Vor einigen Wochen fand ich auf pressetext.de folgende Pressemitteilung der Fa. KWHC GmbH. Lange habe ich überlegt ob ich diese Pressemitteilung veröffentlichen soll und Stellung nehmen sollte. Während meiner Überlegungen habe ich mich intensiv zum Thema belesen und einige interessante Fakten über "ADHS" gefunden.
Hier die Pressemitteilung im Originalen Wortlaut:
„Wenn Zappelphilipp die Familie nervt...
Ein kostenloses Online-Spiel hilft beim Erkennen der Ursache!
Uelzen (pts/27.11.2006/16:34) - Jeder Morgen in der Familie des neunjährigen Tim startet hektisch und voller Unruhe. Die Ermahnungen häufen sich und schon nach kurzer Zeit sind alle Familienmitglieder genervt. Auch in der Schule und in der Freizeit, beim Abendessen und Schlafengehen hat Tim große Schwierigkeiten seine innere Unruhe und Hyperaktivität zu kontrollieren. Der Tagesablauf erinnert an die Geschichte des bekannten Zappelphilipps.
Tim leidet unter ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung). Jedoch ist nicht jedes lebhafte Kind auch an ADHS erkrankt.
Wie viel Aktivität ist aber für ein Kind normal und wann spricht man von ADHS?
Mit einem kostenlosen Online-Spiel auf Info-ADHS: ADS/ADHS Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung kann die Situation des eigenen Kindes analysiert werden. Die Ergebnisse werden übersichtlich in einer kurzen Auswertung zusammengefasst und stehen zum Ende des Spiels direkt zum Ausdruck zur Verfügung. Dieser Überblick kann eine gute Grundlage für die Vorbereitung auf einen Arztbesuch sein und stellt eine Hilfe bei der Einschätzung der verschiedenen Schwierigkeiten im Tagesverlauf dar. Spezialisten für die Behandlung einer ADHS können über die Arztsuche auf Info-ADHS: ADS/ADHS Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung ausfindig gemacht werden.
Aussender: KWHC GmbH
Ansprechpartner: Stephanie Wolter-Osterkamp
email: swo[at]kwhc.de"
Als erstes möchte ich feststellen, das das Internet der wohl denkbar ungünstigste Weg ist Krankheiten irgendwelcher Art festzustellen. Allein der Gedanke über ein Online-Spiel meine Kinder zu analysieren, lässt mich erstarren. Da macht man es sich bei der Fa. KWHC wirklich sehr einfach.
Als nächstes sollten wir klären was Ärzte und Psychologen unter "ADHS" verstehen.
Dazu heißt es im Diagnosehandbuch DSM-IV unter anderem:
*
beachtet häufig Einzelheiten nicht oder macht Flüchtigkeitsfehler bei den Schularbeiten
* führt häufig Anweisungen anderer nicht vollständig durch
* hat häufig Schwierigkeiten, Aufgaben und Aktivitäten zu organisieren
* zappelt häufig mit Händen oder Füßen oder rutscht auf dem Stuhl herum
* hat häufig Schwierigkeiten, ruhig zu spielen oder sich mit Freizeitaktivitäten ruhig zu beschäftigen
* redet häufig übermäßig viel
Jetzt frage ich mich doch, auf welches Kind passt nicht mindestens eine dieser „Diagnosen"???
Leiden wirklich alle unsere Kinder unter "ADHS"??? Das kann und will ich nicht glauben und jeder der eigene Kinder hat, wird dies sicherlich auch nicht glauben wollen.
Nun sollen wir klären auf welchen wissenschaftlichen und biologischen Forschungen die „Krankheit ADHS" erforscht wurde und wie sich "ADHS" beweisen lassen könnte.
Hier gibt es eine ganz klare und eindeutige Antwort:
Es gibt keine Bluttests, Röntgenaufnahmen oder sonstige körperliche Tests, welche die Existenz einer "ADHS" oder irgendeiner sonstigen Lern- oder psychischen Störung von Kindern diagnostizieren oder feststellen können. Die Diagnosen beruhen einzig und allein auf Meinungen gewissenloser Ärzte oder Psychologen.
Deutscher Bundestag Drucksache 14/8912, 24.04.2002
„Der Deutsche Bundestag stellt fest: In der öffentlichen Diskussion wir daher häufig die Frage aufgeworfen,ob es sich bei "ADHS" lediglich um eine „Modeerkrankung" handele. Festgemacht wird dies an der Tatsache, dass es sich bei den aufgeführten Symptomen des "ADHS" um ureigene Charakteristika des kindlichen Wesens handelt - ungebremste Impulsivität, geringe Ausdauer und überschießende Energien"
„Die Behauptung, "ADHS" sei biologisch bedingt oder durch eine Stoffwechselstörung im Gehirn verursacht, ist wissenschaftlich in keiner Weise bewiesen." (Zitat EVA Karfe, schwedische Soziologiedozentin und Autorin des Buches „Hirngespinste", 2002)
1998 bestätigte ein Komitee des US National Institute of Health, dass es keinen „unabhängigen, gültigen Test für "ADHS"" gibt und „keine Daten, die darauf hinweisen, dass "ADHS" auf einer Fehlfunktion des Gehirn beruht". Sowie: „Unser Wissen über die Ursache oder Ursachen von "ADHS" bleibt spekulativ".
Die US Drug Enforcement Administration (DEA) erklärt: „Trotz häufiger Bezugnahme auf "ADHS" als neurobiologische Störung bleibt die Ursache von "ADHS" unbekannt."
Wie kommt aber nun die „Krankheit ADHS" in ein Diagnosehandbuch???
Auch darauf gibt es eine klare Antwort:
Psychiatrische Diagnosemöglichkeiten entstehen aufgrund Mehrheitsbeschluss der APA (American Psychiatric Association). Psychiater verwenden keinerlei Blut- oder sonstigen Labortest oder Röntgenbilder um ihre Diagnose zu untermauern.
Warum erfindet man dann solch eine „Krankheit", werden Sie sich jetzt Fragen.
Hier dazu einige ausgewählte Antworten:
Nach Angaben der Techniker Krankenkasse nehmen 3,3 Millionen Bundesbürger Psychopharmaka aller Arten. Dies verursacht am Tag 4,8 Millionen Euro Kosten. Diese Medikamentengruppe stellen die dritt höchste Ausgabenposition der Kasse dar. (Quelle: ddp-bay, am 15.8.2006 unter unikosmos.de | Die Virtuelle Studentenwelt - Nachrichten - Immer mehr Psychopharmaka)
Übrigens ist dies eine Summe die das Budget der Regierung im Kampf gegen Drogen fast abdecken würde.
Hier noch einige weitere Fakten und Zahlen:
Die Verordnung von Stimulans Methylphenidat (z.B. Ritalin) an Kinder und Jugendliche in Deutschland zur Behandlung von "ADHS" stiegen von 700.000 Tagesdosen 1992 auf 33 Millionen Tagesdosen im Jahr 2005(Quelle: Arzneiverordnungs-Report 2004 und 2006)
Psychiater Dr. med Peter R. Breggin: "Es ist wichtig, daß das Bildungsministerium begreift, daß die Diagnose "ADHS" speziell dafür erfunden wurde, den Gebrauch von Medikamenten zu rechtfertigen, die Kinder im Klassenraum ruhigstellen" (Quelle: NEXUS Magazin – Startseite)
Die Verordnungen von Antidepressiva in Deutschland stiegen von 2003 Millionen Tagesdosen 1992 auf 645 Millionen Tagesdosen im Jahr 2004. Damit stiegen die jährlichen Ausgaben für Antidepressiva im Jahr 2004 auf 580 Millionen Euro an (Quelle: Arzneiverordnungs-Report 2002, 2004 und 2005)
Die Kosten für einen Behandlungsfall in einem allgemeinen Krankenhaus beliefen sich im Jahr 2003 auf durchschnittlich 3051 Euro. In einer psychiatrischen Anstalt waren es dagegen 6039 Euro (Quelle: Statistisches Bundesamt - Erklärung zum Kostennachweis der Krankenhäuser 2003)
Eine der „Behandlungsmethoden" von "ADHS" ist die Verabreichung von Psychopharmaka.
Laut Arzneiverordnungs-Report 2006 und früherer Jahre werden in Deutschland mittlerweile über 90.000 Kindern Psycho-Stimulanzien gegen "ADHS" verschrieben, wie Ritalin und Strattera.
Internationale und auch deutsche Arzneimittelzulassungsbehörden erkennen an, dass diese Medikamente Selbstmord, Feinseligkeit, Gewalttätigkeit, Manie und Abhängigkeit, sowie Gehirnschlag und plötzlichen Tod verursachen können.
Ich hoffe ich konnte Sie mit diesem Artikel zum Nachdenken anregen und Sie dazu veranlassen nicht alles zu glauben was ihnen glaubhaft gemacht werden soll.
Weitere Informationen zum Thema finden Sie auf der Homepage des KVPM Deutschland.
Um einigen skeptischen Lesern gleich die Luft aus den Segeln zu nehmen...ich bin in keiner Sekte, vertrete keine Verschwörungstheorien und werde auch nicht bezahlt. Ich bin nur ein Vater von 2 Kindern der sich nach diesem Artikel etwas mehr Gedanken um unsere Kinder und die Gesellschaft macht.



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