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Thema: Selbstbetrug

  1. #1
    AnDerFront
    Gast

    Selbstbetrug


    Hallo,

    versteht mich nicht falsch, aber langsam wird mir ganz schlecht davon. Ich spreche von Buddha und euerer Hochachtung vor ihm. Zwar hat er einige Zusammenhänge in der Natur erkannt (Leid etc.), aber letztendlich hat er doch versagt. Da lebt er in seiner ersten Lebenshälfte in Saus und Braus und findet keine Ruhe. Dann macht er sich auf und unterzieht sich voller Askese bis nah an den Tod heran und findet wieder nichts. Nachdem er sein Fasten gebrochen hat und unter einem Baum meditiert, sah er anscheinend das wahre Wesen bzw. Ziel des Menschen. Ich meine, überlegt euch mal wie verzweifelt er sein musste (nach all den sinnlos verschwendetetn Jahren), nachdem er all die Mühen auf sich genommen hat (Askese) und nichts gefunden hat, da hat er doch einfach seinen Projektionen und Wunschträumen freien Raum gelassen und daraus eine Lehre gebildet. Diese Lehre tröstete ihn und er fand seinen Frieden. In unserer heutigen Welt ist das ganze aber doch lächerlich. Natürlich kann man sich, wenn man materiell von anderen unterstützt wird, seiner Erleutung nachgehen, aber was hat man damit? Nur verschwendete Zeit, rausgeworfene Tage, Monate, Jahre. Bis man am Ende sieht: "Gott warum hast du mich verlassen."

    Damit will ich keinen anklagen, aber ist sowas heute noch zeitgemäss? Der Wille des Menschen nach Gerechtigkeit und Frieden ist immer da, aber ist das auch realitisch? Es spricht so vieles dafür, dass es alles Selbstbetrug ist, auch wenn es ihm vielleicht nicht selbst bewusst war.

    Was meint ihr dazu?

    Liebe Grüsse

  2. #2
    AnDerFront
    Gast

    Re: Selbstbetrug


    War ja klar, dass hier keine Antworten zu erwarten waren. Es ist ja auch viel leichter sich in irgendwelche Traumwelten zu phantasieren und mit Engeln zu chatten etc. Merkt ihr nicht wie lächerlich das ganze ist?

  3. #3
    Pat
    Gast

    Padmasambhava




    Hallo AnderFront


    .. da niemand Dir antwortet .. mal kurz ...


    Was wäre denn Deine Alternative? *schmunzel*


    Ich denke, es ist recht schwierig zu sagen was historisch tatsächlich passiert war. Die heutige Vipassana Bewegung scheint mir auch nicht umfassend für einen westlichen Alltag geeignet zu sein, obschon es wenige Mönche gibt, die tatsächlich in einem klösterlich zölibatären Leben aufblühen und auch eine Hilfe für sogenannte Laienleute sind.


    Buddha Shakyamuni finde ich persönlich einfach "öde", "out", langweilig, er interessiert mich nicht (ausser ästhetisch gewisse Buddhastatuen, für die Schönheit und das Entzücken visuellen Kunstempfindens ..lächel)


    Befasst euch doch mal mit *Padmasambhava* - Mensch der hatte was auf dem Kasten !!! -


    (wenn sicher auch hier viel hinzugedichtet wurde) - dennoch -


    Zumal anzunehmen ist, wie Bardon selbst sagte, dass seine höchsten Lehrer aus dem Osten kamen ..)


    Der damit einhergehende magische Tantrismus und, wenn man so will - mystisches Dzogchen schliesst das Alltägliche nicht aus sondern versucht *alles* zu integrieren, soweit es die ursprüngliche Bön oder Nyingma Tradition nicht klöserlicher Linie betrifft (Tibetische Yogis / Ngakpas, die Familien haben etc.)


    Sein Mantra lautet in tibetisch ausgesprochen


    OM AH HUNG BENZA GURU PEMA SIDDHI HUNG


    und erweckt vor allem den *inneren* Lehrer, dazu braucht es keine klösterliche Askese.


    Mit besten Grüssen

    Pat


    http://www.aroter.org/images/historical/ngak_toc.htm Interessant, die Photos zu vergrössern (o.k., die Jungs wirken recht wild à la back to Nature und mögen "äusserlich" weniger als Bespiel für uns heute dienen - was Kleidung und so betrifft zwinker)


    Auf der Seite von Bran steht auch was zu heutigen Ngakpas nichtklösterlicher Linie http://www.hodapp.biz/




  4. #4
    snr
    Gast

    Re: Selbstbetrug


    ... da hat er doch einfach seinen Projektionen und Wunschträumen freien Raum gelassen und daraus eine Lehre gebildet. Diese Lehre tröstete ihn und er fand seinen Frieden. In unserer heutigen Welt ist das ganze aber doch lächerlich. ...


    [b]Etwas mehr als "Projektionen und Wunschträume" ist der Buddhismus schon. Lächerlich ist diese Weltanschauung auch nicht. Dafür ist sie zu ernst und vor allem ist die Quintessenz des Buddhismus eine sehr stringente Sichtweise der Dinge.


    Der Punkt ist, dass sich dem Buddhismus mit dem Vorwurf der einseitigkeit gegenübertreten lässt... Es gibt im Buddhismus überhaupt kein mir bekanntes Konzeptz zur Evolution. Vor allem: "Alles Leben..." ist eben nicht nur Leiden. Wobei man die buddhistische Perspektive einnehmen KANN, aber dies nicht tun MUSS. Das ist ein Vorteil gegenüber dem historischen Monotheismus, dessen inhaltliche Unhaltbarkeit insbesondere in Form kirchlicher Dogmen oder "göttlicher" Selbstzeugnisse a lá Koran mehr als nur evident ist. Für viele Europäer ist der Buddhismus gerade heute eine Alternative zur eignen religiösten Tradition - und das mit einer Ethik, die nicht lächerlich ist, sondern holistisch.

    Dass der Buddhismus selbst massig Deppen hervorgebracht hat, ist nicht zu leugnen. Aber meines Wissens gehen trotz aller Schwächen auf das Konto des Buddhismus weit weniger Verbrechen als auf das der Christenheit. Und das ist ein nicht zu unterschätzender Faktor!


    Ciao,


    SNR




  5. #5
    Ina
    Gast

    Re: Selbstbetrug


    >War ja klar, dass hier keine Antworten zu erwarten waren. Es ist ja auch viel >leichter sich in irgendwelche Traumwelten zu phantasieren und mit Engeln zu >chatten etc. Merkt ihr nicht wie lächerlich das ganze ist?


    Ehrlich gesagt, wirkte dein Beitrag auf mich etwas komisch ;-))))

    Für eine Pro-Contra-Diskussion

    über Religionen wäre ein Religionsforum doch viel besser geeignet, meinst du nicht auch?


    Auch verstehe ich deinen Beitrag nicht ganz,

    denn einerseits greifst du die Lehre des Buddhismus an,

    andererseits aber auch den direkten Kontakt zu Geistwesen.

    Daraus entnehme ich, dass du sowohl Religionen, als auch Magie und

    jegliche Form von

    Geistesschulung ablehnst da du diese als "Selbstbetrug" bzw. als "lächerlich" definierst.


    Ist das nicht etwas pauschal?

    Könntest du das bitte mal konkretisieren?

    Was wäre denn deine Alternative, bzw.

    wie lebst du schon jetzt mit dieser Einstellung?


    Alles Liebe

    Ina *unreligiös*




    Übrigens, dein Zitat :

    "Mein Gott, warum hast du mich verlassen?"

    stammt nicht! von Buddha, sondern von Jesus. aetsch



  6. #6
    AnDerFront
    Gast

    Re: Selbstbetrug


    >>War ja klar, dass hier keine Antworten zu erwarten waren. Es ist ja auch viel >leichter sich in irgendwelche Traumwelten zu phantasieren und mit Engeln zu >chatten etc. Merkt ihr nicht wie lächerlich das ganze ist?

    >Ehrlich gesagt, wirkte dein Beitrag auf mich etwas komisch ;-))))

    >Für eine Pro-Contra-Diskussion

    >über Religionen wäre ein Religionsforum doch viel besser geeignet, meinst du nicht auch?

    >Auch verstehe ich deinen Beitrag nicht ganz,

    >denn einerseits greifst du die Lehre des Buddhismus an,

    >andererseits aber auch den direkten Kontakt zu Geistwesen.

    >Daraus entnehme ich, dass du sowohl Religionen, als auch Magie und

    >jegliche Form von

    >Geistesschulung ablehnst da du diese als "Selbstbetrug" bzw. als "lächerlich" definierst.

    >Ist das nicht etwas pauschal?

    >Könntest du das bitte mal konkretisieren?

    >Was wäre denn deine Alternative, bzw.

    >wie lebst du schon jetzt mit dieser Einstellung?

    >Alles Liebe

    >Ina *unreligiös*

    >

    >Übrigens, dein Zitat :

    >"Mein Gott, warum hast du mich verlassen?"

    >stammt nicht! von Buddha, sondern von Jesus. aetsch




    Hallo Ina,

    ich lebe nicht religiös, sondern bin auf der Suche. Eben meine innere Leere und mein Verzweifelt-Sein zerstören mich innerlich, da ich nach einiger Forschungsarbeit eben nicht mehr an beide (Buddha, Jesus) glauben kann.

    Beide scheinen realitätsfremd gedacht bzw. gelebt zu haben (Stichwort: Weltflucht). Heute sieht man vieles anders. Früher in meiner Kindheit war ich gläubig bzw. hab mir das eingebildet, heute kann ich mich nicht mehr selbst betrügen. Du kannst anderen was vormachen, dir selbst jedoch nie.

    Das Zitat in meinem letzten Posting sollte stellvertretend für jeden Gläubigen stehen, der am Ende seiner Zeit "aufwacht" und die echte Realität, die kalt und leer ist, anerkennen muss. Das dies dem Nazarener zugeschrieben wird, weiss ich. Buddha hat mit Gott ja nix am Hut, jedenfalls nicht mit einem Gott.

    Momentan lebe ich ziemlich schlecht, weil du nachgefragt hast. Wegen dieser Nichtigkeit von allem, ziehe ich auch ernsthaft den Suizid in Betracht. Dies hat jedoch noch mehr Hintergründe, wie zum Beispiel dass ich keinen Spass/Lust an Dingen empfinden kann und ich das Geheuchel und Schön-Tun und Lieb-Reden von den allermeisten Menschen nicht mehr hören kann. Letztlich ist jeder allein und benutzt andere Menschen, um selbst zu profitieren (lachen, Sicherheit empfinden). Da jeder auf seinen eigenen Posten steht und anderen nur hilft, um selbst daraus Gewinn zu ziehen, erkennt man deutlich die Heuchelei der Religionen.

    Da ich in einem wohlbehüteten Elternhaus aufgewachsen bin, komme ich mit dieser "neuen" Kälte nicht zurecht. Jedenfalls meine ich zu schwach zu sein, andere in einem solche Maße auszubeuten wie es andere tun, und so kaltherzig zu leben.

    Die Realität ist eben ein böses Erwachen, wenn man vorher in Illusionen gelebt hat (Christentum) und einem nie jemand vom echten Leben erzählt hat.

    Damit verurteile ich keine Religionen, denn diese können unwidersprochenermaßen den Menschen helfen , nur: ich kann mit dieser Lüge nicht leben.

    Hier werden einfach Süchte mit anderen Süchten und Nöte mit anderen Nöten ausgetauscht. Was nützt es einem dem Alkohol abzuschwören und vom Beten abhängig zu werden?

    Liebe Grüsse

  7. #7
    snr
    Gast

    Depression als Selbstbetrug


    >Die Realität ist eben ein böses Erwachen, wenn man vorher in Illusionen gelebt hat (Christentum) und einem nie jemand vom echten Leben erzählt hat.


    Hi,


    du bist nicht der einzige, der solche Empfindungen kennt. Sie können zäh und zermürbend sein. Was du schilderst, halte ich - wobei ich sagen muss, dass ich kein Psychologe bin - für Symptome einer handfesten Depression.


    Selbstmord wie auch allein der Gedanke daran bringt nichts. Darauf mal als Okkultist geantwortet: Die Ursache für dein massives Unbehagen, um es so zu nennen, ist nicht allein deine äußere Lebenswelt, sondern auch besonders dein innerer Zustand. Wie willst du den durch einen solchen Akt ändern - außer du gehst davon aus, mit der Tötung gleich im Nirvana zu landen? Das aber kannst du vergessen, wenn du nicht nur den Buddhismus sondern eben auch gewisse Ergebnisse parapsychologischer Forschung ernst nimmst.

    Mit einem Selbstmord würdest du deinen inneren Zustand so gesehen nicht verändern - das Leiden bleibt, jedoch in rein situativer Form. D.h. du kannst ihm dann nicht entkommen. Wer sich auf dieser Bewußtseinsebene ein wenig auskennt wird bestätigen, dass du damit deinen inneren Zustand als deine äußerliche Umgebung erlebst, als konstrukt deines Geistes. Das hat Analogien zum Traum.

    Zudem beraubst du dich mit einem Selbstmord diverser Möglichkeiten, in deinem Geiste etwas Wichtiges zu lernen.


    Die "Realität" wie du sie wahrnimmst, ist schlicht geprägt durch die - bildhalft gesprochen - finsteren Wolken deiner Gemütslage, bedingt durch eine fundamentale Enttäuschung. Das "echte Leben", das dich schockiert und frustriert, ist nur ein Auszug aus dem Gesamtgeschehen. Du nimmst die Wirklichkeit in verzerrter und einseitiger Form wahr. das ist eine art selektiver Wahrnehmung, derzufolge du alles Gute, Wahre Schöne ausblendest und zugleich bei allem, was - platt gesagt - "ätzend" ist, in dir sagst: "Ja, so ist das Leben - überall nur Korruption, Gauner, Verbrecher, Schlampen und Vollidioten. Dass es natürlich auch zig ehrliche und freigiebige Leute gibt usw. usw. wird ausgeblendet. So funktionieren diese psychischen Mechanismen, ganz grob dargestellt. Dabei verfälltst du in sich wiederholende denkschemata, deren Wirkung du damit verstärkst - auch das ist ein Teil psychischer Wirkungsweisen. In einfachen Worten gesagt: du redest dir solange ein, dass die Welt Scheisse ist, bis du wirklich dran glaubst. Das ist ebenso falsch wie ein infantiles religiöses Weltbild.

    Wie sonst willst du dir erklären, dass es Menschen gibt, die glücklich und ausgeglichen sind, die Dankbarkeit empfinden und mit ihrer Kreativität gestalterisch auf ihre Umwelt einwirken?


    Wäre die Realität so wie von dir wahrgenommen, gäbe es all das nicht. Dein Fokus richtet sich auf für dich schmerzhafte Teilaspekte. So sehr du seelisch leidest, haben diese Erkenntnisse einen Wert: Vielleicht sind es die schmerzhaften ersten Schritte in eine innere Freiheit, die dir neu ist.


    Ich hatte in jungen Jahren exakt die Art von Empfinden und Gedanken im Kopf, wie du sie hier artikulierst. Der Punkt ist, du musst sie mit allem, was dazugehört, aushalten - nur das macht dich stärker! Dann allerdings wirst du wirklich innerlich wachsen.

    Nicht alles ist ohne Sinn, nur weil es den Anschein der Sinnlosigkeit hat. Meine Empfelung als Laie ist es, dass du dir ggf. einen brauchbaren Psychologen suchst und mit dem sprichst!


    Zudem wäre dir zu raten, dass du ggf. ganz einfach Medikamente nimmst, die auf die "Hardware" - dein Gehirn - einwirken. Es ist leider auch so, dass sich ein verfinstertes Gemüt auch irgendwann in der Gehirn-Chemie niederschlägt. Hier kann man ansetzen, um zunächst einmal der Chemie wieder auf die Sprünge zu helfen...


    Möglicherweise ist deine innere Verfassung auch Ausdruck einer Erkrankung, die durch Wohngifte oder ähnliche äußere Einflüsse bedingt ist. Darum ist kompetenter Rat wichtig.


    Ciao,


    SNR


















  8. #8
    Yasoda
    Gast

    Re:..du Bist Geliebt!


    Wenn meines Herzens Tür verschlossen ist,

    Wenn Du vergeblich pochst,

    O kehr nicht um! Sprenge die Tür, o Herr,

    Und dringe in des Herzens Heiligtum!


    Wenn einmal auf den Saiten dieser Laute

    Dein Name nicht ertönt,

    O wende Dich nicht ab von Deinem Sänger!

    Verweil erbarmend einen Augenblick!


    Wenn ich bei Deinem Ruf in Schlafes Banden

    Gefesselt liege, Herr,

    Wecke mich mit dem Feuer deines Blitzes

    Und wende Dich nicht ab von Deinem Freund!


    Und wenn ich einem andern deinen Sitz

    Einmal beflissen biete,

    O du, für alle Ewigkeit mein König,

    Werde nicht irre, wende Dich nicht ab!





    Licht, dir neige ich mich!

    Mache mich rein!

    Küsse auf meine Stirn

    Den Segen des Vaters!


    Wind, dir neige ich mich!

    Mache mich wach!

    Streich' über meinen Leib

    Den Segen des Vaters!


    Erde, dir neige ich mich!

    Mache mich reich!

    Laß fruchtbar werden an mir

    Den Segen des Vaters!







    Alle LIEBE Dir!


    ***



  9. #9
    AnDerFront
    Gast

    Re: Depression als Selbstbetrug


    >>Die Realität ist eben ein böses Erwachen, wenn man vorher in Illusionen gelebt hat (Christentum) und einem nie jemand vom echten Leben erzählt hat.

    >Hi,

    >du bist nicht der einzige, der solche Empfindungen kennt. Sie können zäh und zermürbend sein. Was du schilderst, halte ich - wobei ich sagen muss, dass ich kein Psychologe bin - für Symptome einer handfesten Depression.

    >Selbstmord wie auch allein der Gedanke daran bringt nichts. Darauf mal als Okkultist geantwortet: Die Ursache für dein massives Unbehagen, um es so zu nennen, ist nicht allein deine äußere Lebenswelt, sondern auch besonders dein innerer Zustand. Wie willst du den durch einen solchen Akt ändern - außer du gehst davon aus, mit der Tötung gleich im Nirvana zu landen? Das aber kannst du vergessen, wenn du nicht nur den Buddhismus sondern eben auch gewisse Ergebnisse parapsychologischer Forschung ernst nimmst.

    >Mit einem Selbstmord würdest du deinen inneren Zustand so gesehen nicht verändern - das Leiden bleibt, jedoch in rein situativer Form. D.h. du kannst ihm dann nicht entkommen. Wer sich auf dieser Bewußtseinsebene ein wenig auskennt wird bestätigen, dass du damit deinen inneren Zustand als deine äußerliche Umgebung erlebst, als konstrukt deines Geistes. Das hat Analogien zum Traum.

    >Zudem beraubst du dich mit einem Selbstmord diverser Möglichkeiten, in deinem Geiste etwas Wichtiges zu lernen.

    >Die "Realität" wie du sie wahrnimmst, ist schlicht geprägt durch die - bildhalft gesprochen - finsteren Wolken deiner Gemütslage, bedingt durch eine fundamentale Enttäuschung. Das "echte Leben", das dich schockiert und frustriert, ist nur ein Auszug aus dem Gesamtgeschehen. Du nimmst die Wirklichkeit in verzerrter und einseitiger Form wahr. das ist eine art selektiver Wahrnehmung, derzufolge du alles Gute, Wahre Schöne ausblendest und zugleich bei allem, was - platt gesagt - "ätzend" ist, in dir sagst: "Ja, so ist das Leben - überall nur Korruption, Gauner, Verbrecher, Schlampen und Vollidioten. Dass es natürlich auch zig ehrliche und freigiebige Leute gibt usw. usw. wird ausgeblendet. So funktionieren diese psychischen Mechanismen, ganz grob dargestellt. Dabei verfälltst du in sich wiederholende denkschemata, deren Wirkung du damit verstärkst - auch das ist ein Teil psychischer Wirkungsweisen. In einfachen Worten gesagt: du redest dir solange ein, dass die Welt Scheisse ist, bis du wirklich dran glaubst. Das ist ebenso falsch wie ein infantiles religiöses Weltbild.

    >Wie sonst willst du dir erklären, dass es Menschen gibt, die glücklich und ausgeglichen sind, die Dankbarkeit empfinden und mit ihrer Kreativität gestalterisch auf ihre Umwelt einwirken?

    >Wäre die Realität so wie von dir wahrgenommen, gäbe es all das nicht. Dein Fokus richtet sich auf für dich schmerzhafte Teilaspekte. So sehr du seelisch leidest, haben diese Erkenntnisse einen Wert: Vielleicht sind es die schmerzhaften ersten Schritte in eine innere Freiheit, die dir neu ist.

    >Ich hatte in jungen Jahren exakt die Art von Empfinden und Gedanken im Kopf, wie du sie hier artikulierst. Der Punkt ist, du musst sie mit allem, was dazugehört, aushalten - nur das macht dich stärker! Dann allerdings wirst du wirklich innerlich wachsen.

    >Nicht alles ist ohne Sinn, nur weil es den Anschein der Sinnlosigkeit hat. Meine Empfelung als Laie ist es, dass du dir ggf. einen brauchbaren Psychologen suchst und mit dem sprichst!

    >Zudem wäre dir zu raten, dass du ggf. ganz einfach Medikamente nimmst, die auf die "Hardware" - dein Gehirn - einwirken. Es ist leider auch so, dass sich ein verfinstertes Gemüt auch irgendwann in der Gehirn-Chemie niederschlägt. Hier kann man ansetzen, um zunächst einmal der Chemie wieder auf die Sprünge zu helfen...

    >Möglicherweise ist deine innere Verfassung auch Ausdruck einer Erkrankung, die durch Wohngifte oder ähnliche äußere Einflüsse bedingt ist. Darum ist kompetenter Rat wichtig.

    >Ciao,

    >SNR







    Hallo snr,

    danke für deine umfangreiche Antwort.

    Ich weiss schon, dass ich etwas sehr parteiisch bin (also eher alles aus dem negativem Blickwinkel betrachte), aber sind wir doch ehrlich: letzten Endes sind wir alle doch Egoisten und handeln dementsprechend. (Hat nicht der Buddhismus selbst die Welt und die Menschen als negativ insofern betrachtet, als dass sie sagten die Menschen hängen zu sehr an weltlichen Dingen (Liebe zu Menschen etc.)?)

    Ich weiss, dass ich durch Selbstmord nicht ins Nirvana kommen würde, da sich ja sonst alle buddhistischen Mönche umbringen würden. Mich würden die parapsychologischen Studien interessieren die du erwähnt hast, wenn du eine Internetadresse oder ähnliches dazu hättest, wäre ich dir sehr dankbar, weil ich dem Buddhismus nicht vertrauen kann (obwohl ich es gerne würde).

    Ich will niemanden damit schaden mit dem Suizid, aber da ich die Welt momentan so sehe wie ich es tue, würden die Menschen die trauern würden (weil sie eine Person verloren haben, die ihnen selbst Freude bereitet ---> eigenes Wohlbefinden/Lustempfinden), eben so lange trauern bis sie tot sind, aber letzten Endes wäre es doch egal ob sie trauern oder sich freuen würden (da es ja sowieso keine Werte oder Gesetze gibt).

    Ich weiss, dass Depressionen mit dem Gehirn etc. zusammenhängen, aber ich habe meine Bedenken gegen Chemie (in meiner Familie sind deswegen schon Menschen gestorben wegen dieser Chemie), natürlich ist das lächerlich, da ich behaupte selbst den Tod als Weg zu sehen, aber wenn dann möchte ich selbst darüber entscheiden.

    Vielleicht kannst du mir Quellen zu den parapsychologischen Studien angeben.

    Vielen Dank

  10. #10
    Ina
    Gast

    Re: Selbstbetrug


    Hallo du,


    >ich lebe nicht religiös, sondern bin auf der Suche. Eben meine innere Leere und mein Verzweifelt-Sein zerstören mich innerlich, da ich nach einiger Forschungsarbeit eben nicht mehr an beide (Buddha, Jesus) glauben kann.


    Das ist doch super. Selbst Buddha hat gesagt, dass man ihm nicht glauben soll.

    Wichtig ist, dass du anfängst an dich selbst zu glauben.

    Schau also nach innen und nicht nach außen.



    >Beide scheinen realitätsfremd gedacht bzw. gelebt zu haben (Stichwort: Weltflucht).


    Ohne jetzt Religionen verteidigen zu wollen, sehe ich das ein wenig anders.

    Buddha hat beides erfahren, Pomp und Askese; und Jesus ist unter die Menschen gegangen, hat gepredigt und geheilt.



    >Du kannst anderen was vormachen, dir selbst jedoch nie.


    Ja, genau. Erkenne dich selbst!


    >Momentan lebe ich ziemlich schlecht, weil du nachgefragt hast. Wegen dieser Nichtigkeit von allem, ziehe ich auch ernsthaft den Suizid in Betracht.


    Du bist frei und kannst alles tun was du willst.

    Aber du möchtest doch eine Lösung,und ich denke, dass ein Suizid keine (Er)-Lösung wäre, weil du irgendwann einmal genau mit den gleichen Problemen konfrontiert wirst. Das würde dich nicht ernsthaft weiterbringen.

    Verwandle doch mal die Nichtigkeit in Wichtigkeit.

    Du brauchst nur das "N" in ein "W" zu tauschen ;-)))))

    Auch wenn dir das jetzt nicht mehr als ein müdes Lächeln entlockt, so gibt es doch sicher eine Menge was wirklich für dich wichtig ist.



    > Dies hat jedoch noch mehr Hintergründe, wie zum Beispiel dass ich keinen >Spass/Lust an Dingen empfinden kann und ich das Geheuchel und Schön-Tun und >Lieb-Reden von den allermeisten Menschen nicht mehr hören kann. Letztlich ist >jeder allein und benutzt andere Menschen, um selbst zu profitieren (lachen, >Sicherheit empfinden).


    Du kannst andere nicht ändern, du kannst nur dich selbst ändern.

    Schau auf dich selbst und nicht auf die anderen.

    Allzu häufig sieht man die Schwächen anderer und vergißt dabei die eigenen.

    Lerne beides anzunehmen!



    >Da jeder auf seinen eigenen Posten steht und anderen nur hilft, um selbst daraus Gewinn zu ziehen, erkennt man deutlich die Heuchelei der Religionen.

    >Da ich in einem wohlbehüteten Elternhaus aufgewachsen bin, komme ich mit >dieser "neuen" Kälte nicht zurecht. Jedenfalls meine ich zu schwach zu sein, >andere in einem solche Maße auszubeuten wie es andere tun, und so kaltherzig >zu leben.


    Da ich in einem eher "kalten" Elternhaus aufgewachsen bin, hatte ich es zugegebenermaßen etwas leichter als du.

    Du bestimmst dein Leben selbst, gestalte es so wie es dir gefällt, denn niemand hat das Recht von dir zu verlangen, dass du andere ausbeuten sollst und kaltherzig lebst.





    >Die Realität ist eben ein böses Erwachen, wenn man vorher in Illusionen gelebt hat (Christentum) und einem nie jemand vom echten Leben erzählt hat.

    >Damit verurteile ich keine Religionen, denn diese können unwidersprochenermaßen den Menschen helfen , nur: ich kann mit dieser Lüge nicht leben.

    >Hier werden einfach Süchte mit anderen Süchten und Nöte mit anderen Nöten >ausgetauscht. Was nützt es einem dem Alkohol abzuschwören und vom Beten >abhängig zu werden?


    Ich denke,hier möchte niemand, dass du abhängig wirst, sondern eher genau das Gegenteil!

    Aufpassen musst du nur, wenn jemand besonders betont, dass nur er/sie "die beste, einzigste, ultimative" Lehre vertritt.

    Da wäre ich vorsichtig ;-))))) zwinker


    Falls dir das alles zu allgemein war, kannst du mich auch jederzeit unter meiner Mailadresse erreichen.


    Ganz liebe Grüße

    Ina



    Auch wenn ich wegen meiner Channelings schon einige "Foren-Verbrennungen"

    hinter mir habe, so möchte ich abschließend weil es so gut zum Thema passt,

    ein klitzeleinen Auszug aus einem Channeling über "Seelenbewusstsein" vom 29.8 2004 wiedergeben:




    Wer in der Liebe IST, ist auch in der Bewusstheit.


    Alles was nicht Liebe ist, ist unbewusst.


    Wer sich der Liebe öffnet, wird auch gleichzeitig Bewusstheit erfahren.


    SEI in der LIEBE und verströme diese Liebe!


    So wird auch dich Bewusstheit überfluten.


    Sei bewusst, sei ein Fels, und sei dir dessen bewusst!


    Meister der Bewusstheit, Meister der wiederkehrenden Rhythmen!


    Deine Aufgabe ist zu erkennen, dass es dir an nichts mangelt, weder an Bewusstheit,

    noch an Seelenbewusstsein.


    Erkenne dich selbst!


    SO SEI ES!



    Sanat Kumara











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