Unsere Mundschleimhaut ist in der heutigen Zeit vielen Umweltbelastungen ausgesetzt. Doch die größte Gefahr vermitteln wir ihr selbst. Das ist das Ergebnis einer sensationellen Studie, die der österr. Arzt Dr. Heinz Lütgendorff-Gyllenstorm in Wien durchgeführt hat. Er kommt zu dem Schluß: Die meisten Menschen sind selbst schuld an einer Reihe von Erkrankungen, weil sie zu heiß essen und trinken. Jede Nahrung, die wir mit über 37 Grad Celsius aufnehmen, stellt einen enormen Risiko-Faktor dar.

Temperaturmessungen in Restaurants, Werkküchen und Kasernen haben ergeben: Suppen werden bis zu 82 Grad Celsius, heiße Getränke bis zu 79 Grad serviert. Kaffee und Tee, den die meisten von uns trinken, weisen eine Temperatur von 55 bis 70 Grad auf. Wenn man sich im Tierreich umschaut: Eine Katze frißt und trinkt niemals Heißes, auch wenn sie noch so hungrig ist.

Was ist nun die Folge von zu heißen Speisen und Getränken? Klinische Beobachtungen haben ergeben: Es kommt zu ständigen Reizungen, Irritationen und Entzündungen der Mundschleimhäute. Aber auch die Speiseröhre wird geschwächt. Und so kommt es allein durch ständige heiße Getränke und Speisen bei vielen Menschen zu einer Reihe von Krankheiten. Dazu gefhören Schnupfen, Nebenhöhenentzündung, Mittelohrentzündung, Kehlkopfentzündung, Luftröhrenentzündung, Entzündungen der Schleimhaut der großen Bronchien und der kleinen Bronchien, Mandelentzündung, Nierenentzündung, Entzündung zahlreicher Gelenke, Herzinnenhautenzündung und zu Bronchial-Asthma, aber auch zu Allergien.

Das Fatale dabei: Die Hitzeschäden der Mundhöhle und des Rachens werden vom Menschen nicht bemerkt. Man erkennt daher kaum einen Zusammenhang mit später auftretenden Erkrankungen.

Viele werden jetzt sagen: Man soll doch bei Erkältungen oder Halsschmerzen heißen Tee oder heiße Milch mit Honig trinken! Nach den jüngsten Untersuchungen ist das heller Wahnsinn, eine Gefahr für unsere Gesundheit, die sich im Laufe der Menschheitsgeschichte eingeschlichen hat. Begonnen hat alles, als der Mensch Feuer erzeugen konnte und Speisen und Getränke nicht mehr roh zu sich nahm. Da kam die "Sünde" vom heißen Essen und Trinken auf.

Namhafte Wissenschafler bestätigen die neue Theorie:
Der Bonner Pathologe Prof.Dr.Herwig Hampel stellt fest: Unsere Gewebe sind gegen Kälte weniger empfindlich als gegen Wärme. Prof.Dr.Hans Georg Schwarzacher vom Histologisch-Embryologischen Institut der Universität Wien meint: Unsere Schleimhaut besteht aus sehr hitzeempfindlichen Zellen. Hitze trocknet sie aus. Damit wird sie zu einem Tummelplatz für Krankheitserreger.

Warum sollten Speise und Getränke nicht heißer als 37 Grad sein? Das ist unsere Körpertemperatur. Sie ist ein idealer Gradmesser. Untersuchungen an der Universität Wien haben ergeben: Testpersonen, die jahrelang ohne Erkältung durch den Winter kamen, bestätigten, dass sie niemals Suppen oder Getränke zu sich nehmen, die heiß sind. Dazu ist zu sagen: Viele Menschen haben eine instinkthafte Abneigung gegen heiße Speisen und Getränke. Die meisten aber haben dieses natürliche Gefühl verloren. Klinische Beobachtungen an 2.700 Patienten haben ergeben: Wenn Temperaturen über 37 Grad vermieden wurden, kam es zu einem raschen Rückgang von vorhandenen Mund- und Rachenschleimhautentzündungen.

Daher ein wertvoller Rat: Wenn Sie möglichst gesund bleiben wollen, dann lassen Sie heiße Speisen und Getränke grundsätzlich abkühlen, ehe Sie sie zu sich nehmen. Sie werden sich mit der Zeit auch allgemein wohler und vitaler fühlen. Und wie Sie es kontrollieren können? Mit einem Getränke-Thermometer aus der Apotheke.

Aus dem Buch "Sanfte Medizin"
von Prof. Hademar Bankhofer

Liebe Grüße,
Viola