VON: UNION DEUTSCHER HEILPRAKTIKER E.V. (UDH)
Europäische Harmonisierung der Arzneimittelregistrierung bereitet Heilpraktikern ernste Sorge um pflanzliche Arzneien in Deutschland

Schöneck (humannews) - „Es besteht die ernst zu nehmende Gefahr, dass Johanniskraut, Pfefferminze, Eukalyptus, Artischocke, Mariendistel, Süüßholz, Brennnessel, Ginkgo, Knoblauch und Kamille als pflanzliche Arzneimittel vor dem baldigen Aus stehen". In seinem Eröffnungsvortrag zu den Süddeutschen Tagen der Naturheilkunde in Fellbach bei Stuttgart machte Karl Reinhard Schübel, Kontaktbeauftragter der Union Deutscher Heilpraktiker bei der Association of Natural Medicine in Europe e.V. (Anme - Association of Natural Medicine in Europe e. V.) seine Standeskollegen darauf aufmerksam, dass der „Verdacht auf Interaktionen bei pflanzlichen Arzneimitteln" gezielt recherchiert werde. „Pharmakovigilanz" heißt die politische Losung, nach der diese vertrauten Heilmittel und Substanzen unter dem europäischen Gebot der Harmonisierung der Arzneimittelregistrierung ins Visier des Gesetzgebers geraten.
Unter Pharmakovigilanz versteht man generell die ständige Beobachtung bereits zugelassener Arzneimittel im Hinblick auf unerwünschte Nebeneffekte. In der Zeit von 1998 bis 2007 wurden insgesamt 84 Fälle gemeldet, bei denen Wechselwirkungen zwischen Arzneimitteln chemischen und pflanzlichen Ursprungs festgestellt wurden. Es besteht deshalb aktuell die Forderung, mögliche Interaktionen auf den Beipackzetteln der pflanzlichen Arzneimittel (Phytopharmaka) ausweisen zu müssen.
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