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Thema: @Martin wegen Focusing

  1. #1
    Träumer
    Gast

    @Martin wegen Focusing


    Hallo,


    ich habs mir inzwischen geholt. Der erste Eindruck von Aufmachung

    und Inhaltsverzeichnis war eher, daß es sich um eins dieser typisch US-amerikanischen Quatschbücher handelt.


    Wie auch immer, die Kernmethode hört sich an, als ob sie funktionieren

    könnte , von den albernen Schlagworten (Felt Sense...) mal abgesehen.


    Nun habe ich es seit 3 Tagen versucht, bekomme diesen Felt Sense, also

    diesen Kontakt zum Gefühl nicht hin.


    Dies kann auch daran liegen, daß ich ein eher kopflastiger und

    gefühlsunterdrückender Typus bin.


    Kannst du mir da irgendeinen Rat in der Richtung geben?


    Gruß Träumer













  2. #2
    Martin
    Gast

    Re: @Martin wegen Focusing


    Als Antwort auf: @Martin wegen Focusing geschrieben von Träumer am 29. April 2001 10:54:03:


    Hallo Träumer,

    mich haben die Begriffe auch verwirrt, aber praktisch finde ich das Focusing sehr hilfreich. Leider funktioniert es erst dann richtig (shift o.ä.) wenn man schon einigermaßen Zugang zu seinen unterdrückten Emotionen gefunden hat. Intelektuell ist das Buch "die geistigen Gesetze des Schicksals "von Hermann Meyer sehr aufschlußreich, weil er das Thema Kompensation und Verdrängung sehr genau behandelt. Allheilmittel sind diese Dinge natürlich nicht, aber sie sind gute Wegweiser um in der Introspektion an die richtige Stelle zu schauen.

    Ich habe bei meinem Seelenspiegel mentale und astrale Strukturen nicht getrennt, da sogar Denkgewohnheiten, die nicht unbedingt emotional empfunden werden Charaktereigenschaften im Sinne des Seelenspiegels sind.

    Was sind Gefühle anderes als in allen Körpern durch den Geist wahrgenommene und aufgrund von Charaktereigenschaften emotional gewordene bewußte, oder unbewußte Denkstrukturen ? (abgesehen von Gefühlen die vom physischen Körper ausgehen).

    Viele Grüsse,

    Martin.












  3. #3
    Träumer
    Gast

    Re: @Martin wegen Focusing


    Als Antwort auf: Re: @Martin wegen Focusing geschrieben von Martin am 29. April 2001 21:46:08:


    Hallo Martin,


    deine Antwort ging in die Richtung, die ich vermutete. Danke erstmal!


    >Leider funktioniert es erst dann richtig (shift o.ä.) wenn man schon >einigermaßen Zugang zu seinen unterdrückten Emotionen gefunden hat.


    Genau das war meine Vermutung. und ist augenblicklich noch mein Problem.


    >Intelektuell ist das Buch "die geistigen Gesetze des Schicksals "von Hermann >Meyer sehr aufschlußreich, weil er das Thema Kompensation und Verdrängung sehr >genau behandelt. Allheilmittel sind diese Dinge natürlich nicht, aber sie sind >gute Wegweiser um in der Introspektion an die richtige Stelle zu schauen.


    Sehr interessant, das werde ich bei Gelegenheit berücksichtigen.

    Im Moment habe ich wie gesagt eher das Problem, rein kopforientiert

    zu sein. Ich bin es trotz (oder deswegen?) recht starker Emotionen

    nicht gewöhnt, Zugang zu diesen zu haben.


    Hilft mir dieses Buch dazu weiter, oder weißt du eine Methode, um

    diesen Zugang zu erhalten? Das würde mir enorm weiterhelfen.


    >Ich habe bei meinem Seelenspiegel mentale und astrale Strukturen nicht >getrennt, da sogar Denkgewohnheiten, die nicht unbedingt emotional empfunden >werden Charaktereigenschaften im Sinne des Seelenspiegels sind.


    genau das habe ich auch geplant. Wird aber noch eine Weile dauern.

    >Was sind Gefühle anderes als in allen Körpern durch den Geist wahrgenommene und >aufgrund von Charaktereigenschaften emotional gewordene bewußte, oder unbewußte >Denkstrukturen ? (abgesehen von Gefühlen die vom physischen Körper ausgehen).


    Da hast du wohl recht. Wobei das Bewußtmachen des "abgesehen von" von jeher

    mein Problem war.


    Ansonsten viele Grüsse,

    Träumer












  4. #4
    Martin
    Gast

    Re: @Martin wegen Focusing


    Als Antwort auf: Re: @Martin wegen Focusing geschrieben von Träumer am 01. Mai 2001 08:58:43:


    Hallo Träumer!

    Bewußtsein erlangt man indem man bewußt ist (es praktisch übt).

    Zugang zu seinen Gefühlen erreicht man indem man sie bewußt wahrnimmt.

    Wichtig: Das Bewußtsein besteht aus Wille, Verstand und v.a. Gefühl.

    Lässt man Gefühle nicht im rechten Maß zu, so hat man auch nicht das optimale Bewußtsein.

    Ein Buch zum erlernen:

    "Einverstandensein" von Shalila Sharamon.

    Doch Vorsicht!

    Viele Emotionen haben nur Indizfunktion für falsche Einstellungen und Glaubenssätze. Bleibt man in den Emotionen hängen, so entstehen Schemen und Larven. Besser man erkennt die Hintergründe derselben.

    Viel Spass!

    Martin.












  5. #5
    Taranis
    Gast

    Re: Focusing / Zugang zu den Emotionen


    Als Antwort auf: Re: @Martin wegen Focusing geschrieben von Träumer am 01. Mai 2001 08:58:43:


    >Hallo Martin,

    >deine Antwort ging in die Richtung, die ich vermutete. Danke erstmal!

    >>Leider funktioniert es erst dann richtig (shift o.ä.) wenn man schon >einigermaßen Zugang zu seinen unterdrückten Emotionen gefunden hat.

    >Genau das war meine Vermutung. und ist augenblicklich noch mein Problem.

    >>Intelektuell ist das Buch "die geistigen Gesetze des Schicksals "von Hermann >Meyer sehr aufschlußreich, weil er das Thema Kompensation und Verdrängung sehr >genau behandelt. Allheilmittel sind diese Dinge natürlich nicht, aber sie sind >gute Wegweiser um in der Introspektion an die richtige Stelle zu schauen.

    >Sehr interessant, das werde ich bei Gelegenheit berücksichtigen.

    >Im Moment habe ich wie gesagt eher das Problem, rein kopforientiert

    >zu sein. Ich bin es trotz (oder deswegen?) recht starker Emotionen

    >nicht gewöhnt, Zugang zu diesen zu haben.

    >Hilft mir dieses Buch dazu weiter, oder weißt du eine Methode, um

    >diesen Zugang zu erhalten? Das würde mir enorm weiterhelfen.

    >>Ich habe bei meinem Seelenspiegel mentale und astrale Strukturen nicht >getrennt, da sogar Denkgewohnheiten, die nicht unbedingt emotional empfunden >werden Charaktereigenschaften im Sinne des Seelenspiegels sind.

    >genau das habe ich auch geplant. Wird aber noch eine Weile dauern.

    >>Was sind Gefühle anderes als in allen Körpern durch den Geist wahrgenommene und >aufgrund von Charaktereigenschaften emotional gewordene bewußte, oder unbewußte >Denkstrukturen ? (abgesehen von Gefühlen die vom physischen Körper ausgehen).

    >Da hast du wohl recht. Wobei das Bewußtmachen des "abgesehen von" von jeher

    >mein Problem war.

    >Ansonsten viele Grüsse,

    >Träumer


    Hallo Träumer!


    Ich mische mich einfach mal in Euer interessantes Gespräch ein:-)


    Focusing ist eigentlich etwas völlig Natürliches (zumindest sollte es das sein), Du kannst es auch als eine Art bewußte "Feedbackschleife" von Verstand, Emotion und Körper sehen. Um Zugang zum Felt Sense zu erhalten, ist die präzise Wahrnehmung der Signale des eigenen Körpers ausschlaggebend.

    Du beschreibst ja bereits, daß Du "recht starke Emotionen" erlebst, also nimmst Du Deine Emotionen auch wahr. Um den Zugang zu ihnen zu verteifen, geht man beim Focusing-Prozeß immer vom aktuellen Moment aus bzw. von dem, was Du im aktuellen Moment wahrnimmst und auch entsprechend formulieren kannst. In dem Fall wäre es: "recht stark". Der nächste Schritt wäre genauer zu hinterfragen, etwa in der Art: Was macht meine Emotionen recht stark? Was bedeutet es für mich, recht starke Emotionen zu haben? u.ä. Gut ist es, an dieser Stelle auch entspannt nach dem Prinzip Versuch und Irrtum vorzugehen, d. h. gib Dir selbst ein paar mögliche Antworten vor (etwa "Stauung", "Unterdrückung", "geballte Kraft" oder ähnliches was für Dich in Frage kommt, auch Bilder und Symbole). Die Antwort kommt NICHT aus dem Verstand, sondern schrittweise aus dem Körper! D. h. wenn Du solche möglichen Antworten Dir selbst vorgibst, wird Dir Dein Körper entsprechende Signale senden, Du wirst ein Gefühl zu den möglichen Antworten entwickeln. Eine Antwort wird dann passen, Du merkst es daran, daß der Körper ein bestimmtes, gutes Gefühl dazu sendet. Vergleiche dann die Antwort nochmals einige Male mit der Übereinstimmung zum Signal des Körpers, ob es auch wirklich "paßt", oder ob Du noch etwas verändern möchtest.

    Wenn Du den Felt Sense erreicht hast, kannst Du weiterfragen, wiederum vom aktuellen Moment, also vom aktuellen Felt Sense ausgehend. (Die Focusing-Begriffe haben übrigens durchaus eine Bedeutung und sind nicht "albern";-) Die Vertiefung der eigenen Wahrnehmung gelingt ja gerade dadurch, daß zuvor diffuse Emotionen "expliziert" werden können, also durch die "gefühlte Bedeutung" - Felt Sense an die Oberfläche gebracht werden.


    Mit mehr Übung wirst Du auch immer weniger Begriffe, Symbole etc. vorgeben müssen, da die Antwort zusehends direkt vom Körper kommt.


    Focusing geht davon aus, daß in der präzisen Wahrnehmung auch gleichzeitig die Lösung von emotionalen Problematiken liegt, dadurch, daß sich die Emotionen schrittweise differenzieren und klarer in die Wahrnehmung treten, womit sich auch wiederum die Wahrnehmung eines Problems verändert (Schleife).


    Mach Dir keine Sorgen, wenn Du zu Beginn noch keine Mega-Felt-Shifts erlebst, besonders am Anfang bedarf es oft einfach noch den Konakt zum Felt Sense zu finden und zu intensivieren. Alles weitere ergibt sich dann schrittweise von selbst. Übrigens ist der reale Focusing-Ablauf nicht immer so linear wie in den Büchern beschrieben, eine "gefühlte Veränderung" kann auch sehr schnell eintreten. Ein guter "magischer Nebeneffekt" der Focusing-Methode ist auch eine gesteigerte Intuitionsfähgikeit, da das emotionale Spektrum klarer wird, und dies m. A. eine wesentliche Voraussetzung für gute Intuition bis hin zu Medialität ist.


    Alles Gute

    Taranis












  6. #6
    Träumer
    Gast

    ok


    Als Antwort auf: Re: @Martin wegen Focusing geschrieben von Martin am 02. Mai 2001 08:11:09:


    Hallo Martin,


    danke für dein Posting. Ich will dich auch nicht lang weiter nerven.


    >Bewußtsein erlangt man indem man bewußt ist (es praktisch übt).


    Ok, das ist bei mir praktisch ein schmerzhafter Dauerzustand.


    >Zugang zu seinen Gefühlen erreicht man indem man sie bewußt wahrnimmt.


    Da hab ich mich gerade erst drangemacht. Mal sehen was draus wird.

    Bis jetzt kam erst ein Schwall neg. Gefühle raus (und die entspr.

    Gedanken dazu). Hatte/hab Mühe sie unter Kontrolle zu halten, aber ich

    denke es geht weiter.


    >Wichtig: Das Bewußtsein besteht aus Wille, Verstand und v.a. Gefühl.

    >Lässt man Gefühle nicht im rechten Maß zu, so hat man auch nicht das optimale >Bewußtsein.


    Da hab ich wohl jahrelang was vernachlässigt, was sich jetzt rächt...


    >Ein Buch zum erlernen:

    >"Einverstandensein" von Shalila Sharamon.

    >Doch Vorsicht!

    >Viele Emotionen haben nur Indizfunktion für falsche Einstellungen und >Glaubenssätze. Bleibt man in den Emotionen hängen, so entstehen Schemen und >Larven.


    zu spät!


    >Besser man erkennt die Hintergründe derselben.


    Genau dabei bin ich grad.




    >Viel Spass!

    >Martin.


    Danke für die Büchertips.


    Gruß T.













  7. #7
    Träumer
    Gast

    Re: Focusing / Zugang zu den Emotionen


    Als Antwort auf: Re: Focusing / Zugang zu den Emotionen geschrieben von Taranis am 02. Mai 2001 14:09:08:


    Hallo Taranis


    danke für dein Posting und die techn. Beschreibung, wie sie auch in

    dem FBuch steht. Mir gings mit Focusing folgendermassen und zwar

    ging erstmal überhaupt nichts, kein Felt Sense, garnix. Da ich mich

    auch sonst einfach nur ziemlich schlecht und blockiert fühlte, versuchte

    ich mal nach Franzls Art der Suggestion mir "Ich bin offen für meine Gefühle" u.ä. zu suggerieren.


    Da bekam ich einen einzigen ersten "Megashift" also ein erlösendes Gefühl,

    nachdem mir klar wurde das ich das jahrelang blockiert habe.


    Dann versuchte ich es einen Tag später, also erst den Freiraum zu schaffen

    und anschließend zu fragen "Was ist mein größtes Problem", wozu ich dann

    auch ein recht konkretes Gefühl in der Magengegend bekomme, nach ca. 30 sec.


    Bei dem Punkt bin ich immer noch. ruhiges Fragen "Wie fühlt sich das an"

    u.ä. bringt nix, es fällt kein Wort oder Bild ins Bewußtsein, es spricht

    nicht zu mir.


    Das ist mein Stand seit knapp einer Woche, also bin ich noch guter Hoffnung.




    >Gut ist es, an dieser Stelle auch entspannt nach dem Prinzip Versuch und Irrtum >vorzugehen, d. h. gib Dir selbst ein paar mögliche Antworten vor (etwa >>"Stauung", "Unterdrückung", "geballte Kraft" oder ähnliches was für Dich in >Frage kommt,


    Aha, ich dachte ich darf selber nichts denken sondern muß die Antwort aus

    dem Gefühl kommen lassen. Aber dann werd ichs mal versuchen.




    > Ein guter "magischer Nebeneffekt" der Focusing-Methode ist auch eine >gesteigerte Intuitionsfähgikeit, da das emotionale Spektrum klarer wird, und >dies m. A. eine wesentliche Voraussetzung für gute Intuition bis hin zu >Medialität ist.


    Na das wär ja für mich schon zuviel des Guten ;)


    >Alles Gute

    >Taranis


    Gruß Träumer!












  8. #8
    Taranis
    Gast

    Re: Focusing / Zugang zu den Emotionen


    Als Antwort auf: Re: Focusing / Zugang zu den Emotionen geschrieben von Träumer am 05. Mai 2001 14:51:15:


    Hallo Träumer!


    >Hallo Taranis

    >danke für dein Posting und die techn. Beschreibung, wie sie auch in

    >dem FBuch steht. Mir gings mit Focusing folgendermassen und zwar

    >ging erstmal überhaupt nichts, kein Felt Sense, garnix. Da ich mich

    >auch sonst einfach nur ziemlich schlecht und blockiert fühlte, versuchte

    >ich mal nach Franzls Art der Suggestion mir "Ich bin offen für meine Gefühle" u.ä. zu suggerieren.

    >Da bekam ich einen einzigen ersten "Megashift" also ein erlösendes Gefühl,

    >nachdem mir klar wurde das ich das jahrelang blockiert habe.

    >Dann versuchte ich es einen Tag später, also erst den Freiraum zu schaffen

    >und anschließend zu fragen "Was ist mein größtes Problem", wozu ich dann

    >auch ein recht konkretes Gefühl in der Magengegend bekomme, nach ca. 30 sec.

    >Bei dem Punkt bin ich immer noch. ruhiges Fragen "Wie fühlt sich das an"

    >u.ä. bringt nix, es fällt kein Wort oder Bild ins Bewußtsein, es spricht

    >nicht zu mir.

    >Das ist mein Stand seit knapp einer Woche, also bin ich noch guter Hoffnung.

    >

    >>Gut ist es, an dieser Stelle auch entspannt nach dem Prinzip Versuch und Irrtum >vorzugehen, d. h. gib Dir selbst ein paar mögliche Antworten vor (etwa >>"Stauung", "Unterdrückung", "geballte Kraft" oder ähnliches was für Dich in >Frage kommt,

    >Aha, ich dachte ich darf selber nichts denken sondern muß die Antwort aus

    >dem Gefühl kommen lassen. Aber dann werd ichs mal versuchen.


    Das ist nur ein kleiner aber wirkungsvoller "Trick". Es ist dabei weniger wichtig, ob die Vorgabe gleich paßt, als vielmehr, daß Du Deinem Bewußtsein damit die Möglichkeit eröffnest, "Nein" zu sagen und es dadurch anregst, nach stimmigeren Alternativen bzw. Antworten zu suchen. So kommt der Focusing-Prozeß leichter ins Fließen, besonders anfangs.


    Noch eine letzte kleine Anmerkung zur Fragetechnik. Vielleicht ist es gut, nicht gleich zu Beginn eine Resonanz zum "größten Problem" herstellen zu wollen. Möglicherweise ist es besser, das Bewußtsein nicht gleich zu überfordern, bzw. sich selbst nicht sofort alles abzuverlangen, sondern eher behutsamer an die Sache heranzugehen. Wenn Du, wie Du schreibst, bisher weniger Zugang zu Deinen Emotionen hattest, also zu einem sehr konkreten und auch großen Teil von Dir, dann möchte dieser Teil wahrscheinlich auch wieder behutsam reintegriert werden. Ansonsten kann es durchaus sein, daß Du Widerstände erlebst bzw. keinen Zugang findest. Vielleicht ist es besser, zu Beginn einfach mit "kleineren" Themen zu beginnen und sich so langsam vorzuarbeiten.


    >

    >> Ein guter "magischer Nebeneffekt" der Focusing-Methode ist auch eine >gesteigerte Intuitionsfähgikeit, da das emotionale Spektrum klarer wird, und >dies m. A. eine wesentliche Voraussetzung für gute Intuition bis hin zu >Medialität ist.

    >Na das wär ja für mich schon zuviel des Guten ;)

    >>Alles Gute

    >>Taranis

    >Gruß Träumer!


    Liebe Grüße

    Taranis












  9. #9
    in flames
    Gast

    *ungefragt einmisch*


    Als Antwort auf: @Martin wegen Focusing geschrieben von Träumer am 29. April 2001 10:54:03:


    Hi,


    ehrlich gesagt hab ich mich bis dato rein gar nicht mit Bardon beschäftigt, ich lese hier nur ab und zu interessiert mit und mach mir so meine Gedanken.


    Der durch Abwesendheit glänzende Kontakt zu den eigenen Emotionen ist mir allerdings gut bekannt. *zwinker*


    Ich hab mir hierfür mal eine eigene Übung ausgedacht, als mir auffiel, daß der tägliche Weg zur Arbeit und zurück doch sehr gut zur Selbstbeobachtung genutzt werden könnte. Ich hatte nämlich beobachtet, daß Emotionen nirgendwo so kochen wie morgens im rappelvollen Straßenverkehr: Da wird gedrängelt und gequengelt, Mütter überfahren einen fast mit Kinderwagen und sogar alte Leute können plötzlich rennen wie Windhunde und kämpfen gnadenlos um den letzten freien Platz im Bus... *g*


    Anstatt also morgens und abends gelangweilt und stumpfsinnig in Bus und U-Bahn zu sitzen, oder teilnahmslos an der Ampel rumzustehen, nehme ich mir die Zeit und beobachte wie ein Luchs, wie die Menschen sich verhalten, wie ich mich verhalte, und was das bei mir hervoruft. Was geht mir durch den Kopf oder durch den Bauch, wenn jener ungewaschen riechende Herr sich neben mich setzt? Oder der Typ da hinten, der schon um 9.00 morgens nach Alkohol riecht? Wie verhalte ich mich überhaupt, wenn der Bus an die Haltestelle fährt? Werde ich nervös, wenn der Bus sich verspätet? Guck ich alle 30 Sekunden auf die Uhr und fluche innerlich? Wieso? Wenn der Bus dann kommt, renne ich drauf los und drängle jeden beiseite (wozu überhaupt?), oder bringe ich es über mich ruhig abzuwarten, auch auf das Risiko hin, keinen Sitzplatz mehr zu bekommen? Wie fühle ich mich, wenn der Bus so richtig rappelvoll ist und ich gnadenlos in die Ecke gequetscht werde?

    Hab ich Angst, die Haltestelle zu verpassen, weil ich durch den Pulk nicht durchkomme?


    Wie verhalte ich mich der Fußgängerampel? Zappel ich ungeduldig auf dem Bürgersteig rum und renne los, sobald es grün wird, ärgere mich über die "Transuse", die mir den Weg versperrt und versuche verzweifelt, mich links oder rechts an ihr vorbeizuschlängeln? Wieso bin ich überhaupt so ungeduldig, wie muß ich durch die Straßen rennen? Kann ich nicht statt dessen spazieren?


    Wie verhalte ich mich im Supermarkt? Wie fühle ich mich in der 10m Schlange an der Kasse? Und wieso ärgert es mich, wenn mir die Frau da die "schönste" Avoakado vor der Nase wegschnappt?


    Nun ja, und als Call Center Agent (besserer Ausdruck für Telefonistin) hab ich eh den Logenplatz für Selbstbespiegelung gepachtet... hehe


    Auf die Art und Weise habe ich einen sehr guten Draht zu meinen Emotionen und den dazugehörigen Gedanken gekriegt, bin eine bessere Beobachterin meiner selbst geworden und habe überdies so manchen meiner emotionalen Prozesse noch in ganz anderen Situationen wiedererkannt.


    Vielleicht kannst du ja was damit anfangen, ist zwar jetzt nicht besonders thematisch, aber nützlich ist es auf jeden Fall.

    Außerdem hab ich seitdem einen streßfreien Alltag und habe einen besseren Draht zu meinen Emotionen in Meditation und Traum. :o)))


    Grüße,

    in flames










  10. #10
    gabi
    Gast

    Üben im Alltag


    Als Antwort auf: *ungefragt einmisch* geschrieben von in flames am 12. Mai 2001 11:34:16:


    >Hi,

    >ehrlich gesagt hab ich mich bis dato rein gar nicht mit Bardon beschäftigt, ich lese hier nur ab und zu interessiert mit und mach mir so meine Gedanken.

    >Der durch Abwesendheit glänzende Kontakt zu den eigenen Emotionen ist mir allerdings gut bekannt. *zwinker*

    >Ich hab mir hierfür mal eine eigene Übung ausgedacht, als mir auffiel, daß der tägliche Weg zur Arbeit und zurück doch sehr gut zur Selbstbeobachtung genutzt werden könnte. Ich hatte nämlich beobachtet, daß Emotionen nirgendwo so kochen wie morgens im rappelvollen Straßenverkehr: Da wird gedrängelt und gequengelt, Mütter überfahren einen fast mit Kinderwagen und sogar alte Leute können plötzlich rennen wie Windhunde und kämpfen gnadenlos um den letzten freien Platz im Bus... *g*

    >Anstatt also morgens und abends gelangweilt und stumpfsinnig in Bus und U-Bahn zu sitzen, oder teilnahmslos an der Ampel rumzustehen, nehme ich mir die Zeit und beobachte wie ein Luchs, wie die Menschen sich verhalten, wie ich mich verhalte, und was das bei mir hervoruft. Was geht mir durch den Kopf oder durch den Bauch, wenn jener ungewaschen riechende Herr sich neben mich setzt? Oder der Typ da hinten, der schon um 9.00 morgens nach Alkohol riecht? Wie verhalte ich mich überhaupt, wenn der Bus an die Haltestelle fährt? Werde ich nervös, wenn der Bus sich verspätet? Guck ich alle 30 Sekunden auf die Uhr und fluche innerlich? Wieso? Wenn der Bus dann kommt, renne ich drauf los und drängle jeden beiseite (wozu überhaupt?), oder bringe ich es über mich ruhig abzuwarten, auch auf das Risiko hin, keinen Sitzplatz mehr zu bekommen? Wie fühle ich mich, wenn der Bus so richtig rappelvoll ist und ich gnadenlos in die Ecke gequetscht werde?

    >Hab ich Angst, die Haltestelle zu verpassen, weil ich durch den Pulk nicht durchkomme?

    >Wie verhalte ich mich der Fußgängerampel? Zappel ich ungeduldig auf dem Bürgersteig rum und renne los, sobald es grün wird, ärgere mich über die "Transuse", die mir den Weg versperrt und versuche verzweifelt, mich links oder rechts an ihr vorbeizuschlängeln? Wieso bin ich überhaupt so ungeduldig, wie muß ich durch die Straßen rennen? Kann ich nicht statt dessen spazieren?

    >Wie verhalte ich mich im Supermarkt? Wie fühle ich mich in der 10m Schlange an der Kasse? Und wieso ärgert es mich, wenn mir die Frau da die "schönste" Avoakado vor der Nase wegschnappt?

    >Nun ja, und als Call Center Agent (besserer Ausdruck für Telefonistin) hab ich eh den Logenplatz für Selbstbespiegelung gepachtet... hehe

    >Auf die Art und Weise habe ich einen sehr guten Draht zu meinen Emotionen und den dazugehörigen Gedanken gekriegt, bin eine bessere Beobachterin meiner selbst geworden und habe überdies so manchen meiner emotionalen Prozesse noch in ganz anderen Situationen wiedererkannt.

    >Vielleicht kannst du ja was damit anfangen, ist zwar jetzt nicht besonders thematisch, aber nützlich ist es auf jeden Fall.

    >Außerdem hab ich seitdem einen streßfreien Alltag und habe einen besseren Draht zu meinen Emotionen in Meditation und Traum. :o)))

    >Grüße,

    >in flames


    Guten Tag "in flames",


    schön, dass du dich meldest, in diesen Foren darf man ruhig ungefragt mitmischen, dazu sind sie ja da. :-)


    Deine Tipps betreffs Beobachtung/Selbstbeobachtung in Alltagssituationen haben mir gut gefallen. Vielleicht solltest du dich doch mal etwas näher mit Bardon beschäftigen. Gerade die Übungen der ersten Stufen kann man gut jederzeit in den Alltag einbauen.


    Z.B. Konzentation auf die jeweilige Tätigkeit. Es ist total praktisch, weil man den eher lästigen Arbeiten eine höhere Wertigkeit zuordnet, nämlich den Wert der Konzentrationsübung, und die Arbeiten dann schneller erledigt hat.


    Oder bem Einkaufen stellt man sich schonmal vor, wie die ausgesuchten Lebensmittel schmecken.


    Oder beim Lesen der Tageszeitung stellt man sich bei einigen Bildern, wenn es gerade passt, Geräusche dazu vor. (z.B. Motorrrad brummt...)


    Oder bei den Nachrichten im radio stellt man sich schnell ein passendes Bild dazu vor. (z.B. Stau auf der Autobahn...)


    Natürlich alles nur ganz kurz, nur mal schnell so nebenbei wenn man gerade daran dankt und Lust dazu hat, ohne große Ansprüche auf Erfolg.


    Ich kann mir gut vorstellen, dass das auf Dauer die Sinne schult.


    Schönen Gruß von


    gabi













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