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Thema: Gesundes Schulessen kommt in England nicht an

  1. #1
    Thomas
    Gast

    Gesundes Schulessen kommt in England nicht an

    LONDON (dpa). Fernsehkoch Jamie Oliver hat bei seiner Kampagne für eine gesündere Ernährung der britischen Kinder einen Rückschlag hinnehmen müssen. Infolge von neuen Eß-Richtlinien, die auf Olivers Vorschläge zurückgehen, werden viele britische Schulkantinen seit diesem Herbst von weniger Kindern genutzt.

    Nach einer gestern veröffentlichten Erhebung gab es in 60 Prozent der Schulen einen Rückgang. Fast drei Viertel (71 Prozent) gaben als Grund an, daß man sich an den neuen Speiseplan noch gewöhnen müsse.

    Seit September kommen britische Klassiker wie Fish and Chips bei den "School Dinners" nur noch selten auf den Speiseplan. Stattdessen gibt es mehr Obst und Gemüse. Die Leiterin des nationalen Ernährungsprogramms, Judy Hargadon, sagte der BBC, der anfängliche Rückgang sei erwartet worden. Langfristig werde das Programm aber sicherlich ein Erfolg.

    http://www.aerztezeitung.de/docs/200.../auch_das_noch

  2. #2
    Viola
    Gast

    AW: Gesundes Schulessen kommt in England nicht an

    Ich finde das Essen in den Schulen bei uns, das den Kindern angeboten wird, einfach haarsträubend. Mein kleiner Sohn kann in der Hauptschule Gebäck, Wurstsemmeln, sowie Donuts, Muffins,... kaufen. Einige Eltern haben sich schon beschwert, weil ihre Kinder sich mit dem Zeug vollstopfen und übergewichtig werden. Man könnte den Kindern natürlich ihr Taschengeld streichen und ihnen eine gesunde Jause mitgeben, aber wenn sie mal verwöhnt sind, ist das schwer.
    Mein großer Sohn bekommt in der Informatikschule überhaupt nur ungesunde Sachen, die in der Mikrowelle aufgewärmt werden und zusätzlich Süßigkeiten,...
    Er nimmt sich oft von daheim etwas mit oder kauft sich am Weg etwas.

    Ich finde das ganz schlimm, dass in den Schulen den Kindern solch ungesundes Essen angeboten wird. Gerade die Schule sollte doch ein Vorbild sein, ich meine, sie sollte den Kindern das Wissen über gesunde Ernährung vermitteln und ihnen eine gesunde Ernährung anbieten (so wie das die Eltern daheim auch machen sollten) mit viel frischem Obst und Gemüse, Vollkorn,... Das kann man doch auch dekorativ, appetitlich anrichten und das Mittagessen in der Schule könnte man doch auch mit gesunden Zutaten zubereiten.
    Ich verstehe das nicht, warum man da nicht zum Wohle der Kinder handelt. Sie brauchen doch eine Nahrung, die viele Vitalstoffe enthält um gut lernen zu können, um sich gut zu entwickeln, um schlank zu bleiben, um im Sport gut zu sein,...

    Daher finde ich die Kampagne von Jamie Oliver in England sehr gut. Auch wenn es am Anfang nicht so gut aufgenommen wird, die Kinder werden sich dran gewöhnen und mit der Zeit auch sehen, dass es ihnen gut tut. Es wäre schön, wenn man das auch in unseren Schulen so machen würde.

    Liebe Grüße,
    Viola

  3. #3
    Viola
    Gast

    AW: Gesundes Schulessen kommt in England nicht an

    Essen an Schulen: Verbraucherzentralen schalten sich ein

    Es ist wie ein Fass ohne Boden - die Anzahl übergewichtiger Kinder steigt kontinuierlich. Rund 1,9 Millionen Kinder und Jugendliche im Alter von 3 - 17 Jahren in Deutschland bringen zu viel Gewicht auf die Waage, jeder Fünfte der 11 - 17-Jährigen zeigt Auffälligkeiten im Essverhalten. Dies ist keine große Überraschung vor dem Hintergrund, dass es sogar am Schulkiosk in erster Linie Weißmehlprodukte, Cola, Chips und Schokoriegel zu kaufen gibt. Um die Gewichtsspirale aufzuhalten, melden sich nun sogar die Verbraucherzentralen zu Wort. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und die Verbraucherzentralen haben die Bundesländer aufgefordert, eine gesunde Schulverpflegung verpflichtend im Schulgesetz zu verankern. "Es darf nicht dem Engagement des Schulleiters überlassen werden, ob die Schülerinnen und Schüler gesund ernährt werden", unterstrich die vzbv-Ernährungsreferentin Angelika Michel-Drees. Vzbv und Verbraucherzentralen fordern die Umsetzung bundesweiter Qualitätsstandards sowie Zuschüsse für bedürftige Familien zur Teilnahme an der Schulverpflegung. Einige Regelungen, wie sie bereits im europäischen Ausland gang und gäbe sind, könnten über kurz oder lang auch hierzulande Schule machen. So ist bereits in Schweden, Finnland und Frankreich der Verkauf von Limonaden und Softdrinks an Schulen untersagt. Inwieweit die Forderungen hierzulande wirklich umgesetzt werden oder ob es am Ende wieder nur auf faule Kompromisse hinausläuft, bleibt allerdings abzuwarten.

    Aus: "Wandmaker Aktuell"
    Nov./Dez. 2007

    Liebe Grüße,
    Viola

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