gewicht.

    Wo der Gesamtgeist eines Entwurfs kraftvoll und lauter ist, bietet eben dieser Geist genügend Substanz, die Widersprüche selbst "auszubessern".

    Macht man sich zum Kanal dieses Gesamtgeistes, findet man intuitiv Lösung für Widersprüche der Einzelheiten usw.

    Je makelloser die Absicht ist, die sich in dem Werk spiegelt, desto leichter ist diese "Nachbereitung".


    Die Makellosigkeit der Absicht garantiert keineswegs eine makellose Manifestation. Die reinste Absicht wird sich nur unvollkommen manifestieren, wenn die persönliche Kraft des Intendierenden seiner Absicht nicht gewachsen ist. Vielen Pionieren ist es in ihrer entsprechenden physischen Inkarnation gar nicht möglich, ihre Vision ganz zu verwirklichen und zu vervollkommnen.

    So reicht auch Bardons Werk ins Visionäre; und seine Kraft genügte nicht in allem, die Dinge zu völliger Konkretheit zu manifestieren.

    Wir müssen bedenken, das in Dingen von überpersönlicher Bedeutung selbstverständlich auch die Kraft, über die der Handelnde (scheinbar) persönlich verfügt, nicht wirklich seine eigene ist. Entsprechend dem höheren Plan wird einem jeden von uns gegeben, manches zu offenbaren, anderes nur zu sehen, aber nicht kundtun zu können, und noch anderes nicht einmal zu schauen.

    Bardon war es gegeben, einen Blick in das Vollkommene zu tun;

    doch es ist ihm nicht zugemessen, mehr zu enthüllen, als er enthüllte.


    Bardons Schriften enthalten insofern tatsächlich auch Fehler. Seine Absicht ist jedoch von hoher Makellosigkeit; und wenn wir uns mit ebendieser Absicht verbinden, eröffnen sich für uns an unklar ausgeführten Passagen intuitiv Antworten. Diese intuitiven Antworten entsprechen unser speziellen Situation, müssen also nicht allgemeingültig sein.




    >Was jedoch nicht bedeutet, dass ich den magischen Weg von Franz Bardon für falsch halte.

    >Liebe Grüße

    >Cupido


    Auch dir liebe Grüße

    Jom



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