Ergebnis 1 bis 7 von 7

Thema: Sexualität und Magie

  1. #1
    Simon Magus
    Gast

    Sexualität und Magie


    Meine Lieben Liebenden! ;-)




    herz-rot Ich hab weiter unten einiges zum Thema gelesen und will an dieser Stelle die Quintessenz meiner Erfahrung und Überlegungen zum Thema darlegen.


    herz-rot Richtig ist auf jeden Fall, daß eine unverzichtbar Grundlage für den magischen Aufstieg neben Selbsterkenntnis, Gedankenbeherrschung, Charakterausgleich, Entwicklung der astralen Sinne... , der richtige Umgang mit der Sexualität ist (wobei alle Themen mehr oder weniger miteinander im Zusammenhang stehen).

    Die zwei Grundpole sind sexuelle Aktivität und sexuelle Enthaltsamkeit.

    Wenn beide Seiten im Gleichgewicht stehen ist für die magische Entwicklung in dieser Hinsicht die beste Vorraussetzung gegeben.

    Manche spirituelle Richtungen betonen mehr den einen oder anderen Aspekt und werden damit der Idee des Magischen Gleichgewichts in der praktischen Anwendung nicht gerecht.


    herz-rot Tendenziell kann man sagen, daß s.Aktivität zwar unmittelbar zu

    einer Verminderung des Verlangens führt, aber eine Steigerung dieser über längere Zeit zu mehr Verlangen führt. Andererseits führt Enthaltsamkeit zuerst zu einem größeren Verlangen, aber über längere Zeit nimmt es immer mehr ab.

    Was jeder Mensch (gerade der welcher sich schon eingängig mit Meditation, richtig verstandener Askese auf anderen Gebieten, Gebet usw.) nachprüfen kann ist folgendes:

    Man ist im Zusammensein mit einer Partnerin in höchstem Maße erregt und versagt sich trotzdem den Orgasmus. Dies bedarf zwar einiger Willensanstrengung und Übung, aber in der darauffolgenden Stunden und manchmal Tagen hat man Erlebnisse der besonderen Art (zu mindestens mehr als ohne diese Voraussetzung). Es ist so als wenn diese Energie welche man nicht abgegeben hat

    der inneren Entwicklung zugute kommt. So ist es z.B. möglich, daß die Imagination und die Übung der Gedankenleere leichter fällt, Kreativität und Intuition gesteigert sind oder man Lucide Träumen von ungewohnter Intensität verbunden mit tiefem mystischen Erfahrungen hat.


    herz-rot Aus solchen Erfahrungen könnte man vorschnell Schlußfolgern, daß man s. Aktivität (zumindestens bis zum Orgasmus) im allgemeinen vermeiden sollte und allgemeine Enthaltsamkeit das anstrebenswerte Ziel ist. Dies halte ich aber für einen fatalen Irrtum, denn Enthaltsamkeit führt über lange Zeit zum versiegen der "s. Energie". Zölibatäres Leben wie es z.B. die kat. Kirche ihren Priestern auferlegt oder pseudo-a-Sexualität wie es einige Tantraströmungen lehren ist für die spirituelle Entwicklung eine denkbar ungünstige Voraussetzung.

    Enthaltsamkeit über Monate ist nur angebracht als Vorbereitung auf ganz speziellen magische Praktiken und sogar über Jahre als "Diät" bei extrem krankhaft übersteigertem Verlangen.


    herz-rot Ich habe unlängst einen Wandermönch gefragt (der nach seinen Angaben noch nie mit einer Frau geschlafen hat) wie er mit seinem Verlangen umgeht. Er meinte

    er habe nach so vielen Jahren so gut wie kein Interesse mehr am weiblichen Geschlecht und wenn doch so betreibt er Selbstbefriedigung (da ich Scheinheiligkeit erwartet hatte verblüffte mich diese Ehrlichkeit!) aber am liebsten hätte ich ihm 50€ in die Hand gedrückt und ihm einen Abend im Puff spendiert (was zwar alles andere als Ideal ist, aber immer noch besser als so ein Schwachsinn "im Namen Gottes").


    herz-rot Das Thema ist zwar umfassender als wie man es hier in ein paar Worten zusammenfassen kann, aber ich würde die dargelegte Grundaussage zu diesem Thema als das Ein-mal-eins des Umgangs mit Sexualität auf der Grundlage der Hermetik nach Franz Bardon bezeichnen.

    Das unter Schülern die noch weit von aller Vollkommenheit entfernt sind (was sicher auf die meisten von uns zutreffend ist) etwas unterschiedliche Ansichten zu diesem Thema bestehen, sehe ich als selbstverständlich an.

    Es würde mich interessieren was eure Meinung zum Thema ist.




    SIMON MAGUS










  2. #2
    formidolosus
    Gast

    Re: Sexualität und Magie




    Nun, Sexualität istt eine äußerst kreative Form der Liebe zum Ausdruck gebracht.

    Wer also die Sexualität leugnet oder verachtet, der stellt eine Bedingung an die Liebe BZW versucht die Liebe gemäßt seiner Vorstellung von ihr zu formen.

    Das wird aber nicht funktionieren, eher geht der Mensch daran zu grunde.

    Sexualität ist außerdem ein äußerst magischer Weg der Selbsterkenntnis.

    Am Umgang mit der Sexualität zeigt sich, wie man so drauf ist.

    Wenn man verkrampft ist, dann vögelt man auch verkrampft.

    Wenn man bescheuert ist, dann vögelt man auch bescheuert.

    Wenn man ein Wahnsinniger ist, dann vögelt man auch dementsprechend.

    Der, dessen Körper, Geist und Seele hamonieren, dem wird sich auch die Magie des Sexus auf eine noch nie gekannte Weise zeigen.

    Die meisten machen Sexualität jedoch zum Problem und einige verbieten es ja fast gänzlich.

    Letztere Gruppe läuft viel eher Gefahr von ihren eigenen Schemen aufgefressen zu werden, also so manch ein vor Geilheit Strotzender Mensch.

    Für bestimmte magische Operationen kann man vielleicht mal das Sexualleben für eine gewisse Zeit mal zügeln oder unterbrechen, aber völlige Enthaltsamkeit ist kein Weg, sondern Selbstverleugnung und bringt nur weitere Probleme hervor.

    Gib die 50 Euro lieber irgendeinen Bardonisten hier, damit sie sich mal Führ's WWA inspirieren lassen können, denn sonst wird das Nix.

    Liebe Grüße, formidolosus!

    >Meine Lieben Liebenden! ;-)

    >

    >herz-rot Ich hab weiter unten einiges zum Thema gelesen und will an dieser Stelle die Quintessenz meiner Erfahrung und Überlegungen zum Thema darlegen.

    >herz-rot Richtig ist auf jeden Fall, daß eine unverzichtbar Grundlage für den magischen Aufstieg neben Selbsterkenntnis, Gedankenbeherrschung, Charakterausgleich, Entwicklung der astralen Sinne... , der richtige Umgang mit der Sexualität ist (wobei alle Themen mehr oder weniger miteinander im Zusammenhang stehen).

    >Die zwei Grundpole sind sexuelle Aktivität und sexuelle Enthaltsamkeit.

    >Wenn beide Seiten im Gleichgewicht stehen ist für die magische Entwicklung in dieser Hinsicht die beste Vorraussetzung gegeben.

    >Manche spirituelle Richtungen betonen mehr den einen oder anderen Aspekt und werden damit der Idee des Magischen Gleichgewichts in der praktischen Anwendung nicht gerecht.

    >herz-rot Tendenziell kann man sagen, daß s.Aktivität zwar unmittelbar zu

    >einer Verminderung des Verlangens führt, aber eine Steigerung dieser über längere Zeit zu mehr Verlangen führt. Andererseits führt Enthaltsamkeit zuerst zu einem größeren Verlangen, aber über längere Zeit nimmt es immer mehr ab.

    >Was jeder Mensch (gerade der welcher sich schon eingängig mit Meditation, richtig verstandener Askese auf anderen Gebieten, Gebet usw.) nachprüfen kann ist folgendes:

    >Man ist im Zusammensein mit einer Partnerin in höchstem Maße erregt und versagt sich trotzdem den Orgasmus. Dies bedarf zwar einiger Willensanstrengung und Übung, aber in der darauffolgenden Stunden und manchmal Tagen hat man Erlebnisse der besonderen Art (zu mindestens mehr als ohne diese Voraussetzung). Es ist so als wenn diese Energie welche man nicht abgegeben hat

    >der inneren Entwicklung zugute kommt. So ist es z.B. möglich, daß die Imagination und die Übung der Gedankenleere leichter fällt, Kreativität und Intuition gesteigert sind oder man Lucide Träumen von ungewohnter Intensität verbunden mit tiefem mystischen Erfahrungen hat.

    >herz-rot Aus solchen Erfahrungen könnte man vorschnell Schlußfolgern, daß man s. Aktivität (zumindestens bis zum Orgasmus) im allgemeinen vermeiden sollte und allgemeine Enthaltsamkeit das anstrebenswerte Ziel ist. Dies halte ich aber für einen fatalen Irrtum, denn Enthaltsamkeit führt über lange Zeit zum versiegen der "s. Energie". Zölibatäres Leben wie es z.B. die kat. Kirche ihren Priestern auferlegt oder pseudo-a-Sexualität wie es einige Tantraströmungen lehren ist für die spirituelle Entwicklung eine denkbar ungünstige Voraussetzung.

    >Enthaltsamkeit über Monate ist nur angebracht als Vorbereitung auf ganz speziellen magische Praktiken und sogar über Jahre als "Diät" bei extrem krankhaft übersteigertem Verlangen.

    >herz-rot Ich habe unlängst einen Wandermönch gefragt (der nach seinen Angaben noch nie mit einer Frau geschlafen hat) wie er mit seinem Verlangen umgeht. Er meinte

    >er habe nach so vielen Jahren so gut wie kein Interesse mehr am weiblichen Geschlecht und wenn doch so betreibt er Selbstbefriedigung (da ich Scheinheiligkeit erwartet hatte verblüffte mich diese Ehrlichkeit!) aber am liebsten hätte ich ihm 50€ in die Hand gedrückt und ihm einen Abend im Puff spendiert (was zwar alles andere als Ideal ist, aber immer noch besser als so ein Schwachsinn "im Namen Gottes").

    >herz-rot Das Thema ist zwar umfassender als wie man es hier in ein paar Worten zusammenfassen kann, aber ich würde die dargelegte Grundaussage zu diesem Thema als das Ein-mal-eins des Umgangs mit Sexualität auf der Grundlage der Hermetik nach Franz Bardon bezeichnen.

    >Das unter Schülern die noch weit von aller Vollkommenheit entfernt sind (was sicher auf die meisten von uns zutreffend ist) etwas unterschiedliche Ansichten zu diesem Thema bestehen, sehe ich als selbstverständlich an.

    >Es würde mich interessieren was eure Meinung zum Thema ist.

    >

    >SIMON MAGUS



  3. #3
    formidolosus
    Gast

    Re: Sexualität und Magie


    Jezt laß ich mal den alten Henry Miller sprechen.

    Liebe ist das Drama der Vollendung, der Einswerdung.

    Persönlich und grenzenlos führt sie zur

    Befreiung von der Tyrannei des Ichs. Sexus ist

    unpersönlich und kann mit Liebe identifiziert

    werden oder auch nicht. Das Sexuelle kann die

    Liebe stärken und vertiefen oder zerstörend wirken.




    Mir scheint es, daß der Sexus am besten verstanden

    worden und zum Ausdruck gekommen

    ist in der heidnischen Welt, bei den Primitiven und

    auf dem Gebiet der Religion. Im ersten Fall wurde

    er auf die ästhetische Ebene erhoben, im zweiten

    auf die magische und im dritten auf die geistige.

    In unserer Welt, in der nur noch die bestialische

    Ebene vorhanden ist, bewegt sich das Sexuelle im

    leerenRaum.


    Wir werden mehr und mehr Neutren, mehr und

    mehr asexuell. Hierfür ist die wachsende Vielfalt perverser Verbrechen ein beredtes Zeugnis. Der

    Mörder, als pathologische Abart, ist ein beunruhigender

    Schößling der entarteten Gesellschaft, die

    ständig die soziale Struktur des Volkes unterminiert.

    Verkümmert in seinem Gefühlsleben kann

    er nur mit seinem Mitmenschen Kontakt aufnehmen,

    indem er dessen Blut vergießt.


    Es gibt alle Arten von Mördern unter uns. Der

    Typ, der schließlich seinen Weg zum elektrischen

    Stuhl findet, ist nur der Vorläufer einer erschrekkenden,

    ständig wachsenden Schar von Verbrechern.

    In einem gewissen Sinn sind wir alle Mörder.

    Unser ganzer Lebensweg führt durch gegenseitige

    Metzeleien. Nie zuvor hat die Welt so nach

    Sicherheit verlangt, und nie ist das Leben unsicherer

    gewesen. Zu unserer Sicherheit erfinden

    wir höchst phantastische Zerstörungswerkzeuge,

    die sich dann als Bumerangs erweisen. Niemand

    scheint an die Macht der Liebe zu glauben, die einzige

    verläßliche Macht. Niemand vertraut seinem

    Nachbarn oder sich selbst, geschweige denn einem

    höchsten Wesen. Furcht, Neid, Habgier und Argwohn

    erheben überall ihre Fratzen. Ergo, fick dir

    das Mark aus den Knochen, solange es noch Zeit

    ist!




    Einige Menschen führt der Sexus zur Heiligkeit,

    für andere ist er der Weg zur Hölle. In dieser

    Hinsicht ist er wie alles andere im Leben, sei es

    eine Person, ein Ding, ein Ereignis oder eine Beziehung.

    Alles hängt von unserem Gesichtspunkt

    ab. Um das Leben schöner, reicher, tiefer und befriedigender

    zu gestalten, müssen wir auf jedes

    dazu beitragende Lebenselement mit frischen, klaren

    Augen sehen. Wenn wir uns dem Sexus gegenüber

    falsch verhalten, dann stimmt auch etwas

    nicht in unserer Haltung gegenüber dem täglichen

    Brot, gegenüber Geld, Arbeit, Spiel, kurzum, allem

    gegenüber. Wie kann jemand ein gutes Geschlechtsleben

    führen, wenn er anderen Seiten des Lebens

    gegenüber eine verkrampfte, ungesunde Haltung

    einnimmt?


    Es ist schwierig, ja fast absurd, Menschen mit

    verkümmertem Gefühlsleben klarzumachen, daß

    vor allem der Ausdruck der eigenen Persönlichkeit

    wichtig ist. Nicht, was man oder wie man es

    ausdrückt, sondern einfach sich selbst ausdrücken.

    Man möchte sie gern dazu drängen, keinen Versuch

    zur Selbstbefreiung zu unterlassen. Oft hat

    man uns gesagt, nichts wäre an sich schlecht oder

    böse. Nur die Furcht, unrecht zu tun, die Angst




    vor dieser oder jener Handlung ist schlecht. «Furcht

    heißt, nicht zu säen wegen der Vögel.»


    Heute scheinen wir fast ausschließlich von

    Furcht belebt zu sein. Wir fürchten sogar, was gut,

    was gesund oder freudebringend ist. Und was ist

    ein Held? In erster Linie ein Mensch, der seine

    Furcht überwunden hat. Man kann in jedem Bereich

    ein Held sein. Wir erkennen ihn jedesmal,

    wenn er erscheint. Seine einzigartige Tugend besteht

    darin, daß er mit dem Leben, mit sich selbst

    eins geworden ist. Er hat aufgehört, zu zweifeln

    und zu fragen und dadurch den Fluß und den

    Rhythmus des Lebens beschleunigt. Der Feigling

    dagegen sucht den Fluß des Lebens aufzuhalten.

    Er hält jedoch nur sich selbst auf. Das Leben geht

    weiter, gleichgültig ob wir als Feiglinge oder als

    Helden handeln. Das Leben hat uns, wenn wir uns

    das nur merken wollten, keine andere Lehre zu

    erteilen, als es fraglos hinzunehmen. Alles, vor

    dem wir unsere Augen verschließen, vor dem wir

    davonlaufen, das wir verleugnen, anschwärzen

    oder verachten, wird schließlich zu unserer Niederlage

    beitragen. Was scheußlich, schmerzlich oder

    übel erscheint, kann ein Quell der Schönheit,

    Freude und Kraft werden, wenn wir ihm mit aufgeschlossenem Geist gegenübertreten. Jeder Augenblick

    führt für den, der die Gabe hat, ihn zu erkennen,

    Gold im Munde. Das Leben geht jetzt vorsich, in jedem Augenblick, mag die Welt auch voll

    von Tod sein. Der Tod triumphiert nur im Dienst

    des Lebens.





    >

    >Nun, Sexualität istt eine äußerst kreative Form der Liebe zum Ausdruck gebracht.

    >Wer also die Sexualität leugnet oder verachtet, der stellt eine Bedingung an die Liebe BZW versucht die Liebe gemäßt seiner Vorstellung von ihr zu formen.

    >Das wird aber nicht funktionieren, eher geht der Mensch daran zu grunde.

    >Sexualität ist außerdem ein äußerst magischer Weg der Selbsterkenntnis.

    >Am Umgang mit der Sexualität zeigt sich, wie man so drauf ist.

    >Wenn man verkrampft ist, dann vögelt man auch verkrampft.

    >Wenn man bescheuert ist, dann vögelt man auch bescheuert.

    >Wenn man ein Wahnsinniger ist, dann vögelt man auch dementsprechend.

    >Der, dessen Körper, Geist und Seele hamonieren, dem wird sich auch die Magie des Sexus auf eine noch nie gekannte Weise zeigen.

    >Die meisten machen Sexualität jedoch zum Problem und einige verbieten es ja fast gänzlich.

    >Letztere Gruppe läuft viel eher Gefahr von ihren eigenen Schemen aufgefressen zu werden, also so manch ein vor Geilheit Strotzender Mensch.

    >Für bestimmte magische Operationen kann man vielleicht mal das Sexualleben für eine gewisse Zeit mal zügeln oder unterbrechen, aber völlige Enthaltsamkeit ist kein Weg, sondern Selbstverleugnung und bringt nur weitere Probleme hervor.

    >Gib die 50 Euro lieber irgendeinen Bardonisten hier, damit sie sich mal Führ's WWA inspirieren lassen können, denn sonst wird das Nix.

    >Liebe Grüße, formidolosus!

    >>Meine Lieben Liebenden! ;-)

    >>

    >>herz-rot Ich hab weiter unten einiges zum Thema gelesen und will an dieser Stelle die Quintessenz meiner Erfahrung und Überlegungen zum Thema darlegen.

    >>herz-rot Richtig ist auf jeden Fall, daß eine unverzichtbar Grundlage für den magischen Aufstieg neben Selbsterkenntnis, Gedankenbeherrschung, Charakterausgleich, Entwicklung der astralen Sinne... , der richtige Umgang mit der Sexualität ist (wobei alle Themen mehr oder weniger miteinander im Zusammenhang stehen).

    >>Die zwei Grundpole sind sexuelle Aktivität und sexuelle Enthaltsamkeit.

    >>Wenn beide Seiten im Gleichgewicht stehen ist für die magische Entwicklung in dieser Hinsicht die beste Vorraussetzung gegeben.

    >>Manche spirituelle Richtungen betonen mehr den einen oder anderen Aspekt und werden damit der Idee des Magischen Gleichgewichts in der praktischen Anwendung nicht gerecht.

    >>herz-rot Tendenziell kann man sagen, daß s.Aktivität zwar unmittelbar zu

    >>einer Verminderung des Verlangens führt, aber eine Steigerung dieser über längere Zeit zu mehr Verlangen führt. Andererseits führt Enthaltsamkeit zuerst zu einem größeren Verlangen, aber über längere Zeit nimmt es immer mehr ab.

    >>Was jeder Mensch (gerade der welcher sich schon eingängig mit Meditation, richtig verstandener Askese auf anderen Gebieten, Gebet usw.) nachprüfen kann ist folgendes:

    >>Man ist im Zusammensein mit einer Partnerin in höchstem Maße erregt und versagt sich trotzdem den Orgasmus. Dies bedarf zwar einiger Willensanstrengung und Übung, aber in der darauffolgenden Stunden und manchmal Tagen hat man Erlebnisse der besonderen Art (zu mindestens mehr als ohne diese Voraussetzung). Es ist so als wenn diese Energie welche man nicht abgegeben hat

    >>der inneren Entwicklung zugute kommt. So ist es z.B. möglich, daß die Imagination und die Übung der Gedankenleere leichter fällt, Kreativität und Intuition gesteigert sind oder man Lucide Träumen von ungewohnter Intensität verbunden mit tiefem mystischen Erfahrungen hat.

    >>herz-rot Aus solchen Erfahrungen könnte man vorschnell Schlußfolgern, daß man s. Aktivität (zumindestens bis zum Orgasmus) im allgemeinen vermeiden sollte und allgemeine Enthaltsamkeit das anstrebenswerte Ziel ist. Dies halte ich aber für einen fatalen Irrtum, denn Enthaltsamkeit führt über lange Zeit zum versiegen der "s. Energie". Zölibatäres Leben wie es z.B. die kat. Kirche ihren Priestern auferlegt oder pseudo-a-Sexualität wie es einige Tantraströmungen lehren ist für die spirituelle Entwicklung eine denkbar ungünstige Voraussetzung.

    >>Enthaltsamkeit über Monate ist nur angebracht als Vorbereitung auf ganz speziellen magische Praktiken und sogar über Jahre als "Diät" bei extrem krankhaft übersteigertem Verlangen.

    >>herz-rot Ich habe unlängst einen Wandermönch gefragt (der nach seinen Angaben noch nie mit einer Frau geschlafen hat) wie er mit seinem Verlangen umgeht. Er meinte

    >>er habe nach so vielen Jahren so gut wie kein Interesse mehr am weiblichen Geschlecht und wenn doch so betreibt er Selbstbefriedigung (da ich Scheinheiligkeit erwartet hatte verblüffte mich diese Ehrlichkeit!) aber am liebsten hätte ich ihm 50€ in die Hand gedrückt und ihm einen Abend im Puff spendiert (was zwar alles andere als Ideal ist, aber immer noch besser als so ein Schwachsinn "im Namen Gottes").

    >>herz-rot Das Thema ist zwar umfassender als wie man es hier in ein paar Worten zusammenfassen kann, aber ich würde die dargelegte Grundaussage zu diesem Thema als das Ein-mal-eins des Umgangs mit Sexualität auf der Grundlage der Hermetik nach Franz Bardon bezeichnen.

    >>Das unter Schülern die noch weit von aller Vollkommenheit entfernt sind (was sicher auf die meisten von uns zutreffend ist) etwas unterschiedliche Ansichten zu diesem Thema bestehen, sehe ich als selbstverständlich an.

    >>Es würde mich interessieren was eure Meinung zum Thema ist.

    >>

    >>SIMON MAGUS



  4. #4
    Knecht
    Gast

    Re: Sexualität und Magie


    >Man ist im Zusammensein mit einer Partnerin in höchstem Maße erregt und >versagt sich trotzdem den Orgasmus. Dies bedarf zwar einiger >Willensanstrengung und Übung, aber in der darauffolgenden Stunden und manchmal >Tagen hat man Erlebnisse der besonderen Art (zu mindestens mehr als ohne diese >Voraussetzung).




    Na ganz genau, man trägt dann besser weite Hosen und sitzt auf einem Hämmoriedenkissen...




  5. #5
    Anzeraq
    Gast

    Re: @Simon Magus


    Hallo Simon,


    schoen dass es Dich zeitweilig auch noch ins Forum treibt!


    Haelst Du Dich denn so spaet noch im Internet-Cafe auf?

    Kommst Du denn da morgens ueberhaupt raus und zur Arbeit?


    Vor einiger Zeit habe ich Deine psychischen Belastungen

    verfolgt, worueber Du Dich ziemlich offen geaeußert hast.

    Da hast Du wirklich Mut bewiesen, so offen darueber zu schreiben!


    Ich hoffe, Du bewegst Dich inzwischen wieder auf einem

    harmonischeren Level und kannst Deine Erfahrungen transformieren?!!!


    Ich wunesche Dir alles Gute und viel Kraft!




    Herzliche Grueße


    Anzeraq

  6. #6
    Ina
    Gast

    Re: Sexualität und Magie


    >Ist es nichtso, daß wir uns durch das niveaulose der Enthüllung erst nähern, als durch ein festgelegtes Niveau den Täuschungen innhalb der Grenzen eines Niveaus zu eerliegen und uns somit auch entfernen, wobei wir unsere Mündigkeit jenen übereignen, die uns das Niveau aufzwingen?


    Lieber formidolosus,


    ja du hast völlig recht, wird Niveau heutzutage am ehesten mit eine Creme assoziiert. Deshalb verwischt sich doch so einiges und die Übergänge sehe ich im Grunde nicht so stark begrenzt, oder gar zwanghaft, sondern leicht fließend und sich dem Ganzem einfügend. So verleiht letztenendes das geistige Prinzip dem Strukturlosem Raum und Form, durch seine Sinnhaftigkeit innewohnend der gewaltigen Schöpferkraft! Nichtsdestotrotz – es stellt sich hier weniger die Frage nach Vermenschlichung oder Vergöttlichung, sondern nach Verwirklichung und Darstellung dieses einen Prinzips. Da es natürlich so viele unterschiedliche Vorgehensweisen wie es Menschen gibt, sei eine leise Missfallensäußerung jedoch erlaubt!


    Liebe Grüße,

    Ina kuss

  7. #7
    Simon Magus
    Gast

    Re: Sexualität und Magie


    >>Man ist im Zusammensein mit einer Partnerin in höchstem Maße erregt und >versagt sich trotzdem den Orgasmus. Dies bedarf zwar einiger >Willensanstrengung und Übung, aber in der darauffolgenden Stunden und manchmal >Tagen hat man Erlebnisse der besonderen Art (zu mindestens mehr als ohne diese >Voraussetzung).

    >

    >Na ganz genau, man trägt dann besser weite Hosen und sitzt auf einem Hämmoriedenkissen...




    Hi Knecht


    Der Einwand ist nicht ganz unbegründet.

    Meine Grundaussage war: was ist nach meiner Meinung "der Weg der Mitte" in Bezug auf die Sexualität?

    Es gibt Menschen die ihre Sexuelle Energie so weit heruntergefahren haben, daß ein Entsagen im entsprechenden Moment gar keine Überwindung kostet, weil das Verlangen krankhafter weise gegen Null geht (z.B. bei Leuten die kronisch Kopf-lastig sind oder bei denen Sexualität aus mißverstandener Religion grundsätzlich mit Sünde in Zusammenhang gebracht wird). Anderer seits geht es auch nicht darum die Anspannung so weit zu treiben, daß man maßive ungute körperliche Symptome hat.

    Wenn man die Aussage im obigen Beitrag aus eigener Erfahrung heraus betrachtet, so bedeutet Enthaltsamkeit (für den Augenblick oder eine begrenzte Zeitspanne) nur so viel: wenn ich es nicht schaffe mich in diesem Augenblick zu beherrschen so ist es gut, wenn doch mache ich höchst wahrscheinlich noch viel tiefergehnde extatische Erfahrungen.


    m.f.G.


    Simon

Ähnliche Themen

  1. Magie und Mystik
    Von Viola im Forum Hermetik
    Antworten: 16
    Letzter Beitrag: 07.03.2009, 09:57
  2. Raum-Magie
    Von Bronte im Forum Stufe 5
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 26.07.2008, 09:42
  3. Magie in Spielen?
    Von Arphen im Forum Allgemeines
    Antworten: 30
    Letzter Beitrag: 27.06.2008, 14:55
  4. Von Wissenschaft zur Magie
    Von dyon im Forum Allgemeines
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 24.09.2007, 20:51
  5. Magie des Wasser
    Von wlt im Forum Stufe 1
    Antworten: 6
    Letzter Beitrag: 12.03.2007, 13:10

Stichworte

Lesezeichen

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
Creative Commons Lizenzvertrag
Diese Webseite ist unter einer Creative Commons-Lizenz lizenziert.

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48