>G e w o h n h e i t e n ä n d e r n

>Will ich etwas in meinem Leben ändern, komme ich nicht darum herum, stellen sich mir Gewohnheiten in den Weg.

>Die Gewohnheit etwas zu tun, das ich nicht mehr tun will

>Die Gewohnheit etwas nicht zu tun, das ich tun will.

>Hinter der Tätigkeit (wobei ich hier auch das Nichttun als eine (Alternativ-)Tätigkeit ansehe), steckt ein Verlangen, das sich sträubt einfach aufzuhören zu existieren. Je intensiver ich mich gegen dieses Verlangen sträube, desto intensiver drängt es sich mir auf. Es ist, als ob ich mein eigener Gefangener bin.

>Daskalos, ein griechischer Naturheiler behauptet, eine solche Gewohnheit (bei ist es ein Elemental), die wir selber generiert haben, lasse sich nicht bekämpfen. Der einzige Weg, die Gewohnheit los zu werden sei, sie zu ignorieren. Ich soll mich dem Kampf zwischen dem Dafür und dem Dagegen also gar nicht stellen, sondern die Zeit und die Aufmerksamkeit einer anderen Handlung zuteilen.

>Dies bewahrt mich zwar nicht vor der Anstrengung, aber immerhin ist der Kampf nicht so intensiv.

>Das Verlangen ist ein Teil von mir. Ich habe es irgendeinmal bekommen und habe ihm nachgegeben, weil es mir versprach mir irgendwie behilflich zu sein. Und tatsächlich hat es mir irgend etwas gegeben, sonst hätte ich das Verhalten nicht wiederholt. Wenn das Verhalten heute aber nicht mehr angebracht scheint, dann muss ich überprüfen, was es denn gewesen ist, was ich davon bekommen habe.

>Mit Focusing kann ich mich diesem Teil von mir zuwenden um es kennenzulernen.

>Die beste Zeit, sich selber kennenzulernen sei die Zeit vor dem Schlafengehen:

>"Ich möchte hinzufügen, dass man im Schlaf mehr unter dem Einfluss seiner eigenen Elementale steht als im Wachszustand, wenn einem die Angelegenheiten des täglichen Lebens beschäftigen. Ihr werdet selbst schon festgestellt haben, dass viele Dinge, die ihr ersehnt, die euch aber im Wachzustand gewöhnlich nicht bewusst sind, wieder in Erinnerung kommen, bevor ihr einschlaft oder während ihr schlaft. Wenn man sich in diesem empfänglichen Bewusstseinsstadien befindet, steht man geradezu unter einem Bombardement seines eigenen Selbst, das heisst der Elementale, die man früher erschaffen hat. (...) Denn genau zu diesem Zeitpunkt [vor dem Schlaf] beginnt man sich zu öffnen und empfänglich zu werden für seine eigenen Gedanken und Wünsche und Sehnsüchte. Es wird nicht schwierig sein, sie aus dem Erinnerungsteich herauszufischen. Zu diesem Zeitpunkt nämlich ist es einfach, diese Gedanken und Wünsche zu studieren, kennenzulernen und zu meistern."

>Daskalos

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>Daskalos. Aus Strovolos, einem Vorort von Nikosias in Griechenland. Angehöriger der Priesterklasse. (Buch: "Der Magus von Strovolos" von Kyriacos C. Markides, Deutsche Erstausgabe 1988, ISBN 3-426-04174-X).

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