Das ist klar und deutlich. Ich bin erstmal "bedient" und wenn du kannst freue ich mich natürlich auf dein mail auf packo60@hotmail.com.
Das ist klar und deutlich. Ich bin erstmal "bedient" und wenn du kannst freue ich mich natürlich auf dein mail auf packo60@hotmail.com.
>Das ist klar und deutlich. Ich bin erstmal "bedient" und wenn du kannst freue ich mich natürlich auf dein mail auf packo60@hotmail.com.
Dein Postkasten ist schon seit gestern abend voll.
DIE SIEBEN ICH
In der stillsten Stunde der Nacht - ich war halb
eingeschlafen - kamen meine sieben Ich zusammen
und flüsterten miteinander:
Erstes Ich: «Ich hauste all die Jahre hier in diesem
Narren und hatte nichts zu tun, als bei Tag seinen
Schmerz zu schüren und ihm bei Nacht neue Sorgen
zu bereiten. Ich kann mein Los nicht länger
ertragen, und jetzt lehne ich mich dagegen auf!»
Zweites Ich: «Dein Los ist besser als meines, Bruder,
denn meine Aufgabe ist's, das fröhliche Ich
dieses Narren zu sein. Ich lache sein Lachen, ich
singe seine glücklichen Stunden, und mit dreimal
beflügelten Schuhen tanze ich seine Heiterkeit. Ich
bin's, der sich gegen dieses beschwerliche Los auflehnt!»
Drittes Ich: «Und was ist mit mir, dem von Liebe
tollen Ich, der Flamme wilder Leidenschaft und
phantastischer Begier? Ich liebeskrankes Ich lehne
mich gegen diesen Narren auf!»
Viertes Ich: «Ich bin unter euch allen das elendste,
denn ich kann nur mit stetem Haß und Abscheu
alles zerstören. Ich bin der Höllensturm aus
schwarzer Finsternis und ich will diesem Narren
nicht länger dienen!»
Fünftes Ich: «Nein, ich bin es, das denkende, das
phantasievolle Ich, von Hunger und Durst dazu
verdammt, rastlos Unbekanntes und noch nicht
Geschaffenes zu suchen. Ich habe mich zu beklagen,
nicht ihr!»
Sechstes Ich: «Ich bin der elende Arbeiter, der mit
geduldigen Händen und mit sehnsüchtigem Blick
die Tage erst zu Bildern formt und den Stoffen
neue und ewige Gestalt verleiht. In meiner Einsamkeit
lehne ich mich gegen diesen ruhelosen
Narren auf!»
Siebentes Ich: «Wie seltsam, daß ihr euch gegen
diesen Mann auflehnt, hat doch jedes von euch eine
bestimmte Aufgabe. Ach hätte ich doch, wie ihr,
auch eine Bestimmung! Aber ich habe keine. Ich
kauere im Dunkel, ohne Raum und Zeit, und tue
nichts, während ihr eifrig neues Leben erschafft.
Bin ich es, der sich zu bekkgen hat, oder seid ihr
es, Nachbarn?»
Nachdem das siebente Ich so gesprochen hatte,
sahen die anderen sechs es mitleidig an und schwiegen
- und als die Nacht fortschritt, schliefen sie
eines nach dem anderen ein, froh, eine neue Aufgabe
zu haben.
Das siebente Ich aber blieb wach und blickte weiter
in das Nichts, das hinter allen Dingen ist.
G.Samara
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