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Thema: Forscher arbeiten seit Jahrzehnten mit falschen Zelllinien

  1. #1
    dyon
    Gast

    Forscher arbeiten seit Jahrzehnten mit falschen Zelllinien

    Große Teile der Krebsforschung wertlos
    Zellen verwechselt: Jahrzehntelang haben Wissenschaftler in aller Welt mit falschem Material gearbeitet

    Berlin/Birmingham - Die weltweite Krebsforschung wird von einem Skandal erschüttert. Ein großer Teil der Forschung ist vermutlich vergeblich gewesen, weil Forscher seit Jahrzehnten mit falschen Zelllinien arbeiten.
    Aufgedeckt hat den Skandal ein internationales Forscherteam im Fachblatt "Cancer Research". Die Wissenschaftler stießen auf eine Linie von Speiseröhrenkrebszellen, die offensichtlich falsch ausgezeichnet war. Das Zellmaterial gehörte zu einem anderen Krebstyp als vermutet - und macht damit Tausende Studien, in denen es verwendet wurde, nutzlos.
    Das ist kein Einzelfall. Nach Erkenntnissen der Forscher ist Schlamperei an der Tagesordnung. Falsch beschriftete Flaschen oder unsauberes Arbeiten führten dazu, dass in vielen Zellkulturen nicht das drin sei, was auf der Flasche stehe. "Mitunter verlassen sich Hunderte Forschergruppen auf eine Zelllinie, die sich dann als falsch entpuppt", sagt Rod MacLeod von der Deutschen Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen (DSMZ). So seien schon Zellen aus der Wand von Blutgefäßen mit Blasenkrebszellen verwechselt worden.
    MacLeod und Kollege Hans Drexler kritisieren seit den Neunzigerjahren den schlampigen Umgang mit Krebszellenmaterial. "Damals entdeckten wir unter den Leukämielinien gut 14 Prozent falsch ausgezeichnete Proben, bei allgemeinen Tumorzellen waren es sogar 18 Prozent", sagte MacLeod der WELT. Wie die Studie zeige, habe sich nichts geändert.
    Ein Großteil der Krebsforschung wird an Zellkulturen durchgeführt. Die Zellen werden aus einem Gewebe oder Tumor isoliert und im Labor vermehrt. Versuche an ihnen sind eine Alternative zu Tierversuchen und langwierigen Studien an Patienten. Labore beziehen ihr Material von Zellbanken wie der DSMZ in Braunschweig, einer von vier öffentlichen Einrichtungen, von kommerziellen Anbietern oder anderen Forschern. Otmar D. Wiestler, Chef des Deutschen Krebsforschungszentrums, versicherte der WELT: "Derzeit wird mehr und mehr versucht, von der Forschung mit Zelllinien wegzukommen."
    Geprüft werden die Linien, etwa durch DNA-Tests, von vielen Einrichtungen nur selten: "Die notwendigen Tests sind so aufwendig, dass die meisten Forscher auf diese Methode verzichten", sagte MacLeod. Die Folgen beschreibt das Forscherteam im britischen Fachblatt "Cancer Research": "Seit mindestens 20 Jahren wird in der Krebsforschung Geld verschwendet und unglaublich kostbare Zeit verloren. Zeit, die den Patienten und ihren Familien fehlt." eb/tiw

    Quelle: Große Teile der Krebsforschung wertlos - Nachrichten welt_print - WELT ONLINE

    _________________________________________

    Man braucht nur schauen, welche Vorteile für Patienten die Krebsforschung brachte, dann weis man ohnehin, dass die (fast) gesamte "Krebsforschung" wertlos ist.

  2. #2
    Viola
    Gast

    AW: Forscher arbeiten seit Jahrzehnten mit falschen Zelllinien

    Hallo Dyon,

    ich finde auch, dass es ein großer Skandal ist, wie ungenau und schlampig bei der Krebsforschung gearbeitet wird und dass man dafür, nehme ich an, auch Spendengelder, verwendet. Ich wundere mich schon lange, warum es bei der Krebsforschung noch keine durchschlagenden Erfolge gibt, wo doch schon so lange geforscht wird. Aber jetzt wundert mich nichts mehr. Es ist wirklich schade um die Zeit und das Geld, das verschwendet wurde.

    Liebe Grüße,
    Ayana

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