Positive Folgen einer tragischen Erkrankung: Hirnverletzungen einer bestimmten Region können Raucher auf einen Schlag zu Nichtrauchern machen. Dieses Phänomen versuchen US-Forscher zu enträtseln, denn bislang galt das Hirnareal als Steuerzentrale für die Körperwahrnehmung.

Eigentlich hatte Herr N. immer Lust auf Zigaretten: morgens beim Aufwachen, bei der Arbeit, nach dem Essen, zum Kaffee, zum Bier. Selbst wenn er krank im Bett lag, ließ der Drang nicht nach. Seitdem N. 14 Jahre alt war, rauchte er und kam auf mehr als 40 filterlose Zigaretten pro Tag.

Raucher: Forscher entdecken Schaltstelle der Niktotinsucht um Hirn
Die letzte rauchte der 38-Jährige am Abend vor seinem Schlaganfall. Danach wollte er nicht mehr. Er fand den Qualm abstoßend. Weil sein Zimmernachbar im Krankenhaus regelmäßig rauchte, verlangte er einen anderen Raum. Er träumte von Zigaretten und ekelte sich. Das Aufhören fiel ihm zu keinem Zeitpunkt schwer: "Mein Körper hat offensichtlich den Drang zum Rauchen vergessen", sagte N. auf Nachfrage seiner Ärzte. Er habe vielmehr das Gefühl, dass der Schlaganfall ein Gebiet in seinem Gehirn zerstört habe, das ihn zuvor abhängig gemacht habe.
Nikotinsucht: Hirnschaden schaltet Rauchlust ab - Wissenschaft - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten
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