Meine Lieben Liebenden! ;-)
Ich hab weiter unten einiges zum Thema gelesen und will an dieser Stelle die Quintessenz meiner Erfahrung und Überlegungen zum Thema darlegen.
Richtig ist auf jeden Fall, daß eine unverzichtbar Grundlage für den magischen Aufstieg neben Selbsterkenntnis, Gedankenbeherrschung, Charakterausgleich, Entwicklung der astralen Sinne... , der richtige Umgang mit der Sexualität ist (wobei alle Themen mehr oder weniger miteinander im Zusammenhang stehen).
Die zwei Grundpole sind sexuelle Aktivität und sexuelle Enthaltsamkeit.
Wenn beide Seiten im Gleichgewicht stehen ist für die magische Entwicklung in dieser Hinsicht die beste Vorraussetzung gegeben.
Manche spirituelle Richtungen betonen mehr den einen oder anderen Aspekt und werden damit der Idee des Magischen Gleichgewichts in der praktischen Anwendung nicht gerecht.
Tendenziell kann man sagen, daß s.Aktivität zwar unmittelbar zu
einer Verminderung des Verlangens führt, aber eine Steigerung dieser über längere Zeit zu mehr Verlangen führt. Andererseits führt Enthaltsamkeit zuerst zu einem größeren Verlangen, aber über längere Zeit nimmt es immer mehr ab.
Was jeder Mensch (gerade der welcher sich schon eingängig mit Meditation, richtig verstandener Askese auf anderen Gebieten, Gebet usw.) nachprüfen kann ist folgendes:
Man ist im Zusammensein mit einer Partnerin in höchstem Maße erregt und versagt sich trotzdem den Orgasmus. Dies bedarf zwar einiger Willensanstrengung und Übung, aber in der darauffolgenden Stunden und manchmal Tagen hat man Erlebnisse der besonderen Art (zu mindestens mehr als ohne diese Voraussetzung). Es ist so als wenn diese Energie welche man nicht abgegeben hat
der inneren Entwicklung zugute kommt. So ist es z.B. möglich, daß die Imagination und die Übung der Gedankenleere leichter fällt, Kreativität und Intuition gesteigert sind oder man Lucide Träumen von ungewohnter Intensität verbunden mit tiefem mystischen Erfahrungen hat.
Aus solchen Erfahrungen könnte man vorschnell Schlußfolgern, daß man s. Aktivität (zumindestens bis zum Orgasmus) im allgemeinen vermeiden sollte und allgemeine Enthaltsamkeit das anstrebenswerte Ziel ist. Dies halte ich aber für einen fatalen Irrtum, denn Enthaltsamkeit führt über lange Zeit zum versiegen der "s. Energie". Zölibatäres Leben wie es z.B. die kat. Kirche ihren Priestern auferlegt oder pseudo-a-Sexualität wie es einige Tantraströmungen lehren ist für die spirituelle Entwicklung eine denkbar ungünstige Voraussetzung.
Enthaltsamkeit über Monate ist nur angebracht als Vorbereitung auf ganz speziellen magische Praktiken und sogar über Jahre als "Diät" bei extrem krankhaft übersteigertem Verlangen.
Ich habe unlängst einen Wandermönch gefragt (der nach seinen Angaben noch nie mit einer Frau geschlafen hat) wie er mit seinem Verlangen umgeht. Er meinte
er habe nach so vielen Jahren so gut wie kein Interesse mehr am weiblichen Geschlecht und wenn doch so betreibt er Selbstbefriedigung (da ich Scheinheiligkeit erwartet hatte verblüffte mich diese Ehrlichkeit!) aber am liebsten hätte ich ihm 50€ in die Hand gedrückt und ihm einen Abend im Puff spendiert (was zwar alles andere als Ideal ist, aber immer noch besser als so ein Schwachsinn "im Namen Gottes").
Das Thema ist zwar umfassender als wie man es hier in ein paar Worten zusammenfassen kann, aber ich würde die dargelegte Grundaussage zu diesem Thema als das Ein-mal-eins des Umgangs mit Sexualität auf der Grundlage der Hermetik nach Franz Bardon bezeichnen.
Das unter Schülern die noch weit von aller Vollkommenheit entfernt sind (was sicher auf die meisten von uns zutreffend ist) etwas unterschiedliche Ansichten zu diesem Thema bestehen, sehe ich als selbstverständlich an.
Es würde mich interessieren was eure Meinung zum Thema ist.
SIMON MAGUS



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