>Hi John (und alle anderen natürlich auch),
>ich fang mal wieder hier oben an sonst wird's unübersichtlich..
>Um's mal ganz konkret zu machen: Ich habe das Festhalten eines Gedankens bis jetzt (das sind 3 Monate) immer so praktiziert, dass ich einen bestimmten Handlungsstrang entworfen habe und diesen dann visuell/akustisch/gefühlsmässig umgesetzt habe ohne einen Gedanken, der nicht im Drehbuch stand, zuzulassen. Störungen tauchten zwar auf, reduzierten sich aber immer mehr. Vom gleichen zeitlichen Umfang her übe ich Gedankenleere. Deine Empfehlung, 10 Minuten lang den gleichen Satz zu sprechen, kam mir etwas merkwürdig vor, ich werd's aber der Ordnung halber tun, um zu schaunen ob ich's kann. Wenn dem nicht so ist, werde ich das üben.
>Bist Du sicher, dass Imaginationsübungen wirklich derart gefährlich sind? Dann müssten Maler, Bildhauer, Komponisten, Regisseure und andere Menschen, die sich die meiste Zeit damit beschäftigen Dinge (vorerst) imaginativ zu erschaffen, reihenweise in die Nervenheilanstalt eingeliefert werden.
>Noch eine Anmerkung zu einer Stelle in einer Deiner Postings... Du hattest erwähnt, dass Du am offenen Fenster trotz Nachbar-Palaver Gedankenleere gehalten hast. Ich finde das etwas zweifelhaft. Sicherlich ist es möglich trotz Aussenreizen den Eindruck zu haben nichts zu denken. Aber Gewissheit hat man doch nur, wenn von aussen wirklich nichts kommen kann, indem man sich vollkommen abschirmt. Denn Geräusche kann man einfach nicht "überhören". Man kann sie zwar ignorieren, und verhindern, dass man sich gedanklich mit deren Inhalt beschäftigt, dennoch wird aber ein bestimmter Prozentsatz des Bewusstseins mit der Verarbeitung dieser "Daten" belegt und ist somit nicht mehr leer. Gedankenleere impliziert ja unbedingt eine äusserst scharfe Gedankenbeobachtung und die ist m.E. nicht mehr gegeben wenn Aussenreize auf den Geist einwirken. Die Gedanken(fetzen) die ich oft während der Gedankenleere-Übung noch bemerke, würden in einer Situation mit Aussenreizen sicher deutlich unter der Wahrnehmungsschwelle liegen...
>Mir geht es übrigens noch gut trotz meiner "fehlerhaften" Übungen. Obwohl... Verrückte denken ja meistens dass sie ganz normal sind oder ;-)? Derartige Gedanken sollten aber wahrscheinlich lieber nicht zu oft gedacht werden, da sie sonst suggestive Wirkung entfalten.
>Leider kann ich auf meine imaginativen Aktivitäten nicht verzichten, da ich sonst finanziell ganz schön trocken liegen würde.
>Ich wünsch Dir auch alles Gute auf Deinem Weg.
>Und wenn Du nicht ständig im EGZ-Casino abhängen und Skat spielen würdest, hättest Du auch viel mehr Zeit ;-)
>Cym



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