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Thema: Frage zur ersten Stufe und zu den Elementen

  1. #1
    Jeannette
    Gast

    Frage zur ersten Stufe und zu den Elementen


    Hallo an alle!

    Ich habe mir vor kurzem das buch "der weg zum wahren adepten" gekauft, welches mir sehr gut gefällt. Mit den Übungen habe ich unmittelbar nach dem Lesen des Theorieteils angefangen, wobei sich Fragen der Gliederung selbiger und Fragen zu speziellen Teilen der Übungen ergeben haben. Ich hoffe, dass ihr mir möglicherweise bei der Klärung dieser Fragen behilflich sein könntet. Im Voraus schon einmal danke.


    Meine erste Frage:

    Ich habe die 3-teilige Gliederung der Übungen ( Geist, Seele, Körper ) gleichzeitig angefangen zu üben. Dass heisst: Gedankenkontrolle, Introspektion und einen Teil der Körperübungen (Bürsten, kalt waschen und Morgengymnastik) Bardon äußert sich nicht wirklich explizit dazu, außer dass er betonte, dass es wichtig sei alle drei Aspekte gleichzeitig zu entwickeln. Mir kam beim Lesen der Gedanke, dass er die Übungen auch nacheinander anrät (zuerst nur die geistübungen, danach erst sämtliche seelenübungen usw.) Ich glaube, dass meine Einteilung der Übungen schon richtig ist, würde mich aber trotzdem über Anregungen von eurer Seite freuen, von denjenigen die es vielleicht anders gemacht haben oder vielleicht genauso.


    zweite Frage zur Gedankenkontrollübung:

    Mir ist bei dieser Übung aufgefallen, dass bei mir die Schwierigkeit nicht darin besteht mir meine Gedanken zu merken. Sie treten nur zu vereinzelt auf. Da ich in der Vergangenheit schon viel meditiert habe, tritt die Gedankenstille bei mir viel eher ein. Wenn ich mich bei dieser Übung als stiller Beobachter einschalte, kommen lediglich vereinzelt Gedanken hoch die sich mit der Übung selbst beschäftigen. Diese notiere ich anschließend immer in mein angelegtes Tagebuch. Ich werde die Übung natürlich weiterführen, die Frage stellt sich mir nur ob es in meinem Falle vielleicht die falsche Herangehensweise ist und ich mich vielleicht vielmehr bemühen sollte, Gedanken aufkommen zu lassen!


    Nun die letzte Frage: Bardon schreibt in seinem Theorieteil zu den Elementen, dass diese, folgenden Symbolen aus dem Tarot zugeordnet sind:


    Feuer=Schwert

    Luft=Stab

    Wasser=Kelch

    Erde=Münze, Pentagramm


    Da ich seit längerer Zeit Tarotkarten lege, sind mir die Elemente und ihre Zuordnungen nebst Symbolik aus mehreren Büchern bekannt (Leuenberger z.B.)

    Die Autoren, schlagen eine andere Zuordnung der Elemente zu:


    Feuer=Stab !

    Luft=Schwert !


    Ich frage mich nun, ob Bardon die Zuordnung der Elemente anders ausgelegt hat, oder es sich schlichtweg um einen Übertragungsfehler handelt.


    Wäre sehr nett wenn sich jemand von euch dazu vielleicht äußern würde


    Ansonsten wünsche ich euch allen ein frohes neues Jahr!

    Eure Jeannette

  2. #2
    Thomas
    Gast

    Re: Frage zur ersten Stufe und zu den Elementen


    hallo jeannette,




    >>>die Frage stellt sich mir nur ob es in meinem Falle vielleicht die falsche Herangehensweise ist und ich mich vielleicht vielmehr bemühen sollte, Gedanken aufkommen zu lassen!


    ziel der gedankenkontrolle sollte primär sein, KEINE gedanken aufkommen zu lassen, sprich eine gedankenlehre zu üben. dies ist für das weitere arbeiten mit dem adepten sehr wichtig.


    >Ich frage mich nun, ob Bardon die Zuordnung der Elemente anders ausgelegt hat, oder es sich schlichtweg um einen Übertragungsfehler handelt.


    meines wissens nach kann man dem schwert durchaus luft zuordnen - auch die anderen symboliken werden unterschiedlich gedeutet.


    folge einfach deiner intuition :-)


    lg,

    thomas


  3. #3
    Anzeraq
    Gast

    Re: @Jeanette - Frage zur ersten Stufe und zu den Elementen


    >Meine erste Frage:

    >Ich habe die 3-teilige Gliederung der Übungen ( Geist, Seele, Körper ) gleichzeitig angefangen zu üben. Dass heisst: Gedankenkontrolle, Introspektion und einen Teil der Körperübungen (Bürsten, kalt waschen und Morgengymnastik) Bardon äußert sich nicht wirklich explizit dazu, außer dass er betonte, dass es wichtig sei alle drei Aspekte gleichzeitig zu entwickeln. Mir kam beim Lesen der Gedanke, dass er die Übungen auch nacheinander anrät (zuerst nur die geistübungen, danach erst sämtliche seelenübungen usw.) Ich glaube, dass meine Einteilung der Übungen schon richtig ist, würde mich aber trotzdem über Anregungen von eurer Seite freuen, von denjenigen die es vielleicht anders gemacht haben oder vielleicht genauso.




    --> Folge Deiner Intuition, dann kannst Du kaum etwas falsch machen. Meine eigene Erfahrung sagt mir, dass eine gleichzeitige Schulung von Koerper, Seele und Geist von grossem Voteil ist!


    --> Ein Rat waere vielleicht, moeglichst wenig Fragen an andere zu stellen, denn zu viele unterschiedliche Informationen koennen schnell Verwirrung ausloesen, da sicherlich jeder die Bardon-Praxis aus einer anderen (seiner eigenen) Sicht interpretiert!


    --> Wie er selbst schreibt, kann man nirgendwo fuer seinen Beginn bessere Anleitungen erhalten, als wie sie von ihm selbst verfasst wurden!




    >zweite Frage zur Gedankenkontrollübung:

    >Mir ist bei dieser Übung aufgefallen, dass bei mir die Schwierigkeit nicht darin besteht mir meine Gedanken zu merken. Sie treten nur zu vereinzelt auf. Da ich in der Vergangenheit schon viel meditiert habe, tritt die Gedankenstille bei mir viel eher ein. Wenn ich mich bei dieser Übung als stiller Beobachter einschalte, kommen lediglich vereinzelt Gedanken hoch die sich mit der Übung selbst beschäftigen. Diese notiere ich anschließend immer in mein angelegtes Tagebuch. Ich werde die Übung natürlich weiterführen, die Frage stellt sich mir nur ob es in meinem Falle vielleicht die falsche Herangehensweise ist und ich mich vielleicht vielmehr bemühen sollte, Gedanken aufkommen zu lassen!




    --> Liebe Jeanette, lass Deinen Geist einfach im Zustand ohne Anstrengung! Dennoch ist es im Sinne der Bardon-Magie sicher wichtig zu lernen, Gedanken bewusst zu erfassen, denn dieser Vorgang bildet ja eine Vorstufe zu weiteren Konzentrations-Uebungen wie in Stufe II beschrieben.




    >Nun die letzte Frage: Bardon schreibt in seinem Theorieteil zu den Elementen, dass diese, folgenden Symbolen aus dem Tarot zugeordnet sind:

    >Feuer=Schwert

    >Luft=Stab

    >Wasser=Kelch

    >Erde=Münze, Pentagramm

    >Da ich seit längerer Zeit Tarotkarten lege, sind mir die Elemente und ihre Zuordnungen nebst Symbolik aus mehreren Büchern bekannt (Leuenberger z.B.)

    >Die Autoren, schlagen eine andere Zuordnung der Elemente zu:

    >Feuer=Stab !

    >Luft=Schwert !

    >Ich frage mich nun, ob Bardon die Zuordnung der Elemente anders ausgelegt hat, oder es sich schlichtweg um einen Übertragungsfehler handelt.




    --> Die Zuordnungen von Leuenberger und verschiedenen anderen Autoren, die sich mit der Kunst des Tarot innerhalb Deiner Auflistung beschaeftigen, haben ihr Wissen aus Ueberbleibseln des Golden-Dawn-Ordens uebernommen. Im Sinne der alten orientalischen Hermetik jedoch, wie sie von Franz Bardon dargelegt wird, ist das Schwert dem Feuer zuzuordnen, der Stab der Luft, der Kelch dem Wasser und die Muenzen der Erde.


    --> Man sollte vielleicht verstehen, dass viele "Neuzeit-Autoren", die sich mit dem Tarot beschaeftigen, nicht wirklich das Wissen um selbiges besitzen, egal wie ausschmueckend (und wissend!) ihre Werke (im Sinne einer Verlags-Strategie) auch in Erscheinung treten moegen!


    --> Die drei ersten Tarot-Karten entsprechen dem "Weg zum Wahren Adepten" (der Magier), die "Praxis der Magischen Evokation" (die Hohe Priesterin) und der "Schluessel zur Wahren Kabbalah" (die Herrscherin).




    In diesem Sinne: viel Freude bei der magischen Arbeit!


    Liebe Gruesse


    Anzeraq




    >Wäre sehr nett wenn sich jemand von euch dazu vielleicht äußern würde

    >Ansonsten wünsche ich euch allen ein frohes neues Jahr!

    >Eure Jeannette



  4. #4
    Imperator
    Gast

    Re: Schwert = Feuer


    Das Schwert symbolisiert Feuer,


    der Stab = Luft (der Speer fliegt durch die Luft)

    Das Luftelement symbolisiert Wissen, Ordnung und Gesetzmässigkeit, also das universelle Gesetz = Macht.


    Daher ist der Stab oder Zepter ein Machtsymbol. In den Evokationsmagie symbolisiert der Stab auch Macht und/oder Willenskraft des Magiers.

    Das Schwert ist nicht der Luft zuzuordnen. Allerdings kann ein Magier jedes Symbol mit seiner eigenen Vorstellung laden, aber man sollte sich doch an die universellen Entsprechungen halten.


    Viele Grüsse - Imperator

  5. #5
    Sunna
    Gast

    Re: Frage zur ersten Stufe und zu den Elementen


    Salve, Anzeraq & Jeanette!




    Dem ist absolut nichts mehr hinzuzufügen! Besser und wundervoller hätte ein Antwort an Jeanette nicht sein können und ich wünsche Jeanette viel Freude und Erfolg auf ihrem Weg!




    Liebe Grüße


    Sunna




  6. #6
    [[kuss]]
    Gast

    Re: Schwert = Feuer


    >Daher ist der Stab oder Zepter ein Machtsymbol. In den Evokationsmagie symbolisiert der Stab auch Macht und/oder Willenskraft des Magiers.


    Wille = Feuer, als auch Erde - nur zum Teil Luft


    kuss

  7. #7
    Jeannette
    Gast

    Re: Frage zur ersten Stufe und zu den Elementen


    >Lieber Anzeraq, Liebe Sunna und alle anderen


    >Erstmal ein herzliches danke für alle Antworten auf meine Fragen. Eure Anmerkungen haben mir weitergeholfen. Als Anfänger möchte man bewusst besonders wenn man noch lernt, keine Fehler machen. Deswegen war es mir wichtig, Unklarheiten direkt aus dem Weg zu räumen. Anzeraq hat aber recht wenn er sagt, dass zu viele Meinungen verwirren können. Durch eure Antworten kann ich jetzt vieles besser einschätzen und gehe ruhiger an die Übungen heran.


    >werde mich wieder melden, wenn ich weiter bin


    >Alles gute wünscht euch, eure Jeannette

  8. #8
    Gilgamesch
    Gast

    Re: Frage zur ersten Stufe und zu den Elementen


    Hallo!


    Dass sich schon nach kurzer Zeit immer weniger Gedanken einstellen, ist ein sehr gutes Zeichen, denn die Übung ist im Kontext zu sehen. Es folgen ja Übungen zu Gedankenkontrolle, Gedankenbeherschung und schließlich zur Gedankenleere, bei welchen andere Gedanken außer den gewünschten ja nur stören.

    Die beste Voraussetzung für erfolgreiche Konzentration ist also, wenn man von möglichst wenig GEdanken belästigt wird. Versuchen Sie also nicht, mehr Gedanken absichtlich ins Bewußtsein zu ziehen, sondern danken Sie Gott dafür, dass Sie so schnell zu mentaler Ruhe kommst, die überaus wichtig für die kommenden Übungen ist.

    Ich will explizit hinzufügen, dass dies lediglich meine bescheidene und unmaßgebliche Meinung ist, mit der ich aber nicht allein stehe.

    Auch Herr Dr. M. K. beschreibt in seinem Werk "Erinnerungen an Franz Bardon" diesen Sachverhalt.


    Mit den besten Grüßen


    Gilgamesch

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