Wenn Katze also, wie zu hören ist WHISKAS kaufen
würden, dann könnte es daran liegen, dass der feine
Geschmack aus der Fabrik drin ist: "Whiskas mit
Rind", Whiskas mit Lamm und Geflügel" hat es,
auch "Sheba mit Seezunge in Aspik"".
Auch das "Gourmet Dinner" von Friskies, der
Tierfutter-Tochter von NESTLE, enthält das industrielle
Aroma, und auch die "Spezialität mit Rind und Huhn
für erwachsene Katzen" aus dem gleichen Hause.
Jedenfalls steht es so auf den Etiketten der
amerikanischen Produktversionen.
Auf den deutschen Etiketten steht davon nichts. Es
steht auch nichts von Glutamat darauf und nichts von
Süßstoffen. Obwohl doch die Zusatzstoff - Produzenten
so von diesen Sachen schwärmen, sind sie auf den
Etiketten nirgends zu finden.
Das bedeutet nun nicht, dass diese Chemikalien nicht
drin wären. Es ist nur so: Die Leute von WHISKAS,
PEDIGREE, HILL'S und EUKANUBA, sie dürfen zwar den
Geschmack nach Herzenslust manipulieren.
Auf dem Etikett müssen sie davon allerdings nicht
berichten.
Mehr noch: Die "Kennzeichnung von
Aromastoffen", aber auch von Süßstoffen und
Glutamat, so teilte das Bundesministerium für
Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz auf
Anfrage mit, sei "nicht zulässig".
Die Hersteller dürfen vage Angaben machen:" mit
Konservierungsstoff" oder "mit
Farbstoff". Auch Zitronensäure dürfen sie nennen
und einen Stoff namens "Bentonit -
Montmorillonit". Welche anderen der vielen
Zusatzstoffe sie verwendet haben, dürfen sie nicht
angeben.
Und von den wichtigen Aromachemikalien, Süßstoffen, dem
Geschmacksverstärker Glutamat müssen sie vollständig
schweigen.
Schweigepflicht für Geschmacksfälscher: eine seltsame
Gesetzgebung, die es nicht nur zulässt, sondern sogar
vorschreibt, dass die wichtigsten und bedeutsamsten
Informationen über Zusatzstoffe unterschlagen werden.
Das ist umso bedenklicher, als diese
Geschmacksverstärker allgegenwärtig sind - und
schwerwiegende Auswirkungen auf den Körper haben
können.
Geschmacksverstärker sind Big Business:"
Geschmacksverstärker bringen größten Umsatz",
meldete schon 2001 die Unternehmensberatungsfirma
Frost&Sullivan: Allein im Jahr 2000 wurden 52000
Tonnen Geschmacksverstärker im Tierfutter eingesetzt.
Insgesamt hat sich allein bei Glutamat der weltweite
Gesamtabsatz von 262000 Tonnen im Jahre 1976 auf 1,7
Millionen Tonnen im Jahre 2005 erhöht.
Der Geschmacksverstärker Glutamat ist einer der
umstrittensten Zusätze.



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