Wird auch eine Überarbeitung des Duden in Erwägung gezogen?
Der EU-Vizepräsident Franco Frattini hat sich dem europaweiten Kampf gegen den Terrorismus verschrieben. Dazu hat er eine Liste von “Unwörtern” erstellt, die zukünftig erstens von den Suchmaschinen geblockt werden sollen und deren Nutzer zweitens sofort in ein Überwachungs-Raster fallen.
Offensichtlich geht Frattini davon aus, dass sich vermeintliche Terroristen mit exakt diesem Vokabular im Internet unterhalten und mörderische Anschläge planen. Doch Frattinis Vorstellungsvermögen geht noch weiter: Er hält nicht die eigentliche Tat, sondern bereits gewisse “Wörter” für gefährlich. Davor solle man das Volk schützen. Auch der Begriff Genozid soll verboten werden, da wo Genozid tatsächlich stattfindet, darf das dann - folgt man Frattinis Logik - in der aktuellen Berichterstattung nicht mehr erwähnt werden.
Ausschließlich in Analysen oder historischen Informationen sollen seiner Meinung nach diese Begriffe noch erlaubt sein. Dazu will Frattini mit den Providern zunächst klären, “wie es möglich ist, mit technischen Mitteln die Menschen daran zu hindern, gefährliche Wörter wie Bombe, Töten, Genozid oder Terrorismus zu verwenden oder nach ihnen zu suchen”.
Politblog.net » Googlen nach "Bombe, Töten, Terrorismus" soll verboten werden
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