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Thema: Abstellen des inneren Dialogs

  1. #1
    Dr.Grit
    Gast

    Abstellen des inneren Dialogs

    >Hallo allerseits,

    >es ist ja allgemein bekannt, dass das Anhalten des permanenten Gedankendialogs einen der entscheidenden Knackpunkte der Magie darstellt. Ich beschaeftige seit etwa fuenfzehn Jahren ausgiebig damit. Trotz allem ist es mir noch nicht befriedigend gelungen meinen inneren Dialog dauerhaft abzustellen. Ich frage mich, ob es an der falschen Einstellung liegt, oder vielleicht kann ich es schon laengst und nehme es bloss nicht als bedeutend wahr. Es ist mir in gewisser Weise ein Raetsel, da ich auf magischem Gebiet durchaus schon erfolgreich gearbeitet habe. Fuer eure Hilfe waere ich euch dankbar.

    >Dr. Grit


  2. #2
    King
    Gast

    Re: Abstellen des inneren Dialogs

    >Hallo Dr. Grit,

    >Das Problem kenne ich, bemühe mich schon ähnlich lange um das Abstellen des inneren Dialogs. Kürzlich kam ich zur Erkenntnis, dass ich der bin, der den Dialog beobachtet und ich - als Beobachter - schweige immer und bin vollkommen still. Seither hat meine lange suche nach dem Zustand des Schweigens des inneren Dialogs geendet. Denn ich BIN die Stille. Ramana Maharishis Frage "Was bin ich?" bzw. "Wer bin ich?" haben mir dabei sehr geholfen. Mögest du erwachen und entdecken, dass du die Stille schon BIST wünscht dir

    >King


  3. #3
    Dr.Grit
    Gast

    Abstellen des inneren Dialogs

    >Danke fuer deine Hilfe, King. Ich habe mir aehnliches auch schon bewusst gemacht. Allerdings faellt es mir schwer beide Teile wirklich zu trennen. Hast du zufaellig das neue Buch von Castaneda gelesen ('The active side of infinity'; nicht den Tensegrity Mist)? Er schreibt, das wir ein grundlegendes Ich besitzen (dein Beobachter) und einen von aussen aufoktroierten Teil den wir normalerweise mit unserem Ich identifizieren. Er macht deutlich dass der plappernde Teil tatsaechlich vom Ich (oder mehr) Wesen hoeherer Bewusstheit stammt, die es dazu benutzen um uns Bewusstheit abzusaugen, so etwa, wie wir Kuehe melken. Das ist uebrigens das erste Mal, dass ich eine Erklaerung fuer dieses innere Chaos hoere. Ich glaube ehrlich gesagt, dass ist gar nicht mal so weit hergeholt.

    >Bardon schreibt ja davon, sich und seinen Dialog zu beobachten. Aber irgendwie ist es einfach nicht das. Ich weiss, dass es einen Punkt gibt den man ueberschreiten muss aber bei mir fehlt einfach noch der casus knaxus. Ich bin schon ein paar mal ueber diesen Punkt hinausgegangen, daher weiss ich es. Es ist aber absolut nicht reproduzierbar. Kennst du oder sonst jemand dieses Gefuehl?

    >Thomas


  4. #4
    King
    Gast

    Re: Abstellen des inneren Dialogs

    >Hallo,

    >Ja, ich glaube ich weiss, was du meinst. Castanedas "Wirken der Unendlichkeit" (deutscher Titel) kenne ich. Um den Dialog abzustellen funktioniert meiner Meinung nach gut, wenn man versucht, den Beobachter zu "beobachten". Irgendwann stellt sich im Innersten etwas völlig um - und du hast es!

    >Erfahrungen in diese Richtung sind z. B. bei

    >Pyar Troll: Die Reise ins Nichts

    >Susanne Segal: Kollision mit der Unendlichkeit

    >beschrieben.

    >King


  5. #5
    Ein A depp t
    Gast

    Re: Abstellen des inneren Dialogs

    >>Hallo,

    >>Ja, ich glaube ich weiss, was du meinst. Castanedas "Wirken der Unendlichkeit" (deutscher Titel) kenne ich. Um den Dialog abzustellen funktioniert meiner Meinung nach gut, wenn man versucht, den Beobachter zu "beobachten". Irgendwann stellt sich im Innersten etwas völlig um - und du hast es!

    >>Erfahrungen in diese Richtung sind z. B. bei

    >>Pyar Troll: Die Reise ins Nichts

    >>Susanne Segal: Kollision mit der Unendlichkeit

    >>beschrieben.

    >>King

    >Den punkt den du bescheibst ist mir mehrmals in den letzten Zeit in erscheinung gekommen, mit einen heftigen piebssummen an den Ohren ,was mich jedesmal aus meiner stille nahm , und weiter komme ich dann auch nicht mehr

    >Zeitlich gesehen brauche ich so um die 3-4 Stunden was ich wieder nicht jeden Tag aufbringen kann


  6. #6
    peter
    Gast

    Re: Abstellen des inneren Dialogs

    >>Hallo allerseits,

    >>es ist ja allgemein bekannt, dass das Anhalten des permanenten Gedankendialogs einen der entscheidenden Knackpunkte der Magie darstellt. Ich beschaeftige seit etwa fuenfzehn Jahren ausgiebig damit. Trotz allem ist es mir noch nicht befriedigend gelungen meinen inneren Dialog dauerhaft abzustellen. Ich frage mich, ob es an der falschen Einstellung liegt, oder vielleicht kann ich es schon laengst und nehme es bloss nicht als bedeutend wahr. Es ist mir in gewisser Weise ein Raetsel, da ich auf magischem Gebiet durchaus schon erfolgreich gearbeitet habe. Fuer eure Hilfe waere ich euch dankbar.

    >>Dr. Grit

    >

    >Hallo,

    >ich weiss zwar nicht genau was du unter "dauerhaft abstellen" meinst. Mir scheint dein "innerer dialog" ein aufdrängen von gedanken zu sein - ist es das? Dann ist das einfach ein konzentrationsproblem. Das kenne ich von mir selbst. Es schleichen sich gedanken ein ohne das man es merkt, schwer loszuwerden. Ich habe früher (eigentlich unfreiwillig) spezielle gedankenkonzentration betrieben, und zwar beim motorrafahren- ganz im ernst, da musst du dich voll konzentrieren ob du willst oder nicht. Da ist mir erst bewusst geworden, das ich meistens ja gar nicht bei der sache war. Dieses "Training" hat mir absolut geholfen. Vieleicht gibt es auch etwas weniger spektakuläres zum üben...

    >Beim meditieren z.B. merkt man auch ganz gut, wie man seine gedanken unter kontrolle hat; falls man während dem meditieren abschweift einfach mental sagen: STOP !

    >Gedankenkontrolle ist extrem wichtig, deine gedanken schaffen dein leben!


  7. #7
    King
    Gast

    Re: Abstellen des inneren Dialogs

    >>>Hallo,

    >>>Ja, ich glaube ich weiss, was du meinst. Castanedas "Wirken der Unendlichkeit" (deutscher Titel) kenne ich. Um den Dialog abzustellen funktioniert meiner Meinung nach gut, wenn man versucht, den Beobachter zu "beobachten". Irgendwann stellt sich im Innersten etwas völlig um - und du hast es!

    >>>Erfahrungen in diese Richtung sind z. B. bei

    >>>Pyar Troll: Die Reise ins Nichts

    >>>Susanne Segal: Kollision mit der Unendlichkeit

    >>>beschrieben.

    >>>King

    >>Den punkt den du bescheibst ist mir mehrmals in den letzten Zeit in erscheinung gekommen, mit einen heftigen piebssummen an den Ohren ,was mich jedesmal aus meiner stille nahm , und weiter komme ich dann auch nicht mehr

    >>Zeitlich gesehen brauche ich so um die 3-4 Stunden was ich wieder nicht jeden Tag aufbringen kann

    >Hallo,

    >Die Stille, die ich oben meine ist durch Piepsen in den Ohren nicht störbar.

    >MfG

    >King


  8. #8
    Dr. Grit
    Gast

    Re: Frage an King

    >Hallo King,

    >Du hast recht mit dem Titel von dem Castaneda Buch. Ich habe leider nur in Englisch gelesen weil es damals in deutsch noch nicht draussen war (ehrlich gesagt finde ich die deutschen Uebersetzungen im allgemeinen besser).

    >Was genau meinst du mit Beobachter? Ist es die Instanz, die den Dialog beobachtet, gemaess Bardons erster Stufe? Ich wuerde daraus dann schliessen dass du diese beobachtest. Es gaebe dann sozusagen drei Stufen: den Dialog, den Beobachter und den, der den Beobachter beobachtet (sorry, denk nicht, dass ich ein philosophischer Schwaetzer bin, aber es laesst sich nicht leichter ausdruecken). Lieg ich damit richtig?

    >Ich habe frueher auch oft ein piepsen in den Ohren gehoert. Ich habe dann aber eine neue Technik angewendet (nicht die von Bardon beschriebene) und jetzt erlebe ich so etwas wie einen befreiende Klarheit in meinen Ohren. Leider glaube ich nicht, dass das schon die Stille ist. Irgendwie habe ich auch das Gefuehl, das zu intensive Konzentration der Stille schadet.

    >Thomas


  9. #9
    Paul Allen
    Gast

    Re: Abstellen des inneren Dialogs

    >Das Abstellen des inneren Dialogs ist nicht auch gleich die geforderte Gedankenleere nach Franz Bardon, da sich bei vielen Menschen Gedanken auch nur als Bilder äußern können, die nicht notwendigerweise von einem internen Dialog kommentieret werden.

    >Einstein zum Beispiel sprach davon, daß er sehr selten in Worten denke, sondern meist nur in Bildern.

    >Bardon fordert, daß man die Worte (Sätze) = interner Dialog, aber auch interne Bilder abstellen können muss.

    >Eine der Schwierigkeiten die sich dabei einstellt ist, dass man NICHT in ein Trance abrutscht, sondern wachbewusst bleibt.

    >Die einfachste und auch wirkunsvollste Methode dies zu erreichen ist ohne Umwege durch spezielle Techniken es einfach zu beabsichtigen (Castaneda), also sich zu wünschen, dass es "geschehen" soll.

    >Kommt wieder ein Satz oder ein Bild daher, sage man sich einfach "STOP". Dies löst einen kontinuirlichen Rückkoppelungsprozess aus, der zur Folge hat, dass der interne Dialog und die internen Bilder immer weniger werden, bis sie ganz ausbleiben. Voraussetzung dafür ist allerdings regelmässiges Üben ... (darüber haben wir schon öfters diskutiert).

    >MfG,

    >Paul Allen.


  10. #10
    KING
    Gast

    Beobachter

    >Hallo,

    >Was ich meinte, ist eine Folge des konsequenten Übens der Geistesschulung nach Bardon Bd. 1 im ersten Kapitel. Ich suchte so genau wie möglich zu üben:

    >"Wenn ich denke, weiss ich das ich denke und was ich denke; wenn etwas fühle, wahrnehme etc., weiss ich das ich etwas fühle, wahrnehme usw.; wenn ich gehe, weiss ich, dass ich gehe; wenn ich die Hand hebe, weiss ich dass ich die Hand hebe usw. usw." Das heisst, ich suche überall mit dem beobachtenden Bewusstsein dabei zu sein. Schliesslich fragte ich mich, wer ist der Beobachter? Und ich stellte fest, dass er eine Art Stille ist, eine LEERE, die unabhängig von Denken oder Nichtdenken existiert.

    >MfG

    >King


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