Der 11. September 2006 war für das Bistum Passau ein ganz besonderer Tag. Joseph Alois Ratzinger, besser bekannt als Papst Benedikt XVI, besuchte seine Heimat. Auf dem Programm stand unter anderem eine Stippvisite an seinem Geburtshaus in Marktl am Inn, einem knapp 3000 Seelen-Flecken im oberbayerischen Landkreis Altötting.
Doch dieser 11. September sollte auch ein denkwürdiger Tag für die Familie Lindner im benachbarten Burghausen werden. Die Lindners leben abseits des Ortes auf einem typischen bayerischen Hof. Gegen 14:00 Uhr stürmt ein Sondereinsatzkommando der bayerischen Polizei auf das Grundstück, nimmt den Vater mit und verschafft sich anschließend mit Maschinenpistolen im Anschlag Zutritt zur Wohnung. Dort treffen sie auf die Mutter und die beiden Söhne von sechs und zehn Jahren.
Ein “Terroristen”-Unterschlupf, Mord, Bomben? Was hatten die Lindners “ausgefressen”, um einen solchen Überfall zu rechtfertigen?
Über ein Jahr hat es gedauert, bis dieser Fall polizeistaatlicher Willkür öffentlich bekannt wurde. Am Montag dieser Woche berichtete der Autor Frank Wolfgang Sonntag darüber im MDR-Politmagazin FAKT. Was war passiert? Siegfried Lindner hatte bei einem Arztbesuch im Wartezimmer gegenüber anderen Patienten geäußert, dass die 40 Millionen, die der Papstbesuch kostet, besser hätten verwendet werden können.
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Die O-Ton Transkripte sind der Web-Seite des mdr entnommen.
(c) Pony - Politblog.net » Polizeieinsatz für den Papst? - SEK überfällt bayerische Familie



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