F. William Engdahl
Es gibt eine Reihe von Anzeichen, dass die Vereinigten Staaten, möglicherweise in geheimer Absprache mit Israel, einen militärischen Schlag gegen den Iran planen. Diejenigen, die heimliche Vorbereitungen für einen Präventivschlag gegen den Iran vermuten, weisen auf verschiedene Ereignisse hin, die sich kürzlich ereignet haben: Die Absetzung von Admiral William Fallon, Chef des US Zentralkommandos, nachdem er in einem Interview versprochen hatte, er werde eher zurücktreten, als einen Angriff gegen den Iran zu leiten, sowie der Weggang des Unterstaatssekretärs für politische Angelegenheiten im US-Außenministerium, R. Nicholas Burns, einem der wichtigsten Befürworter einer diplomatischen Lösung im Konflikt mit dem Iran, sowie Berichte, das Büro von Vizepräsident Dick Cheney sei noch rechtzeitig hinter einen Korruptionsfall gekommen, der wahrscheinlich zum Sturz von Ehud Olmerts Regierung in Israel und zu einer möglichen Rückkehr des Likud-Falken Benjamin Netanjahu geführt hätte. Alle Anzeichen deuten auf den nächsten Präsidenten und einen Versuch hin, ihn dazu zu zwingen, die Iran-Frage nicht diplomatisch, sondern militärisch zu lösen.
Wird Bush den Iran noch vor Ende seiner Amtszeit bombardieren? - Kopp Verlag
Die Brandstifter: Wie der Kriegspropaganda ein Zitat abhanden kam
Gerhard Wisnewski
Schrecklich. Selbst die Bundeszentrale für Politische Propaganda bzw. Bildung schrieb auf ihrer Website: »Mit seiner Äußerung, Israel von der Landkarte tilgen zu wollen, sorgte Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad im Oktober 2005 weltweit für Empörung.« Im Original klingt das noch viel schrecklicher, fast wie eine Alien-Sprache aus Krieg der Sterne: »in rezhim-e eshghalgar bayad az safhe-ye ruzgar mahv shavad.« Puh. Feuer frei.
Augenblick. Es ist nämlich keine Aliensprache, sondern Farsi. Vulgo: Persisch. Jonathan Steele vom britischen Guardian war einer der ersten, die einen Artikel über die wirkliche Bedeutung des Satzes veröffentlichten. Und siehe da: Ahmadinedschad hatte etwas ganz Anderes gesagt, nämlich: »Dieses Besatzerregime muss von den Seiten der Geschichte verschwinden.« Oder einfacher: »Das Besatzungsregime muss Geschichte werden.«
Die Brandstifter: Wie der Kriegspropaganda ein Zitat abhanden kam - Kopp Verlag



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