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Thema: Unbedachte Äusserung im Wartezimmer brachte Bauern das SEK ins Haus

  1. #1
    Thomas
    Gast

    Unbedachte Äusserung im Wartezimmer brachte Bauern das SEK ins Haus

    Der 11. September 2006 war für das Bistum Passau ein ganz besonderer Tag. Joseph Alois Ratzinger, besser bekannt als Papst Benedikt XVI, besuchte seine Heimat. Auf dem Programm stand unter anderem eine Stippvisite an seinem Geburtshaus in Marktl am Inn, einem knapp 3000 Seelen-Flecken im oberbayerischen Landkreis Altötting.

    Doch dieser 11. September sollte auch ein denkwürdiger Tag für die Familie Lindner im benachbarten Burghausen werden. Die Lindners leben abseits des Ortes auf einem typischen bayerischen Hof. Gegen 14:00 Uhr stürmt ein Sondereinsatzkommando der bayerischen Polizei auf das Grundstück, nimmt den Vater mit und verschafft sich anschließend mit Maschinenpistolen im Anschlag Zutritt zur Wohnung. Dort treffen sie auf die Mutter und die beiden Söhne von sechs und zehn Jahren.

    Ein “Terroristen”-Unterschlupf, Mord, Bomben? Was hatten die Lindners “ausgefressen”, um einen solchen Überfall zu rechtfertigen?

    Über ein Jahr hat es gedauert, bis dieser Fall polizeistaatlicher Willkür öffentlich bekannt wurde. Am Montag dieser Woche berichtete der Autor Frank Wolfgang Sonntag darüber im MDR-Politmagazin FAKT. Was war passiert? Siegfried Lindner hatte bei einem Arztbesuch im Wartezimmer gegenüber anderen Patienten geäußert, dass die 40 Millionen, die der Papstbesuch kostet, besser hätten verwendet werden können.
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    Die O-Ton Transkripte sind der Web-Seite des mdr entnommen.
    (c) Pony - Politblog.net » Polizeieinsatz für den Papst? - SEK überfällt bayerische Familie

  2. #2
    Viola
    Gast

    AW: Unbedachte Äusserung im Wartezimmer brachte Bauern das SEK ins Haus

    Ich finde das einfach schrecklich, wie dieser Bauer und seine Familie behandelt wurden und das wegen einer unbedachten Äußerung beim Arzt. Wo bleibt da die Meinungsfreiheit? wenn man deswegen gleich verdächtigt und abgeführt wird. Ich habe übrigens die gleiche Meinung wie dieser Bauer. Wenn die Besuche des Papstes derart viel Geld kosten, dann sollte überlegt werden, ob sie wirklich so viel Sinn machen und wieviele Menschen dadurch wirklich gläubiger werden. Ich habe den vorigen Papst auch zweimal in Wien gesehen, bin dadurch aber nicht gläubiger im Sinne der Kirche geworden. Ich weiß nicht, ob man das moralisch überhaupt verantworten kann, so eine Menge Geld für Besuche auszugeben, wenn anderswo Menschen an Hunger,... sterben. Ich würde es sinnvoller finden, dieses Geld für soziale Zwecke zu verwenden.

    Liebe Grüße,
    Ayana

  3. #3
    Elmo
    Gast

    Schulen jetzt im Visier der Kontrollfanatiker

    Ziel ist es, den Bürger unmüdig und zu einer nicht denkenden Marionette des Staates und der Industrie zu machen.
    Willkür dieser Art wird häufiger werden, denn Abschreckung und Angst sind gute Tügel für die Gesellschaft.
    Irgendwann wird das, was derzeit in Paris passiert in jeder größeren Stadt passieren.

    Es Grüßt: Elmo!


    -----------------------------------------------

    Jeder Staat, der langfristig die Überwachung seiner Bürger ausdehnen will, sollte eine Zielgruppe besonders ins Auge nehmen: Die Kinder. Denn möglichst frühe Konditionierung der Kinder und Gewöhnung an den Umstand, permanent und bei möglichst jeder Alltagshandlung überwacht, abgehört und beobachtet zu werden, garantiert dem Staat später unmündige und sich fügende Bürger.

    Aus in den USA und Großbritannien, das ohnehin bei den Überwachungsbestrebungen mit an der Spitze steht und nicht umsonst fiktiver Schauplatz in dem Film V For Vendetta ist, kann man in den letzten Tagen neue Bestrebungen in diese Richtung beobachten. Schulen sind die aktuelle Front im Ausbau des Überwachungsstaats:

    “Schulen sollen Schüler mithilfe von eingenähten Funkchips in Schuluniformen überwachen

    Der Hersteller vermarktet sein Radiofrequenz-Identifizierung (RFID)-Überwachungssystem in ganz Großbritannien, nachdem dieses Jahr an der Hungerhill-Schule in Doncaster ein Versuch mit 19 Schülern stattgefunden hat.
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    DaRockwilda
    Politblog.net » Die neuesten Überwachungsbestrebungen aus GB und USA

  4. #4
    Viola
    Gast

    AW: Unbedachte Äusserung im Wartezimmer brachte Bauern das SEK ins Haus

    Hallo Elmo,

    das sind ja düstere Aussichten, wenn diese Zustände, wie in Paris derzeit, in Zukunft auch in unseren Städten sein werden.

    Ich verstand bisher nicht, warum man unbedingt alle Bürger überwachen will. Weil ich mir dachte, dass die doch nichts davon haben, wenn sie z.B. mich überwachen würden, weil ich ja sehr einfach, bieder, anständige lebe. Da bin ich ja gar nicht interessant genug, um überhaupt überwacht zu werden.

    Aber wenn man jetzt in Amerika sogar schon Schulkinder überwacht, das ist schon ein bisschen extrem und eigentlich unnötig.

    Aber nun verstehe ich, warum man das machen will: um die Bürger zu nichtdenkenden Marionetten zu machen, ....
    Ich kann dazu nur sagen: die Bürger sollten bei diesem Spiel nicht mitmachen.

    Liebe Grüße,
    Ayana

  5. #5
    Sabine
    Gast

    AW: Unbedachte Äusserung im Wartezimmer brachte Bauern das SEK ins Haus

    Hi zusammen,

    im Grunde ist das Überwachen ja gar nicht schlecht. Es sollte zur Sicherheit dienen. Jedoch gibt es ja immer 2 Seiten. Leider. Es wird ausgenützt und "dient" nicht mehr für das was es sein sollte.
    Und die nächste Frage, was ist wirklich schon sicher.....

    Liebe Grüsse
    Sabine

  6. #6
    Thomas
    Gast

    AW: Unbedachte Äusserung im Wartezimmer brachte Bauern das SEK ins Haus

    Zitat Zitat von Sabine Beitrag anzeigen
    im Grunde ist das Überwachen ja gar nicht schlecht. Es sollte zur Sicherheit dienen.
    statistiken belegen, dass diese aussage schlichtweg falsch ist. sie ist das argument der überwacher, die sich in der praxis aber nicht bewährt.

    @ayana: weil der staat nicht blöd ist. er weiß durchaus, wo die entwicklung in den nächsten jahren/jahrzehnen hin geht.
    desweiteren kann man die daten auch gut an die industrie verkaufen.

    die bürger sind bereits nicht denkende marionetten. in dieser rolle fühlen sie sich wohl.

    lieben gruss,
    thomas

  7. #7
    Viola
    Gast

    AW: Unbedachte Äusserung im Wartezimmer brachte Bauern das SEK ins Haus

    Hallo Thomas,

    glaubst Du, dass sich wirklich alle Leute in dieser Rolle der Nichts-denkenden-Bürger wohl fühlen?

    Dass die Daten für die Wirtschaft/Industrie von Vorteil sind, kann ich mir schon vorstellen.

    Was kann der Bürger tun, wenn er keine Marionette sein will? Und wenn er auch wissen will, wohin die Entwicklung geht? Kann er dann diese Entwicklung beeinflussen?

    Grüße,
    Ayana

  8. #8
    Thomas
    Gast

    AW: Unbedachte Äusserung im Wartezimmer brachte Bauern das SEK ins Haus

    Zitat Zitat von Ayana Beitrag anzeigen
    Hallo Thomas,

    glaubst Du, dass sich wirklich alle Leute in dieser Rolle der Nichts-denkenden-Bürger wohl fühlen?

    Dass die Daten für die Wirtschaft/Industrie von Vorteil sind, kann ich mir schon vorstellen.

    Was kann der Bürger tun, wenn er keine Marionette sein will? Und wenn er auch wissen will, wohin die Entwicklung geht? Kann er dann diese Entwicklung beeinflussen?

    Grüße,
    Ayana
    hallo anyana,

    so lange er den spielfilm oder eine show im fernsehen dem bildungsprogramm vorzieht, so lange fühlt er sich wohl.
    brot und spiele fürs volk - das wussten schon die alten römer und daran hat sich nichts geändert.

    wenn man nicht mehr mitspielen will, muss man sehen, wie man sich entziehen kann, bzw. es dem system möglichst schwer macht.
    das fängt beim verzicht auf payback-karten und handy an und hört bei der verschlüsselung von emails auf - jetzt mal rein auf die überwachung bezogen.

    nur wer sich bildet weiß, was in etwa passiert. und bildung ist arbeit - das scheuen die meisten. das umsetzen natürlich genauso

    lieben gruss,
    thomas

  9. #9
    Viola
    Gast

    AW: Unbedachte Äusserung im Wartezimmer brachte Bauern das SEK ins Haus

    Hallo Thomas,

    das stimmt, dass Bildung Arbeit bedeutet und die Umsetzung dann erst recht.

    Im Fernsehen die Bildungssendungen kann ich da davon ausgehen, dass die objektiv, also nicht manipuliert worden sind? Weil ich schon öfters gehört habe, dass die Medien wichtige Informationen unterdrücken, verdrehen, weglassen,...

    Beste Grüße,
    Ayana

  10. #10
    Thomas
    Gast

    AW: Unbedachte Äusserung im Wartezimmer brachte Bauern das SEK ins Haus

    hi ayana,

    sicherlich mag das fernsehen nicht über alles objektiv berichten. dennoch dürften auch "halbware" wissenssendungen den geist mehr schulen, als stafan raabs xte show...

    lg.t.

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