In unserem Kulturkreis war Paracelsus der erste, der "die Übersäuerung des Körpers als Grundübel aller Krankheiten" bezeichnete. Seit dieser Erkenntnis ist unser Leben noch saurer geworden.

Der saure Regen führt dazu, dass Bäume ihre Nadeln verlieren und absterben, und die Bodenlebewesen im Waldboden dezimiert werden. Auch Wildkräuter und Gemüse aus Bio-Anbau sind betroffen. Der saure Regen fällt überall hin! Nicht nur der Wald stirbt den Säure-Tod, sondern auch der Mensch und seine etwa 80 Milliarden Zellen sind gefährdet.

Die Säuren in unserem Körper stammen vor allem aus folgenden Quellen:

Fleisch und Fisch
Zucker
Kaffee, schwarzer Tee
Konservierungsstoffe
Cola-Getränke
Getreideprodukte
Alkohol, Medikamente
Mehl- und Milchprodukte

Fleisch beschert uns Harnsäure,
Cola-Getränke Phosphor-Säure,
Zucker- und Weißmehlprodukte die Essigsäure,
Käse und Gepökeltes Salpetersäure,
Schweinefleisch die Schwefelsäure,
Nikotin die Nikotinsäure,
Schmerzmittel wie Aspirin die Acetylsalizylsäure,
körperliche Anstrengung die Milchsäure,
Wein die Wein- und Schwefelsäure,
Kaffee und schwarzer Tee die Gerb- und Chlorgensäure,
kohlensaures Mineralwasser die Kohlensäure,
Umweltgifte wie Blei und Kadmium sowie Zahngifte wie Amalgam und Palladium
wirken im Körper sauer.
Hinzu kommt Salzsäure durch Streß, Ängste und Sorgen, Ärger und Müdigkeit.

Damit unsere Zellen nicht von diesen Säuren verätzt und zerstört werden, bemüht sich der Körper um fast jeden Preis, den pH-Wert des Blutes konstant zwischen 7,2 und 7,4 zu halten. Um zu überleben, ist er dazu gezwungen, die überschüssigen Säuren an körpereigene Mineralien zu binden, sie damit zu neutralisieren und sie als Schlacken im Körper zu lagern.

Aus der Verbindung der Säure mit Spurenelementen und Mineralstoffen entsteht eine "Schlacke", die der Chemiker "Salz" nennt.
Der Grad der Verschlackung nimmt im Alter zu. Bis zum 15. Lebensjahr bestehen 7 % des Körpers aus Schlacken, bis zum 30. Lebensjahr erhöht sich der Anteil auf 15 %, bis zum 50. Lebensjahr auf 25 %, von 50 bis 60 Jahren steigt er auf 32 % und über 60 Jahren auf 40 %. "Alterung" könnte man also als fortschreitende Entmineralisierung, Verschlackung und Übersäuerung bezeichnen.

Der kontinuierliche Verbrauch von Mineralstoffen und Spurenelementen zwecks Neutralisierung von Säuren verursacht den Verfall unserer Schönheit und Jugendlichkeit und unserer körperlichen, geistigen, seelischen und sexuellen Kräfte.

Wo lagert der Körper die Schlacken ab, wo liegen seine Säuredepots? Der Körper lagert die Schlacken in relativ lebensunwichtigen Geweben ab, nämlich im Fett- und Bindegewebe. Erst wenn diese Depots überfüllt sind, werden die Säuren im Muskelgewebe deponiert. Der Körper benützt das Fett- und Bindegewebe also regelrecht als "Mülldeponie". Der Grad der Schlackendichte bestimmt unsere körperliche, aber auch unsere seelische Gesundheit!

Die fortschreitende Übersäuerung und Verschlackung des Körpers behindert den Fluß der Körpersäfte, behindert den Zellstoffwechsel, bringt viele enzymatische Prozesse zum Erliegen, stört die Verdauung, drosselt die Lebensenergie und führt zu einem Verlust an Lebenskraft und Lebensfreude, aber auch zu den unterschiedlichsten Zivilisationskrankheiten.

Wenn Schlacken schließlich sogar im Muskelgewebe deponiert werden, kann es zu schmerzhaften Muskelverspannungen, Rheuma und Gicht kommen. Wird der säurelastige Lebenswandel beibehalten, holt der Körper sich das Kalzium zur Neutralisierung der Säuren aus Knochen und Gefäßwänden. Die Folgen sind Krampfadern, Durchblutungsstörungen, Osteoporose, ein hoher Cholesterinspiegel, Hämorrhoiden und Arteriosklerose, Ablagerungen in den Arterien.

Die fortschreitende Übersäuerung und Verschlackung kann dann zu ernsthaften "Säurekrankheiten" wie Nieren- und Gallensteinen, offenen Beinen, Herzinfarkt, Krebs, Schlaganfall, Verdauungskrankheiten, Grauem Star und Leberschäden führen. Alle diese Krankheiten wachsen auf saurem Boden, das heißt, sie brauchen ein bestimmtes saures Milieu, um entstehen zu können.

Der Körper betreibt zur Neutralisierung der gefährlichen Säuren Raubbau an der eigenen Substanz. Erst wird der Haarboden entmineralisiert mit der Folge des Haarausfalles bei Männern und bei Frauen nach den Wechseljahren. Der Haarausfall bei Männern in immer jüngerem Alter ist zu 90 bis 95 % auf den Mineralstoffabbau im Haarboden aufgrund der Übersäuerung des Organismus zurückzuführen.
Der Körper zieht Mineralstoffe zur Pufferung der Säuren aus Haarboden, Haaren, Haut, Knochen, Zähnen, Knorpeln, Nägeln und im Extremfall auch aus Organen und Gefäßen.

Fatal ist, dass in unseren Lebensmitteln aufgrund des sauren Regens, der Überzüchtung der Kulturpflanzen und der industriellen Bearbeitung der Pflanzen mit Pflanzenschutzmitteln und Kunstdünger nur noch ein Bruchteil der Mineralstoffe und Spurenelemente enthalten sind wie früher.

Der Körper versucht verzweifelt, Säuren über das größte Ausscheidungsorgan, die Haut, loszuwerden, was zu Fußschweiß, Akne, Mitessern, Hautjucken, Schuppenflechte, Neurodermitis, Entzündungen und Pilzen führt.

Frauen "parken" ihre Säuren vor allem an Oberarm, Hüften, Gesäß, Oberschenkeln und den Innenseiten der Knie. Neutralisierte Säuren oder Schlacken sind in Form von Cellulite oder Orangenhaut sichtbar. Cellulite kann daher nicht mit teuren Cremes "weggezaubert" werden, wie auch die Verbraucherzentralen und die Stiftung Warentest immer wieder betonen, sondern mit einer Entsäuerung in Form von Ernährungsumstellung und mehr Bewegung.

Aus der Zeitschrift
"Natürlich leben"
von Barbara Simonsohn

Ich finde, dass die angeführten Krankheiten nicht allein nur durch die Übersäuerung des Körpers entstehen, sondern sicher viele, verschiedene Ursachen haben, aber ein übersäuerter Körper ist auf jeden Fall ein guter Nährboden für alle möglichen Krankheiten.

Liebe Grüße,
Viola