>Hallo Leute,
>nach langer Ruhepause nun endlich wieder mal ein Lebenszeichen von mir. Liegt sicher am Wetter die Herbstwinde brausen ja schon mächtig. :-)
>Aber nun zu meinem Anliegen, ich beschäftige mich in letzter Zeit mit einer Technik die den seltenen Namen "Planetenatavismus" trägt. Die Technik der Atavismen hat bei Austin Osman Spare und in der modernen Chaosmagie ihre Wurzeln. Hat jemand von Euch schon mal davon gehört, hat evtl. Erfahrungen die er bereit ist weiter zu geben oder über diverse Literaturempfehlungen würde ich mich genauso freuen!
>
>Für alle die es interessiert, hier eine kurze Vorstellung des Systems:
>Die zugrundelegende Theorie besagt, ähnlich wie das biogenetische Grundgesetz (daß sich im Embryo die Stammesgeschichte in Kurzform wiederholt), daß wir in den Tiefen unseres Bewußtsein auch die geistig-seelische Ausrüstung unserer Ahnen mit herumtragen: das Reptil ("lauern-schnappen-fressen"), das Mammut, den Säbelzahntiger, übertrieben gesprochen. Die Essenz der Technik nach Spare besteht darin, sich absichtlich immer weiter zurück in das Vorbewußte (nicht einmal mehr Unterbewußte) zu wagen und diese schlummernden Atavismen zu beleben, denn je weiter man zurück geht, desto stärker sind die magischen Kräfte, sollte man meinen. Sieht man doch, je primitiver die Kultur, desto stärker und reiner die Magie.
>Aber im Grunde ist das nur ein Exkurs.
>Hier interessiert vielmehr, was man erfährt, wenn man in der Ausprägung der Planeteneigenschaften in Bezug auf die menschliche Natur vor die Götterfiguren zurückgeht.
>Zum Verständnis ist es vielleicht besser, sie von außen nach innen kommend, also beginnend mit Saturn (noch besser mit Jupiter, weil Saturn eher eine Außenseiterrolle spielt) zu erarbeiten. Auf diese Weise geht man nämlich von der höheren zur niederen Daseinsform, und das ist uns dann als Menschen besser verständlich.
>Als kurze Richtschnur vielleicht folgender Angang für das Arbeiten mit Planetenatavismen:
>Man sucht sich einen der Planeten aus und beginnt mit dem klassisch-magischen Paradigma. Das kann Einstieg über die Kabbalah sein, über die astrologischen Planetenentsprechungen oder die Elemente des klassischen Planetenrituals, etwa ein Hexagrammritual nach den (vereinfachten) Vorgaben des Golden Dawn.
>Dann geht man zurück zur römisch-griechischen Klassik, versucht sich das Wesen jetzt wirklich als Gott vorzustellen, dem man Tempel baut, den man verehrt, Opfergaben darbringt, um Rat fragt und um Unterstützung bittet; der Heiligtümer hat, mit Priestern und Gefolge, der in verschiedenen Spielarten und mit verschiedenen Beinamen auftritt, an den verschiedenen Orten der klassischen Welt. Bilder von antiken Götterstatuen könnten beim Aufbauen dieser Vorstellungen hilfreich sein.
>
>wenn Interesse besteht stelle ich gern noch weiteres Material zur Verfügung!
>stürmische Grüsse



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