Frauen, die trotz Kinderwunsch nicht schwanger werden, sollten eine Untersuchung ihrer Schilddrüse in Erwägung ziehen. Darauf weist die Fachzeitschrift "Apotheken Umschau" hin.

Eine Unterfunktion der Schilddrüse könne durch Wechselwirkungen mit anderen Organen, die ebenfalls Hormone produzieren, zu einem Anstieg des so genannten Prolactinspiegels im Blut führen.

Prolactin ist ein Hormon, das vor allem für die Milchbildung in der Schwangerschaft verantwortlich ist. Als Nebeneffekte gelten ein verlängerter Zyklus und eine stark verringerte Fruchtbarkeit.


Gefährlicher Mix - Östrogen und Schilddrüsenhormone !


Frauen, die sich einer Behandlung mit Schilddrüsenhormonen unterziehen, sollten sehr vorsichtig mit der Einnahme von Östrogenen sein, warnt die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie in München.

Bei 40 Prozent der Frauen, die Östrogene etwa zur Empfängnisverhütung einsetzen, könnte es dadurch zu einer Unterfunktion der Schilddrüse kommen. Diese äußert sich durch Konzentrationsschwäche, Müdigkeit, Kraftlosigkeit, Gewichtszunahme, einer Verlangsamung des Herzschlags, Verstopfung und Anstieg des Cholesterinspiegels. Grund für die Unterfunktion bei gleichzeitiger Östrogeneinnahme sei eine gesteigerte Produktion von Bindungseiweißen im Blut, so die deutschen Experten.


Bei zunehmender Zahl dieser Eiweiße, die für den Transport von Schilddrüsenhormonen zu den Organen verantwortlich sind, würden Hormone vermehrt gebunden und somit weniger im Gewebe freigesetzt. Besonders bei schwangeren Frauen mit bereits bestehender Schilddrüsen-Unterfunktion müsse die Dosis an Schilddrüsenhormonen um bis zu 50 Prozent gesteigert werden, da die Plazenta zusätzlich Östrogene bilde, wodurch verstärkt Bindungseiweiß erzeugt werde. Die höhere Konzentration des Eiweißes könne einen Abfall des Schilddrüsenhormon-Spiegels bewirken. Dieser wiederum könne zu einer Gefahr für das Ungeborene werden.