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Thema: Berlin: Bis zu 10.000 Menschen demonstrieren gegen elektronische

  1. #1
    dyon
    Gast

    Berlin: Bis zu 10.000 Menschen demonstrieren gegen elektronische

    Überwachung
    In der Bundeshauptstadt Berlin ist es am Samstag zu Protesten gegen die elektronische Überwachung gekommen. Die Demonstration von bis zu 10.000 Menschen verlief unter dem Motto "Meine Daten gehören mir". Veranstalter war unter anderem Verdi.
    Außerdem gehörten zu den Organisatoren linke Gruppen und das Netzwerk Attac, welches der Globalisierung kritisch gegenübersteht. Die Demonstration sei ein Zeichen gegen die Überwachungsgelüste der Regierung gewesen.
    Die Kundgebung, bei der auch Grünen-Politiker waren, verlief friedlich. Nur gegen Abend wurden zehn Demonstranten verhaftet, die sich mit der Polizei eine gewalttätige Auseinandersetzung lieferten. 13 Polizeibeamte und 32 Demonstranten wurden verletzt.
    Berlin: Bis zu 10.000 Menschen demonstrieren gegen elektronische Überwachung


    Und ein paar Kommentare dazu:

    Seltsam HunterS.

    Eine Schweizer Zeitung schreibt keine schöngeredeten Zahlen wie stern.de oder die dpa, bei denen von 2.000 die Rede ist, wobei selbst die Polizei 8.000 gezählt hat.
    Bei der Zwischenkundgebung gaben die Veranstalter die Zahl von 15.000(!) bekannt.
    Danke, Borgir!

    Das, was die Berliner Polizei da geliefert hat, war unter aller Sau! Wir wurden ohne Grund mit Pfefferspray angegriffen, während des gesamten Demonstrationszuges von Beamten beleidigt und dumm angemacht. Soviel zur Deeskalation.
    Nach bereits 20 Metern Strecke (!) mussten sich die ersten die Augen auswaschen!
    Sogar nach den Angriffen der Polizei lief alles friedlich, was für die Herren in grün kein Grund war, ihre Pfefferspray-Attacken zu unterlassen.
    Und: Während einige festgenommen, pardon, zusammen geschlagen wurden, hat die Polizei sie fröhlich mit "Judenschwein" und "Zecke" beleidigt - wie es sich für einen Staatsdiener gehört
    Das, WOGEGEN wir demonstriert haben, wurde gestern, ironischer Weiser, ungeschönt von der Polizei demonstriert.

    23.09.2007 11:51 Uhr von HunterS.

    Kommentar ansehen Nun, christi244

    wundert es wen, wenn immer offensichtlicher wird, wie Informationen schlichtweg gefälscht werden, wenn es im Sinne des "Erfinders" ist?

    Von daher, egal, was propagiert wird von oben, erstmal grundsätzlich in Zweifel ziehen und dann den Versuch starten, im Ausland zu verifizieren, so möglich.

    23.09.2007 11:55 Uhr von christi244

    Kommentar ansehen Eure Daten Bleifuss88

    gehören schon lange nicht mehr euch. Und es ist nicht der Staat, der schnüffelt:

    Protecus Security Forum - Computer und Internet Sicherheit Hilfe und Tipps...

    23.09.2007 12:26 Uhr von Bleifuss88

  2. #2
    dyon
    Gast

    AW: Berlin: Bis zu 10.000 Menschen demonstrieren gegen elektronische

    Updated: 15 Tausend demonstrierten gegen Überwachungswahn
    Massive Polizeiübergriffe zwangen Demonstranten zum Auflösen des Blocks

    Aktualisierung - 24. September 2007 - 13:50 Uhr

    Wie wir einem Bericht der Zeitung “junge Welt” von heute entnehmen können, ist es zu weitaus massiveren Ausschreitungen der Polizei gekommen, als bisher bekannt.



    Danach haben einige Polizisten gezielt in Kopfhöhe auf Demonstranten geknüppelt, zu Boden geworfene wurden mit Fußtritten (siehe Foto) traktiert. Einige Verletze mussten mit Platzwunden und Gehirnerschütterungen ins Krankenhaus gebracht werden.

    Leser des Politblog berichteten gestern, die Polizei sei ohne Rücksicht und ohne Grund mit brutalen Attacken auf friedliche Demonstranten losgegangen, setzte Pfefferspray ein und prügelte drauf los.

    “Ich bin mir sehr sicher, dass die Berliner Polizei den strikten Plan hatte, den Block anzugreifen, da es politisch nicht gut aussieht, wenn der “böse schwarze Block” lieb bleibt. Aber auch nach den Angriffen und unserer reinen Selbstverteidigung schafften die Polizisten es nicht, den Block zu zersprengen und zu Ausschreitungen zu motivieren. “


    Aus der berüchtigten Berliner Knüppelgarde, der 23. Hundertschaft, wurde ein Demonstrant als “Judensau” beschimpft. In den Fokus der Polizei war ausschließlich der Block des antikapitalistischen Bündnisses geraten. Obwohl von den Demonstrationsteilnehmern keine Eskalation ausging, hat die Polizei gezielt auf die Demonstranten eingeschlagen und den Block immer wieder auseinander getrieben. Um die Sicherheit der Teilnehmer nicht zu gefährden, lösten die Veranstalter den Block vorzeitig auf.

    Verletze Polizisten gingen nach Aussagen von Demonstrationsteilnehmern vor allem auf den unbedachten Einsatz des Pfeffersprays zurück. So hätten einige Beamte sich selbst k.o. gesprüht.

    Ein Sprecher der “Antifaschistischen Linken Berlin” fordert nun eine umfassende Untersuchung der Vorfälle vom Berliner Senat (SPD /Die Linke). De facto hat der Polizeieinsatz das Demonstrationsrecht außer Kraft gesetzt.

    Bericht vom 23. September 2007


    Bei strahlendem Sonnenschein forderten gestern weit über zehntausend Demonstranten in Berlin “Freiheit statt Angst - Stoppt den Überwachungswahn”. Der Unmut der Beteiligten richtete sich vor allem gegen die heftig umstrittene Vorratsspeicherung von Telefon- und Internetdaten, heimliche Online-Durchsuchungen und die neue einheitliche Steueridentifikationsnummer.



    Bei der Auftaktkundgebung am Brandenburger Tor richtete Patrick Breyer vom Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung seine Warnung an die Politiker, dass “wir immer mehr werden”, falls die Regierung an ihrem Vorhaben festhalte. Betroffen von dem Überwachungswahn sei jeder Bürger, auch Ärzte, Rechtsanwälte und Journalisten bei der Ausübung ihrer Berufe.



    50 verschiedene Gruppen hatten zu der Demonstration aufgerufen, unter ihnen der CCC (Chaos Computer Club), der Datenschutzverein FoeBuD. Hans-Christian Ströbele war gekommen, allerdings nur mit “einem Grüppchen Grüner” (?), die Linke und einige Liberale waren erschienen. In dem breiten Bündnis hatte sich auch ein sogenannter “schwarzer Block”, also die etwas radikaleren Linken, formiert. Sie wollten vor allem auf die Polizeistaats-Maßnahmen bei der Verhaftung dreier angeblicher “Terroristen” im August des Jahres hinweisen.

    Wie gut, das wenigstens sie auf die realen Fälle bereits stattfindenden staatlichen “Terrorwahns” auf der Demonstration aufmerksam gemacht haben. Thema der Redner bei den Kundgebungen waren diese Fälle unseres Wissens nicht.



    Ein PolitBlog-Leser berichtet

    “Die Demo verlief eigentlich friedlich.
    Allerdings wurden noch vor dem Demonstrationsbeginn am Brandenburger Tor einige Linke eingekesselt, weil sie sich den Anweisungen der Polizei widersetzt hatten (ich hab das nicht direkt mitbekommen). Bei der Demo durften keine Glasflaschen, Messer, Schuhe mit Stahlkappen(!) mitgenommen werden.
    Nach einiger Zeit wurden die Eingekesselten dann wohl wieder freigelassen, und der Demonstrationszug ging los.
    Währenddessen liefen die Polizisten immer neben dem “Schwarzen Block” her…

    Dann ging’s ruhig weiter zur Zwischenkundgebung am Alex. Auf dem Rückweg wurde die Polizei aggressiver. Ohne von mir erkennbaren Grund nahm sie den “Schwarzen Block” in die Zange. Außerdem flog ein Hubschrauber über der Demo.
    Plötzlich schlug der “Grüne Block” zu - ohne von mir erkennbaren Grund.

    Es wurde Reizgas eingesetzt. Ein Polizist hatte auch etwas davon abbekommen. Die Polizei war keinesfalls deeskalierend. Einem Menschen mit einer Kamera wurde diese fast von einem Polizeibeamten entrissen. Als die Polizei in die Demonstranten lief, flogen auch Gegenstände, ich glaube Flaschen. Aber meines Erachtens als Reaktion.

    Die Polizei pflügte dann mehrfach durch den Demonstrationszug und erntete Pfiffe der Demonstranten. Schließlich wurde die halbe Straße von Polizisten abgesperrt, aus einem zu diesem Zeitpunkt unerkennbaren Grund. Dadurch wurde jedoch der Demonstrationszug auseinander gezogen. Die Polizei ging erneut gegen die Demonstranten vor, bis schließlich der “Schwarze Block” aufgab. Ohne diesen ging es dann zur Abschlusskundgebung, wo die Demonstration friedlich endete.

    Meines Erachtens wäre die Demo VOLLKOMMEN friedlich verlaufen, wenn die Polizei nicht da gewesen wäre oder zumindest weniger provoziert hätte. Das war mal wieder ein Einsatz, wo man keinesfalls von “Deeskalation” sprechen kann.”


    Die Polizei soll einige Demonstranten verhaftet haben. Laut Indymedia sind rund 30 Personen durch Schläge oder durch massiven Pfefferspray-Einsatz verletzt worden, zehn wurden laut Angaben der Berliner Polizei festgenommen.
    Ebenso sollen zehn Polizisten leichte Verletzungen erlitten haben.

    Leider hatte Politblog gestern keinen Reporter vor Ort. Deshalb freuen wir uns um so mehr über diesen Bericht und bitten unsere Leser, hier ihre Erfahrungen von der Demonstration zu veröffentlichen und so ein Bild von den tatsächlichen Geschehnissen zu geben.

    Ach ja - unser Leser merkt noch an: “Wenn ich vom ‘Schwarzen Block’ spreche, ist das nur die Bezeichnung, die unsere lieben Massenmedien nehmen würde. Der “Grüne Block” ist der mit den weißen Helmen”.

    Pony
    Politblog.net » Updated: 15 Tausend demonstrierten gegen Überwachungswahn

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