>Hallo!
>Mit dem Ägyptischen – Asana – Sitz habe ich ein Problem, hierzu aber zuerst einige Zitate:
>In unseren westlichen Schulen nehmen wir im allgemeinen die »Gotteshaltung« ein. Sie sieht folgendermaßen aus: Setzen Sie sich aufrecht auf Ihren Stuhl, das Rückgrat so gerade wie möglich, doch nicht steif und verspannt. Bedenken Sie, daß es von Natur aus leicht gekrümmt ist. Die Füße stehen fest und gerade auf dem Boden, die Knie berühren sich fast, die Hände liegen auf den Oberschenkeln. Die Füße dürfen bei dieser Übung nicht gekreuzt, die Hände nicht gefaltet werden. Es ist die Haltung der ägyptischen Statuen aus der Pharaonenzeit. Die beste Sitzgelegenheit ist ein ziemlich harter Stuhl; falls Sie unbedingt ein Kissen brauchen, sollte es ebenfalls fest sein. Sollte es Ihnen das Kissen erschweren, die Füße fest auf den Boden zu stellen, dann müssen Sie es weglassen, einen niedrigeren Stuhl nehmen oder eine Fußbank benutzen. Für unsere Meditationsübungen benötigen Sie lediglich einen einigermaßen bequemen Stuhl. Wenn man sich bemüht, den Geist unter Kontrolle zu bekommen und in neue Kanäle zu lenken, ist es töricht, ihn unnötigerweise abzulenken, indem man eine unbequeme Körperhaltung einnimmt. Andererseits soll der Geist bei diesen Übungen hellwach sein, und das ist nicht immer möglich, wenn man einen zu bequemen Sessel benützt. Ideal ist für diesen Zweck ein harter Holzstuhl, am besten mit Armstützen. Ein weicher »Ohrensessel« eignet sich am wenigsten dafür.
>Zitat aus Walter E. Butlers Werk, „Was ist Magie?“
>Setzen Sie sich so auf einen Stuhl, daß das Rückgrat gerade bleibt. Anfangs ist das Anlehnen an die Stuhllehne gestattet. Die Füße sind beisammenzuhalten und bilden mit den Knien einen rechten Winkel, die Knie zueinander. Sie sitzen frei, ohne Anstrengung der Muskeln, beide Hände ruhen leicht auf den Schenkeln. Stellen Sie vor sich einen Wecker, den Sie vorher aufziehen und nach fünf Minuten läuten lassen. Nun schließen Sie die Augen und verfolgen Sie Ihren ganzen Körper. Anfangs werden Sie wahrnehmen, wie die Muskeln durch den Nervenreiz beunruhigt werden. Zwingen Sie sich mit aller Energie dazu, auszuharren und ruhig zu sitzen. So leicht diese Übung auch zu sein scheint, für den Anfänger ist sie schwer. Gehen die Knie ständig auseinander, kann man anfangs beide Füße mit einem Handtuch oder mit einer Schnur zusammenhalten. Gelingt es ohne jedes Nervenzucken, also störungsfrei, fünf Minuten lang ohne Anstrengung zu sitzen, ist jede erneute Übung um eine Minute zu verlängern.
>Zitat aus Franz Bardons Werk, „Der Weg zum wahren Adepten“
>Laut diesen Beschreibungen ist das wichtigste, daß man gerade sitzt und vor allem, daß sich die Knie berühren. Bei mir ist es nun aber so, daß wenn ich mich wie oben beschrieben auf dem Stuhl hinsetze, die Knie nur mit Kraftanstrengung zusammenbekomme. Dies resultiert daraus, daß ich dicke muskolöse Oberschenkel habe, die sich dann noch zusätzlich verbreitern, wenn sie auf dem Stuhlbett aufliegen. Es ist für mich aber völlig unmöglich diese vorgeschriebene Haltung lange beizubehalten, ungefähr so wie es unmöglich ist, sich für lange Zeit mit den Händen an einem Ast festzuklammern. Früher oder später muß man loslassen, weil sich die Unterarmmuskulatur ermüdet.
>Die einzige Lösung fand ich darin, daß ich mich mit dem Sitzbein genau auf die Stuhlkante setze. In dieser Position kann ich die Knie leicht zusammenhalten und die Wirbelsäule ist automatisch gerade aufgerichtet. Aber diese Haltung hat auch einen großen Nachteil, sie ist instabil. Man neigt zum Schwanken.
>Nun meine Frage, ist es wirklich so bedeutend, daß die Knie aneinanderliegen?
>Und wenn, weshalb?
>Ich danke euch schon im voraus und tschüß
>Hardenberg



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