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Thema: Die Fastenzeit

  1. #1
    Viola
    Gast

    Die Fastenzeit

    Wenn heute gefastet wird, hat dies meistens gesundheitliche Gründe oder ist auch in dem Wunsch begründet, dass man schlanker werden möchte, um eine bessere Figur zu machen. Aber ursprünglich ist Fasten ein religiöser Brauch, eine Form der Askese, die durch den Verzicht auf bestimmte Dinge zu spirituellem Erleben führen sollte. Es gab natürlich noch weitere Gründe, zu fasten:

    Fasten schützte davor, schädliche "Kraftausstrahlungen" (Tabukräfte) mit der Nahrung aufzunehmen: Diese Ausstrahlungen beeinträchtigten nach Ansicht vor allem der östlichen Religionen das "Mana" des Menschen.

    Durch das Fasten vermochte man Willenskräfte zu sammeln: Dies war beispielsweise bei den nordamerikanischen Indianern vor einem Kriegs- oder Jagdzug üblich. Für solche Unternehmungen war die emotionale Stärke mindestens ebenso wichtig wie die körperliche Kraft.

    Fasten reinigte Körper, Seele und Geist: vor wichtigen rituellen Handlungen wurde gefastet, um wirklich "rein" daran teilhaben zu können und so ein Gefäß für die spirituellen Kräfte zu sein. Im Hinduismus geschieht dies heute noch vor bestimmten Wallfahrten. In der christlichen Religion wird vor dem Abendmahl gefastet. Auch vor Beginn der Initiationsriten - beispielsweise bei den Indianern oder bei afrikanischen Stämmen - fasten die Menschn, um für diese Zeremonien in den richtigen Bewusstseinszustand zu gelangen. Junge Indianer gingen - und gehen auch heute noch - in die Einsamkeit, wo sie fasten und meditieren, um ihren Namen zu finden, der ihnen - oft erst nach Wochen - im Traum offenbar wird.

    Vom urspünglichen Sinn des Fastens:
    Das Fasten ist ein Weg, Ekstase, Visionen und besondere Träume herbeizuführen. So kann ein direkter Kontakt mit dem Göttlichen herbeigeführt werden und der Fastende wird zu besonderen Leistungen befähigt. Schamanen und Medizinmänner fasten aus diesem Grunde immer wieder. Im Yoga dient es mit anderen Formen der Askese der Reinigung, der Weltentsagung und der Befreiung vom Karma. Gefastet wurde auch als Zeichen der Trauer. Es gab außerdem Fastenpraktiken zur Schulung der geistigen Aktivität wie etwa bei der griechischen Philosophenschule der Pythagoräer.

    In den großen Weltreligionen ist das Fasten meistens an feste Zeiten gebunden: im Islam an den Ramadan, den neunten Monat des islamischen Mondjahres. Die meisten buddhistischen Mönche und Nonnen nehmen nur eine tägliche Mahlzeit zu sich, daneben gibt es monatliche Fastentage. Auch die ägyptischen Pharaonen fasteten vor großen religiösen Festen mehrere Tage lang. Die Pythia von Delphi durfte das Orakel erst nach einer Fastenreinigung von vierundzwanzig Stunden befragen. Aus dem Alten Testament erfahren wir, dass Fasten weniger als Möglichkeit verstanden wurde, zur Vollkommenheit zu gelangen, sondern eher als ein Akt der Demut und Buße. In der katholischen Kirche besagt die Fastenregelung von 1966, dass Fastentage die Zeit von Aschermittwoch bis zur Osternacht sind. An diesen Tagen darf kein Fleisch gegessen werden.

    Die Fastenzeit im Frühjahr wird oft als "Entschlackung" bezeichnet. Nach den "fetten" Monaten der Weihnachts- und Karnevalszeit verlangt der Körper jetzt nach einer Reinigung - vor allem, weil nun die ersten grünen Gemüse und Kräuter wieder frisch erhältlich sind. Zudem ist sie eine seelische und geistige Vorbereitungszeit auf das kommende Frühjahr, in dem der Kreislauf der Natur wieder beginnt. Die Fastenzeit der katholischen Kirche entspricht also auch hier wieder uralten Gebräuchen. Früher wurde übrigens in der Adventszeit, der Zeit der Erwartung, ebenfalls gefastet, denn Weihnachten beziehungsweise das Fest der Wintersonnenwende erforderte eine spirituelle Vorbereitung.

    Wann immer gefastet wird: Es verändert sich nicht nur der Körper, sondern auch der Geist und die seelischen Prozesse. Fasten macht uns empfindsamer für die Dinge, die außerhalb des Alltags liegen, für die Magie des Lebens und der Welt.

    "Beim Fasten geht etwas Innerliches vor sich. Der Körper wird gleichsam aufgelockert. Der Geist wird freier. Alles löst sich, wird leichter. Last und Hemmungen der Schwere werden weniger empfunden. Die Grenzen der Wirklichkeit kommen in Bewegung: Der Raum des Möglichen wird weiter, der Geist wird fühliger. Das Gewissen wird hellsichtiger, feiner und mächtiger. Das Gefühl für geistige Entscheidungen wächst." (Romano Guardini, Philosoph u. Priester, 1885-1968).

    Aus dem Buch "Die weiße Magie der Hexen,
    Uraltes Wissen von Heilung und Weisheit"
    von Anthea

    Liebe Grüße,
    Viola

  2. #2
    Viola
    Gast

    AW: Die Fastenzeit

    "Fasten ist eine Reise, die dich gleichzeitig in die Nähe und doch in weite Ferne führt. Beim Fasten kannst du mehr lernen als in allen Ländern, die du besucht hast, oder aus den Büchern, die du gelesen hast." Morris Krok

    Fasten - dem Körper eine Nahrungspause gönnen - gehört zum Leben. Wir fasten jede Nacht, während wir schlafen, dieser Verzicht auf Essen und Trinken kann acht bis zehn Stunden oder länger dauern. Wenn wir auf natürliche Weise leben würden, würde der Schlaf jede Nacht als Fastenperiode ausreichen, aber weil wir uns so weit vom natürlichen Zustand entfernt haben, genügt das nächtliche Fasten nicht, um den Körper vollständig zu reinigen und zu regenerieren.

    Alle Weltreligionen betonen den Wert des Fastens. Fasten soll den Menschen zu einem fein abgestimmten spirituellen Instrument machen. Wasserfasten ist eine spirituelle Übung. Fasten stellt hohe Anforderungen an unsere Selbstdisziplin und Selbstkontrolle. Fasten prüft die Willenskraft. Fasten ist ein Naturgesetz, das aller Heilung und Wiederbelebung zu Grunde liegt. Der heilende Ruf der Natur lautet: "Iss nichts, lege dich zur Ruhe, ziehe dich zurück und sei still". Fasten schein ein Teil der Antwort auf alle Fragen zu sein. Wer regelmässig fastet, weiß dass der Verzicht auf feste Nahrung eine reinigende Wirkung auf alle Bereiche von Körper, Seele und Geist hat. Beim Fasten hat der Körper die Gelegenheit, sich selbst zu heilen. Ist es nicht etwas Wunderbares, dass Fasten die beste Medizin der Natur ist?

    Wenn man zu fasten beginnt, werden verschiedene Ausscheidungsprozesse in Gang gesetzt und der Organismus startet sein Reinigungsprogramm. Während des Fastens kann der Körper seine Enzymaktivität auf die Auflösung von tumorösen Gebilden und toxischen Schlacken richten. Beim Fasten verdünnt sich das Blut. Dadurch kann der dicke Schleim, der sich in der Lymphe befindet, ins Blut diffundieren und ausgeschieden werden.

    Die Säfte von Orangen, Grapefruits, Limette und Zitrone lösen Toxizität, Schleim und überschüssige Kalzitablagerungen auf, sodass sie ausgewaschen und ausgeschieden werden können. Es empfiehlt sich besonders beim Fasten das weiße Mark zusammen mit den Zitrussäften zu verwenden, denn es enthält Bioflavonoide, Faserstoffe und Kalzium.

    Studien haben nachgewiesen, dass man umso zentrierter wird, umso besser heilt, geistig umso aktiver ist, umso jünger aussieht, je länger man fastet. Wenn Magen und Zwölffingerdarm leer sind, werden Verdauungssäfte und -enzyme von der Bauchspeicheldrüse abgesondert. Diese Säfte gelangen in den Verdauungstrakt, werden von den Darmzotten resorbiert und gelangen dann in Blut und Lymphe, um dort unverdaute Fette, Kohlenhydrate und Proteine abzubauen.

    Wenn dein Körper durch Fasten gereinigt und in Schwung gebracht ist, wirst du einen kontinuierlichen Strom strahlender Gesundheit, elektrischer Energie und geistiger Kraft verspüren. Dies wird dich zu Leistungen befähigen, die du vorher nie für möglich gehalten hättest. Fasten ist eine Kunst, die man meistert, indem man die Fähigkeit entwickelt, die Körperfunktionen trotz gesunkenen Blutzuckerspiegels anzuregen. Wenn wir mit Leidenschaft und einem Ziel vor Augen leben, ist Fasten ein Abenteuer, dessen wir niemals müde werden.

    Aus dem Buch "Die Sonnendiät
    Ein vegetarisches Programm für
    Vitalität und Superfitness", von David Wolfe.

    Liebe Grüße,
    Viola

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