Hallo,
greife das Ego-Thema noch mal auf in einem neuen Threat, wegen der Übersichtlichkeit (für mich natürlich, vielleicht behaltet ihr den Überblick besser :-))
Es ist etliche Jahre her, da erkannte ich, dass alles aus "Gott" gemacht ist, Materie verdichteter Geist ist (spontaner Gedanke: wie könnte man da eine Mitte zwischen Materie und Geist finden, wenn doch alles Geist ist???) Gleichzeitig war ich mit einer Übung beschäftigt, mein Bewusstsein in "anderes" z.B. Tiere zu versetzen... ist nicht so schwierig, wie es sich für einige anhören mag, man kann es mit Empathiefähig vergleichen. Aufgeregt war ich und immer schon war mein Motto: ausprobieren, Experimentieren, wenn es stimmt, dann müsste, dies oder das möglich sein... also traf mein Blick auf meinen kleinen Hund, der "zufällig" neben mir lag und weil ich plötzlich so aufgeregt war vor lauter Erkenntnis, sich erhob und mich anblickte, mit seinen braven, treuen Hundeaugen,... glotz, glotz.
"Weißt du eigentlich, dass du Gott bist?", fragte ich meinen Hund. Scharf beobachtete ich seine Augen, die ja bekanntlich Spiegel der Seele sind und nicht lügen können... er blinzelte, aber es schien, er hatte mich nicht wirklich gehört: "Verstehst du mich? Lies es doch von meinen Lippen ab: du bist Gott!" Die Augen meines Hundes: glotz, glotz. Hm, wäre es möglich mich in den Hund hinein zu versetzen, um dieses Wissen in ihm zu entzünden.... (ein erleuchteter Hund quasi), und war es Frevel, an der Schöpfung, wenn ich dies versuchen sollte? Meine Kinder kamen ins Wohnzimmer und unterbrachen mein Vorhaben: "Wisst ihr eigentlich, das alles aus Gott gemacht ist? Dass unser Hund ja quasi Gott ist?"
"Gott?", skeptisch betrachteten sie unseren Hund, "Das soll Gott sein? Den habe ich mir aber anders vorgestellt." Aber ein Leuchten trat in ihre Augen: "Gott, komm doch mal her!" Aber "Gott" hörte nicht auf seinen Namen, er nannte sich ja jetzt "Flecki". Pflichten riefen, die nach Erledigung drängten, so verging einige Zeit bis mein Sohn aus dem Wohnzimmer rief: "Ich glaube, Gott möchte jetzt geschlagen werden, er hat die Wurst vom Tisch geklaut." Natürlich haben wir Flecki nicht geschlagen, irgendwie konnten wir sie überhaupt nicht bestrafen, ich bitte euch, Gott schlägt man doch nicht! Interessant fand ich, dass plötzlich ein seltsamer Respekt vorhanden war, in uns und unser Verhalten dem Hund gegenüber (den wir selbstverständlich auch vorher schon als Familienmitglied liebten)...
Abends als ich mit Flecki allein war, und sie an meiner Seite schlief, versuchte ich mein Experiment, ich hatte soetwas noch nie gemacht und ehrlich gesagt, mir war bang, ob - wenn es klappt - vielleicht die Gefahr bestand, ich für immer in meinem Hund bleiben müsste, oder ob ich den Rest meines Lebens mit dem Bewusstsein eines Hundes verbringen würde,... no risk - no fun! Was hatte ich schon zu verlieren? - außer meinen Verstand *grins. Ach ja, und nicht vergessen: wenn du im Hund bist, das Licht entzünden, dass er Gott ist,...
ich rief ihren Namen, hatte eine Eingebung, sie irgendwie um "Erlaubnis" zu bitten, mal kurz - ja quasi "in sie zu fahren",... das war schon recht spannend, zumal ich nicht sicher war, ob das überhaupt legitim war, was ich da vorhatte. Sie blickte mich erwartungsvoll an und ich erklärte: "Ich möchte mein Bewusstsein über deine Augen in dich hineinversetzen, und dir beibringen, dass du Gott bist... ist das okay für dich?"
Die Augen meines Hundes: glotz, glotz
und ich spürte mich hinein, schloss dabei aber selbst meine Augen,... ich nahm mich plötzlich anders wahr, eine seltsame Ruhe und ein Sein, das keinen Namen hatte, da war eine so dichte Identifikation mit dem namenlosen So-Sein und ein unglaublicher Einklang so sein zu sollen,... da gab es nichts zu tun, ich fühlte mich zu 'fertig', im Sinne von zuende gebracht ... das fühlte sich so anders an als ich.... und schwups war ich wieder ich.... und im Gegensatz zum gerade noch wahrgenommenen war ich irgendwie noch nicht 'fertig' im Sinne von zuende gebracht. Und diese feste, dichte Identität, die war auch nicht in mir, jetzt fiel mir auch wieder ein, dass ich doch ein Lichtlein in meinem Hund entzünden wollte, aber ich begriff: es war nicht möglich, mein Hund ist fertig... und ich erkannte für mich, dass ein Tier "definiert" ist, eine Identifikation hat, mein Hund weiß nicht, dass er ein Hund ist, weil Hund nur ein Wort ist, aber er ist, was er ist, ohne es zu wissen...
Und so ist das mit unserem Ego, ein Ego weiß nicht, dass es nur das kleine Ego ist, hält sich für den Nabel der Welt, ist ziemlich selbstgefällig und selbstgerecht,... es hat Angst, ist sich nicht sicher, weiß nicht so recht oder plustert sich auf, weiß alles, kann alles (herrlich an pubertierenden Kindern zu beobachten!) Alles in allem doch recht liebenswert *grins. Aber im Menschen gibt es noch etwas anderes, gibt es noch "mehr", etwas "größeres", "höheres",... unfassbares.... Gott als Hund ist so tief in die Schöpfung hineingestiegen, hat sich so sehr mit der Schöpfung identifiziert, dass er sich dafür hält = er wurde Geschöpf (Ego) und vergass, wer er wirklich ist = Schöpfer (Geist-Seelen-Ego) so kann der Mensch wählen, ob er sein will, was er ist (Geist-Seelen-Ego) oder was er nicht ist (Geschöpf, kleines Ich). Weil aber ein Schöpfer nicht aufhört zu sein, was er ist, auch wenn er sich dessen nicht bewusst ist... werden die ihm zu eigenen Schöpferkräfte vom Ego "missbraucht" und so strömt alles Böse dieser Welt über das Ego der Menschen in die Welt....
Elflyn sich fürs "Zuhören" bedankt!



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