Wie viel Eisen der Körper aus der Nahrung aufnimmt, wird von der Leber aus gesteuert. Das haben Heidelberger Forscherinnen nachweisen können und damit eine offene Frage um die häufigste Erbkrankheit unter Nordeuropäern beantwortet. Schalteten sie das verantwortliche Gen bei Mäusen lediglich in der Leber aus, zeigten die Tiere alle Symptome einer Hämochromatose.
Allein in Deutschland leben schätzungsweise bis zu 100.000 Menschen mit dieser Speicherkrankheit. Ihr Darm nimmt sehr viel mehr Eisen aus der Nahrung auf, als der Körper benötigt. Da das überschüssige Eisen nicht ohne weiteres ausgeschieden werden kann, lagert es sich in den verschiedensten Organen ab. Die Folgen reichen von Gelenkschmerzen über Herzmuskelschwäche bis hin zu Leberkrebs. Dem entgegenwirken lässt sich mit einer einfachen Therapie: regelmäßigen Aderlässen.
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