Magdeburg – Der Präsident der Ärztekammer Sachsen-Anhalts, Henning Friebel, sieht die ärztliche Schweigepflicht und das verfassungsrechtlich geschützte Patientengeheimnis durch die Gesundheitsreform bedroht. Hintergrund seien Pläne des Bundesgesundheitsministeriums, wonach Ärzte den Krankenkassen Patienten melden sollen, bei denen es durch Piercings, Tätowierungen oder nicht ratsame Schönheits-Operationen zu Folgeerkrankungen gekommen sei.
„Die Vertrauensbasis geht verloren, wenn Ärzte per Gesetz verpflichtet werden, ihre Patienten auszuhorchen, um sie dann bei den Krankenkassen anzuschwärzen“, sagte Friebel am Freitag in Magdeburg. Die Regelung sei nicht mit den ethischen Prinzipien ärztlicher Berufsausübung vereinbar und untergrabe das Arzt-Patientenverhältnis.
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Deutsches Ärzteblatt: Nachrichten "Ärztekammer: Gesundheitsreform bedroht ärztliche Schweigepflicht"



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